Freitag 22.05.26, 21:15 Uhr
Unterzeichnungsaufruf an lokale Initiativen:

Neues Memorandum zu 75 Jahre GFK – Es geht auch anders!


Der in Bochum beheimatete Flüchtlingsrat NRW ruft Organisationen auf Bundesebene und Landesebene sowie lokale Initiativen (ergo keine Privatpersonen, politische Parteien, Unternehmen) zur Unterzeichnungt eine Memorandums auf. Anlass ist der 75. Jahrestag der Unterzeichnung der Genfer Flüchtlingskonvention.

Der Flüchtlingsrat schreibt: »Die Genfer Flüchtlingskonvention wird in diesem Sommer 75 Jahre. Doch vielen von uns ist angesichts der politischen Entwicklungen nicht zum Feiern zumute: Flucht und Migration werden gezielt zu Wahlkampfzwecken instrumentalisiert, Geflüchtete werden zu Feindbildern und als Gefahr für die Sicherheit oder den Wohlstand des eigenen Landes dargestellt. In der Folge werden ihnen grundlegende Rechte verweigert, um vermeintliche Sicherheit und Kontrolle zu schaffen.

Wir denken aber: Es geht auch anders! Viele Menschen in Deutschland und weltweit teilen unsere Überzeugung, dass Flüchtlingsschutz auf Grund- und Menschenrechten gründen muss, und setzen sich tagtäglich für eine Politik ein, die in der Zukunft genau das umsetzt.

Memorandum anlässlich 75 Jahre GFK: „Es geht auch anders! Gemeinsam für Schutz und Zusammenhalt“

Gerade in Zeiten, in denen primär über Abschottung und Externalisierung gesprochen wird, ist es wichtig,  zu zeigen, dass es anders geht. Es ist dafür unumgänglich, dass wir unsere eigenen Ziele und Ideen formulieren und in die Debatten einbringen, wie wir den Flüchtlingsschutz zukünftig gestalten wollen. Das ist allem voran: Menschen sollen sicher und ohne Gefahr einreisen, sich im Asylverfahren gut unterstützt und orientiert fühlen und von Beginn an ihre Potenziale und Fähigkeiten entfalten. Das macht uns als Gesellschaft vielfältiger und stärker. Ein solcher Flüchtlingsschutz ist möglich!

Mit dem neuen Memorandum „Es geht auch anders! Gemeinsam für Schutz und Zusammenhalt. Memorandum für einen starken Flüchtlingsschutz“ wollen wir über einen zukunftsfähigen Flüchtlingsschutz reden, was es dazu braucht und was wir dafür tun müssen. In den fünf Handlungsfeldern des Memorandums geht es nicht um rechtliche Mindeststandards, sondern wir entwickeln eine ambitionierte gesellschaftliche Vision und geben konkrete Impulse für die politische Diskussion.

  1. Globalen Schutz schaffen
  2. Sichere Fluchtwege ermöglichen
  3. Faire Asylverfahren und Aufenthaltsperspektiven bieten
  4. Gute Startbedingungen durch soziale Rechte
  5. Teilhabe und Mitbestimmung – Gesellschaft gemeinsam gestalten

Mit dabei sein & Veröffentlichung

Wir wollen möglichst viele unterzeichnende Organisationen für das Memorandum gewinnen, um anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni 2026 ein starkes Zeichen zu setzen. Leitet diese Mail deswegen auch gerne weiter.

Die mediale Veröffentlichung ist für den 20. Juni (Versand am 19.06. mit Sperrfrist) geplant, zudem wird es social media Material geben. Das wollen wir euch am 16. Juni schicken.

Wir wollen das Memorandum nicht nur einmalig veröffentlichen, sondern möglichst längerfristig nutzen. Wenn ihr hierzu Ideen habt, dann meldet euch gerne. Geplant ist es, das Memorandum beim Berliner Flüchtlingsschutzsymposium vorzustellen.

An dem Memorandum haben mitgewirkt: Katharina Voss (Diakonie Deutschland), Wiebke Judith (PRO ASYL), Kitty Thiel (AWO), Thorben Knobloch (Paritätischer Gesamtverband), Nina Alizadeh Marandi (Amnesty International) und Sophia Eckert (Handicap International)

Die erstunterzeichnende Bundesorganisationen geben wir frühzeitig bekannt.«

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