An Mittwoch, den 28. Mai um 19 Uhr ist Valerie Brosch zu Gast im Offenen Antifa-Café im Sozialen Zentrum. Sie hat Sozialwissenschaft und Osteuropastudien in Bochum und Berlin studiert. Sie beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit der Geschichte und Gesellschaft Russlands und mit emanzipatorischen Bewegungen in verschiedenen osteuropäischen Ländern: »Die Lage der unabhängigen Zivilgesellschaft in Russland ist katastrophal. Aber die Flammen des Ungehorsams sind nicht erloschen.
Horst Hohmeier hat für die Linke im Rat eine Anfrage zu Mietwucher in Bochum gestellt, um „die Situation des immer prekärer werden Wohnungsmarkts in Bochum zu klären und belastbare Zahlen zu bekommen“ so Hohmeier. Die Linke im Rat erläuzert: »Wer unter Ausnutzung eines geringen Angebotes an Wohnungen eine Miete von 20% oder mehr über den jeweils gültigen Mietspiegel verlangt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Hier ist Voraussetzung, dass neben einer Überschreitung der ortsüblichen Vergleichsmiete von mehr als 20% auch die Ausnutzung eines geringen Angebots vorliegen muss. Bei Mietpreisüberhöhungen im Sinne des § 5 Wirtschaftsstrafgesetz (WiStG) handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit für deren Ahndung die Bußgeldstelle des Amtes für Stadtplanung und Wohnen zuständig ist. Mietwucher i. S. v. § 291 Strafgesetzbuch (StGB) ist ein Straftatbestand, für dessen Verfolgung allein die Staatsanwaltschaft zuständig ist.
Die Evangelische Hochschule Bochum veranstaltet am 23. Mai eine besondere Kunstaktion und schreibt dazu: »Die Kneipe im Ruhrgebiet ist viel mehr als ein Ort zum Trinken. Sie ist Wohnzimmer, Stammtisch, Bühne und Beichtstuhl zugleich. Hier treffen Malocher und Studierende, Senioren und Kunstschaffende, Fußballfans und Philosophen aufeinander. An der Theke werden Geschichten erzählt, Sorgen geteilt und Freundschaften geschlossen. Kein Glamour, kein Getue, dafür echte Menschen und Gespräche. Das macht die Kneipe zu einem Stück Heimat und zu einem Ort, an dem niemand allein ist.
Im Bahnhof Langendreer findet am kommenden Samstag, dem 24. Mai der erste Teil eines Chor-Workshops statt: »Gemeinsam singen, neue Lieder aus aller Welt entdecken, Stimmen ausprobieren und einfach eine gute Zeit zusammen haben – das ist der FLINTA*-Chor! 2024 im Bahnhof Langendreer gestartet, geht’s jetzt weiter – in Kooperation mit dem atelier automatique.
Das Prinz Regent Theater Bochum stellt sich mit der Spielzeit 2025/2026 neu auf und präsentiert sich jetzt bereits mit einer neuen Webseite. Die neue künstlerische Leitung stellt in einem Brief ihre Ideen und das neue Programm vor: »Als neue künstlerische Leiterin am prt freue ich mich, Euch das Programm vorzustellen: Die ersten Premieren von September bis Dezember 2025, aber auch viele Gelegenheiten, aktiv zu werden und das prt mitzugestalten. Zum Beispiel einen Garten anzulegen oder Geschichten aus Bochum zu erzählen.
Im Kino Endstation läuft am Donnerstag der Film „Nikolaikirche“ und zum Hintergrund zu diesem Film schreibt das Kino: „Der bis in die Nebenrollen durchweg mit einem Starensemble besetzte Film ist nicht zuletzt eine Hommage an die Kunst filmischen Erzählens und die große Schauspieltradition der DDR. Großes Kino zum Nachdenken, mit einem umwerfenden Soundtrack von Johann Sebastian Bach.“ Zum Inhalt heißt es dann weiter: »Die Leipziger Nikolaikirche ist eines der beiden alten Gotteshäuser im Stadtkern von Leipzig. Die spätgotische Hallenkirche mit den einprägsamen hellen Säulen und Palmenkapitellen entwickelte sich in den 1980er Jahren durch die Friedensgebete, die hier an jedem Montag stattfanden, als Zentrum eigensinnigen Denkens in der DDR.
Das Fritz-Bauer-Forum feiert vom 22. bis zum 24. Mai seine Eröffnung und schreibt zum Programm: »Nach der Grundsteinlegung im August 2021 und der Eröffnung der Bibliothek in der umgebauten ehemaligen Trauerhalle Havkenscheid im Sommer 2023, wo Veranstaltungen und Workshops stattfinden, ist es nun so weit. Das Fritz Bauer Forum, internationales Zentrum für Demokratie und Menschenrechte, öffnet die Türen seiner neu errichteten, modernen und gut ausgestatteten Räume.
Wenn eine „große Koalition“ aus CDU, SPD und Grüne „einmütig“ den Verkauf von 51% der stadteigenen Senioreneinrichtungen (SBO) an die evangelische Diakonie begrüßt, ist erhebliche Skepsis angesagt. „Bochum verscherbelt öffentliches Eigentum und gibt damit Gestaltungsspielräume auf“, kritisiert Wiebke Köllner, OB-Kandidatin der Bochumer Linken. „Wenn behauptet wird, es sei eine zu große finanzielle Belastung für die Stadt, sich auch um ältere Menschen zu kümmern, ist das eine soziale Bankrotterklärung. Denn genau das ist doch Kernaufgabe einer sozialen Kommune. Auch ein weiteres Argument aus der schwarz-rot-grünen Presseerklärung ist fragwürdig: Wenn die Stadt feststellt, dass ein Träger wirtschaftlicher handeln kann, wenn er mehr soziale Einrichtungen betreibt, dann sollte die Stadt mehr soziale Einrichtungen betreiben, statt die bestehenden zu privatisieren!“
Am Samstag, dem 24. Mai wird im Schauspielhaus die Inszenierung „Gundhi“ uraufgeführt. Die Ankündigung: »Gundhi (Zusammensetzung aus dem englischen Wort für „Pistole“ [Gun] und dem Nachnamen der indischen Friedensikone [Gandhi]) ist der raumgreifende Titel einer neuen Produktion des niederländischen Theaterkollektivs De Warme Winkel, dessen Bochumer Inszenierung Der Bus nach Dachau vor zwei Jahren zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde. In ihrem neuen Stück beschäftigen sich Vincent Rietveld, Ward Weemhoff und Marieke de Zwaan mit der Frage, ob für den Erhalt des Friedens Kriege geführt werden müssen.
RABIA – DER VERLORENE TRAUM - Offizieller Trailer (DE), Ab 23. Januar 2025 im Kino.
Am Freitag, dem 23. Mai läuft um 19:00 Uhr im endstation.kino der Film Rabia – der verlorene Traum. Im Anschluss an dem Film wird es ein Gespräch mit Halil Şimşek geben. Er war zehn Jahre in der Extremismusberatung tätig: »Von dem Versprechen eines besseren Lebens gelockt verlassen die 19-jährige Französin Jessica und ihre beste Freundin Laïla ihre Heimat, um sich in Syrien dem Islamischen Staat anzuschließen.
Am Mittwoch, den 21. Mai 2025 lädt die Aktion pro Afrika um 19:00 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einer Informationsveranstaltung über die aktuelle SituationMali ein: »Aus den Augen, aus dem Sinn – bei den vielen anstehenden Themen ist die Lage in Westafrika ziemlich aus dem Blickfeld geraten. Dabei finden dort hochspannende Prozesse statt, deren Auswirkungen auf die internationale aber auch auf die lokale Politik nicht zu unterschätzen sind.
Am Samstag, den 24.05. findet um 20 Uhr in der Oval Office Bar im Schauspielhaus eine Lesung „Bravo Bar“ mit Kersty Grether statt: »Kersty Grether ist Musikerin, Schriftstellerin und Pop-Journalistin. Die FAZ nennt sie „die Susan Sontag der deutschen Popkritik“. „Bravo Bar“ ist ein Pop, Gesellschafts- und Gegenwarts-Roman. Jede Figur wird in ihrem eigenen Stil und ihrer eigenen Stimmung erzählt. Ein Rap in drei Geschmacksrichtungen, der so virtuos mit den Zeichen, Zärtlichkeiten und Zumutungen der Generation X bis Z spielt. Ein Episoden-Roman, der in bittersüßen Salven die Energie eines Survival-Trips entfacht; so hochfahrend wie kleinlaut, so schwärmerisch wie sarkastisch.«
Die Idee seiner rund 2500 Kilometer Tour ist es, durch seine Konzerte entlang der Route Nachhaltigkeit zu vermitteln und mit Menschen ins Gespräch zu kommen. „Ich glaube daran, dass wir uns gegenseitig zuhören müssen, um demokratische Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klima- und Demokratiekrise zu finden. Sowohl auf dem Fahrrad als auch beim Singen komme ich mit vielen Menschen in Kontakt.“ sagt er.
Am 23.05. ab 20.00h gibt es im NaturFreundeZentrum (NFZ), Hohe Eiche 20 ein Konzert des Liedermachers und Klimaaktivisten Erik Stenzel (Einlass 18.00h) Das NFZ schreibt dazu: »Seit Anfang Mai tourt der Nürnberger Liedermacher und Klimaaktivist Erik Stenzel auf seiner DemokRADtie Tour mit dem Fahrrad durch Deutschland. Im Gepäck: ein Zelt, die Gitarre und Songs im rauen Folk-Gewand mit poppigen Melodien und treibenden Rhythmen über eine Welt, die es zu retten gilt.
Die MUT-TOUR, die sich für einen offenen Umgang mit dem Thema Depression stark macht, startet in diesem Jahr erstmals in Bochum. Am Samstag, 24. Mai 2025 beginnt die Tour um 10 Uhr vor der Glocke am Rathaus.
Organisiert und unterstützt wir die MUT-TOUR vom Psychosozialen Hilfen Bochum e.V. und dem Bochumer Bündnis Depression.
ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft – ver.di, Landesbezirk Nordrhein-Westfalen teilt zu den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im NRW-Handel mit:
»Nach einer der härtesten Tarifrunden in der Geschichte des Handels gibt es für die Beschäftigten in NRW im Mai erneut ein deutliches Plus im Portemonnaie. Die Beschäftigten im Einzel- sowie im Groß- und Außenhandel können sich auch im Jahr 2025 über spürbare Gehaltszuwächse freuen. Nach der besonders langen und konfliktintensiven Tarifrunde 2023/2024 steigen die Löhne und Gehälter in beiden Branchen über die gesamte Laufzeit der Tarifverträge um fast 14 Prozent.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki- Mohnhaupt zum Bebauungsplan Overdyker Straße:
»Bauen neu denken – und zwar gemeinsam!
Die Bürgerversammlung zum Bebauungsplan Overdyker Straße (Bebauungsplanunterlagen hier https://www.o-sp.de/bochum/plan?pid=22343 ) am 06.05.2025 hat wieder einmal gezeigt:
Im fortgeschrittenen Klimawandel muss dringend ein Umdenken in der Verwaltung erfolgen – Bauen und Klima müssen zusammen gedacht werden! In Städten wie Solingen, Wuppertal und Remscheid erfolgt bereits in der vorbereitenden Bauleitplanung ein Klima-Check. Das muss auch in Bochum möglich sein!
Attac lädt am Sonntag, den 18. Mai um 16 Uhr zum nächsten Kaffeeklatsch ein. Joachim Braun referiert über das Thema „Rente statt Rendite“: »Wenn es um die Rente geht, lesen wir immer wieder von ‚verletzter Generationengerechtigkeit‘, ‚explodierenden Steuerzuschüssen“ und anderen Schrecken. Auch im Koalitionsvertrag von SPD und CDU/CSU findet sich ein Abschnitt zur „Reform“ der Rente: „Wir wollen für jedes Kind vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr, das eine Bildungseinrichtung in Deutschland besucht, pro Monat zehn Euro in ein individuelles, kapitalgedecktes und privatwirtschaftlich organisiertes Altersvorsorgedepot einzahlen.“ Das hatten wir zuletzt bereits mit der von Lindners FDP geforderten Aktienrente.
Ende Gelände Bochum bietet am Samstag, den 17. Mai von 17.30 bis 20.30 Uhr einen Workshop an zum Thema „autoritäre Gruppen erkennen und vermeiden“: »In diesem Workshop geht es um autoritäre Gruppen, ihre Funktionsweise, Ideologie sowie um die schädlichen Machtdynamiken, die in solchen Gruppen entstehen. Wie erkenne ich autoritäre Tendenzen? Warum sind oder werden Gruppen autoritär? Was tut man dagegen? Auf diese Fragen gehen wir mit unsere:r zugeschalteten Referent:in Nui gemeinsam ein. Einlass ab 17 Uhr. Für eine bessere Planung freuen wir uns über eine Anmeldung unter eg-bochum@proton.me.
Das Anti-Ableistische Café lädt am Freitag den 16.05 findet um 18:30 Uhr zum nächsten Treffen im Fluid, Große Beckstr. 12 ein: »Diesmal machen wir in Kooperation mit dem antifaschistischen Kampftag, zum achtzigsten Jahrestag des Ende des Nazis Regimes einen Vortrag zu ableistischer Gewalt im Nazis Regime und wie dieses ableistische Gewalt bis heute prägt. Das Thema ist natürlich sehr emotional aufreibend, Triggerwarnungen gelten und kommt bitte nicht, wenn ihr euch mental nicht bereit fühlt, über das Thema zu reden. Für alle anderen, freuen wir uns, wenn ihr dazu kommt, spannende Gespräche mit uns führt und uns Gesellschaft leistet!«
Mittwoch 14.05.25, 11:01 Uhr
Wie kann die Speckschweiz zu einem Superblock werden?
Für den 20. Mai um 19 Uhr laden der Nachbarschaftskreis Hamme und der Verkehrsclub Deutschland (VCD e.V.) zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema Superblock in das Soziale Zentrum ein: »Innerhalb von Hamme liegt die sogenannte Speckschweiz, ein Altbauviertel zwischen der Dorstener Straße und Herner Straße. Der Stadtteil hat eine gute Anbindung an den ÖPNV. So fahren auf der Dorstener und Herner Straße zwei Straßenbahnlinien mit guter Taktfrequenz, hinzu kommen zwei Buslinien. Trotzdem ist der Stadtteil geprägt vom ruhenden Autoverkehr. Einige Straßen werden als Durchgangsstraßen für den Abkürzungsverkehr genutzt.
Die Volkshochschule informiert über einen Vortrag am kommenden Donnerstag, dem 15. Mai von 18 bis 20 Uhr mit dem Titel: „Flucht und Migration – Mythen und Fakten in Deutschland und Europa“: »Der Vortrag findet statt im neu eröffneten „Sheffield Inn“ an der Kortumstraße 55 und ist entgeltfrei. Eine Anmeldung ist unter der Rufnummer 02 34 / 910 – 15 55 oder über die Webseite möglich.
Der Bochumer Antifa Treff (BAT) lädt am Freitag, dem 16.5. zu einer Veranstaltung ins Soziale Zentrum ein und schreibt dazu: »Nachdem 2011 die allgemeine Wehrpflicht ausgesetzt wurde, werden wir in den letzten Monaten und Jahren wieder zunehmend auf die neue Kriegstüchtigkeit eingestimmt.
Der Flüchtlingsrat NRW weist auf einen von vielen Organisationen unterschriebenen Appell hin: »Mit ihrem Koalitionsvertrag stellen Union und SPD die Verantwortung für Deutschland ins Zentrum ihres Handelns. Zum Amtsantritt der Regierung machen 293 Organisationen und Verbände, unter ihnen auch der Flüchtlingsrat NRW, deutlich: Diese Verantwortung muss für alle Menschen in Deutschland gelten.
Die Organisationen appellieren an die Bundesregierung, eine Migrationspolitik zu verfolgen, die die Rechte von Schutzsuchenden wahrt, Integration fördert und die offene und demokratische Gesellschaft verteidigt!« Der Appell
Am Samstag, den 10. Mai, demonstrierte die Radwende Bochum für mehr Sicherheit auf der Dorstener und der Herner Straße:»Rund 80 Radfahrerinnen und Radfahrer machten mit Poolnudeln am Gepäckträger sichtbar, wie wichtig der gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand von 1,50 Metern zum fließenden Verkehr ist. Auch zu parkenden Autos ist ein Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter erforderlich.
Antifaschistische Demonstrationen werden normalerweise von jungen Leute geprägt. Die Demonstrant:innen für ein Verbot der AfD waren heute deutlich älter. Einige Omas gegen Rechts hielten das Fronttransparent. „Faschismus beginnt nicht damit, dass Menschen getötet werden. Er breitet sich dort aus, wo Menschlichkeit zur täglichen Anstrengung wird“, fasste Katharina Schwabedissen in Worte, was viele zur Teilnahme an der Demonstration bewegt hat. (Das Redeskript) Elias Bala von der Bochumer Bezirksschüler:innenvertrtung formulierte, was viele Jüngere bewegt: „Wehret den Anfängen war gestern, handeln wir jetzt, sonst ist das Morgen für Millionen Menschen in diesem Land eine Drohung.“ (Das Redeskript)
Die AfD wird jetzt als gesichert rechtsextrem eingestuft. Das ist erst einmal nicht schlecht. Aber am Umgang mit der AfD scheint sich erstmal wenig zu ändern. Als erstes hat man Vertreter*innen der AfD ins Fernsehen eingeladen und gefragt, ob sie wirklich rechtsextrem seien. Überraschenderweise war die Antwort: nein. Dieser Umgang mit der AfD ist nicht nur naiv – er ist gefährlich.
Liebe Freund*innen, Liebe Kolleg*innen, Liebe Genoss*innen, Liebe Bochumer*innen! Mein Name ist Katharina Schwabedissen. Ich bin Gewerkschaftssekretärin. Ich bin Feministin. Ich bin Mutter von drei Kindern. Ich bin aktiv bei widersetzen. Danke, dass ich heute hier reden darf. Ich bin grundsätzlich keine Freundin von Verboten.
Am 8. Mai erinnerten das Bochumer Bündnis gegen Rechts und der Kinder- und Jugendring mit ihrem traditionellem Gedenkrundgang auf dem Friedhof am Freigrafendamm an den 80. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg. Mehr als 100 Teilnehmende waren gekommen. Justin Mantoan vom Bochumer Kinder- und Jugendring betonte in seiner Begrüßung: „Wir setzen heute erneut ein Zeichen und beweisen, dass dieses so viel beschworene „Nie wieder“ keine bloße Floskel, sondern gelebte Solidarität ist.“ (Das Redeskript der Begrüßung.)
Liebe Anwesenden: „So was hätt einmal fast die Welt regiert! Die Völker wurden seiner Herr, jedoch Dass keiner uns zu früh da triumphiert – Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!“ So lauten die Schlussworte des Theaterstücks »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« von Bertolt Brecht, in dem parabelhaft und verfremdet das Emporkommen der Faschisten in Deutschland geschildert wird.
Vielen Dank, dass heute so viele von Euch den Weg hier her gefunden haben, um gemeinsam an den Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus zu erinnern. Auch nach acht Jahrzehnten ist diese Erinnerung noch immer wichtig und notwendig, denn die Gefahr des autoritären Denkens ist längst nicht gebannt, sie harrt bedrohlich aus. Daher setzen wir heute erneut ein Zeichen und beweisen, dass dieses so viel beschworene „Nie wieder“ keine bloße Floskel, sondern gelebte Solidarität ist.