Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa durch die vollständige bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Wir feiern heute 80 Jahre der Befreiung des Deutschlands vom Nazismus, das Ende des größten Blutvergießens der Weltgeschichte, die Rettung der europäischen Juden vor der vollständigen Vernichtung. Im Zweitem Weltkrieg haben 60 Millionen Menschen ihr Leben verloren, fast die Hälfte davon waren Zivilisten. Jeder Zehnte war Jude. Am meisten betroffen waren die Sowjetunion und die Rote Armee. Das sowjetische Volk zahlte einen hohen Preis für den Sieg. 27 Millionen Menschen starben, 12 Millionen davon waren Soldaten und Offiziere.
Für den 11. Mai haben das bundesweite Netzwerk Zusammen Gegen Rechts sowie die Kampagne Menschenwürde verteidigen – AfD-Verbot Jetzt! deutschlandweit zu Protesten aufgerufen. Ziel der Proteste ist, dass Bundestag, Bundesrat und die neue Bundesregierung unverzüglich das Verbotsverfahren gegen die AfD vor dem Bundesverfassungsgericht einleiten. In Bochum startet die Kundgebung am Sonntag um 14:00 Uhr am Hauptbahnhof.
Unter dem Motto „Kommst du raus, spielen?“ wird die Haldenstraße in der Speckschweiz (östlicher Teil des Stadtteils Hamme) am 17. Mai von 14 bis 18 Uhr für 4 Stunden zu einer Spielstraße. Die Autos müssen draußen bleiben.
Am Freitag, 9. Mai, lädt das Schauspielhaus um 18 Uhr zur gemeinsamen Radtour von der Königsallee nach Stahlhausen ein. Dort wird in der leerstehenden Kirche St. Anna das Stück „Exit Hambi“ aufgeführt. Der ADFC Bochum fährt mit.
Im Trotz Allem, dem Soziokulturellen Zentrum in Witten (Wideystr. 44), gibt es am Freitag, 16. Mai 25 einen Vortrag mit Joachim Schramm, Sozialwissenschaftler, Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW und Sprecher der DFG-VK Witten-Hagen.
»Während die herrschenden Kreise nach der Kriegstüchtigkeit Deutschlands rufen, stellen sich vermehrt junge Leute gegen die Forderung, für Deutschland in einem Krieg sterben oder töten zu sollen.
Um einen Einblick in die Arbeit des Kinder- und Jugendrings Bochum zu ermöglichen, hat der Vorstand das Jahrbuch 2024 herausgegeben. Wichtige Veranstaltungen, Aktionen und Projekte werden mit kurzen Texten, Presseberichten und Fotos vorgestellt.
»Knapp ein Viertel der Kinder und Jugendlichen in Bochum wachsen in prekären Verhältnissen auf. Sie sind häufiger von gesundheitlichen Beeinträchtigungen betroffen, haben schlechtere Bildungschancen und sind stärker sozial isoliert.
In seiner Reihe zur Bochumer Stadtgeschichte lädt das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, am Mittwoch, 14. Mai, um 19 Uhr zum Vortrag „Mehr als Maschinen und Produkte – die Werksfotografie des Bochumer Vereins zwischen 1926 und 1945″ ein. Referent an diesem Abend ist Prof. Dr. Ralf Stremmel. Der Eintritt ist frei.
Am morgigen Freitag, den 9. Mai lädt das Bündnis Antifaschistischer Kampftag nun im dritten Jahr zu einer Mischung aus politischer Kundgebung und Kulturprogramm zum Tag der Befreiung ein: „Wir sind ein Zusammenschluss antifaschistischer Organisationen in Bochum. Dazu gehören unter anderem die Rote Hilfe, die SDAJ, Fridays for Future, Dyke* March Ruhr, die VVN-BdA und das Bochumer Bündnis gegen Rechts. Wir beginnen um 17:30 Uhr mit einer Zubringer-Demo vom Bochumer Hbf zur KoFabrik. Vor und in der KoFabrik findet die Kundgebung von 18 bis 22 Uhr statt.
Im Antifa Café im sozialen Zentrum wird am 14. Mai um 19 Uhr der Film „Hamburger Gitter“ gezeigt: »Filmabend mit Pizza und Kaltgetränk. Wir zeigen den Film Hamburger Gitter. Die Dokumentation konzentriert sich auf den Umgang mit den Protesten rund um den G20-Gipfel und die staatliche Sicherheitspolitik.
Am Dienstag, 13. Mai 25 lädt die VVN-BdA Bochum zu einem Vortrag zu den Kindertransporten um 19:00 in die ZANKE ein.
»1938/39: Zwischen den Novemberpogromen und dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs werden etwa 10.000 Kinder zwischen drei und 17 Jahren mithilfe der sogenannten „Kindertransporte“ nach Großbritannien gebracht, um sie vor dem antisemitischen Terror zu retten. Die Kinder müssen ohne ihre Familien nach Großbritannien reisen, wo sie in Heimen oder Pflegefamilien unterkommen. Sie können sich in der Regel überhaupt nicht verständigen und viele von ihnen wechseln ihre Umgebung in der folgenden Zeit mehrfach. Von Forschung und Öffentlichkeit werden ihre Erlebnisse viele Jahrzehnte ignoriert.
Ankündigung der VHS : >>Die Volkshochschule (vhs) Bochum bietet am Sonntag, 11. Mai, von 14 bis 16.15 Uhr einen Rundgang durch den Kortumpark an (Kursnummer: K12019). Die Kosten betragen sechs Euro, eine Ermäßigung ist möglich. Treffpunkt ist der Haupteingang des Kortumparks an der Wittener Straße. Eine Anmeldung ist unter der Rufnummer 02 34 / 910 – 15 55 oder über die Webseite vhs.bochum.de erforderlich.
Die NGG-Bochum teilt mit : >>145,8 Millionen Überstunden in NRW – Gewerkschaft NGG Ruhrgebiet warnt: Bochum: Vom Kellner bis zum Lagerarbeiter – Gummiband-Arbeitszeit bedeutet ein Schuften bis ans Limit. Die Tage im Job dürften länger werden: „Das wird für viele ein Schuften bis ans Limit. Gerade in Hotels, Restaurants und Gaststätten in Bochum kommt auf Köche, Kellnerinnen & Co. einiges zu“, sagt Martin Mura von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).
Die Initiative Nordbahnhof e.V., das Institut für soziale Bewegungen an der RUB und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. – Kreisverband Bochum laden am 14. Mai um 18:00 Uhr im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstraße 17-19 zu einer Veranstaltung ein: »80 Jahre Ende des 2. Weltkriegs – Befreiung vom Nationalsozialismus und demokratischer Neubeginn –Aufbruch in ein demokratisches Deutschland
DFG-VK und Friedensplenum Bochum stellen in einem gemeinsamen Flugblatt kritische Fragen an Friedrich Merz und die CDU: »Hunderttausende sterben in den Kriegen unserer Tage durch grausame konventionelle Waffen, Millionen überleben elend in den Trümmern ihrer durch Krieg vernichteten Existenz. Dieses Töten und Sterben geschieht auf Arsenalen von Atomwaffen, die unseren Planeten völlig vernichten können. Die Gefahr eines Atomkrieges war noch nie so groß wie heute, warnen Friedensforscher.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki- Mohnhaupt zur Bürgerbeteiligung beim Bebauungsplan Overdycker Straße: »Nach dem Sachstandsbericht „Waldausgleich“ für den Planungsausschuss im November 2024 verursachen Bebauungspläne den größten Bedarf an Waldausgleich – so aktuell auch wieder eine geplante Wohnbebauung auf einem städtischen Grundstück an der Overdyker Straße.
Die bundesweite Kampagne „AfD-Verbot jetzt“ hat dazu aufgerufen, am kommenden Sonntag in möglichst vielen Städten Demonstrationen für ein AfD-Verbot zu organisieren. In Bochum haben sich heute Abend mehr als 20 Vertreter:innen von Parteien, Gewerkschaften und Initiativen getroffen, um diese Kampagne zu unterstützen. Geplant ist eine Demonstration, die am Sonntag um 14 Uhr am Hauptbahnhof beginnt, über Unistraße, Schauspielhaus Ehrenbergplatz, Bermuda-Dreieck zum Hauptbahnhof zurückgeführt.
Es gibt schon immer diese vage Ahnung dass Faschismus und Männlichkeit (oder das, was dafür gehalten wird) eng verbunden sind, sich vielleicht sogar gegenseitig bedingen. Und tatsächlich spielen Männlichkeitsideale und vor allem die Feindschaft gegenüber queeren Lebensweisen und FLINTA* in den letzten Monaten und Jahren in faschistischer Mobilisierung eine immer größere Rolle – da geht es ganz explizit darum, sich gegen die verweichlichte, verweiblichte liberale Gesellschaft zu stellen und stattdessen einen Kult von Härte und betonter Maskulinität im Dienste der nationalen Sache in Stellung zu bringen.
In einer aktuellen Pressemitteilung der Antifaschistischen Linken wird auf aktuelle Entwicklungen in der radikalen Rechten in Bochum eingegangen: »Am Samstag, den 03. Mai, hat der rechtsextrem geprägte Rockerclub „Ghost Gang MC“ ein neues Chapter in Bochum gegründet. Bei der Gründungsveranstaltung waren mehrere bekannte Neonazis anwesend – darunter Benjamin S., Dennis B. und Dominik B.. Besonders alarmierend: S. wurde als Vice President des neuen Chapters vorgestellt.
Die Kidical Mass ist eine internationale Bewegung, die sich für sichere, fahrradfreundliche Städte einsetzt, in denen sich Kinder selbstständig und sicher bewegen können. In Bochum wollen wir am 17. Mai erneut ein starkes Zeichen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und für eine nachhaltige Mobilitätswende setzen.
Wir sind wieder gemeinsam „laut und bunt“ und zeigen, dass unsere Straßen für alle da sind.
Konklave - Trailer (deutsch/german; FSK 6) - Ab 21.11. im Kino
Passend zur gegenwärtigen Aktivität in Rom zeigt Kino Endstation am kommenden Samstag um 20 Uhr den Film „Konklave“ und schreibt dazu: »Der Papst ist unerwartet verstorben. Kardinal Lawrence (Ralph Fiennes) ist mit der schwierigen Aufgabe betraut, die Wahl des neuen Papstes zu leiten.
Die Ruhrstadt-Gartenmiliz lädt zu den 7. Paradiestagen am Maarbach ein: »Auch im diesem Jahr wird es ein buntes Programm zu den Themen Natur, Garten und Nachhaltigkeit geben. Unsere Mitmachtage leben von dem Mitwirken aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer! Somit freuen wir uns über Fingerfood für unser Spendenbuffet! Außerdem ist es immer wunderbar, wenn ihr eure Hilfe anbietet: Hilfe am Buffet, beim Pizza backen, beim Schnibbeln für die Suppe oder beim Geschirrspülen. Ansonsten wünschen wir viel Spaß an unserem Programm!« Das Programm:
Das Bochumer Bündnis gegen Rechts und der Kinder- und Jugendring erinnern mit einem Gedenkrundgang am Donnerstag, 08. Mai 2025 um 17.00 Uhr auf dem Friedhof am Freigrafendamm an den 80. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg: »Am 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg in Europa beendet. Zwölf Jahre lang sind Juden, Sinti und Roma, Behinderte, Homosexuelle, Widerstandskämpfer und weitere Opfergruppen von den Faschisten brutal verfolgt worden.
Religionsfrei im Revier lädt am Sonntag, den 11. 5. um 11 Uhr in der KoFabrik, Stühmeyerstr. 33 zu einer Informationsveranstaltung über das Kreuz mit den Kirchenprivilegien ein: »Wenn die Tausenden bekannt gewordenen Sexualverbrechen von leitenden Angestellten der Kirchen keine ernsthaften staatlichen Konsequenzen haben, dann ist das ein sicheres Indiz für eine unglaubliche Macht der beiden großen Religionskonzerne. Keine andere Organisation wäre so von Sanktionen verschont geblieben, wenn öffentlich geworden wäre, wie systematisch die Führungskräfte die Sexualverbrechen ihres Personals vertuschten und Strafverfolgung vereitelten.
Die Initiative Nordbahnhof Bochum lädt am Dienstag, den 6. Mai um 18.30 Uhr zu einem Vortrag von Martin Breuer. In der Reihe „Aus Nazi-Deutschland entkommen – Flucht und Neubeginn“ schildert die Geschichte der Brüder Liebreich aus Wattenscheid: »Spätestens nach der Reichspogromnacht 1938 begriffen die bis jetzt in Deutschland verbliebenen Juden, dass sie nach Ausgrenzung und Entrechtung nun der offenen Verfolgung in diesem Land schutzlos ausgeliefert waren. Daher versuchten viele Familien, zunächst ihre Kinder und später sich selbst in Sicherheit zu bringen.
Die Macht des Visums - Ein Dokumentarfilm zur Visavergabepraxis TEASER
Am Samstag, den 10. Mai um 18 Uhr zeigt das EndstationKino den Film „Die Macht des Visums“. Der Dokumentarfilm beleuchtet die folgenden Fragen: Wie werden in deutschen Botschaften eigentlich Visa vergeben? Wer entscheidet, wer – wann – wohin reist? Warum genau ist es für eine:n Kameruner:in viel schwieriger nach Deutschland zu reisen als umgekehrt? Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch mit Moritz Steegmaier, dem Regisseur des Films, und weiteren Gästen statt.
Der Bochumer Antifa-Treff lädt gemeinsam mit Ende Gelände am 11.05. von 14-20 Uhr zu einem Aktionstraining ein. Treffpunkt ist die Uni-Brücke an der U35-Haltestelle: »Gemeinsam mit den Menschen von Ende Gelände wollen wir uns fit machen und lernen für kommende Aktivitäten. Bei Aktionen können schnell hitzige Situationen entstehen. Um beim Protest dennoch einen kühlen Kopf zu bewahren, lohnt es sich kritische Situationen im geschützten Rahmen zu üben! Wie bereite ich mich auf eine Aktion vor?
Der 11. Mai ist der Tag der Frauenarchive. Seit nunmehr 24 Jahren erinnern die feministischen Archive an diesem Tag an den Geburtstag der Lyrikerin Rose Ausländer. AusZeiten nimmt deshalb gemeinsam mit mehreren Kooperationspartnerinnen den Vorabend, Samstag, den 10. Mai 2025 zum Anlass einer Veranstaltung, die in der Buchhandlung Mirhoff & Fischer stattfinden wird: Doris Hermanns liest aus ihrem Buch “Sand im patriarchalen Getriebe – zur Geschichte der Frauen-Buch-Bewegung“. AusZeiten schreibt zum Hintergrund:
Am 08. Mai – dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus – erscheint im Bochumer Verlag BUXUS EDITION das Buch „Geschichten vom Widerstand aus dem Ruhrgebiet“. Das Buch umfasst 14 Lebensgeschichten von Menschen, die im Ruhrgebiet Widerstand gegen das NS-Regime leisteten. Darunter Akteure wie Johann Esser – Verfasser des Moorsoldaten-Liedes. Das Besondere an diesem Buch ist dabei die Beziehung der Autor*innen zu den Akteur*innen.
Die Dorstener Straße wird am Samstag, den 10. Mai Ziel einer Demonstrationsfahrt der Radwende sein. Trotz weitgehender Rotmarkierung bleibt der Radfahrstreifen an dieser Hauptausfallstraße besonders gefährlich.
(Update: siehe unten Redebeitrag der Oval Office Bar) Am Abend vor dem 1. Mai gingen in Bochum ca. 2500 Menschen bei der 10. Revolutionären Vorabenddemo „Gegen den Faschismus und seine Finanziers“ auf die Straße. Der Eröffnungsredebeitrag hatte das Thema „Reiche, Rechte und rechte Reiche“. Das Redescript: