Das Theater Traumbaum kündigt in diesem Jahr sein Weihnachtprogramm so an: »Was kann man sich Schöneres vorstellen, als in der dunklen Jahreszeit mit der Familie in‘s Kinder- und Familientheater zu gehen. Das Theater Traumbaum bietet im KulturMagazin in der Lothringer Str. 36 c in Bochum-Gerte an zwei Sonntagen, 15., 12, 22.12. und am 24.12., jeweils um 15.00 Uhr eine Familienvorstellung mit dem Weihnachtswald. In dem Theaterstück kommt natürlich auch die Weihnachtsgeschichte vor, allerdings in einer überraschenden Weise.
Die Omas gegen Rechts führen am kommenden Dienstag eine Mahnwache zum Tag der Menschenrechte durch: »Der Tag der Menschenrechte wird jedes Jahr am 10. Dezember gefeiert. Dieser Tag erinnert an die Verabschiedung der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahre 1948. Er dient dazu das Bewusstsein für diese Rechte zu schärfen und auf ihre fortwährende Verletzung weltweit hinzuweisen.
Das Fritz-Bauer-Forum veranstaltet in Kooperation mit dem IPPNW Bochum am 10. Dezember eine Lesung. Anlass ist die Verleihung den Friedensnobelpreis 2024 an diesem Tag an die japanische Organisation Nihon Hidankyo für ihren jahrelangen Einsatz gegen Atomwaffen: »Der Leitsatz der Organisation von Hibakushas, Überlebenden der Atombombenabwürfe und Atomversuche, „[…] dass nie wieder jemand so höllischen Erfahrungen ausgesetzt werden darf, wie wir sie machten“, ist dabei Leitmotiv und Anspruch zugleich.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu den im Strukturentwicklungsausschuss anstehenden Änderungen des „Gemeinsamen Flächennutzungsplans der Planungsgemeinschaft Stadtregion Ruhr“ (GFNP): »Geht es nach der Verwaltung, stellt der Strukturentwicklungsausschuss am 03.12.2024 die Weichen für weitere Waldrodungen in Bochum. Auf der Tagesordnung der Sitzung stehen hierzu erforderliche Änderungen des GFNP. Wie schon beim Bauvorhaben an der Markstraße/Stiepeler Straße stehen die Wälder keinem Wohnungsbauvorhaben im Wege. In Querenburg geht es um die Erweiterung des Technologiequartiers (siehe Verwaltungsvorlage hier), in Grumme um die Erweiterung des Vfl-Talentwerks (siehe Verwaltungsvorlage hier). Um die Planungsziele zu erreichen, müssten in beiden Plangebieten zahlreiche Bäume gefällt werden. Bochum gilt mit weniger als 10 % Waldanteil aber bereits jetzt als besonders waldarm.
Die „Aktion Pro Afrika“ veröffentlicht ihren Infobrief 39 und schreibt dazu: »ein Jahr ist wieder fast vorbei und vieles hat sich ereignet, in Mali war das Jahr gekennzeichnet von massiven Regenfällen, wodurch die Ernte in vielen Teilen des Landes weggespült wurde. Da die Straßen und Wege teils unbenutzbar waren , mussten die Sommerferien um 4 Wochen verlängert werden. Es drohen Hungersnöte in vielen Teilen des Landes.
Chorrosion ist in der gewerkschaftlichen und linken Szene ein Begriff. Das zeigte sich einmal mehr als der vor 40 Jahren gegründete Chor gestern erste Ausschnitte seiner neuen musikalischen Revue in der Quartiershalle der KoFabrik präsentierte. Alle Stühle und Bänke waren besetzt. Einige Besucher:innen mussten die Luxus-Kreuzfahrt im Stehen verfolgen. Der im Video gezeigte Ausschnitt aus dem Programm zeigt die modifizierte Europa-Hymne: gewidmet der Festung EU und ihren Verteidigern von der Frontex-Agentur.
Die Süddeutsche Zeitung schreibt in dieser Woche: „Das ehemalige Zwangsarbeiterlager an der Ehrenbürgstraße wird für gut 32 Millionen Euro zu einer Zweigstelle des NS-Dokuzentrums ausgebaut. Das Areal in Neuaubing ist in Deutschland einzigartig.“ Das ist falsch. Das ehemalige Zwangsarbeiterlager in Bochum-Bergen ist ziemlich genau so groß und erhalten. Wenn man das nur wenige Kilometer entfernte Lager in der Gewerkenstraße als Gedenkort mit einbezieht, dann ist dies wahrscheinlich tatsächlich einzigartig in Deutschland.
Am Montag, dem 9. Dezember lesen Sebastian Rose (Abschiebungsreporting NRW) und Sascha Schießl im Sozialen Zentrum aus ihrem im Mai 2024 erschienen Buch “Abschiebungen in Nordrhein-Westfalen. Ausgrenzung. Entrechtung. Widerstände”. Nach dem Vortrag gibt es Gelegenheit zur Diskussion und anschließend KüfA. Der Eintritt ist frei.