Archiv für das Jahr: 2021


Mittwoch 18.08.21, 11:16 Uhr
Bochum im Vergleich mit anderen Ruhrgebietsstädten

DeutschlandAtlas zeigt : Viel versiegelt – wenig Wald

Die Bundesregierung hat ihren interaktiven Deutschlandatlas aktualisiert und erweitert. Hier lässt sich z. B. erkennen, wie die Flächennutzung in Bochum im Vergleich zu anderen Städten aussieht. Dass die Versiegelung von Flächen im Ruhrgebiet stärker ist als im bundesweiten Durchschnitt, ist naheliegend. Wie heftig Bochum aber selbst im Vergleich der Ruhrgebietsstädte zubetoniert ist, machen die Zahlen und deren Visualisierung deutlich.

Bo-alternativ zeigt dies am Beispiel Flächenversiegelung und Waldbestand.

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Dienstag 17.08.21, 23:50 Uhr

Starker Zuspruch zur Luftbrücke nach Afghanistan 4

Trotz Nieselregens versammelten sich heute mehrere hundert Menschen vor dem Bochumer Rathaus, um für die sofortige Evakuierung von Schutzsuchenden aus Afghanistan einzutreten und ihrem Entsetzen über die bis zum Fall von Kabul ausgebliebene Unterstützung Ausdruck zu verleihen. Wie auch in zahlreichen anderen Städten in Deutschland war die Kundgebung unter dem Motto „Afghanistan-Luftbrücke: Sofort“ kurzfristig angemeldet worden, nachdem die Taliban in kürzester Zeit die Macht in Afghanistan übernommen haben.

Detailliert und eindringlich schilderte das Bündnis Seebrücke Bochum, wie die Menschen in Afghanistan im Stich gelassen wurden und welche Schritte jetzt notwendig sind, um zu retten, was noch zu retten ist. Amnesty International Bochum erinnerte in einem Redebeitrag daran, dass die Menschenrechtssituation in Afghanistan seit Jahren katastrophal war; was die deutsche Bundesregierung jedoch noch bis vor einer Woche nicht daran hinderte, auf Abschiebungen von Deutschland nach Afhanistan zu beharren. Spontan meldete sich im Anschluss der 18-jährige Afghane Sami zu Wort und berichtete unter starker Anteilnahme der Anwesenden von seinen persönlichen Erfahrungen und betonte, wie wichtig es ist, Afghanistan jetzt nicht allein zu lassen. Im Anschluss folgte ein Redebeitrag der Bochumer Jusos und der Bochumer Grünen.

Wir veröffentlichen die uns vorliegenden Redebeiträge im Wortlaut:

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Dienstag 17.08.21, 22:51 Uhr

Afghanistan – Redebeitrag von Amnesty International Bochum

Die Nachrichten und Bilder, die uns seit Tagen aus Afghanistan erreichen, machen sprachlos und wütend. Es macht mich wütend, zu lesen, es habe ja niemand ahnen können, dass die Taliban Afghanistan so schnell einnehmen würden. Ja, was hat man denn geglaubt, was passieren würde? Ein kurzer Blick in das Archiv von Amnesty International oder einer beliebigen anderen Menschenrechtsorganisation zeigt, dass die Situation in Afghanistan seit Jahren katastrophal ist. In kurzen Abständen warnte Amnesty International, dass nach Afghanistan Abgeschobene in Lebensgefahr schweben; dass Menschenrechtsverteidiger:innen ständig das Ziel von Anschlägen sind; dass überhaupt jeder zu jeder Zeit Gefahr läuft, als Zufallsopfer sein Leben zu verlieren.

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Dienstag 17.08.21, 22:44 Uhr

Afghanistan – Redebeitrag der Seebrücke Bochum

Mit Fassungslosigkeit, Wut, Trauer und Anteilnahme blicken wir nach Afghanistan. Gefährdet sind zur Zeit nicht nur die Ortskräfte des deutschen Einsatzes in Afghanistan. Insbesondere Frauen, Frauenrechtler*innen, Mitglieder der LGBTQIA Community, Demokrat*innen, Künstler*innen und viele weitere sind in Lebensgefahr. Die deutsche Bundesregierung darf nicht weiter zögern, sondern muss sofort handeln. Gerade werden die Menschen in Afghanistan im Stich gelassen. Wir haben fünf zentrale Forderungen!

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Dienstag 17.08.21, 20:02 Uhr
NRW Flüchtlingsrat fordert sofortiges Handeln:

NRW muss Menschen aus Afghanistan aufnehmen

In einer aktuellen Pressemitteilung fordert der Flüchtlingsrat die NRW-Landesregierung auf, sofort zu handeln: »Die ungebremste Machtübernahme der Taliban in Afghanistan ist erschütternd. Unzählige Zivilistinnen versuchen verzweifelt, aus dem Land zu fliehen. Menschen- und Frauenrechtsaktivistinnen, Journalistinnen, Mitarbeitende von Nichtregierungsorganisationen, LSBTIQ* und alle anderen, die dem Weltbild der Taliban widersprechen, sind in akuter Gefahr.

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Dienstag 17.08.21, 17:04 Uhr
Heval Botan zur aktuellen Situation in Afghanistan

Quo vadis Afghanistan?

2001, im Zuge der Al-Qaida-Attentate auf die USA, sah sich Verteidungsminister Struck/SPD befleißigt, in kriegstreiberischer Weise kundzutun, dass Deutschland am Hindukush verteidigt werden müsse, da unsere Freiheit durch internationalen Terrorismus bedroht sei. Teile der Gesellschaft zeigten sich entsetzt und lehnten seinen Vorstoß ab, der weit größere Teil jedoch nickte konform. Dieses war einer massiven Medienpräsenz über die menschenverachtenden neuen Aktionsformen (Flugzeuge und Märtyrertum), Live-Schaltungen und Horrorbildern geschuldet, die über Wochen die Nachrichtenlandschaft bestimmten.

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Dienstag 17.08.21, 08:57 Uhr
Kommender Freitag 11:30. Start an der Kreuzung Königsallee/Arnikastr.

Klimastreik am Freitag

Laut einer aktuellen Pressemitteilung von Fridays für Future Bochum wird am kommenden Freitag der nächste Klimastreik stattfinden: »Direkt nach den Sommerferien möchte die Gruppe mit einem Schul-Revival-Streik und einer Route, die an acht Schulen vorbeiführt, darauf aufmerksam machen, dass heutige junge Menschen bereits die Folgen der Klimakrise ganz besonders zu spüren bekommen werden. Somit soll der Klimastreik wieder ins Klassenzimmer gebracht werden. Um eine Begrenzung der Erderhitzung auf 1,5 Grad zu erreichen, ist ein schnelles Handeln erforderlich.

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Montag 16.08.21, 18:17 Uhr

Afghanistan: Kundgebung fordert Luftbrücke 3

Afghanistan: Luftbrücke SOFORT

Am morgigen Dienstag, dem 17. August um 17 Uhr, findet vor dem Bochumer Rathaus eine Kundgebung statt, die zur Evakuierung afghanischer Ortskräfte und möglichst vieler bedrohter Zivilist*innen aufruft:

„In Afghanistan bricht eine humanitäre Tragödie mit Ansage aus! Nach 20 Jahren des westlichen Militäreinsatzes haben die islamistischen Taliban das Land eingenommen und kontrollieren inzwischen die Hauptstadt Kabul. Errungenschaften wie der Zugang von Frauen zur Bildung oder eine freie Presse werden damit zerstört. Gleichzeitig fürchten ehemalige Ortskräfte des Militärs, Menschenrechtler*innen, Frauenrechtlerinnen, Abgeordnete, Journalist*innen und Lehrkräfte um ihr Leben.

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Montag 16.08.21, 13:13 Uhr
Informationspapier des Bochumer Komitees für Gesunde Krankenhäuser

Sollte die Feuerwehr privatisiert werden?

In einem aktuellen Informationspapier des Komitees „Volksinitiative für Gesunde Krankenhäuser in NRW – für ALLE“ wird am Ende die Frage gestellt: „Möchtest Du, dass die Feuerwehr privatisiert wird, Gewinne erwirtschaften darf und danach ihre Einsätze ausrichtet? Eben!“ Mit dem Informationspapier wird die Absurdität der aktuellen Krankenhauspolitik an konkreten Beispielen aufgezeigt und die Kritik so zusammen gefasst: „Die Fokussierung auf Erlöse und überhaupt die Möglichkeit, Profite einfahren zu können, verhindert die Wahrnehmung der eigentlichen Aufgabe einer bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung“. Das ganze Informationspapier


Sonntag 15.08.21, 15:07 Uhr

Freiheit für Mahmut Günes

Das Bündnis „Freiheit für Mahmut Günes“ hat am gestrigen Samstag den SPD-Wahlkampf-Auftakt genutzt, um die Besucher:innen über die skandalöse Menschenrechtssituation im NATO-Partnerland Türkei zu informieren. Eine Hauswand wurde mit Bannern verziert und Flugblätter mit folgendem Text verteilt:

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Sonntag 15.08.21, 13:15 Uhr

Vorbild Sprockhövel 1

Der nach eigenen Angaben sehr gute Vertreter der nach eigenen Angaben sehr guten Partei „Die Partei“ in der Bezirksvertretung Bochum-Mitte Armin Backs hat eine Anfrage gestellt. Die Stadt Sprockhövel hat nämlich im letzten Jahr an 10 Ortseingängen bemerkenswerte Schilder aufstellen lassen. Eine – vermutlich sehr gute – Freundin hat das jetzt gesehen und folgende Anfrage inspiriert: »Unsere Nachbarinnen in Sprockhövel haben überall sehr gute Schilder aufgestellt, auf denen steht: „Sprockhövel hat keinen Platz für Rassismus“. Das finden auch viele Bochumerinnen sehr gut.

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Samstag 14.08.21, 19:19 Uhr

Trauer um Willi Hoffmeister

Das Bochumer Friedensplenum hat den Nachruf der Friedensversammlung Rhein-Ruhr auf Willi Hoffmeister veröffentlicht und erinnert damit auch dankbar an eine Jahrzehnte lange enge Zusammenarbeit mit dieser großen Persönlichkeit der Friedensbewegung: „Am Dienstag, dem 3. August 2021 verstarb der Dortmunder Gewerkschafter und Friedensaktivist, der über Jahrzehnte den Ostermarsch Rhein-Ruhr maßgeblich organisiert und aktiv getragen hat.

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Samstag 14.08.21, 16:07 Uhr

Fridays for Future geht wieder auf die Straße

Fridays for Future kündigt für nächsten Freitag, den 20.8. eine Demonstration an: »Mittlerweile sind es nicht mehr nur weit entfernte Länder, die die Folgen der Klimakrise zu spüren bekommen. Auch bei uns in Europa steht die Welt in Flammen. Waldbrände in Italien, Griechenland und Türkei, Hochwasserkatastrophen hingegen bei uns in Deutschland. Die Zeit läuft ab. Deshalb gehen wir am 20.8 wieder auf die Straße. Die Erde braucht dich.

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Samstag 14.08.21, 14:56 Uhr
Grundsteinlegung für das Fritz Bauer Forum am 11. 8. 2021 in Bochum

Antje Fehrholz: Die Betrachtung der Menschen, die Widerstand leisteten und leisten, schafft Handlungsfähigkeit.

Sehr geehrte Anwesende,
ich freue mich heute hier sein zu können, um kurz darzustellen, warum sich eine Herner Schule für die Interaktive Fritz Bauer Bibliothek engagiert und die Einrichtung dieses Forums hier in Bochum sehr begrüßt. Zu Beginn möchte ich skizzieren, wie das Gymnasium Eickel in Herne zur Pilotschule für die Bibliothek wurde. Im Anschluss werde ich den Bildungsauftrag von Schule in den Blick nehmen und zum Schluss einen Ausblick auf unsere Arbeit geben.

Bereits vor einigen Jahren habe ich während einer Projektwoche zum Thema „Demokratie“ mit einer Schülerinnengruppe aus den Jahrgängen 6 bis 9 für die Bibliothek gearbeitet und konnte hier feststellen, dass die jungen Leute ernsthaft, engagiert und kreativ an das Erzählen von Geschichten von Menschen, die in irgendeiner Form Widerstand geleistet haben, herangegangen sind.

Ich erinnere mich noch sehr gut an die beeindruckenden Produkte zu Steven Biko, Rosa Parks und William L. Moore.

Auch die kontinuierliche Teilnahme des Gymnasiums Eickel am Briefmarathon von Amnesty International legt den Fokus immer wieder auf Menschen, die für die Menschenrechte eintreten und aus diesem Grunde inhaftiert, verfolgt werden oder um ihr Leben fürchten müssen.

Aus meiner Sicht gehen die Verteidigung der Menschenrechte, Toleranz und das Bewahren unserer Demokratie Hand in Hand.

Und all denen, die mit offenen Augen in unserer Gesellschaft leben, muss ich nicht sagen, dass der Schutz der damit verbundenen Werte und Errungenschaften nötiger ist, denn je.

Zudem sehe ich es als Schulleiterin im Rahmen des Bildungsauftrags und in Verantwortung für die Gesellschaft als verpflichtend an, unsere Schülerinnen und Schüler auf diese hohen Güter aufmerksam zu machen und sie für deren Verletzlichkeit zu sensibilisieren, wobei es hier notwendig ist, auf die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft zu blicken.

Die Erfüllung dieses Bildungsauftrags wird vor allem erreicht durch außerunterrichtliche Projekte z.B. unsere jährliche Teilnahme am Dr. Otto Ruer-Preis, durch unsere Arbeit als „Schule gegen Rassismus

– Schule mit Courage“ und leider nur sehr spärlich, das muss ich an dieser Stelle sagen, durch das Curriculum einzelner Fächer.

Aber aus meiner Sicht wird dieser Bildungsauftrag besonders nachhaltig durch die Arbeit für die Fritz Bauer Bibliothek erfüllt.

Denn in einem der vielen Gespräche mit Frau Dr. Wojak hat mich eine Aussage besonders motiviert, Schülerinnen und Schüler für diese Bibliothek zu begeistern:

Sie sagte, es ginge nicht darum, das Opfer in den Vordergrund zu stellen, wie es auch der Geschichtsunterricht nur zu gerne tut, sondern den Blick auf diejenigen zu richten, die eben nicht Opfer sein wollten bzw. wollen, sondern ihre Kraft dafür nutzen, auf Missstände aufmerksam zu machen und ihre Rechte zu verteidigen.

Wie ich schon sagte, leistet der reine Schulunterricht hier nur sehr wenig, was auch in Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern immer wieder kritisiert wird.

Im Unterricht liegt der Schwerpunkt nämlich auf dem Erwerb der unterschiedlichsten Kompetenzen; lediglich die Fächer Deutsch, Sozialwissenschaften, Geschichte, Religion und Philosophie widmen sich inhaltlich explizit auch der Werteerziehung.

Wenn also Schule auch den Auftrag hat, kritische, selbstbewusste, tolerante, engagierte und nicht zuletzt mutige Menschen, die ihre Meinung vertreten, nach der Schulzeit in die Gesellschaft zu entlassen, und der reine Unterricht dafür nicht ausreichend bietet, wie ist dies dann zu schaffen?

Wie erreichen wir Lehrerinnen und Lehrer es also, dass diese jungen Menschen, die uns über mehrere Jahre anvertraut werden, die demokratische Gesellschaft, in der die Menschenrechte tatsächlich verankert sind, bewahren und verteidigen?

Wie schaffen wir es, dass diese jungen Menschen Bedrohungen erkennen, Missstände anprangern und fundiert und mit Überzeugung diskutieren?

Die Antwort ist einfach: Indem wir mit ihnen über Situationen sprechen, in denen unsere Demokratie in Gefahr ist, in denen unsere Rechte eingeschränkt werden, in denen Menschen auf Widerstand stoßen, weil sie für ihre Rechte eintreten, in denen Menschen diskriminiert werden.

Wir schaffen dies, indem wir mit unseren Schülerinnen und Schülern Vorbilder suchen, die zeigten und zeigen, dass es sich lohnt, für andere – für die Menschenrechte einzutreten, indem wir über diese Menschen und ihren Mut sprechen, indem wir deren Handeln als wertvoll anerkennen.

Wir erzählen ihre Geschichten und tragen sie weiter, damit man sie nicht vergisst.

So geben wir diesen Menschen eine Stimme – gegen Unterdrückung und Diskriminierung.

Die Betrachtung der Opfer schafft Mitleid und Bedauern.

Die Betrachtung der Menschen, die Widerstand leisteten und leisten, schafft Handlungsfähigkeit.

Sie ist ein Weckruf, sie ist eine Motivation, sie dient als Vorbild und schafft Beispiele, unsere Menschenrechte und die Demokratie, in der wir leben, zu verteidigen.

Schule schafft so ein Lernen durch Erzählen und Zuhören und nicht zuletzt bietet die Beschäftigung mit Menschen, deren Geschichte des Widerstands weitergetragen wird, eine Möglichkeit zur Erziehung zu Zivilcourage.

Der Wunsch des Gymnasiums Eickel ist es, die Fritz Bauer Bibliothek, die nun auch einen realen Standort hat, zu einer riesigen Datenbank anwachsen zu lassen und andere Schulen zur Mitarbeit zu motivieren.

Wir möchten auf diesem Wege viele Menschen dazu ermuntern, sich am Kampf um des Menschen Rechte zu beteiligen, so wie Fritz Bauer es gewollt hätte.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und gebe nun gerne weiter an unsere Schülerinnen und Schüler bzw. an meine Kollegin Frau Knop, die die AG Menschenrechte leitet.


Samstag 14.08.21, 14:45 Uhr
Grundsteinlegung für das Fritz Bauer Forum am 11. 8. 2021 in Bochum

Irmtrud Wojak: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“

Artikel 1 des Grundgesetzes als Grundstein des Fritz Bauer Forums und der interaktiven Fritz Bauer Bibliothek in Bochum


Sehr geehrte Gäste, liebe Freundinnen und Freunde,

von dem Sozialdemokraten Dr. Fritz Bauer stammt die Feststellung, dass ein Staat, der die Würde des Menschen antastet und sie nicht schützt, ein Unrechtsstaat ist.

Politische Opposition und Widerstand, das waren bereits die Hauptthemen des jungen Fritz Bauer nach dem Ersten Weltkrieg und während seiner Studienzeit, als er das Aufkommen der NS-Bewegung in München miterlebte. Als angehender Jurist und bald darauf jüngster Amtsrichter Deutschlands setzte Dr. Bauer sich in seiner Geburtsstadt Stuttgart aktiv für den Erhalt der Demokratie ein. Er wurde Führer der Republikschutzorganisation Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold und redete fast jedes Wochenende auf einer Versammlung. Sein Engagement führte dazu, dass die Nazi-Schergen ihn 1933 sofort ins KZ warfen. Bauer entkam 1936 ins dänische, im Oktober 1943 ins schwedische Exil. Kurz nach der Verabschiedung des Grundgesetzes kehrte er 1949 nach Deutschland zurück.

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Samstag 14.08.21, 10:32 Uhr
Symbolische Grundsteinlegung für das Fritz Bauer Forum

Ein Forum für den Kampf um des Menschen Rechte entsteht

Die ehemalige Trauerhalle Havkenscheid des Hauptfriedhofs Freigrafendamm soll in den nächsten zwei Jahren u. a. zur mutigsten Bibliothek der Welt umgebaut werden.

Am Mittwoch dieser Woche fand die symbolische Grundsteinlegung des Fritz Bauer Forums statt. Die Zusammensetzung der Gäste dieser Veranstaltung deutete darauf hin, dass hier etwas Besonderes entsteht: Ein Staatsminister a.D., der Deutsche Stifterpreisträger, der das Projekt unterstützt, der Bochumer Gerichtspräsident, Parlamentarier:innen, Vertreter:innen diverser Einrichtungen und Wirtschaftsunternehmen und ein Oberbürgermeister, der mehrfach betonte, wie er stolz darauf ist, dass das Forum nach Bochum kommt, sind bei solchen Anlässen nichts besonderes. Es war aber auch ein breites Spektrum von Aktiven aus den Sozialen Bewegungen in Bochum erschienen.

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Freitag 13.08.21, 21:43 Uhr

Bezirks-Sitzungen bald im Internet?

Lange Zeit hat sich eine Mehrheit im Bochumer Rat gegen etwas gestreubt, was in anderen Städten längst gute, transparente, demokratische Praxis ist: Die Life-Übertragung von Ratssitzungen ins Internet. Inzwischen sind Live-Streams beschlossen, allerdings noch nicht umgesetzt. Die Linke will jetzt erreichen, dass auch die Sitzungen der 6 Bezirksvertretungen übertragen werden.  Mit einer Anfrage lassen sie nun prüfen, wie die Übertragungen zeitnah umgesetzt werden können.

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Freitag 13.08.21, 16:34 Uhr

Gedenken an Gerhard Krebs

Am 12. August wurde in Bochum ein weiterer Stolperstein im Zusammenhang mit dem Projekts „Stolpersteine“ von Gunter Demnig verlegt. Der neue Stolperstein erinnert an Gerhard Krebs, der während der Zeit des Nationalsozialismus als Homosexueller verfolgt wurde und sich nach seiner Verhaftung 1939 vermutlich das Leben nahm. Er wurde nur 31 Jahr alt.

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Freitag 13.08.21, 16:19 Uhr

Ab Sonntag schärfere Corona-Einschränkungen

Da der Inzidenzwert in Bochum seit acht Tagen in Folge über 35 liegt, gelten ab Sonntag, 15. August, wieder die verschärften Corona-Einschränkungen der Inzidenzstufe 2. Die Stadt hat in einer Pressemitteilung erklärt, was das bedeutet.


Donnerstag 12.08.21, 12:56 Uhr

Bochum im Faschismus – ein Stadtrundgang

Die VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) Bochum bietet in Kooperation mit der VHS Bochum am 22.08.2021 wieder einen Stadtrundgang an. Die Übergabe der politischen Macht an die faschistische Regierung und ihre Folgen, Massenaufmärsche und Propaganda, Gleichschaltung und Terror, Verfolgung und Vernichtung der politischen Gegner, der Bochumer Jüdinnen und Juden und anderer Personengruppen, lassen sich am Schicksal einzelner Menschen und im Alltag einer Stadt an vielen Orten erfahrbar machen.

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Donnerstag 12.08.21, 11:32 Uhr

Online-Doc bietet Tipps für Azubis in Bochum

„Nachwuchskräfte nicht als günstiges Personal ausnutzen“

Von der NGG. Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten erreichte uns folgende Mitteilung: In Bochum starten derzeit Tausende Schulabgänger ins Berufsleben. Aber was ist durch Corona anders? Darf der Chef Kurzarbeit anordnen?

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Donnerstag 12.08.21, 11:14 Uhr

Promise Walk – erste Bochumer Station am NaturFreundeZentrum

Naturfreunde Bochum-Langendreer

Die NaturFreunde aus Bochum-Langendreer teilen mit: Der Umwelt-Aktionskünstler Arndt Drossel will in ca. 60 Tagesetappen in einer 150 kg schweren, 2,10 Meter großen begehbaren Drahtkugel durch halb Europa laufen, um die Versprechen von Menschen zu sammeln, die sich für den Natur- und Klimaschutz einsetzen. Unser NaturFreunde-Mitglied Phlipp Unger ist einer der lokale Botschafter der Kampagne und begleitet das Team um Arnd Drossel auf einigen Etappen bis nach Glasgow. Am Freitag wird Arndt Drossel um 18.30 in Bochum erwartet: Erste Station ist das NaturFreundeZentrum in der Alten Bahnhofstraße 175.

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Mittwoch 11.08.21, 21:26 Uhr

Dance & Slam fürs Klima

Students for Future laden zur Tanzdemo: »Der IPCC Report sagt: Noch lässt sich das 1,5°C-Ziel einhalten! Die Zeit zu Handeln ist JETZT! Zum Weststreik von Fridays for Future (FFF) lassen wir mit Dance & Slam fürs Klima die Kunst & Kulturszene am altehrwürdigen Bergbaumuseum wieder aufleben und fordern, dass Kohle endlich Geschichte ist. Der Dance & Slam startet am 20.08.2021 um 18 Uhr, also schnappt euch eure Picknickdecke, ein paar Freunde und schaut vorbei.

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Mittwoch 11.08.21, 17:31 Uhr
Welchen Herausforderungen müssen sich die Städte stellen

Gespräch über die Neue Leipzig-Charta

Am kommenden Freitag und Samstag gibt es zwei Angebote zur Information und Diskussion über die „Neuen Leipzig Charta„: Am Freitag, den 13. 8. lädt das Netzwerk „Stadt für Alle“ um 17 Uhr vor der VHS ein. Am Samstag, 14. August ab 13:00 Uhr lädt das Netzwerk „Recht auf Stadt Ruhr“ am Schnittpunkt der Grenzen von Bochum, Gelsenkirchen und Essen zum Gespräch über die Leipzig Charta ein! Die Einladung von „Stadt für Alle“: »Die Bochumer Innenstadt erlebt viele Veränderungen. Bereits seit 2020 existiert für das Gleisdreieck ein ISEK Programm. Die Corona Krise hat die Notwendigkeit gezeigt, Alternativen zur alleinigen Nutzung durch den Einzelhandel zu entwickeln. Welchen Herausforderungen Städte sich stellen müssen und welche Möglichkeiten sich ergeben, hat die EU in der sogenannten „Neuen Leipzig Charta“ beschrieben. Das Dokument versucht Leitlinien einer guten Kommunalpolitik zu formulieren.

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Mittwoch 11.08.21, 09:11 Uhr
Hood Up! Festival für utopische Stadtentwicklung

Open-Air co-Working und „SpeedDating – Tu Du’s“

Das Festival für utopische Stadtentwicklung Hood Up! lädt am morgigen Donnerstag, 12.8. und am Freitag, 13.8. jeweils zunächst zum „Urban-Office – Open-Air co-Working & Learning“ und anschließend zum „SpeedDating – Tu Du’s für Bochum“ ein. Das Urban-Office soll für alle diejenigen da sein, die das Home-Office satt haben und denen nach einer gemeinsamen Arbeitsatmosphäre ist. Es wird Internet geben und vielleicht auch Oropax. Das Festival soll utopische Visionen für die Stadt aufzeigen und ein gemeinsamer, urbaner Lern- oder Arbeitsort im Freien wäre eine davon. Kurzum: Das Ganze ist offen für alle, die etwas am Schreibtisch zu erledigen haben.

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Dienstag 10.08.21, 21:38 Uhr

„blicke“ 2021

Das Filmfestival „blicke“ lädt Filmemacher:innen ein, ihre Arbeiten einzureichen: „Alles kann, nichts muss: Gesucht werden Filme aller denkbaren Gestaltungsformen, die Geschichten über das Ruhrgebiet und über die Region hinaus erzählen. Einsendeschluss ist der 1. September 2021. Neben dem Wettbewerbsprogramm zeigt blicke in der Reihe Spot-On Filmprogramme in einem Themen- oder Länderschwerpunkt. Z.B. das Sheffield Doc/Fest. 1950 wurde Sheffield die erste Partnerstadt von Bochum. Dort findet seit 1994 das renommierte Internationale Dokumentarfilmfestival Sheffield Doc/Fest statt. In diesem Jahr ist das britische Filmfestival mit einem Kurzfilmprogramm bei blicke zu Gast.

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Dienstag 10.08.21, 17:48 Uhr

Lohnerhöhung für Florist:innen

Beschäftigte, die in der Floristik arbeiten, erhalten fünf Prozent mehr Geld. Rückwirkend zum Juli steigen die Einkommen in der Branche um drei Prozent. Im Januar kommenden Jahres gibt es weitere von zwei Prozent mehr, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt. Die Florist:innen-Gewerkschaft appelliert an die Beschäftigten, ihren aktuellen Lohnzettel zu prüfen. Mit der August-Abrechnung müsse die Erhöhung zum Juli bereits auf dem Konto sein. In Bochum beschäftigt die Floristik nach Angaben der Arbeitsagentur rund 130 Menschen.

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Dienstag 10.08.21, 15:34 Uhr

Trilogie des Fußballer-Lebens

DIE CHAMPIONS - Offizieller Trailer

Am Sonntag., den 15.8. gibt es im enstation.kino die seltene Gelegenheit die komplette „Trilogie des Fußballer-Lebens“ in Anwesenheit der beiden Filmemacher:innen zu sehen. Dazu läuft um 11:00 Uhr „Die Champions – Der Traum vom Fußball“, um 15:00 Uhr „Halbzeit – Vom Traum ins Leben“ und als Abschluss der Trilogie um 18:00 Uhr „Nachspiel“.

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Dienstag 10.08.21, 11:06 Uhr

Keine Kohle für die Kohle!

Die Bochumer Fridays for Future Initiative mobilisiert diese Woche nach Frankfurt: »Trotz Klimakrise wird in vielen Ländern der Welt weiterhin die fossile Infrastruktur ausgebaut. Dabei sind es häufig Banken und Versicherungen, deren Kredite und Aktienfonds fossile Großprojekte erst ermöglichen. Für uns ist daher klar, dass wir eine Finanzwende brauchen, damit das Geld stattdessen in sinnvolle und sozial-ökologisch nachhaltige Projekte investiert wird. Aus diesem Grund demonstrieren wir genau dort, wo Europas Banken wie die Commerzbank und die Deutsche Bank die Klimakrise finanzieren: In Frankfurt am Main. Am 13.8. findet dort ein Zentralstreik statt.

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Dienstag 10.08.21, 11:03 Uhr

Keine Abschiebungen nach Afghanistan!

Der Flüchtlingsrat NRW (FRNRW) macht darauf aufmerksam, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einer Eilentscheidung am 2. August eine Abschiebung aus Österreich nach Kabul, die ursprünglich gemeinsam mit Deutschland stattfinden sollte, mit Verweis auf die dortige Sicherheitslage gestoppt hat. Der FRNRW fordert zusammen mit vielen anderen sehr bedeutenden Organisationen einen Abschiebestopp: »In Afghanistan vergeht kaum ein Tag ohne Anschlag. Seit dem Abzug der NATO-Truppen sind die Taliban auf dem Vormarsch: über die Hälfte der Bezirke in Afghanistan steht schon unter Kontrolle der Taliban. Die dritte Welle der Covid-19-Pandemie verschärft die humanitäre Situation im Land zusätzlich. Die Lage am Hindukusch ist dramatisch und wird sich aller Voraussicht nach weiter verschlechtern. 

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Montag 09.08.21, 21:30 Uhr

Zukunftsmusik in der Musikschule

Trotz des schwierigen Sommerwetters gab es am Sonntag Nachmittag eine gut gelaunte Auftaktveranstaltung des Hood Up Festivals. Die Organisator:innen berichten: »Es war nicht nur informativ, es gab auch viele Gespräche zwischen Aktiven und Interessierten. Eine Jam Session lud nicht nur zum Lauschen, sondern auch zum Mitmachen ein. So soll es sein, wenn Stadtgestaltung offen werden soll. Schon am Dienstag geht es um 17.30 Uhr weiter, wenn Aktive der Initiative Zukunftsmusik über eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung in Form eines Stadtrundgangs berichten. Am Beispiel der Musikschule wird aufgezeigt, wie Wohnen, Kultur und Sorgearbeit an einem Ort stattfinden kann.« Treffpunkt ist vor der Musikschule am Westring.


Montag 09.08.21, 16:15 Uhr
SDAJ befragt Jugendliche zu Corona-Maßnahmen

Einseitig zu Lasten der Freizeit

Der Platz vor dem Schauspielhaus hat sich in Corona-Zeiten zu einem beliebten Treffpunkt unter Jugendlichen entwickelt. Die SDAJ fand dies einen günstigen Platz, um Meinungen zu den Corona-Maßnahmen zu sammeln: »Am Samstag, den 03.07.2021, machte die SDAJ Bochum eine Umfrage am Schauspielhaus. Ziel war es mit den Menschen ins Gespräch über die aktuellen Corona-Maßnahmen zu kommen und ein Stimmungsbild über die Situation der Bochumer Jugend zu zeichnen.

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Montag 09.08.21, 11:15 Uhr
Fahrraddemo "Bochum steigt auf" am 8. August 2021

Redebeitrag von Hubert Gabriel und Martin Kreysern

Wenn man im Stadion das Lied Bochum von Herbert Grönemeyer hört, weiß man, dass das Spiel gleich los geht. Die Spieler laufen auf das Spielfeld und das Publikum ist in gespannter Erwartung auf das Spiel. So ist es auch heute. Wir von der Radwende haben uns gedacht, eine kleine Aktion zum Aufstieg des VFL Bochum zu machen. Dabei ist der Titel nicht ohne Hintergedanken gewählt. Zum einen in der Bedeutung, dass unser VFL als Zweitligameister in die Bundesliga aufgestiegen ist, zum anderen, dass wir heute dafür werben, öfter auf das Rad zu steigen. Doch das ist teilweise gar nicht so ungefährlich. Anders als der VFL ist nämlich die Fahrradinfrastruktur in Bochum maximal Kreisklasse. 

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Sonntag 08.08.21, 21:09 Uhr
update: Pressemitteilung und Rede des Radentscheids

Mit dem Rad anne Castroper

Mit einem Fahrrad-Corso vom Rathaus zum Stadion wurde heute der Bundesliga-Aufstieg des Vereins für Leibesübungen im Herrenfußball gefeiert. Organisiert wurde das Ganze von den Verantwortlichen des Radentscheids. Sie sammelten Unterschriften für ihr Bürgerbegehren, damit die Fahrradinfrastruktur in Bochum nicht länger auf Kreisliga-Niveau bleibt, sondern auch erstklassig wird.

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