Stadtdirektor Sebastian Kopietz (SPD) und Sozialdezernentin Britta Anger (Grüne) reihen sich in die Bundeswehrformation ein.
Der Anblick von uniformierten Bundeswehrsoldat*innen ist schon eine ästhetische Zumutung, wenn sie dann noch in Reih und Glied mit Maske im Rathausinnenhof aufgestellt werden, dann wird es gruselig. Eigentlich hätten sie vor dem Rathaus stehen sollen. Das Friedensplenum hatte Protest angekündigt. Das hätte schlechte Bilder für die Medien geben können. Die Begrüßung des Militärpersonals wurde kurzfristig in den Innenhof des Rathauses verlegt. Der Pressesprecher der Stadt reklamierte Hausrecht für den Bereich und die Polizei verwehrte allen Menschen, die in der Nähe des Transparentes des Friedensplenums gesichtet worden waren, den Zugang zum Rathausinnenhof. mehr…
Das Bochumer Friedensplenum erklärt zum Einsatz von Soldat/innen in der Corona-Pandemie bei der Stadt Bochum: »Der Einsatz von Soldat*innen im Gesundheitswesen offenbart die schlimmen Defizite im Gesundheitswesen, das aus sich heraus einer Pandemie nicht gewachsen ist. Das ist die Folge falscher Politik, die in diesem Jahr 45 Milliarden Euro für den Militärhaushalt, aber nur 15 Milliarden für Gesundheit bereit stellt. Die Personallücken im Gesundheitswesen müssen durch gut ausgebildete und ordentlich bezahlte Fachkräfte geschlossen werden, kurzfristig durch Menschen, die arbeitslos geworden sind und die dringend nötigen Aufgaben sehr gern übernehmen würden. Andernorts ist das möglich. In Düsseldorf z. B. verstärken jetzt entlassene MitarbeiterInnen von Kaufhof/Karstadt das Amt. Soldat*innen werden u. a. zum Töten ausgebildet, ihre Kampfanzüge in Gesundheitsämtern erinnern daran in verstörender Weise. mehr…
Die Naturfreundejugend zeigt am Dienstag, den 27. 10. um 18:30 Uhr im Naturfreundezentrum, Alte Bahnhofstr. 175 den Dokumentarfilm „Eine Welt verpackt“. Er greift spielerisch und zugleich ernst eine der größten Problematiken in unserer Gesellschaft auf. Plastikmüll, der weggeräumt wird und nicht mehr zu sehen ist, scheint keine Umweltbelastung mehr zu sein. Doch für das Ausmaß des anfallenden Mülls, dem wir nicht mehr gewachsen sind, müssen Lösungen gefunden werden. Die Dokumentation findet neue und kreative Ideen, wie jede*r Einzelne etwas für eine müllfreie Welt tun kann.
In den letzten Jahren wurden Gelder für die Daseinsvorsorge drastisch gekürzt und gleichzeitig der Militärhaushalt gigantisch erhöht. Das Ergebnis dieser Politik formuliert das Presseamt der Stadt folgendermaßen: »24 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr werden die Stadt Bochum bei der Kontaktnachverfolgung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und bei der mobilen Abstrichnahme unterstützen. Die ersten 15 Kräfte stehen ab Donnerstag, 22. Oktober, zur Verfügung.« Die Bundeswehrvorhut tritt am Donnerstag um 13 Uhr auf dem Rathausplatz an. Ob die Soldat*innen in Tarnuniform antreten, ist unbekannt. Bisher gibt es offenbar auch noch keine Planungen die Bundeswehr in Kitas, Grundschulen oder Pflegeheimen einzusetzen.
Das Stadtarchiv, Wittener Straße 47 lädt am Mittwoch, 28. Oktober, um 19 Uhr zum kostenlosen Vortrag „Die (fast) vergessenen Meister: Erich Gottschalk und der jüdische Sport in Bochum“ von Dr. Henry Wahlig ein: »Die Spieler von Schild Bochum errangen am 26. Juni 1938 die deutsche Fußball-Meisterschaft. Ausrichter war jedoch nicht der DFB, sondern der jüdische Schild-Verband. Der Vortrag beleuchtet Leben und Schicksal der fast vergessenen Fußballmeister aus Bochum. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Lebensgeschichte von Mannschaftskapitän Erich Gottschalk. Er wurde 1906 in Herne-Wanne geboren und spielte als Jugendlicher zunächst im TuS Bochum, einem Vorgängerverein des heutigen VfL. Im Jahr 1925 zählte Gottschalk zu den Gründern von Hakoah Bochum, dem ersten jüdischen Sportverein der Stadt. Nach der NS-Machtübernahme durfte dieser Klub nur noch streng abgeschirmt vom „arischen“ Sport gegen andere jüdische Vereine spielen. Im Schatten der bereits aufziehenden Katastrophe errang die Elf ihre größten Erfolge und wurde letzter Titelträger der bis 1938 ausgespielten deutsch-jüdischen Fußballmeisterschaft. mehr…
The Great Green Wall | Offizieller Trailer OmU Deutsch HD | Jetzt im Kino | Earth Day
Am Samstag, 24. 10., am Sonntag, den 1. 11. und am Mittwoch, den 4. 11. jeweils um 18:00 Uhr zeigt das endstation.kino den musikalischen Dokumentarfilm The Great Green Wall. Dieser zeigt eines der ehrgeizigsten Klima-Projekte der Welt: Quer über den afrikanischen Kontinent wird ein 8.000 Kilometer langer Gürtel aus Bäumen gepflanzt, der die Ausbreitung der Wüste aufhalten und Millionen von Menschen Nahrung, Arbeitsplätze und eine Zukunft bringen soll. mehr…
Die Sozialberatung Ruhr sieht sich gezwungen, aufgrund der Corona-Pandemie ihre „persönlichen Beratungen vorläufig einzustellen. Wir sind jedoch sowohl fernmündlich als auch schriftlich zu erreichen. Sobald wie wieder persönlich zu erreichen sind, werden wir dies auf unserer Internetseite mitteilen.“
Die Initiative „Querdenken“, die mit Großdemonstrationen in Berlin und Stuttgart gegen die Corona-Politik von Bund und Ländern demonstriert hat, macht zur Zeit eine Tournee durch verschiedene NRW-Städte und hat für den 21. November eine „Großdemo“ in Bochum angekündigt. Gespräche mit der Polizei über den Ablauf soll es Anfang November geben. Die Polizei hat dies bestätigt. Ein erster Versuch, in Bochum Koronaleugner*innen und Leute aus unterschiedlichen Nazi- und Verschwörungsszenen zu organisieren, ist in den letzten Wochen weitgehend gescheitert. Bei den Kundgebungen bleibt eine Handvoll Leute unter sich.
Ver.di NRW hat auf das Angebot der Arbeitgeber*innen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Kommunen und des Bundes reagiert. Landesweit werden Beschäftigte am morgigen Dienstag zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Für Bochum bedeutet das, dass z. B. die BOGESTRA bestreikt wird und der Nahverkehr lahm gelegt ist. Gabriele Schmidt, Landesbezirksleiterin ver.di NRW: „Das von der Arbeitgeberseite abgegebene Angebot ist für die Kolleginnen und Kollegen eine echte Provokation. Man könnte glauben, es handele sich um einen Fake: die sechs Nullmonate bis März 2021, die dann folgenden niedrigen prozentualen Steigerungen mit je 1 Prozent und gleichzeitige Verschlechterungen, die wir in einem Jahrzehnt nicht wieder aufholen können, sind für uns nicht verhandelbar. mehr…
Im Rahmen des Umbaus der Hattinger Straße zwischen Hüttenstraße und Königsallee wird in beide Richtungen eine Radspur eingerichtet. Das geht jedoch mit dem Wegfall einer Fahrspur für KFZ in jede Richtung einher, was für Kritik von einigen Geschäftsleuten sorgte. Die Radwende Bochum hat in einer Pressemitteilung die Vorteile einer verbesserten Radinfrastruktur auf der Hattinger Straße beschrieben, „von denen nicht nur die Radfahrer*innen profitieren, sondern auch die Geschäftsinhaber*innen“: »Zunächst ist offensichtlich, dass Autoverkehr allein nicht für Kundschaft sorgt. Mit der Autofahrt zum Einkaufen ist die Parkplatzsuche verbunden. Da die Parkplätze in der Hattinger Straße sich auf die Parkstreifen dort beschränken, ist das Parkplatzangebot begrenzt. Somit wirkt die Hattinger Straße momentan ohnehin eher wie eine Durchfahrtsstraße als der typische Ort, an dem das Auto abgestellt wird, um die anliegenden Geschäfte und Restaurants zu besuchen. mehr…
Azzoncao, ein Polit-Cafè erinnert: »Vor 23 Jahren, am 17. Oktober 1997, starb Josef Anton Gera in einem Bochumer Krankenhaus. AnwohnerInnen hatten drei Tage zuvor den Frührentner schwer verletzt am Rande der Industriebrache des ehemaligen Krupp-Geländes gefunden. Gera hatte sich dorthin geschleppt, nachdem er von zwei Rechtsradikalen mit einem Stahlrohr und Tritten traktiert worden war. Drei Tage später erlag er seinen schweren inneren Verletzungen im Elisabeth Hospital. mehr…
Die diesjährige Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Reichspogromnacht ist bisher wie in den vergangenen Jahren am 9. November um 17.00 Uhr an der Ecke Dr. Ruer-Platz / Harmoniestraße geplant. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht eine Vorführung von Schüler*innen des Neuen Gymnasiums Bochum, in der sie an das Leid der jüdischen Ärzte erinnern: »1933 gab es ungefähr 50.000 Ärzte in Deutschland. Unter ihnen waren etwa 9.000 jüdische Ärzte. Insbesondere in den Großstädten war der Konkurrenzdruck unter den Ärzten groß. Die meisten jüdischen Ärzte haben 1933 ihre Zulassung verloren. Viele von ihnen wurden in den Selbstmord getrieben oder waren gezwungen zu emigrieren. mehr…
Die Schwarze Ruhr-Uni hat ihren Vortrag „Jenseits von Staat, Kapitalismus und Patriarchat – Anarchismus eine Einführung“ beim anarchistischen Videoprojekt Kolektiva.media veröffentlicht. Zum Video. Zum Inhalt schreibt die Schwarze Ruhr-Uni: »Das Wort Anarchie stammt aus dem Griechischen und bedeutet Herrschaftsfreiheit. Einst die stärkste sozialistische Strömung, wurde der Anarchismus von Faschismus, Staatssozialismus und staatlicher Demokratie bis zum Ende der 1930er–Jahre fast vollständig ausgelöscht. Aufgrund ihrer Beteiligung an der neuen Welle weltweiter Aufstände wird die anarchistische Bewegung nun wieder sichtbarer. mehr…
Am kommenden Montag (19.10.) ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in Nordrhein-Westfalen Beschäftigte der kommunalen Nahverkehrsbetriebe ganztägig zum Warnstreik auf: »Hintergrund sind die laufenden Verhandlungen zum Tarifvertrag Nahverkehr in NRW mit dem kommunalen Arbeitgeberverband (KAV NW). Auch in der zweiten Verhandlungsrunde, am 9. Oktober in Bochum, war es zu keiner ausreichenden Annäherung gekommen. Die Gewerkschaft erwartet erneut flächendeckende Auswirkungen im Fahrdienst, ruft in einigen Teilen jedoch gezielt nur Beschäftigte im Servicebereich in den Streik.« Die BOGESTRA zählt zu den Ausnahmen. Hier wird nur der Sevicebereich bestreikt. mehr…
Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit | offizieller deutscher Trailer
Ab Donnerstag, den 22. Oktober läuft im endstationKino der Film „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“. Der Filmhintergrund: In der westdeutschen Provinz kämpfen osteuropäische LeiharbeiterInnen des größten Schweineschlachtbetriebs des Landes ums Überleben – und AktivistInnen, die sich für deren Rechte einsetzen, mit den Behörden. Zur gleichen Zeit proben Münchener GymnasiastInnen das Stück „Die Heilige Johanna der Schlachthöfe“ und reflektieren über die deutschen Wirtschaftsstrukturen und ihr Verhältnis dazu.
Birgit Sperner, stellvertretende NRW-Landesbezirksleiterin der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di
Birgit Sperner, stellvertretende NRW-Landesbezirksleiterin der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, hat auf der Warnstreik-Kundgebung ihrer Gewerkschaft in Bochum eine Diagnose der Verweigerungshaltung der öffentlichen Arbeitgeber*innen geliefert, die viel Zustimmung bei den Streikenden fand: »Ein Krankheitsbild, das durch die Pandemie verursacht wird und in den letzten Wochen verstärkt aufgetreten ist, ist vollkommener Gedächtnisschwund. Befallen sind die öffentlichen Arbeitgeber in dieser Tarifrunde. Massiv! Offensichtlich gibt es einen Blackout, die Festplatte ist gelöscht. […] Allen voran die kommunalen Arbeitgeber wollen nichts mehr wissen von dem, was im Frühjahr an Respekt und Anerkennung gegolten hat. Die vollmundigen Bekenntnisse so mancher Politiker*innen für eine bessere Bezahlung in der Zeit der Tarifrunde haben sich als reine Lippenbekenntnisse entpuppt. Heute seid Ihr – die Heldinnen und Helden jener Tage nur noch lästige Kostenfaktoren.« Zur vollständigen Rede.
Freitag 16.10.20, 10:40 Uhr
Rede auf der ver.di-Warnstreik-Kundgebung am 14.10. 20 in Bochum
schade, dass ihr nicht hier oben steht und Euch sehen könnt, das ist ein beeindruckendes Bild. Ihr seid mit Abstand die Besten! Ihr seid mit Abstand die Besten! Und das seid Ihr nicht nur, weil ihr Euch hier und heute an Coranaregeln haltet. Gesundheit hat für uns heute und immer oberste Priorität. Aber wir lassen uns von diesem Coronavirus nicht unser Streikrecht nehmen. Wir sind trotzdem stark! Ihr seid mit Abstand die Besten, weil ihr mit Entschlossenheit hinter der Tarifforderung von ver.di steht und heute Zeichen setzt, dass mit den Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu rechnen ist!
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat in der Tarifauseinandersetzung mit den Arbeitgeber*innen des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen den Druck weiter erhöht. Bei Warnstreiks in NRW traten heute erneut 14.000 Beschäftigte in den Streik. In Bochum und Herne legten 3.000 Beschäftige die Arbeit nieder. Zur Streikkundgebung auf dem Platz vor dem Bergbaumuseum kamen 1.500 Teilnehmer*innen. Sie waren zuvor sternförmig von der ver.di Geschäftsstelle an der Universitätsstraße, vom Hauptbahnhof und vom Dr. Ruer Platz durch die Stadt zur Kundgebung marschiert. Die Stimmung der Demonstrant*innen war entschlossen und kämpferisch. Die Vertreterin der ver.di-Jugend Christine Giese brachte es auf den Punkt: „Wir müssen rebellieren. Wir müssen den Arbeitgebern zeigen, dass Klatschen nicht reicht. Klatschen zahlt weder Miete noch Einkauf.“ Die Rede im Wortlaut.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, Liebe Azubis, Liebe TarifrebellInnen,
Mein Name ist Christine Giese und ich bin Mitglied der Geschäftsführung des ver.di-Bezirksjugendvorstandes im mittleren Ruhrgebiet und arbeite bei der Stadtverwaltung Bochum. Wir stehen heute hier, um in unserem Bezirk als ver.di-Jugend zu rebellieren. Wir rebellieren für eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro und der Tarifierung der Ausbildungsbedingungen der Studierenden. Aber muss man denn gleich rebellieren? Gerade jetzt? Schließlich wurde doch geklatscht! Ich sage, ja, wir müssen rebellieren! Wir müssen den Arbeitgebern zeigen, dass Klatschen nicht reicht. Klatschen zahlt weder Miete noch Einkauf! Die Nachwuchskräfte haben in der Krise genauso viel geholfen und den Laden am Laufen gehalten (wie alle anderen Beschäftigten)! mehr…
Das Stadtarchiv, Wittener Straße 47 bietet am Dienstag, 20. Oktober, um 17 Uhr eine kostenlose Führung durch die Wanderausstellung „Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“ des United States Holocaust Memorial Museum an. Im Anschluss gibt es eine Gesprächsrunde. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine der zentralen Fragen zum Holocaust: Wie konnte das geschehen? Die Verantwortung von Adolf Hitler und anderen hochrangigen Nationalsozialisten ist unbestreitbar. Möglich wurde der Holocaust jedoch nur, weil unzählige Menschen aus verschiedenen Gründen dem Völkermord zustimmten oder daran mitwirkten. Welche Rolle spielten die gewöhnlichen Menschen? Warum haben so viele die Verbrechen der Nationalsozialisten unterstützt oder geschwiegen? Warum haben so wenige den Opfern geholfen? Der Holocaust erinnert daran, dass das Undenkbare immer möglich ist, und dass Individuen mehr Macht haben, als sie vielleicht wissen – zum Guten und zum Schlechten. Die Ausstellung soll dazu inspirieren, über eigene Einflussmöglichkeiten für eine bessere Zukunft nachzudenken. mehr…
Die Linkspartei sieht die Stahlsparte von Thyssenkrupp-Steel auf der Kippe, die unterstützt die Forderung der IG Metall nach einem Eingreifen des Staates. Dazu erklärt Wiebke Köllner, Sprecherin der Bochumer Linken: „Wenn Landes- und Bundesregierung Thyssenkrupp gegen die Wand fahren lassen, dann trifft uns das auch in Bochum. Wir haben hier mehrere Stahlstandorte mit rund 2.500 Beschäftigten, an denen rechnerisch 15.000 weitere Arbeitsplätze hängen. Für uns ist deswegen klar: Wir dürfen die Beschäftigten nicht hängen lassen. Im Ruhrgebiet sind zwanzig Prozent der Bevölkerung von Armut betroffen und das nicht erst seit der Corona-Pandemie. Der Schutz der Stahlproduktion stützt eine Region, die sich kein weiteres Abrutschen mehr leisten kann.“ mehr…
Die IG Metall Ruhrgebiet Mitte berichte über ihre erste tarifpolitische Konferenz, die zur Vorbereitung auf die Tarifrunden der Metall-, Elektro-, sowie der Stahlindustrie mit Interessenvertreter*innen aus 26 Betrieben stattfand: »Ulrike Hölter, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Ruhrgebiet Mitte eröffnete die Konferenz: „Die Tarifpolitik ist das Herzstück unserer Gewerkschaftsarbeit. Gute Tarifverträge sind der beste Grund Mitglied in der IG Metall zu sein!“ Die Corona-Pandemie hat den Alltag und das Arbeitsleben weiter fest im Griff. Viele Betriebe stehen vor einer schwierigen Zeit. Die Bewältigung der Krise wird noch einige Zeit andauern. Zudem sind die Herausforderungen, die durch Klimawandel, Mobilitätswende und Digitalisierung die Transformation in der Industrie vorantreiben, nicht vom Tisch. Standortschließungen, Personalabbau und Kündigungen sind keine Lösungen. Die Beschäftigten dürfen nicht zu den Verlierern der Krise werden! mehr…
Die Volkshochschule, das Friedensplenum und die DFG-VK laden am Mittwoch, den 21.10.2020 von 18:30 – 20:00 Uhr im Clubraum der VHS im BVZ zu einem Vortrag von und einer Diskussion mit Ralf Becker ein. Er ist Projektkoordinator der Kampagne „Sicherheit neu denken“ der Evangelischen Landeskirche in Baden. Angesichts erneuter Aufrüstung setzt sich die Initiative „Sicherheit neu denken“ für die Überwindung militärischer Sicherheitspolitik ein. Dazu hat die Evangelische Landeskirche in Baden 2018 ein Szenario für eine rein zivile Sicherheitspolitik vorgestellt. Ähnlich dem inzwischen beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie und dem greifbaren Ausstieg aus der Kohleenergie strebt die Initiative einen Ausstieg aus der militärischen Sicherheitspolitik bis zum Jahr 2040 an. mehr…
Am vergangenen Sonntag fand in Wattenscheid der erste antifaschistische Stadtrundgang statt. Veranstaltet wurde er vom Kuratorium „Stelen der Erinnerung“ e.V., gemeinsam mit „GEMI“- dem Forum Gemeinsam für Integration e.V.. Dieser Rundgang bildete gleichzeitig auch den Abschluss von GEMIs Wattenscheider Erinnerungswoche 2020. Das Kuratorium berichtet: »Der gut besuchte Rundgang wurde vom „Stelen“- Vorsitzenden Felix Oekentorp moderiert und startete um 14 Uhr am „Betti Hartmann- Platz“ am Wattenscheider Rathaus. Betti Hartmann war das jüngste Wattenscheider Holocaust- Opfer und wurde am 31.8.1942 in Auschwitz ermordet. mehr…
Letzte Woche: Warnstreik bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See am Mittwoch, den 7. Oktober 2020 in Bochum
Ver.di ruft am Mittwoch, den 14. Oktober im öffentlichen Dienst aufgrund des weiterhin fehlenden Angebots und der verhärteten Haltung der kommunalen Arbeitgeber*innen zu weiteren ganztägigen Streiks in Bochum auf. Betroffen sind die Stadtverwaltung, die Sparkasse, die Stadtwerke, der USB, Bochum Wirtschaft, die Knappschaft-Bahn-See, die Jobcenter, die Bundesanstalt für Arbeit, die BG Rohstoffe und chemische Industrie, das Knappschaftskrankenhaus Langendreer, das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen und Straßen NRW. mehr…
Kinotrailer "Oeconomia" - Kinostart: 15. Oktober 2020
Ab Donnerstag, den 15.10. läuft der kapitalismuskritische Dokumentarfilm Oeconomia im Programm des endstation.kinos. Dazu kommt am Freitag 16.10. um 20:30 Uhr die Regisseurin Carmen Losmann für ein Regiegespräch ins endstation.kino. Zur Premiere am Donnerstag 15.10. um 20:00 wird Falk Zientz von der GLS Bank Bochum zu Gast sein.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung unter Corona-Bedingungen im Bebauungsplanverfahren „Schloßstraße“: »Dass die für den Bebauungsplan Nr. 964 „Schloßstraße“ in Weitmar als „Bürgerversammlung unter Corona-Bedingungen“ angekündigte frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung nichts mit mit dem gemeinsam haben würde, was als Podiumsveranstaltungen abgehaltene Bürgerversammlungen früher ausgemacht haben, hat das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erwartet. Dass daraus aber eine Info-Messe mit Investor werden würde, hat alle Befürchtungen in Bezug auf mangelnde Bürgerbeteiligung noch übertroffen: mehr…
Ver.di lädt morgen, am 13. 10. ab 09:00 Uhr in der „Riff-Halle“ im Bermuda Dreieck die Auszubildenden, Praktikant*innen und Dual Studierenden im öffentlichen Dienst zum bundesweiten Streiktag im öffentlichen Dienst ein: »ver.di fordert für die jungen Mitglieder eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro monatlich. Darüber hinaus erwarten die jungen ver.di-Aktiven eine tarifvertragliche Regelung der Übernahme von Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung sowie die Kostenübernahme eines ÖPNV-Tickets. mehr…
Montag 12.10.20, 07:24 Uhr
bodo zeigt Bochum aus der Perspektive von Wohnungslosen
Das Straßnmagazin bodo lädt zu seiner „sozialen Stadtführung“ ein: »Wie sieht die Stadt „von unten“ aus? Wie verbringen Menschen auf der Straße ihren Tag? Und wie hat sich ihre Lage durch die Corona-Pandemie verändert? Was ist wichtig, welche Angebote und Hilfen gibt es? Immer am dritten Samstag im Monat zeigt der bodo e.V. Bochum „von unten“ zum nächsten Mal am 17. Oktober. Bei den sozialen Stadtführungen zeigen Verkäufer des Straßenmagazins, dass sie die wahren Experten sind, wenn es um Wohnungslosigkeit und das Leben auf der Straße geht. Was ist wichtig, welche Angebote und Hilfen gibt es? mehr…