Archiv für den Monat: November 2019


Mittwoch 20.11.19, 16:24 Uhr

Solingen – 25 Jahre danach

Die Antifaschistische Linke Bochum, Radio el Zapote und die Kulturfabrik Bochum zeigen am Donnerstag, den 28.11. im Provisorium, Dorstener Straße 17 den Film „Solingen – 25 Jahre danach“. Die Ankündigung: »1993 wurde ein rassistischer Brandanschlag auf die Familie Genc in Solingen verübt. 5 junge Frauen und Mädchen verloren am frühen Morgen des 29. Mai ihr Leben. Ihre Namen waren Hatice, Gülüstan, Hülya, Gürsün und Saime. Die jüngtse von ihnen, Saime, war gerade 4 Jahre alt. mehr…


Mittwoch 20.11.19, 09:07 Uhr
Raubkunst aus Afrika - Wie ist meine Kultur in Essen gelandet

Ich erzähle meine Entdeckung

Am Mittwoch, den 27.11. ist um 19 Uhr Clarisse Habibah zu Gast im atelier automatique, Rottstraße 14. Ihr Vortrag hat den Titel: »Raubkunst aus Afrika – Wie ist meine Kultur in Essen gelandet? „Ich erzähle meine Entdeckung“. Die Künstlerin Clarisse Habibah wird erzählen, wie sie die Skulpturen ihrer Vorfahren, der IFE-Zivilisation, gefunden hat. Sie wird zudem über die Zeit von 1906 bis 1911 aus ihrem Ursprungsland Kongo berichten. In dieser Zeit unternahm der deutsche Ethnologe Leo Frobenius seine erste Forschungsexpedition in afrikanische Länder, unter anderem nach Kongo. Erste IFE-Skulpturen hat er hierbei in Nigeria gefunden. Der Eintritt ist frei.«


Dienstag 19.11.19, 17:54 Uhr

Ausstellung: Stuck in Greece

Vom 25.11. bis 30.12. auf der Empore des endstation.kino im Bahnhof Langendreer die Ausstellung „Stuck in Greece“ zu sehen. Die Ankündigung: »Was bedeutet ‚zu Hause‘ für dich? Was bedeutet ‚Zukunft‘ für dich? Was bedeutet ‚Geflüchtet‘ für dich? Geleitet von diesen Fragen fotografierten 17 Menschen ihr Leben in einem Flüchtlingscamp in Kavala (Griechenland). Die beeindruckenden Bilder zeigen die individuellen Sichtweisen und Schicksale geflüchteter Menschen und bringen uns ihre Geschichten durch ihre Augen näher. mehr…


Dienstag 19.11.19, 17:37 Uhr

Ein gewalttätiger brauner Mob zieht durch Herne

Seit August 2019 marschieren regelmäßig Neonazis, rechte Hooligans und Rocker durch die Herner Innenstadt. Dabei kam es bereits zu verbalen und körperlichen Übergriffen. So zum Beispiel am 08.10.2019, als Neonazis NazigegnerInnen angriffen. Das Recherchekollektiv “Rechercho BO” hat nun einen ausführlichen Artikel zu der sogenannten Herner Bürgerwehr veröffentlicht, welcher sowohl die OrganisatorInnen als auch die AngreiferInnen des 08.10.2019 näher unter die Lupe nimmt. Näheres: mehr…


Dienstag 19.11.19, 07:34 Uhr
Von Einsteckern und und Austeilern, vom Umgang mit Aggression

Stromboli – Knut & die Wut

Birgit Iserloh und Ralf Lambrecht

Am Sonntag, dem 24.11. um 15 Uhr lädt das Theater Traumbaum ein: »Es gibt Wutbürger und Wutkinder. Wutkinder sind aber ganz klar im Vorteil, denn sie sind noch in der Lage, zu lernen, ihre Wut im Zaum zu halten und ihre Aggressionen in den Griff zu bekommen. Eine gute Gelegenheit dazu bietet sich mit dem Besuch des Kindertheaterstückes „Stromboli-Knut und die Wut“ für Menschen ab 6 Jahren beim Theater Traumbaum in der Lothringer Str. 36 c. mehr…


Montag 18.11.19, 18:47 Uhr

Spot on: Syrische Dokumentarfilme

Foto: Guevara Namer

Am Mittwoch dieser Woche startet das 27. blicke – Filmfestival des Ruhrgebietes. Bis Sonntag findet ein umfangreiches Programm statt. „Spot on“ heißt es am Donnerstag von 19 bis 22 Uhr. Dann werden syrische Dokumentarfilme nach 2011 gezeigt. Die Ankündigung: »Seit den landesweiten Demonstrationen im Jahr 2011 herrscht Krieg in Syrien. Längst dominiert der Konflikt sämtliche Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens. Unabhängige Berichterstattung und freie Meinungsäußerung werden unterdrückt. Es ist zu einem Akt des Widerstands geworden, die Repressionen und alltägliche Gewalt zu dokumentieren. mehr…


Montag 18.11.19, 15:01 Uhr

Der Rechtsentwicklung entgegenstellen

Die VVN – Bund der Antifaschist*innen hat auf ihrer Jahreshauptversammlung am 17. November beschlossen, „sich noch stärker der Rechtsentwicklung entgegenzustellen und im antifaschistischen Sinn tätig zu werden“. In ihrem Bericht heißt es: »Die Versammlung beschloss nach ausgiebiger Diskussion Eckpunkte für die Arbeitsplanung. Die VVN-BdA sieht in der Vermittlung der Geschichte von Faschismus und Naziterror, des Widerstandskampfes und der Geschichte Deutschlands bis heute einen großen Schwerpunkt ihrer Arbeit, den es neben dem aktuellen Kampf gegen Neofaschismus und Rassismus zu bewältigen gilt. Ein konkretes Projekt wird die Überarbeitung und Neuherausgabe des Buches „Widerstand und Verfolgung in Bochum und Wattenscheid 1933 bis 1945“ werden. mehr…


Montag 18.11.19, 13:15 Uhr
Die Freie Kulturszene fordert einen gerechten Anteil des Kulturetats:

Zehn Prozent – Nice Preis

Das Netzwerk der Freien Kulturszene Bochum schreibt, worauf die Aktion am vergangen Freitagabend mit den Licht-Projektionen Zehn Prozent – Nice Preis aufmerksam machen sollte: «Im Herbst 2020 sind Kommunalwahlen. Die Freie Kulturszene findet: Eine gute und gerechte Kulturfinanzierung sollte eines der Kernthemen in unserer Stadt sein, die sich als Kulturstadt definiert! Deshalb starten wir jetzt eine Kampagne, um unsere Forderung gegenüber der Politik nach einer deutlichen Erhöhung der Ausgaben im Kulturhaushalt für die Freie Kultur in die Öffentlichkeit bringen: Nice Preis: 10 % für die Freie Kultur! mehr…


Montag 18.11.19, 08:47 Uhr

Ein Stück beachtlicher Erinnerungskultur

In der Dämmerung des Volkstrauertages: Zwei Stelen erinnern auf dem Blumenfriedhof an das Schicksal von 307 Zwangsarbeiter*innen

Selten sind wahrscheinlich Schüler*innen in einem so kurzen Zeitraum so intensiv von so wichtigen Autoritäten gelobt worden, wie die Teilnehmenden des Geschichtskurs von Hildegardis- und Goethe-Schule, der wesentlich die offizielle Gedenkfeier der Stadt Bochum und des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) am gestrigen Volkstrauertag gestaltet hat. In drei Jahren haben die jährlich wechselnden Projektgruppen es geschafft, aus einem völlig verwahrlosten Gräberfeld von Zwangsarbeiter*innen auf dem Blumenfriedhof ein Stück beachtlicher Erinnerungskultur zu schaffen. Zwei große Stelen erinnern jetzt an die 307 Zwangsarbeiter*innen, die im Faschismus – zum großen Teil in sehr jungen Jahren – in Bochumer Betrieben ihr Leben lassen mussten.

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Sonntag 17.11.19, 14:19 Uhr

Recherchen zu den Stolpersteinen

Der Künstler Gunter Demnig erinnert mit seinen „Stolpersteinen“ an Opfer der NS-Zeit. Er hat bisher eine Stolperschwelle und 247 Stolpersteine an 130 verschiedenen Stellen in Bochum verlegt. An dem letzten freiwilligen Wohnort der Ermordeten werden quadratische, etwa zehn Zentimeter große Messingtafeln in das Straßenpflaster eingelassen. Diese kleinen Messingtafeln erzählen durch ihre Inschrift vom Schicksal der Menschen. Am Montag, 11. November, wurden die neusten 15 Steine verlegt. Am Mittwoch, 20. November, um 17.30 Uhr stellen die Pat*innen der in diesem Jahr verlegten Stolpersteine die Ergebnisse ihrer Recherchen zu den Menschen, an die sie erinnern, im Stadtarchiv, Wittener Straße 47 vor. Der Eintritt ist frei.


Sonntag 17.11.19, 13:17 Uhr

Fridays For Future bietet Schreibworkshop

Fridays For Future lädt am 22. November um 16 Uhr in der Kulturfabrik/Provisorium zu einem Schreibworkshop ein unter dem Motto „Schreiben ist Gold! – Für alle, die gerne schreiben oder es gerne mal ausprobieren wollen“: »Redebeiträge für Demonstrationen, Poetry Slam Texte, Kurzgeschichten oder Gedichte. Hier kann viel passieren. Packt alles ein, was ihr zum Schreiben braucht und bringt Lust auf Neues mit. Schreiben kann jede und jeder.«


Samstag 16.11.19, 10:24 Uhr

Zehn Prozent – Nice Preis

Mysteriöse Zeichen am Freitagabend in der Innenstadt. Was hat das alles zu bedeuten? Am Montagmittag wird das Mysterium aufgelöst. Zum Beispiel hier: www.kultbo.org (Homepage der Freien Kulturszene), www.facebook.com/zehn.prozent.18, bei Instagram unter NICE_PREIS_10 und natürlich hier bei bei bo-alternativ.de.


Samstag 16.11.19, 08:55 Uhr
Wohnen in Bochum wird teurer, auch für Studierende

Was tun gegen hohe Mieten?

Am Donnerstag, den 21.November um 16 Uhr lädt die Linke Liste an der Ruhr-Uni im Raum GD 04/520 zu einem Vortrag des Bochumer Mietervereins ein: »Wohnen in Bochum wird teurer, auch für Studierende Bochum gilt – jüngst im sogenannten Studentenwohnreport 2019 – als eine der Städte, in denen Studierende vergleichsweise günstig wohnen können. Warum also darüber reden? Ganz einfach, in der wohnungspolitischen Realität ist nicht der Preis sondern die Mietkostenbelastung interessant. Das Lohnniveau ist im Ruhrgebiet viel niedriger als in Hamburg oder München. Zudem berichtet auch die Stadt Bochum in ihrem Wohnungsmarktbericht über eine zunehmende Enge auf dem Markt. mehr…


Samstag 16.11.19, 08:19 Uhr

In Memoriam: Ivan Khutorskoy

Das Poliit-Café Azzoncao schreibt: »Vor zehn Jahren, am 16. November 2009, wurde der russische Antifaschist Ivan Khutorskoy im Treppenhaus seines Moskauer Wohnung von Nazis erschossen. Einige Wochen zuvor hatten wir den anarchistischen Skinhead auf einer antifaschistischen Rundreise in Russland im Moskauer Kulturzentrum Jerry Rubin kennengelernt. Dort hatten wir den Film „uno di noi“ gezeigt, der an Hand eines unserer Gedenkgraffitis die Schicksale der ermordeten Antifaschisten Thomas Schulz, Carlos Palomino, Renato Biagetti, Davide Cesare, Jan Kuchera, Timur Kacharava und Feodor Filatov beleuchtete. (http://unodinoi.blogsport.de) In St. Petersburg hatten wir ein Interview mit der Mutter von Timur gemacht und in Moskau mit Katja, der Freundin von Feodor. mehr…


Freitag 15.11.19, 20:31 Uhr

Stelen auf dem Blumenfriedhof

Am Sonntag wird die zentrale Gedenkveranstaltung zum „Volkstrauertag“ zum dritten Mal maßgebenden von dem Geschichtsprojektkurs der Hildegardis- und der Goethe-Schule gestaltet. (Siehe Webseite: 307 Zwangsarbeiter*innen) Im ersten Jahr hatte der Kurs sich mit dem Thema Zwangsarbeit in Bochum während des Faschismus beschäftigt. Mit Entsetzen wurde ein Gräberfeld von Zwangsarbeiter*innen auf dem Blumenfriedhof (Foto oben) entdeckt. Der diesjährige Kurs beschreibt auf seiner Webseite, wie er das Gräberfeld auch jetzt noch wahrnahm: „Keine Grabsteine, keine Namen, keine Blumen und von Grabpflege kann man wohl kaum sprechen. mehr…


Freitag 15.11.19, 17:18 Uhr

Mehr Mut zur Differenzierung – Antisemitismus und Israel-Kritik

Die Ev. Stadtakademie Bochum, Westring 26 c lädt am Dienstag, den 19. November um 19.30 Uhr zu einem Vortrag von Ofer Waldman ein zum Thema „Mehr Mut zur Differenzierung – Antisemitismus und Israel-Kritik“: »Antisemitismus ist ein akutes gesellschaftliches Problem, besonders in Deutschland. Gleichzeitig wird der Begriff zum Teil instrumentalisiert und als Pauschalvorwurf gegenüber allen erhoben, die Kritik an der Besatzungspolitik Israels üben. Eine solche Instrumentalisierung ist jedoch gefährlich, denn jede undifferenzierte Verwendung entwertet ihn. Zugleich wird signalisiert, man möge sich bitte von israelspezifischen Themen, am besten generell von Israel fernhalten. Wenn jede noch so vorsichtig formulierte Kritik z.B. von muslimischen Bürgern an Israel – vor allem in Deutschland – sofort als Antisemitismus gebrandmarkt wird, dient das allzu oft als Mittel zum Zweck, die Integrationsfähigkeit von Muslimen in der Mitte Europas zu hinterfragen – ein im gegenwärtigen deutschen Kontext schwerer Vorwurf. mehr…