Der Bochumer Kinder- und Jugendring ist ab Freitag, dem 16. März im Herbert-Siebold-Haus der IFAK, Engelsburger Straße 168 zu finden. Telefon: 0234 51 64 61 56. Die bisherigen Räume im Evangelischen Jugendpfarramt in der Neustraße reichten für die Arbeit nicht mehr aus. Wie umfangreich die Aktivitäten sind, zeigt das Jahrbuch 2017 des Jugendringes. Wichtige Veranstaltungen und Projekte werden hier mit kurzen Texten, Presseberichten und Fotos vorgestellt. In der Mitteilung des Jugendringes heißt es: »Die Jugendverbände, die Jugendinitiativen und der Kinder- und Jugendring führen vielfältige Angebote für junge Geflüchtete durch, die ihnen helfen in Bochum anzukommen und hier eine neue Heimat zu finden. Der unsichere Aufenthaltsstatus von vielen Geflüchteten und die Aussetzung des Familiennachzugs erschwert diese Arbeit jedoch erheblich. mehr…
Die Volkshochschule lädt am Samstag, den 17. März, um 19.30 Uhr im „Zeitmaultheater“, Imbuschplatz 11 zu einer Lesung mit Hella Birgit Mascus und Maria Wolf unter dem Motto „Mein Gender und ich“ ein: »Gender hat viele Farben. Nicht nur rosa und hellblau. Beziehungsweise pink und mint, wie es neudeutsch heißt. Mädchen werden zunehmend „pinkifiziert“ und die M-I-N-T-Fächer bleiben, klar, Jungssache. Klar? Aber manchmal ist schon bei der Geburt gar nichts klar, weil sich die Natur nicht entscheiden kann. Wer darf wann über mein Geschlecht entscheiden? Und wie bunt oder „queer“ will ich sein? Gibt es den perfekten Körper? Bestimmt mein Geschlecht über meine Intelligenz, mein Selbstbewusstsein, meine Leidenschaften, meine Karriere, meine Liebe? Persönliche Fragen, die der Gesellschaft immer wieder neue Antworten abverlangen. Schwarz-Weiß-Denken ist sicher keine Lösung.« mehr…
Die Bochumer Geschichtswerkstatt lädt am Samstag, den 17. März zu einem Stadtrundgang durch die Dortmunder Nordstadt ein: »Edelweißpiraten – so nannten sich in den dreißiger und vierziger Jahren Gruppen von Jugendlichen, die gegen die Nazis standen und sich vorwiegend gegen die Hitlerjugend organisiert haben. Sie organisierten sich in Dortmund, aber auch im Ruhrgebiet und im Bergischen Land und trugen häufig unter dem Hemdkragen das aus Horn geschnitzte Edelweiß. In Dortmund nannten sich die Edelweißpiraten „Latscher“. Viele ihrer Mitglieder haben Zwangsarbeiter geholfen, Flugblätter gedruckt und es wurden von ihnen Lieder gegen die Nazis komponiert. Nach dem Stadtrundgang werden wir noch Gelegenheit haben, die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache zu besuchen. mehr…
Die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken Sevim Dagdelen erklärt zur WaffenexportPraxis von SPD und Union: Die Verdoppelung der Rüstungsexporte in den Nahen Osten durch die schwarz-rote Bundesregierung in den vergangenen vier Jahren ist völlig unverantwortlich. Über ihre Waffendeals mit der Kopf-ab-Diktatur Saudi-Arabien hat die Große Koalition sehenden Auges die Kriege im Jemen wie in Syrien mit befeuert. Die groß angekündigte restriktive Genehmigungspraxis hat sich endgültig als hohles Gerede entlarvt. Notwendig ist ein gesetzliches Verbot von Waffenexporten. mehr…
Im Plüschkino des endstationKinos ist am Samstag, den 17.03. um 15.00 Uhr und für nur 4,00 Euro Eintritt der Dokumentarfilm „Free Lunch Society“ zu sehen. Das bedingungslose Grundeinkommen galt noch vor wenigen Jahren als Hirngespinst. Heute ist dieses Konzept plausibler denn je – intensiv diskutiert in allen politischen und wissenschaftlichen Lagern. Visionäres Reformprojekt, neoliberale Axt an den Wurzeln des Sozialstaates oder sozialromantisches linkes Utopia? Das Grundeinkommen zeigt sehr verschiedene Gesichter. Von Alaskas Ölfeldern über die kanadische Prärie, von Washingtons Denkfabriken zur namibischen Steppe nimmt der weltweit erste Kinofilm zum Thema den Zuschauer auf eine große Reise mit.
In einem offenen Brief an den Vorstand des Trägervereins des Prinz Regent Theaters stellt der Kulturstammtisch der Freien Kulturszene Bochums einige Fragen dazu, warum Romy Schmidt und ihr Team keine Perspektiven Perspektiven an den Theater haben sollen: Eine künstlerische Leiterin sieht sich zusammen mit ihrem Team gezwungen, unserer Stadt den Rücken zu kehren, eine Regisseurin, die dem Prinz Regent Theater weit über die Stadt hinaus, beim Publikum, in der Presse und bei Fachleuten einen Namen gemacht hat. Auch der Trägerverein zweifelt nicht an der Qualität ihrer künstlerischen Arbeit, hat ihr dennoch nur noch eine Vertragsverlängerung um ein Jahr angeboten. Als Vertreter*innen der Freien Szene unserer Stadt halten wir diese Entwicklung für ein Debakel, das seine Kreise über Bochum hinausziehen wird und freie Kulturarbeit grundsätzlich in Frage stellt. Was sind die Gründe dafür, Romy Schmidt und ihrem Team keine Perspektive am PRT zu bieten? mehr…
Es sind nur noch sechs Wochen Zeit, um zu verhindern, dass fünf weitere Lehrschwimmbecken an den Bochumer Schulen geschlossen werden. Darauf weist Die Linke im Bochumer Rat hin: »Die Verwaltung will auf der Ratssitzung am 26. April endgültig über den weiteren Abbau der städtischen Infrastruktur abstimmen lassen. „Optimierung der Lehrschwimmbeckenangebote“ lautet der irreführende Titel der Beschlussvorlage. „Wollen die uns für dumm verkaufen?“, fragt der Vorsitzende der Linksfraktion Ralf-D. Lange. „In der Vorlage geht es nicht um eine Optimierung, sondern um die endgültige Schließung von fünf Schwimmbecken bereits zum nächsten Schuljahr. Dafür darf es keine Mehrheit geben. Fachleute beklagen seit Jahren, dass immer weniger Kinder ausreichend schwimmen lernen. Das ist gefährlich. Die Angebote für Schwimmunterricht müssen ausgebaut werden, dafür brauchen wir alle Becken. Jedes Ratsmitglied trägt eine persönliche Verantwortung, Nein zu diesen Plänen zu sagen.“ mehr…
Das Antifa Café lädt am 14. 3. um 18:30 Uhr im Sozialen Zentrum zu einem Vortrag und anschließender Diskussion ein über den „Kapp-Lüttwitz-Putsch und die Märzrevolution im Ruhrgebiet“: Im März 1920 wehten drei Wochen lang rote Fahnen auf den Rathäusern, waren die großen Betriebe besetzt, übten Aktionsausschüsse und Vollzugsräte die Macht im Rheinisch-Westfälischen Industriegebiet aus. Die Rote Armee aus Angehörigen der Arbeiterbewegung bildete den Kern des Kampfes gegen den reaktionären und militaristischen Kapp-Lüttwitz-Putsch. Über Hintergründe, Ereignisse Auswirkungen dieser drei Wochen informiert Günter Gleising (Bochum), Autor mehrerer Bücher zum Thema Kapp-Putsch und Märzrevolution 1920. mehr…
Vom 6.-8. April lädt das MaStaMo Netzwerk zu einen Wochenendworkshop an der Maarbrücke ein: »Diesmal wird ein mobiler Raketenofen gebaut, also ein Raketenofen, der einen fahrbaren Unterbau hat. Der Ofen wird in Bochum einen Parkplatz haben und kann dann kostenlos von Initiativen ausgeliehen werden, um bei Straßenfesten oder in Gemeinschaftsgärten darauf zu kochen. Angeleitet wird der Workshop von Vamos Zirkeldreher, der bereits Erfahrung im Bau solcher Öfen hat und Jascha , der professioneller Lehm- und Strohbauer ist. Neben dem Bauen wird es inhaltlichen Input zum Bauen mit Naturmaterialien geben. mehr…
Am Donnerstag, den 15.3. um 19:00 Uhr zeigt der private Filmclub der Humanitären Cuba Hilfe im Bahnhof Langendreer den Spielfilm „Die Reise des jungen Che – The Motorcycle Diaries“. Der Film wurde 2004 von dem brasilianischen Regisseur Walter Salles und von Robert Redford produziert. In der Ankündigung heißt es: »Im Jahr 1951/52 unternahmen die Studenten Ernesto „Fuser“ Rafael Guevara de la Serna (Che) und Alberto Granado Jiménez eine neunmonatige Reise durch halb Lateinamerika. mehr…
Samstag 10.03.18, 08:04 Uhr
Performance des Instituts für Widerstand im Postfordismus
Am Donnerstag, den 15.3.und am Samstag, den 17. 3. präsentiert das Institut für Widerstand im Postfordismus (WIP) in den Rottstr.5/Kunsthallen die Produktion „Curveball“. Das Projekt von und mit Elisa Müller steht unter dem Motto „Mundus vult decipi, ergo decipiatur. – Die Welt will betrogen sein, darum sei sie betrogen.“ In der Ankündigung heißt es: »Der Zeuge „Curveball“, ein Agent des BND, spielte bei der Legitimierung des Irakkriegs durch Colin Powell vor der UN eine zentrale Rolle. Seine Geschichte eröffnet einen der größten Geheimdienstskandale: Im November 1999 beantragt er als Rafed Ahmed Alwan politisches Asyl in Deutschland und bietet im Gegenzug seine Story an: Nach seinem Studienabschluss sei er vom Saddam-Regime angeworben worden, um bei der geheimen Entwicklung von Massenvernichtungswaffen zu helfen. Die Deutschen informieren den amerikanischen Militärgeheimdienst. „Die Quelle ist ein Augenzeuge. Ein irakischer Chemieingenieur, der eine dieser Anlagen betreute. Er war tatsächlich anwesend, als biologische Kampfstoffe hergestellt wurden“, begründet US-Außenminister Colin Powell den Beginn des Irakkriegs vor der UN-Vollversammlung am 5. Februar 2003. Kurz darauf untersucht die CIA die Aussagen zu den Waffenanlagen und findet nichts als Lügen. mehr…
Am Samstag, den 10. 3. ist ab 18 Uhr ist wieder tierbefreier Soliabend im Sozialen Zentrum. Das Thema: „Gegen jede Repression“ Solidarität mit allen politischen Gefangenen“. Die Spenden für die Curryvurst und Polentapizza kommen den angeklagten Aktivist_innen gegen Wiesenhof zu Gute. In der Ankündigung heißt es: »Unsere Solidarität gilt dieses Mal Sven und Natasha, die für ihren Einsatz gegen das „Huntingdon Life Sciences (HLS)“ Versuchslabor kriminalisiert werden. 2012 wurden die beiden in Amsterdam gefangen genommen. Während Natasha zu 2 Jahren Bewährung verurteilt wurde, muss Sven nun für fünf Jahre ins Gefängnis. Die Anklage wegen Erpressung zeigt deutlich, dass es hier nicht um die kriminelle Tat einzelner geht, sondern darum, die Interessen eines Unternehmens zu wahren und alle, die im Rahmen ihrer Rechte Widerstand leisten, einzuschüchtern.
Das Netzwerk »Stadt für Alle« hat „ein paar erste Positionen“ zur Neugestaltung der Bochumer Innenstadt veröffentlicht, die deutlich machen sollen, wie eine Stadt für Alle aussehen könnte. Der erste Punkt ist der Bereich „Soziales Wohnen bauen“: »Der Rat der Stadt Bochum hat beschlossen, das Bildungs- und Verwaltungszentrum in der Bochumer Innenstadt abzureißen. Die Stadtbücherei, die Volkshochschule, das Sozialamt, das Jugendamt und die anderen dort untergebrachten Einrichtungen sollen umziehen. Wird das bisherige BVZ-Areal wie geplant für Wohnungsneubau genutzt, fordert das Netzwerk »Stadt für Alle«, dass die Ausgleichsflächen für die betroffenen Einrichtungen ebenfalls in kommunaler Hand bleiben. Reine Mietlösungen oder Public-Private-Partnership-Modelle lehnen wir ab. mehr…
Am Sonntag, dem 11. März gibt es ab 18.00 Uhr im Zeitmaultheater zwei Gastspiele zum Thema Migration im Rahmen der „Refugee Talks“. Die Theatergruppe Freie Radikale nähert sich mit der Theaterperformance „Krieg“ den unterschiedlichen Aspekten der Kriegserfahrungen von Soldaten und Soldatinnen in Krisenregionen. Von der Motivation und Entscheidung, in den Krieg zu ziehen, bis hin zu dem Trauma der Rückkehr werden die verschiedenen Etappen eines Lebens im Ausnahmezustand erfahrbar gemacht. In „Oblivion“ von der Compagnie Danse Automatique geht es um Fliehen und Vergessen, Tanzen kann auch Flucht sein, dem Vergessen dienen… Zwei Tänzer, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: Orient – Okzident, klein – lang, schnell – langsam, Modern Dance – Butoh, Moslem – Jehovas Zeuge, geflohen – behütet… Und dennoch tanzen sie gemeinsam… Näheres. Eintritt: 14 Euro/ermäßigt: 10 Euro
Mittwoch 07.03.18, 13:15 Uhr
Emissionsreduzierung: Arme Menschen sollen gefälligst zu Fuß gehen
Die Linksfraktion und die Soziale Liste kritisieren eine aktuelle Beschlussvorlage der Verwaltung mit dem Titel „Das Leitbild Mobilität – Mobil bleiben mit weniger Emissionen“. In dem Papier heißt es wörtlich: „Mobilität […] ist auch für einkommensschwache Menschen zu ermöglichen, am besten durch „kostenlose“ Fortbewegungsformen wie Radfahren oder Laufen auf kurzen Wegen. Nicht jeder mit einem alten Dieselfahrzeug wird sich sofort einen neueren Wagen oder ein E-Auto leisten können und die Nachfrage nach regenerativen Energien wird auch dort die Preise in die Höhe treiben.“ Das bedeutet so die Linksfraktion: „Autos, Bus und Bahn für Besserverdienende, arme Menschen sollen zur Reduzierung von Emissionen gefälligst zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren.“ „Wir werden nicht zulassen, dass dieser Gedanke zum offiziellen Leitbild der Bochumer Verkehrspolitik wird“, sagt Sabine Lehmann, Vertreterin der Linksfraktion im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität. „Unsere Stadt braucht eine Verkehrswende, die gleichzeitig sozial und ökologisch ist. Ein erster kleiner Schritt dahin wäre ein kostenloses oder zumindest deutlich günstigeres Sozialticket. Ärmere Menschen auf Muskelkraft zu verweisen anstatt einen öffentlichen Nahverkehr zu organisieren, den sich alle leisten können, ist einfach zynisch. mehr…
Die Menschheit hat sich in ihrer Geschichte mehrere Tausend Religionen ausgedacht, die sich dann teilweise wiederum in Tausende Konfessionen bzw. Strömungen aufgespalten haben. Die Initiative Religionsfrei im Revier geht am kommenden Sonntag, den 11. März um 11 Uhr im Sozialen Zentrum der Frage nach, wie das Christentum entwickelt wurde: »Was sagen die unterschiedlichen Quellen über die historische Figur Jesus aus? Vor welchem historischen Hintergrund entstand diese Abspaltung des Judentums, welche Rolle spielte dabei z. B. die römische Besatzungmacht im damaligen Palästina? Welches Geschichtsbild schildern die schließlich kirchlich akzeptierten Schriften (Evangelien) über die Gründungsphase ihrer Religion? Wie wurde der Mythos von Jesus als „Messias“, als Begründer der katholischen Kirche, wie seine „Botschaft“ entwickelt? Welche historischen Fakten existieren über diesen Vorgang?«
VertreterInnen von 28 Schulen aus Herne, Gelsenkirchen und Bochum, die im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aktiv sind, treffen sich am Donnerstag, den 15. März, um 15 Uhr in der Erich-Kästner-Schule. Den Schwerpunkt des Treffens bildet ein Workshop zum Komplex „Islamangst und religiös begründete Feindlichkeit“. Referent ist Piotr Suder von der IFAK. Er ist Sozialwissenschaftler und seit zwei Jahren Projektleiter von #Selam, einem Fortbildungsprojekt gegen Radikalisierung. Außerdem arbeitet er in der Fach- und Koordinierungsstelle der „Partnerschaft für Demokratie“ in Hattingen und ist als Dozent für die Akademie für interkulturelle Handlungskompetenz tätig. In dem Workshop wird gemeinsam erarbeitet, was Islamfeindlichkeit auf der einen und gewaltbereiten Salafismus auf der anderen Seite auszeichnet und welche Möglichkeiten sich bieten, dagegen vorzugehen.
Mittwoch 07.03.18, 07:01 Uhr
Zum Internationalen Frauentag kritisiert der Flüchtlingsrat NRW
Zum Internationalen Frauentag fordert der Flüchtlingsrat NRW: »Eine weitere Aussetzung des Familiennachzugs verlängert die Not und Verzweiflung der Familien und Ehepartner*innen, die zur Zeit auf eine Familienzusammenführung in Deutschland warten, um bis zu 5 Jahre. Gerade Frauen sind weiterhin den Gefahren von Existenznot und Missbrauch ausgesetzt und müssen zusehen, wie ihre Kinder aufwachsen, ohne eine Schule zu besuchen. Seit 17. März 2016 gilt die 2-jährige Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte. Der Bundestag hat mit Zustimmung des Bundesrats beschlossen, die Frist um 4,5 Monate zu verlängern. Diese Verlängerung sowie der Vorschlag der GroKo eine Kontingentregelung zu schaffen, so dass mit Ausnahme eng begrenzter Härtefälle höchstens 1000 Personen pro Monat ab August nachziehen dürfen, sind eine familienpolitische Katastrophe. mehr…
Die Gewerkschaft ver.di ruft ihre Mitglieder in den Betrieben des öffentlichen Dienstes in Bochum, für Donnerstag, den 8. März zu einem ersten befristeten Warnstreik auf: »Die erste Runde der aktuellen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen am 26. Februar 2018 in Potsdam verlief wenig überraschend: Die Arbeitgeber waren nicht bereit ein Angebot vorzulegen. Stattdessen fordern sie die abhängig Beschäftigten heraus und provozieren erste Arbeitskampfmaßnahmen und damit einhergehende Beeinträchtigungen der Bevölkerung. In Bochum wie andernorts steigen wir zunächst sparsam, mit einer zeitlich befristeten Aktion am 8. März ein. Die ver.di-Mitglieder sind aufgerufen, sich um 14:00 Uhr auf Rathausvorplatz in der Bochumer Innenstadt zu sammeln. Im Rahmen einer Preisverleihung möchten wir den Vertreterinnen und Vertretern der weltbesten Berufsgruppen im Öffentlichen Dienst eine Urkunde verleihen. mehr…
Die Linke Liste lädt am Freitag den 9 März um 19 Uhr zu einem Spiele- und Kneipenabend im Sozialen Zentrum ein: »Gespielt wird, was Spaß macht. Klassische Brettspiele, Kartenspiele, sowie Spiele wie Secret Hitler, Halt- Mal-Kurz und Game Of Quote sind vorhanden. Ihr könnt euch auch gegen andere in Mario Kart auf der Leinwand messen. Wenn du Lust hast, die Linke Liste in gemütlicher Atmosphäre kennen zu lernen, Cocktails zu trinken und einfach mit netten Leuten zu spielen, ist der Abend genau das richtige für dich. Um 21 Uhr werden wir wieder ein Halt-Mal-Kurz Turnier veranstalten. Der/die Gewinner*in erhält das Spiel.«
Die Soziale Liste kritisiert Rückzug der Sparkasse aus der Unterstützung des Open-Flair-Festivals und schreibt: »Während das Open-Flair-Festival mit seinem kostenlosen und freien Zugang bei vielen Menschen der Stadt, vor allem auch bei Kindern und Einkommensschwachen, beliebt waren, wird der Zugang zum von der Sparkasse besonders mitfinanzierten Zeltfestival Ruhr durch hohe Eintrittspreise reglementiert. Einmal mehr setzt die Sparkasse auf das Sponsoring für den Profisport und von teuren Musikevents. Die Soziale Liste sieht in dem Sponsoring der Sparkasse, das ein Volumen von mehreren Mio. Euro/jährlich haben dürfte, einen Schattenhaushalt, der nicht nur an den politischen Gremien der Stadt vorbeigeführt wird, sondern auch nicht in die Kultur- und Sozialpolitik Bochums passt.«
Die Veranstaltung fällt wegen Erkrankung der Referentin aus! Am Dienstag, den 13. März stellt Bini Adamczak um 19 Uhr ihr Buch „Beziehungsweise Revolution – 1917, 1968 und kommende“ im Bahnhof Langendreer vor: „Im Oktober 2017 jährte sich die Russische Revolution zum 100. Mal. Anlass genug, die Ereignisse von 1917 durch das Prisma 1968 zu betrachten und beide Revolutionen in ein Verhältnis wechselseitiger Kritik zu bringen. Während 1917 auf den Staat fokussierte, zielte 1968 auf das Individuum. In Zukunft müsste es darum gehen, die »Beziehungsweisen« zwischen den Menschen in den Blick zu nehmen. „Beziehungsweise Revolution“ analysiert die revolutionären Geschlechterverhältnisse als Verhältnisse, die zwischen Privatheit und Öffentlichkeit, »Nahbeziehungen« und »Fernbeziehungen« geknüpft sind – das Geschlecht der Revolution. So tritt ein Begehren zutage, das nach wie vor seiner Realisierung harrt: das Begehren nach gesellschaftlichen Beziehungsweisen der Solidarität.
Zum Schutz der im Stadtgebiet lebenden Feuersalamander vor einer aggressiven Hautpilz-Art bittet die Stadt Bochum Personen, die Kontakt mit den Tieren oder ihren Lebensräumen haben, einige Verhaltensregeln zu beachten: »Der Feuersalamander zählt zu den sogenannten „Verantwortungsarten“ im Bundesprogramm für Biologische Vielfalt. In diesem Programm werde alle jene Arten aufgelistet, für welche die Bundesrepublik Deutschland eine besonders hohe globale Verantwortung für deren Schutz und Erhalt trägt, beispielsweise aus dem Grunde, weil der Großteil des weltweiten Areals einer Art sich auf deutschem Territorium befindet. Innerhalb seiner nordrhein-westfälischen Verbreitung befindet sich die schwerpunktmäßig im Bergland verbreitete Art in Bochum an ihrem nördlichen Arealrand. mehr…
Die Teilzeit und der Niedriglohn – in Bochum ist beides weiblich: Noch immer sind hier 68 Prozent aller Teilzeit- und Minijobs in Frauenhand. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zum Internationalen Frauentag am 8. März hingewiesen. Bei den rund 41.000 Teilzeit-Stellen in der Stadt liegt der Frauenanteil nach Angaben der Arbeitsagentur sogar bei 75 Prozent. Yvonne Sachtje, Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet, spricht von einer „Karrierefalle“: Gerade in Hotels, Restaurants und Bäckereien seien Minijobs und Teilzeit-Verträge stark verbreitet. „Die Kellnerin in Vollzeit ist die Ausnahme“, so Sachtje. Wer jedoch 20 oder 25 Stunden arbeite, habe es beim beruflichen Aufstieg deutlich schwerer. Das gehe aus einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Danach sind für Teilzeit-Beschäftigte auch Gehaltszuwächse und Beförderungen seltener. mehr…
Sonntag 04.03.18, 21:52 Uhr
Die Bochumer Linkspartei wählt neue Sprecherin und fordert:
Die Bochumer Linke hat ihren Kreisvorstand neu aufgestellt. Als neue Sprecherin wurde Sabine Lehmann gewählt, die bisher Beisitzerin im Vorstand war. Wiebke Köllner komplettiert den Vorstand. Zuvor verabschiedete die Kreismitgliederversammlung eine Resolution für eine soziale Wohnungspolitik und legte damit den Arbeitsschwerpunkt für die nächsten Wochen fest. Dazu erklärt der Kreissprecher der Bochumer Linken Amid Rabieh:„Ich freue mich sehr über die Wahl von Sabine Lehmann und Wiebke Köllner, sie sind eine tolle Verstärkung im gemeinsamen Kampf für ein soziales Bochum. Den Privatisierungsplänen von SPD und Grünen setzen wir unsere Politik für bezahlbare Mieten entgegen: Wir streiten dafür, dass der Grund und Boden rund um das Bochumer Rathaus öffentliches Eigentum bleibt. Mit dieser Klientelpolitik und Privatisierungsorgie muss Schluss sein. mehr…
Am Freitag, den 9. März findet im atelier automatique, Rottstraße 14 ab 17 Uhr ein Seminar statt zum Thema „Liebe, Hass und Solidarität in Zeiten des www“. In der Ankündigung heißt es: »Das Internet ist ein wichtiger Ort für aktivistische Arbeit. Hier werden Informationen global transportiert, Gemeinschaften aufgebaut und Identitäten gebildet. Aktive Menschen sind aber meist von Beleidigungen, Drohungen und Hass betroffen. Antirassistische und feministische Arbeit im Netz zieht meist auch rassistische und antifeministische Angriffe und Hate Speech an. In dem Workshop werden Strategien vorgestellt, wie wir damit umgehen können: Laura Chlebos von der Initiative/dem Blogprojekt Feminismus im Pott wird vorstellen, wie feministische Arbeit im Netz und der Umgang mit Hate Speech aussehen kann. Miriam Yosef vom Blogprojekt Rebel of Color gibt eine Perspektive auf das Zusammenwirken von Diskriminierungen sowie anti-rassistische Arbeit im Netz und wirft die Frage nach möglichen Allianzen auf. mehr…
Noch bis zum 10. März kann faires und solidarisch gehandeltes griechisches Olivenöl bei der „Öl-Connection Ruhr“ bestellt werden. Wie bereits im letzten Jahr organisiert die Bochumer Initiative eine Sammelbestellung von ungepanschtem und nachhaltig unter fairen Arbeitsbedingungen produziertem Olivenöl aus Daras aus der Region Messinia (Südpeloponnes). Die Hellas Solidarität Bochum, die die Bestellaktion trägt, kündigt an: »Die Bestellmenge von über 1.200 Litern Olivenöl der Qualität Extra Virgin aus 2017 wird in diesem Jahr mit über 2.000 Litern noch deutlich übertroffen. Alle Rückmeldungen im letzten Jahr waren wirklich positiv. Alle waren von dem Geschmack des Olivenöls begeistert.“ Über 250 Besteller können sich dieses Jahr auf das köstliche Öl aus Daras freuen. mehr…
„Die kulturelle Stärke einer Stadt zeigt sich nicht nur in den großen Musentempeln, sondern vor allem in ihren – meist versteckten – kreativen Räumen, da, wo bildende Kunst überhaupt erst entsteht.“ Diese Leitsatz steht über der Aktion „Eintritt frei!“ Das heißt: Am Samstag, den 10. und Sonntag, den 11. März von 12 – 18 Uhr öffnen 29 Bochumer Ateliers ihre Türen. Es wird also jede Menge Kunst geboten. Insgesamt 47 KünstlerInnen stellen ihre Arbeit vor. Im Jahr 2006, als es zum ersten Mal „Eintritt frei!“ hieß, gab es 11 TeilnehmerInnen. Auch dieses Jahr sind wieder neue Orte und weitere KünstlerInnen zu entdecken. Eine Übersicht der beteiligten KünstlerInnen und ihrer Standorte bietet die Webseite eintritt-frei-bochum.de. mehr…
Die Grünen und Alternativen Student*innen (GRAS) schreiben: »Auf der Sitzung des Studierendenparlaments der Ruhr-Universität Bochum am 27.02. wurde ein neuer AStA gewählt. Vorsitzende ist Zeynep Dikman von der Internationalen Liste. Üblich ist es, mit dieser Wahl einen Koalitionsvertrag zu veröffentlichen. Dazu kam es jedoch nicht. Zeynep Dikman hat das Konzept eines offenen AStAs gewählt, bei dem alle Interessierten mitarbeiten können. Jedoch ist der neue AStA nicht offen. Nur 24 Stunden vor der geplanten Sitzung wurde der Tagesordnungspunkt „Wahl einer AStA-Vorsitzenden“ vom Parlamentssprecher versandt. Informationen gab es auch auf Nachfrage nicht. Trotz der Behauptung der Offenheit präsentierte Zeynep Dikman eine schon fertige Liste mit neuem Finanzreferenten (von der Liste der Rechtswissenschaften) und acht weiteren Vorstandsmitgliedern (von den Jungliberalen, der Liste der Naturwissenschaftler, der Liste der Geisteswissenschaften, der Liste der Rechtswissenschaften, der Internationalen Liste und der Juso Hochschulgruppe). Eine Beteiligung wurde den anderen Listen nicht vorgeschlagen. Die Personen wurden alle mit knapper Mehrheit gewählt. mehr…
Ab Freitag, den 9.3. zeigt das endstation.kino den Dokumentarfilm Jane. Anhand von mehr als 100 Stunden bisher unveröffentlichten Filmmaterial, das über 50 Jahre lang in den National Geographic Archiven versteckt war, erzählt der preisgekrönte Regisseur Brett Morgen die Geschichte von Jane Goodall, einer Frau deren Primatenforschung die von Männern dominierte Welt der Wissenschaft herausforderte und unser Naturverständnis revolutionierte. Begleitet von einer satten, orchestralen Filmmusik des legendären Komponisten Philip Glass, bietet der Film ein unvergleichliches, intimes Porträt von Jane Goodall – einer Wegbereiterin, die sich den Widrigkeiten widersetzte, um eine der am meisten bewunderten Naturschützerinnen der Welt zu werden.
Mit großem Bedauern hat Horst Hohmeier, Mitglied im Kulturausschuss für die Bochumer Linksfraktion, die Ankündigung von Romy Schmidt zur Kenntnis genommen, das Prinz-Regent-Theater in wenigen Monaten zu verlassen. „Jetzt haben es die alten Garden im Trägerverein doch noch geschafft, eine kritische und engagierte Theatermacherin zu vergraulen. Das ist ein riesiger Verlust für die Kulturlandschaft in unserer Stadt.“ Hohmeier kündigt an, die Vorgänge zum Thema im Kulturausschuss des Bochumer Rats zu machen. Weiter erklärt die Linksfraktion: »Romy Schmidt ist seit der Spielzeit 2015/2016 künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des renommierten Prinz-Regent-Theaters, das von der Stadt mit 233.000 Euro pro Jahr gefördert wird. In dem Streit um die Verlängerung ihres Vertrags hatte sich die Bochumer Politik stark engagiert. Unter der Leitung des langjährigen Kulturdezernenten Michael Townsend fanden Mediationsgespräche zwischen Romy Schmidt und dem Trägerverein statt, der erklärt hatte, nicht mehr mit Schmidt zusammenarbeiten zu wollen. Daraufhin löste SPD-Kulturpolitiker und Ratsmitglied Hans Hanke die Vorsitzende des Vereins Sybille Broll-Pape ab.« mehr…
An der Ruhr-Uni startet heute ein Forschungsprojekt „Opferstudie zu rechtswidriger Polizeigewalt“. Es soll untersucht werden, welche Personen in welchen Situationen Opfer werden und warum sie Anzeige erstatten oder nicht. In der Pressemitteilung der Ruhr-Uni heißt es: «Obwohl sie immer wieder Thema öffentlicher Debatten ist, gibt es kaum empirische Untersuchungen über Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamte. Ein auf zwei Jahre angelegtes Projekt am Lehrstuhl für Kriminologie der Ruhr-Universität Bochum, das am 1. März 2018 startet, soll das ändern. Erstmals nehmen die Forscherinnen und Forscher die Opferperspektive ein und ermitteln, welche Personen in welchen Situationen Opfer von Gewalt durch Polizeibeamte werden, wer warum Anzeige erstattet oder nicht und wie das Dunkelfeld aussieht. Das Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Tobias Singelnstein wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. mehr…
Das Bochumer Friedensplenum lädt am Mittwoch, den 7. März um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einer Veranstaltung mit Jörg Kronauer über Deutsche Geopolitik ein: »Woran mangelt es der EU? An Demokratie? An sozialem Ausgleich? Weit gefehlt: „An der Machtentfaltung“, behauptete Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) im Dezember 2017. Die USA seien im Abstieg begriffen, China befinde sich im Aufstieg, Russland konsolidiere sich – eine neue Weltordnung entstehe gerade: Umso „dringender“ sei es, „dass Europa sich auf seine Interessen besinnt und Gestaltungsmacht erarbeitet“, verlangte Gabriel. Dazu sei „politisch-strategisches Denken“ unabdingbar. mehr…
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bochum lädt am Sonntag den 4. März um 11:00 Uhr im ver.di Haus, Universitätsstr. 76 zu seiner Veranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentags ein: »Mehr als 100 Frauen und auch einige Männer aus den Gewerkschaften und Betrieben, von befreundeten Organisationen und aus der Politik werden die Erfolge der Frauenbewegung feiern, aber auch den Finger in die Wunde offener Probleme legen.Der diesjährige Frauentag steht unter dem Motto „100 Jahre Frauenwahlrecht – 100 Jahre Kampf für Geschlechterdemokratie“. Bettina Gantenberg, Vorsitzende DGB Stadtverband Bochum, wird in ihrem Grußwort sowohl einen Rückblick auf gesetzliche Meilensteine der Gleichstellung von Frauen werfen, als auch kritische Anmerkungen zum aktuellen Bundestag und dem Koalitionsvertrag machen.Für den künstlerischen Aspekt sorgt „Änne aus Dröpplingsen“. Wer gerne lacht, sollte sich die Komikerin nicht entgehen lassen. Sie liefert ein Feuerwerk.«