Die DGB Jugend hat ihren Ausbildungsreport 2016 vorgestellt. „In diesem Jahr haben wir uns schwerpunktmäßig mit dem Thema psychische Belastungen befasst“, erklärte Eric Schley, Jugendsekretär des DGB NRW. Dazu seien über 5.400 junge Frauen und Männer aus NRW schriftlich befragt worden. „Das Ergebnis unserer Befragung ist: Jeder zweite Auszubildende fühlt sich in mindestens einem Bereich in hohem oder sehr hohem Maße belastet.“ Insbesondere Leistungs- und Zeitdruck seien ein zentraler Belastungsfaktor für Auszubildende, so Schley weiter. Dahinter folgten lange Fahrtzeiten und die Lage der Arbeitszeiten bzw. Schichtdienst. „Jeder achte Auszubildende klagt zudem über Probleme mit Kollegen und Vorgesetzen.“ mehr…
Dienstag 29.11.16, 10:57 Uhr
Jugendring setzt sich mit rechtpopulistischen Entwicklungen auseinander
Auf seiner Vollversammlung hat der Kinder- und Jugendrings sich u. a. auf die Landtagswahl in NRW und die Bundestagswahl 2017 eingestimmt und sich mit den Positionen der AfD kritisch auseinandergesetzt. In einer Pressemitteilung heißt es: »Jugendverbände, Jugendinitiativen und Jugendringe stehen für Vielfalt, Toleranz, soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Inklusion, für einen interreligiösen Dialog und für Frieden. Diese Positionen sind mit dem Programm der AfD unvereinbar, die mit rassistischen, völkischen und menschenfeindlichen Ressentiments Stimmung macht. Ein wichtiger Baustein in der Arbeit der Jugendverbände und der Jugendringe ist die politische Bildungsarbeit und die Auseinandersetzung mit rechtpopulistischen und rechtsextremen Entwicklungen in der Gesellschaft. Junge Menschen über den Charakter und die Ziele der AfD zu informieren, ist eine wichtige Herausforderung für die Kinder- und Jugendarbeit 2017. mehr…
Zur aktuellen Haushaltsberatung im Bochumer Rat erklärt die Linksfraktion: »Auch im Jahr 2017 bleibt der Haushalt der Stadt Bochum sozial unausgewogen – jedenfalls, wenn es nach der rot-grünen Ratsmehrheit geht. Die Linksfraktion im Bochumer Rat lehnt die vorliegenden Haushaltsplanungen ab. Das erklärt der Vorsitzende der Linksfraktion Ralf-D. Lange anlässlich der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch, den 30. November. Auf der Sitzung am Mittwoch werden der von Stadtkämmerer Manfred Busch vorgeschlagene Haushalt sowie das neue Haushaltssicherungskonzept vorberaten. Endgültig entscheiden soll der Rat dann am 8. Dezember. „Es grenzt schon an absurdes Theater“, sagt Ralf D. Lange. „Im Rechnungsprüfungsausschuss erklären Vertreter*innen der Koalition inbrünstig, als Konsequenz aus dem Sicherheitsdienste-Skandal sei es dringend notwendig die Sozialverwaltung aufzurüsten, damit sie zukünftig ihren Kontroll- und Steuerungsaufgaben nachkommen kann. Im Rat bereiten sich jetzt die gleichen Leute darauf vor, einem Haushalt zuzustimmen, der genau das Gegenteil tut.“ mehr…
Zur nächsten Sonntags-Familienvorstellung am 4. Dezember um 15:00 Uhr mit dem Kindertheaterstück „Schlamasel-Masel“ lädt das Theater Traumbaum ins “KiJuKuMa – Kinder & Jugendtheater im Kultur-Magazin†ein: »Weihnachtsstress? Muss nicht sein. Mein Weihnachten? Dein Weihnachten? Weihnachten ist für alle da! Manche feiern Weihnachten, manche Zuckerfest und manche Chanukka. Und deshalb gibt beim Theater Traumbaum einen spannenden Blick über den Tellerrand. Nein, nicht über den Rand des Tellers voller Lebkuchen, sondern über den kulturellen Tellerrand, denn das Eigene wird nur spannend durch das Andere. Gezeigt wird das Stück „Schlamasel-Masel“, das sich mit jüdischen Märchen sehr unterhaltsam der Frage stellt: Was braucht der Mensch zum Glücklichsein? mehr…
Das endstation.kino kündigt für die kommenden Tage eine Ausstellung und folgende Filme an: »Am Donnerstag, den 1.12. wird um 19.15 Uhr im endstation.kino die Fotoaustellung des LWL-Medienzentrums für Westfalen 35mm KinoKultur eröffnet, im Anschluss wird ein 35mm-Kurzfilmprogramm im Kinosaal zu sehen sein. Die aktuelle Fotodokumentation des Fotografen Stephan Sagurna (LWL-Medienzentrum für Westfalen) setzt dort an wo die gegenwärtige Kinokultur ihre jüngste Bruchstelle hat: Bei der Umstellung vom analogen zum digitalen Kino. Nachdem die gesamte internationale und auch bundesdeutsche Kinolandschaft ‚durchdigitalisiert’ ist und seit dieser digitalen Wende nun computergesteuerte Projektoren die Filme von Festplatten einlesen und projizieren, gehört der traditionelle Kino-Filmprojektor mit den dazugehörigen 35mm Filmrollen sozusagen zum ‚alten Eisen’. mehr…
Der diesjährige Hannelore-Wilhelm-Preis 2016 wird an Ajsela Osmanagic von der Humanitären Solidarität Middle East und an Benjamin Kramm von PlanB Ruhr verliehen. Die Preisverleihung findet am Montag, den 5. Dezember um 18.00 Uhr in den Räumlichkeiten von PlanB, Alleestr. 46 statt. Der Kinder- und Jugendring erklärt zur Stifterin des Preises: »Hannelore Wilhelm hat die ehrenamtliche Arbeit der Jugendverbände und der Jugendinitiativen damit in einzigartiger Form und mit einem beeindruckenden privaten Engagement unterstützt. Die Vergabe des Preises ist jeweils mit einem Preisgeld von 5.000 € dotiert. Das Preisgeld kommt den Preisträgern und ihren Verbänden zugute. mehr…
Die Linke in Bochum hat für den Wahlbezirk 107 Christian Leye, für den Wahlbezirk 108 Amid Rabieh und für den Wahlbezirk 109 Sabine Lehmann gewählt und schreibt: Christian Leye (35) ist Landessprecher der Partei Die Linke in Nordrhein-Westfalen, sein Schwerpunkt ist Wirtschaftspolitik. „Die Linke in Bochum geht mit einem starken Team in den Wahlkampf. Die Landesregierung hat in den letzten Jahren die soziale Gerechtigkeit links liegen gelassen. Gerade im Ruhrgebiet fehlen sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze, die Armutsquote liegt bei skandalösen 20 Prozent. Wir werden den Finger in die Wunde legen und sehr deutliche Worte finden“, so Leye nach seiner Wahl. mehr…
Die Gruppe K lädt am 7.12. um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einer Diskussion zum Thema „Fair Trade, Bio, Regional… Beim Einkaufen die Welt verbessern?“ ein und schreibt: »Die Liste der Horrormeldungen ist lang: Brände und einstürzende Fabriken in Südostasien, wo Näherinnen für Hungerlöhne Klamotten herstellen. Dioxin in Eiern, krankmachende Pestizide in Obst und Gemüse, Hormone im Fleisch. Gerodete Wälder, bedrohte Tierarten und überfischte Meere. Und so weiter und so weiter! mehr…
Am Dienstag den 6.12., um 19 liest Arzu Toker im Bahnhof Langendreer aus ihrem Buch „Kein Schritt zurück“. In ihrem Buch thematisiert sie: Was bedeutet Ehre im Islam? Um wessen Ehre geht es? Arzu Toker setzt sich literarisch mit dem Verständnis von Ehre auseinander. Das ursprünglich für den Hörfunk verfasste Feature Die Balkonmädchen beschreibt den Konflikt zwischen dem Drängen junger Migrantinnen in Deutschland, frei zu leben, und den traditionellen Anforderungen ihrer Herkunftsfamilien. In dem Prosatext Verschenkte Freiheit klagt eine Mutter voller Wut und Schmerz über den Verlust ihrer Tochter an eine islamische Sekte. Das Nachwort ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Freiheit. Die Freiheit von religiösen Zumutungen. Die Freiheit von nationalen Fesseln. Ein Plädoyer für eine Utopie der Entwicklung gemeinsamer grenzüberschreitender Werte. Arzu Toker ist Schriftstellerin, Journalistin, Publizistin und Erzählerin und hat zahlreiche Frauen- und Bildungsprojekte initiiert. Von 1985 bis 1997 war sie Mitglied im WDR Rundfunkrat. mehr…
Sonntag 27.11.16, 16:37 Uhr
Weitere Fragen zu Überwachungsfirmen in Flüchtlingslagern
Erfreuliche viele BochumerInnen haben sich im vorigen Jahr dafür engagiert, dass die nach Bochum geflüchteten Menschen ein wenig menschenwürdiger behandelt wurden. Viele waren erschrocken über das Versagen der städtischen Stellen. Die Stadt reagierte und entzog der grünen Sozialdzernentin die oberste Zuständigkeit für die Betreuung der Geflüchteten und richtete hierfür eine Stabsstelle für Stadtdirektor und Kulturdezernent Townsend (SPD) ein. Auch er scheiterte und schließlich wurde ihm der Chef der Feuerwehr Hagebölling für „die operative Arbeit der Task Force Flüchtlingsarbeit“ zur Seite gestellt. Wie dramatisch die Überforderung der Verantwortlichen in der Stadt war, ist jetzt für einen kleinen Bereich dokumentiert worden. Vor ein paar Monaten gingen nämlich etliche Beschäftigte einer „Sicherheits“firma, die für Flüchtlingslager in Bochum zuständig waren, an die Öffentlichkeit. Sie klagten darüber, dass sie den ihnen zustehenden Lohn nicht erhalten haben. Hierbei kamen einige Fragwürdigkeiten ans Licht. In einem in Auftrag gegebenen Bericht des Rechnungsprüfungsausschusses (RPA) des Rates wurde jetzt ein „Behördenversagen in einem bisher ungeahnten Ausmaß“ deutlich, so Horst Hohmeier in einer Pressemitteilung der Ratsfraktion der Linken. mehr…
Zum Tod von Fidel Castro erklärt die Humanitäre Cubahilfe: »Mit Millionen Menschen in aller Welt, besonders im revolutionären Kuba, trauern wir um den Kommandanten der Kubanischen Revolution, Fidel Castro Ruz. Er starb um 22.29 Uhr des 25. November in Havanna. Die Humanitäre Cubahilfe HCH spricht den Familienangehörigen und dem ganzen Volk Kubas ihr Beileid aus. Fidel kann auf ein großes Lebenswerk zurückblicken: Kuba ist schon lange frei von Analphabetismus. Es hat ein vorbildliches Gesundheits- und Bildungssystem, das für alle Kubaner*innen kostenlos ist. Kuba ist ein Land mit weitgehender gesellschaftlicher Gleichheit und politischer Partizipation. Gleichzeitig hat Kuba seine humanistischen Ideale und seine Anstrengungen nicht allein auf das eigene Volk konzentriert sondern vielen Menschen und Völkern dieser Welt geholfen, ein menschenwürdiges Leben zu führen. mehr…
Re:Speech – das Medienprojekt der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum – ist heute als Sonderbeilage der taz mit einer Auflage von über 50.000 Exemplare bundesweit erschienen. Das Projekt begann vor wenigen Monaten mit dem Ziel, die Stimmen der Geflüchteten in den hiesigen Debatten um Flucht, Migration und Rassismus stark zu machen. In dem Editorial von Re:Speech wird dies konkret beschrieben: „In dieser Zeitung sprechen wir über Flucht und ihre Ursachen. Wir berichten über das Schicksal von EzidInnen, die vor dem IS-Terror fliehen mussten, über die Situation der syrischen Geflüchteten in Nordafrika, über den Bürgerkrieg in Syrien und die Lebenssituation von Geflüchteten in Deutschland. mehr…
Im Rahmenprogramm zu der Ausstellung „Sammeln, Sammeln“ lädt das Kunstmuseum Bochum, Kortumstr. 147 am 30.11.2016 um 19 Uhr zum Günter Bruno Fuchs-Gedächtnistrinken mit Matthias Schamp. In der Einladung heißt es: »Die Ankunft des Großen Unordentlichen in einer ordentlichen Zeit“, so lautet ein Buchtitel des Berliner Poeten Günter Bruno Fuchs (1928-1977), zu dessen Ehren das Gedächtnistrinken von Matthias Schamp ins Leben gerufen wurde. Diesmal führt er dabei durch die Ausstellung und gibt zugleich tiefe Einblicke in das Werk des Schriftstellers. Denn: „Nicht genug, daß die Bäume in den Himmel wachsen! – / jetzt lachen sogar die Eichhörnchen / und werfen Haselnüsse ins All.“. Die Teilnahme am „Günter Bruno Fuchs-Gedächtnistrinken“ ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.«
Sven-Eric Ratajczak, Mitglied der Linksfraktion im Ausschuss für Sport und Freizeit des Bochumer Rats, begrüßt die Entscheidung des VfL Bochum, in diesem Winter kein Trainingslager in der Türkei zu veranstalten. „Während die Bundesregierung trotz aller Menschenrechtsverletzungen weiter mit Erdogan kuschelt, sendet der VfL damit ein deutliches Zeichen“, sagt Ratajczak. „Auch Sportvereine haben eine gesellschaftliche Verantwortung. Ein Trainingslager in der Türkei, als wäre nichts geschehen, wäre das völlig falsche Zeichen, während das AKP-Regime das Land gerade zu einer Diktatur umbaut.“ VfL-Chefcoach Gertjan Verbeek hat im Interview mit Westline erklärt, die Absage habe nicht nur finanzielle, sondern vor allem auch politische Gründe. Mit Erdogan wolle er „nichts zu tun haben“, erklärte der VfL-Trainer laut Westline.
Donnerstag 24.11.16, 13:41 Uhr
Zwischen KZ und Emigration in der Bochumer Krümmede
Am Donnerstag, den 1. Dezember, 18:00 Uhr wird die Reihe „Schicksalsort Gefängnis. Justiz und Polizei im „Dritten Reich“ im Bochumer Stadtarchiv, Wittener Straße 47 fortgesetzt. Reinhard Junge liest aus den noch unveröffentlichten Erinnerungen seines Vaters „Bochum, ich saß in dir“. Volksschule, Gärtnerlehre, auf Stellensuche Wanderschaft durch Deutschland – so begann das Leben des Dortmunder Kommunisten Heinz Junge. Noch nicht einmal 19 Jahre alt, schleppten die Nazis ihn im Oktober 1933 zum ersten Mal ins KZ. Zwei Monate später „erlöste“ ihn ein Strafverfahren wegen „Hochverrats“. im März 1934 folgte das Urteil: 1 ½ Jahre Jugendhaft – „abzusitzen“ in der Bochumer Krümmede. Dort ging der Widerstand der politischen Häftlinge weiter. mehr…
Am Mittwoch, den 30.11. um 19 Uhr findet im Sozialen Zentrum das nächste „1. Mai Kessel Betroffenentreffen“ statt. In der Einladung heißt es: »Du bist am 01.05.2016 gegen den NPD-Aufmarsch in Bochum auf die Straße gegangen und hast dich an den Gegendemonstrationen beteiligt? Wurdest du dort Zeuge*in oder Betroffene*r des Polizeikessels im Bermudadreieck oder einer anderen polizeilichen Maßnahme? Oder wolltest du am 19.06.2016 zu einer antirassistischen Demonstration in der Bochumer Innenstadt bzw. warst beim Gegenprostest zum Pegida-Ableger „Daskut“ und wurdest dort Zeuge*in oder Betroffene*r der Polizeischikanen? Vielleicht hast du diesbezüglich schon Post im Briefkasten gehabt, von der Polizei oder der Staatsanwaltschaft, eine Anzeige oder eine Vorladung, vielleicht sogar eine Anklageschrift? mehr…
Zu einer Sonntags-Familienvorstellung am 27. Novermber um 15:00 Uhr lädt das Theater Traumbaum ins „KiJuKuMa – Kinder & Jugendtheater im Kultur-Magazin“ ein. Das Kindertheaterstück „Herr Niemand & Frau Anderswo“ zum Thema Gerechtigkeit und Obdachlosigkeit ist „ein kindgerechtes und dem Thema zum Trotz unterhaltsames Kindertheaterstück“, heißt es in der Einladung. „Alle bummeln mit glänzenden Augen über den Weihnachtsmarkt und erfüllen sich ihre Wünsche. Nur Herr Niemand & Frau Anderswo nicht. Die beiden haben weder Wohnung noch Arbeit und die heilige Könige kommen leider auch nicht mit Geschenken zu Besuch. Trotzdem haben Herr Niemand und Frau Anderswo ihre Träume und Wünsche wie wir alle. Also sie treffen sich jeden Tag am kleinen Paradies. Wo das liegt ? mehr…
Mittwoch 23.11.16, 16:27 Uhr
Barkic-Prozess verschoben, AfD in der Droste-Hülshoff Schule
Der ursprünglich auf Montag, den 28. November vertagte Prozesstermin im Strafverfahren gegen DaSKuT – Gründer Branco Barkic am Bochumer Amtsgericht (Näheres) ist jetzt auf Montag, den 19.12.2016, 11:00 Uhr, Saal C 134 terminiert worden. Die Bochumer AfD will am Donnerstag, den 24.11. um 19:00 Uhr in der Aula der Annette-von-Droste-Hülshoff Schule, Lohring 22, eine Veranstaltung zum Thema Flüchtlinge und Islam durchführen.
Am Donnerstag, den 24.11. beginnt um 12 Uhr im Landgericht Essen der Prozess von Saul Luciano LLiuya aus Huaraz, einem Andenstädtchen in Peru, gegen RWE als einem der Mitverantwortlichen für den Klimawandel. Einem Teil seiner Heimatstadt droht die Zerstörung durch eine Flutkatastrophe, falls es zu einer Gletscherschmelze oberhalb des Ortes kommt. Das Landgericht Essen hat den Fall als ‚Rechtssache von besonderer Bedeutung‘ eingestuft. Germanwatch beobachtet und unterstützt den Prozess. Nicht nur BergsteigerInnen und Peru–Aficionados rufen zu Solidarität mit Saul auf. Ob Anti-AKW-Bewegung oder „Ende Gelände“ viele Menschen unterstützen es, dass RWE wegen seiner Klima-Politik angeklagt wird.
Ab dem 26.11 wird es an jedem vierten Samstag im Sozialen Zentrum einen „drogenfreien Tresen geben, bei dem Menschen mit verschiedenen Interessen einander kennenlernen können.“ Um dies zu erleichtern, ist ein Bändchensystem geplant, mit den verschiedene Interessen erkennbar gemacht werden können. Los geht es immer um 18.00 Uhr. Näheres.
Dienstag 22.11.16, 17:05 Uhr
Unkontrollierter Einsatz von "Sicherheits"dienst-Firmen bei Geflüchteten
In der Affäre um „Sicherheits“-Unternehmen, die im Auftrag der Stadt Bochum Geflüchtetenunterkünfte bewacht haben, sieht die Bochumer Linksfraktion eine zentrale Mitverantwortung der Stadt. „Der Bericht des Rechnungsprüfungsamts enthüllt Behördenversagen in einem bisher ungeahnten Ausmaß“, sagt Horst Hohmeier, Ratsmitglied und Vertreter der Linksfraktion im Rechnungsprüfungsausschuss. „Der Bericht deckt eine unglaubliche Kette von Versäumnissen und Fehlentscheidungen auf. Zusammengenommen hat dieses Behördenchaos dazu geführt, dass eine undurchsichtige Struktur an Subunternehmen Beschäftigte ausbeuten und gegen geltendes Recht verstoßen konnte.“ mehr…
Anlässlich des Equal Pay Day treten Grundschullehrer*innen für eine Aufwertung ihres Lehramtes ein. Die Bochumer GEW schreibt: »In NRW sind Aktionen vor den fünf Bezirksregierungen geplant. Diese finden am 23. November in Köln, Arnsberg, Detmold, Düsseldorf und am 24.11. in Münster statt. Auch Bochumer Grundschullehrer*innen machen am 23.11. in Arnsberg mobil und fordern eine gerechte Besoldung nach A 13 Z für alle Lehrer*innen in NRW. „Kleine Kinder – kleines Geld, große Kinder – großes Geld“, nach diesem ungeschriebenen Gesetz werden Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland bezahlt. Grundschullehrer*innen werden bereits zu Beginn ihrer Beamtenlaufbahn schlechter (A12) besoldet als Lehrer*innen an Gymnasien und in der Sekundarstufe II (A13Z (Zulage)). Nach GEW-Berechnungen liegt die Differenz im Einstiegsgehalt zwischen A12 und A13Z bei über 600 EURO. mehr…
Die Rosa Strippe lädt zu einer Veranstaltung am Donnerstag, den 24.11. um 19.00 Uhr im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets ein: »Wir werden den Anlass der Buchvorstellung „Zwischen Verfolgung und Selbstbehauptung. Schwullesbische Lebenswelten an Ruhr und Emscher im 20. Jahrhundert“ nutzen, um das höchst aktuelle Thema der Rehabilitierung und Entschädigung der nach 1945 verfolgten Männer mit kompetenten Gesprächsteilnehmer_innen zu diskutieren. Darunter wird Prof. Constantin Goschler einer der kompetentesten Historiker zum Thema sprechen, um unser Thema historisch einzuordnen. Neben Vertreter_innen verschiedener Parteien diskutieren außerdem Vertreter der ARCUS-Stiftung, die mit dem Zeitzeug_innenprojekt wegweisende Arbeit leistet, und der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren BISS. Möglicherweise wird auch ein Betroffener zu Wort kommen.« Der Einladungsflyer.
Dienstag 22.11.16, 11:21 Uhr
Vor 30 Jahren: Politik, Polizei und die Räumung des Heusner-Viertels
von Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt
Vor 30 Jahren in Bochum wurde nicht nur der Bahnhof Langendreer eröffnet, Frank-Patrick Steckel die Leitung des Schauspielhauses Bochum übertragen und erstmals Bochum Total veranstaltet, vor 30 Jahren erfolgte auch der vollständige Abriss des Heusner-Viertels und der damalige Polizeipräsident nahm das Instrumentarium der Einkesselung in seine Strategie im Umgang mit Demonstrationen auf. mehr…
Auf der heutigen Schulausschusssitzung sollen die Weichen für eine fünfte Gesamtschule in Bochum gestellt werden. Dazu erklärt Ulrich Kriegesmann, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bochum: „Die Entscheidung, dass in Bochum eine weitere Gesamtschule gegründet wird, ist überfällig. Die GEW und andere Akteure fordern dies seit Jahren. Leider waren sich die politischen Parteien nicht immer so einig, mit der Folge, dass hunderte Schülerinnen und Schüler im Laufe der Jahre nicht ihrem Wunsch gemäß eine Gesamtschule besuchen konnten.“ mehr…
Der Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend e. V. hat den Prozess zur Erstellung eines Handlungskonzepts Wohnen in Bochum zum Anlass genommen, seine aktuellen kommunalpolitischen Positionen in einem Thesenpapier zusammenzufassen. Das vierseitige Papier wurde an die Bochumer Stadtverwaltung und die Fraktionen im Rat verschickt. „Wir begrüßen, dass die Wohnungspolitik unter der neuen Verwaltungsspitze wieder einen höheren Stellenwert bekommen soll“, kommentiert Mietervereins-Geschäftsführer Michael Wenzel. „Speziell der Bau von Sozialwohnungen ist in Bochum jahrelang sträflich vernachlässigt worden. Das Ergebnis sehen wir jetzt auf dem Wohnungsmarkt, der seit mehr als zehn Jahren als entspannt galt. Es gibt dort immer noch kein wirkliches Mengenproblem, aber preiswerter Wohnraum für Mieter mit wenig Einkommen fehlt. Die Zuwanderung von Flüchtlingen hat diesen Trend nur verstärkt, führt aber dennoch dazu, dass hier ein paar tausend Haushalte dazugekommen sind, die nicht ewig in Notunterkünften bleiben können.“ mehr…
Die Bochumer Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) hat auf ihrer Jahreshauptversammlung eine Resolution „Widerstand gegen Rechts – AFD, Rassisten und Nazis stoppen!“ verabschiedet. Dort heißt es: “Das Wahlergebnis in den USA darf nicht zu einer Stärkung der rechten Kräfte bei uns führen. Der AfD und den anderen rechtsextremen Kräften gilt es Widerstand entgegen zu setzen. Dies gilt besonders für das Jahr 2017, indem NRW-Landtagswahlen und Bundestagswahlen stattfinden.“ In einem zweiten Antrag bekundet die VVN-BdA Bochum ihre Solidarität mit den türkischen demokratischen Kräften, den Medien und unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen.
Der Bahnhof Langendreer und die Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW laden in Kooperation mit der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum am Samstag den 26.11. von 10-18.00 Uhr zu einer Tagung ein, auf der über Alternativen zum Europäischen Grenzregime diskutiert wird: »Eingeladen sind Aktivistinnen und Aktivisten aus Deutschland, Serbien und Griechenland sowie ein Migrationsforscher. In Vorträgen und Diskussionen soll die Entwicklung seit dem „Sommer der Migration“ im Jahr 2015 reflektiert und danach gefragt werden, was die große Solidaritätsbewegung bewirkt hat und was von ihr geblieben ist. Gemeinsam ausgelotet werden soll auch die Frage, ob und wie ein Europa ohne Grenzen möglich ist. mehr…
Die Initiative Treffpunkt Asyl berichtet:» Rund 300 Geflüchtete und Unterstützer*innen haben am Samstag, den 19. November in Düsseldorf gegen drohende Zwangsumzüge und Vertreibungen aus NRW protestiert. Mit Trommeln, Transparenten, und bemalten Umzugskartons zogen sie vom Platz der Deutschen Einheit über die Königsallee bis zum Düsseldorfer Landtag. In Reden, Rufen und mit kreativen Aktionen forderten sie die Landesregierung auf, von der geplanten Vertreibungspolitik Abstand zu nehmen. mehr…
Am heutigen Sonntag, 20. November startet um 17 Uhr ab Bochum Rathaus eine “Ride of Silence†(Fahrt der Stille). Der ADFC schreibt dazu: »Am 2. August 2016 wurde ein Radfahrer auf der Bahnhofstraße in Wattenscheid von einem nach rechts abbiegenden LKW überfahren und tödlich verletzt. Zuvor war schon im Mai 2015 ein Radfahrer auf dem Zeppelindamm von einem nach links abbiegenden PKW überfahren und schwer verletzt worden. In beiden Fällen waren die Radfahrer Unfallopfer ohne eigenes Verschulden. In beiden Fällen waren auch nicht die Kraftfahrzeugfahrer allein die Verursacher der Unfälle. mehr…
Zum Erscheinen der ersten bundesweiten Printausgabe von Re:Speech findet am 25. November ab 19 Uhr im Bahnhof Langendreer das gebührende Release Event statt. Das Projekt beschreibt sich folgendermaßen: »Mit dem Ziel, die Stimmen der Geflüchteten in den Debatten hierzulande um Flucht, Migration und Rassismus stark zu machen, begann vor wenigen Monaten das Medienprojekt ReSpeech. Mit einer Online-Zeitschrift und öffentlichen Interventionen im Ruhrgebiet haben wir unsere Positionen und Perspektiven um die thematischen Schwerpunkte Fluchtursachen, Fluchtroute und Leben in Deutschland eingebracht. Zum Erscheinen der ersten bundesweiten Printausgabe von ReSpeech am 25. November wollen wir mit euch herzlich zu unserem Release Event am 25. November in Bochum einladen. mehr…
Die Willy-Brandt-Gesamtschule und der Kinder- und Jugendring haben eine verbindliche Bildungskooperation vereinbart, die zunächst einmal bis zu den Sommerferien 2017 gilt. Der Jugendring teilt dazu mit: »Mit der Bildungskooperation werden die vier Themenmodule „Kinderrechte“, „Demokratie“, „Schule der Zukunft“ und „Kinder- und Jugendarbeit“ die Lehrpläne für die Jahrgangsstufen fünf, acht, zehn und zwölf ergänzen. Die Themen werden in Workshops kreativ mit den Schülern bearbeitet, die von Mitarbeitern der Kinder- und Jugendarbeit geleitet werden. Konzepte und Methoden der Kinder- und Jugendarbeit sollen so den Schulalltag auflockern und die normalen Unterrichtsformen ergänzen. mehr…
Bochum Prekär schreibt: »Die Beschwerdestelle des Jobcenter Bochum (genannt „Kundenreaktionsmagement“) ist seit dieser Woche wieder besetzt. Die Aufgabe übernimmt nun Herr Loges, vormals am Standort Wattenscheid tätig. Mit Beginn des neuen Jahres soll eine weitere Kollegin hinzukommen, um der Anzahl der Anfragen gerecht zu werden und in Urlaubs- und Krankheitszeiten eine Vertretung zu gewährleisten. Schlechter sieht es aus in der unabhängigen, parteiischen Beratung: in Bochum existiert nur eine einzige hauptamtliche Stelle in der evangelischen Beratungsstelle, andere Städte verfügen über eine vielfache Zahl. Die Beratungsstelle ist immer wieder, teils wochenlang, aus Urlaubs- oder Krankheitsgründen nicht besetzt. Telefonisch wird verwiesen auf die ohnehin personell überforderten ehrenamtlichen Beratungsstellen. In absehbarer Zeit droht die Stelle der Beraterin aus Altersgründen vakant zu werden. mehr…
Am 23. November startet um 18 Uhr im Bahnhof Langendreer das 24.blicke Filmfestival. Zuvor um 17:00 findet noch die Premiere des Kurzfilms „Who we are“ statt, der in den Herbstferien mit Schülerinnen und Schülern der Willy-Brandt-Gesamtschule entstanden ist. Die Festival MacherInnen schreiben: »Das Ziel fest im Blick haben, den Tatsachen ins Auge blicken, über den Tellerrand blicken. Durchblick, Anblick, Einblick, Überblick – auch das 24. blicke filmfestival des ruhrgebiets wird zeigen, dass sein Name gut gewählt ist. mehr…