Archiv für den Monat: Januar 2011


Dienstag 25.01.11, 15:19 Uhr
Bei der Müllabfuhr in Bochum gilt:

Ungleicher Lohn für gleiche Arbeit

Aus der Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion Bochum für den morgigen Haupt- und Finanzausschuss geht hervor: Bei den städtischen Beteiligungsgesellschaften Umweltservice Bochum GmbH (USB) und der RAU – Recycling am Umweltpark GmbH werden für gleiche Arbeit unterschiedliche Tariflöhne gezahlt. Während bei der USB, eine 100-prozentige Stadtwerketochter, die FahrerInnen und Müllwerker nach dem Tarifvertrag Öffentlicher Dienst (TVöD) bezahlt werden, bekommen die Beschäftigten der RAU, eine USB-Tochter, nur Löhne oberhalb des Mindestlohnes der Entsorgungsbranche. Dabei erledigen sie dieselbe Arbeit: Die einen entsorgen den Müll der grauen Tonne, die anderen den Müll der gelben Wertstofftonne und Altpapier/Altglas. „Die Antwort der Verwaltung offenbart eine Ungerechtigkeit, die nicht hinnehmbar ist“, so der Fraktionsvorsitzende Uwe Vorberg. mehr…


Dienstag 25.01.11, 13:09 Uhr
Kino für alle zum Regelsatz von 1,30 € pro Tag:

Nichts ist besser als gar nichts


Am Donnerstag, den 27. 1. um 19.15 Uhr und von Freitag 28. bis Sonntag 30.01.2011 um 17.30 Uhr zeigt das endstation.kino im Bahnhof Langendreer den Dokumentarfilm „Nichts ist besser als gar nichts“. Jan Peters‘ hintergründig ironisch erzählter Dokumentarfilm führt in die obskure Welt der Nebenjobs und der abenteuerlichen Geschäftsmodelle. In der Ankündigung heißt es: »Wir begegnen Sorgenvollen und Beladenen, Gleichmütigen, Hoffnungsfrohen und solchen, die voller Mut, Solidarität und Kreativität einen Ausweg aus ihrem Schlamassel suchen. Parallel zum Kinostart führen wir die Aktion Kino für alle durch, die BezieherInnen von Hartz IV den Kinobesuch von „Nichts ist besser als gar nichts“ zum Regelsatz von 1,30€ pro Tag für „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“* möglich machen soll. mehr…


Dienstag 25.01.11, 12:28 Uhr

Nein zum Afghanistan-Einsatz

Die Linkspartei in Bochum informiert am morgigen Mittwoch, 26. Januar an einem Stand in der Bochumer Innenstadt (Kortumstraße / Höhe Drehscheibe) von 13 bis 15 Uhr über linke Positionen zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Christian Leye, Vorstandsmitglied der Linken in Bochum, erklärt dazu: „Am kommenden Freitag wird im Deutschen Bundestag erneut über die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan abgestimmt. In der Vergangenheit haben lediglich die Abgeordneten der Linken gegen eine weitere Bundeswehrpräsenz am Hindukusch gestimmt, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung gegen den Krieg in Afghanistan ist. mehr…


Dienstag 25.01.11, 11:47 Uhr

„Geld und Leben“

Das Grab von Rio Reiser in Fresenhagen

Das Grab von Rio Reiser in Fresenhagen

In der Reihe „Musik im Foyer“ präsentiert das Prinz-Regent-Theater am Sonntag, 30. Januar um 20 Uhr unter dem Motto:“ Geld und Leben“  einen Rio-Reiser-Abend mit Karsten Riedel. Die VeranstalterInnen schreiben dazu: “ Vor einigen Jahren bereiste Karsten Riedel mit Songs des unvergessenen Rio Reiser die Republik und spielte u.a. beim Gedenkkonzert für den Sänger in der Berliner Brotfabrik. „Nie war ich Rio Reiser so nah wie an diesem Abend, an dem ich vor seinen Freunden und seiner Familie spielen durfte!“, erinnert sich Riedel an dieses Ereignis. mehr…


Dienstag 25.01.11, 10:02 Uhr

Polyamory – eine Erinnerung

Am Freitag, dem 28. Januar ist um 19.30 Uhr Thomas Schroedter zu Gast im Sozialen Zentrum. Thomas Schroedter, der zusammen mit Chrissy Vetter das Buch Polyamory – eine Erinnerung verfasst hat wird auf dieser Veranstaltung der Frage nachgehen, auf welchem Konzept der Liebe die Polyamory aufbaut. Die Auseinandersetzungen um «vielfältige Lebensweisen» werden aufgenommen, Polyamory wird dabei als Aspekt in der Dynamisierung der Triade Geschlecht-Sexualität-Lebensform vorgestellt. In der Einladung heißt es: „Der Begriff der Polyamory tauchte in den 1960er Jahren erstmals in den USA auf und wird seit etwa zehn Jahren auch hierzulande breiter diskutiert. Er steht für ein Beziehungsgeflecht, in dem mehrere Liebesbeziehungen verantwortungsvoll, ehrlich, offen und verbindlich gleichzeitig entwickelt und gelebt werden. Als Vorläufer sind die «Free-love-Bewegung» in der Mitte des 20. Jahrhunderts, die vor allem eine sexuelle Emanzipation der Frauen im Zentrum ihrer Forderung hatte.“


Dienstag 25.01.11, 09:58 Uhr

Gescheiterte Nazi-Flugblatt-Aktion

Einige Nazis haben gestern versucht, vor dem Bochumer Haupt-Bahnhof Flugblätter zu verteilen und sind damit gescheitert, weil etliche Antifas das verhindert haben. Ein Bericht über die Aktion ist auf Indymedia zu finden: „Bochum: Ganz viel los an diesem Montag„.


Dienstag 25.01.11, 09:41 Uhr

Wasserrahmenrichtlinie der EU

Die EU hat zum Schutz der Gewässer eine Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) herausgebracht. Wie die Umsetzung in NRW erfolgt, welchen Einfluss BürgerInnen und Umweltverbände nehmen können und welche Auswirkungen die Richtlinie hat, darüber informiert auf Einladung des BUND Dr. Christoph Aschemeier vom Wassernetz NRW am 2. Februar, 19 Uhr im Umweltzentrum Bochum, Alsenstr. 27. Die WRRL gibt den EU-Staaten auf, ihre Gewässer in einen guten Zustand zu bringen bzw. darin zu halten. Viele Flüsse und Bäche in NRW sind noch verbesserungswürdig. Um die Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen, hat NRW allgemeine Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme verabschiedet, die zur Zeit in sogenannten regionalen Kooperationen umgesetzt werden. Die Einladung des BUND.


Montag 24.01.11, 21:09 Uhr

Prozessauftakt mit Ungereimtheiten 1

Über den heute vor dem Bochumer Amtsgericht verhandelten Antifa-Prozess hat Rolf van Raden für die am Mittwoch erscheinende bsz einen sehr informativen Bericht geschrieben mit dem Titel: „Die drei Fragezeichen und das Phantomhandy“. Er schreibt: „Wenn man den aktuellen Antifa-Prozess vor dem Bochumer Amtsgericht als Hörspiel vertonen wollte, wäre das ein angemessener Titel. Denn nach dem ersten Verhandlungstag bleiben viele Fragen offen – vor allem nach einem Handy, das bei der Polizei niemand gesehen haben will. Anlass für das Stelldichein vor Gericht ist eigentlich der Vorwurf gegen einen Bochumer Studenten, der bei der Antifaschistischen Jugend Bochum (AJB) aktiv ist. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, er habe sich bei den Protesten gegen einen NPD-Infostand geweigert, seine Personalien anzugeben. Bei einem anschließenden Gerangel auf der Wache habe sich Fernsehpolizist Thomas „Harry“ Weinkauf am kleinen Finger verletzt. Anklage: Widerstand gegen die Staatsgewalt und Beleidigung. Business as usual? Nicht ganz.“ Der ganze Artikel in der bsz.


Montag 24.01.11, 21:08 Uhr
Ein Erlebnisbericht aus dem Gericht

Foto und Knarry vor Gericht

Der Redakteur steht an der Personenkontrolle des Bochumer Gerichtsgebäudes und fragt: „Muss ich meine Kamera wirklich abgeben?“ Die Antwort ist „Ja“! „Dann kann ich wie alle anderen hier im Gerichtsgebäude nur noch mit meinem Handy fotografieren?“  Die Antwort ist „Ja“! Der Justizangestellte wird locker und erklärt, wo die Kamera beim Rausgehen wieder abgeholt werden kann. Dann: „Die Vorschrift ist schwachsinnig, aber Vorschrift ist Vorschrift.“ Am anderen Ende des Gebäudes steht der Polizist Thomas Weinkauf vor dem Gerichtssaal.  Zusammen mit seinem Kollegen Torsten Heim als „Toto und Harry”  verkauft er Polizeiauftritte als Entertainment im Fernsehen. Erst unterhält er sich mit einem stadtbekannten Nazi dann mit Polizei-Kollegen. Der Redakteur holt sein Handy raus und fotografiert. Die Polizisten drehen sich weg. Der Redakteur wechselt die Position. Ein weiterer Polizist taucht auf, zeigt seinen Dienstausweis und behauptet, dass es verboten sei, die Beamten zu fotografieren. Sie hätten ein Recht am eigenen Bild. Er hat befürchtet, dass der Redakteur weiß, dass Fernsehstar Harry als Person des öffentlichen Interesses kein Recht am eigenen Bild hat und trollt sich von dannen. mehr…


Montag 24.01.11, 21:07 Uhr

Sperr mich ein!

Heute früh fand eine Aktion auf dem Husemannplatz statt, mit der gegen die Kriminalisierung eines Antifaschisten protestiert wurde. Er hatte gegen einen NPD-Stand demonstriert und war festgenommen worden, weil die NPD ihm Sachbeschädigung vorgeworfen hatte. Die Foto-Collage zeigt den Protest. Berichte über den Prozess folgen.


Montag 24.01.11, 14:40 Uhr
Trotz Kritik des Bundesrechnungshofes:

Bochum will an Ein-Euro-Jobs festhalten

Die Soziale Liste schreibt: »Der Nutzen von Ein-Euro-Jobs ist äußert beschränkt – jedenfalls für die Langzeitarbeitslosen. Für Kommunen oder Wohlfahrtsverbände kommen die Billigjobber hingegen recht, um – eigentlich gesetzeswidrig – Personalkosten zu reduzieren. So kritisch urteilte der Bundesrechnungshof vor wenigen Wochen in einem Prüfbericht über die Ein-Euro-Jobs. Trotz dieser und der weiteren Kritik, will die Stadt Bochum und das Job-Center auch 2011 an dieser Form von Beschäftigungsmaßnahmen festhalten. Das teilte jetzt die Verwaltung der Sozialen Liste im Rat in Beantwortung einer Anfrage mit. Daraus geht auch hervor, dass im vergangenen Jahr im Durchschnitt 925 Menschen monatlich in Ein-Euro-Jobs beschäftigt waren. mehr…


Montag 24.01.11, 14:13 Uhr

Was bringt die neue Schule für mein Kind?

Am Donnerstag, den 27. Januar findet um 19 Uhr im Jahrhunderthaus, Alleestr. 80, eine Informationsveranstaltung der Initiative „Länger gemeinsam lernen in Bochum“ über die geplante Gemeinschaftsschule in Bochum statt: Was bringt die neue Schule für mein Kind? Referenten sind Burkhard Koller, schulpädagogischer Dezernent Gemeinschaftsschule bei der Bezirksregierung, Norbert Müther, Schulleiter der Heinrich-Böll-Gesamtschule und Peter Reinirkens, Vorsitzender des Bochumer Schulausschusses.