Zur heutigen Anhörung im Bundestag zur Neufestsetzung der Regelsätze im Hartz IV-System und bei der Sozialhilfe erklärt Michael Hermund, DGB Regionsvorsitzender Ruhr Mark: „38.000 Personen in Bochum sind betroffen. Die neuen Regelsätze sind keine Basis um wirksam Armut von Kindern und Familien bekämpfen zu können. Bei ihrer Ermittlung stand weniger die Verfassungslage, als die Kassenlage des Bundes im Vordergrund. Die Einkommens- und Verbrauchsstatistik (EVS) wurde so ausgewertet, dass das politisch gewünschte Ergebnis einer marginalen Anhebung der Sätze zustande kam.“ So hätte bei Beibehaltung der bisherigen Referenzgruppe der unteren 20 Prozent der Einkommenspyramide, der Regelsatz für Alleinstehende um 18 € höher liegen müssen. „Dies schien dem Bund nach Kassenlage jedoch zuviel, woraufhin die Referenzgruppe auf die unteren 15 Prozent verkleinert wurde,“ so Hermund. mehr…
Die Finanzsynode des Evangelischen Kirchenkreises Bochum hat am Samstag den Haushalt für 2011 beschlossen. Die Kirchensteuerzuweisungen für dieses und nächstes Jahr betragen rund 10 Mio. Euro. Darüber berichtet die ev. Kirche auf ihrer Webseite. Nicht erwähnt wird, wie viel Geld die Kirche und ihre Einrichtungen aus den allgemeinen Steuermitteln zusätzlich erhalten. Hierüber berichtet heute Abend ab 19.30 Uhr Carsten Frerk im Bahnhof Langendreer (Näheres) unter dem Titel: Den Seinen gibt’s der Herr vom Staat. Das Magazin Der Spiegel schreibt in einem Bericht über das soeben erschienene Violettbuch Kirchenfinanzen: „Nach Frerk betragen die direkten und indirekten Leistungen, die der Staat Katholiken und Protestanten und deren Einrichtungen bisher gewährt, jährlich insgesamt rund 19 Milliarden Euro. Diese Summe enthält nicht die neun Milliarden Euro Kirchensteuern und die schätzungsweise 45 Milliarden für Caritas und Diakonie.“
Sonntag 28.11.10, 19:31 Uhr
Die Stadt hat sich die Müllentsorgung komplett zurückgeholt
Als Remondis vor sechs Jahren dem USB in einer Ausschreibung die Entsorgung des Verpackungsmülls (Grüner Punkt) abluchste, konterte die städtische Tochter souverän. Die Stadt änderte die entsprechende Satzung und Remondis wurde das Geschäft mit den Altpapiercontainern entzogen. Die blaue Tonne wurde eingeführt und der USB hatte einen Ersatz für das entgangene Geschäft. Zum 1.1. 2011 muss Remondis jetzt auch das Einsammeln der gelben Säcke und Tonnen und zusätzlich noch die Entsorgung der Altglascontaimer abgeben. Die Müllentsorgung der Privathaushalte ist damit wieder vollständig in den Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge zurückgekehrt. mehr…
Die Premiere von „Oft ist die Natur nicht einmal schön“ am Freitag, dem 3. 12. in den Kammerspielen des Schauspielhauses findet am fünften Tag der 16. Klimaschutzkonferenz der Vereinten-Nationen in Cancún, Mexiko statt. Der Dramaturg des Stückes Olaf Kröck schreibt: »Während sich die UN-Delegierten in der Karibik zu informellen Kamingesprächen treffen und versuchen, die Welt zu retten, fragen wir uns, was uns das eigentlich angeht und was wir damit zu tun haben. Die Antwort sei schon einmal vorweg genommen, denn sie ist erschütternd einfach: Alles! – Ein musikalischer Abend von Christoph Frick und Bo Wiget. mehr…
Auch in diesem Jahr folgten zahlreiche KünstlerInnen dem Aufruf von Amnesty International Bochum, Werke im Rahmen der nunmehr 39. Kunstauktion am 12. Dezember zur Versteigerung zugunsten der Menschenrechte zur Verfügung zu stellen. Vom 5. – 9. Dezember können die Exponate im Bochumer Schauspielhaus besichtigt werden. Die Ausstellung wird am Sonntag, den 5. Dezember um 18 Uhr u. a. mit einer Lesung der Schauspielerin Susanne Hocke eröffnet. Erstmals werden die Exponate nun auch online präsentiert. Die Auktion beginnt am 12. Dezember um 11.00 Uhr in den Kammerspielen. Nähere Infos auf der Webseite von ai.
Am 11. und 12. Dezember findet ein Treffen des Zeitungsprojektes utopia im Sozialen Zentrum statt. In der Ankündigung heißt es: „Die utopia ist eine Zeitung von Jugendlichen für Jugendliche, die sich seit 2007 für eine herrschaftslose und gewaltfreie Gesellschaft einsetzt. Am 11. Dezember veranstaltet das Redaktionsteam eine Schreibwerkstatt, bei der es darum geht, gemeinsam mit anderen jungen Menschen journalistische Fähigkeiten, wie Recherchieren, Schreiben und Layouten, zu erlernen und auszubauen. Diese Fähigkeiten können entweder direkt bei Veröffentlichungen in der utopia aber auch für andere Medien genutzt werden. Das Seminar ist offen für alle. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. mehr…
Am Dienstag, den 30. November gastiert um 20.00 Uhr Atari Teenage Riot im Bahnhof Langendreer. Radio El Zapote schreibt zu diesem einzigen Gig der Band in NRW: „Atari Teenage Riot, die legendäre Berliner Elektropunk-Band, melden sich nach langer Abwesenheit mit neuer Single und einer ausgiebigen Tournee in die Metropolen dieser Welt zurück. Am 26.8.10 feierte ihr Video zu „ Activate „ Weltpremiere. Seit Wochen fliegen die Digital-HC-TüftlerInnen mit politischer Message von Ort zu Ort: Montreal, New York, London, Tokio… Das Comeback der 1992 gegründeten Band schlägt hohe Wellen. mehr…
„Der Protest gegen Atomenergie und die Lobby-Politik der Bundesregierung für die Atomenergiewirtschaft ist legitim und notwendig. Skandalös ist die lückenlose Überwachung der politischen Aktivitäten von Atomenergiegegnern wie Wolfgang Porrmann. Prozesse, Strafen und deren Androhung dienen der Einschüchterung der Anti-Atomkraft-Bewegung“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken anlässlich der gemeinsamen Solidaritätserklärung aller Bundestagsabgeordneten der Linken aus Nordrhein-Westfalen zum Prozess gegen den Atomkraftgegner Wolfgang Porrmann am 30.11.2010 vor dem Amtsgericht Recklinghausen. Dagdelen weiter: mehr…
Die Soziale Liste schreibt: »Die 10. Ratssitzung am 25.11.2010 beschloss die Einführung einer kombinierten Wertstofftonne, in der jetzt alle plastik- und metallhaltigen Abfälle gesammelt werden. Diese Mülltonne wird die gelbe Tonne bzw. die gelben Säcke ersetzen. Die HSK[Haushaltssanierungskonzept]-Maßnahme „Reduzierung der Öffnungszeiten in städtischen Bädern um 30%“ wurde sowohl von der Sozialen Liste als auch der Linksfraktion abgelehnt, aber mit Mehrheit beschlossen. Der parteitaktische Versuch der CDU, Bochums Stadtkämmerer Dr. Busch zu entmachten, scheiterte kläglich (30 ja, 45 nein, 2 Enthaltungen). In der Ratssitzung drückte NPD-Cremer seine Unterstützung für die neonazistischen Ausschreitungen vom vergangenen Wochenende aus, in dem er als einziger gegen eine von allen Fraktionen sowie der Sozialen Liste eingebrachten Ratsresolution stimmte. Die Resolution verurteilt die Schändungen von jüdischen Gräbern sowie Mahnmalen zum Gedenken an die Shoah und ermordeten Widerstandskämpfer in Bochum und Wattenscheid.«
Am Mittwoch, den 1. Dezember, 19:00 Uhr lädt das Kulturreferat des AStA der Ruhr-Uni zu einem Reisebericht im Hörsaal HGB 30 ein. Der Titel des Bildervortrags: Tief in den Osten – eine Bochumerin radelt nach Sibirien zum Baikalsee… In der Einladung heißt es:“Lange war es nur ein Traum, dann packte sie ihr Fahrrad und fuhr los – immer Richtung Osten. Nach einem halben Jahr war sie angekommen, am Baikalsee – entgegen vieler Erwartungen. Spontan entschied sie, dort in Sibirien zu überwintern und auch den Rückweg zu radeln. Letztendlich war sie 19 Monate unterwegs und ist 20.000 km durch Russland, Osteuropa und Zentralasien geradelt. mehr…
Am Dienstag, den 30.11. findet um 19 Uhr im KulturCafé an der Ruhr-Uni im Rahmen der Roten Ruhr-Uni ein Vortrag von Hans-Ernst Schiller statt. Das Thema: Was ist Kritische Theorie? In der Einladung heißt es: „Die Antwort lässt sich nur im Nachvollzug ihrer Geschichte geben, die in die Katastrophengeschichte des 20. Jahrhunderts eingelassen ist. Die Entwicklung kritischer Theorie wird angetrieben vom Grundwiderspruch einer negativen Revolutionstheorie, welche am Ziel einer klassenlosen Gesellschaft festhält und dabei immer tiefer in die Mechanismen eindringt, die seine Verwirklichung unmöglich machen. Ihr Gegenstand ist Gesellschaft als ein widersprüchliches Ganzes, in dem eine Abwesenheit, die des gesellschaftlichen Gesamtsubjekts, im Zentrum steht. Heute sind die kulturellen und politischen Voraussetzungen einer Theorieproduktion, wie sie speziell von Horkheimer und Adorno betrieben wurde, hinfällig geworden. mehr…
Der DGB Ruhr Mark weist in einer Pressemitteilung auf den aktuellen Arbeitszeit-Monitor des Instituts für Arbeit und Qualifikation an der Universität Duisburg-Essen hin: »Während in den Krisenjahren 2008/2009 Arbeitszeitverkürzungen wesentlich zur Sicherung von Arbeitsplätzen beigetragen haben, arbeiten viele Beschäftigte wieder erheblich länger. Bis zum Tiefpunkt der Krise im zweiten Quartal 2009 war die tatsächliche Arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten um fast 1,4 Wochenstunden gegenüber dem Vorjahresquartal zurück gegangen. In exportorientierten Branchen wie der Metallindustrie betrug die Arbeitszeitverkürzung im selben Zeitraum sogar drei Stunden. Dies zeigt eine Auswertung von Daten der Europäischen Arbeitskräftestichprobe durch das IAQ. Es wird darauf hingewiesen, dass die Kurzarbeit nur eines von mehreren Instrumenten war. Formen individueller Arbeitszeitverkürzung wie der Abbau von Überstunden und von Guthaben auf Arbeitszeitkonten leisteten zusammengenommen sogar einen noch größeren Beitrag. mehr…
Auch in diesem Semester wird es wieder eine Vortragsreihe zu Themen rund um Geschlecht und Gesellschaft mit Unterstützung des AStA an der Ruhr-Uni geben. Geplant sind sechs Vorträge. Der erste beschäftigt sich am kommenden Montag, den 29.11. um 18 Uhr im Raum GA 03/46 an der Ruhr-Uni mit dem Thema: „Verletzende Worte. Sprachliche Gewalt und sozialer Tod“. Referent ist Steffen K. Herrmann. In der Ankündigung heißt es: „Mit Sprache kann man Gewalt nicht nur beschreiben, ankündigen oder androhen: Sprache selbst kann verletzen. Die Phänomene sprachlicher Gewalt können dabei von der leisen Ironie bis hin zur plumpen Beleidigung, von der indiskreten Taktlosigkeit bis hin zum sarkastischen Spott, von der herablassenden Demütigung bis hin zum eisigen Schweigen reichen. Im Gegensatz zur physischen Gewalt zielen solche Gewaltakte nicht so sehr auf die Schädigung der materiellen Existenz einer Person, sondern auf ihre Existenz als soziales Wesen. mehr…
Zum deutschen Alltag gehört auch die Abschiebung von unerwünschten EinwandererInnen. Jedes Jahr verlassen Deutschland etwa 10.000 Menschen unfreiwillig. Die „Blackbox Abschiebung“, eine Medieninstallation des Dokumentarfilmers Ralf Jesse als Teil des MELEZFestivals der Ruhr.2010, macht das Phänomen an öffentlichen Orten sichtbar. Bis Donnerstag, 9. Dezember, steht sie in der AKAFÖ-Kaffeebar im Mensafoyer der Ruhr-Universität. In der Ankündigung für die Blackbox schreibt das AKAFÖ: „Wer sind die Abgeschobenen? Auf welche Reise werden sie geschickt? Mit ihrer Ausweisung verschwinden die Schicksale dieser Menschen aus unserem Blickfeld. Neun Personen, die von Abschiebung bedroht sind oder abgeschoben wurden, erzählen in der Installation in der Kaffeebar ihre Geschichten. mehr…
Am Donnerstag, den 25.11. lädt die alternative liste an der Ruhr-Uni ab 19 Uhr in der GA-Cafeteria zu einer Vorstellungsparty ein. In der Einladung heißt es: „Neben den zahlreichen kulturellen Initiativen gibt es auch politisch arbeitende Gruppen an der RUB – sogenannte „Hochschullisten“ – in denen sich Studierende organisieren, um politische Inhalte an der Uni und in der Stadt zu vermitteln und selber aktiv die hochschulpolitische Landschaft mitzugestalten. Und genau so eine hochschulpolitische Liste sind wir: die alternative liste oder kurz: al. Wie sieht politische Arbeit bei uns aus? mehr…
Am kommenden Wochenende findet das 18. blicke filmfestival des ruhrgebiets statt. Das Programm wurde an dieser Stelle bereits ausführlich vorgestellt. Klar ist nun auch, dass Klaus Wildenhahn bei blicke anwesend sein wird. Und zwar anlässlich des Films von Quinka Stoehr „Klaus Wildenhahn DIRECT! Public and private“, der über den Dokumentarfilmer erzählt. Der Film läuft am Sonntag, 28.11. um 17.30 Uhr. In der anschließenden Diskussion (ca. 19 Uhr) wird Klaus Wildenhahn dabei sein. Das Gespräch leitet Michael Girke, Autor des Buches „Versuch über die Heimat“ – Der Dokumentarfilm und das Ruhrgebiet.
Mittwoch 24.11.10, 07:00 Uhr
Carsten Frerk stellt das "Violettbuch Kirchenfinanzen" vor
Am Montag, den 29. November wird Carsten Frerk um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer einen Vortrag über die staatliche Finanzierung der Kirchen halten. Dabei wird er aus seinem in diesem Monat erschienenen Buch „Violettbuch Kirchenfinanzen: Wie der Staat die Kirchen finanziert“ lesen. In der Einladung heißt es: „Obwohl die beiden großen christlichen Kirchen heute weniger als zwei Drittel der Bevölkerung organisieren, werden viele ihrer Belange durch die öffentliche Hand finanziert. Und das betrifft keineswegs nur Krankenhäuser oder Sozialstationen, die von der Allgemeinheit in Anspruch genommen werden können. Ob Bischofsgehälter, die Ausbildung kirchlichen Personals oder Missionswerke – konfessionsfreie und andersgläubige Bürgerinnen und Bürger zahlen alle kräftig mit. mehr…
In ihrer am morgigen Mittwoch erscheinenden Ausgabe hinterfragt die bsz kritisch die Privatisierung des Freizeitzentrums West (FZW) in Dortmund. Auch hier droht, dass ehemals öffentlich subventionierte Kultur kaputt privatisiert wird. Die neuen InvestorInnen sprechen bereits von „Wirtschaftlichkeit“ und lassen sich diese Farce auch noch von der Stadt finanzieren. Den ganzen Artikel gibt es hier. Weitere Themen in der aktuellen Ausgabe: mehr…
„Mit Wut und Empörung habe ich die Schändung des jüdischen Friedhofs und der Gedenkstätte für die alte Synagoge in Wattenscheid am letzten Wochenende zur Kenntnis nehmen müssen. Die Nazischmierereien knappe zwei Wochen nach dem Gedenken an die Reichspogromnacht zeigen, wie fruchtbar der Boden für antisemitische und faschistische Propaganda nach wie vor ist. Die Bundes- und Landesregierung tragen daran mit ihrer relativierenden Extremismusdebatte und der Umwidmung von Geldern, die für den Kampf gegen Rechts benötigt werden, eine Mitschuld“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke. Die migrationspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag weiter: mehr…
Das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. ist zutiefst empört über die rassistischen Nazi-Provokationen an den Bochumer und Wattenscheider Gedenkstätten der jüdischen und antifaschistischen Opfer des deutschen Faschismus. C. Deniz Sert, Vorsitzende von BoFo erklärt dazu: „Die Zerstörungen und Schmierereien mit faschistischen Zeichen und Parolen auf den Bochumer und Wattenscheider Friedhöfen und den Gedenkstätten sind eine ungeheuerliche Provokation. mehr…
Die Schulplfegschaft der Carl-Arnold-Kortum Schule hat zusammen mit IFAK ca. 2500 Unterschriften zum Erhalt der Schule gesammelt. Sie sollen bei der kommenden Ratssitzung am 25.11. übergeben werden. Dabei soll auch daran erinnert werden, dass die Oberbürgermeisterin anlässlich der Hundertjahrfeier der Carl-Arnold-Kortum Schule diese als best-practice Beispiel gelobt und aus dem Kontext der anderen Schulen hervorgehoben hat.
Die Bochumer Schulverwaltung hat gestern die Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, mit der Eltern befragt wurden, auf welche Schule sie ihr Kind ab der 5. Klasse schicken wollen. Die Umfrage war auf Initiative der Linksfraktion durchgeführt worden. Für die Ratsfraktion Die Linke ist es „ein gutes Zeichen, dass knapp die Hälfte der Eltern der Dritt- und Viertklässler in Bochum einer Gemeinschaftsschule nach Klasse 4 positiv gegenüber stehen.“ 494 Eltern würden ihr Kind bestimmt dort anmelden. Das wären 20 Eingangsklassen in 4 bis 5 neuen Gemeinschaftsschulen. Dazu erklärt Ralf Feldmann, schulpolitischer Sprecher der Linken im Rat: „Wir bedauern, dass neben den Hauptschulen bisher nur eine Realschule am Modellversuch teilnehmen will und deshalb wegen der knappen Fristen vorerst nur eine Gemeinschaftsschule in der nordwestlichen Innenstadt möglich erscheint. Der Wunsch vieler Eltern wird so missachtet. mehr…
Die DKP Bochum „verurteilt auf schärfste die erneute faschistische Provokation in Bochum.“ In einer Pressemitteilung heißt es weiter: »Die Anschlagsserien der letzten Tage in Bochum und Wattenscheid auf jüdische Gedenkstätten sind unerträglich und es bedarf eines entschlossenen antifaschistischen Engagements aller Bochumer Bürgerinnen und Bürger über alle Parteigrenzen hinweg. mehr…
Die Linkspartei schreibt: »In einer für dieses Jahrzehnt bisher beispiellosen Anschlagsserie in Bochum und Wattenscheid wurden in den vergangenen Tagen Einrichtungen jüdischen Gedenkens geschändet. Am vergangenen Wochenende sind auf dem jüdischen Friedhof in Wattenscheid 25 Grabsteine mit Hakenkreuzen beschmiert und zum Teil umgestoßen worden. In der Bochumer Innenstadt wurden ebenfalls Gedenktafeln beschmiert. Bereits in der vergangenen Woche ist es in der Wattenscheider Innenstadt an einer Gedenktafel sowie am Standort der Stelen, die an die Synagoge Wattenscheid und die Opfer der Shoa erinnert, zu Schändungen gekommen. Hierzu erklärt Sebastian Michaelis, Sprecher Der Linken Kreisverband Bochum: mehr…
„Empörung, Zorn, Erschütterung“, so beschreibt Günter Gleising die Gefühle, die die Schändung von jüdischen Grabsteinen und antifaschistischen Gedenkstätten bei den Ratsmitgliedern der Sozialen Liste ausgelöst habe. Weiter schreibt die Soziale Liste: »Das Besudeln von Grab- und Gedenksteinen mit Hakenkreuzen, SS-Runen und Schriftzügen wie „Auschwitz“, „6 Mio Lüge“ und „Juden raus“ in Wattenscheid, Bochum-Mitte und auf dem Friedhof Freigrafendamm hat es in diesem Ausmaß bei uns noch nicht gegeben. Außerdem wurde die Stele auf dem Ehrenrundplatz für die von den Nazis ermordeten Widerstandskämpfer beschädigt. Die Eindeutigkeit der Hetzparolen und die Ausführung zeigen den neonazistischen Hintergrund der Schandtaten. mehr…
Die VVN-BdA erinnert in einer Pressemitteilung daran, dass sie gleich nach dem Freispruch gegen den Nazi-Chef Wulff durch das Bochumer Landgericht pünktlich zum Gedenktag 9. November 1938 (Reichspogromnacht) darauf hingewiesen habe, „dass das Gericht den Neo-Nazis eine Steilvorlage liefern würde.“ Weiter heißt es: „Jetzt ist es schlimmer gekommen, als wir ahnen konnten. Mit Entsetzen stehen wir vor den geschändeten jüdischen Gräbern und dem Denkmal für die jüdischen Opfer des deutschen Faschismus in Wattenscheid und vor dem Denkmal für die von den Faschisten ermordeten antifaschistischen Widerstandskämpfer auf dem Hauptfriedhof in Bochum. mehr…
Am 1. Adventssonntag, dem 28. November 2010 eröffnet Barbara Tewes eine Atelierausstellung, in der überwiegend Arbeiten der letzten zwei Jahre präsentiert werden. Die Ausstellung beginnt um 13:00 Uhr und endet um 19:00 Uhr. Ausstellungsort ist das Atelier in der Antoniusstraße 14 in Bochum – Stahlhausen. Weitere Informationen und eine Wegbeschreibung. Barbara Tewes engagiert sich auch als Kunstpädagogin. Seit 2003 ist sie z. B. künstlerische Leiterin für die Arbeit mit „Menschen mit Assistenzbedarf“ für den von Prof. Jessberger und anderen gegründeten Verein ku-bo.
Das Bochumer Friedensplenum koordiniert den nun schon siebten Neujahrsempfang der Sozialen Bewegung in Bochum. Er findet am Sonntag, den 23. Januar 2011 im Bahnhof Langendreer statt. Gruppen, Initiativen und Organisationen, die sich an dem Ereignis beteiligen wollen, werden gebeten, sich bis zum 6. Dezember beim Friedensplenum zu melden. Wer Bilder oder Filme über Bewegendes in Bochum für den Jahresrückblick zur Verfügung stellen kann, möge dies bis zum 8. Januar machen. Kontakt: rueckblick@friedensplenum.bo-alternativ.de
Die Literaturinitiative Treibgut präsentiert am Mittwoch, den 24. November um 20.00 Uhr im Kulturcafé an der Ruhr-Uni bereits zum 28. Mal mit „Gestrandet“ eine Bühne für junge Literaturtalente und Campus-AutorInnen. Prominenter Gast und Moderator der Offenen Bühne ist der Gewinner des renommierten Prix Pantheon 2010 und Deutscher sowie Vizeweltmeister im Poetry-Slam, der Bochumer Sebastian 23 (Foto). Ebenfalls zu hören sein wird Treibgut-Urgestein Uli Schröder unter dem Motto Ruhrpiranhas – Metropolensatire. mehr…
Montag 22.11.10, 07:00 Uhr
Eine filmische Spurensuche nach Frauenorten in Bochum
Am Sonntag, den 28. November findet von 17.00-20.00 Uhr im Frauenarchiv ausZeiten e.V., Herner Str. 266, eine Filmveranstaltung für Frauen statt. In der Ankündigung heißt es: »In der 1. Etage der VHS Bochum prangt ein Wandbild, das mit „Lesbians Unlimited“ unterzeichnet ist. Weiß Eine, wie und wann es dorthin gekommen ist, was sich hinter Lesbians Unlimited verbirgt? Informationen und Eindrücke aus der bewegten Frauengeschichte in Bochum vermitteln die Filmdokumente, die erstmals einer Frauenöffentlichkeit gezeigt werden. Die Videos wurden vorwiegend in den 1990er Jahren von filmschaffenden Frauen aus Bochum gedreht und gehören zum Bestand des Videoarchivs von ausZeiten. mehr…
Auch der Gedenkstein am Ehrenrundplatz mit der Grabstätte der antifaschistischen Widerstandskämpfer der Gruppe „Pöppe / Schmittfranz†auf dem Bochumer Hauptfriedhof am Freigrafendamm ist am Wochenende mit Nazi-Schmierereien besudelt worden. Er ist von der “Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Bochum†(VVN-BdA Bochum) gestiftet worden. Das Foto zeigt den Gedenkstein bei der Einweihung.
Sonntag 21.11.10, 16:46 Uhr
Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof beschmiert und umgestoßen
Die Polizei berichtet heute, „dass etwa 25 Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof an der Bochumer Straße in Bochum-Wattenscheid mit Farbe beschmiert und zum Teil umgestoßen worden seien. Ein Zeuge hatte bei einem morgendlichen Spaziergang bereits am Samstag (20.11.2010) um 10:00 Uhr die Schmierereien und Beschädigungen feststellen können. Im Zuge weiterer Überprüfungen an jüdischen Einrichtungen und weiterer Gedenktafeln konnte an der Huestraße in der Bochumer Innenstadt eine ebenfalls beschmierte Gedenktafel aufgefunden werden. Eine Reinigung der betroffenen Objekte war aufgrund des heutigen Feiertages bislang nicht möglich.“ Siehe auch die Berichte in der WAZ Bochum und den RN Bochum. Bereits in der Nacht zum Freitag waren die Stelen beschmiert worden, die an die Synagoge und die jüdischen Opfer in Wattenscheid erinnern. Siehe auch Bericht der WAZ Wattenscheid.
Die Aktion pro Afrika in der Humanitären Cubahilfe lädt am Mittwoch , den 24. November um 19.30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung im Bahnhof Langendreer ein. Renate und Herbert Querfurt berichten über die Arbeit der Initiative in Mali und eine Reise dorthin. Als Kurzfassung sagen sie: „Wir haben viel Aufbruchstimmung erlebt, Menschen, die sich aus den Fesseln der Armut befreien wollen und die wir unterstützen bei ihrem Engagement für eine bessere Zukunft. Die Effekte der Patenschaften für Schulen und ländliche Gesundheitsposten sind sehr gut, aber wir wurden auch überall mit großen Erwartungen empfangen, die Bürde der Hoffnung dieser Menschen begleitet uns seither. Und wir haben erlebt, dass Veränderung machbar ist. Das Material, das wir in den 5 Containern geschickt haben, wurde begeistert entgegengenommen. Und jetzt ist die Schule in Djigue fertig und eingeweiht worden, das Frauenprojekt bietet den Frauen eine bessere ökonomische Zukunft, das Dorf hat sauberes Trinkwasser.“
Die Bochumer Hochschulgruppe von Amnesty International schreibt auf ihrer Webseite: »Neben unserem aktuellen Semesterschwerpunkt „Asyl“ engagiert sich unsere Gruppe auch im Rahmen der seit einigen Wochen deutschlandweit laufenden Kampagne „Mehr Verantwortung bei der Polizei“. Wie der Spot zur Kampagne eindrucksvoll darstellt, geht es nicht nur um Vorfälle von unverhältnismäßiger Polizeigewalt. Zentrale Forderungen von Amnesty International sind:
* Kennzeichungspflicht für Polizisten!
* Menschenrechtsbildung der Polizei stärken!
* Vorgänge in Polizeigewahrsam aufzeichnen!
* Polizeiübergriffe unabhängig untersuchen!
Und jetzt? Online-Petition unterschreiben.«