Am Donnerstag, den 24.10., um 19.00 Uhr bieten das Frauengesundheitszentrum in der Alsenstraße 27 und die VHS Bochum eine Informationsveranstaltung für Mädchen und Frauen zum Thema „HPV Impfung“ an. Referentin ist die Frauenärztin Sibylle Leipold. In der Ankündigung heißt es: „Seit 2007 sind in Deutschland zwei Impfstoffe gegen bestimmte humane Papillomaviren (HPV) zugelassen und für Mädchen zwischen 12 und 17 offiziell empfohlen. In Medien und Werbung wird häufig die Hoffnung verbreitet, ein großer Schritt zur Bekämpfung des Gebämutterhalskrebs sei getan. Zunehmend gibt es kritische Stimmen zu Nutzen und Risiken der Impfstoffe. Das Für und Wider einer Impfung verunsichert viele Mädchen, junge Frauen und Eltern: Ist diese Impfung nützlich? Wirkt sie ausreichend? Gibt es Nebenwirkungen? Was ist der Unterschied zwischen den Impfstoffen?“
Die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke, Sevim Dagdelen, ruft für Samstag zur Anti-Atomkraft-Demonstration nach Ahaus auf. „Die Linke will kein Comeback der Atomenergie. Spätestens seit dem Reaktorunfall in Tschernobyl ist klar, dass die Atomenergie nicht beherrschbar ist“, so die Bundestagsabgeordnete. „Während Atommüllfässer in der Asse in verstrahlter Salzlauge absaufen, sieht die Bundesregierung im Salzstock Gorleben die Lösung der Endlagerfrage. Hinzu kommt die Absicht der schwarz-gelben Bundesregierung, den großen Energiekonzernen durch längere Laufzeiten zusätzliche Milliardengewinne sichern. Um dagegen zu demonstrieren, rufe ich alle Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner auf, am Samstag mit nach Ahaus zu fahren, um unseren Protest gegen die aktuelle Atompolitik kund zu tun.“
Ein vom Anti-Atom-Plenum Bochum und Sevim Dagdelen organisierter Bus wird am Samstagmorgen um 10:30 Uhr vom Bochumer Hauptbahnhof nach Ahaus und wieder zurückfahren. Die Karten kosten 10 Euro (ermäßigt: 5 Euro) und sind an verschiedenen Stellen in Bochum erhältlich.
Am Freitag, den 23. April, findet ab 20 Uhr an der Ruhr-Uni auf der Wiese vor HGB eine Bildungsstreik-Fete statt. Es spielen die condit.or.ei (Ska/Reggae/Happy Hardcore) und gedankenflucht (Punk/Rock). Außerdem gibt es eine vegane Volxküche. In der Ankündigung heißt es: »Das Jahr 2009 stand ganz im Zeichen des Bildungsstreiks: 250.000 Menschen gingen im Sommer auf die Straße, um ihrem Unmut über die desolaten Zustände im Bildungssystem Luft zu machen. Im Herbst ging es dann mit Universitätsbesetzungen um den ganzen Erdball verteilt weiter: mehr…
Mehr als ein Dutzend Bochumer Gruppen und Initiativen rufen zur Teilnahme am ersten Euromayday Ruhr am 1. Mai in Dortmund auf. In einer Mitteilung der VeranstalterInnen heißt es: „Ab 15:00 Uhr zieht die politische Parade vom Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofs aus durch die Nordstadt und endet mit einem Straßenfest ab 18 Uhr auf dem Nordmarkt. Der Euromayday ist keine klassische Demonstration, sondern eine Perfomance mit DJs und Theateraktionen. Viele Teilnehmer/innen werden ihre Wünsche und Forderungen in Verkleidungen vortragen, eine Trommelgruppe und ein Chor haben sich als Livemusiker angekündigt. Verschiedene soziale und stadtpolitische Initiativen werden sich in Interviews vorstellen. Der Euromayday stellt die zunehmende Prekarität im Ruhrgebiet in den Mittelpunkt und thematisiert die Selbstorganisation von Kunst-, Lebens- und Arbeitsformen.“ Näheres.
Ministerpräsident Rüttgers lädt am Dienstag nächster Woche zum „Arbeitnehmerempfang“ der Landesregierung in die Bochumer Jahrhunderthalle ein. Hier wird es eine „Protestveranstaltung gegen die neoliberale Politik“ der schwarz-gelben Landesregierung geben, kündigt ver-di Bochum-Herne auf ihrer Webseite an. Auf Initiative vom ver.di Bochum-Herne hat sich ein „soziales Bündnis“ zusammengeschlossen. Ver.di schreibt: „Die Sorge um die soziale Daseinsvorsorge und die kommunale Selbstverwaltung teilen wir mit vielen örtlichen Akteuren aus sozialen, kulturellen, politischen Einrichtungen und Organisationen. Deshalb gab es schnell grundsätzliche Bereitschaft in diesen Fragen gemeinsam zu handeln. In wie weit ein solches „soziales Bündnis“ auf Dauer handlungsfähig sein wird, werden wir sehen. Die Absicht ist jedenfalls von allen Anwesenden erklärt worden.
Als erste gemeinsame Bündnisaktion haben wir uns auf eine Protestveranstaltung gegen die neoliberale Politik am Rande des Arbeitnehmerempfangs, den Jürgen Rüttgers am 27.04.2010 in der Jahrhunderthalle Bochum veranstaltet, verständigt.“ Treffpunkt für den Protest ist um 17.00 Uhr vor der Jahrhunderthalle.
Die zuständigen Gremien der Ruhr-Uni sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der jetzige Rektor Elmar Weiler so konkurrenzlos gut ist, dass für die anstehende Neuwahl des Rektors keine anderen KandidatInnen in Betracht kommen und die Stelle auch gar nicht ausgeschrieben werden muss. Dies berichtet die am Mittwoch erscheinende bsz. Am letzten Donnerstag stellte sich der somit einzige Bewerber vor etwa 150 Uniangehörigen im Hörsaalzentrum Ost öffentlich vor. Hierüber berichtet die bsz: »Als der AStA-Vorsitzende Jan Keitsch die Einhaltung des Tierschutzgesetzes insbesondere hinsichtlich höchst fragwürdiger Affenversuche anmahnte, behauptete Weiler zunächst: mehr…
Am kommenden Freitag, den 23. April, wird sich erstmals ein religionsfreier Stammtisch im östlichen Ruhrgebiet konstituieren. In der Einladung heißt es: „Angesprochen sind alle, die an der Arbeit und den Ideen von HumanistInnen, AtheistInnen, Konfessionsfreien und SkeptikerInnen interessiert sind. Das Treffen, u.a. vom IBKA e.V. mit initiiert, möchte allen einen zwanglosen Austausch ermöglichen. Das Treffen wird ab 19:00 Uhr in der „Kneipe am Bahnhof“ im Kulturzentrum „Bahnhof-Bochum-Langendreer“ stattfinden.“
Am Samstag, den 24. April laden die Bochumer Geschichtswerkstatt und der AStA der Ruhr-Uni zu einer Stadtrundfahrt per Rad ein: „Während diese etwa 4-stündige Radtour machen wir Station an den früheren Standorten der KZ-Außenlager und auf den Geländen der ehemaligen Zwangsarbeiterlager. Ausgangspunkt ist der Springerplatz. Weitere Stationen sind u. a. das Gelände des Bochumer Vereins, der Kommunalfriedhof in Altenbochum und als Endpunkt das Wohnprojekt Gerthe, auf dessen Gelände sich während des Zweiten Weltkrieges ein Zwangsarbeiterlager befand. mehr…
Am gestrigen Samstag organisierte die Bochumer Gruppe von terre des hommes die 9. Wattenscheider Fahrradbörse auf dem Schulhof der Hauptschule Wattenscheid-Mitte. Terre des hommes schreibt: „Wie der blaue Himmel hinterließ auch die 9. Wattenscheider Fahrradbörse zufriedene Gesichter. Insgesamt steht durch die Aktion vom 17. April 2010 nun ein Betrag von 1485 Euro für Straßenkinder in Cochabamba/ Bolivien
zur Verfügung, das bei weitem beste Ergebnis seit Beginn.“ Näheres.
Im Rahmen der Reihe Der Pott filmt zeigt das Kino Endstation am Mittwoch, den 21. April, um 19.00 Uhr (Die Anfangszeit wurde um eine Stunde vorverlegt!) die Kurzfilme „Kaskara“, „Frozen Flashes“, „Blindman’s Ball“ von Dore O (Foto). Auf ihrer Webseite sind Beschreibungen der Experimentalfilme zu finden. Das Kino Endstation kündigt den Kurzfilmabend an: »„Meine Filme finden im Kopf des Betrachters statt“ – so lautet die Antwort der Mülheimer Künstlerin Dore O., bittet man sie um eine persönliche Aussage zu ihren Werken. Oder sie zitiert Wittgenstein: „Was gezeigt werden kann, kann nicht gesagt werden“. Dore O.s Filme lassen sich weder einfach in Worte fassen noch kategorisieren, sie sind experimentell, avantgardistisch, fordern den Betrachter. mehr…
Sonntag 18.04.10, 09:00 Uhr
Auf den Spuren einer bedeutenden Bochumer jüdischen Frau:
Die Volkshochschule Bochum bietet am Sonntag, den 25. April, um14.00 Uhr einen zweistündigen Stadtrundgang „Auf den Spuren Ottilie Schoenewalds“ an. Treffpunkt ist die große Glocke auf dem Rathausplatz. In der Ankündigung heißt es: „Nur wenige Bochumer kennen Ottilie Schoenewald (Foto). Eine kleine Straße ist nach ihr benannt, aber auch eines der größten Weiterbildungskollegs Deutschlands in Bochum an der Wittener Straße. Über das Leben und das letztlich grausame Schicksal dieser bedeutenden Bochumer Frau gibt es immerhin Spuren aus der Zeit der Weimarer Republik und des Faschismus in Bochum. Der Historiker Wolfgang Dominik hat sich mit Ottilie Schoenewald beschäftigt und bietet den Stadtrundgang an. mehr…
Treffpunkt für den Bochumer Bus ist um 10:15 Uhr am Hauptbahnhof Bochum Abfahrt ist um 10:30 Uhr, Rückfahrt um ca. 16:00 Uhr Ankunft in Bochum ist um ca. 17:30 bis 18:00 Uhr
Normalpreis: 10 Euro, Ermäßigt: 5 Euro, Soli-Preis: 20 Euro
Das Bochumer Anti-Atomplenum ruft für nächsten Samstag zu einer Demonstration in Ahaus auf. Ab 10.30 Uhr fährt ein Bus vom Bochumer Hauptbahnhof nach Ahaus. Im Aufruf heißt es: »Anlässlich des Tschernobyl-Jahrestages und im Vorfeld der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen (NRW) findet am 24. April 2010 im westfälischen Ahaus eine landesweite Anti-Atomkraft-Demonstration statt. Sie richtet sich gegen das Atommüll-Lager in Ahaus, gegen die benachbarte Urananreicherungsanlage in Gronau, gegen alle Atomanlagen in NRW und anderswo. Und gegen alle Atomtransporte, und davon gibt es in NRW jede Menge! Weitere Großaktionen gegen die Atomindustrie gibt es am 24.4. auch in Nord- und Süddeutschland. Auftaktkundgebung ist um 12.30 Uhr am Bahnhof in Ahaus. mehr…
In schöner Regelmäßigkeit veröffentlicht der Weblog „Wir in NRW“ Interna aus der CDU NRW. Vor ein paar Tagen war zu lesen, dass die CDU-Politikerin und Landtagspräsidentin Regina van Dinther mit Lars Lubisch (Foto links) einen Wahlkampfhelfer mit einer extrem rechten Vergangenheit hat. Im Sommer 2003 war er als Praktikant bei der ultra rechten Zeitschrift „Junge Freiheit“ beschäftigt. Näheres. Die Grüne Hochschulgruppe hat darauf hingewiesen, dass Lubisch auch wiederholt Kandidat des RCDS bei Wahlen an der Ruhr-Uni war. Er ist auch 2008 und 2009 ins SP gewählt worden. CDU, Junge Union und RCDS hatten in den letzten Jahren häufiger Probleme sich nach rechts abzugrenzen. Im Jahr 2005 hatte der Fraktionsvorsitzende des RCDS im SP der RUB, Markus Hessler, auf seiner homepage die ‚Junge Freiheit‘ verlinkt und Abonnements des Blattes angeboten. Ein anderes Beispiel war dann 2007 die rechtsextreme Webseite Bochum gegen Links, die ganz offen für Nazi-Positionen warb. Eigentümer der Domain war Dirk Schmidt (Foto rechts), der jetzt Landtagskandidat der CDU ist. Näheres.
Freitag 16.04.10, 13:11 Uhr
Einladung zur Freiluftsprechstunde in Wattenscheid
Die Linke in der Bezirksvertretung Wattenscheid lädt zu ihrer ersten BürgerInnen-Sprechstunde am Donnerstag, den 22. April von 15.30 bis 16.30 Uhr vor dem Rathaus Wattenscheid ein. Pikantes Detail: Die Sprechstunde findet im Freien statt, da die Verwaltung sich nicht in der Lage sieht, dem Bezirksvertreter der Linken für die Zeit der Sprechstunde einen Raum im Rathaus Wattenscheid zur Verfügung zu stellen. Für Fragen, Anregungen und Diskussionen steht der Bezirksvertreter der Linken, Wolfgang Wendland zur Verfügung. Als mögliche Themen nennt die Linksfraktion die kommende Sitzung der Bezirksvertretung Wattenscheid oder andere Punkte, an denen den Bürgerinnen und Bürgern womöglich der Schuh drückt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
In einer Pressemitteilung zur gestrigen Ratssitzung schreibt die Soziale Liste: „Mit den Beschlüssen zur drastischen Erhöhung der Hundesteuer und den Kursentgelten für die Musikschule sowie der Einführung von Gebühren beim Presse- und Informationsamt setzt der Rat das Haushaltssicherungskonzept weiter um. Die Beschlüsse, gegen die die Soziale Liste gestimmt hat, beinhalten weitere Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger. mehr…
Am Montag, den 19. April findet von 19.30 – 21.30 Uhr im Martin-Luther-Krankenhaus in Bochum-Wattenscheid, Voedestraße 46, ein offener Informationsabend der Anonymen Alkoholiker (AA) statt. Bei diesem offenen Meeting will die AA Gruppe, die sich immer montags in diesen Räumlichkeiten trifft, über die Arbeit der Anonymen Alkoholiker informieren. mehr…
Am Ende der sonntäglichen Ostermarschetappe hat Peer Heinelt im Bahnhof Langendreer ein Referat über die Militarisierung unserer Gesellschaft gehalten. Wie die so genannte „zivil-militärische Zusammenarbeit “ zum Beispiel aussieht, erläuterte er an der „Krisenmanagementübung“ LÜKEX 2010, die Anfang diesen Jahres in NRW stattgefunden hat. Er zeigte aber auch auf, dass von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt vier Militärforschungsprojekte an der Ruhr-Uni laufen. Das Bochumer Friedensplenum hat das Referat jetzt auf seiner Webseite veröffentlicht. Zum Referat von Peer Heinelt.
Der Arbeitskreis Lateinamerika lädt am Mittwoch, den 21. 04. um 19,30 Uhr, in den Bahnhof Langendreer zu einer Veranstaltung mit Boris Schöppner zur Situation in Chile ein. „Nachbeben“ – so lautet der Titel seines des Reportagenbands über die Spuren der Pinochet-Diktatur im heutigen Chile. In der Ankündigung heißt es: »Einige Tage nach dem furchtbaren Erdbeben zögern wir, diesen Titel für die bereits geplante Veranstaltung zu übernehmen. Doch mehr und mehr wird über Chaos, Militäreinsätze und Schießereien in Chile berichtet. Während drei Tage nach dem Beben viele Menschen nicht versorgt sind, ziehen 10.000 Militärs mit Panzern durch die Straßen v.a. im Süden. „Nachbeben“ als Metapher für soziale Unruhe scheint auch jetzt ein angemessener Begriff zu sein. mehr…
Die Piratenpartei tritt am Samstag, den 17. April, um 10.00 Uhr mit einem Infostand auf der Bongardstraße in Erscheinung. Die Bochumer PiratInnen haben mittlerweile auch eine Webseite.
Die Naturfreunde Bochum-Langendreer laden am Sonntag, den 18. April, zu einer Bergbau-historischen Wanderung durch den Bochumer Süden (ca. 15km) ein. Treffpunkt ist um 11.00 Uhr an der Kreuzung Königsallee/Markstraße. Die Wanderung führt entlang zahlreicher Überreste des Bergbaus im Bochumer Süden. Zunächst entlang des Lottentals bis zum Kemnader See. Dann entlang des Leinpfads an der Ruhr bis zur Stiepeler-Schleuse, und schließlich über die Brockhauserstraße quer durch Stiepel an der über 1000 Jahre alten Dorfkirche vorbei zurück zur Kemnaderstraße (Haltestelle „Stiepel Dorf“). Entlang des Weges liegen unter anderem die Überreste der Zechen Glücksburg, Julius Philipp Erbstollen, Klosterbusch, Hagensieperbank, Vereinigte Gibraltar Erbstollen, Schiffruder und Vereinigte Pfingstblume. Die Wanderung wird geleitet von Wolfgang Quere.
Scharfe Kritik am Verhalten der Stadtwerke im Falle Stalleikenweg kommt vom Bochumer Mieterverein. „Dass die Stadtwerke die weitere Lieferung von Wasser davon abhängig machen, dass die Mieter ihr Abschläge künftig an die Stadtwerke zahlen, ist normal und nicht zu beanstanden“, meint Vereinssprecher Aichard Hoffmann. „Dass sie aber die Mieter dazu zwingen will, die Schulden des Vermieters abzustottern, ist eine Unverschämtheit, die wir von den Bochumer Stadtwerken bisher nicht gekannt haben. mehr…
Die Linksfraktion hat einen Bericht von der heutigen Ratssitzung veröffentlicht, Darin geht sie auf die folgenden Punkte ein: „Kommunen in Not“, „Hundesteuererhöhung“, „Nachwehen Cross-Border-Deal“, „Kosten der Bochumer Lösung“, „Widersprüche und Klagen gegen die ARGE Bochum“. Der Bericht im Wortlaut: »Die dramatische Lage der Kommunen wird zunehmend ein wichtiges Thema in der Öffentlichkeit. Das liegt daran, dass sich die Situation auch zunehmend verschärft. Die Möglichkeiten der Kommunen, eigenständig aus der Schuldenfalle zu kommen, tendieren gegen Null. Die Kommunen können gar nicht sparen, denn zum Sparen muss man etwas übrig haben. Die Kommunen können nur kürzen und das geht auf Kosten der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger und selbst drastische Kürzungen führen zu keiner Lösung des strukturellen Problems. Deshalb hat der Bochumer Rat mit den Stimmen aller (!) Fraktionen und Gruppen eine Resolution beschlossen. Damit wird ein weiteres politisches Signal an Bund und Land gesandt. Unter anderem wird eine Altschuldenregelung und die verbindliche Einhaltung des Konnexitätsprinzips gefordert. mehr…
Die Soziale Liste im Rat konstatiert einen Schaden für Bochum, da das Projekt „Prometheus“ eingestellt wurde. In einer Stellungnahme heißt es: „Ein großes, umweltfreundliches Bochumer Zukunftsprojekt ist gescheitert: Das Erdwärmekonzept ‘Prometheus’, das den gesamten Stadtteil Querenburg und die Ruhr-Universität mit Fernwärme und Energie versorgen sollte. Seit 2003 ist das Projekt ‘Prometheus’ als eine der großen Zukunftsinvestitionen, mit Bedeutung weit über die Region hinaus, beschrieben worden. Jetzt teilt die Verwaltung in Beantwortung einer Anfrage von Nuray Boyraz, Ratsfrau der Sozialen Liste, mit: Das Projekt Prometheus wird nicht mehr „weiter verfolgt“. mehr…
Der Aufmacher der aktuellen Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung hat den Titel: „Abwesenheit glänzt“. Der Hintergrund: Die Anwesenheitspflicht in Vorlesungen ist vor allem für diejenigen, die neben dem Studium arbeiten müssen, um überhaupt studieren zu können, ein großes Problem. Nun hat die Uni Duisburg-Essen die Pflicht zur Anwesenheit inzwischen auf den Prüfstand gestellt – mit dem Resultat, dass diese nur begrenzt zulässig ist. Nun hoffen auch die Bochumer Studierenden auf eine Neuregelung. Außerdem sind die massiven Polizeiübergriffe auf die Gegenaktionen zur ausländerfeindlichen Mahnwache der „pro NRW“ unter der Rubrik „Bochum brutal“ auch in dieser Woche ein Thema in der bsz. Weitere Campus-Themen sind mehr…
Die Bochumer Geschichtswerkstatt und der Bahnhof Langendreer laden für Sonntag, dem 18. April zu einer historisch-politische Bildungsfahrt per Fahrrad auf den Spuren der Märzrevolution ein. Die Tour startet um 11 Uhr am Springerplatz, die Teilnahme ist kostenlos. mehr…
DIE LINKE lädt ein zur Gewerkschaftspolitischen Konferenz mit Oskar Lafontaine und MdB Sevim Dagdelen. Am 17. April kommen im Jahrhunderthaus in Bochum, auf Einladung der Bundesarbeitsgemeinschaft Betrieb und Gewerkschaft der LINKEN, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit Mitgliedern der Partei DIE LINKE zusammen. „Die Wirtschaftskrise wird bislang auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen. Tausende LeiharbeiterInnen wurden entlassen, Industriebetriebe werden geschlossen. Massenentlassungen zerstören die Existenzen vieler Menschen“, kritisiert die Bochumer Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen den bisherigen Umgang mit der Wirtschaftskrise. „Ein Weiter so wäre fatal. Daher wollen wir gemeinsam mit GewerkschafterInnen am 17. April über linke Alternativen in der Wirtschaftskrise diskutieren.“ Zu der Konferenz werden neben dem Opel-Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkel auch Ulrike Kleinebrahm (1. Bevollmächtigte IG Metall Bochum), Gabriele Schmidt (Landesbezirksleiterin ver.di NRW), der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Klaus Ernst sowie der Parteivorsitzende der LINKEN, Oskar Lafontaine, erwartet. Die Konferenz findet am 17. April im Jahrhunderthaus Bochum statt und beginnt um 10 Uhr. Näheres zum Programmablauf
Mittwoch 14.04.10, 09:00 Uhr
Arbeitsagentur und Arbeitgeber zur Lehrstellensituation:
Gestern haben die Agentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer zu Bochum und die Handwerkskammern Bochum und Herne auf einer Pressekonferenz eine Zwischenbilanz der Ausbildungsplatzsituation vorgestellt. Die Fakten sind eindeutig: Für 3004 bei der Arbeitsagentur gemeldete und als ausbildungsfähig eingestufte BewerberInnen aus Bochum und Herne gibt es 2058 Ausbildungsplätze. Das steht auch so am Ende einer Pressemitteilung, die den MedienvertreterInnen präsentiert wurde. Für ein Drittel der Lehrstellensuchenden gibt es also kein Angebot, keine Berufsperspektive. Alle HauptschullehrerInnen wissen, dass es in Wirklichkeit noch viel schlimmer aussieht. Niemand in der Runde widerspricht, als der Schreiber dieser Zeilen feststellt, dass in Bochum keine 15 Prozent der HauptschülerInnen einen Ausbildungsvertrag erhalten. Die Pressemitteilung spricht aber nicht von einer Lehrstellenkatastrophe. Sie trägt den Titel: „Zukunft leicht gemacht“. mehr…
Dienstag 13.04.10, 21:00 Uhr
Erinnerung an ein besonders düsteres Kapitel der Adenauer Ära
Das Bochumer Friedensplenum erinnert mit einer Ausstellung und zwei Veranstaltungen an die Kriminalisierung der Friedensbewegung in den 50-er und 60-er Jahre. Ein historisches Datum bietet den Anlass: Am 8. April vor 50 Jahren endete nach 56 Verhandlungstagen vor einer politischen Sonderkammer des Landgerichts Düsseldorf ein politischer Schauprozess gegen sechs führende Mitglieder des Friedenskomitees der Bundesrepublik Deutschland. Dies war einer der juristischen Höhepunkte der antikommunistischen Gesinnungsjustiz in der Adenauer Ära. Der vor drei Jahren verstorbene Bochumer Werner Blumenthal wirkte im Stab der Verteidiger mit, seine Frau Hanne unterstützte als Schreibkraft die Stenographen des Prozesses. Werner Blumenthal hatte die Aufgabe die Dokumente zum Prozess zusammenzutragen. Hieraus stellte er ein Buch zusammen. Es erschien unter einem Pseudonym 1961 im Küster-Verlag in Hannover unter dem Titel „Staatsgefährdung? Ein dokumentarischer Prozessbericht“. Nur wenige Tage nach dem Erscheinen wurde das Buch beschlagnahmt und verboten. Norbert Kozicki bereitet nun den Nachlass Blumenthals auf und ist dabei auf einige interessante Dokumente gestoßen. Sie sollen in einer kleinen Ausstellung im Bahnhof Langendreer präsentiert werden. mehr…
Unter dem Slogan „Her mit dem Sozialticket in NRW“ findet am kommenden Donnerstag, den 15.4., in Düsseldorf ein Aktionstag für die landesweite Einführung des Sozialtickets statt. Die Bochumer Initiative für ein Sozialticket und das Bochumer Sozialforum unterstützen die Aktion. Um 9:45 Uhr treffen sich die Bochumer Initiativen am Hauptbahnhof (Hintereingang) für die gemeinsame Fahrt nach Düsseldorf (Abfahrt 9.55 Uhr RE).
Um 11:00 Uhr beginnt der Aktionstag mit Statements und einer Diskussion vor dem Düsseldorfer Landtag (Wiese zwischen Landtag und Moselstraße). In der Pressemitteilung und Einladung „Armut grenzt aus – Ein Sozialticket für NRW†der Initiative für ein Sozialticket in Düsseldorf heißt es: „Für den größten Verkehrsverbund VRR in NRW ist zum 1.1.2011 ein Sozialticket beschlossen worden. Diskutiert wird auf der Veranstaltung, ob und wie dies ein Modell für ganz NRW darstellen kann. Angesichts der aktuellen Debatte um “Hartz IV†sprechen u.a. Prof. Dr. Thomas Münch (Fachhochschule Düsseldorf), Steffan Pfeiffer (DGB), Christian Arnold (Diakonie in Düsseldorf), Pater Wolfgang Sieffert (Altstadt-Armenküche)und Heiko Holtgrave (Stadtplanungsbüro Akoplan/ Sozialforum Dortmund) zu den Themenbereichen Mobilität für Arme, Mindestlohn, Arbeitende Arme und politische Auswirkungen des Bundesverfassungsgerichtsurteils zu den Regelsätzen. mehr…
Dienstag 13.04.10, 11:00 Uhr
Dokumentation über proletarische Unruhen im Industriegürtel von Delhi
Am Freitag, den 16. April, wird im Sozialen Zentrum, Josephstr.2, um 20.00 Uhr die Kanal-B-Produktion Die Strategie der Strohhalme gezeigt. In der Filmankündigung heißt es: „Die Region Delhi ist in den letzten 20 Jahren zu einem der größten Industriezentren der Welt aufgestiegen. Die nötige Arbeitskraft kommt aus den ärmeren Regionen Indiens, wo der ländlichen Bevölkerung das Überleben immer schwerer gemacht wird. So kommt es, dass im Industriegürtel von Delhi vier bis fünf Millionen Industriearbeiterinnen und Industriearbeiter bereit sind, ihre Gesundheit zu ruinieren für Löhne, die kaum das Überleben ihrer Familien sichern. Die Menschen sind dieser Situation fast ohnmächtig ausgeliefert, dennoch suchen sie nach erfolgreichen Formen kollektiven Widerstands.“
Das Theater Traumbaum bietet in diesem Jahr zum ersten Mal vom 21. bis 23. Juni im KiJuKuMa einen „Brennpunkt Mobbing“ an. An diesen drei Tagen besteht jeweils um 9.oo Uhr und 11.oo Uhr für SchülerInnen der Klassen 4 bis 7 die kostenfreie Möglichkeit, das Theaterstück „Mobfer-f“ zu besuchen. In der Einladung heißt es: »Es liegt in der Natur der Sache, dass Mobbing unter Schülern in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. Die Hemmschwelle, jemanden körperlich oder psychisch zu verletzten, sei es um sich selbst aufzuwerten, zur Kompensation eigener Probleme und eigener Minderwertigkeitsgefühle oder leider mittlerweile einfach nur aus „Spaß“ oder „Langeweile“ scheint in den letzten beiden Jahren drastisch gesunken zu sein. mehr…
Am Samstag, den 17. April, lädt die Bochumer Geschichtswerkstatt zu einer Radtour von Dinslaken nach Wesel ein. Es geht um den Kapp-Putsch und die Märzrevolution im Jahr 1920. In der Einladung heißt es: »Am Morgen des 13. März 1920 zog die „Brigade Erhardt“ mit schwarz-weiß-roten Fahnen und Hakenkreuzen am Stahlhelm durch das Brandenburger Tor bis zum Regierungsviertel, um die noch junge Weimarer Republik zu beseitigen. Die damalige Reichsregierung musste fliehen. Vor ihrer Flucht hat sie noch zum Generalstreik aufgerufen, dem ungefähr 12 Millionen Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland folgten. Im Ruhrgebiet formierten sich Arbeiterwehren zur Roten Ruhrarmee. Es folgte daraufhin der größte bewaffnete Aufstand, den es je in der Geschichte der deutschen ArbeiterInnenbewegung gegeben hat. Daran soll auf dieser Radtour erinnert werden. Auf der Tour von Dinslaken über Wesel nach Hünxe (ehemaliges Frontgebiet) werden wir Orte des Kampfes und Erinnerungsstätten aufsuchen.“ Start der Tour ist um 9.00 Uhr am Bochumer Hauptbahnhof.«
Die Linksjugend [`solid] Bochum führt am Dienstag, den 13. April, um 16.00 Uhr – 18.00 Uhr am Citypoint einen Infostand zum Krieg in Afghanistan durch. „In diesem Krieg sterben unzählige Zivilisten und die von der Bundesregierung versprochene Aufbauhilfe findet faktisch nicht statt. Eine große Mehrheit der Bevölkerung ist gegen den Krieg. Anstatt aber endlich die nötigen Konsequenzen zu ziehen, rechtfertigt Kanzlerin Merkel bei der Trauerfeier für die drei getöteten Bundeswehrsoldaten die Fortsetzung des Krieges“, so Tim Bühner, Sprecher der der Bochumer Linksjugend. Unterstützt wird die Linksjugend durch Heike Hänsel, Mitglied des Bundestages und Sprecherin für Entwicklungspolitik der Linksfraktion.
Die IG BAU Bochum-Dortmund schreibt in einer Erlärung: »„Elena“ ist auf dem Bau nicht gefragt: Bauarbeiter in Bochum wollen sich nicht zu „gläsernen Arbeitnehmern“ machen lassen. Die IG BAU Bochum-Dortmund lehnt ein „massenweises Sammeln und Speichern von Arbeitnehmerdaten“ ab. Die Bau-Gewerkschaft erteilt damit dem umstrittenen System zum Elektronischen Entgeltnachweis (kurz „Elena“) eine Absage. „Hier sollen sensible Daten im großen Stil gehortet werden. Was einmal per ‚Elena‘ erfasst wird, verfolgt jeden Beschäftigten – ein Arbeitsleben lang. Das machen wir nicht mit“, sagt Gerhard Kampschulte. mehr…