Archiv für den Monat: April 2008


Dienstag 22.04.08, 08:00 Uhr

Fragen zum „Förderturm“

Zur der heutigen Sitzung des Schulausschusses hat Die Linke Fragen zum von der Stadt gegründeten Verein „Förderturm“ gestellt. So will sie beispielsweise von der Verwaltung wissen, über welche Spendensumme der vom Rat initiierte Verein verfügt, wie viel und nach welchen Kriterien bis jetzt Zuschüsse vergeben wurden, und ob der Verein neue Aufgaben übernehmen soll. Dazu erklärt Anna-Lena Orlowski, Mitglied im Schulausschuss: „Im Rat erleben wir immer öfter, dass Anträge von uns, die die Situation von Kindern und Jugendlichen aus HartzIV Familien verbessern würden, mit dem Verweis auf den Verein Förderturm abgelehnt werden. So wurde unser Antrag nach Einführung von Einschulungsbeihilfen oder der Antrag, den Eigenanteil der Schülerbeförderungskosten für diesen Personenkreis zu übernehmen, abgelehnt. Ich frage mich, welche Aufgaben der Verein Förderturm noch übernehmen soll und ob er dafür die entsprechende Finanzdecke hat. mehr…


Montag 21.04.08, 20:30 Uhr

Film: Bilderbuch einer Revolte

Der SDS zeigt am Mittwoch, dem 23. April, um 20 Uhr im Kulturcafé an der Ruhr-Uni den Film „Bilderbuch einer Revolte“. Im Film geht es um die 68er Bewegung. Er ist ein „Fotoalbum der Studentenrevolte“ von 1968, das heißt, alte Bekannte wiedersehen und manches Vergessene neu erinnern. Eine Collage aus lauter Originalen: Ausschnitte aus Magazinen und Nachrichtenbeiträgen, Sondersendungen und Jahresrückblicken – ein Film, die ohne ‚neuen‘ Kommentar auskommt und doch nicht als bloße Wiederkäuung des eh schon falsch Gedeuteten erscheinen will. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber mit dem Anspruch, Stimmungen und Gefühle aus einer bewegten Zeit zu vermitteln.


Montag 21.04.08, 20:15 Uhr
Teatro Telón de Arena, Ciudad Juárez, Mexico:

Almas de Arena – Sandseelen

Am Sonntag, dem 27.4. ist um 19.30 Uhr das Teatro Telón de Arena zu Gast im Bahnhof Langendreer. In der Einladung heißt es: „Die Migration aus Mexiko in Richtung Norden ist das Thema der neuen Produktion des mexikanischen Theaterprojekts Telón de Arena. Das Stück zeigt Menschen auf ihrem qualvollen Weg durch die Wüstenregion nahe der Grenze zu den USA. Im Zentrum steht die Geschichte von Maclovia, die sich mit Ehemann und Tochter aufgemacht hat, um nördlich der Grenze eine bessere Zukunft zu suchen. Sie werden von Schleppern betrogen, beraubt und in der Wüste ausgesetzt, sie erleiden Durst, verlieren sich und sehen dem Tod entgegen. Maclovia trifft auf ihren Irrwegen auf Margarita, die auf der Suche nach ihrem Ehemann ist. Zwei Frauen, die einem verhängnisvollen Schicksal entgegensehen; angelockt vom falschen Versprechen eines besseren Lebens im Norden, geraten sie in einen Abgrund.“ Näheres.


Montag 21.04.08, 20:00 Uhr

Verwaltung verspricht Werbung für den Bochum-Pass

Auf der letzten Sozialausschusssitzung hatte Die Linke im Rat beantragt, dass der so genannte Bochum-Pass mit einem Infoflyer beworben wird. Auf der Sitzung versicherte die Verwaltung, dass ein entsprechendes Merkblatt in Arbeit sei. Bianca Schmolze betonte für Die Linke, dass die Informationslage nach wie vor sehr zu wünschen lasse. Im Internet seien die Vergünstigungen, die mit dem Bochum-Pass in Anspruch genommen werden können, nur über große Umwege zu finden. Erst auf Seite 42 der Bochumer Entgeltregelungen befänden sich entsprechende Hinweise. Die Verwaltung versprach auch hier Besserung. „Nach diesen Zusagen zogen wir den Antrag zurück, da er sich aus unserer Sicht erübrigt hatte“, schreibt Die Linke im Rat auf ihrer Webseite. Weiter heißt es: „Unterstützung bekam Die Linke überraschend von den Grünen. Astrid Platzmann versicherte, dass auch die Grünen ein Auge auf die Entwicklung hätten, schließlich hätten sie bereits vor der Linke einen entsprechenden Antrag gestellt. Wie schön, dachte Bianca Schmolze. Als sie nach der Sitzung erfuhr, dass der Antrag der Grünen von 2002 war, kamen ihr allerdings Zweifel, ob den Grünen ein solchen Merkblatt wirklich wichtig seien könnte. Wir behalten das Ganze auf jeden Fall im Auge und werden nicht erst nach 6 Jahren nachhaken.“


Sonntag 20.04.08, 20:00 Uhr

Das Recht auf Wohnen und neoliberale Globalisierung

In der Veranstaltungsreihe von attac und Volkshochschule (VHS) zum Thema „Globale Soziale Rechte“ findet am Dienstag, dem 22. April um 19.15 Uhr ein Vortrag von Knut Unger in der VHS statt zum Thema „Das Recht auf Wohnen und neoliberale Globalisierung“ In der Einladung von attac heißt es: „Das Ruhrgebiet ist ein reges Spielfeld für den Ausverkauf von Wohn- und Lebensräumen an Finanzinvestoren. In den letzten Jahren ist der Großteil ehemaliger Werkswohnungen an Private Equity Funds oder lokale Weiterverwerter verkauft worden. Auch Anteile und Wohnungen von kommunalen Wohnungsunternehmen werden verkauft. Die Privatisierungsmaßnahmen der letzten Jahre haben für viele Mieter schon unmittelbar zu Unsicherheiten, zu Verdrängung, Angstkäufen, Mieterhöhungen und zerstörten Nachbarschaften geführt. In schnellen Schritten verlieren die Städte ihre Instrumente zur Wohnraumversorgung der ärmeren Bevölkerungsschichten. Wie muss darauf reagiert werden? Gibt es Alternativen? Kann der totale Ausverkauf verhindert werden? mehr…


Sonntag 20.04.08, 17:00 Uhr

Denis Goldberg liest aus: Der Staat gegen Mandela

Am Dienstag, dem 22. April, ist Denis Goldberg um 19.30 Uhr zu Gast im Bahnhof Langendreer. Er liest aus: Joel Joffe: Der Staat gegen Mandela – Die Jahre des Kampfes und der Rivonia-Prozess. Denis Goldberg war der „Angeklagte Nummer Drei“ im Rivonia-Prozess. Er hat das Vorwort zur deutschen Ausgabe dieses Buches geschrieben. Denis Goldberg ist einer der vier noch lebenden von den acht Angeklagten von 1963. Der heute 75-jährige, damals der einzige Weiße unter den Angeklagten, ist ein herausragender Zeitzeuge, der südafrikanische Geschichte nicht nur Epochen übergreifend erlebt und erlitten, sondern auch maßgeblich beeinflusst hat. Der Rivonia-Prozess hat wie kein anderes Gerichtsverfahren im südafrikanischen Befreiungskampf die Menschen am Kap und in vielen Teilen der Welt aufgewühlt. mehr…


Freitag 18.04.08, 20:00 Uhr

Betriebsrat wirft Johnson Controls Angriffe auf Betriebsratsrechte vor

Der Betriebsrat von Johnson Controls Bochum schreibt in einer Presseerklärung u. a.: »In den letzten Tagen haben sich die Angriffe auf Betriebsratsrechte bei Johnson Controls in Bochum gehäuft. In Folge eines gewerkschaftlichen Warnstreiks erhielt der Betriebsratsvorsitzende Dietmar Kupfer an einem Tag zwei Abmahnungen und eine Verstoßmeldung überreicht. Sein Stellvertreter Ralf Thieleke erhielt gar drei Abmahnungen und eine Verstoßmeldung. Im Wiederholungsfall wurde mit einem Amtsenthebungsverfahren gedroht.
Trotz schriftlicher Aufforderung der IGM hat die Werksführung bis heute die Abmahnungen, bzw. Verstoßmeldungen nicht zurückgenommen.
In einem Schreiben der Geschäftsleitung vom 07.04.08 wurde eine „mögliche Vorgehensweise“ über die Bewegungsfreiheit der beiden freigestellten Betriebsräte sinniert. Demnach sollen Dietmar Kupfer und Ralf Thieleke Kollegen in der Produktion nur ansprechen dürfen, wenn die Produktion nicht gestört wird.« Die Pressemitteilung im Wortlaut.


Presseerklärung des Betriebsrates bei Johnson Controls Bochum vom 18.04.08:
Freitag 18.04.08, 20:00 Uhr

Johnson Controls behindert Betriebsratsarbeit

In den letzten Tagen haben sich die Angriffe auf Betriebsratsrechte bei Johnson Controls in Bochum gehäuft. In Folge eines gewerkschaftlichen Warnstreiks erhielt der Betriebsratsvorsitzende Dietmar Kupfer an einem Tag zwei Abmahnungen und eine Verstoßmeldung überreicht. Sein Stellvertreter Ralf Thieleke erhielt gar drei Abmahnungen und eine Verstoßmeldung. Im Wiederholungsfall wurde mit einem Amtsenthebungsverfahren gedroht.
Trotz schriftlicher Aufforderung der IGM hat die Werksführung bis heute die Abmahnungen, bzw. Verstoßmeldungen nicht zurückgenommen.
In einem Schreiben der Geschäftsleitung vom 07.04.08 wurde eine „mögliche Vorgehensweise“ über die Bewegungsfreiheit der beiden freigestellten Betriebsräte sinniert.
Demnach sollen Dietmar Kupfer und Ralf Thieleke Kollegen in der Produktion nur ansprechen dürfen, wenn die Produktion nicht gestört wird.
Kollegen sollen nur angesprochen werden wenn es um „ eine konkrete arbeitsplatzbezogene Betriebsratsaufgabe“ geht.
Wollen Arbeitnehmer den Betriebsrat ansprechen darf dies nicht zu „unzumutbaren Schwierigkeiten“ führen.
Damit ist der betriebsverfassungsrechtlich geregelte freie Zugang des Betriebsrates zu jedem Arbeitsplatz in der Praxis nicht möglich.
Wann eine Produktionsstörung vorliegt soll nämlich allein der jeweilige Vorgesetzte entscheiden.
Die Kollegen am Band sollen nur nach vorheriger Abmeldung beim Vorgesetzten vorbei gehende Betriebsräte ansprechen dürfen.
Einem Kollegen wurde bereits der Besuch des Betriebsratsbüros von einem Vorgesetzten verboten.
Am 16.04.08 verbot die Geschäftsleitung gar eine außerordentliche Betriebsratssitzung.
Die Behinderung von Betriebsrats- und Gewerkschaftstätigkeit hat im Konzern Johnson Controls Tradition. Im Bochumer Werk haben schon mehr als die Hälfte der Betriebsräte Abmahnungen oder Verstoßmeldungen bekommen. Der jetzige Betriebsratsvorsitzende Dietmar Kupfer wurde insgesamt viermal fristlos gekündigt, allerdings ohne Erfolg. Eine Reihe anderer Johnson Werke befindet ebenfalls mit dem Betriebsrat in Rechtsstreit. Bei Johnson Controls in Puebla (Mexico) wurden im Juli 2007 sieben Arbeiter entlassen, weil sie auf einer Versammlung über das Ergebnis von Tarifverhandlungen nachgefragt und um eine Kopie des Tarifvertrages gebeten hatten.
Der Öffentlichkeit gegenüber gibt sich Johnson Controls allerdings ganz anders, im „Verhaltens-Kodex“ des Konzerns ist zu lesen: „ Die Arbeitnehmervertreter werden nicht diskriminiert und erhalten den nötigen Zugang zu Arbeitsplätzen, um ihre jeweilige Funktion auszuführen“.

Protest- und Solidaritätserklärungen
An
Betriebsrat : Dietmar.Kupfer@jci.com


Freitag 18.04.08, 14:00 Uhr
Ernst Lange, Die Linke im Rat, widerspricht dem Ausgrenzungsvorwurf von Günter Gleising, Soziale Liste

„Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“

Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Rat, Ernst Lange, weist die von Günter Gleising erhobenen Vorwürfen in der gestrigen Meldung auf bo-alternativ.de „Soziale Liste protestiert gegen Ausgrenzung beim Bürgerentscheid“ aufs schärfste zurück und schreibt: »Die Soziale Liste protestiert gegen ihre angebliche „Ausgrenzung“ beim Bürgerentscheid und untermauert das mit Aussagen, die schlicht nicht der Wahrheit entsprechen. Das ist nicht ungewöhnlich und würde mich als Fraktionsvorsitzenden der Linken im Rat normalerweise nicht zu einer Stellungnahme veranlassen. Da Günter Gleising von der Sozialen Liste aber unterstellt, dass sich CDU, FDP, DIE LINKE, SPD und UWG in einer Sitzung des Ältestenrates drauf „geeinigt“ hätten und dieses als „Reaktion auf seine im Rat geäußerte Kritik an der Schulpolitik“, müssen wir diesen Angriff scharf zurück weisen. Er hat schlicht mit der Realität nichts zu tun und ist absurd. Im Gegenteil: Eine Aufnahme einer Stellungnahme der Sozialen Liste in das Abstimmungsbuch würde ein (für die Einreicher des Bürgerbegehrens und der CDU sicherlich willkommenen) Anlass bieten, den Bürgerentscheid anzufechten. mehr…


Freitag 18.04.08, 10:45 Uhr
Offener Brief an DB-Chef Mehdorn

Zug der Erinnerung soll auch in Zukunft fahren

Der regionale DGB-Vorsitzende Michael Hermund hat im Namen der Bochumer Veranstaltergemeinschaft für das Rahmenprogramm zum „Zug der Erinnerung“ einen offenen Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG Mehhdorn geschrieben. Der Zug hatte im Februar in Bochum Station gemacht. Die Ausstellung war mit über 6.000 BesucherInnen in drei Tagen ein großer Erfolg. In dem Brief heißt es u. a.: „Der Umgang der Verantwortlichen der Deutschen Bahn AG mit dem „Zug der Erinnerung“ und Ihr ganz persönlicher Kampf gegen diese Ausstellung machen uns fassungslos und verursachen einen immensen Imageschaden für Ihren Konzern. Auch in Bochum mussten tausende Euro für die Benutzung des Bahnsteigs und für den Stromverbrauch aufgebracht werden, damit die Ausstellung gezeigt werden konnte. Die Verantwortlichen der Deutsche Bahn AG wollen ganz offensichtlich mit dem ‚Zug der Erinnerung‘ ein gutes Geschäft machen, wenn die Ausstellung schon nicht verhindert werden konnte. Aus dem traurigen Schicksal der deportierten Kinder wird so erneut Profit gezogen.
Herr Mehdorn, wir fordern Sie persönlich und die Verantwortlichen der Deutschen Bahn AG auf, sich endlich der historischen Verantwortung zu stellen und dafür Sorge zu tragen, dass noch zehntausende junge Menschen Gelegenheit haben, die Ausstellung im „Zug der Erinnerung“ zu besuchen.“ Der Brief im Wortlaut.


Freitag 18.04.08, 10:30 Uhr
ZeitzeugInnen gesucht

Radtour: Häuserkampf in Bochum

Am 1. Juni 2008 soll es eine Stadtrundtour zum Thema „Häuserkampf in Bochum“ geben. An ehemals umkämpften Orten sollen Menschen von ihren Erfahrungen und Erlebnissen berichten können. Die OrganisatorInnen schreiben: „Wir haben uns eine Route überlegt und suchen für die verschiedenen Orte/ Projekte noch Menschen, die sich bereit erklären, dort etwas zu erzählen. Es geht um folgende Orte: Heusner-Viertel, Infoladen Kohlenstraße, Bo-Fabrik, Uni (vor allem FUB), Brückstr. 33, Alte Feuerwache/Antirassistisches Zentrum, Caritas. Bitte kommt freitagabends in die EntflammBar oder meldet Euch per mail: haeuserkampfinbochum@gmx.de.“


Freitag 18.04.08, 09:00 Uhr

Soziale Liste protestiert gegen Ausgrenzung beim Bürgerentscheid

Die Soziale Liste schreibt: »Das Abstimmungsbuch zum Bürgerentscheid „Gymnasium am Ostring“ soll ohne die Stellungnahme der Sozialen Liste im Rat erscheinen und an alle Wahlberechtigten verschickt werden. Darauf einigten sich CDU, FDP, Die Linke, SPD und UWG in einer Sitzung des Ältestenrates. Die Ausgrenzung der Sozialen Liste im Rat erfolgte mit Hinweis auf die Satzung der Stadt Bochum zur Durchführung von Bürgerentscheiden und wird damit begründet, dass sie keine Fraktion, sondern eine Ratsgruppe ist. mehr…


Freitag 18.04.08, 07:40 Uhr
Freitag, 18.04, 19.30 Uhr, Kulturcafé, Ruhr-Uni:

Newcomer Festival 2008

Am heutigen Freitag findet die erste Vorrunde des diesjährigen Newcomer Festivals im Kulturcafé an der Ruhr-Uni statt. Welche beiden Bands dieser ersten Vorrunde ins Finale am 8. Mai in der Riff Halle kommen, entscheiden alleine die ZuschauerInnen mit ihren Stimmen. Und das sind die Bands die um den Einzug ins Finale kämpfen werden: Cabinfever, Black Rout, Yeahbutnow!, Brisk, Reefer Madness. Eintritt: 3,– € (inkl. Stimmkarte)


Donnerstag 17.04.08, 15:48 Uhr

DGB Jugend macht Umfrage zur Ausbildungszufriedenheit

Noch bis zum 25. April können Auszubildende selbst angeben, wie zufrieden sie mit ihrer Ausbildung sind. Mit einer Online-Befragung will die DGB Jugend jetzt Chancen und Probleme in der Ausbildung systematisch erfassen und auswerten, um so konkrete Verbesserungen angehen zu können. Hintergrund der Online-Befragung ist, dass sich immer mehr Auszubildende im Internetforum des DGB ‚Doktor Azubi’ über Missstände in Betrieb oder Schule beschweren.
„Ein genauer Blick soll nun zeigen, in welchen Branchen und in welchen Berufen alles rund läuft rund um die Ausbildung und wo es andererseits hakt,“ so DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund zum Motiv der Aktion.
Gefragt wird nach der Arbeitszeit, der Vergütung, der betrieblichen Mitbestimmung, den Ausbildern, dem Ausbildungsplan, aber auch Fragen zur fachlichen Qualität der Ausbildung. Die Ergebnisse der Befragung werden Anfang September vorgestellt.
Direkt zum Online-Fragebogen bei Dr. Azubi.


Donnerstag 17.04.08, 15:24 Uhr
Die Linke im Rat besorgt:

Bochumer Sozialbericht 2008: »Arme werden ärmer, Reiche werden reicher.«

Durchschnittseinkommen in den Bochumer Ortsteilen»Der gerade vorgelegte Sozialbericht für Bochum zeigt: Was in Deutschland gilt, gilt auch in Bochum. Die Schere zwischen reich und arm geht weiter auseinander. Das ist ein allgemeines Ergebnis des gerade vorgelegten Sozialbericht Bochum 2008,« bewertet Die Linke im Rat den aktuell veröffentlichten Sozialbericht: »Vor allem analysiert der Bochumer Sozialbericht aber die Entwicklung von Bildung, Arbeit und Armut für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen in den einzelnen Ortsteilen.
Zu den besonders benachteiligten Ortsteilen gehören die Innenstadt (Gleisdreieck), Goldhamme und Stahlhausen (Kruppwerke), Hamme, Wattenscheid-Mitte und Querenburg, am anderen Ende stehen die privilegierten Ortsteile Eppendorf, Wiemelhausen-Brenschede, Stiepel, Weitmar-Mark und Linden im Bochumer Süden.
„Der neue Sozialbericht macht die Unterschiede in Bochum sehr deutlich“, so Uwe Vorberg von der Linken im Rat. „Das Schlimme ist, dass die Schere immer weiter auseinander geht“. Das nehme den Armen auch ein Stück Hoffnung auf eine Verbesserung der Lebenslage und dass senke auch die Motivation zur politischen Teilhabe. „Wenn in Stiepel die Wahlbeteiligung bei 78,2 % liegt und in Goldhamme/Stahlhausen nur bei 58,6 %, dann heißt das auch, dass Reiche mehr mitbestimmen, mehr politischen Einfluss haben. Umgekehrt sehen wir als Linke die geringe Wahlbeteiligung als Ausdruck von Resignation. Viele Menschen haben das Vertrauen in die gewählten PolitikerInnen verloren, Wahlen machen für sie keinen Sinn mehr. Dieses Vertrauen müssen wir zurück gewinnen“, mahnt Vorberg.
Armut ist in Bochum höchst ungleich verteilt: Beziehen im Durchschnitt 13,7 % aller BochumerInnen Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld, so sind es in kinderreichen Haushalten 32,3 %, unter den Alleinerziehenden sogar 38,3 %. Kinder stellen auch in Bochum ein wesentliches Armutsrisiko dar. Geradezu dramatisch stellt sich die Situation ausländischer Kinder und Jugendlicher dar: Mehr als die Hälfte ist von Armut betroffen.«
Umgekehrt hat das Lebensumfeld einen wesentlichen Einfluss auf die Bildungschancen von Kindern. So wechseln ca. 40 % der Bochumer GrundschülerInnen aufs Gymnasium, in dem besonders benachteiligten Ortsteil Goldhamme/Stahlhausen sind es weniger als 12 %, im reichen Stiepel mehr als 65 %.« Die Pressemitteilung im Wortlaut. [Der 300seitige Sozialbericht als PDF-Datei]


Mittwoch 16.04.08, 22:00 Uhr
Radio El Zapote präsentiert:

Aus der Ukraine: Perkalaba

Am Freitagabend, 18.4. ist Perkalaba zu Gast im Bahnhof Langendreer. Die VeranstalterInnen von Radio El Zapote schreiben in der Einladung: „1998 in Ivano-Frankivsk(West-Ukraine) gegründet, mischen die acht Ukrainer schon seit längerem die Ost-Europäische-Szene und nicht nur die dortige, sondern die auch hier auf. Neben der musikalischen Qualität eilt ihnen der Ruf eines ausgefallenen Humors voraus, der sie auszeichnet. Benannt nach einem winzigen Dorf in den Karpathen, experimentieren sie mit allen erdenklichen Stilen aus der Region und bündeln diese in einer energiegeladenen Fusion, die sie selbst ‚Hutzul-Ethno-Ska-Reggae-Punk‘ nennen, der nicht nur verschärft tanzbar ist, sondern, und hier im besonderen, mit schönen Melodien und einem amtlichen Bläsersatz einhergeht. Auch die Nachfahren, der einst revolutionären Bewegung um Nestor Machno sollen ihnen heute wohlgesinnt sein, (so wird gemunkelt), denn diese Musik steckt an und macht sie zum Instrument einer tollen Partystimmung. Kurz: Die ukrainische Antwort auf Emir Kusturica, Goran Bregovic oder Boban Markovic!“ Im Anschluß lädt das Radio El Zapote-Soundsystem wieder zum Tanz mit GlobalWorldBeats ein.


Mittwoch 16.04.08, 15:00 Uhr
Bürgerinitiative gegen die DüBoDo lädt ein:

Sonntagsspaziergang im Kahlschlag-Gebiet in Steinkuhl

Für die Bürgerinitiative Bochum gegen die DüBoDo erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt als Sprecher: „Das Grünflächenamt der Stadt Bochum ist bisher der betroffenen Bevölkerung jede Stellungnahme zu den Gründen und dem Ausmaß der Baumfällaktion entlang der geplanten A 44 DüBoDo-Trasse in Steinkuhl schuldig geblieben. Während in Ehrenfeld vor Durchführung von Baumfällarbeiten im Rechener Park nach einer Begehung eine Informationsveranstaltung durchgeführt worden ist und in Querenburg die bereits begonnenen Baumfällarbeiten im Laerholz zunächst eingestellt worden sind und eine Bürgerinformation angekündigt worden ist, hüllt sich die Bochumer Verwaltung zu den Maßnahmen in Steinkuhl in Schweigen. Die Interessen der ohnehin von den Plänen zum A 44-DüBoDo-Weiterbau in Steinkuhl betroffenen BürgerInnen sind für die Stadtverwaltung offenbar weniger beachtenswert. Damit trotz alledem eine Bürgerinformation vor Ort erfolgt, lädt die Bürgerinitiative Bochum gegen die DüBoDo zu einem Spaziergang im Kahlschlag-Gebiet in Steinkuhl am Sonntag, 20.04.08, 14.00 Uhr ein. Startpunkt ist das „Steinkuhler Loch“ an der Steinkuhlstraße bei der Außenring-Unterführung. mehr…


Dienstag 15.04.08, 22:00 Uhr

Bilder der Besetzung

kohlenstrasse.jpgAuf der Webseite von „freiraumtanz“ ist mittlerweile ein ausführlicher Bericht mit Fotos von der Besetzung am letzten Wochenende in der Kohlenstraße veröffentlicht. Der Beitrag beschreibt, wie eine „leerstehende Stadtvilla für die Nacht zum Sonntag in eine temporäre autonome Zone verwandelt“ wurde und endet mit den Zeilen: „Wir werten den gestrigen Abend als großen Erfolg und hoffen, dass alle Beteiligten das für sich ähnlich sehen. Und nicht vergessen: Am nächsten Samstag, den 19.4., findet in Dortmund eine Freiraum-Demo statt. Wir hoffen auf rege Beteiligung und ein freudiges Wiedersehen.“


Dienstag 15.04.08, 16:00 Uhr

Die Linke fordert Werbung für den „Bochum-Pass“

Zur Sitzung des Sozialausschusses am 17.4. beantragt Die Linke im Rat, dass der so genannte „Bochum-Pass“ mit einem Infoflyer beworben wird. Mit dem Ausweis bekommen BürgerInnen mit niedrigen Einkommen Ermäßigungen z. B. bei der Stadtbücherei oder in den städtischen Bädern. Die Linke bemängelt, dass der Bochum-Pass und seine Leistungen viel zu unbekannt seien. Dazu erklärt Ernst Lange, Fraktionsvorsitzender der Linken: „In Bochum leben viele Menschen, deren Einkommen gering ist oder die Sozialleistungen beziehen. Von daher ist es gut und richtig, dass es den Bochum-Pass gibt. Mit ihm besteht die Möglichkeit, vergünstigt Leistungen städtischer Einrichtungen zu nutzen. Schade ist nur, dass viele Menschen nicht wissen, dass es diesen Pass gibt und wo sie ihn erhalten können. Von daher wollen wir, dass ein Flyer erstellt wird, in dem erläutert wird, wer anspruchsberechtigt ist, wo der Bochum-Pass erhältlich ist und welche Vergünstigungen er enthält. mehr…


Montag 14.04.08, 22:00 Uhr

Straffreiheit nach 1945 durch Lügen, Verdrängen, Vergessen

„Ich kann mich nicht entsinnen.“ So lautete der Titel einer Einladung des Schauspielhauses am Sonntag zu einer szenischen Lesung aus Vernehmungsprotokollen und Akten über die polizeilichen und richterlichen Ermittlungen im Jahr 1949 gegen die Verantwortlichen für den Pogrom am 9. November 1938, als die Bochumer Synagoge niedergebrannt und jüdische Geschäfte geplündert wurden. Elmar Goerden konnte zunächst ein erfreuliches Gedrängel in der überfüllten Speisekammer begrüßen. Klaus Tenfelde und Ingrid Wölk führten in die Thematik ein. Dass Bochum NSDAP-Gau-Hauptstadt und Nazi-Hochburg geworden war, versuchte Tenfelde u. a. damit zu erklären, dass in Bochum die evangelische und katholische Konfession gleich stark aufeinander trafen. Einen empirischen Beleg für diese These brachte er nicht. mehr…


Montag 14.04.08, 21:24 Uhr

Cafe Campista: “The Weather Underground”

Die Rosa Luxemburg Stiftung NRW zeigt in Kooperation mit attac campus Bochum und dem GegenMachtKultur-Bündnis am 15.4. um 19.00 im Cafe Roter Hahn der evangelischen Studierendengemeinde im Unicenter den Film “The Weather Underground”. Attac Campus Bochum schreibt zum Film: „Der radikale Flügel des amerikanischen SDS, die „Weathermen“, radikalisierten sich in den militanten Protesten mit der Black Panther Party Ende der 60er und gingen schließlich in den Untergrund. Aufgebracht durch den Vietnamkrieg und den Rassismus begann der „Weather Underground“ einen Guerillakrieg gegen die US-Regierung.“ Näheres.


Montag 14.04.08, 15:00 Uhr

Dimiter Gotscheff erhält “Peter-Weiss-Preis”

Der Regisseur Dimiter Gotscheff wurde als diesjährigen Träger des “Peter-Weiss-Preises” der Stadt Bochum in der Sparte “Theater” bestimmt. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. Die Jury begründet ihre Entscheidung wie folgt: “Dimiter Gotscheff schaut mit dem Blick des Fremden auf die dramatischen Texte – auf Kleist, Büchner, Müller, Shakespeare, Tschechow oder zuletzt Aischylos – und auf die Körper seiner Schauspieler: Was er sieht und findet, sind Trümmerlandschaften. Sein ästhetischer Sinn und sein Formbewusstsein, sein grimmiger Humor, sein Geschichtspessimismus, und sein politischer Instinkt drücken sich aus in Choreografien des Untergangs, die angetrieben werden von einer unerbittlichen Mechanik und im Banne von Heiner Müllers düster-barocken Prophetien und Totenklagen stehen. mehr…


Montag 14.04.08, 14:30 Uhr

„Fragwürdige „Zufriedenheitsbefragung“ der ARGE“

Die „Unabhängige Sozialberatung“ ist äußerst skeptisch, ob die im Auftrag der ARGE Bochum von Montag, dem 14. 4. 200 bis Freitag, 27. 4. 2008 stattfindende „Kundenzufriedenheitsbefragung“ geeignet sein kann, die für die Betroffenen belastende Situation zu verbessern. In einer Pressemitteilung heißt es: »Bei dieser „Kundenbefragung“ sollen von 40.000 Betroffenen 100 (einhundert) befragt werden. Das soll telefonisch geschehen, es handelt sich um einen Katalog mit 50 Fragen. Aus wissenschaftlicher Sicht erscheint es schwierig, mit einer derartig kleinen Stichprobe bei einer äußerst vielschichtigen Grundgesamtheit eine brauchbare Aussagefähigkeit zu erreichen. Es besteht eher die Gefahr einer willkürlichen Stichprobenerhebung ohne überprüfbare Repräsentativität. Zudem werden bei der ARGE gerade die Menschen am schlechtesten behandelt , die die grösste Hilfe benötigten; sie verfügen häufig, wenn überhaupt, nur über ein Handy. Der umfangreiche Fragenkatalog (50 Fragen – das könnte bis zu einer Stunde in Anspruch nehmen) wird sie zusätzlich abschrecken. Das könnte die Befragung zusätzlich verfälschen. mehr…


Montag 14.04.08, 14:30 Uhr

Die Medizinische Flüchtlingshilfe fordert: Wohnsitzfreiheit für Flüchtlinge

Die Medizinische Flüchtlingshilfe schreibt: »Vom 16. bis zum 18.04.2008 treffen sich die Innenminister des Bundes und der Länder auf ihrer halbjährig stattfindenden Sitzung in Bad Saarow in Brandenburg. Themen, die bisher durch die Innenministerkonferenzen (IMK) ignoriert wurden, sind die Residenzpflicht und die Wohnsitzfreiheit der Flüchtlinge.
Die Residenzpflicht ist eine gesetzliche Regelung, die Flüchtlinge massiv in ihrer Bewegungsfreiheit einschränkt. Flüchtlinge im Asylverfahren dürfen den Landkreis, in dem sie leben, nicht verlassen. Flüchtlinge mit Duldung werden nach dem Aufenthaltsgesetz auf das Bundesland, den Kreis oder die Stadt eingeschränkt, in dem sie leben. Von diesen Wohnsitzauflagen sind auch alle Ausländer mit Bleiberecht aus humanitären Gründen betroffen, z.B. wenn eine dauerhafte Rückkehr in ihr Heimatland unmöglich ist. Hier werden die Flüchtlinge sozial und wirtschaftlich massiv benachteiligt, ohne Chancengleichheit wird eine Verbesserung der Integration erschwert: mehr…


Montag 14.04.08, 14:00 Uhr

CDU-Heuchelei beim Bürgerentscheid

Die Linke im Rat schreibt: »In der Frage des jetzt anstehenden Bürgerentscheids zur Schulfusion Ostring / Albert-Einstein mahnt die Bochumer CDU, dass die Stadt keine Fakten bis zum Bürgerentscheid am 22. Juni schaffen dürfe. „Darin stimmen wir mit der CDU noch überein“, so Uwe Vorberg von Der Linken im Rat. „Aber Gespräche zwischen den Elternpflegschaften und der Leitungen der beiden Schulen müssen doch erlaubt sein. Dass die CDU aber kritisch an den unsäglichen Umgang mit dem erfolgreichen Bürgerbegehren zum Cross-Border-Leasing erinnert, kann ich nur als Heuchelei bezeichnen.“ Auch 2003 waren die erforderlichen Unterschriften für einen Bürgerentscheid – damals zum Cross-Border-Leasing – gesammelt worden. Der Rat beschied, dass das Bürgerbegehren erfolgreich war. Nichts desto trotz wurden vor der Durchführung des verbindlichen Bürgerentscheids Fakten geschaffen. Die damalige Kämmerin und jetzige Oberbürgermeisterin unterzeichnete seinerzeit den Vertrag. Ein Bürgerentscheid war damit obsolet. Das hatte – nicht nur – Die Linke heftig kritisiert. Anders als die CDU zog Die Linke aus dieser Erfahrung Schlüsse: mehr…


Montag 14.04.08, 13:30 Uhr

Frühjahrsspaziergang auf dem Tippelsberg

Der Tippelsberg ist Bochums höchste Erhebung. Zu einem Frühlingsspaziergang auf diesen Berg lädt der Arbeitskreis Umweltschutz Bochum (AkU) ein. In der Einladung heißt es: „Im Sommer 2007 wurde der Park auf der ehemaligen Bodenaushub- und Bauschuttdeponie für die Besucher freigegeben. Größere Mengen Klärschlamm wurden dort ebenfalls abgekippt und zwar illegal. Bei klarem Wetter ist eine phantastische Aussicht über das Ruhrgebiet (bis zu 80 km) zu genießen. Bei dem Spaziergang soll die Natur zu Füßen der Teilnehmer, die zum Teil aus Trockenrasen besteht und in der Ferne erlebt werden. Naturschutzmaßnahmen in Bochum werden angesprochen und der Einfluß des Klimawandels auf die Artenvielfalt gestreift. Bei all der Information wird die Entspannung nicht zu kurz kommen. Treffpunkt ist am 20.04.2008 um 14.00 Uhr am Parkplatz Hiltroper Straße, ca. 500 m vom Eingang Tippelsberg (Richtung Hiltrop).“


Montag 14.04.08, 13:00 Uhr

Soziale Liste: Landwirtschaft ist für Bochum wichtig

Die Soziale Liste schreibt: Die Landwirtschaft im Ballungsraum Bochum zu erhalten, ist auch für die Stadt Bochum wichtig, dass geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Sozialen Liste Bochum hervor. Im Widerspruch zu dieser Feststellung steht jedoch die Bereitschaft der Stadt landwirtschaftliche Flächen für Firmenansiedlungen oder den Städtebau zu opfern, wie dies bei der Diskussion um die IKEA Ansiedlung und die Bundesgartenschau-Bewerbung deutlich wurde. Deshalb will sich die Soziale Liste Bochum auch weiterhin für den Erhalt der verbliebenen landwirtschaftlichen Flächen in Bochum und Wattenscheid einsetzen, die als Natur-, Frei- und Erholungsraum auch für die Bürgerinnen und Bürger bedeutsam sind. Auch für den Erhalt von zahlreichen Pflanzen, Vögel, (Kibitz, Rebhuhn oder Lärche) und Säugetieren sind die landwirtschaftlichen Flächen (lebens-) wichtig. mehr…


Sonntag 13.04.08, 09:00 Uhr

HelferInnen für den BUKO-Kongress gesucht

Der seit 1977 jährlich stattfindende Kongress der Bundeskoordination Internationalismus, kurz BUKO, ist ein linker Kongress zum Gedankenaustausch, zur Vernetzung und Verständigung über internationalistische, linke Politik und Aktion. Dieses Jahr findet der BUKO 31 über Pfingsten vom 9.-12.05. an der Universität Dortmund statt. Unter dem Motto „Dabei sein ist alles – Kämpfe für Selbstbestimmung und gegen globale Ausschlüsse“ trifft sich ein breites Spektrum der Linken, um sich über aktuelle Themen und Debatten auszutauschen. Die Akzeptanz des Kongresses ist sehr groß und auch breit gefächert. Die OrganisatorInnen rechnen momentan mit drei Workshopphasen mit jeweils bis zu 25 parallelen Veranstaltungen und mit einer hohen TeilnehmerInnenzahl (ca. 800). Für einen Kongress dieser Größenordnung werden auch viele HelferInnen gesucht, die während des Kongresses für diverse Aufgabenbereiche ihre Unterstützung anbieten.  Ein Vorbereitungstreffen für Leute, die helfen wollen, findet am Samstag, den 19. April, um 15 Uhr im Sozialen Zentrum statt. Hier sollen die einzelnen Aufgabenbereiche näher vorgestellt werden.


Sonntag 13.04.08, 07:00 Uhr

Freiraumtanz in der Kohlenstraße 181

Am Freitag und Samstag fanden in ganz Europa Demonstrationen, direkte Aktionen, Straßenfeste und Hausbesetzungen statt, „um Freiräume und antikapitalistische Kultur zu verteidigen“. Näheres. In Bochum wurde Samstagnacht das Gebäude an der Kohlenstraße 181 besetzt und eine Party gefeiert. Sonntag Morgen wurde das leerstehende Haus wieder verlassen. Die Polizei hielt sich zurück. Ein ausführlicher Bericht ist auf dem Freiraumtanz Infoportal Bochum zu finden.


Freitag 11.04.08, 16:24 Uhr

SPD Bochum Hamme fordert Sozialticket

sozial-ticket-plakat.jpgDer SPD-Ortsverein Bochum-Hamme hat gestern einstimmig beschlossen, dass er den Aufruf zum „Sozialticket für Bochum“ mit unterzeichnet. Rudolf Malzahn, SPD-Ortsverein BO-Hamme, steht jetzt als Unterzeichner unter dem Aufruf. Am Mittwoch hatte der DGB-Kreisvorstand Bochum den Beschluss gefasst, die Forderung für ein Sozialticket zu unterstützen. In der „1. Mai-Zeitung“ des DGB wird ausführlich hierüber informiert. Bereits am Montag wurde die Initiative auf der Ausschusssitzung des Bochumer Kinder- und Jugendringes vorgestellt. Alle anwesenden Delegierten haben den Aufruf unterschrieben und die Initiative begrüßt. Ein erster Aktionsschwerpunkt der Initiative wird die DGB-Kundgebung am 1. Mai sein. Viele der Organisationen und Gruppen, die sich mit Informationsstände an der Kundgebung beteiligen, werden mit Plakaten und Unterschriftenlisten für das Sozialticket werben. Im Mai wird die Initiative mit einem Open-Air-Konzert auf die Unterschriftenaktion aufmerksam machen. Am Montag, wird das Bochumer Sozialforum ab 19.00 Uhr im Sozialen Zentrum beraten, welche weiteren Aktionen noch möglich sind, um den erforderlichen Druck auf den Rat der Stadt Bochum zu erhöhen.


Freitag 11.04.08, 15:00 Uhr

Ralph Giordano: „Erinnerungen eines Davongekommenen“

Am Dienstag, 15. April, um 20.00 Uhr liest Ralph Giordano in den Kammerspielen aus seinem Buch „Erinnerungen eines Davongekommenen“. Das Schauspielhaus schreibt: »Ralph Giordano berichtet darin von seinen Kindheitserlebnissen als Sohn einer jüdischen Mutter. Giordano erzählt, wie er als Zehnjähriger über Nacht mit der Macht des Dritten Reichs konfrontiert wurde, wie er mit Siebzehn das Leben seiner geliebten Mutter beenden wollte, um ihr ein schlimmeres Schicksal zu ersparen und wie die Familie dennoch überlebte und erlebte, woran sie nicht mehr geglaubt hat: die Befreiung. Trotz des politischen Hintergrunds dieses Zeitdokuments ist es ein ganz und gar persönliches Buch, die Bilanz eines großen Humanisten. Ralph Giordano wurde 1923 in Hamburg geboren. Nach der Befreiung am 4. Mai 1945 arbeitete er als Journalist und Publizist und ist seit 37 Jahren für das deutsche Fernsehen tätig. Er ist Autor zahlreicher Bestseller, darunter „Die Bertinis“, „Ostpreußen ade“ und „Deutschlandreise“.«


Freitag 11.04.08, 08:00 Uhr

Der Pate des Eurofighters wirbt für das Konzerthaus

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Das Bochumer Friedensplenum erinnert mit dieser Fotomontage auf seiner Webseite daran, dass Norbert Lammert, der sich gern als Kulturpolitiker darstellt, u. a. Pate des Eurofighters war und zu den übelsten Rüstungspolitikern der vergangenen Jahrzehnte gehört.


Donnerstag 10.04.08, 21:30 Uhr

„echte Gefühle“ in der Goldkante

echte-gefuehle.jpgAm 15. Mai um 22.00 Uhr startet die neue Staffel der Bochumer Theater-Serie „echte Gefühle“ in der Goldkante. Die Einladung vermerkt ganz bescheiden: „Im letzten Jahr verursachten die ersten zehn Folgen der skurrilen Story um Schumann (der von sich behauptet, außerirdisch zu sein) und Heike (die angehende Serienkillerin) Suchtphänomene in der Nachtbar-Clubheim-Wohnzimmer-Kneipe „Goldkante“. Das 99cent theater – ein mutiges Team junger Autoren, Schauspieler, Videokünstler und einem Regisseur- zeigte, wie nah einem Theater kommen und gehen kann. mehr…


Donnerstag 10.04.08, 21:00 Uhr

Film: Kindertransport in eine fremde Welt

kindertransport.jpgDie Bochumer SJD-Die Falken zeigen am 24. April, um 11.00 Uhr im Bochumer Union-Filmtheater den preisgekrönten Dokumentarfilm „Kindertransport in eine fremde Welt“. In den letzten neun Monaten vor dem Zweiten Weltkrieg organisierte Großbritannien eine beispiellose Hilfsaktion, bei der mehr als 10.000 jüdische und andere Kinder aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei in britische Pflegefamilien und –heime gebracht wurden. Sie sollten später wieder mit ihren Eltern vereint werden, doch nur wenige haben ihre Familien wieder gesehen. – Der Film dokumentiert diese unter dem Begriff „Kindertransport“ durchgeführte Aktion mit einer Fülle sorgfältig recherchierten Bildmaterials und zahlreichen Interviews mit geretteten Kindern, Rettern, Eltern und Pflegeeltern. Er zeigt auch, welche Spuren diese Aktion bei den Kindern hinterlassen hat. Eines dieser Kinder ist Deborah Oppenheimer, die Produzentin des Films. Die Einladung zum Film.


Mittwoch 09.04.08, 16:00 Uhr
Ermittlungen zum Synagogenbrand in Bochum am 9. November 1938

„Ich kann mich nicht entsinnen“

synagoge-zerstoert.jpgAm Sonntag, 13. April, um 18.00 Uhr findet in den Kammerspielen am Schauspielhaus Bochum unter dem Titel „Ich kann mich nicht entsinnen“ eine beachtenswerte Inszenierung zu den Ermittlungen über die Zerstörung der Synagoge in Bochum am 9. November 1938 statt. Als in der Reichspogromnacht 1938 die Nazis die Bochumer Synagoge anzündeten und den Brand mit Benzin beschleunigten, war die ganze Stadt auf den Beinen. Aber niemand hat nachher etwas Belastendes aussagen wollen. Die Vernehmungsprotokolle der Angeklagten, die sich 1949 vor dem Bochumer Landgericht verantworten mussten, sind der zentrale Bestandteil dieses Abends. Die Leiterin des Bochumer Stadtarchivs Ingrid Wölk hat die Prozessakten recherchiert. Mitglieder des Schauspielhauses setzen die Ausreden der Befragten – vom damaligen Oberbürgermeister über den Kreisleiter der NSDAP bis hin zum Feuerwehrmann – in Szene. Kein Täter wurde bestraft. Die Richter waren schließlich die gleichen Richter wie zur Zeit des Faschismus. Der Intendant des Schauspielhauses Elmar Goerden hat deutlich gemacht, dass ihm diese Inszenierung persönlich wichtig ist. Er stammt aus einer jüdischen Familie. Er wird selber Texte lesen, „obwohl“, so Goerden, „das Schauspieler sicher besser können“.  Es lesen außerdem: Thomas Anzenhofer, Manfred Böll, Benno Ifland, Oliver Möller und Klaus Weiss unter der Regie von Judith Ittner. Vor der Veranstaltung werden Prof. Klaus Tenfelde und Dr. Ingrid Wölk um 17.00 Uhr in der Speisekammer eine Einführung in das Thema geben. Die szenische Darstellung in den Kammerspielen wird begleitet von den Bochumer SymphonikerInnen unter der Leitung von Harry Curtis.
Schulklassen erhalten für die Veranstaltung einen Sondertarif von 3 Euro pro SchülerIn.