Archiv - Mai 2017

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Dienstag 23.05.17, 20:50 Uhr

“Kriminalisierung von armen
Menschen im öffentlichen Raum”

Die Bochumer CDU-Fraktion kündigt auf ihrer Webseite an, dass sie in der nächsten Sitzung des Rates die Verwaltung beauftragen will “zu prüfen, in wie weit die Einrichtung eines probeweise befristeten Konsumverbotes von Alkohol außerhalb der konzessionierten Außengastronomie für die Sommermonate 2018 möglich ist”. Die Wohnungslosenhilfe des gemeinnützigen bodo e.V. nimmt die Ankündigung mit Befremden auf. Während nach den Plänen der CDU-Fraktion unter freiem Himmel getrunken werden darf, wenn gut bezahlt wird, etwa in den Außengastronomien, auf dem Konrad-Adenauer-Platz oder bei Bochum Total, richtet sich der Vorstoß offensichtlich gegen Menschen, die sich die Preise dort nicht leisten können. (weiterlesen)

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Dienstag 23.05.17, 20:25 Uhr

Ein detektivisches Dokumentarprojekt


Am Montag, dem 29. Mai 2017 lädt die Paritätische Akademie NRW in Kooperation mit der Rosa Strippe um 19.00 Uhr zu einem Filmabend in das Haus des Vereins in der Kortumstraße 143 ein. Im Mittelpunkt des Abends steht der Lebensweg von Willi Heckmann, dessen Geschichte sein Neffe Klaus Stanjek rekonstruiert und in einem filmischen Dokumentarprojekt festgehalten hat. Willi Heckmann, fröhlicher Unterhaltungsmusiker, der über fünf Jahrzehnte lang in ganz Deutschland auftrat, sei das “schwarze Schaf” der Familie gewesen, “erst als ich 40 war, erfuhr ich fast zufällig, dass er schwul war und wegen seiner sexuellen Orientierung acht Jahre in Konzentrationslagern verbracht hatte”, so der Autor des Films in einem Interview. Und er fragte sich, wieso sein Onkel überlebt hatte und wieso ihm dessen Schicksal so lange verheimlicht wurde. (weiterlesen)

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Dienstag 23.05.17, 19:03 Uhr

Bochum hat genau zwei Straßen mit durchgängigen Radverkehrswegen.

Klaus Kuliga schreibt auf der Webseite des ADFC: »Ein sensationelles Ergebnis: Im Ranking der Großstädte über 200.000 Einwohnern hat sich Bochum vom drittletzten Rang (Platz 37) auf den 23. Platz vorgeschoben und dafür die Auszeichnung als bester “Aufholer” unter den Großstädten erhalten. Wie das? Ist Bochum jetzt plötzlich eine fahrradfreundliche Stadt oder stimmt da etwas nicht? Bochum ist seit dem 25. August 2016 offizielles Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der fußgänger- und fahrradfreundlichen Städte in NRW (AGFS). Mit der Bewerbung und dem Aufnahmeverfahren waren umfangreiche Bemühungen der Stadt verbunden, Bochum auf allen Kanälen so fahrradfreundlich wie möglich darzustellen. (weiterlesen)

Dienstag 23.05.17, 18:37 Uhr

Solidarität mit der Instandbesetzung

Die am gestrigen Montag veröffentlichte Stellungnahme des Netzwerks Stadt für alle zur Besetzung des Hauses Herner Straße 131 hat eine Solidaritätswelle ausgelöst. Viele Gruppen und Organisationen unterstützen nun den Text. Die Liste bisher:  Bochumer Linksfraktion; Bochum-Prekär; Compania Bataclan; Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend e.V.;Netzwerk Stadt für alle Bochum; Netzwerk X; One World Dappe e.V.; Partei Die Linke Bochum; Radio El Zapote; Redaktion bo-alternativ; Soziale Liste im Rat; Soziokulturelles Zentrum Bhf. Langendreer; Soziales Zentrum Bochum; Tierbefreier Bochum; botopia und labournet.”

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Dienstag 23.05.17, 17:18 Uhr
Mieterverin zur Hausbesetzung:

Reden, nicht räumen!

Der Mieterverein Bochum zeigt Verständnis für die Hausbesetzer*innen an der Herner Straße. Geschäftsführer Michael Wenzel: “Es ist schade, das junge Leute zu rechtswidrigen Mitteln genötigt werden, um ein wichtiges und richtiges Signal zu setzen. Nach offiziellen Angaben stehen in dieser Stadt immer noch mehr als 7000 Wohnungen leer. Gleichzeitig wird es für Einkommensschwache immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden, und die Hälfte aller Flüchtlinge lebt immer noch in Übergangs-Unterkünften.” (weiterlesen)

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Montag 22.05.17, 16:06 Uhr

Marxistische Stalinismuskritik

Der Bochumer Historiker und Soziologe Christoph Jünke hat eine 616 Seiten umfassende Anthologie mit dem Titel Marxistische Stalinismuskritik im 20. Jahrhundert herausgegeben. Der Klappentext: ”Hat sich die Russische Revolution 1917 im Stalinismus bis zur Kenntlichkeit oder bis zur Unkenntlichkeit verändert? Ist die Entwicklungsgeschichte von Lenin zu Stalin eine Geschichte des Bruchs oder der Kontinuität? Nicht zu bestreiten ist jedenfalls, dass das, was wie ein Alp auf den Hirnen auch unserer Gegenwart lastet, seine schärfsten Kritiker schon damals vor allem von links gefunden hat. Die vorliegende Anthologie dokumentiert erstmals umfassend die großen Linien dieser marxistischen Stalinismus-Kritik im 20. Jahrhundert. (weiterlesen)

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Montag 22.05.17, 15:17 Uhr

Instandbesetzung

Das Netzwerk  Stadt für Alle Bochum begrüßt die Initiative gegen Leerstand in der Herner Straße und schreibt: »Am 19.5.17 hat eine Gruppe von jungen Bochumer*innen das Haus Herner Str.131 besetzt. Das denkmalgeschützt Gebäude war seit einem dreiviertel Jahr komplett leerstehend. Zuvor war das Geschäft im Ladenlokal sowie die Bewohner*innen der 8 Mietwohnungen ausgezogen. Es gab massiven Instandhaltungsstau, Schimmelprobleme und kaum noch sichtbares Handeln der Vermieterin. Daher unterstützen wir die Forderung der Besetzer*innen den Leerstand zu beenden.  Das Haus Herner Str. 131 steht exemplarisch für viele leerstehende Gebäude in Bochum. Sie sind de facto nicht nutzbar. In diesem Fall scheint die Vermieterin finanziell und/oder organisatorisch nicht in der Lage gewesen zu sein, die Wohnungen im bewohnbaren Zustand zu halten. In anderen Fällen weigern sich Vermieter gute Wohnungen zu vermieten. Die Folge ist die Gleiche, die Wohnung bleibt leer und wird mit der Zeit immer unbewohnbarer. (weiterlesen)

Montag 22.05.17, 11:12 Uhr

Zwangsarbeit in Bochum

Der Kinder- und Jugendring und das Kommunale Integrationszentrum laden am Dienstag, 30. Mai um 18.00 Uhr im Stadtarchiv, Wittener Str. 47 zu einer Veranstaltung ein, um über Zwangsarbeit in Bochum zu informieren: »Auf dem Bochumer Stadtgebiet sind im Zweiten Weltkrieg über einhundert Lager und Unterkünfte für mehr als 32.500 Zwangsarbeiter betrieben worden. Die Zwangsarbeiter wurden in der Landwirtschaft, in Handwerksbetrieben und in der Industrie ausgebeutet und sie mussten eine schreckliche Leidenszeit erdulden. Das enge Zusammenleben und miserable hygienische Verhältnisse förderten die Ausbreitung von Seuchen und Ungeziefer. Für viele – durch Unterernährung ohnehin geschwächte Gefangene – bedeutete das den sicheren Tod. (weiterlesen)

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Montag 22.05.17, 08:44 Uhr
Performance. Lesung. Musik. Diskussion.

MAIZ – Das was Leben trägt

Am Freitag, den 2. Juni um 18 Uhr findet im Gemeinschaftsgarten Bochum – Alsenstraße 19a (Hinterhof) eine Performance zum Thema Mais statt. Die Ankündigung: »Das Wort ›Mais‹ stammt aus dem Taíno, einer Sprache indigener Gruppen der Karibik und bedeutet wörtlich ›das, was Leben trägt‹. Die Kulturpflanze mit einer Vielfalt von ca. 60 Sorten, allein in Mexiko, ist allerdings – zumindest in ihrer Diversität vom ›Aussterben‹ bedroht. Doch handelt es sich nicht nur um das Verschwinden einer Pflanze, die weltweit ein kulturelles wie auch kulinarisches Nahrungsmittel darstellt; durch Technologisierung und Optimierung des Saatguts, wie auch dem Einsatz von Gentechnik wurde aus einem Kulturgut eine industrialisierte Ware.
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Sonntag 21.05.17, 13:52 Uhr

„Pastors for Peace“ & Cuba

Die Humanitäre Cubahilfe lädt am Mittwoch, den 24. Mai um 19:30 Uhr zu einem Reisebericht von Dr. Edgar Göll in die Ev. Stadtakademie, Westring 26 c zum Thema ein: Mit den „Pastors for Peace“ (IFCO)    durch die USA und KUBA“. In der Ankündigng heißt es: »Seit 1992 haben Pastors for Peace“ (IFCO) unter Leitung von Reverend Lucius Walker (1930 – 2010)  jährlich Unterstützungs- und Freundschaftskarawanen von den USA über Mexiko und Kanada nach Kuba organisiert. Ziel war es, die völkerrechtswidrige Blockade der USA zu brechen und letztlich beenden zu helfen. (weiterlesen)

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Sonntag 21.05.17, 13:04 Uhr

Unterstützung für die BesetzerInnen

Die “Anarchistische Unterstützungsgruppe für 131BO” schreibt: »Wir waren gestern Nachmittag in der Innenstadt und Umgebung unterwegs und haben dort unseren Soliflyer in etwa ein Dutzend linken Läden, einigen Straßen sowie an Passant*innen verteilt. Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich. Neben ein paar negativen, waren viele sehr positive dabei. Einige Menschen berichteten uns auch, dass sie bereits von der Besetzung gehört hätten. Wir ermutigten die Menschen  mal vorbei zuschauen und sich selbst ein Bild zu machen. Eine gute Gelegenheit ist das gemeinschaftliche Grillen Heute um 17.00 Uhr.
Folgt dem Squat auf twitter.«

Sonntag 21.05.17, 08:33 Uhr

BoBiennale sucht HelferInnen

Die BoBiennale (8. – 18. Juni 2017) rückt näher und die OrganisatorInnen des Kunst- und Kulturfestivals der Freien Szene präsentieren jetzt Programmheft und schreiben: »Das Heft beinhaltet nicht nur eine detaillierte Terminaufstellung, sondern auch kurze Beschreibungen der teilnehmenden Künstler, es stellt die vielfältigen Veranstaltungsorte vor und hält die ein oder andere überraschende Information bereit. Dazu ist es handlich, übersichtlich, liebevoll gestaltet und immer griffbereit. Ein praktisches, unverzichtbares Nachschlagewerk für jede/n Besucher/In! Das Heft erscheint in einer Auflage von 5.000 Stück und wird an den beteiligten Spielorten und im Bochumer Stadtgebiet verteilt. Im Q1 – Eins im Quartier. Haus für Kultur, Religion und Soziales in der Halbachstrasse 1 gibt es die Möglichkeit, in der Zeit von 09.00 – 16.00 Uhr selbst Exemplare zu erhalten. Das Organisations-Team der BoBiennale sucht noch Freiwillige (Volunteers) zur Unterstützung: (weiterlesen)

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Samstag 20.05.17, 22:03 Uhr

BesetzerInnen laden zum Grillfest

Seit dem gestrigen Freitag ist das leerstehende Haus in der Herner Straße 131 besetzt. “Wir möchten hier ein selbstverwaltetes Nachbarschaftszentrum eröffnen”, sagt die Pressesprecherin der AktivistInnen und erklärt weiter: “Neben der Schaffung von Räumlichkeiten, in denen sich Menschen treffen und engagieren können, ohne Geld auszugeben, soll die Besetzung auch zeigen, dass trotz Obdachlosigkeit und Mangel an sozialem Wohnungsbau hier in Bochum Häuser wie dieses über lange Zeit leerstehen gelassen werden. Wir wollen den Leuten Türen zu Räumen öffnen, die sie dringend brauchen. Am morgigen Sonntag, den 21. Mai, findet ab 18:00 Uhr ein Grillfest in der Herner Straße 131 statt. Alle Nachbarinnen und Nachbarn, Freunde und Interessierte sind herzlich eingeladen, um zu grillen, zu diskutieren und über die weitere Nutzung der Räumlichkeiten nachzudenken. Aktuell stehen wir mit der Eigentümerin des Hauses in Kontakt, um mit ihr über die verschiedenen Möglichkeiten zu sprechen, die diese Räumlichkeiten anbieten.”

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Samstag 20.05.17, 20:18 Uhr

Reclaim the City – Kundgebung des
Netzwerks »Stadt für Alle«

Unter dem Motto »Reclaim the City! – Her mit der Stadt!« veranstaltete das Netzwerk »Stadt für Alle« vor dem Bochumer Musikforum am Abend des 19. Mai 2017 eine Kundgebung zu den Themen, steigende Mieten, Leerstände und rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, an der sich rund 70 Menschen beteiligten. Unter Anderem berichtete Tareq Alaows, von der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum, von den Schwierigkeiten, denen Geflüchtete bei der Wohnungssuche ausgesetzt sind: Bürokratische Hürden, Behördenwillkür und rassistische Diskriminierung durch Privatvermieter oder Wohnungsbaugesellschaften. Noch immer ist rund die Hälfte der in Bochum lebenden Flüchtlinge in Sammelunterkünften oder Gemeinschaftswohnungen untergebracht. Ursprünglich war eine Tanzdemo des Netzwerks »Stadt für Alle« geplant. Sie wurde angesichts des Dauerregens abgesagt. Im Anschluss an die Kundgebung besuchten viele Teilnehmer*innen die zeitgleich stattfindende Hausbesetzung an der Herner Straße 131 und drückten ihre Solidarität aus.

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Samstag 20.05.17, 06:13 Uhr

Solidarität mit den HausbesetzerInnen

Die Antifaschistische Linke Bochum erklärt: »In den Abendstunden des 19. Mai 2017 wurde in Bochum das Haus auf der Herner Straße 131 besetzt. Der unbewohnte Altbau stand lange Zeit leer und wurde seinem Verfall überlassen. Das zentral gelegene Gebäude, das mehreren Parteien innenstadtnahen Wohnraum bieten würde, soll demnächst zwangsversteigert werden. Durch den Leerstand sind Mängel am Gebäude entstanden, sodass ohne Weiteres niemand darin wohnen könnte – ein untragbarer Zustand, denn bezahlbarer Wohnraum in Citynähe ist bei einer studentenreichen Stadt wie Bochum, in die in den vergangenen Monaten zahlreiche Menschen aus Kriegsgebieten geflohen sind, von größter Notwendigkeit! Der stetig steigende Wohnpreisspiegel in unserer Stadt und die schleichende Aufwertung bestimmter Straßenzüge verdrängen alteingesessene Mieter*innen und verwehren Geringverdienenden die Vorzüge eines innenstadtnahen Lebens.  Aus diesen Gründen erklären wir uns solidarisch mit den Hausbesetzer*innen, die den Mut aufgebracht haben, diesen radikalen Schritt zu gehen und durch ihr Handeln Wohnraum erkämpfen wollen. Wir empfinden die Hausbesetzung aus erklärten Gründen als legitim und rufen dazu auf die Besetzer*innen zu unterstützen. Kommt zur Hernerstr.131 in Bochum.  Mehr Informationen zur Besetzung auf twitter.com/squatbo«

 
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