Archiv - November 2006

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Donnerstag 30.11.06, 22:01 Uhr

AStA der Ruhr-Uni verurteilt “das nicht nachvollziehbare und brutale Vorgehen derPolizei”

Zu den den Polizeiübergriffen gegen die heutige “Reclaim-the-Street-Party” erklärte der AStA der Ruhr-Uni: “Der AStA der Ruhr-Uni verurteilt das nicht nachvollziehbare und brutale Vorgehen der Polizei gegen die feiernden Studierenden”, sagt der AStA-Referent Jonas Spiegel. “Ein solches Verhalten staatlicher Organe kann in keinem Fall akzeptiert werden.”
Um über die Vorfälle in der Innenstadt aufzuklären und der Presse das Gespräch mit AugenzeugInnen und Opfern der Polizeigewalt zu ermöglichen, lädt der AStA der Ruhr-Uni am Freitag zu einem Pressegespräch ein.

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Donnerstag 30.11.06, 22:00 Uhr

Polizeigewalt gegen studentische Party

global-action-day.jpgIm Rahmen des “Global Action Day for Education” haben sich heute etwa 100 Studierende in der Bochumer Innenstadt getroffen, um dort im öffentlichen Raum mit einer “Reclaim the Streets”-Party für freie Bildung und ein gerechtes Gesellschaftssystem einzustehen.
Nachdem die Studierenden ab etwa 15 Uhr friedlich und bunt in der Innenstadt auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht haben, kam es gegen 16 Uhr zu einem brutalen Polizeiangriff auf die feiernden Studierenden. Ohne Vorwarnung hat die anrückende Polizei Studierende aus kurzer Entfernung mit Pfefferspray verletzt. Mehrere bei der Aktion Anwesende wurden brutal zu Boden geworfen, ohne dass ein Grund zu erkennen war. polizei.jpgDie Polizei hat drei Studierende aus der Menge herausgegriffen und festgenommen. Sie wurden dabei zum Teil auf den Boden geworfen, gewürgt, und mit dem Gesicht gegen harte Gegenstände geschlagen. Diese Übergriffe erfolgten, ohne dass die Polizei zuvor versucht hat, die Demonstration aufzulösen oder dass die TeilnehmerInnen aufgefordert wurden, die Demonstration zu verlassen. Dies ist bei zivilisierten Einsätzen bei unangemeldeten Demonstrationen üblich.
Die an den Übergriffen beteiligten PolizistInnen haben sich auch geweigert, ihre Namen oder ihre Dienstnummern anzugeben. Die von der Gewalt Betroffenen haben inzwischen eine Anwältin eingeschaltet und behalten sich rechtliche Schritte vor.

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Donnerstag 30.11.06, 22:00 Uhr
Norwegische Botschaft äußert sich zu „Thor Steinar“:

“unannehmbar und unerwünscht”

Vor ca. zwei Wochen hat sich das Polit-Café Azzoncao an das Norwegische Außenministerium gewandt, um mehr über die Beschwerde Norwegens gegen die Verwendung der norwegischen Flagge auf “Thor Steinar”-Produkten in Erfahrung zu bringen. Azzoncao schreibt: »Die extrem rechte Marke, die in Bochum nun vom Nazi-Shop “Goaliat!” vertrieben wird, versteckt sich gerne hinter Bezügen auf Norwegen und ein “nordisches Freiheitsgefühl”, so der stellv. Geschäftsführers Reiner Schmidt : “wir orientieren uns an Norwegen, deshalb die Runen. Eine Wolfsangel wird da nur reininterpretiert.”
Um dieser Verschleierung entschiedener entgegentreten zu können, wollten wir nun die Ansicht der norwegischen Behörden zu den Produkten der Firma MediaTex genauer in Erfahrung bringen. (weiterlesen)

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Donnerstag 30.11.06, 19:00 Uhr

35. Kunstauktion von amnesty international

Die vier in Bochum ansässigen Gruppen der Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) veranstalten am 10. Dezember im Schauspielhaus bereits zum 35. Mal ihre vorweihnachtliche Kunstauktion. Der Auktion geht vom 3. bis 9. Dezember eine einwöchige Ausstellung der Exponate im Foyer des Schauspielhauses voraus. Die Eröffnung der Ausstellung findet am kommenden Sonntag um 17.00 Uhr statt.
Mit den Einnahmen der Auktion finanziert ai eine Reihe von wichtige Aktivitäten. So werden u. a. die Opfer von Menschenrechtsverletzungen unterstützt. Ai Bochum arbeitet z. B. seit Jahren erfolgreich mit der „Coordinadora“ in Peru zusammen. Hierbei handelt es sich um einen Dachverband von Menschenrechts- und Selbsthilfegruppen, die sich um die medizinische und psychologische Betreuung der Opfer des Bürgerkrieges kümmern. Näheres.

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Mittwoch 29.11.06, 22:00 Uhr

Er wird uns fehlen!

Am Sonntag, den 26. November ist Peter Warnke im Alter von 57 Jahren gestorben.
Zusammen mit seiner Frau Martina und seinen Kindern und Enkelkindern werden ihn viele Dahlhauser und Dahlhauserinnen vermissen.
In Dahlhausen hat Peter gewohnt und gearbeitet. Im Stadtteilladen “Regenbogen” hat er kleine und große Stadtteilbewohner(-innen) mit Geduld und Humor mit dem Computer bekannt gemacht und auf Plakaten, Flugblättern und erstmals online! für die Ideen, Kulturveranstaltungen, Diskussionsabende, Arbeitskreise und Publikationen des soziokulturellen Zentrums geworben. Er hat sich im IFAK-Jugendzentrum E 57 für Kinder und Jugendliche engagiert und sich mittels unermüdlicher Internetrecherchen in seinem heimischen Arbeitszimmer über die großen und kleinen Protestaktionen gegen Armut, Arbeitslosigkeit und Ausländerfeindlichkeit informiert, um sein Wissen an andere Interessierte weiterzugeben.
Alle diejenigen, die sich zusammen mit seiner Familie an “das alles und noch viel mehr” in Peters viel zu kurzem Leben erinnern und von Peter Abschied nehmen möchten, lädt Martina am Sonntag, den 3.12. um 15 Uhr zu einer Erinnerungsfeier in das Stadtteilzentrum Dahlhausen, Am Ruhrort 14, ein.

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Mittwoch 29.11.06, 16:29 Uhr

Stellungnahmen der Ratsfraktionen zur Rücktrittsforderung an die Sozialdezernentin

CDU, FDP und UWG fordern im Zusammenhang mit dem Tod des Kleinkindes Justin den Rücktritt der Bochumer Sozialdezernentin. Sie habe die Ratsmitglieder getäuscht: “Sowohl im Jugendhilfeausschuss als auch im Rat wurde bei den Parlamentariern der Eindruck erweckt, dass die Hauptschuld in diesem Fall beim behandelnden Krankenhaus läge. Nach Aussagen der Sozialdezernentin konnte aufgrund der telefonischen Meldung der Klinik von einer Kindeswohlgefährdung nicht ausgegangen werden. Fakt ist – dies haben der Prozessverlauf und auch unsere Akteneinsicht eindeutig ergeben – die behandelnde Ärztin der Kinderklinik hat mehrfach im Jugendamt angerufen und ausdrücklich den Verdacht auf Kindesmisshandlung geäußert. Der Bericht des Krankenhauses, der lt. Aussage der Sozialdezernentin erst viel zu spät beim Jugendamt eintraf und von daher unberücksichtigt blieb, wurde lt. Aktenlage vom Jugendamt selbst angefordert. Er lag 14 Tage später im Amt vor, Monate vor dem Tod Justins.” Die Stellungnahme von CDU, FDP und UWG.
Die PDS.Linksfraktion erklärt: “Dass FDP und UWG ihre Rücktrittsforderungen erneuern, erstaunt uns angesichts fehlender neuer Erkenntnisse. (weiterlesen)

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Mittwoch 29.11.06, 16:00 Uhr
Freie Uni Bochum friert weiter:

Ruhr-Uni-Leitung lässt Heizung kalt

Die Freie Uni schreibt: »Die Kontroverse zwischen Freier Universität Bochum (FUB) und dem Rektorat der Ruhr-Uni Bochum (RUB) ist weiterhin nicht beigelegt. Ein am vergangenen Montag eröffnetes Angebot der RUB-Leitung, der FUB andere Räumlichkeiten für ihre Aktivitäten anbieten zu wollen, geht am Kern des aktuellen Vorhabens der Studierenden der Freien Uni vorbei: Die zum Teil von um die 100 Teilnehmenden besuchten Veranstaltungen, die im alternativen Vorlesungsverzeichnisses für das Wintersemester 2006/07 angekündigt sind, sollen weiterhin im bislang genutzten, zentral auf dem Campus gelegenen Querforum West durchgeführt werden. (weiterlesen)

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Mittwoch 29.11.06, 12:08 Uhr
Linksfraktion zu Nazi-Ramsch auf Flohmärkten:

Kontrolle ist besser

Die Linksfraktion.PDS schreibt: »Eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung warnt davor, dass sich rechtsextremes Gedankengut immer stärker in der Gesellschaft verbreitet. Auch in unserer Stadt findet eine Debatte darüber statt, wie Rechtextremismus am besten zu bekämpfen ist. Und das ist gut so; hat doch erst vor einigen Wochen in Ehrenfeld ein Laden eröffnet, der Kleidung mit eindeutig rechter Symbolik verkauft.
Gerade Symbole sind für Jugendliche oft ein Mittel, um eine Protesthaltung zum Ausdruck zu bringen. Da erschreckt es natürlich, wenn man auf Flohmärkten immer wieder verfassungswidrige Bücher oder andere Gegenstände, wie NS-Orden, erwerben kann. Denis Herrenbrück, Sachkundiger Bürger der Linksfraktion im Ausschuss für Umwelt und Öffentliche Ordnung, will der Sache auf der Sitzung des Ausschusses am 30.11. nachgehen und fragt die Verwaltung, ob das Ordnungsamt die Flohmärkte daraufhin überprüft, ob verfassungswidrige Gegenstände zum Verkauf angeboten werden. (weiterlesen)

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Dienstag 28.11.06, 22:00 Uhr
Treibgut präsentiert: Gestrandet 19

Literatur aus dem verschollenen Leben

mit GewinnerInnen und TeilnehmerInnen des Literaturwettbewerbs

Am Donnerstag, dem 30. November präsentiert die Literaturinitiative Treibgut auf den Bühnenplanken des Kulturcafés der Ruhr-Uni ab 20 Uhr zwei der erfolgreichen TeilnehmerInnen des bundesweiten Literaturwettbewerbs “AUF-BRUCH-STELLEN”. In der Einladung heißt es: »Der Dortmunder Autor Mirko Kussin – Gewinner des ersten Preises (geteilt mit dem Weimarer Autorenkollektiv Schroeter und Berger) – und Anna Zygiel (Bochumer Sonderpreis) werden ihre Texte im Uni-Kulturcafé vorstellen. Gemeinsam mit Jan Bojaryn aus Essen, dessen Geschichte Entfleischer ebenfalls in der Anthologie des Wettbewerbs nachzulesen ist, repräsentieren die beiden RUB-Studierenden den Ruhrgebietsanteil der Beiträge. (weiterlesen)

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Dienstag 28.11.06, 19:37 Uhr
Samstag, 2. Dezember, 14.30 Uhr, Bahnhof Langendreer:

Schöner Leben ohne Naziläden

Azzoncao,  das Polit-Café, das jeden 1. Samstag des Monats im Bahnhof Langendreer über “antifaschistische, antikapitalistische und emanzipatorische Themen informiert und diskutiert”, beschäftigt sich am kommenden Samstag mit dem Nazi-Laden Goaliat, der an der Oskar Hoffmann Straße aufgemacht hat.  Ein Referent vom „antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V.“ wird über die sächsische Kampagne „Schöner Leben ohne Naziläden“, Thor Steinar und rechten Lifestyle informieren.
Anschließend wird diskutiert, welche Aktionen in Bochum bezüglich des Ladens laufen sollen.
Auf bo-alternativ.de wird zur Zeit ein “special” zu dem Laden angelegt. Hier sind alle bisherigen Meldungen und Dokumente von bo-alternativ.de zusammengefasst. Das ganze wird in den nächsten Tagen noch durch weitere Dokumente und Links ergänzt. Zum bo-alternativ-special.

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Montag 27.11.06, 22:00 Uhr
Freie Uni Bochum gegen Populismus:

“Abenteuerspielplätze erhalten!”

Die Freie Uni schreibt: »Im Streit um die Zukunft der Freien Universität Bochum (FUB) greift die Ruhr-Uni zu populistischen Phrasen. In einer Antwort des RUB-Pressesprechers Josef König auf einen offenen Brief wird die Freie Uni als „Abenteuerspielplatz“ bezeichnet, für den kein Geld der „Steuerzahler“ ausgegeben werden solle. Dazu erklärt Katharina Teiting von der Freien Uni Bochum: „Als Freie Uni stehen wir für den Ausbau eines freien und gerechten Bildungssystems vom Kindergarten bis zur Hochschule. Deswegen können wir nicht hinnehmen, dass die Ruhr-Uni Abenteuerspielplätzen populistisch die Förderungswürdigkeit abspricht, um die Freie Uni zu diffamieren.“
Abenteuerspielplätze sind ein wichtiger Bestandteil der offenen Kinder- und Jugendarbeit, die seit den 60er Jahren auch mit Unterstützung von Aktiven aus der Studierendenbewegung aufgebaut worden sind. Mit den kostenlos zugänglichen Einrichtungen wird die Funktionalisierung öffentlicher Räume hinterfragt und die soziokulturellen Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche werden verbessert. (weiterlesen)

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Montag 27.11.06, 16:40 Uhr
Mittwoch, 29. November, 19.30 Uhr, Bahnhof Langendreer

„Land unter Strom“

Staudämme - Millionengewinne auf Kosten von Mensch und Natur

Für die sog. Entwicklungsländern gelten Staudämme weiterhin als Motor für wirtschaftlichen Aufschwung. Doch die negativen Merkmale überwiegen bei weitem. In Mittelamerika sind zahlreiche Staudämme geplant und in Konstruktion. Der Film „Land unter Strom“ zeigt an vier Beispielen aus Honduras, Guatemala und Mexiko die gravierenden ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Wasserkraftwerken sowie die dahinter stehenden Profitinteressen. Die Beteiligung deutscher Unternehmen wird ebenso dokumentiert wie der Widerstand gegen Enteignung und Naturzerstörung.
Das Filmteam Dorit Siemers und Heiko Thiele (Zwischenzeit e.V., Münster) reiste fünf Monate durch Südmexiko und Mittelamerika. Sie begleiteten Betroffene und Organisationen, die Widerstand gegen Fremdbestimmung und Ausverkauf der Ressourcen leisten. Auf der anderen Seite kommen UnternehmerInnen und PolitikerInnen zu Wort.
Nach der Vorführung steht das Filmteam für Fragen und Diskussion zur Verfügung.

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