Die BestsellerautorInnen Anne Weiss und Stefan Bonner (Foto) lesen am kommenden Sonntag, den 13.11. um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer aus ihrem aktuellen Werk „Heilige Scheiße“. Ihr Buch „Generation Doof“ stand lange auf der Bestsellerliste. Mit „Heilige Scheiße“ treten die beiden nun eine irrwitzige Pilgerreise durchs Land an und staunen über religiöse Verwahrlosung, Papst-Partys und klerikale Skandale. Weiss und Bonner nehmen Ahnungslose und Erleuchtete unter die Lupe und stellen fest: Immer mehr Menschen finden, dass sie auch als Heidenkinder einen Heidenspaß haben können. Wären wir denn ohne Religion wirklich besser dran?
Freitag 11.11.11, 15:58 Uhr
Abraham-Pokal des Jugendrings geht an die Schillerschule:
Der „Abraham-Pokal“ des Kinder- und Jugendringes wird im Schuljahr 2011 / 2012 an die die Schiller-Schule gereicht. Die Auftaktveranstaltung „Schillernde Momente“ findet am Mittwoch, den 16.11. um 19.00 Uhr in der Aula der Schiller-Schule statt. In einer Presseerklärung schreibt der Jugendring: »Um junge Menschen zu ermutigen, gegen Rassismus und Intoleranz in der Gesellschaft aktiv zu werden, wird in Bochum seit 2006 jährlich der „Abraham-Pokal“ an eine Schule verliehen. Das Besondere dabei ist, dass der Pokal nicht für Geleistetes verliehen wird, sondern Aufforderungs-charakter hat. Die Schule, die den Pokal annimmt, verpflichtet sich, ein Jahr lang Projekte für Toleranz, für eine multikulturelle Gesellschaft und für einen interreligiösen Dialog durchzuführen. mehr…
Cafe P.O.T. bietet am Samstag, den 12. 11. um 18.00 Uhr im Sozialen Zentrum einen Workshop zum Thema„Einführung in die Festplattenverschlüsselung“ an. In der Einladung heißt es: »Sensible Daten hat jede_r auf dem eigenen Computer gespeichert. Gründe, diese abzusichern, gibt es viele: Partygäste, die gerne mal über private Emails herfallen, liegengelassene oder gestohlene Laptops, die mehr preisgeben, als man Facebook je anvertrauen würde, unangenehme Hausbesuche, etc. Vielen ist dies gar nicht bewusst oder egal, aber immer mehr fassen den Wunsch, ihre Daten zu verschlüsseln und so ihre Privatsphäre zu schützen. mehr…
Am Samstag, den 12.11 sind um 21:00 Uhr die Compania Bataclan und Afrolight im Kulturcafe an der Ruhr Uni zu hörten. In der Ankündigung heißt es: »Erst kürzlich zurück von einem Kurztrip und gemeinsamen Konzert mit ihren Freunden von Bandista/TR. vor 800 BesucherInnen in Istanbul, gefolgt von einem Gig mit dem Antwerp Gipsy Ska Orkestar/Belgien im Bhf.-Langendreer, spielt die Compania Bataclan, nachdem sie an diesem Wochenende in Frankfurt zum zweiten Mal ihre musikalische Visitenkarte hinterlassen werden, nun auch im Kultur-Cafe, als letztes Konzert in diesem Jahr in unserer Stadt, zum Tanz auf. Eine musikalische Rundreise mit Einflüßen aus Balkan-Klezmer-Reggae-Ska-franz.Musette und AfroBeats, einhergehend mit politischen und historischen Inhalten und Rückgriffen (Vertonung eines Brecht-Textes), wird charmant und witzig zu Gehör und auf die Bühne gebracht und in die Tanzbeine des Publikums katapultiert sowie der eine oder andere neue Track vorgestellt!
Als weiterer Programmpunkt gastiert Afrolight, mit in Bochum studierenden Musikern aus u.a. Kamerun, Benin, Burkina-Faso, die sich als Trommel- und Tanzgruppe verstehen und so die afrikanische Kultur einem internationalen Publikum näher bringen wollen.«
Die NPD schreibt auf ihrer Webseite, dass sie die Stadthalle Wattenscheid als Tagungsraum für ihren Bundesparteitag am kommenden Wochenende beantragt hat. Der Pressesprecher der Stadt Bochum hat dies inzwischen bestätigt.
Am Donnerstag, den 10.11. wird Frank Deppe um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer über die europäische Wirtschafts- und Finanzkrise, die auch eine Krise Europas ist, referieren. In der Ankündigung heißt es: »Die europäischen „Rettungsprogramme“ haben sich bisher als wenig nachhaltig erwiesen. Griechenland stürzt immer tiefer im die Krise, auch Irland und Portugal sind in den Krisenstrudel hineingerissen worden, Spanien droht möglicherweise das gleiche Schicksal. Und längst drohen Ratingagenturen weitere Länder wie Italien und Frankreich abzuwerten. mehr…
Die Pressesprecher der Stadt Bochum und des Bochumer Polizeipräsidiums erklären auf Nachfrage, dass ihnen über eine Klage um Tagungsmöglichkeiten bzw. über Vorbereitungen in Bezug auf einen Bundesparteitag der NPD in Wattenscheid nichts bekannt ist.
Von Mittwoch, 9. November 2011 bis Sonntag, 29. Januar 2012 zeigt die Musikschule, Westring 32 gemeinsam mit ku.bo e.V., dem Bochumer Förderverein für Künstler mit Behinderung, montags bis freitags von 9 bis 21 Uhr die Kunstausstellung “Farb-Klang IIâ€.
Die Vernissage findet am Mittwoch, 9. November um 19 Uhr im Kleinen Saal der Musikschule statt. Dabei spielt die integrative Band der Musikschule “Just Funâ€. Die VeranstalterInnen schreiben: “ Die Ausstellung ist der sichtbare Nachweis, dass Menschen, die im Allgemeinen als behindert gelten, sich in der Kunst oftmals als unbehindert zeigen. In der Kunst begegnen sich alle Künstler “auf Augenhöhe“. Die Qualität der Werke und ihre Strahlkraft sprechen für sich. Die ausstellenden Künstler sind: H.D. (Oskar) Gölzenleuchter, Tobias Jessberger, Gabi Moll, Benjamin Schütze, Alba Strauß, Barbara Tewes, Michael Timm, Dirk Wenke. mehr…
Das sehr sorgfältig berichtende Webportal NRW rechtsaußen schreibt: »Auch wenige Tage vor dem für den 12. und 13. November geplanten Bundesparteitag der NPD ist nicht klar, wo sich die etwas mehr als erwarteten 200 Delegierten und die eingeladenen Gäste treffen werden. Im Streit mit drei Stadtverwaltungen ist die Partei derzeit vor Verwaltungsgerichte gezogen, um doch noch öffentliche Räume nutzen zu können. Auch Bochum-Wattenscheid ist nach Angaben der NPD ein möglicher Veranstaltungsort.
„Der juristische Ausgang von drei Klagen um öffentliche Räume in Zell-Weierbach*, Neuruppin und Bochum-Wattenscheid kann täglich eine neue Situation schaffen“, teilte die NPD am Dienstag mit. Die Rechtsabteilung der Partei sei zuversichtlich, „daß wir bis Mitte der Woche mehr Klarheit über den Ort des Parteitages haben werden“. mehr…
Am Mittwoch, den 9. November ist um 19:00 Uhr im Bahnhof Langendreer ein Film im Rahmen der Ausstellung Betrifft: Aktion 3 zu sehen: Mariannes Heimkehr – Die Jüdin, der Beamte und das Dorf ist ein Dokumentarfilm der WDR-Autoren Stefan Röttger und Gert Monheim, der insbesondere die Shoah, die Arisierung und die deutsche Wiedergutmachungspolitik thematisiert. Marianne Winter (Foto) hat als Einzige ihrer Familie die Vernichtungslager der Nazis überlebt. Als sie 1945 in ihren Geburtsort Hemmerden (heute Vorort von Grevenbroich) zurückkehrt, wohnen in ihrem Elternhaus Fremde. Das Eigentum der Familie ist in der Nazizeit versteigert worden und befindet sich jetzt im Besitz von Nachbarn oder Bewohnern der umliegenden Dörfer. Marianne Winter steht völlig mittellos da. In ihrer Not muss sie sich an den selben Finanzbeamten wenden, der den Besitz ihrer Eltern „arisiert“ hat: Josef Krüppel. mehr…
Die zentrale Gedenkveranstaltung zum 73. Jahrestag der Reichspogromnacht findet in Bochum um 17.00 Uhr am Dr. Ruer-Platz statt: Der Bochumer Kinder- und Jugendring beschreibt Hintergrund und Ablauf der Kundgebung: »Am 09. November 1938 wurden in ganz Deutschland Synagogen und Gebetshäuser angezündet, wurden jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert, gab es zahlreiche Verhaftungen Unschuldiger und es wurden Menschen ermordet. Die Nazis ließen ihrem Hass auf Juden – auch in Bochum – für alle sichtbar freien Lauf und zerstörten die alte Synagoge. Diese Nacht war das Signal zum größten und schlimmsten Völkermord in der Geschichte der Menschheit. Die Reichspogromnacht am 09. November 1938 führte der Weltöffentlichkeit drastisch vor Augen, dass Juden in Deutschland brutal verfolgt wurden. mehr…
Am Freitag, den 11.11.11 findet der nächste weltweite Aktionstag der Occupy Together Bewegung statt. Occupy Bochum, als Teil dieser weltweiten Bewegung, lädt um 20.00 Uhr im Bermudreieck Bochum zu einer Demonstration ein. Unter dem Motto Occupy Together – Gemeinsam für eine bessere Zukunft, sollen dem Ort des Geschehens angepasst, vor allem kreative Aktionen statt langer Redebeiträge im Vordergrund stehen. Musik, Filmvorführung und Informationen rund um dass Thema sind gleichfalls vorgesehen. Der Abschluss der Veranstaltung soll dann auf dem Platz vor dem Schauspielhaus stattfinden. Das nächste Vorbereitungstreffen der Gruppe ist am Montag, den 7. November um 18.30 Uhr im Sozialen Zentrum: transparent, öffentlich, einladend.
Auf der Demonstration am letzten Samstag in Langendreer ist ein Treffen am morgigen Sonntag, den 6. 11. angekündigt worden, bei dem gemeinsam überlegt werden soll, wie weiter gegen die Nazis und ihre Übergriffe vorgegangen werden soll. Das Treffen findet um 19.00 Uhr im e. V. Gemeindezentrum, Alte Bahnhofstraße 28-30 statt.
Am Montag, den 7. November findet um 20:00 Uhr im Sozialen Zentrum eine Veranstaltung der Gruppe FAEZ statt zum Thema: Mexiko im Ausnahmezustand – Drogen, Terror und die Zivilgesellschaft. Referentinnen sind José Reveles und Marta Durán de Huerta. In der Ankündigung heißt es: »Über 40.000 Tote, 15.000 verschleppte Migranten, ein Präsident im “Krieg†gegen die Kartelle, Korruption in Polizei und Politik, ganze Landstriche unter der Kontrolle des organisierten Verbrechens – und eine zivile Gesellschaft, die allmählich gegen den Terror zu mobiliseren beginnt. Der renommierte Autor José Reveles und die Journalistin Marta Durán de Huerta beleuchten die Hintergründe der Schockmeldungen zum mexikanischen “Drogenkriegâ€. mehr…
Am kommenden Donnerstag, den 3.11. wird Guenter Sandleben um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer über die Ursachen und Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise diskutieren. Viele Beobachter – auch aus dem linken politischen Spektrum – halten die Wirtschaftskrise für eine vermeidbare Tragödie, die durch politische Eingriffe hätte verhindert werden können. Wenn nur die Finanzmärkte besser reguliert worden wären. Guenther Sandleben zeigt dagegen, dass nicht die Finanzmarktkrise die Wirtschaftskrise, sondern umgekehrt die Wirtschaftskrise die Finanzmarktkrise hervorbrachte. Die Systemfrage ist aufgeworfen, wenn es um die politische Bewältigung solcher Krisen geht. Guenther Sandleben, Ökonom und Politikwissenschaftler, war mehr als 20 Jahre Finanzmarktanalyst einer mittelgroßen Bank und lebt als Publizist in Berlin. Zuletzt veröffentlichte er „Politik des Kapitals in der Krise: Eine empirische Studie“ im VSA-Verlag, Hamburg 2011
Am Montag, den 31. 10. findet um 18.30 Uhr ein Treffen der Occupy Bochum Initiative im Sozialen Zentrum statt. Hier werden lokale Aktivitäten geplant und die Beteiligung an überregionalen Aktionen diskutiert und vorbereitet.
Am morgigen Montag, den 31. Oktober beginnt um 16:00 Uhr im AusländerInnenzentrum hinter dem KulturCafé an der Uni ein wöchentlicher Lesekreis zur Dialektik der Aufklärung. In der Ankündigung heißt es: »„Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen. Aber die vollends aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils.“ Kein Buch hat die kritische Gesellschaftstheorie wohl stärker geprägt als Theodor W. Adornos und Max Horkheimers Dialektik der Aufklärung. Das Denken der beiden Autoren, aber auch das ihrer Kollegen vom Institute for Social Research wie Herbert Marcuse und Leo Löwenthal, speiste sich Zeit ihres Lebens aus Erkenntnissen und Motiven, die in diesem im Exil in den USA zwischen 1941 und 1944 entstandenen Werk vielleicht am prägnantesten formuliert worden sind. Und auch neuere, nicht nur gesellschaftskritische, Theorien und Überlegungen greifen immer wieder wie selbstverständlich auf die damals formulierten Erkenntnisse und Problematiken zurück. Häufig werden der ‘Selbstzerstörungsprozess der Vernunft’, die ‘Kulturindustrie’ oder gesellschaftliche ‘Elemente des Antisemitismus’ dabei zu Phrasen, deren zutiefst kritischer Gehalt ebenso unberücksichtigt bleibt, wie der gedankliche, historische und räumliche Kontext, in dem sie entstanden sind. mehr…
Der Bochumer Kreisverband Der Linken und die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen rufen zur Teilnahme an der Antifa-Demo in Langendreer auf: “Die Demonstration „Langendreer gegen Nazis“ verdient die Unterstützung aller Bochumerinnen und Bochumer. Schon seit Anfang des Jahres kommt es in Bochum Langendreer zu Einschüchterungsversuchen und Hakenkreuzschmierereien durch Neonazis und zu Angriffen gegen Menschen, die nicht in das faschistische Weltbild passen. Diese erschreckende Entwicklung wird nicht einfach aufhören, indem wir sie ignorieren oder verharmlosen. Dies hat bereits in Dortmund dazu geführt, dass die lokale Naziszene wachsen konnte. Der zivile Widerstand gegen Neonazis in Bochum ist für uns Demokratinnen und Demokraten eine verantwortungsvolle Aufgabe.“ mehr…
Das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur BoFo e.V. unterstützt den Aufruf des Bündnisses „Langendreer gegen Nazis“ zu einer Demonstration am Samstag, 29. Oktober in Bochum-Langendreer und schreibt: »Hintergrund sind die wachsenden Aktivitäten von Nazis in diesem Stadtteil. Die Demonstration startet um 12 Uhr am S-Bahnhof Langendreer West (Westausgang). In dem Demo-Aufruf heißt es: „In Bochum Langendreer sind seit Anfang diesen Jahres Aktivitäten durch Nazis registriert worden. Neben Hakenkreuz-Schmierereien und Aufklebern mit rassistischen Parolen versuchen die Nazis nun vermehrt, BürgerInnen einzuschüchtern. mehr…
Mittwoch 26.10.11, 21:41 Uhr
Film und Diskussion zu Kontinuitäten und Brüchen sozialer Ausgrenzung
Am kommenden Sonntag, den 30.10 um 19.30 Uhr werden die Buchautorin Anne Allex und die Filmemacherin Andrea Behrendt im Bahnhof Langendreer über Kontinuitäten und Brüche sozialer Ausgrenzung diskutieren. Die Veranstaltung befasst sich mit der weitgehend „vergessenen“ Gruppe der so genannten Asozialen. Als Opfer des deutschen Faschismus wurden sie zu keiner Zeit anerkannt, sondern weiter verfolgt und diskriminiert. Gezeigt wird der Film „arbeitsscheu-abnormal-asozial“, der die Geschichte des damals größten Arbeitshauses in Berlin und die der so genannten Asozialen thematisiert. Anne Allex vom Arbeitskreis Marginalisierte – gestern und heute! veröffentlichte u.a. 2009 das Buch „ausgesteuert – ausgegrenzt … angeblich asozial“. Andrea Behrendt ist Filmemacherin bei Globale Medienwerkstatt e. V.
Die Soziale Liste Bochum unterstützt die Demonstration der Initiative „Langendreer gegen Nazis“ am Samstag, 29.10.2011, 12:00 Uhr (Treffpunkt S-Bhf. Bochum-Langendreer West, Westausgang) und schreibt: „Angesichts der Konzentration von Nazischmierereien, Übergriffen, Gewalttätigkeiten und dem Versuch der Naziszene sich in Langendreer fest zu setzen, ist ein wirksames Zeichen aller antifaschistischen und demokratischen Kräfte notwendig. Dies gilt auch in Bezug auf die verbreitete Verharmlosung des Problems durch einige Politiker sowie von Teilen der Polizei- und Justizbehörden. Die Demonstration ist auch vor dem Hintergrund notwendig, dass sich in Bochum Hamme derartige Fälle häufen und die NPD versucht, wie am letzten Wochenende in Weitmar, mit Informationsständen ihre rassistische Hetze zu betreiben.
Die Soziale Liste Bochum tritt dafür ein, dass in unserer Stadt, jeder Mensch unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder kultureller Szene ohne Angst am öffentlichen Leben teilnehmen kann. Nazis und Rassisten haben deshalb in Bochum nichts verloren. Von den Polizei- und Justizbehörden, sowie der Stadt Bochum erwarten wir endlich ein konsequentes Durchgreifen gegen rechte Gewalt und Nazipropaganda.“
In der SPD setzt sich offensichtlich die Erkenntnis durch, dass die Nazi-Aktivitäten in Langendreer ernsthaft bekämpft werden müssen. Der SPD Bezirksbürgermeister Busche hatte die Nazi-Aktivitäten in Langendreer bisher verharmlost. Siehe Ruhr Nachrichten vom 18. Juni und vom 5. Oktober. In einem Gespräch mit der Initiative gegen die Nazi-Aktivitäten in Langendreer haben die Landtagsabgeordete Carina Gödecke und weitere wichtige Repräsentanten der SPD deutlich gemacht, dass man gemeinsam gegen die Nazis vorgehen wolle. Die SPD mobilisiert nun für die Demonstration am kommenden Samstag um 12. Uhr am S-Bahnhof Langendreer West. Siehe auch den Beitrag der BSZ zum Thema.
Um 18.30 Uhr gibt es heute im Sozialen Zentrum ein Kreativ-Treffen, auf dem überlegt werden soll, wie es mit dem Protest gegen die Macht der Banken weitergehen soll. Dabei soll darüber nachgedacht werden, mit welchen Formen möglichst viele Menschen zu Agierenden werden. Die weltweiten Aktionen haben schließlich deutlich gemacht, dass es nicht mehr stimmt, was viele Leute lange geglaubt haben: Man könne doch nichts verändern. Wenn genügend viele Menschen richtig aktiv werden, dann ändern sich auch gesellschaftliche Machtverhältnisse. Am letzten Donnerstag sind z. B. einige Aktive nach der Demonstration noch in die Commerzbank und in die Santander Bank gegangen und haben dort mit den Beschäftigten diskutiert. Es herrschte große Nervosität in den Geldinstituten.
Am Freitag, den 28. Oktober zeigt der notstand um 19:30 Uhr im Sozialen Zentrum den Dokumentarfilm „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag – die Mainzer wird geräumt“ von Katrin Rothe. Mit den Worten des Filmtitels wird Osswalt Buss am 12. November 1990 von einer Mitbewohnerin geweckt. Am Abend zuvor hatte er noch in einer Kneipe in der Straße friedlich in seinen Geburtstag hinein gefeiert. In der Ankündigung des Films heißt es: „Den gesetzesfreien Raum nach dem Herbst ‘89 will keiner aufgeben. Binnen weniger Monate gab es über 100 besetzte Häuser im Ostteil der Stadt. Die teilweise noch vom Krieg zerstörten Häuser gehörten niemand, die Eigentumsverhältnisse waren offen. mehr…
Sonntag 23.10.11, 20:49 Uhr
Die Verwertung des Besitzes der deportierten Juden in Bochum
Am Donnerstag, den 27. Oktober referiert Hubert Schneider um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer über die Arisierung in Bochum. In de Ankündidung heißt es: »Auch in Bochum waren das Finanzamt und das städtische Wohlfahrtsamt am ganz legalen Raub jüdischen Eigentums nach der Deportation beteiligt. Allerdings gab es in Bochum, anders als etwa in Hamburg oder Berlin, keine öffentlichen Versteigerungen des Besitzes der deportieren Juden. Vor Kriegsende wurden die bei dem ‚legalen Raub’ erstellten Inventarlisten vernichtet, was die Wiedergutmachungsverfahren für die Opfer wesentlich erschwerte. Dr. Hubert Schneider ist Vorsitzender des Vereins Erinnern für die Zukunft e.V. und veröffentlichte zuletzt „Die ‚Entjudung‘ des Wohnraums – ‚Judenhäuser‘ in Bochum“.
Im Rahmen des „politischen Dienstags“ lädt der AStA der Ruhr-Uni am 25. Oktober um 18:30 Uhr im Kulturcafé zu einem Vortrag ein unter dem Titel: ‚Über Rowdys und „Fidschis klatschen“‘ in der Ankündigung heißt es: »Obwohl die Implosion der DDR als friedliche Revolution in die Geschichtsbücher einging, war in der Zeit zwischen den Leipziger Montagsdemos 1989 und der “Wiedervereinigung†Gewalt gegen “Ausländer†und nicht dem urdeutschen Ideal entsprechende Menschen eine alltägliche Erscheinung. Die Progrome von Hoyerswerda und Rostock untermauerten das Stereotyp, dass der „Osten“ ein riesiges Potential von neonazistischen Jugendlichen besaß. Doch woher kamen plötzlich diese gewaltbereiten jungen Männer, die 1990 in den Innenstädten „Volksjustiz“ an vietnamesischen Hütchenspielern ausübten? mehr…
Im Kulturhaus Thealozzi, Pestalozzistr.21, 44793 Bochum finden am Fr. 21.10./Sa. 22.10./ So. 23.10.2011 jeweils um 20.00 Uhr die Aufführungen der Tanztheaterproduktion „Winter“ des Bochumer Tanztheaters „macasju“ statt. Die Eintrittspreise betragen 10,- / 8,- erm. Die VeranstalterInnen schreiben zu dem Stück: “ In der Tanzperformance „Winter“ des Tanztheaters „macasju“ geht es um Nähe, Distanz, Verletzung und Zärtlichkeit. Vier Tänzerinnen und Tänzer sehnen sich nach Berührungen und Gemeinsamkeit, nur um immer wieder zu scheitern. Sie scheinen Sklaven eines unbekannten Rituals. mehr…
Donnerstag 20.10.11, 10:15 Uhr
Heute 16.00 Uhr: Husemannplatz vor der Deutschen Bank
Mit Schirmen und Sammeldosen ausgestattet wird heute ab 16.00 Uhr auf dem Husemannplatz vor der Deutschen Bank für den Rettungsschirm für die Banken gesammelt. Es werden auch eine Reihe von Redebeiträgen vorbereitet. Attac hat z. B. eine Aktion „Krötenwanderung“ gestartet. Sie steht unter dem Motto: „Bank wechseln – Politik verändern!“ „Food Watch“ hat eine Kampagne gegen die Deutsche Bank gestartet. In dem Report „Die Hungermacher“ wird aufgezeigt, „wie Deutsche Bank, Goldman Sachs & Co. auf Kosten der Ärmsten mit Nahrung spekulieren“. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Der Spiegel beschreibt Dirk Kurbjuweit „Ackermanns Herrschaft„. Als Anregung wird heute ein Flyer mit Fragen an die Deutsche Bank verteilt. In einem ausführlichen Info-Blatt werden Hintergründe über die Macht und Politik der Deutschen Bank aufgezeigt. Info-Blatt als PDF.