Immer am letzten Donnerstag im Monat, also am 27. 11. um 18 Uhr, ist an der Kreuzung Alsenstraße / Düppelstraße „Cornern gegen Rechts“ angesagt, d. h. »quatschen, kennenlernen, Ideen austauschen und vernetzen. Dazu Spaß haben und feiern. Für alle die solidarisch und demokratisch gesinnt sind. Dem Stadtteil zeigen, dass wir nicht gewillt sind, den rechten Hetzern und Schlägern die Parlamente, Straßen und Viertel zu überlassen.«
Die Linke Liste an der Ruhr Uni zeigt am 18.11. und 2.12. zwei Filme, »die rechte Gewalt in unserer Gesellschaft dokumentieren und die Perspektive von Betroffenen und Angehörigen in den Vordergrund stellen. Die Rolle des Staates muss in Verbindung zu den Taten analysiert und verstanden werden. Wieso kommt es dazu, dass die Polizei immer wieder brutale Gewalt gegenüber unserer Gesellschaft ausübt? Wieso ist der Verfassungsschutz in die Ermordung von 10 Menschen in der NSU-Mordserie involviert? Warum werden Aufarbeitungen blockiert und die Opfer immer wieder verdächtigt und auf rassistische Weise schikaniert?
Warum sind Lesben die besseren Eltern? Was läuft schief in der Hetero-Kleinfamilie? Und warum tun sich Staat und Gesellschaft so schwer, queere Familien als vollwertige Familien anzuerkennen? Antworten gibt es am 29. 11. 2025, um 19 Uhr im atelier automatique. Der Eintritt ist frei.
Mit einer Aktion auf dem Platz vor der Westfalenhalle protestieren Bundesverband und Landesverband NRW der DFG-VK sowie die „Kritischen Aktionäre“ am Sonntag und Montag gegen den Werbedeal zwischen Borussia Dortmund und dem Rüstungskonzern Rheinmetall. Unterstützung – auch aus der Nachbarschaft – ist herzlich willkommen.
Anlässlich des Internationalen Tag gegen Gewalt an FLINTA* veranstalten die Furien am 24. November in der Zanke eine Lesung mit Susanne Kaiser: »Junge Männer wählen AfD, Gewalt gegen Frauen nimmt zu, bei TikTok werden misogyne Coaches gefeiert. Nachdem Frauen rasant aufgestiegen sind in führende Rollen in unserer Gesellschaft, sich in der MeToo-Bewegung zusammengeschlossen haben und das kollektive Bewusstsein über patriarchale Strukturen nachhaltig veränderten, droht die reaktionäre Gegenbewegung feministische Errungenschaften nun wieder zunichte zu machen.
Wattenscheids Innenstadt wird zur außergewöhnlichen Bühne: Am 27. November bringt das ROTTSTR 5 Theater gemeinsam mit Bochum Marketing eine besondere Theateratmosphäre in eine frühere Spielhalle an der Oststraße 40. Initiiert von Wattenscheids Citymanagerin Margarita Koumoutsi fördert das Projekt „Theater im Leerstand“ zum dritten Mal ein Pop-up-Theatererlebnis genau dort, wo man es nicht vermutet.
»In diesem August des Jahres 2025 jährte sich zum 60. Mal das Urteil im ersten, dem großen Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963 bis 1965. Das Verfahren, in dem zahlreiche Überlebende von Auschwitz erstmals vor einem deutschen Gericht aussagten, gilt als ein Wendepunkt in der Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen.
Das OACB veranstaltet am Mittwoch 26.11. um 19h im Sozialen Zentrum einen Abend mit der Budapest Soligruppe aus Düsseldorf und schreibt: >> Seit Herbst 2025 werden 6 Antifaschist*innen im Rahmen der Verfahren zum Budapest Komplex in Düsseldorf vor Gericht gestellt. Das Urteil gegen Maja wird im Januar 26 erwartet. Die Prozesse sind politisch motiviert, kriminalisieren die antifaschistische Bewegung und versuchen diese zu spalten.
Am Mittwoch 26.11. um 19h bieten der Mieterverein und die Energieberaterin der Verbraucherzentrale gemeinsam eine Veranstaltung zu Schimmel in der Wohnung an . Die Veranstaltung findet in den Räumen des Mieterverein , Brueckstr statt. >>Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür. Mieterinnen und Mieter sind dann häufiger mit Problemen durch gesundheitsgefährdenden Schimmel in Mietwohnungen insbesondere infolge von Instandhaltungsstau konfrontiert.
WatWerk e. V. hat seit Juli einen neuen Ort für kreative Ideen mitten in Wattenscheid geschaffen und schreibt dazu auf seiner Webseite: »Raum2 ist ein offener Raum für kreative Angebote, Ausstellungen und kulturellen Austausch – mitten in der Wattenscheider Innenstadt.
Das Fanprojekt NRW führt am kommenden Dienstag, 25. November, in der Zanke eine Veranstaltung zur Einflussnahme christlicher Fundamentalisten und Evangelikaler in den Fußball durch: »Dass radikal-christliche Organisationen versuchen, verschiedene Sportarten als Plattformen zu benutzen, um ihre fundamentalistischen und konservativen Botschaften gesellschaftsfähig zu machen, ist nichts Neues. Neu ist allerdings, dass sie anfangen, damit Erfolg zu haben!
In aktuellen Pressemitteilungen von der Linken und von den Grünen Bochum-Mitte wird auf den Schusswaffengebrauch gestern durch die Polizei eingegangen. Aus der Pressemitteilung der Linken: »Die Linke Bochum zeigt sich bestürzt über den Polizeieinsatz in der Nacht zum Montag, bei dem ein 12-jähriges gehörloses Mädchen durch Schüsse lebensgefährlich verletzt wurde und fordert eine umfassende Aufklärung. Dazu Ratsmitglied Elias Balas und designiertes Mitglied im Polizeibeirat:
Vor 60 Jahren wurde das Urteil im Auschwitz-Prozess gesprochen – aus diesem Anlass eröffnet das Fritz Bauer Forum am kommenden Dienstag eine Ausstellung: »Vom 25. November bis zum 9. Dezember zeigen wir in den Räumen des Fritz Bauer Forum einige Bilder aus dem Bildzyklus „Auschwitz“ von Walter Liggesmeyer. Eröffnet wird die Ausstellung mit einem Vortrag von Alwin Meyer über „Die Kinder von Auschwitz“. Karin Moog (Schauspielhaus Bochum) wird einzelne Gedichte von Liggesmeyer lesen.
Was immer es sein darf: Weinen oder Lachen oder Nachdenken – Wer Lust hat, ins Kino zu gehen, findet in diesem Monat im endstation.kino sicher etwas.
»Haben Sie wirklich Angst vor Virginia Woolf?« fragt uns das Kino z.B. am Mittwoch. Den Film „Orlando“ von 1992, nach dem Roman „Orlando, a biography“ von Virginia Woolf sollte mensch sich nicht entgehen lassen
Im Prinz-Regent-Theater finden am Donnerstag und Freitag zwei Veranstaltungen statt, die sich mit Bochum befassen, einmal unter dem Titel „Wer bewegt sich in Bochum“ (19.11.) und zum anderen erzählen Bochumer*innen „Von den Zeitverschiebungen, den Brüchen und Rissen im Leben und in der Stadt“ (20.11.). Zu der Veranstaltung unter dem Titel „Bewegte Stadt – Choreografische Porträts aus Bochum, Teil eins: Grundierung“ am 19. November heißt es im Programm des prt:
„Wie sieht eine bessere Gesellschaft aus – und wo wird sie bereits gelebt?“ Diese Fragen stehen im Zentrum einer Veranstaltung vom Antifa-Café am Sonntag, den 23.11. in der Zanke: »„Perspektive Ost“ macht sich auf die Suche nach Antworten. In Sachsen, Thüringen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wurden 28 Initiativen besucht, die sich tagtäglich für eine solidarische, demokratische Gesellschaft einsetzen. Vom feministischen Forum* in Görlitz über den migrantischen Radiosender speakl_out in Chemnitz bis zu den Omas gegen Rechts in Magdeburg oder dem soziokulturellen Zentrum AK40 in Suhl – sie alle zeigen: Utopien sind keine leeren Worte, sondern gelebte Praxis.
Der Bahnhof Langendreer bietet am nächsten Wochenende 22./23.11 unter dem Titel „Posten mit Haltung“ einen Workshop zu „Social Media für die Demokratie“ an: »Du willst dich zu wichtigen Themen äußern, bist aber unsicher, wie und wo du überhaupt anfangen sollst? Verändert das überhaupt etwas?! Spoiler: Ja, deine Stimme kann im Netz etwas verändern! In diesem Workshop zeigen wir dir, wie Plattformen wie TikTok, Instagram und X genutzt werden – sowohl von denen, die Demokratie gefährden, als auch von denen, die für sie kämpfen. Lerne, wie du selbst kreative Inhalte erstellst, die deine Werte klar und sicher vermitteln. Trau dich, deine Stimme zu erheben und positive Veränderungen im Netz zu bewirken!«
Das Frauenarchiv ausZeiten lädt am Samstag, den 22. November um 15 Uhr im Stadtarchiv zur Eröffnung der Ausstellung „ausbewegtenZeiten“ ein: »Zu unserem 30-jährigen Jubiläum stellen wir nicht nur online verschiedene Gegenstände aus unseren Beständen aus. Im Rahmen unseres Projekts haben wir eine Ausstellung erarbeitet, die Objekte aus 30 Jahren feministischer Archivgeschichte zeigt. Die Ausstellung zeigt auch Objekte aus feministischen Archiven anderer Städte in Westfalen, die ausZeiten bei deren Auflösung übernommen hat.« Gitta Büchner liest bei der Eröffnung: Wahre Leidenschaft.
»Für alle ver.di-Mitglieder aus NRW übernehmen wir die Kosten für das Busticket zu den Protesten! Einfach Ticket oder Beleg bei deinem zuständigen Bezirk oder direkt beim Landesbezirk einreichen. Geld kriegt ihr dann zurück«, schreibt der NRW-Landesbezirk und weiter: »Du bist noch kein ver.di Mitglied? Dann ist jetzt der richtige Moment! Wir stehen gemeinsam gegen Rechts, für Demokratie, Solidarität und wir verteidigen die Rechte von Beschäftigten. Solidarität und Mitbestimmung sind nicht verhandelbar. Und weil wir als Gewerkschaft zusammenstehen, wenn es drauf ankommt. Jetzt AfD-Jugend in Gießen verhindern!«
Fridays for Future hatte am gestrigen Freitag zu einer Klima-Streik-Demo aufgerufen und berichtet: »Am heutigen Freitag waren bundesweit Menschen in mehr als 77 Orten auf der Straße, um ein deutliches Signal an die internationale Politik während der laufenden Weltklimakonferenz (COP30) in Belém zu senden. Die Aktionstage standen vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Klimakrise und eines erneuten klimapolitischen Rückschritts der Bundesregierung. In Bochum waren etwa 300 Menschen auf der Straße. „Dass Klima Streiks auch heute noch nötig sind, ist traurig, aber die jetzige Merz-Regierung bewegt sich in ihrer Klimapolitik rückwärts.
Am Mittwoch, den 19. November zeigt das Fritz Bauer Forum um 18 Uhr den Film Nachlass. Die Filmbeschreibung: »Sieben Kinder und Enkel von NS-Tätern, Wehrmachtsangehörigen und Holocaust-Überlebenden erzählen in Nachlass davon, wie Unausgesprochenes, Schuldgefühle und Traumata die Beziehungen zu ihren Vätern und Großvätern geprägt haben und wie befreiend die Auseinandersetzung mit diesem Vermächtnis für sie ist. Das Schweigen der Väter brechen die Kinder und Enkel. Nachlass holt die Erinnerung und das Wissen dahin zurück wo sie gebraucht werden – zu uns und unseren Familien.«
Aus aktuellem Anlass wiederholz das Netzwerk „Stadt für Alle“ seinen Stadtrundgang zum Thema Sicherheit und Ordnung am Samstag den 22. 11. 2025. Start ist um 17:00 Uhr an der Glocke am Rathaus.
Zum bundesweiten Vorlesetag am Freitag, 21. November, lädt die Bücherei Gerthe, Heinrichstraße 4, Kinder ab drei Jahren und deren Familien zu einem berührenden Bilderbuchkino ein: „Hilfe! Henris Bücherei in Gefahr“. Die Kinder begleiten Henri auf seinem Abenteuer, in dem seine Lieblingsbücherei bedroht wird und er alles daran setzt, sie zu retten. Eine Geschichte über Einsatzbereitschaft, Freundschaft und die Liebe zu Büchern – perfekt für alle kleinen Bücherfans. Im Anschluss dürfen die Kinder eigene Lesezeichen ausmalen und gestalten, damit sie in ihren Leseabenteuern immer wissen, wo sie aufgehört haben. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist per E-Mail an buchereigerthe@bochum.de oder unter der Rufnummer 02 34 / 85 86 6 erforderlich.
Wer sich für Kommunalpolitik interessiert, kann gar nicht genug über seine Stadt wissen. Auch die Stadtverwaltung weiß eine ganze Menge über ihre Bürgerinnen und Bürger. Und einen Teil dieses Wissens macht sie sogar öffentlich, so dass auch Erna-Normalbürgerin daran teilhaben kann. Wer sich dafür interessiert, bekommt beim nächsten Termin aus der Reihe „Stadtlabor zu Besuch“ Gelegenheit, ein paar (ausgewählte) Einblicke in städtische Datenportale zu nehmen.
Der Aufruf zur Demonstration am 25. November: »Kommt gemeinsam mit uns zum internationalen Tag gegen Gewalt an FLINTA* (Frauen, Lesben, inter*, nicht-binären, trans* und agender Personen) auf die Straße – für eine Welt, in der FLINTA* ohne Angst und patriarchale Gewalt leben können. Auch in diesem Jahr versammeln wir uns, um unserer Wut Ausdruck zu verleihen. Die Gewalt gegen FLINTA* nimmt weiter zu und wir nehmen das nicht länger hin. Etwa alle 4 Minuten erlebt eine Frau in Deutschland Gewalt durch ihren (Ex-)Partner, fast jeden Tag wird in Deutschland eine Frau oder ein Mädchen getötet, weil sie Frauen oder Mädchen sind – die Mehrzahl von (Ex)-Partnern oder Familienmitgliedern.
Rekordausgaben in Aufrüstung, schwindende Entspannungspolitik, Abschaffung des Bürgergelds, angespannte Wohnungsmärkte, Rekordzustimmungen für die AfD und eine stockende Energiewende – die Liste aktueller Herausforderungen in Deutschland ist lang. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie unter diesen Bedingungen eine fortschrittliche Politik in dieser Zeit aussehen kann.
Das Bochumer Bündnis gegen Rechts lädt zu einer Feier ein: »Die Welt wird immer autoritärer und an vielen Ort regieren rechte oder gar faschistische Regime. Diese Rechtsentwicklung schreitet auch in Europa und Deutschland seit vielen Jahren voran. Aber es gibt auch positive Entwicklungen in letzter Zeit. In Bochum haben wir als antifaschistische Zivilgesellschaft Niederlagen erlitten und Erfolge erkämpft. Wir erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus, wir machen Bildungsarbeit und wir gehen auf die Straße gegen Nazis und für eine bessere Welt. Am Mittwoch, dem 19. November wollen wir ab 18 Uhr in der KOFabrik (Stühmeyerstraße 33) unser 20jähriges Bestehen als Bochumer Bündnis gegen Rechts feiern, unsere Arbeit Revue passieren lassen und einen Ausblick auf aktuelle antifaschistische Kämpfe – z.B. gegen die Neugründung des Jugendverbandes der AfD am 29. November in Gießen – geben.
Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum warnt angesichts der laufenden Haushaltsplanung der Bundesregierung für das kommende Jahr vor einem Kollaps der psychosozialen Versorgung für Überlebende von Flucht und Folter. Zwei zentrale Finanzierungsquellen – die Bundesmittel und die EU-Gelder aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) – drohen 2026 massiv zu schrumpfen oder ganz auszufallen. In Bochum und im Ennepe-Ruhr-Kreis sind es jährlich über 500 Überlebende schwerer Gewalt, die bei dem interdisziplinären Team des Psychosozialen Zentrums (PSZ) Psychotherapie und Beratung in Anspruch nehmen. Ihre Versorgung steht ab Januar auf dem Spiel.