Die Linke Liste an der Ruhr Uni zeigt am 18.11. und 2.12. zwei Filme, »die rechte Gewalt in unserer Gesellschaft dokumentieren und die Perspektive von Betroffenen und Angehörigen in den Vordergrund stellen. Die Rolle des Staates muss in Verbindung zu den Taten analysiert und verstanden werden. Wieso kommt es dazu, dass die Polizei immer wieder brutale Gewalt gegenüber unserer Gesellschaft ausübt? Wieso ist der Verfassungsschutz in die Ermordung von 10 Menschen in der NSU-Mordserie involviert? Warum werden Aufarbeitungen blockiert und die Opfer immer wieder verdächtigt und auf rassistische Weise schikaniert?
Um eine Antwort zu formulieren, kann uns Esther Bejeranos Zitat helfen: „Wer gegen Nazis kämpft, der kann sich auf den Staat nicht verlassen.“
28.11.2025, 18:00 Uhr in GD 03/158
Hubertus Koch: „Polizeigewalt: Die Polizei kein Freund, kein Helfer – Lorenz und die Einzelfälle“ 2025 (58 min, deutsch)
In Oldenburg erschießt die Polizei Lorenz A. Dieser Film überprüft die Einzelfalltheorie. In sechs Fällen tödlicher Polizeigewalt sucht Hubertus Koch nach strukturellen Gemeinsamkeiten. Dabei helfen ihm Whistle Blower – Polizeibeamte, die aus dem Inneren des Polizeiapparats berichten.
02.12.2025, 18:00 Uhr in GA 03/142
Mala Reinhardt: „Der Zweite Anschlag. Rassistische Gewalt in Deutschland. Eine Anklage der Betroffenen“ 2018 (61 min, Original mit englischem Untertitel)
Die rassistische Gewalt des NSU hat 10 Todesopfer gefordert. Dieser Film dokumentiert nach dem ersten Anschlag, dem physischen Gewaltakt, den zweiten Anschlag. Dieser zweite Anschlag beschreibt die rassistische Umgangsform der deutschen Gesellschaft mit den Opfern, ihren Angehörigen und migrantischen Communities. Wie sie strukturell im Stich gelassen werden und der Kampf um Aufklärung behindert wird.«
