Archiv für das Jahr: 2025


Samstag 28.06.25, 09:28 Uhr

Eichmanns „Memoiren“ als historisch-politische Quelle für Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Am Mittwoch den 2. Juli hält Raphael Ben Nescher um 18 Uhr im Fritz Bauer Forum einen Vortrag zum Thema „Eichmanns „Memoiren“ als historisch-politische Quelle für Widerstand gegen den Nationalsozialismus“: »1957 führte Adolf Eichmann längere Gespräche mit dem Journalisten und ehemaligen SS-Mann Willem Sassen. Auslöser war ein Buch zu schreiben, wobei die Stoßrichtung klar war: Die „Legende der sechs Millionen ermordeten Juden“ sollte enttarnt und Deutschland „rehabilitiert“ werden. Eichmann äußert sich in den Gesprächen ausführlich zur Judenpolitik des NS-Regimes. Dabei geht er auch darauf ein, in welchen Ländern sich die Judendeportationen reibungslos durchführen ließen und wo die Nationalsozialisten auf individuellen oder kollektiven Widerstand stießen. Wie stellen sich diese Widerstände aus der Sicht von jemandem dar, gegen den sie gerichtet waren?

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Freitag 27.06.25, 11:28 Uhr
FASG fordert Stellungnahme der Stadtspitze

Bochumer in Gaza getötet

Mit großer Bestürzung hat die Fraktion FASG – Frieden, Arbeit und Soziale Gerechtigkeit vom Tod des Bochumer Bürgers und deutschen Staatsangehörigen Abdul R. Al-Najjar (77) im Gazastreifen erfahren.

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Donnerstag 26.06.25, 13:53 Uhr

Klare Linie gegen Rechts

Im Sommer des letzten Jahres wurde bekannt, dass die ehemalige Traditionskneipe „Linie 5“ nach rechts gerückt ist und Personen aus dem rechten bis extrem rechten Spektrum Raum bot.

Eine Bürgerinitiative sorgte mit vielen Aktionen und Veranstaltungen dafür, dass die Kneipe Ende 2025 geschlossen wurde. Die Aktionen wurden mit der Kamera dokumentiert und daraus ist eine Broschüre entstanden, die am 2. Juli um 19:00 im Alsengarten vorgestellt und verteilt wird.


Donnerstag 26.06.25, 13:39 Uhr
... bereits zum 4. Mal:

Klimacamp-Bochum vom 06. – 20. Juli

Es wird zur Tradition!

»Zum vierten Mal veranstalten wir von Fridays for Future Bochum das Klimacamp vom 06.07. bis 20.07. vor der Pauluskirche auf dem Dr.-Ruer-Platz.

Für zwei Wochen wird das Klimacamp als eine Art politisches Wohnzimmer in der Innenstadt das Thema Klimagerechtigkeit in den Vordergrund stellen.

Wie in den vergangenen Jahren bereiten wir zusammen mit anderen Initiativen und weiteren politisch aktiven Personen ein spannendes und abwechslungsreiches Programm vor, welches Sie unten als Grafiken finden.

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Donnerstag 26.06.25, 13:16 Uhr

Bochum Gesund und Solidarisch e.V. (BoGeSo) lädt ein

Warum Frauen beim Herzinfarkt Bauchschmerzen haben und Männer trotzdem früher sterben

Die moderne Medizin weiß schon seit einiger Zeit um geschlechtsabhängige Unterschiede bei Entstehung, Beschwerden und Therapie verschiedener Krankheiten. Trotzdem sind diese Erkenntnisse häufig noch nicht in Praxis und Alltag angekommen.

Jonas Tjaden, Vorsitzender von BoGeSo: „Wir möchten mit dieser Veranstaltung mit den Interessierten in Bochum Ost über Chancen und Begrenzungen einer geschlechtersensiblen, medizinischen Versorgung ins Gespräch kommen. Unser Verein setzt sich für ein solidarisches und am Gemeinwohl orientiertes Gesundheitssystem ein.“

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Mittwoch 25.06.25, 15:49 Uhr

August-Bebel-Platz: Information statt Beteiligung!

Nachdem Rot/Grün im Mobilitätsausschuss die vom Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung angeregte Beteiligung durch einen runden Tisch für Politik, Verwaltung und Betroffene ebenso abgelehnt hat wie einen CDU-Antrag auf Beteiligung, gibt es jetzt nur eine einfache Information vor Ort. Diese teilt die Stadt mit folgender Pressemitteilung mit : >>Informationsveranstaltung zum Umbau Ausgut-Bebel-Platz.

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Mittwoch 25.06.25, 14:03 Uhr

Vortrag und Vernetzung : Rheinmetall entwaffnen 01.07.25 , 18:30h Kofabrik

Am kommenden Dienstag veranstaltet das „Bündnis Rheinmetall Entwaffnen“ eine Info Veranstaltung zu dem Aktionscamp Rheinmetall entwaffnen in Köln und schreibt : >> Die Kriegsvorbereitungen Deutschlands und der EU laufen auf Hochtouren. Absurde Summen werden ins Militär investiert, während der Öffentlichkeit nützliche Mittel gestrichen werden.

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Mittwoch 25.06.25, 13:14 Uhr

Bio-Mobil kommt nach Bochum

​Bio erleben : Am 1.7. kommt das Bio-Mobil nach Bochum und feiert das EU-Projekt „Grenzenlos Regional – Bio in Europa“ … Der Bioland-Landerverband schreibt in seiner PresseMitteilung : >>
Am 1.7. feiert das EU-Projekt „Grenzenlos Regional – Bio in Europa“ in Kooperation mit der Stabsstelle Klima & Nachhaltigkeit der Stadt Bochum Eröffnung in der Bongardtstraße im Herzen Bochums.

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Dienstag 24.06.25, 12:11 Uhr
Donnerstag, 26. Juni um 19 Uhr

Einweihung des Erich-Gottschalk-Platzes

Am Donnerstag, dem 26.6. um 19 Uhr sind alle Interessierten zur Einweihung des Erich-Gottschalk-Platzes geladen. In der Pressemitteilung der Stadt heißt es dazu: »Erich Gottschalk war ein jüdischer Fußballspieler, der für den Verein „Schild Bochum“ spielte und diesen am 26. Juni 1938 als Kapitän zur letzten Deutschen Meisterschaft führte. Trotz dieser bis heute einzigen deutschen Meisterschaft einer Bochumer Fußballmannschaft sind die Schicksale der Mitglieder von Schild Bochum im Bochumer Stadtbild kaum sichtbar.

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Dienstag 24.06.25, 10:32 Uhr
Anfrage der Linken im Rat an die Bezirksvertretung Südwest

Schutz der Mieter*innen in der Siedlung „Am Röderschacht“

In einer aktuellen Pressemitteilung informiert Die Linke im Rat über eine Anfrage an die morgen stattfindende Sitzung der Bezirksvertretung Südwest zum Thema „Vorkaufsrecht und Schutz der Mieter*innen in der Siedlung „Am Röderschacht“„: »Die Häuser der denkmalgeschützten Bergarbeitersiedlung Am Röderschacht in Bochum-Linden wurden von Vonovia an einen Investor verkauft. Der neue Eigentümer versucht mit fragwürdigen Methoden gigantische Mieterhöhungen durchzusetzen. Da diese Mietforderungen weit über dem Limit liegen, das gesetzlich erlaubt ist, versucht der neue Besitzer den Mietern eine freiwillige Zustimmung zur Mieterhöhung abzupressen und sperrt z. B. Gärten und Parkplätze und drangsaliert die Bewohner:innen durch unangekündigte Besuche.

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Dienstag 24.06.25, 10:19 Uhr

Neue Ideen für Bochum-Südwest

Die AGOT (Arbeitsgemeinschaft der Offenen Türen) und der Kinder- und Jugendring laden am Sonntag, 29. Juni 2025 um 15.00 Uhr zu einem Jugendforum für den Stadtbezirk Bochum-Südwest in das „JUZE“ Linden (Lindener Straße 129, 44879 Bochum) ein. Worum geht es? »Das Jugendforum ist eine Plattform für Jugendliche und junge Erwachsene und soll einen Austausch über die Lebensqualität von jungen Menschen im Stadtbezirk ermöglichen. Ihre Erfahrungen, Vorstellungen und Ideen zur Gestaltung und zur Veränderung sind gefragt. Die Jugendforen auf Stadtbezirksebene sind ein wichtiges Partizipationsangebot für Jugendliche in Bochum.

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Montag 23.06.25, 17:20 Uhr
Klaus Dörre am Sonntag beim politischen Kaffeeklatsch von Attac in der KoFabrik

Demokratie geht nur gerecht – Abstieg ins Autoritäre stoppen!

Die Regionalgruppe Bochum von Attac führt am kommenden Sonntag wieder ihren regelmäßigen politischen Kaffeeklatsch (Nummer 23) in der KoFabrik durch und hat dieses Mal mit Klaus Dörre einen besonderen Gast. Er ist eingeladen, um darüber zu sprechen, dass eine Verteidigung der Demokratie mit Forderungen nach deren Ausbau verbunden werden müsste. In der Ankündigung der Gruppe heißt es: »Der Aufstieg der radikalen rechten Kräfte scheint – nicht nur in der BRD – unaufhaltsam. Gleichzeitig werden immer mehr rechte Positionen von Regierungen übernommen: Zurückweisung von Migrant*innen, Abstriche vom Bürgergeld, Angriffe auf Gleichstellungs- und Geschlechterpolitik sowie die offene Einschüchterung von zivilgesellschaftlichem Engagement. Wie kann eine solche Entwicklung aufgehalten werden?

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Montag 23.06.25, 14:44 Uhr
Ein Rundgang von "Stadt für Alle"

Wie kann eine solidarische Innenstadt aussehen?

Das Netzwerk »Stadt für Alle« lädt im Rahmen der Kritischen Wochen der Fachschaft Sozialwissenschaften am Freitag den 27.06. um 16 Uhr zu einem Rundgang durch die Innenstadt ein. Start ist an der Glocke vor dem Bochumer Rathaus: »Wie viele andere Innenstädte steht der Innenstadt Bochum eine Transformation bevor. Klar ist, die Innenstadt funktioniert nicht mehr als Ort des Konsums. Ein Ladenlokal nach dem anderen schließt und die leeren Schaufensterscheiben schauen uns trübe an. Mehr und mehr verliert die Innenstadt an Lebendigkeit. Der Puls der Stadt wird schwächer. Aber muss das so sein. Könnte die Innenstadt ein Ort werden, an dem wir uns begegnen können?

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Montag 23.06.25, 13:20 Uhr
Bericht vom Polit-Talk am vergangenen Freitag im Rahmen der bobiennale

Demokratie braucht Partizipation!

Demokratie braucht Partizipation– wie kann Bürgerbeteiligung gelingen? – Zu diesem Thema veranstaltete die Kampagne „Bochum – gemeinsam“ einen Polittalk am Freitagabend im Rahmen der bobiennale, die mit rund 70 Zuschauer:innen recht gut besucht war. Auf dem Podium saßen neben Gabi Fuchs vom LutherLAB als Moderatorin der Politologe Toralf Stark von der Uni Duisburg/ Essen, Dieter Schöffmann aus Köln und Andrea Wirtz aus Bochum. Gabi Fuchs leitete die Veranstaltung mit einigen Kernfragen der Veranstaltung ein: „Wie kann es gelingen, eine andere Kultur des Miteinander zu schaffen, in der Partizipation ein verbindlicher Bestandteil der politischen Strukturen in unserer Stadt wird? Was bedeutet das auch für die politische Praxis?“.

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Montag 23.06.25, 13:04 Uhr
Andrea Wirtz: Eingangsstatemenr beim Polit-Talk

Statement aus zivilgesellschaftlicher Perspektive

Polit-Talk „Demokratie braucht Partizipation“ auf der bobiennale am 20.6.2025 –

Das Argument ‚Wir machen doch schon ganz viel Bürgerbeteiligung, wir haben das Portal ‚bochum-mitgestalten.de‘, aber je mehr wir machen, desto unzufriedener äußern sich die Menschen – dieses Argument begegnet uns in der Diskussion mit Politik und Verwaltung immer wieder. Und ja, tatsächlich gibt es viel Bürgerbeteiligung – von der Spielplatzgestaltung bis hin zu ausgesprochen aufwendigen Beteiligungsverfahren z.B. zu Bauvorhaben. Oder man kann sich online äußern.

Aber auch der Kulturentwicklungsprozess gehört dazu, der bei der Auftaktveranstaltung zu dieser bobiennale lobend von Matthias Frense vom Bochumer Kulturbüro hervorgehoben wurde.

Was in der Regel angeboten wird, sind Informationsveranstaltungen. Da können Herzchen geklebt und Zettel mit Anregungen ausgefüllt werden. Oder man kann sich online äußern.

Danach ist die Erfahrung meist: es geht nicht weiter.

Ich bin schon etliche Male auf solchen Veranstaltungen gewesen und gleich zu Anfang wurde von Bürger*innen interessanterweise oft die Frage gestellt: Was wird aus unseren Anregungen? Wie werden wir bei den nächsten Schritten einbezogen? Diese Fragen werden deshalb gestellt, weil die Bürger*innen immer wieder die Erfahrung gemacht haben: die nächsten Schritte, wo es in der Planung ernst wird, machen Verwaltung und Politik ohne sie. Obwohl die Menschen vor Ort mit den Ergebnissen dieser Entscheidungen leben müssen.

Und da stellt sich natürlich die Frage: Warum sollte man sich bei derart mangelnder Transparenz und fehlender Verbindlichkeit überhaupt die Zeit nehmen mitzudenken und mitzuplanen?

Leider beschränkt sich diese Erfahrung nicht auf Spielplatzgestaltung.

Auch bei großen Beteiligungsprozessen läuft was grundsätzlich schief – dazu ein Beispiel für ein wichtiges Thema, das an der Öffentlichkeit aber weitgehend vorbeigelaufen ist:

Explizit gebeten von der Politik haben verschiedene zivilgesellschaftliche Initiativen an einem aufwendigen Beteiligungsprozess teilgenommen. Es ging darum, in 1 ½ Jahren mit Politik und Verwaltung zu diskutieren, wie aus Bochum eine Global Nachhaltige Kommune werden kann. Wir haben aus den unterschiedlichen Perspektiven hart um gute Lösungen gerungen und alles miteinander abgestimmt.

Die abschließenden Arbeitsergebnisse dieses wirklich guten gemeinsamen Prozesses wurden von der Verwaltung nie vorgelegt sondern nur die von der Verwaltung überarbeiteten Ergebnisse – d.h. es gab null Transparenz – übrigens auch nicht für die Politik im Rat – und damit aus unserer Sicht auch keinen Respekt gegenüber der Arbeit dieses Gremiums.

D.h., um auf die Eingangsfrage zurückzukommen: es reicht nicht, Beteiligungsprozesse zu organisieren, man muss mit ihnen respektvoll und verbindlich umgehen!

Wer aber nach Beendigung einer Beteiligung nach Gutdünken Veränderungen vornimmt, muss sich nicht wundern, dass vor allem die zivilgesellschaftlichen Akteure, die ja nicht über ihren Job sondern als Ehrenamtliche in solchen Prozessen mitwirken, enttäuscht und letztlich verbittert sind. Ihr Vertrauen verlieren und keine Lust auf eine Wiederholung dieser Erfahrung haben.

Für das Wir-Gefühl in einer Stadt, die mit dem Slogan „Hier, wo das WIR noch zählt“ wirbt, für die Idee also, gemeinsam unterwegs zu sein und den Alltag zu gestalten, sind solche Erfahrungen tödlich. Resignation und Frust statt dem Erleben von Selbstwirksamkeit ist das Gegenteil von dem, was diese Stadt braucht.

Und das sind nicht die einzigen schlechten Erfahrungen – nur zwei Beispiele: 17.000 Unterschriften für den Radentscheid – vom Rat abgelehnt. 11.000 Unterschriften für den Erhalt des Hallenfreibads in Höntrop – die Bürgerinitiative hat Jahre gekämpft, bis sich die Politik auch nur zu einem einfachen Gespräch bereit erklärt hat. Und jeder ihrer zahlreichen Vorschläge wurde – abgelehnt.

Was ist also der Befund in Bochum: – es gibt eine große und sehr lebendige Zivilgesellschaft, es gibt jede Menge Expertise, Beharrlichkeit und Leidenschaft – aber es gibt keinen konstruktiven Dialog.

– es gibt durchaus eine Menge Bürgerbeteiligung, aber der Umgang mit den Ergebnissen dieser Beteiligungsprozesse ist aus zivilgesellschaftlicher Sicht verheerend und destruktiv.

Vor der letzten Kommunalwahl hatten wir vom Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung Wahlprüfsteine an die Parteien verschickt und sie nach ihrer Haltung zu Bürgerbeteiligung gefragt – alle waren dafür, auch für die Erarbeitung von Leitlinien für Bürgerbeteiligung, die dann vom Rat beschlossen und verbindlich gelten sollten. Nach der Wahl verabschiedeten die Grünen einen Klausurbeschluss, der Abstand von diesen Positionen nahm. Und dann hatte die Verwaltung eine zündende Idee, wie man an einer gemeinsamen Diskussion über solche Leitlinien ganz vorbeikommt: sie haben in der Verwaltung einfach unter sich diskutiert, was sie unter Bürgerbeteiligung verstehen, ohne die Zivilgesellschaft! Die Politik hatte keine eigenen Ideen und war von diesen unbequemen Stadtaktiven sowieso genervt. Am Ende wurde das Ergebnis der Verwaltungsdiskussion im Rat von Rot-Grün verabschiedet – grotesker geht’s nicht!

Dieses Jahr im September gibt’s eine neue Chance, zu einer ernstgemeinten Diskussion zurückzukehren.

Was wir dringender denn je brauchen, ist ein grundsätzlicher Wechsel in der politischen Debattenkultur: statt Mauern in der Sache sind Offenheit, Respekt, Verbindlichkeit und Verlässlichkeit nötig. Die durch Wahlen verliehene Macht und Legitimität schließt nicht aus, Partizipation als Bereicherung anzuerkennen. Das machen andere Städte vor!

„Ist nicht der Rat die Stadtgesellschaft?“ hat uns vom Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung mal ein führender SPD-Politiker gefragt. Unsere Antwort wäre: Wir alle sind die Stadtgesellschaft und wir alle können gemeinsam so viel mehr erreichen!

Wie aber kann das gehen? Wir sind total neugierig, wie die Kölner das geschafft haben, denn auch dort wars schwierig!


Montag 23.06.25, 09:27 Uhr

Im Einkaufspark lässt sich schlecht wohnen!

Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu dem in der Bezirksvertretung Süd-West am 25.06 2025 auf der Tagesordnung stehenden Aufstellungsbeschluss zum EDEKA-Neubau in Weitmar: »Die Bezirksvertretung Süd soll sich in der nächsten Sitzung mit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 1054 – Nahversorger Karl-Friedrich-Straße befassen (Vorlage siehe hier).

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Sonntag 22.06.25, 10:21 Uhr

Es geht nur gemeinsam …

Am 24. Juni steht die Beschlussvorlage der Verwaltung zum Umbau des August-Bebel-Platzes auf der Tagesordnung des Mobilitätsausschusses. Das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung hat in einer Eingabe vom 16. Juni eine umfangreiche Beteiligung der Zivilgesellschaft an einem runden Tisch oder in Workshops angeregt, bevor eine Fortsetzung des Umbaus auf Grundlage des vorgelegten Vorentwurfs beschlossen wird.

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Sonntag 22.06.25, 09:41 Uhr
Wer Inklusion will, findet einen Weg. Wer sie nicht will, findet Ausreden.

Raúl Krauthausen im Bahnhof Langendreer

Am Sonntag, dem 29.6. liest der Aktivist, Moderator und Autor Raúl Krauthausen um 18 Uhr im Bahnhof Langendreer aus seinem Werk „Wer Inklusion will, findet einen Weg. Wer sie nicht will, findet Ausreden.“ – Die Veranstaltung wird von einer Dolmetscherin für Deutsche Gebärdensprache (DGS) begleitet.

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Samstag 21.06.25, 21:23 Uhr

Die Frau als Mensch

Am Sonntag, den 29. Juni um 15 Uhr lädt das Hattinger Forum für Demokratie im Bürgerzentrum Holschentor zu einer Bilderlesung ein: „Die Frau als Mensch“ von und mit Ulli Lust. »Ein Sachbuch über Frühgeschichte? Ein feministischer Comic über patriarchale Rollenbilder, die die männlich dominierte Wissenschaft erschuf? Alles in einem?
Der Sachcomic „Die Frau als Mensch – am Anfang der Geschichte“ von Ulli Lust ist so wissenschaftlich wie aufklärerisch, so frech wie feministisch. Es ist eine Zeit- und Entdeckungsreise mittels einer Graphic Novel voller Bilder und Geschichten. Und es ist eine Anregung, Vorstellungen über angeblich biologisch zementierte Rollenbilder in Frage zu stellen.

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Samstag 21.06.25, 13:11 Uhr

„Wald und Widerstand“

Foto: _Birgit Hupfeld

Das Schauspielhaus Bochum veranstaltet vom 27. – 29. Juni unter dem Titel „Wald und Widerstand“ ein Special zur Inszenierung Exit Hambi. Ein Escape Room zur Rettung der Welt. Unter dem Titel Wald und Widerstand geht es um den Wald als Partner im Klimawandel, um Aktivismus und wie weit er gehen kann, um die Funktion von zivilem Ungehorsam in einer Demokratie und um Protestarchitektur. Alle Veranstaltungen finden im Oval Office statt, dabei gilt: Pay what you want!

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Samstag 21.06.25, 09:05 Uhr
Kundgebung der Omas gegen Rechts

Demokratie braucht uns alle

Die Omas gegen Rechts laden zu einer Kundgebung am 28. Juni 2025 um 12.00Uhr auf dem Dr. Ruer-Platz ein: »Unter dem Motto „Demokratie braucht uns alle“ setzen wir ein gemeinsames Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Solidarität. Mit Blick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen am 14. September 2025 möchten wir den Wert unserer Demokratie betonen und dazu aufrufen uns gemeinsam für Gerechtigkeit, Chancengleichheit und ein respektvolles Miteinander einsetzen. Unser Grundgesetz bildet dafür das Fundament – mit der unantastbaren Würde des Menschen, dem Recht auf freie Entfaltung und dem Verbot jeglicher Diskriminierung.

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Samstag 21.06.25, 08:34 Uhr

Antisemitismus in emanzipatorischen Bewegungen

Am Donnerstag, den 26.06. um 18 Uhr findet im Rahmen der Kritischen Wochen der Fachschaft Sozialwissenschaften an der Ruhr Uni in Raum GD 03/141 ein Vortrag von Anastasia Tikhomirova über Antisemitismus in emanzipatorischen Bewegungen statt: »Seit dem 7. Oktober 2023 zeigt sich in vielen progressiven Bewegungen Antisemitismus immer unverhohlener. Viele Akteure nutzen dafür Israels Krieg in Gaza als Gelegenheitsstruktur, teilweise im Schulterschluss mit Islamisten oder (migrantischen) Rechten. Der Vortrag versucht die Fragen danach zu beantworten, was Antisemitismus ist und wie er funktioniert, warum auch progressive Kreise für diesen anfällig sind und wie die Debatte um den Nahostkonflikt auch ohne antisemitische Projektionen geführt werden kann.«


Freitag 20.06.25, 21:13 Uhr

Umleitung Opeltrasse ist noch nicht durch!

Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki- Mohnhaupt zu der im Mobilitätsausschuss am 24.06 2025 auf der Tagesordnung stehenden Eingabe zur Umleitung der Opeltrasse: «Nachdem der Umweltausschuss sich am 12.06.2025 mit der von der Verwaltung in eine Nord- und eine Südumgehung aufgeteilte Umleitung für die Opeltrasse befasst hat (Vorgang 20251508), muss sich der Mobilitätsausschuss nun am 24.6.2025 auf Eingabe eines Mitgliedes von VOLT (Vorgang 20251369) damit befassen, ob mit einer in beide Richtungen gesicherten Nordumgehung die gleichzeitige Südumgehung entfallen könnte.

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Freitag 20.06.25, 13:22 Uhr

Beschäftigte von Thyssenkrupp protestieren gegen Lopez

Am Mittwoch, dem 18.06.2025 haben Beschäftigte von thyssenkrupp Steel Europe (tkSE) vor der Konzernzentrale in Essen gegen die vorzeitige Verlängerung des Vertrages von thyssenkrupp Vorstandschef Miguel Lopez demonstriert. Thomas Rösler, Betriebsrat bei tkSE Bochum: „Lopez hat bisher nicht geliefert. Es gibt keinen Plan für die Stahlsparte und mit Blick auf den gesamten Konzern gibt es auch nur vage Ankündigungen über die Presse. Das führt zu einer hohen Verunsicherung und Wut in der Belegschaft.“

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Freitag 20.06.25, 10:15 Uhr
Das Interkulturelle Bildungszentrum Universum e.V.

Neue Migrantenjugendorganisation im Jugendring

Bei der Vollversammlung des Kinder- und Jugendrings in dieser Woche wurde das Interkulturelle Bildungszentrum Universum e.V. einstimmig als neuer Mitgliedsverband aufgenommen. Das Interkulturelle Bildungszentrum Universum ist von Ehrenamtlichen gegründet worden, die aus Aserbaidschan stammen. Ziel des Vereins ist es, Kinder und Jugendliche zu fördern und gemeinsame Freizeitaktivitäten durchzuführen. Dazu werden verschiedene Schach- und Kunstkurse und ein Leseclub angeboten. Der Verein organisiert zusätzlich Sprachkurse für junge Geflüchtete aus der Ukraine und arbeitet inklusiv, so dass die Angebote auch von behinderten jungen Menschen wahrgenommen werden können.

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Freitag 20.06.25, 09:31 Uhr
Zum Weltflüchtlingstag

Verantwortung für und Solidarität mit Schutzsuchenden

Den Aufkleber in Postkartengröße mit diesem Motiv gibt es z. B. am morgigen Samstag (21.6.) von 13. – 15 Uhr am Infostand der Seebrücke an der Kreuzung Bongardstr. / Kortumstr.

Der Flüchtlingsrat NRW fordert anlässlich des heutigen Weltflüchtlingstags einen grundlegenden flüchtlingspolitischen Kurswechsel: »Über 122 Millionen Menschen befanden sich laut dem diesjährigen „Global Trends“-Report des UNHCR Ende April 2025 weltweit auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Verfolgung. Der kleine Teil der Schutzsuchenden, der es – trotz der immer drastischeren Abschottung der „Festung Europa“ – nach Deutschland und NRW schafft, trifft hier vielfach auf eine solidarische und hilfsbereite Zivilgesellschaft.

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Freitag 20.06.25, 08:49 Uhr
Importiertes Leid und Klimachaos:

Die dunkle Seite der aktuellen Erdgaspolitik

Im Rahmen der Kritischen Wochen der Fachschaft Sozialwissenschaft an der RUB findet am Dienstag, den 24.06. um 18 Uhr im Raum GD 04/520 der Ruhr Uni ein Vortrag von Fridays For Future Bochum zur „dunklen Seite der aktuellen Erdgaspolitik“ statt: »Während die Klimakrise eskaliert, setzen Politiker wie Friedrich Merz oder Donald Trump weiter auf fossile Zerstörung – „Drill Baby Drill“ lautet die Devise. Doch warum ist Erdgas oft sogar schlimmer als Kohle? Und was hat der deutsche Gas-Wahn mit Geopolitik, Fracking, Menschenrechtsverletzungen und Umweltrassismus zu tun?

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Donnerstag 19.06.25, 20:52 Uhr
Die Kunst, Bierflaschen zu Glasbausteinen zu veredeln

Großes Fensterzutrinken

Matthias Schamp, Helene Skladny und Stephan Strsembski laden am Samstag, den 21. Juni ab 19 Uhr ein, sich »am großen FENSTERZUTRINKEN zu beteiligen! Die Idee: Wir haben am Schwanenmarkt 1 eine große Fensteröffnung ohne Scheiben und ohne Fensterrahmen. Bislang ist diese Öffnung mit einer Holzplatte verrammelt. Vor allem den Fensterrahmen zu ersetzen, wäre extrem teuer. So entstand die Idee, das Fenster zu zu trinken. Wir verwenden dazu ausschließlich grüne Bierflaschen, weil das ein schöneres Licht ergibt.

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Donnerstag 19.06.25, 17:41 Uhr

Deutschland – Quo vadis?

Am Donnerstag, den 26.06. um 16:00 Uhr im Raum 112 der Ev. Hochschule hält Prof. Fabian Virchow einen Vortrag mit dem Titel „Deutschland – Quo vadis?“: »Vielfach wird die extreme Rechte als zentrale Gefahr für Demokratie und Menschenrechte bezeichnet; die AfD wird dabei als zentrale ressourcen- und reichweitenstarke Akteurin wahrgenommen.
Aktuell werden Stimmen lauter, die zum Schutz von Demokratie und Minderheiten ein Verbot der Partei fordern; andere warnen aus unterschiedlichen Gründen davor. Vortrag und Diskussion befassen sich mit der Frage, wie es zu einer Situation gekommen ist, in der eine erkennbar extrem rechte Partei über ein Fünftel der Stimmen der Wähler:innen bekommt – und was dagegen kurz- und mittelfristig getan werden kann.«

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Donnerstag 19.06.25, 16:55 Uhr

Die Nachsicht westdeutscher Gerichte mit den Nazis

In dieser Woche wurde im Fritz Bauer Forum die Ausstellung „Die Rosenburg – Das Bundesjustizministerium im Schatten der NS-Vergangenheit“ eröffnet. Im Rahmenprogramm der Ausstellung findet am Dienstag, den 24. 6. um 18 Uhr ein Vortrag von Prof. Ingo Müller statt. Der Titel des Referates: „Die Nachsicht westdeutscher Gerichte mit den Nazis“. Der Jurist Fritz Bauer hat mit seiner Feststellung, das „Dritte Reich“ sei gar nicht „hochverratsfähig“, dem NS-Staat jede Legitimität abgesprochen. Wie allein er damit stand und in schroffem Gegensatz zur damaligen Rechtsprechung, speziell des Bundesgerichtshofs und seines Präsidenten Hermann Weinkauff, soll anhand einiger Beispiele dargestellt werden.

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Mittwoch 18.06.25, 21:34 Uhr

Probleme des Antirassismus

Am Mittwoch, den 25.06. um 16 Uhr referiert Andreas Stahl im Rahmen der Kritischen Wochen an der Ruhr Uni, GD 02/236 über das Thema: „Probleme des Antirassismus – Postkoloniale Studien, Critical Whiteness und Intersektionalitätsforschung in der Kritik“: »Nicht erst seit den Protesten der Black-Lives-Matter-Bewegung im Jahr 2020 hat die Debatte über Rassismus in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung eine zentrale Rolle eingenommen. Einzug in den gesellschaftlichen Mainstream erhalten dabei besonders Positionen, die von akademischen Strömungen wie »Critical Whiteness«, dem Postkolonialismus oder Poststrukturalismus beeinflusst sind.

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Mittwoch 18.06.25, 19:19 Uhr

Türkischer Rechtsextremismus in Deutschland

Am Mittwoch, den 25.6. um 19.00 im Sozialen Zentrum und am Donnerstag, den 26. 6. um 20 Uhr in der Oval Office-Bar stellt Ismail Küpeli sein Buch „Graue Wölfe – Türkischer Rechtsextremismus in Deutschland“ vor. Die Einladungen zu beiden Veranstaltungen zitieren die Verlagsankündigung: »Der türkische Rechtsextremismus, hierzulande unter dem Namen ›Graue Wölfe‹ oder als Ülkücü-Bewegung bekannt, ist mit etwa 12.000 Anhänger*innen die zweitgrößte extrem rechte Bewegung in Deutschland. Die Ideologie des türkischen Rechtsextremismus ist zutiefst geprägt von autoritären, nationalistischen, rassistischen, antisemitischen und queerfeindlichen Elementen.

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Dienstag 17.06.25, 14:54 Uhr
Ergebnisse des Fahrradklimatests des ADFC

Bochum mit Note 4 1

Der ADFC Bochum bewertet in seiner aktuellen Pressemitteilung die Ergebnisse des aktuellen Fahrradklimatests: »Am Dienstag, dem 17.06.2025 werden die Ergebnisse des aktuellen ADFC-Fahrradklimatests veröffentlicht, für den Radfahrende im Herbst 2024 deutschlandweit per Fragebogen die Fahrradfreundlichkeit in ihren Städten und Gemeinden bewerten konnten. In Bochum haben sich 1.366 Bürger:innen beteiligt.

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Dienstag 17.06.25, 10:38 Uhr

Sommerferienprogramm von HaRiRo

HaRiRo – Die Stadtteilpartner ist ein Projekt der Falken Bochum und es gehört zur guten Tradition des Projektes, in den Sommerferien ein Programm für Kinder und Jugendliche anzubieten und in den kommenden Ferien „erwartet Kinder und Jugendliche in Bochum ein abwechslungsreiches und kreatives Programm“ ab der dritten Ferienwoche: »Alle Angebote sind kostenlos und richten sich an Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren. 

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