Sonntag 03.08.25, 11:46 Uhr
Politischer Kaffeeklatsch von Attac:

Nicaragua – von sozialer Transformation zu einer blutigen Diktatur – Und nun?


Beim 24. politischer Kaffeeklatsch von Attac geht es am 10. August um 16 Uhr in der KoFabrik um die gesellschaftliche Entwicklung in Nicaragua: »Im April 2018 kam es in ganz Nicaragua zu einem spontanen Aufstand gegen die Regierung in dessen Verlauf 378 Menschen getötet und tausende schwer verletzt wurden. Seitdem unterbinden Sicherheitskräfte jegliche Form des Protests. Aus politischen Motiven werden seitdem viele Personen wegen des angeblichen Verdachts der Geldwäsche, des Terrorismus, des Landesverrats oder der organisierten Kriminalität festgenommen und gefoltert, es gibt viele Verschwundene.

562 Oppositionelle wurde bisher die Nationalität entzogen, sie wurden aus den Personenregistern gelöscht, ihr Besitz enteignet. Über 6000 Personen wurden verbannt (nicht mehr ins Land gelassen) Fast 5700 politische und soziale Organisationen wurden verboten. Die politische Opposition und viele zivilgesellschaftliche Gruppen sind emigriert, aber auch ganz normale Menschen verlassen das Land in Scharen. Es herrscht eine Stimmung der Angst und absoluten Kontrolle.

In diesem Kaffeeklatsch wollen wir uns fragen, welche Faktoren zu dieser Entwicklung geführt haben, welche Lehren könnten zukünftige sozialtransformatorische Bewegungen daraus ziehen? Wie ist der Zustand der Opposition und wie könnte es in Nicaragua weitergehen?

Der Referent ist nach 35jähriger Tätigkeit für entwicklungspolitische Organisationen in Nicaragua Anfang 2022 nach Deutschland zurückgekehrt und lebt seitdem im Ruhrgebiet.«