Archiv für den Monat: Mai 2019


Samstag 18.05.19, 15:27 Uhr

25 Jahre Zapatistas und Solidarität

Am Donnerstag, den 23. Mai findet im Luther Lab eine Auststellungseröffnung statt zum Thema „25 Jahre Zapatistas und Solidarität“: In der Ankündigung heißt es: »Am 1. 1.1994 begann der Aufstand der Zapatistas im mexikanischen Bundesstaat Chiapas, der eine weltweite Solidaritätsbewegung auslöste. In der Wanderausstellung von ¡Alerta! Düsseldorf dokumentieren vier mexikanische Fotografen ihren Kampf um Würde und Freiheit. Zur Eröffnung berichtet Dorit Siemers vom Kaffeekollektiv Aroma Zapatista, wie mit solidarischem Handel die Kaffee-Produzent*innen und die Selbstorganisierung der Zapatist*innen unterstützt werden. Die Ausstellung wird während der Veranstaltung im LutherLab gezeigt und ist danach bis zum 16.06. im Kino-Café zu sehen.«

Samstag 18.05.19, 10:19 Uhr
Demonstration für ein solidarisches Europa

Gegen nationalistische Tendenzen und Menschenfeindlichkeit

attac Bochum lädt zur Teilnahme und gemeinsamen Fahrt nach Köln zur Demonstration „Ein Europa für alle“ am Sonntag, 19. Mai ein: »Gemeinsam mit vielen anderen wollen wir ein deutliches Zeichen gegen nationalistische und rechtsextremistische Parteien setzen. Denn das Europa, in dem wir leben, ist nicht das Europa, das wir wollen: Im Mittelmeer ertrinken Geflüchtete, Seenotrettung wird kriminalisiert, Austeritätspolitik verarmt große Teile des Kontinents, Steuerdumping und Neoliberalismus sind noch immer an der Tagesordnung und  die radikale Rechte feiert immer neue Erfolge. Diesen Entwicklungen stellen wir uns entgegen, denn wir wollen ein Europa für alle!
Deshalb unterstützen wir die Demonstrationen „Ein Europa für alle: Deine Stimme gegen Nationalismus!“ Denn diese nutzen den Wahlkampf, um gegen Menschen zu hetzen, die nicht ihren Vorstellungen einer weißen mitteleuropäischen, heterosexuellen Bevölkerung entsprechen, und um Hass und Vorurteile gegen Geflüchtete zu schüren. mehr…

Freitag 17.05.19, 15:01 Uhr
Die Bochumer Polizei hat ein Problem:

„Toto“ Heim sagt offen, was er denkt

Die Bochumer Linke „verurteilt die öffentlichen Ausfälle des bekannten Bochumer Polizisten und Reality-TV-Darstellers Torsten „Toto“ Heim“ und schreibt weiter: »Bei einem Auftritt im thüringischen Breitungen beklagte sich Heim unter anderem darüber, sich als Polizist „seit 30 Jahren mit linken Zecken herumärgern“ zu müssen. Das Video mit der Tirade wird aktuell in den sozialen Medien geteilt. „Wenn ein Bochumer Polizist öffentlich Menschen als Zecken beschimpft, dann muss das Konsequenzen haben“, fordert Amid Rabieh, Mitglied des nordrhein-westfälischen Landesvorstands der Linken und Bochumer Kreissprecher der Partei. „Die Gleichsetzung von Andersdenkenden mit Parasiten ist ein rechtsradikales Propaganda-Bild. Es war bereits bei Nazis verbreitet, und auch heute rechtfertigen radikale Rechte damit Übergriffe auf politische Gegner.“ Amid Rabieh weiter: „Dass ein Polizist den Bau von Synagogen und Moscheen in einem Atemzug mit Kriminalität nennt und Abschiebungen fordert, ist inakzeptabel. Eine solche Entgleisung darf nicht unwidersprochen bleiben. Die Vorgesetzten von Herrn Heim müssen hier entschieden handeln. Mit dem Grundgesetz, auf das er als Beamter einen Eid geschworen hat, sind die Äußerungen jedenfalls nicht vereinbar.“«


Freitag 17.05.19, 07:49 Uhr

Warnstreiks bei Karstadt und Kaufland

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft am heutigen Freitag im Rahmen der Tarifrunde im nordrhein-westfälischen Einzelhandel, zu zwei zentralen Streikversammlungen nach Düsseldorf und Dortmund auf. Erwartet werden rund 3.000 Streikende aus allen Teilen des Landes. In Bochum werden Karstadt Ruhrpark, Kaufland Ruhrpark, Kaufland Wattenscheid bestreikt. Die Streikenden in Bochum werden sich morgens vor den Betrieben sammeln und anschließend mit Bussen zur Streikveranstaltung nach Dortmund fahren. „Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde 1,5 Prozent ab dem 01. Mai 2019 angeboten und weitere 1,0 Prozent ab dem 01. Mai 2020. Damit liegt das Angebot unter der Preissteigerung und bedeutet Reallohnverluste für die Beschäftigten. Dies hat zu Unruhe und Protesten in den Betrieben geführt. Wertschätzung für die geleistete Arbeit sieht anders aus“, betonte ver.di Verhandlungsführerin Silke Zimmer. mehr…


Donnerstag 16.05.19, 19:51 Uhr

Langes Friday-for-Future-Wochenende

Fidays for Future lädt zu einem Aktionswochenende ein: Am Freitag Abend geht’s um 18 Uhr „mit viel Musik und Tanz vom Hauptbahnhof durchs Bermuda Dreieck Richtung Schauspielhaus. Wir freuen uns auf eine bunte Demo mit super Stimmung- auch wenn das Ende der Welt näher rückt.“ Am Samstag wird von 13:00 bis 16:00 Uhr „zum kreativen fridays for future Bannerbemalentag eingeladen: „Für alle Kunstwütigen unter euch: In Vorbereitung auf den globalen Klimastreik am 24.05. wollen wir mit euch zusammen Banner und Plakate malen. Kommt vorbei und bringt eure Ideen und Kreativität mit. Damit wir auf der Straße auch gesehen werden!“ Am Sonntag gibt es von 13:00 bis 16:00 Uhr an der RUB ein Vorbereitungstreffen für die Ende Gelände Aktion: „Im Juni, vom 19. bis zum 24., ist es wieder Zeit für ein wenig zivilen Ungehorsam der Massen. Die Bewegung Ende Gelände will die Infrastrukturen von RWE im Rheinland blockieren. mehr…


Donnerstag 16.05.19, 18:39 Uhr

Wörtlich betäubt –
Der Marsch durch die Begriffe

Die Volkshochschule bietet in Kooperation mit dem Friedensplenum Bochum am Mittwoch, den 22. Mai um 18 Uhr eine Veranstaltung an zum Thema Manipulation durch Sprache in der Politik: »Kriegsminister gibt es seit 1945 nicht mehr. Seit 1955 heißen sie Verteidigungsminister. Die Bombenabwürfe der NATO 1998 auf Belgrad wurden als „Luftschläge“ verniedlicht. Der Kampf um die Begriffe und die psychologische Kriegsführung sind in der politischen Auseinandersetzung kein neues Phänomen. Schon seit Jahrhunderten gibt es in sehr vielen Sprachen z. B. das Bild, dass Soldaten „gefallen“ sind. Dass sie in aller Regel umgebracht wurden, klingt weniger heldenhaft. Selbst friedensbewegte Menschen sprechen häufig vom „Ausbruch“ eines Krieges. Sie bedienen damit unbewusst die Ideologie ihrer Gegner, die Kriege gerne als quasi unabwendbare Naturgewalten verklären.« Der Vortrag will am Beispiel Krieg und Frieden die Sensibilität in Bezug auf alltägliche sprachliche und ideologische Manipulationen fördern. Die Veranstaltung findet im Raum 40 der VHS statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.


Donnerstag 16.05.19, 16:36 Uhr

Proteste bei vonovia-Hauptversammlung

Als sich heute die Aktionär*innen des vonovia-Konzerns im RuhrCongress zur Hauptversammlung trafen, wurden sie mit lautstarkem und sichtbarem Protest gegen die unsoziale Mietpreistreiberei des Unternehmens konfrontiert. Bei einer bunten Protest- und Mahnwache forderten die Mieter*innen zusammen mit weiteren Unterstützer*innen, dem Mietpreistreiber Nummer 1 der Republik das Handwerk zu legen.Der WDR berichtet: „Zwar dürfen sich die Aktionäre einerseits über eine gestiegene Dividende freuen – doch andererseits ist die Kritik vieler Mieter so heftig wie selten zuvor.“ Video. Die taz schreibt: „Wie in Berlin im Fall des Konkurrenten „Deutsche Wohnen“ wurden deshalb auch in Bochum Forderungen laut, Vonovia zu enteignen. Konzernchef Buch ist deshalb alarmiert.“ Bereits gestern hatte die WDR Lokalzeit live von der voNo!via-Mieter*innenversammlung im Bahnhof Langendreer bereichtet. Anlässlich der vonovia-Jahreshauptversammlung unterstützt die Linksfraktion nicht nur den Protest der Mieter*innen, sondern nimmt auch die Regierenden in Bochum in die Pflicht. mehr…

Donnerstag 16.05.19, 13:26 Uhr

Nur ein „Nazi-Kiez“?

Das Antifa-Café lädt am Mittwoch, den 22. Mai um 19 Uhr im Sozialen Zentrum zu einem Vortrag über  Perspektiven auf Engagement gegen Rechtsextremismus in Dortmund-Dorstfeld: Der Dortmunder Stadtteil Dorstfeld gilt als eine Hochburg des organisierten Rechtsextremismus. Nicht zu Unrecht: Schon seit Jahren haben sich dort Neonazis niedergelassen, beanspruchen Straßenzüge für sich und versuchen mittels einer Strategie des Raumkampfes die Deutungshoheit über den Stadtteil zu erlangen. Doch auch wenn sich rechtsextreme Strukturen hier verfestigt haben, so ist Dorstfeld in der Realität kein „Nazi-Kiez“, wie die Neonazis immer wieder behaupten. Denn auf der anderen Seite existieren auch unterschiedliche Aktivitäten gegen Rechtsextremismus im Stadtteil. mehr…


Donnerstag 16.05.19, 12:14 Uhr

Bildungssystem in Mali & Deutschland

Die Aktion pro Afrika lädt am Dienstag, den 21. Mai um 19:30 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einer Veranstaltung ein mit dem Titel: „Bildungssystem in Mali & Deutschland – ein Vergleich“:» Momo Sissocko ging in Mali zur Schule und arbeitet heute als Lehrer in Deutschland. Er kennt beide Bildungssysteme und wird in seinem Vortrag aufzeigen, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es gibt, welche kulturell bedingt sind, was koloniale Wurzeln hat und was auf die sehr unterschiedlichen ökonomischen Verhältnisse zurückzuführen ist.«


Mittwoch 15.05.19, 14:59 Uhr
Radwende Bochum gegründet

Initiative stellt erste Forderungen

Am vergangenen Dienstag fand die erste Vollversammlung der Radwende Bochum statt, einer Vereinigung verschiedener alternativer Verkehrs- und Umweltschutzinitiativen und interessierter Einzelpersonen. Die Initiative möchte den Wandel Bochums zu einer lebenswerten, umwelt- und klimagerechten Stadt vorantreiben und schreibt: »Die dazu wirksamsten Maßnahmen stellten die Teilnehmer*innen gleich in der ersten Konferenz fest. Bis fast auf den letzten Platz besetzt war in der vergangenen Woche das botopia an der Alleestraße. Über 40 Teilnehmer*innen diskutierten in der ersten Vollversammlung am 7. Mai die Radwende Bochum. Unter diesem Namen haben sich Aktive von verschiedenen verkehrs- und umweltpolitischen Gruppen zusammengeschlossen und nach einigen Wochen Vorbereitung ins Botopia eingeladen. Die Liste reicht von ADFC und attac über BUND, Greenpeace, Nabu, Naturfreunde, Stadt für alle bis zu urbanRadeling (Critical Mass), VCD und velotopia. mehr…


Mittwoch 15.05.19, 11:49 Uhr

Polizeiübergriffe & Informationsfreiheitsgesetz

Am Montag, den 20. Mai haben die beiden Polizeiübergriffe vom 1. Mai und 19. Juni 2016 ein juristisches Nachspiel vor dem Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen. Die Polizei hatte bei einer Großdemonstration gegen einen NPD Aufmarsch am 1. Mai in Bochum mehrere Hundert Menschen über länger als 6 Stunden eingekesselt, festgehalten und etliche Strafanzeigen erstattet. Am 19. Juni gab es einen besonders brutalen Übergriff der Polizei in eine völlig friedliche Demonstration, die sich gegen den Auftritt einer rechten Politsekte (DASKUT) wandte. Näheres. Ein Vierteljahr später hat eine Bochumer Bürgerin einen Antrag auf Übermittlung von Informationen nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) NRW gestellt. Sie wollte u. a. wissen, wie viele Personalienfeststellungen durchgeführt, wie viele Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden und wie viele davon zur Anklageerhebung führten. Die Polizei hat eine Beantwortung der Fragen mit der Begründung abgelehnt, dass sie über diesen Überblick nicht verfügt und ihn nur mit einem übermäßig großen Aufwand – jede Akte müsste in die Hand genommen werden –  herstellen könnte. Das Verwaltungsgericht muss nun entschieden, ob die Polizei wirklich diese Informationen verweigern darf.


Mittwoch 15.05.19, 10:45 Uhr
Bundesweite Konferenz im Thealozzi:

60 Jahre cubanische Revolution

Die Humanitäre Cuba Hilfe (HCH), die sich seit fast 25 Jahren in Kuba und in den letzten Jahren auch in Mali mit medizinischen, kulturellen und Bildungsprojekten engagiert, lädt am Samstag, den 18. Mai im Theater Thealozzi, Pestalozzistraße 21, zu einer Konferenz zum 60-sten Jubiläum der kubanischen Revolution ein: Die Tagung wird von unserer Dachorganisation, dem Netzwerk Cuba e.V., dem bundesweit 37 Mitgliedsgruppen angehören veranstaltet. Wir, die HCH, richten die Veranstaltung als Mitgliedsorganisation hier in Bochum lokal aus. Anwesend werden der kubanische Botschafter und weitere Gäste aus Kuba sein. Außerdem sind Einladungen an alle in Deutschland lebenden ca. 8000 Kubaner*innen ergangen. Schwerpunkte der Veranstaltung werden Workshops sein, in denen Themen wie Frieden, internationale Solidarität, soziale Menschenrechte, Umwelt, Klima, globale Herausforderungen und Demokratie, Partizipation, Verfassung diskutiert werden. mehr…


Mittwoch 15.05.19, 10:09 Uhr
Konzert & Diskussion

50 Jahre Amnesty Bochum

Anlässlich ihres fünfzigjährigen Bestehens laden die Bochumer Gruppen von Amnesty International für Dienstag, den 21. Mai zu einem Jubiläumsabend ins Kunstmuseum Bochum ein. Die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr mit einer Podiumsdiskussion, bei der neben Bochumer Amnesty-Mitgliedern aller Generationen auch Amnesty-Generalsekretär Markus Beeko zu Gast ist. Moderiert wird die Veranstaltung unter der Fragestellung „Was bringt der Einsatz für die Menschenrechte“ vom Bochumer Gründungsmitglied Klaus Pokatzky. Im Anschluss sorgen die Jazz-Professorin und klassische Pianistin Ilse Storb und Bariton-Saxophonist Jürgen Koch für die musikalische Gestaltung des Abends. Darüber hinaus wird eine kleine Ausstellung aus fünfzig Jahren Menschenrechtsarbeit in Bochum gezeigt. Der Eintritt ist frei. mehr…


Mittwoch 15.05.19, 09:56 Uhr

Ist Elektromobilität die Alternative?

Am Donnerstag, den 16. 5. laden die  NaturFreunde Langendreer um – 19: 30h Treffpunkt: in ihr Zentrum, Alte Bahnhofstr. 175 zu einer Veranstaltung über Elektromobilität ein: »Wenn E-Autos mit Strom laufen, der durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe ge- neriert wurde, bringen sie kaum eine Erleichterung fürs Klima. Und dennoch werden sie von der Politik als scheinbar einzige Alternative propagiert. Die Frage: Wie umweltfreundlich E-Autos wirklich sind, wird in diesen Szenarien kaum gestellt. Dabei müssten die Ökokosten der Herstellung ebenfalls in eine Bewertung der Umweltverträglichkeit einfließen. Denn allein der Blick darauf, dass Elektroautos im Gebrauch keine klimaschädlichen Treibhausgase und giftigen Stickoxide ausstoßen, ist unzureichend. mehr…


Dienstag 14.05.19, 19:47 Uhr

Kleine Germanen

KLEINE GERMANEN - Trailer // Kinostart: 09.05.2019 // Termine mit Publikumsgespräch - siehe unten

Am Freitag, den 17.5. um 19 Uhr und Samstag, den 18.5. um 17:00 Uhr zeigen das endstation.kimo den Dokumentarfilm Kleine Germanen. Der Film macht auf ein kaum aufgearbeitetes Problem unserer Gesellschaft aufmerksam, das mit Blick auf die rechten Gewaltausschreitungen der letzten Zeit aktueller denn je ist: Kinder, die in einem demokratiefeindlichen Umfeld aufwachsen und nach dogmatischen Prinzipien rechtsextremer Ideologie erzogen werden. Die Doku blickt aber auch über die traditionellen Strukturen entsprechender Gruppierungen hinaus in einen Teil unserer Mittelstandsgesellschaft, der immer stärker von rechtspopulistischen Strömungen geprägt ist. Am Freitag, den 17.5. schließt an die Vorführung um 19 Uhr ein Filmgespräch mit dem Produzenten Ali Samadi Ahadi an.

Dienstag 14.05.19, 12:00 Uhr

Die Bochumer Seebrücke-Initiative ruft zur Demo „Ein Europa für alle auf“.

Die Bochumer Seebrücke-Initiative schreibt: »Die Außengrenzen der Europäischen Union sind ein Massengrab. Zehntausende Menschen sind beim Versuch, in Europa Schutz vor Verfolgung, Krieg und Elend zu finden, ums Leben gekommen. Das Sterben im Mittelmeer ist kein unvermeidliches Unglück, sondern das Resultat einer gezielten Politik der Abschreckung und des Sterbenlassens. Deswegen ruft die internationale Seebrücke-Bewegung zur Demonstrationen „Ein Europa für Alle – Deine Stimme gegen Nationalismus“ auf. Weil wir für ein ganz anderes Europa einstehen. Es ist ein Aufruf zum Protest und zum Widerstand: Gegen rechte Parteien, ihren Rassismus und Nationalismus ebenso wie gegen die Politik der EU. Unseren gemeinsamen Seebrücke-Aufruf findet ihr hier: Ein Europa für alle – das heißt sichere Fluchtwege für alle! In Bochum nehmen wir den Regionalexpress um 8.55 Uhr. Wir treffen uns in der Bahnhofshalle, um den gemeinsamen Erwerb günstiger Tickets  koordinieren zu können. Bitte seid dafür pünktlich um 8:40 Uhr da!«


Montag 13.05.19, 21:47 Uhr

Mehr Bürgerbeteiligung wagen

Zu den Chancen, die sich nach der Bürgerversammlung zur Neubebauung Markstraße/Stiepeler Straße ergeben, erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung:  »Die Bürgerversammlung zur Neubebauung Markstraße/Stiepeler Straße hat erneut gezeigt, dass in den Stadtteilen die Information der betroffenen Bevölkerung nicht früh genug erfolgen kann. Erneut ist auch deutlich geworden, dass die Betroffenen über die tatsächlichen Umstände vor Ort oftmals besser informiert sind als die Fachleute aus dem Rathaus.  Es ist zu hoffen, dass die in der Versammlung gewonnenen Erkenntnisse in den noch zu erstellenden Gutachten Berücksichtigung finden werden. Bisher liegt lediglich eine Bergschadenstechnische Risikoanalyse vor. Verkehrs-, Lärmschutz- und Artenschutzgutachten sowie Umweltbericht und Landschaftspflegerischer Begleitplan liegen hingegen noch nicht vor. Ergebnisse hierzu werden nicht vor Ende des Jahres vorliegen. mehr…


Montag 13.05.19, 19:03 Uhr

Aktionen zur Vonovia-Hauptversammlung

Am 16. Mai 2019 findet im RuhrCongress die diesjährige Hauptversammlung der Vonovia statt, des größten deutschen Wohnungsunternehmens. Aus diesem Anlass findet eine Reihe von Veranstaltungen statt. Am Mittwoch, den 15. Mai gibt es um 18:00 Uhr im Bahnhof Langendreer eine VoNO!via MieterInnenversammlung. MieterInnen und ihre AnwältInnen/UnterstützerInnen aus u.a. Bremen, Darmstadt, Dortmund, Frankfurt, Hamburg, Konstanz, Mannheim, Witten stellen ihre Erfahrungen und Vorwürfe an die Vonovia vor. Im Mittelunkt des ersten Teils stehen Erfahrungen mit den miserabel geplanten und durchgeführten „Modernisierungen“, sowie mit den Mieterhöhungen und Verdrängungen, die diese auslösen. MieterInnen aus Darmstadt, Witten, Frankfurt, Konstanz und Hamburg werden berichten, welche Bedrohungen der die Modernisierungen für ihre Nachbarschaften bedeuten und wie sie sich dagegen in Mieterinitiativen und Mietvereinen zur Wehr setzen. In Frankfurt liegt eine Studie über die Mieterverdrängung durch Vonovia vor. Grundsätzlich, so kritische Aktionäre, erhöhen sich die Mieten der Vonovia stärker und schneller als die Einkommen.  mehr…


Montag 13.05.19, 16:23 Uhr

Werbung der Partei „Die Rechte“

Das Poliit-Café Azzoncao schreibt: »Die neo-nazistische Partei „Die Rechte“ hat nun auch in Bochum angefangen Wahlkampf zu betreiben. Laut Internet hat sie an diesem Wochenende in Bochum – Werne und – Langendreer plakatiert. Die abgebildeten Fotos legen nahe, dass es sich bei den Plakatierern um Mitglieder des so genannten Ewers Clan handelt. Der Ewers Clan um Daniel und Timo E. und deren Schwager Martin P. sah sich vor ca. 5 Jahren gezwungen, aus Bochum-Langendreer wegzuziehen. Sie hatten versucht aus Langendreer eine zweites Dorstfeld zu machen und mit auswärtigen Kamerad*innen massiv Menschen bedroht und angegriffen. Die sozialen Strukturen im Stadtteil, Outings und andere Aktionen legten den Rechten nahe „die Füße still zu halten“. Schließlich zogen sie nach Lütgen-Dortmund und engagieren sich seitdem vermehrt in Dortmund. Dort in der Partei „Die Rechte“. mehr…


Samstag 11.05.19, 10:08 Uhr

Die fromme WAZ 1

In den letzten acht Tagen hat die WAZ sich sehr viel Sorgen über den Zustand der Kirchen gemacht.  Zwei Aufmacher auf der Titelseite und mehrere Kommentare beschäftigten sich mit dem Niedergang des organisierten Christentums: „Studie: Bis 2060 verlieren Kirchen die Hälfte der Mitglieder“, „Schicksal der Kirchen geht die gesamte Gesellschaft etwas an„, „Kirchen im Ruhrgebiet droht drastischer Geldmangel“. Am Sonntag beschäftigt sich eine Veranstaltung der Initiative Religionsfrei im Revier mit dem Thema „Abschied von der Kirchenrepublik„.  Der prominenteste Kirchenkritiker des Landes Michael Schmidt-Salomon wird in einem Vortrag am morgigen Sonntag in Bochum darlegen, ‚warum es höchste Zeit ist, die „Kirchenrepublik Deutschland“ hinter uns zu lassen und die verfassungswidrige Diskriminierung religionsfreier Menschen zu beenden‘. Die örtliche WAZ hat sich verweigert, einen Veranstaltungshinweis auf diese Veranstaltung am Sonntag um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer zu veröffentlichen.


Freitag 10.05.19, 20:28 Uhr

AfD provoziert bei Gedenkveranstaltung

AfD-Watch Bochum berichtet: »Bei der offiziellen Gedenkveranstaltung und Einweihung des Mahnmals am Gedenkort des ehemaligen KZ-Außenlagers/Brüllstraße versuchte ein Politiker der antisemitischen AfD mit seiner Anwesenheit am Tag der Befreiung (08.05.19) zu provozieren. Am ehemaligen KZ Außenlager Brüllstraße, in dem über 1.700 Männer Zwangsarbeit leisten mussten und viele den Tod fanden, wurde am 08. Mai 2019 eine Gedenkinstallation an die Öffentlichkeit übergeben. Als Gast und Redner war auch Rolf Abrahamson (Foto) anwesend, der selbst Gefangener in diesem Außenlager war und als Zeitzeuge über die schrecklichen Bedingungen dort und die menschenverachtenden Zustände im Nationalsozialismus berichtete. mehr…


Freitag 10.05.19, 19:10 Uhr

Anarchistisches Kennenlerntreffen

Die schwarze Ruhr-Uni lädt am 16. 5. um 18.00 Uhr in der zukünftigen Cafeteria von GD (Ebene 03) zu einem anarchistischen Kennlerntreffen an der Ruhr-Uni ein: Immer größere und längere Waldbrände, Stürme, Fluten und Dürren. Allein die Nachrichten zum Klimawandel lassen unsere Zukunft katastrophal erscheinen. Hinzukommen wachsende Umweltzerstörung. Faschismus, Nationalismus und Armut. Politiker*innen, Regierungen und Staaten versprechen uns schon seit Jahrzehnten daran etwas zu ändern, doch sie tragen nur dazu bei es schlimmer zu machen. Sollen wir weiterhin für falsche Versprechungen von Kohlekommissionen und Wahlprogrammen unsere Zukunft aufgeben? Wünschst du dir eine Welt in der alle Menschen gleichwertig, selbstbestimmt und solidarisch zusammenleben? In der wir Verantwortung füreinander übernehmen und duselbst Entscheidungen triffst anstatt gehorsam sein zu müssen? Die Umsetzung dieser Ziele ist kein Utopie, sondern die Voraussetzung dafür, dass wir die Katastrophen unserer Welt bekämpfen können. Es ist deine Entscheidung, ob du weiterhin deine Wünsche und Ziele aufgibst und (immer verzweifelter) auf Autoritäten wartest, die dich erlösen oder mutig wirst und beginnst selbst zu handeln. mehr…


Freitag 10.05.19, 18:57 Uhr

Wortbruch der VBW in Grumme?

Die Soziale Liste schreibt: »Viele Mieterinnen und Mieter in der VBW-Flüssesiedlung sind sauer. Einige haben sich an die Soziale Liste gewandt und berichtet, dass der einzige Lebensmittelladen seit Ende April geschlossen ist. Nach einer Demonstration von Nutzern des Ladens Anfang April hatte die VBW noch versichert, den Laden zu erhalten und mit interessierten Nachmietern für den Laden zu verhandeln. Seit dem 2. Mai sitzen die Nutzer des Laden auf dem Trockenen; der Laden ist geschlossen. Vor allem ältere Menschen müssen nun weite Wege in Kauf nehmen, um Besorgungen zu machen oder die Morgenbrötchen zu kaufen. mehr…

Gedenken am Tag der Befreiung - Rundgang am
8. Mai 2019 auf dem Friedhof am Freigrafendamm
Donnerstag 09.05.19, 21:46 Uhr

Rede von Günter Gleising

Am 8. Mai 1945 wurde Europa von dem verbrecherischen System des deutschen Faschismus und seinem Krieg befreit. Mehr als 55 Millionen Menschen waren zuvor dem Nazi-Terror, Holocaust und Vernichtungskrieg zum Opfer gefallen. Millionen Menschen auf der ganzen Welt bezahlten den deutschen Griff nach der Weltherrschaft mit unvorstellbarem Leid.

Anstifter und Nutznießer des Raub- und Vernichtungskrieges waren die deutsche Wirtschaft, die Konzerne und Banken, allen voran die Schwerindustrie an Rhein und Ruhr, die Chemie- und Rüstungsindustrie. Die deutsche Wirtschaft profitierte von der „Arisierung“ und der Ausbeutung von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern ebenso wie von der Ausplünderung in den besetzten Ländern. mehr…


Donnerstag 09.05.19, 21:05 Uhr

Erinnerung an den Widerstand
gegen den Faschismus

Das „Bündnis gegen Rechts“ hatte am gestrigen 8. Mai – dem Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus – zu einem Gedenkrundgang auf dem Friedhof am Freigrafendamm aufgerufen. Der Sprecher des Bündnisses Uli Borchers unterstrich in seiner Begrüßung und seinem Redebeitrag am Grab von Fritz Husemann, dass neben dem Gedenken an die Opfer des Faschismus es auch wichtig sei, Menschen zu würdigen, die Widerstand gegen den Faschismus geleistet haben. Neben Husemann seien schließlich Plätze und Straßen nach Franz Vogt, Karl Springer, Heinrich Imbusch oder Heinrich König benannt. Vergessen werden dürfe auch nicht der Mut von Amtsrichter Eberhard Greiff, der Heinrich König das Recht zur bewaffneten Notwehr zu sprach, als die SA ihn abholen wollte. Felix LipskiFelix Lipski vom Klub Stern der Holocaust-Überlebenden der jüdischen Gemeinde, erinnerte an die 30.000 Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge, die in Bochum Sklavenarbeit verrichten mussten und viele von ihnen in den Tod getrieben wurden. Die Rede im Wortlaut. Das Geschichtsprojekt von Hildegardis- und Goethe Schule berichtete über ihre Gedenkarbeit und die Bemühungen, auf dem Gräberfeld  der sowjetische Soldaten auf dem Blumenfriedhof eine würdige Erinnerung zu gestalten. Näheres auf der Webseite des Projektes. mehr…


Donnerstag 09.05.19, 19:26 Uhr

Der marktgerechte Patient

Der marktgerechte Patient Trailer Deutsch | German [HD]

Der Arbeitskreis Krankenhäuser des ver.di Bezirks Mittleres Ruhrgebiet lädt am Mittwoch, den 15.05. um 18:30 Uhr in der ver.di Geschäftsstelle Bochum, Universitätsstraße. 76, zu einem Filmabend ein, gezeigt wird: „Der marktgerechte Patient“. Pflegekräfte, ÄrztInnen und PatientInnen sprechen in diesem Film offen über die Auswüchse des Fallpauschalen-Systems, das 2003 eingeführt wurde. mehr…

Donnerstag 09.05.19, 19:22 Uhr

Fridays for Future am 10. Mai

Die Bochumer Fridays for Future Initiative lädt für den 10. Mai ein: Diesen Freitag findet ihr uns auf dem Husemannplatz in der Innenstadt. Wir möchten auf die kommende Europawahl aufmerksam machen, und darüber informieren, was genau die Wahl mit dem Klima zu tun hat. Außerdem gibt es Textilfarbe, mit der wir gemeinsam Stoffe bedrucken können!


Gedenken am Tag der Befreiung - Rundgang am
8. Mai 2019 auf dem Friedhof am Freigrafendamm
Donnerstag 09.05.19, 19:21 Uhr

Rede von Felix Lipski

Sehr geehrte Damen und Herren!

Heute feiern wir, dass Nazi-Deutschland vor 74 Jahren die bedingungslose Kapitulation unterschrieben hat, wir feiern 74 Jahre seit der Befreiung des von Nazis besetzten Deutschland und Europa, 74 Jahre seit der Rettung der europäischen Juden von der vollständigen Vernichtung, 74 Jahre seit dem Ende des größten Blutvergießens der Weltgeschichte.

Dieser Krieg löschte das Leben von SECHZIG Millionen Menschen aus, darunter waren fast die Hälfte friedliche Zivilisten. Jeder zehnte Tote war ein Jude.

Den größten Schlag dabei erlitt die Sowjetunion und die Rote Armee. Das sowjetische Volk zahlte einen hohen Preis für den Sieg. 27 Millionen Menschen starben, davon 12 Millionen Soldaten und Offiziere.

Mehr als 3 Millionen sowjetische Bürger wurden dabei nach Deutschland gebracht und gezwungen zu arbeiten. Sie arbeiteten unter schwersten Bedingungen in den Kohlengruben und in der Stahlindustrie, in Fabriken, in der Kriegsindustrie und im Bau von unterirdischen Fabriken. Sie mussten zerbombte deutsche Orte säubern und Minen entschärfen.

Sie bekamen dafür nur wenig Essen, sie lebten in kalten Baracken, die mit Stacheldraht umzäunt waren, sie litten unter Hunger und Infektionskrankheiten, hatten keine medizinische Hilfe und bekamen dafür KEINERLEI Bezahlung. mehr…


Gedenken am Tag der Befreiung - Rundgang am
8. Mai 2019 auf dem Friedhof am Freigrafendamm
Donnerstag 09.05.19, 19:00 Uhr
Redebeitrag der gruppe271 des Antifa Café Bochum

Bochumer Frauen im Widerstand

 „Dass ich noch lebe, verdanke ich jenen Menschen, die bereit waren, einen Verfolgten aufzunehmen. In der Mehrzahl waren es Frauen.“  Ein Überlebender

Wir möchten heute insbesondere an die Frauen erinnern, die während der nationalsozialistischen Herrschaft in Bochum aktiv Widerstand leisteten und diesen mit Haft, Emigration oder ihrem Leben bezahlen mussten. Jahrzehnte nach der Kapitulation Nazideutschlands werden ihre Akte des Widerstandes noch immer marginalisiert.

Bisherige Darstellungen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus stellen vor allem Männer in den Fokus. Sie standen in der Regel im Vordergrund und prägen das Bild der Gegner Hitlers bis heute. Der Blick auf die Frauen, die entweder „dahinter“ standen oder aber auch eigene Formen des Widerstands entwickelten, kommt dabei bislang zu kurz. Als nach der Zerschlagung des nationalsozialistischen Regimes, den durch Teile der Alliierten ein-geführten didaktischen Demokratisierungsmaßnahmen, der Gründung der Bundesrepublik Deutschland, eine Verdrängung der deutschen Taten einsetzte und das Täter*innenvolk endlich wieder seine angestrebte Lebensnormalität zelebrieren durfte, galt jeder Mensch der Widerstand geleistet hatte im gesellschaftlichen Mainstream als „Verräter“. mehr…


Mittwoch 08.05.19, 16:02 Uhr

Grillen für alle

Die Linksfraktion im Rat schreibt: »Die Auseinandersetzung um die Grünflächen am Ümminger See geht in die nächste Runde: Während die CDU dort weiterhin das Grillen verbieten lassen will, wollen die SPD und die Grünen die zur Verfügung stehende Fläche stark einschränken. Zur Sitzung der Bezirksvertretung Ost am Donnerstag, den 9. Mai legt die Linksfraktion dagegen einen Antrag vor, der ohne zusätzliche Einschränkungen für die Bevölkerung auskommt: Durch Verbesserung der Infrastruktur und zusätzliche Informations- und Unterstützungsangebote. „Wir beantragen, dass die Stadt Abfallbehälter aufstellt, die so konstruiert sind, dass Vögel und andere Tiere den Müll nicht durchwühlen können“, sagt Benny Krutschinna, Ratsmitglied und Bezirksvertreter der Linken in Bochum-Ost. „Außerdem fordern wir zeitnahe Sonderleerungen nach warmen Wochenend- und Feiertagen.“ Das Konzept der  Linken sieht außerdem vor, dass die Verwaltung ein offizielles Flugblatt erstellt, das darüber aufklärt, dass das Grillen nicht nur am Ümminger See, sondern in fast allen Bochumer Grünanlagen erlaubt ist – mit Ausnahme des Stadtparks, des Wattenscheider Stadtgartens und Teilen des Westparks. Gleichzeitig soll der Flyer einfach und verständlich die Regeln für das Grillen im öffentlichen Raum erklären. mehr…


Mittwoch 08.05.19, 15:13 Uhr

Extinction Rebellion jetzt auch in Bochum

Am gestrigen Dienstag hat sich im Unverpacktladen Bioku eine Ortsgruppe von Extinction Rebellion gegründet. Unter den rund 20 Teilnehmer*innen befanden sich auch einige Aktivisten aus den Ortsgruppen umliegender Städte. Ein Großteil aber waren neu dazu gekommene Menschen, die an der Bewegung interessiert sind und selber aktiv werden möchten. Die Gruppe trifft sich zukünftig immer dienstags um 18 Uhr im Unverpacktladen Bioku, Herner Str. 14. Aktionen gewaltfreien zivilen Ungehorsams in und um Bochum sind in Planung.


Mittwoch 08.05.19, 11:59 Uhr

Mein Gender und ich


Am Freitag, den 10. Mai, um 19:30, präsentiert das Zeitmaultheater die szenische Lesung »Mein Gender und ich«: Gender hat viele Farben. Nicht nur rosa und hellblau. Beziehungsweise pink und mint, wie es neudeutsch heißt. Mädchen werden zunehmend „pinkifiziert“ und die M-I-N-T-Fächer bleiben, klar, Jungssache. Klar? Aber manchmal ist schon bei der Geburt gar nichts klar, weil sich die Natur nicht entscheiden kann. Wer darf wann über mein Geschlecht entscheiden? Und wie bunt oder „queer“ will ich sein? Gibt es den perfekten Körper? Bestimmt mein Geschlecht über meine Intelligenz, mein Selbstbewusstsein, meine Leidenschaften, meine Karriere, meine Liebe? Persönliche Fragen, die der Gesellschaft immer wieder neue Antworten abverlangen. Schwarz-Weiß-Denken ist sicher keine Lösung.“ mehr…


Dienstag 07.05.19, 20:13 Uhr

Psychologie des Faschismus

Das Projekt „RUB bekennt Farbe“ lädt am Donnerstag, den 16.5. um 18 Uhr im HZO 80 in der Ruhr-Uni zu einem Vortrag von Wolfgang Dominik zum Thema „Psychologie des Faschismus“ ein: »Am 8. Mai 1945, von der Mehrheit der Westdeutschen Niederlage, Katastrophe, Untergang genannt, war Deutschland plötzlich ein Land von Widerständler*innen gegen den Faschismus. Keine(r) hatte da mitgemacht! Keine(r) hat was gewusst von den einmaligen deutschen Verbrechen! Hitler war es! und der ist ja tot! Aber ganz so konnte es nicht gewesen sein! Die Legende behauptet eine Stunde Null. Eine fromme Lüge. Der Referent wird versuchen, einige wichtige psychologische Aspekte der Massenwirksamkeit der Ideologien, die den Faschismus (auch)  kennzeichneten, darzustellen. Sein Ansatz wird von der Kritischen Psychologie ausgehen, die das menschliche Individuum nicht im luftleeren gesellschaftlichen Vakuum sieht, sondern bestimmt durch die ökonomisch-politischen Rahmenbedingen. Die den Faschismus ermöglichenden ökonomischen Strukturen, Rahmenbedingungen, Ideologien, Personen, kollektiven Mentalitäten verschwanden nicht über Nacht, sondern blieben für die Westzonen und die BRD weiterhin bestimmend. Gleichzeitig wirft dieser Ansatz ein Licht auf die Erfolge faschistischer Parteien und Organisationen heute. mehr…


Dienstag 07.05.19, 18:02 Uhr

Kulturrevolution von
rechts in Osteuropa?!

Die Antifaschistische Linke Bochum lädt am Dienstag, den 14. 5. um 19:00Uhr im Sozialen Zentrum zu einem Vortrag ein zum Thema: „Kulturrevolution von rechts in Osteuropa?!“: »Nachdem Erfolg der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PIS) im Jahr 2015 kam es in Polen zu drastischen Veränderungen, nicht nur auf politischer und sozialer sondern vorallem auch auf kultureller Ebene. Staatliche Medien und Gerichtswesen werden von Rechtspopulisten bestimmt. Die jetzige Regierungsmehrheit kooperiert offen mit Akteuren der außerparlamentarischen extremen Rechten. Verbindende Elemente sind unter anderen ein vorallem antikommunistisch beeinflusster Geschichtsrevisionismus und xenophobe Abschottungspolitik. Gemeinsame Vision ist ein autoritäres Gesellschaftsprojekt christlicher Prägung im Rahmen einer ethnisch bestimmten (Volks-) Gemeinschaft. Das polnisch-ungarische Modell dient als Inspirationsquelle und hat eine starke Wirkung auf sämtliche rechtspopulistischen Bewegungen in Westeuropa wie der Pegida Bewegung in Deutschland oder der österreichischen Regierungskoalition aus FPÖ und ÖVP. mehr…