Auch in diesem Frühjahr und Sommer setzt der Verein Rosa Strippe seine Freizeitangebote für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und inter* Personen, sowie alle Menschen fort, die sich dem Regenbogen-Spektrum zugehörig fühlen. Einmal im Monat findet die Wandergruppe „Queer Feld Raus“ statt. Samstags oder sonntags, jeweils ab ca. 11 Uhr wandern Interessierte gemeinsam im Ruhrgebiet oder in der Umgebung. Die Touren haben eine Länge von 10 bis 20 Kilometern und dauern drei bis fünf Stunden. Die nächsten Termine sind Samstag, der 20.04., Sonntag, der 19.05., Samstag, der 15.06. und Sonntag der 14.07. Auf der Homepage der Rosa Strippe werden die Wanderungen und die Strecken vorab angekündigt. Dort finden die Teilnehmer*innen auch genaue Hinweise und den Treffpunkt für den Start der Route. Die April-Wanderung beginnt um 11.15 Uhr an der Haltestelle Essen-Kettwig Stausee und führt über 17 Kilometern mit der Möglichkeit einer Abkürzung durch das Ruhrtal nach Essen-Werden.
Im Mittelpunkt des Ostermarsches in Bochum stehen die grundgesetzwidrigen “Auslandseinsätze“ der deutschen Armee, speziell in Mali und dem gesamten Westafrika. Mohamed Bangoura, Voix des Sans Voix, wird über seine Fluchterfahrung aus Guinea sprechen. Christoph Marischka von der Informationsstelle Militarisierung berichtet über die Militärpolitik gegenüber Afrika. Mit dem “Compact with Africa“ war 2017 von einem Neustart der Beziehungen die Rede. Es sollten Arbeitsplätze geschaffen und Fluchtursachen bekämpft werden. Die Praxis sieht anders aus: Deutschland, EU und NATO errichten dort Drohnen- und Militärbasen, rüsten Armeen mit Waffen aus, trainieren sie, lassen Grenzen ziehen, wo vorher Austausch stattfand. Sie verhindern Flucht, sichern sich Rohstoffe und Einflusssphären. Selbst die Entwicklungszusammenarbeit zielt immer stärker darauf ab, den “Sicherheitssektor“ auszubauen statt die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas zu stärken. Der Ostermarsch Rhein/Ruhr, die VHS Bochum und das Bochumer Friedensplenum laden alle Interessierte zu diesen Vorträgen (und zu einem kleinen Imbiss am Buffet) herzlich ein. Sie beginnen am Ostersonntag, dem 21. April, gegen 16.15 Uhr bei ver.di an der Universitätsstraße 76.
Für eine Volksinitiative zur Förderung des Radverkehrs hat Greenpeace Bochum letztes Wochenende Unterschriften für die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ gesammelt. Dabei wurde mit Hilfe eines so genannten „Gehzeugs“ auf den übermäßigen Flächenverbrauch eines durchschnittlichen PKWs hingewiesen. Die Volksinitiative setzt sich für mehr Verkehrssicherheit auf Straßen und Radwegen, mehr Radschnellwege und überregionale Radwege, mehr Fahrradstraßen und Abstellmöglichkeiten sowie eine bessere Verbindung mit dem Öffentlichen Nahverkehr ein. Wer die Initiative noch unterstützen möchte, kann sich unter https://www.aufbruch-fahrrad.de Unterlagen herunterladen und diese noch bis zum 22. April per Post zurück schicken oder am Umweltzentrum (Alsenstraße 27) abgeben.
Das Projekt act now! lädt von Freitag, den 3. bis Sonntag, den 5. Mai zu einem Workshop mit Stefanie-Lahya Aukongo und anschließend am Sonntagabend zum ersten Spoken Word Abend im Bahnhof Langendreer ein: »Was geschieht, wenn sich Menschen zusammentun, die ihre Realitäten, ihre verschiedenen Identitäten und Geschichten zu Papier und schließlich auf die Bühne bringen? Dann entsteht ein großartiger Abend voller Texte, Poesie und Performances, der es in sich hat – Dann steht der erste Spoken Word Abend im Bahnhof Langendreer vor der Tür. Das Projekt act now! nimmt zunehmend Fahrt auf. Seit September 2018 bietet der Bahnhof Langendreer jungen Menschen aus der Region die Möglichkeit, sich in Theater, kreativem Schreiben und im Für-Sich-Einstehen auszuprobieren. So erst kürzlich in einem Workshop „Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg“, der die Teilnehmenden begeistert und Lust auf mehr gemacht hat. Eine Teilnehmerin am Ende des Workshops: „Mind blowing!“ mehr…
WELCOME TO SODOM - DEIN SMARTPHONE IST SCHON HIER | Trailer deutsch german [HD]
Der Studienkreis Film zeigt am Donnerstag, den 18. April um 19.30 Uhr im HZO 20 der Ruhr-Uni den Film „Welcome to Sodom“. In ihrer Dokumentation zeigen die Regisseure Florian Weigensamer und Christian Krönes, was mit den nicht mehr benötigten Handys, Fernsehern und Computern aus Europa passiert: Ein Großteil dieses Elektroschrotts landet in Accra in Ghana. Um an die wertvollen Bestandteile des Elektromülls zu gelangen und damit ein kleines Einkommen zu erzielen, verbrennen Tausende vom Menschen den Schrott. Die dabei entstehenden Schadstoffe verursachen schwere Schäden für Mensch und Umwelt. mehr…
Der Salon Sinn & Wahn lädt am Mittwoch, den 17.April um 19 Uhr zum gemeinsamen Diskutieren ins botopia.raum9, Griesenbruchstr.9 ein: »Das Thema ist diesmal: Bezahlbares Wohnen – Was hilft wirklich? Die Lage auf den Wohnungsmärkten verschärft sich zunehmend. Die Statistiken weisen immer größere Lücken bezahlbaren Wohnens auf, Expert*innen sprechen von 2 Millionen fehlenden Wohnungen. Die Mietsteigerungen in Städten wie Berlin sind dramatisch und lösen Gentrifizierungsprozesse und Verdrängungen aus. Selber in Bochum steigen die Mieten und die Mietbelastung insbesondere ärmerer Menschen. Als besonderes Problem sind Deutsche Wohnen, LEG und Vonovia als finanzmarktgetriebene Unternehmen erkannt worden; sie treiben Mieten hoch, verdichten die Arbeit ihrer Beschäftigten und bringen Wohnungen in erheblichen Instandhaltungsstau. Obwohl allgemein Wohnen als Soziale Frage des 21.Jahrhunderts erkannt worden ist, passiert wohnungspolitisch sehr wenig. Einzig das Mantra des BauenBauenBauen erklingt aus der Bundesregierung. mehr…
Mehr als 200 Teilnehmende protestierten am Freitagabend gegen eine Veranstaltung der AFD in der Dampfgebläsehalle an der Jahrhunderthalle. Sprecherinnen von Fridays for Future eröffneten und beendeten die Kundgebung. Sie machten deutlich, wie bedrohlich und zynisch sie die Klimakatastrophen-Leugner der AFD halten. Amid Rabieh, Sprecher der Bochumer Linken, stellte dar, wie offensichtlich die Rechtsaußenpartei eine Politik gegen die Interessen ihrer WählerInnen vertritt. Der DGB Regionsvorsitzende Stefan Marx machte deutlich, wie wichtig es ist, Gesicht zu zeigen und das Auftreten einer rassistischen Partei, wie die AfD nicht als normal hinzunehmen. Ralf–D. Lange vom Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur: „Die AfD ist in erster Linie eine rassistische, nationalistische, frauenverachtende, neoliberale und rechte Partei. Und dabei ist es unerheblich, ob es sich um den so genannten gemäßigt rassistischen Flügel oder den offen rassistischen und nationalistischen Flügel um Höcke und Konsorten handelt.“ mehr…
Der Arbeitskreis Umweltschutz berichtet: „Am 12.04.19 nahmen trotz Ferienbeginn, trotz der Kälte und nach der Schulzeit mehr als 100 Schüler*innen von 14 – 16 Uhr an der Demo für sofortigen Klimaschutz teil. Obwohl nach der Schulzeit gestreikt wurde, war Herr Lindner entgegen seinem Versprechen nicht anwesend.“ mehr…
… sind wir leider ein sehr schlechtes Internet-Portal, weil wir alle die Demo gegen die AfD vorbereiten, bzw. organisieren und keine Zeit haben, darüber und andere wichtige Dinge zu berichten. Sorry.
Die Linksfraktion hat ihren neuen Newsletter veröffentlicht und schreibt: „Es brodelt in Sachen Wohnungspolitik: Am vergangenen Wochenende waren bundesweit mehr Menschen gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn auf der Straße als jemals zuvor – alleine in Berlin waren es 40.000. Die Krise auf dem Wohnungsmarkt ist längst in Bochum angekommen, und so ist es kein Wunder, dass sie einer der Schwerpunkte in diesem Newsletter ist. Wir berichten von der Bochumer Ratssitzung am 11. April, und davon, was sonst noch so politisch in unserer Stadt passiert. Es geht zum Beispiel um die Tatenlosigkeit der Rathauskoalition angesichts der zunehmenden sozialen Spaltung, um Bochumer Schwimmbäder und um türkische Faschisten. Und wir haben einen Last-Minute-Aufruf zum Prostest gegen die AfD am heutigen Freitag. Vielleicht sehen wir uns ja da! Die Themen im Einzelnen: mehr…
Die Antifaschistische Aktion Bochum, die Antifaschistische Linke Bochum und die Gruppe junger Antifaschist*innen rufen zur Demonstration gegen die AfD auf: »Am Freitag den 12.04.19 möchte die AfD-Fraktion NRW um 19 Uhr einen sog. Bürgerdialog unter dem Titel „Tschüss, Auto!“ in der Jahrhunderthalle abhalten. Die extrem rechte Partei, deren Mitglieder fortwährend rassistische, antisemitische und sexistische Äußerungen tätigen und damit die Gesellschaft spalten und gegen Minderheiten aufhetzen, sucht diesmal über die Leugnung des menschengemachten Klimawandels Anschluss an die gesellschaftliche Mitte. Der einfache Autofahrer wird gezielt angesprochen und gegen die „linksgrünversiffte“ Mehrheitsgesellschaft aufgehetzt, die ihm – so wird es im Ankündigungstext suggeriert – sein Auto am liebsten wegnehmen möchte. Nicht nur durch Rassismus, Homophobie und Frauenfeindlichkeit ist die AfD menschenfeindlich, sondern auch durch ihren Hass auf UmweltschützerInnen und die Leugnung des tatsächlich stattfindenden Klimawandels, der unsere Erde und uns Menschen bedroht. mehr…
Das Bochumer Bündnis gegen Rechts begrüßt es, dass die Stadt Bochum offensichtlich ernsthaft versucht hat, den Auftritt der AfD am Freitag in der Gebläsehalle am Bochumer Jahrhunderthaus zu verhindern. Die AfD hat sich leider in die Halle erfolgreich einklagen können. Ein Stadtsprecher wird in der Presse zitiert mit den Worten: „Auch wenn wir diesem Gerichtsbeschluss nun nachkommen müssen, sind wir uns jedoch sicher, dass das in solchen Fragen immer zusammenstehende, wehrhafte Bochum deutlich machen wird, dass rechtes Gedankengut bei uns in Bochum nichts zu suchen hat.“ Das Bochumer Bündnis gegen Rechts ruft zusammen mit anderen antifaschistischen Gruppen dazu auf, am morgigen Freitag ab 17 Uhr vor der Gebläsehalle an der Jahrhunderthalle gegen dieses rechte Gedankengut zu demonstrieren. Der Sprecher der Bündnisses gegen Rechts Uli Borchers: „Auch wenn die AFD dieses Mal offensichtlich keine rassitstischen sondern nur klimapolitisch unsinnige Parolen verkünden will, ist es wichtig, dass das demokratische Bochum deutlich macht, dass solche Auftritte nicht akzeptiert werden. Nazis und Rechtspopulisten sind in Bochum geächtet.“ mehr…
Die Linksfraktion im Rat hat eine Anfrage zu Zwangsräumungen an die Stadtverwaltungen gestellt und schreibt zur Antwort: »Die Krise auf dem Bochumer Wohnungsmarkt und die zunehmende soziale Spaltung fordern weiter ihren Tribut. Im vergangenen Jahr sind in unserer Stadt 233 Wohnungen zwangsgeräumt worden – mehr als jemals in den vergangenen 15 Jahren.« „Jede einzelne dieser Zwangsräumungen ist eine persönliche Katastrophe“, sagt die Fraktionsvorsitzende der Linken im Rat Gültaze Aksevi. „Sie führen häufig zum Verlust des sozialen Umfeldes oder sogar in die Obdachlosigkeit. Dass die Stadt es nicht schafft, die Zahl zu senken, ist inakzeptabel. Die gewaltsamen Wohnungsräumungen sind eine besonders brutale Folge des Zusammenspiels einer verfehlten Sozialpolitik mit dem wohnungspolitischen Versagen der Rathauskoalition.“ mehr…
Das Bochumer „fridaysforfuture Orgateam“ schreibt: Am Freitag, den 12.04 treffen wir uns am Dr. Ruer-Platz um 14 Uhr. Die Demo führt durch die Innenstadt zum Bermud Dreieck, danach wieder zurück zum Dr. Ruer-Platz , allerdings wird die geplante Route zweimal gelaufen. Beim ersten Durchlauf werden wir in Kleingrüppchen an markierten Punkten (möglichst mit Plakaten) sitzen bleiben. Im zweiten Durchlauf werden alle wieder eingesammelt in Form eines Demonstrationszuges. Damit wollen wir mehr Aufmerksamkeit erreichen und auch mal still gegen die Probleme protestieren und eventuell mit Pasant*innen ins Gespräch zu kommen. Die sitzenden Gruppen werden jeweils von mindestens einer Orgaperson begleitet, die ihr an den rosa Bändchen erkennen werdet. Außerdem haben wir wieder einige Stadtverschönerungen mit Kreide geplant, also bringt eure Forderungen auf die Straße. Also denkt bitte an eure Schilder, Kreide und eure power!
Mit einer Online-Petition wendet sich die Bürger*inneninitiative „Gerthe West – So nicht!“ gegen die Bebauung des Grünzugs im Bereich der verhinderten Bochumer West-Umgehung. Die Initiative hat die Ratsfraktionen aufgefordert Stellung zu beziehen. Als einzige Ratsfraktion hat Die Linke gegen die Rahmenplanung Gerthe West gestimmt. In einer ausführlichen Antwort an die Initiative begründet die Linksfraktion nun ihre Position: Sie unterstützt aus „wohnungspolitischen, ökologischen und gesamtstädtischen Gründen“ die Forderung, dass der Beschluss zurückgenommen werden muss: „Die Planung setzt falsche Prioritäten beim Wohnungsbau und bei den Eigentumsverhältnissen. Sie ist in der vorliegenden Form nicht geeignet, der Krise im Bereich des bezahlbaren Wohnraums wirkungsvoll zu begegnen.“ Gleichzeitig macht die Linksfraktion aber auch deutlich, dass sie Teile der Petitionsbegründung für inhaltlich nicht zutreffend hält. Die Stellungnahme der Linksfraktion im Wortlaut.
Mittwoch 10.04.19, 20:41 Uhr
Parkplätze für Eventlocation statt für GrillerInnen?
Die CDU Fraktion will am 11.04.2019 in der Ratssitzung einen Eilantrag stellen, um für den Ümminger See ein Grillverbot auszusprechen. Zur Begründung des Antrags will sich die CDU auf die Ereignisse am Samstag, den 30. 3. 2019 berufen. An diesem Tag feierten auf der Grillwiese am Ümminger See kurdische MitbürgerInnen ihr Neujahrsfest, Newroz. Dieses Fest gilt als eines der ältesten Feste der Menschheit. Gefeiert wird das Ende des Winters bzw. der Frühlingsanfang. Wie bei allen Festen, die Menschen feiern, egal welcher Nationalität, lädt man dazu auch Freunde ein, auch Freunde von außerhalb, so auch am 30. 3. 2019. Das ist der CDU Fraktion ein Dorn im Auge. Wörtlich wird dazu von dem Fraktionsvorsitzenden Christian Haardt ausgeführt „Die Ereignisse im Zusammenhang mit dem Grillbetrieb am vergangenen Wochenende haben gezeigt, dass hier ein Verbot notwendig ist. Die übermäßige Nutzung der Flächen rund um den Ümminger See – insbesondere durch zahlreiche auswärtige „Griller“ führt zu einem unzumutbaren Zustand für die Anwohner der Erholungsstätte.“ mehr…
Die AfD Landtagsfraktion wird am Freitag, den 12. April um 18 Uhr in der Jahrhunderthalle eine Lanze für das Auto brechen, das „ganz schön in Verruf geraten ist“. O-Ton AfD: „Als Umweltschädling Nr. 1 wird es heute bekämpft, allen voran die „schmutzigen“ Dieselfahrzeuge. Elektromobilität, Fahrrad, Bus und Bahn, gar Eselskarren sollen die Alternative sein.“ Sehr wahrscheinlich wird zumindest eine Protestkundgebung stattfinden. Erfreulich ist, dass die Stadt Bochum offensichtlich viel unternommen hat, um der AfD die Räume nicht zur Verfügung zu stellen und die AfD erst über den Klageweg, die Räume in der Jahrhunderthalle bekommen hat.
update: Gegendemo. Das Bündnis gegen Rechts und weitere Antifa Zusammenhänge rufen für 17 Uhr zu einer Kundgebung vor der Jahrhunderthalle auf!
Die Stadtverwaltung bestätigt in einer Antwort auf eine Anfrage der Sozialen Liste Schäden am/im Parkhaus P3 (BVZ). „Die Schäden beziehen sich auf Stahlbetonteile, auf die Oberflächenbeschichtung und die Fugen“, heißt es in der Mitteilung zur Ratssitzung am Donnerstag. Ausweichend beantwortet die Stadt die Frage nach der Betriebssicherheit des Parkhauses, diese “entspricht den aktuellen Sicherheitsanforderungen“ heißt es. Die sechsjährige fällige Begehung und Prüfung mit dem Bauordnungsamt steht 2020 an. Eine Sanierung des Parkhauses ist 2023 vorgesehen. „Manch Nutzer des Parkhauses überkommt an einigen maroden Stellen im Parkhaus ein mulmiges Gefühl“, sagt Günter Gleising, Ratsmitglied der Sozialen Liste.
Die Initiative Religionsfrei im Revier hat bei der Bezirksregierung in Arnsberg beantragt, am Karfreitag eine Ausnahmegehmigung zu bekommen, um am Karfreitag den Film das „Leben des Brian“ im Rahmen „…einer besonders unterhaltsamen öffentlichen Veranstaltung einschließlich Tanz gegen die klerikale Bevormundung an so genannten stillen Feiertagen.“ zeigen zu dürfen. Die Bezirksregierung hat die Ausnahmegehmigung erteilt. Damit sind die Bestimmungen des Feiertagsgesetzes faktisch von der Bezirksregierung als bedeutungslos erklärt worden. Die Initiative Religionsfrei im Revier zeigt seit sechs Jahren am Karfreitag den Film „Das Leben des Brian“, um gegen die klerikale Bevormundung in unserer Gesellschaft zu protestieren. Die „Brian Chronik“. Die Vorführung von mehr als 700 Filmen ist am Karfreitag durch das Feiertagsgesetz verboten. Dies ist für religionsfreie Menschen eine Provokation. Schließlich ist es ein Merkmal von fundamentalistischen Staaten, dass sie auch Gesellschaftsmitglieder, die nicht der Staatsreligion angehören, zwingen, sich religiösen Normen zu unterwerfen und dass bei Verstößen Strafen drohen. mehr…
Zwischen den Anmelder*innen des „Frühlingsfestes“ in Bochum-Dahlhausen und der rechtsradikalen türkischen Organisation Türk Federasyon besteht eine „enge Verbindung“. Das erklärt die Stadtverwaltung auf Anfrage der Bochumer Linksfraktion und bestätigt damit die Vorwürfe des Bochumer Bündnisses gegen Rechts. Die Linke im Rat kritisiert, dass das nationalistische Fest am 27. und 28. April 2019 trotzdem wieder auf dem Dahlhausener Bahnhofsvorplatz stattfinden soll. „Die Verwaltung kündigt auf unsere Anfrage immerhin an, die Veranstaltung genauer als in der Vergangenheit zu kontrollieren“, sagt Horst Hohmeier, Mitglied der Linksfraktion im Rat. „Das ist ein erster kleiner Erfolg. Wir begrüßen auch, dass sich der Stadtsportbund distanziert und zukünftig kein Veranstaltungsmaterial mehr zur Verfügung stellen wird. Aber die Stadt kann mehr tun. Wenn ein Kulturverein eine Sondernutzungserlaubnis für ein Gemeindefest beantragt, und dann ein rechtsradikaler Verband ein nationalistisches Propaganda-Event durchführt, muss die Verwaltung das nicht dulden.“ mehr…
Das Kost-Nix Laden Orga Team lädt für Sonntag, 14. April um 12 Uhr zu einer Vollversammlung im Sozialen Zentrum ein: »Einige von euch haben vielleicht schon mitbekommen, dass wir am kommenden Sonntag eine Vollversammlung geplant haben. Es ist viel passiert in den vergangenen Monaten und wir halten es für sehr hilfreich einen Raum zu schaffen, in dem wir Alle zusammen kommen, um über Rahmenbedingungen zu entscheiden, die die Situation des Ladens positiv verändern sollen. Nötige Strukturen, die den Umgang zwischen den Menschen im Laden besser regeln, möchten die organisierten Nutzer*innen nicht alleine bestimmen, sondern sie sind stark daran interessiert allen Menschen, die den Laden nutzen, die Möglichkeit zu geben, ihren Stimmen Gehör zu verschaffe mehr…
Im Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit bekommt das Jobcenter in Bochum zusätzliche 38,7 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt. Damit werden bis zum Jahr 2022 insbesondere Lohnzuschüsse für Unternehmen bezahlt, die Langzeitarbeitslose regulär anstellen. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt mit. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen aus dem Bundesarbeitsministerium. Demnach erhalten die Jobcenter in ganz Nordrhein- Westfalen im Rahmen des „Teilhabechancengesetzes“ 1.365 Millionen Euro zur Förderung von Langzeitarbeitslosen. mehr…
Das Bochumer Friedensplenum mobilisiert zum Ostermarsch: »Seit 1961 haben zahlreiche Menschen, Alte und Junge, bei den jährlichen Ostermärschen mitgemacht. Sie haben damit die atomaren Bewaffnung der Bundeswehr verhindert, zur Beendigung des Vietnamkrieges beigetragen und gegen die Raketenstationierung in Europa gekämpft. Heute aber nehmen Aufrüstung und Kriegseinsätze neue Dimensionen an. Der Militärhaushalt wird ständig weiter erhöht, neue Waffensysteme in dreistelliger Milliardenhöhe sind auf den Weg gebracht, arme Länder werden mit Waffen überschwemmt. “80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges scheint ein großer Krieg in Europa wieder möglich zu werden. Ein erneutes atomares Wettrüsten erhöht die Gefahr einer Eskalation bis hin zum nuklearen Inferno“, heißt es im Aufruf zum Ostermarsch Rhein/Ruhr 2019. mehr…
Das Botopia/Raum 9, Griesenbruchstr. 9 lädt am Samstag, den 27.4. um 15 Uhr zu einem Vernetzungstreffen der „kleinen (Bochumer) Orte“ ein: »In den letzten Jahren hat sich Erstaunliches in Bochum getan. Es haben zahlreiche neue Vereine öffentliche Räume geöffnet. Diese liegen einerseits in unterschiedlichen Stadtteilen und haben eine unterschiedliche Praxis und Ästhetik. Dennoch scheint es über die vielen persönlichen Kontakte hinaus, viel Gemeinsames zu geben. Alle Läden sind von unabhängigen Vereine getragen, sind explizit offen für alle Menschen jenseits der Frage nach Einkommen, Herkunft, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Alle setzen sich für solidarische Praxen ein. Nirgendwo gibt es einen Verzehrzwang. In der Hinsicht sind es nichtkommerzielle Orte. Viele probieren andere Logiken des Geben und Nehmens und Fragen der Nachhaltigkeit ernst. mehr…
Im Rahmen des Verfahrens zur Erstellung eines Bebauungsplans Glockengarten hat die Bezirksvertretung Mitte die interessierte Bevölkerung zum Bürgerdialog am 10.04. um 19.00 Uhr in den Großen Saal im „Haus am Glockengarten“ (SBO), Am Dornbusch 2/Glockengarten 38 eingeladen. Das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt dazu: »Der Bochumer Baudezernent Dr. Marcus Bradtke wird die Erschienen in die Besonderheiten dieses Bauplanungsverfahrens und die hier konkret mögliche Bürgerbeteiligung einweihen. Die VBW Bauen und Wohnen GmbH wird die Planung vorstellen. In der Vorlage für den Aufstellungsbeschluss zum Projekt Glockengarten führt die Verwaltung aus, nach dem ausgewählten Verfahrensart könne zwar von frühzeitiger Beteiligung der Öffentlichkeit abgesehen werden, jedoch solle die Öffentlichkeit hier frühzeitig und umfassend über die Planung und das städtebauliche Konzept (mit verschiedenen Varianten) informiert werden und es solle auch Gelegenheit zur Diskussion und Meinungsäußerung gegeben. mehr…
Ab Donnerstag, den 11. Mai läuft im Kino.Endstation der Film „Dark Eden“, ein dokumentarisches Drama über den Fluch der Erdölgewinnung. Im kanadischen Fort McMurray liegt eines der größten und letzten Ölvorkommen unseres Planeten. Wie magisch zieht das „schwarze Gold“ Menschen aus aller Welt an. Denn mit dem Ölsand lässt sich so viel Geld verdienen wie nirgend woanders. Doch der Preis ist hoch: Die aufwändige Gewinnung des Öls aus dem Teersand setzt lebensgefährliche Stoffe frei, die Natur, Tiere und Menschen vergiften. mehr…
Am Mittwoch, den 10. April, lädt das Antifa-Café im Sozialen Zentrum um 19 Uhr zu einem Vortrag von Anna Schiff ein zum Thema „Alltagssexismus (in der Linken Szene)“: »„Das ist doch kein Sexismus, das ist doch ein Kompliment …“ Wer Sexismus zum Thema macht, hört nicht selten solche Sätze. Sie geben deutlich zu verstehen: Hier gibt es kein Problem, hier muss über nichts gesprochen werden. Und wenn es hier ein Problem geben sollte, dann ist es dein privates. Sexismus ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Alle paar Jahre wird er zum Skandal, aber im Alltag bleibt es immer noch schwer, Sexismus da zu benennen, wo er auftaucht. Anna Schiff hat für die Rosa-Luxemburg-Stiftung die Broschüre „Ist doch ein Kompliment…Behauptungen und Fakten zu Sexismus“ geschrieben. mehr…
Am Freitag, den 12. April findet um 19.30 Uhr im Provisorium, Dorstener Str. 17 ein Vortrag zu den Gegenaktivitäten bezüglich des Naziaufmarschs am 1. Mai in Duisburg statt. Dabei referiert ein*e Vertreter*in des RiseUp Bündnis aus Duiburg nicht nur über den 1.Mai selbst, sondern auch über die Nazistrukturen in Duisburg. In der Einladung der Antifaschistische Linken Bochum heißt es: »In Duisburg ist seit Mitte 2018 ein neuer Kreisverband der neonazistischen Partei „Die Rechte“ aktiv. Der Vortrag beleuchtet, welche Ideologie die Neonazis vertreten, welche Rolle der Kreisverband in Dortmund für die Struktur in Duisburg spielt, warum die Neonazis sich Duisburg für einen neuen Kreisverband nicht zufällig ausgesucht haben und was ihnen ihre Demo am 1.Mai in Duisburg bringen soll.« Nach dem Vortrag lädt im Provisorium die Rambazambar zum Verweilen ein.
Da am 26. Mai die Europawahl stattfindet, hat sich die Antifaschistische Linke Bochum gedacht, dass sie neben der Vorabenddemo am 30. April auch noch eine kleine Veranstaltungsreihe durchführen sollte. Das Ganze beginnt am 18. April um 19:00 Uhr im Provisorium mit einem Vortrag „Zur politischen Lage in Österreich“. Am 9. Mai um 19:00 Uhr geht es dann im Provisorium um „Positionen und Strategien der AfD zu den Europawahlen“. Die letzte Veranstaltung der Reihe findet am 14. Mai um 19:00 Uhr im Sozialen Zentrum zum Thema „Kulturrevolution von rechts in Osteuropa?!“ statt. Näheres.
Mehr als 100 TeilnehmerInnen trafen sich gestern Nachmittag am Rathaus zur Fridays for Future Demonstration. Zur Begrüßung verteilte die Foodsharing Initiative gerettetes Gemüse und Obst. Dann ging es lautstark vom Rathaus über den Dr.-Ruer-Platz zum Bahnhof, um nach Gelsenkirchen zu fahren, wo sich die örtliche Fridays for Future Initiative gegen die Einflussversuche der MLPD wehrt und um solidarische Unterstützung aus der Nachbarstadt gebeten hatte. In Bochum hatte es einen kleinen Übergriff von Andersdenkenden gegeben, der aber schnell durch die Polizei unterbunden wurde. Bilder der Aktion.
Nach zwei Verhandlungsrunden ohne Arbeitgeberangebot: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft Bankbeschäftige vor der dritten Verhandlungsrunde am 11. April 2019 an verschiedenen Orten und Tagen in NRW zu Warnstreiks auf. Am Mittwoch, den 10.4. werden im Raum Bochum, Herne, Gelsenkirchen, Recklinghausen und Teilen des nördlichen Ruhrgebietes 17 Filialen der Commerzbank bestreikt. Nach der Betriebsversammlung findet ab 11 Uhr vor der Bochumer Niederlassung der Bank eine ver.di-Kundgebung au dem Husemannplatz statt. Anlass sind die stockenden bundesweiten Tarifverhandlungen für die rund 200.000 Beschäftigten bei den privaten und öffentlichen Banken. mehr…
Am morgigen Samstag, den 6. 4 bietet space-left ab 14.15 Uhr einen Löt-Workshop an, „für alle, die schon immer mehr mit Elektronik machen wollten, als sie nur zu benutzen.“ In der Einladung heißt es: „Wir wollen gemeinsam einen einfachen Bausatz löten und haben dafür auch alle Werkzeuge vor Ort. Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten um eine kurze Anmeldung an info@space-left.org, damit wir besser planen können. Kinder werden gebeten, einen Elternteil (o.ä.) mitzubringen.“
Trotz richtig schlechtem Wetters waren heute etliche TeilnehmerInnen zum Aktionstag „Wir wollen wohnen“ auf den Husemannplatz gekommen. Die Landesregierung plant, wichtige Regelungen zum Schutz der MieterInnen zu streichen. Dagegen wehrt sich ein Bündnis aus acht Organisationen (Deutscher Mieterbund, DGB, Der Paritätische, AWO, SoVD, VdK, Diakonie und Caritas). Die Mieterhöhungen werden für immer mehr Menschen existenzbedrohend. Anwesend waren auch die im Landtag in der Opposition befindlichen SPD Abgeordneten. Die in Bochum für die Wohnungspolitik verantwortlichen Sozialdemokraten waren abwesend. mehr…
„Die Stadt Bochum hat im Jahr 2018 erneut ihr eigenes Ziel beim Bau von mietpreisgebundenen Wohnungen deutlich verpasst“, schreibt die Linksfraktion im Rat und fordert „eine deutlich höhere Sozialwohnungsquote für neue Bauprojekte und mehr geförderten Wohnungsbau durch die VBW“. Weiter heißt es in der Erklärung: »Nur 92 Förderanträge für den Neubau von mietpreisgebundenen Wohnungen wurden im Jahr 2018 in Bochum bewilligt. Das teilte die Verwaltung am 4. April auf der Sitzung des Sozialausschusses mit. Im „Handlungskonzept Wohnen“ hatte sich die Stadt noch das Ziel von 200 Wohneinheiten gesetzt. „Schon dieses Ziel war deutlich zu niedrig – es auch noch so zu verpassen ist eine Bankrott-Erklärung“, sagt die Vorsitzende der Bochumer Linksfraktion Gültaze Aksevi. „Bis 2025 fallen in unserer Stadt 1.700 weitere Wohnungen aus der Sozialbindung, in den vergangenen zwölf Jahren hat sich die Zahl bereits halbiert. Wenn die Stadt nicht stärker auf kommunalen und gemeinwohlorientierten Wohnungsbau setzt, bekommt sie die Krise beim bezahlbaren Wohnraum nicht in den Griff.“ mehr…