Am 10.April 1945 marschierten US-Amerikanischen Truppen in die Bochumer Innenstadt ein. Die Bochumer Geschichtswerkstatt erinnert am 14.April, ‬19:00†‬Uhr im ‬Sozialen Zentrum an dieses Ereignis durch einen Vortrag über den Vormarsch der alliierten Truppen im März†‬1945†‬an den Rhein und die Einkesselung des Ruhrgebietes.†‬‬Den Vortrag hält Volker Gerwers. Im Anschluss an dem Vortrag wird ein Film über den belgischen Antifaschisten und Widerstandskämpfer Francois†(‬Rickâ€) ‬Wolgarten gezeigt. Dieser Film wurde vor etwa 10 Jahren von dem in Ostbelgien lebenden Historiker Herbert Ruland gedreht.
Am Samstag, den 18. April lädt urbanRadeling um 11 Uhr vor dem Bochumer Hauptbahnhof zum Klassiker unter den urbanRadeling-Aktionen: »Wir sind unzufrieden und wir zeigen es. Und wir wollen doppelt so viele sein wie im Vorjahr! Im letzten Jahr fuhren wir zu 60 Menschen durch den strömenden Regen. Ein guter Start! In diesem Jahr haben wir uns zweierlei vorgenommen. Erstens: erheblich besseres Wetter. Zweitens: Mindestens doppelt so viele Teilnehmer. Dafür brauchen wir natürlich Eure Unterstützung. Kommt vorbei und bringt Eure Freunde und Familie mit! Herzlich eingeladen sind alle Radfahrerinnen und Radfahrer, die genug haben vom verkehrspolitischen Modernisierungsdefizit in unserer Stadt. Die meinen, Rot-Grün sollte mal wieder an bisher uneingelöste Versprechungen erinnert werden. Die sich sicher sind: Was in den 1960er-Jahren selbstverständlich war, kann heute nicht als weltfremde Utopie abgetan werden: Radwege am Innenstadtring. Und angemessener Platz für klima- und menschenfreundliche Mobilität. mehr…
Eine Filmpremiere feiert das Archivkino am Donnerstag, den 16. April. Um 18 Uhr zeigt es im Bochumer Stadtarchiv, Wittener Straße 47, unter dem Titel „Als die Amerikaner kamen“ US-Aufnahmen vom Kriegsende 1945 in Westfalen. In das Thema führt an dem Abend Professor Markus Köster vom LWL-Medienzentrum für Westfalen ein. Sein Vortrag stellt ausgewählte Teile des neu erschlossenen US-Filmmaterials vor: die Kämpfe im Ruhrgebiet ebenso wie die Befreiung von Zwangsarbeiterlagern und die Entdeckung von Kriegsverbrechen. In der Ankündigung heißt es weiter: »Binnen weniger Wochen eroberten im April 1945 alliierte Truppen ganz Westfalen. Begleitet wurden sie von Kamerateams. Dorf für Dorf nahmen sie zum Teil gegen erbitterten deutschen Widerstand, zum Teil auch kampflos ein. In Bochum marschierten sie am 9. / 10. April ein. Während britische Truppen vom Niederrhein aus das westliche Münsterland überrollten und in den Ostertagen gemeinsam mit amerikanischen Einheiten Münster einnahmen, preschte die 9. US-Armee südlich von Münster nach Osten vor. Am 1. April traf sie bei Lippstadt auf Verbände der 1. US-Armee, die von Remagen aus nach Nordosten marschiert waren. Durch diesen Zangenschluss wurden rund 320.000 deutsche Soldaten im „Ruhrkessel“ eingeschlossen. In nur drei Wochen erobern die US-Truppen unter dem Oberbefehl von General Eisenhower das industrielle Herz Deutschlands. mehr…
Zum 70. Jahrestag der Befreiung Bochums vom Nationalsozialismus am Freitag, den 10. April durch die US-amerikanische Armee lädt die Burger/Bingo-Crew ab 20.00 Uhr zum Feiern ins Soziale Zentrum ein: „Wir wollen diesen Jahrestag mit euch feiern und bieten euch an diesem Abend gute Musik und mit veganen Hot-Dogs ein passendes Burger-Special, dazu wie immer unser klassisches veganes „Liberty Steak“. Dazu reichen wir Cocktails und kühle Getränke.“
Das Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit unterstützt am Samstag, den 18. April zusammen mit vielen Bochumer Organisationen und Initiativen den weltweiten Aktionstag gegen TTIP & Co. Im Rahmen eines Aktionsmarktes auf dem Bongard-Boulevard werden in der Zeit von 12.00 Uhr bis 15.00 Uhr die beteiligten Organisationen und Initiativen Infostände aufbauen und kreative Aktivitäten durchführen. Aus dem jeweiligen Blickwinkel sollen die Argumente gegen TTIP, CETA usw. den Bochumer BürgerInnen näher gebracht werden. Das Bündnis will damit viele Menschen informieren und sie motivieren selbst aktiv zu werden.
Jochen Marquardt, Geschäftsführer DGB Region Ruhr-Mark und Sprecher des Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit: „Wir sind der Überzeugung, dass das geplante so genannte Freihandelsabkommen TTIP und ähnliche Verträge keine Vorteile bringt, sondern gravierende Verschlechterungen bedeutet. mehr…
Donnerstag 09.04.15, 10:59 Uhr
Dokumentarfilm und Gespräch mit dem Netzwerks Wohlfahrstraße
Am Mittwoch, den 15.04., um 19 Uhr laden Bahnhof Langendreer, Amnesty International Hochschulgruppe, Flüchtlingsrat NRW und Treffpunkt Asyl um 19 Uhr zu Film und Gespräch „Willkommen auf deutsch“ in das endstation.kino ein. Der Dokumentarfilm von Hauke Wendler und Carsten Rau (D 2014, 93 min.) beschreibt anhand zweier Gemeinden im Landkreis Harburg (Niedersachsen) die kleinen und großen Konflikte, die bei der Unterbringung und Betreuung von Asylbewerbern aufbrechen: Traumatisierte Flüchtlinge leben dort jetzt neben Dorfbewohnern, die sich angesichts der neuen Nachbarn um ihre Töchter und den Verkaufswert ihrer Eigenheime sorgen. mehr…
Am Freitag, den 17. April 2015 im Anschluss an die Critical-Mass-Aktion lädt die Initiative urbanRadeling zu einem Vortrag im Alsenwohnzimmer über Radfahren in den Niederlanden ein. »Was wir vom Nachbarn Niederlande lernen können« – diese Frage will urbanRadeling-Aktivist Jens Eschmann nach der April-Critical Mass beantworten. Dabei geht es aber nicht um Frikandel mit Frietsaus, Haschkekse vom Fachhändler und tanzende Solartulpen, sondern um luxuriöse Radwege und Radparkhäuser. Der Niederländischlehrer wird anhand von Filmausschnitten, Fotos, Statistiken sowie kurzen Anekdoten die Bedeutung des Rads als alltägliches Transportmittel in unserem westlichen Nachbarland veranschaulichen. Danach Debatte. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Sie beginnt um 20 Uhr und im Anschluss an die allmonatliche Critical Mass (CM), die wie immer um 18 Uhr startet. Treffpunkt für CM und Vortrag: Das Alsenwohnzimmer in der Alsenstraße 27.
Am Donnerstag, den 16. April veranstaltet das Protestplenum wieder unseren bereits legendären, alternativen „Erstirundgang“, bei dem „die wirklich spannenden Ecken des Campus“ gezeigt werden. In der Einladung heißt es: »Der Treffpunkt ist um 18 Uhr vor der Univerwaltung. Was sind die Orte studentischer Selbstverwaltung, der Frauenraum oder das politische Archiv an der RUB? Wo kann mensch wild plakatieren, was hat es mit den Kameras an den Einfahrten auf sich und warum riecht es hinter dem GC-Gebäude ständig nach Gras? Warum sind die Unigebäude eigentlich nach 21 Uhr geschlossen und was kann mensch dagegen tun? mehr…
Mittwoch 08.04.15, 14:44 Uhr
Sevim Dagdelen fordert Hilfsangebote für Sinti und Roma
„Die Bundesregierung steht in der Pflicht, die alltäglichen Diskriminierungen von Sinti und Roma endlich zu beenden. Kaum eine Gruppe ist in der Bundesrepublik derart kontinuierlich rassistisch motivierten Kampagnen ausgesetzt, wie es Sinti und Roma sind. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte besonders perfide“, erklärt die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Fraktion Die Linke, Sevim Dagdelen anlässlich des heutigen Internationalen Roma-Tages. Dagdelen weiter: „Anstatt – wie in der Vergangenheit mehrfach geschehen – sozialchauvinistische Kampagnen gegen Sinti und Roma zu befeuern und vollends faktenfrei eine angebliche Armutseinwanderung von Massen herbeizufabulieren, erwarte ich von der Bundesregierung, Roma und Sinti endlich als Opfer der faschistischen deutschen Barbarei anzuerkennen und dementsprechend finanziell für das erlittene Unrecht und Leid zu entschädigen. mehr…
Mittwoch 08.04.15, 13:04 Uhr
Am 15. April 1935 wurde Fritz Husemann von den Nazis ermordet
Am Mittwoch, den 15. April um 15.00 Uhr laden SPD und IGBCE am Grab von Fritz Husemann, der vor 80 Jahren von den Nazis ermordet wurde, auf dem Friedhof am Freigrafendamm zu einer Gedenkfeier ein und schreiben: »Fritz Husemann war ein Symbol für die klassische Arbeiterbewegung: Gewerkschafter und Sozialdemokrat, Parlamentarier und Widerstandskämpfer. Er gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der Bochumer Geschichte des 20. Jahrhunderts. Wer die Zukunft gestalten will, muss aus historischen Erfahrungen lernen. Dem freiheitlichen Erbe von Fritz Husemann ist die Sozialdemokratie auch heute verpflichtet.« Die Einladung.
Am Dienstag, den 14. April diskutiert Ulrike Herrmann um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer darüber, wie der Kapitalismus funktioniert und wie Reichtum in die Welt kam. Ulrike Herrmann erklärt, wie der Kapitalismus historisch entstanden ist und räumt mit diversen Missverständnissen auf. Sie erläutert, warum wir nicht in einer Marktwirtschaft leben, Kapital nicht das Gleiche wie Geld ist, uns keine Inflation droht oder die Globalisierung keine Gefahr darstellt. Sie zeigt, warum der Kapitalismus ständig zu Krisen neigt und wie man ihn politisch steuern müsste. So wird deutlich, dass der Staat nicht der natürliche Feind des Kapitalismus ist – sondern ihn überhaupt erst ermöglicht. Ulrike Herrmann ist Wirtschaftskorrespondentin bei der taz – die tageszeitung und veröffentlichte zuletzt „Der Sieg des Kapitals. Wie der Reichtum in die Welt kam: Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen“. mehr…
Mittwoch 08.04.15, 12:25 Uhr
ArbeitgeberInnen haben Doku-Pflicht auch für Mini-JobberInnen
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)schreibt: »Wer in Bochum zum gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde arbeitet, soll seine Arbeitszeiten aufschreiben. Diesen Rat gibt die NGG. „Jede Überstunde muss notiert werden. Nur so gehen Beschäftigte auf Nummer sicher, dass sie den Stundenlohn von 8,50 Euro auch tatsächlich bezahlt bekommen“, sagt Yvonne Sachtje. Die Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet warnt vor „der Versuchung der Arbeitgeber, den gesetzlichen Mindestlohn durch die Hintertür zu umgehen – durch unbezahlte Mehrarbeit, die nicht notiert werde.“ Ein simples Stunden-Heftchen, in dem Beschäftigte jeden Tag ihre geleisteten Arbeitszeiten aufschreiben, reiche völlig aus. „Mit so einer „Stechuhr aus Papier“ kann man dem Chef jede Stunde schwarz auf weiß glaubwürdig nachweisen“, sagt Sachtje. Auch die rund 35.240 Mini-Jobber in Bochum sollten dies tun. Bei ihnen sei der Arbeitgeber zwar zur Dokumentation der Arbeitszeit verpflichtet. „Eine „Parallel-Kontroll“ schadet allerdings auch nicht“, so die NGG Ruhrgebiet. mehr…
Im elften Jahr schon bietet das Projekt „Arbeit und Leben“ von DGB und Volkshochschule an sieben Donnerstagen einen fortlaufenden kostenfreien Kurs an zum Thema: Hartz IV und Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter voller Erwerbsminderung. Beginn ist am Donnerstag, den 16.04., 18.00 – 20.30 Uhr. In der Einladung heißt es: »Auf Hartz IV bist Du schneller als Du denkst. Da gilt es zu wissen, welche Rechte bestehen und wo Fallstricke drohen: Ersparnisse und Lebensversicherungen sind rechtzeitig “hartz-fest†zu machen, die Wohnungskosten ebenso. Mit Lebenspartner/in drohen Überraschungen, ebenso in Haushaltsgemeinschaft mit Verwandten, ohne tatsächlich diesen gegenüber einen Unterhaltsanspruch zu haben. Im Alter bleibt nur die rentenergänzende Grundsicherung. mehr…
Der Arbeitskreises Umweltschutz (AKU) Bochum schreibt: »Da es jetzt doch Frühling wird, kann der Fledermausbeobachtungsabend des AKU planmäßig stattfinden. Am 10.04.15 treffen sich alle an Fledermäusen interessierte Kinder um 19:45 Uhr am Ümminger See/Parkplatz Suntums Hof. Für Kinder ab 6 Jahre und ihre Eltern besteht wieder die Möglichkeit Fledermäuse aus der Nähe zu erleben. Bis zum Auftauchen der ersten Fledermaus erfahren sie in einem Frage-Antwort-Spiel viel Erstaunliches und Wissenswertes über diese faszinierenden, geheimnisvollen Tiere. Zu sehen gibt es dann im Dämmerlicht jagende Abendsegler und später im Scheinwerferlicht dicht über die Wasseroberfläche huschende Wasserfledermäuse. mehr…
Am Montag, der 20. April, um 18.00 Uhr diskutiert eine Regionalkonferenz der SPD im Westlichen Westfalen im Jahrhunderthaus, Alleestr. 80 zum Thema: „Jenseits von Chlorhühnchen und Arbeitsplatz: TTIP – Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA in der Diskussion“. Als Axel Schäfer und Michelle Müntefering im Januar zu einer SPD-Diskussionsveranstaltung bei ver.di eingeladen hatten, gab es unter den mehr als 200 ZuhörerInnen keine einzige Stimme, die sich positiv zu dem Abkommen äußerte. Vielleicht raffen sich ja einige unverzagte GenossInnen auf und melden sich zu der Konferenz an. Die Einladung.
Am kommenden Montag, den 13. April wird Matthias W. Birkwald um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer über die Zukunft der Altersvorsorge diskutieren. Der im Erwerbsleben erarbeitete Lebensstandard ist im Alter nicht sicher. Schon jetzt erhält ein Drittel aller Rentnerinnen und Rentner weniger als 600 Euro im Monat. Immer mehr Rentnerinnen und Rentner jobben, um über die Runde zu kommen. Immer mehr sind auf die so genannte „Grundsicherung“ angewiesen. Mit „Riester“ und „Rürup“ wurde diese Marschrichtung verschärft: Ziel ist der Umbau der Altersvorsorge hin zu einer steuerfinanzierten Minimalrente plus privater Vorsorge. Dies hat zur Folge, dass immer mehr Menschen mit niedrigen oder mittleren Einkommen im Alter von ihrer Rente nicht mehr leben können. Angesichts von Niedriglöhnen, prekärer Beschäftigung und Hartz IV wird Vielen die Chance genommen, sich einen guten Lebensstandard und eine auskömmliche Altersvorsorge zu erarbeiten. So schafft die gegenwärtige Politik die Massenarmut der Zukunft. mehr…
Die schwarze Ruhr-Uni lädt zu einem Treffen am 22.04 um 18.00 Uhr in Gebäude GB vor der Cafeteria ein: »Ihr habt Lust, andere freiheitlich gesinnte Menschen an Ruhr-Uni und in Bochum kennenzulernen? Dabei ist es völlig egal, ob ihr Student*innen, Dozent*innnen, Mitarbeiter*innen oder Menschen, die gar nicht an der Uni (lohn-)arbeiten oder studieren, seid. Es ist Raum für Alle da. Lasst uns zusammen an der Überwindung von Staat, Kapitalismus, Patriarchat und allen anderen Formen von Herrschaft arbeiten! Kommt zum anarchistischen Kennlerntreffen an der Uni. Machen wir einen Schritt aus der Vereinzelung. Reden wir darüber, wie unsere Vorstellungen von Widerstand aussehen. Und machen wir uns ein paar Gedanken darüber, was wir in Zukunft gemeinsam machen können.
Auf dem Treffen soll auch der neue Plenumstermin der schwarzen Ruhr-Uni festgelegt werden. Nach dem Treffen wollen wir dann noch zur Volxküche des Happa Happa Syndikates im Sozialen Zentrum fahren und den Abend gemeinsam mit gutem Essen ausklingen lassen.«
Am Ostermontag ging der Ostermarsch Ruhr zu Fuß von Bochum-Werne nach Dortmund weiter. Bei der Auftaktveranstaltung am Brühmann-Haus nahm Wolfgang Dominik (VVN-BdA) den bevorstehenden 70 Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus zum Anlass, um an die Restauration in der Nachkriegs-BRD zu erinnern. Die Rede im Wortlaut. Elke Koling (IPPNW) stellte ihre Rede unter das Motto der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel: „Grenzen schließen für Waffen, Grenzen öffnen für Menschen“. Die Rede im Wortlaut. Joachim Schramm (DFG-VK) stellte zu den IS-Milizen fest: „Die IS-Kämpfer sind keine außerirdischen Brutalos, die plötzlich vom Himmel gefallen sind. Ihre Vorläuferorganisation entstand 2004 in Folge der US-amerikanischen Invasion im Irak.“ Die Rede im Wortlaut.
Am Sonntag führte der Ostermarsch Ruhr als Radtour von Essen über Gelsenkirchen, Wattenscheid und Herne nach Langendreer. Im Kulturbahnhof wurde der Tag mit einem Vortrag von Werner Rügemer zu Thema TTIP und Krieg beendet. Das Referat basierte basierte weitgehend auf seinem Artikel Freihandel – mit Krieg oder ohne Krieg. Wer Interesse an dem Thema gefunden hat, findet weitere Informationen in einer Studie der Informationsstelle Militarisierung mit dem Titel Geopolitischer Sprengstoff: Die militärisch-machtpolitischen Hintergründe des TTIP.
Am 16.04. stellt André Gammerschlag um 19:30 Uhr im Sozialen Zentrum das Buch „Tierbefreiung – Beiträge zu Profil, Strategien und Methoden der Tierrechtsbewegung“ vor. Er ist einer der Herausgeber dieses Sammelbandes, der zum zwanzigjährigen Jubiläum des Magazins „Tierbefreiung“ erschien ist. „Das Buch „möchte über Diskurse in der Tierrechts- / Tierbefreiungsbewegung informieren und eine offene Debattenkultur schaffen.“ Weiter heißt es in der Ankündigung: »Welche unterschiedlichen Positionen und Perspektiven gibt es? Was ist das richtige Verhältnis von Toleranz und Kritik oder von Theorie und Praxis? Wie unpolitisch darf oder wie politisch muss die Bewegung sein? Wie steht die Bewegung zu Vegetarismus und Tierschutz? Welche Strategien und Methoden, etwa Formen von Demonstrationen, sind sinnvoll? Welche Bedeutung haben direkte Aktionen (Befreiung und Sabotagen) oder Lebenshöfe? mehr…
Die Bochumer Greenpeace-Gruppe ruft zur Teilnahme an einer großen Demo gegen den Braunkohleabbau auf: »Am 25. 4. werden Umweltaktivisten aus ganz Deutschland eine große Menschenkette am Tagebau Garzweiler in NRW bilden, um ein Zeichen gegen den fortschreitenden Braunkohleabbau zu setzen. Braunkohle ist die klimaschädlichste Energiequelle, ihr Abbau zerstört Landschaften und Dörfer und der Braunkohlefeinstaub führt zu großen Gesundheitsbelastungen. 2015 kann ein wichtiges Wendejahr werden, um aus der zunehmend unrentablen Braunkohle auszusteigen und damit gleichzeitig viele Dörfer zu retten, die noch von der Umsiedlung bedroht sind. Um möglichst vielen Menschen die Anreise zur Anti-Kohle-Kette zu ermöglichen haben Greenpeace, der BUND, der NABU, Campact und freie Aktivisten Busse organisiert, die am 25.04. zur Anti-Kohle-Kette fahren. Auch Greenpeace Bochum hat einen Bus organisiert, der gegen 10:15 am Bochumer Hbf abfährt. Infos zur Busfahrt und Tickets gibt es auf der Seite von Greenpeace Bochum. Weitere Infos zur Menschenkette.«
Sonntag 05.04.15, 08:05 Uhr
Stadtrundgang zu jüdischen Leben in Bochum vor und nach 1933
Die Volkshochschule lädt zu einem Stadtrundgang am Sonntag, den 12. 4. um 14.00 Uhr ein: »Vor fast genau 82 Jahren fand am 1. April 1933 ein wichtiger erster großer terroristischer Anschlag auf jüdische Mitbürger auch in Bochum statt. Es war der sog. Judenboykott. In jüdischen Geschäften sollten „arische“ Menschen nicht mehr einkaufen, sie sollten nicht mehr zu jüdischen Ärzten oder Rechtsanwälten gehen. Für die faschistische Regierung standen wichtige Fragen im Vordergrund: Wie würde sich die Bevölkerung verhalten? Wie würden sich Kirchen, Parteien, Organisationen verhalten? Was würde das Ausland dazu sagen? Die faschistische Regierung konnte nach dem 1. April zufrieden sein und noch schlimmere Anschläge planen, weil es fast keine Proteste gab. Wie sah jüdisches Leben in Bochum vor und nach 1933 aus? Wie nach 1945 für die wenigen Überlebenden? mehr…
Samstag 04.04.15, 21:26 Uhr
Ein von den Nazis errichtetes Ehrenmal ist schwer demoliert
Die Ruhr Nachrichten berichten, dass das Wattenscheider Ehrenmal durch den Sturm am Donnerstag heftig beschädigt wurde. Die Antifaschistische Brise Bochum schreibt dazu: »Fast pünktlich zum 70-jährigen Jubiläum der militärischen Befreiung Bochums vom Faschismus am 10. April begann Sturm „Niklas“ am Gründonnerstag mit dem längst überfälligen Abriss des Wattenscheider „Ehrenmals“. Durch einen umstürzenden Baum wurde – in bester antifaschistischer Bochumer Tradition¹ – der Seitenflügel des NS-Bauwerks zerstört. Das Kriegerdenkmal wurde am 4. August 1934 offiziell eingeweiht. Seit Jahrzehnten ist das Bauwerk Pilgerort der neonazistischen NPD, diese hält dort jährlich ein „Heldengedenken“ ab. Doch auch unsere Wattenscheider Lokalpolitik hält es schockierenderweise für notwendig, am „Volkstrauertag“ an diesem faschistischen Ort zu „gedenken“. Selbst durch die nachträglich angebrachten Gedenktafeln mit der Aufschrift „In Gedenken an die Gefallenen beider Weltkriege“ konnte der faschistische Geist dieses zementierten NS-Reliktes nicht gebrochen werden. mehr…
Die Vorführung des Films Das Leben des Brian im Sozialen Zentrum verlief gestern in gewohnt fröhlicher Stimmung. Die beachtliche Medienresonanz, die dieses Ereignis gefunden hat, sorgte dafür, dass das Soziale Zentrum rappelvoll war. Ca. 50 Gäste mussten wieder umkehren, weil sie keinen Platz mehr fanden. Die Initiative Religionsfrei im Revier zeigte anschl. Szenen, die beim Final Cut des Film entfernt wurden. Abschließend war noch die Originalfassung The Life of Brian zu sehen. Es war nur kurzfristig ein Besucher im Sozialen Zentrum, der sich so benahm, als wenn er als Beobachter der Stadt gekommen sei. Er verschwand nach wenigen Minuten. Der Abend verlief ohne Störungen der Religionspolizei. Die Initiative will die Protestaktion gegen das Feiertagsgesetz im nächsten Jahr wiederholen, falls das Gesetz bis dahin nicht abgeschafft ist.
Für diejenigen, die evtl nur an einer Teilstrecke des Ostermarsches teilnehmen möchten, hat das Friedensplenum Bochum den detaillierten Streckenverlauf und den Zeitplan der Sonntags- und Montagsetappe veröffentlicht. Näheres.
„Die Linke ruft dazu auf, sich auch 2015 an den Ostermärschen und anderen Aktionen der Friedensbewegung zu beteiligen. 70 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs und der Befreiung vom Faschismus bekennen wir uns zu dem Grundsatz: „Von deutschen Boden darf kein Krieg ausgehen! Konflikte können nur friedlich gelöst werden“ – diese Botschaft tragen wir bunt und kraftvoll auf die Straße“, erklärt das Kreisvorstandsmitglied Benny Krutschinna. Die Linke. Bochum wird auch am diesjährigen Ostermarsch Rhein/Ruhr unter dem Motto: `Kriege stoppen, Atomwaffen ächten, Zivile Lösungen schaffen´ teilnehmen. Wir werden wie in den vergangenen Jahren mit einem Infostand zu diesen Schwerpunktthemen am Ostersonntag, zum Abschluss der Fahrradetappe, im Bahnhof Langendreer ab 16.00 Uhr vertreten sein.“ mehr…
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat Unterrichtsmaterial zu TTIP erstellt und schreibt: »Das Freihandelsabkommen TTIP ist zurzeit in aller Munde. Streitpunkte sind nicht nur die viel zitierten Chlorhühnchen, sondern die Möglichkeit von Unternehmen, Staaten vor privaten Schiedsgerichten zu verklagen, wie auch die so genannte regulatorische Kooperation. Sie soll es Unternehmen ermöglichen, in Gesetzgebungsprozesse direkt einzugreifen. Nach Ansicht von GEW – Sprecher Jochen Bauer führen beide Faktoren zu Demokratieabbau. Aus Gewerkschaftssicht ist weiterhin bedeutend, dass die USA nur zwei ILO (International Labour Organisation) – Kernarbeitsnormen unterschrieben haben. Das Recht von Gewerkschaften Lohnverhandlungen zu führen oder auch das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ wurden von den USA nicht unterschrieben. Das wird zu Einschnitten der gewerkschaftlichen Rechte und Lohndumping führen, da amerikanische Unternehmen auf gleiche Bedingungen wie in den USA pochen werden, so Bauer weiter. mehr…
Die Bochumer Geschichtswerkstatt weist in einer Mitteilung auf ihre nächsten Veranstaltungen hin: »Vor 70 Jahren befreite die Anti-Hitlerkoalition die Welt vom Nationalsozialismus. Unser Anliegen ist es, anhand markanter geschichtlicher Ereignisse Entstehung, Erstarken und letztlich auch die Vernichtung der Nazi-Herrschaft nachzuvollziehen. Die Bochumer Geschichtswerkstatt lädt zur Teilnahme an folgenden Veranstaltungen ein: Sonntag, 12. April – Kapp-Putsch und Märzrevolution 1920 – Radtour von Dinslaken nach Wesel Am Morgen des 13. März 1920 zog die â€Brigade Erhardt“ mit schwarz-weiß-roten Fahnen und Hakenkreuzen am Stahlhelm durch das Brandenburger Tor bis zum Regierungsviertel, um die noch junge Weimarer Republik zu beseitigen. Die damalige Reichsregierung musste fliehen. Vor ihrer Flucht hatte sie noch zum Generalstreik aufgerufen, dem ungefähr 12 Millionen Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland folgten. Zur Abwehr des Kapp-Putsches formierten sich im gesamten Ruhrgebiet Arbeiterwehren, die sich später Roten Ruhrarmee nannten. Der Aufstand weitete sich im gesamten Ruhrgebiet aus und wurde durch den Einmarsch der Reichswehr und Freikorpstruppen niedergeschlagen. Die Freikorpstruppen waren eine Keimzelle der Nazi-Bewegung. mehr…
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisiert: »Extra-Arbeit zum Null-Tarif: Früher zum Job kommen und dann auch noch länger bleiben. Immer häufiger arbeiten Beschäftigte in Bochum länger, ohne dafür allerdings einen Cent Extra-Lohn zu bekommen. Insbesondere in Back-Filialen und in Fast-Food-Restaurants sei unbezahlte Mehrarbeit mittlerweile gang und gäbe. Die Zeit der Vorbereitungen und Nacharbeiten werden einfach nicht bezahlt, so die NGG Ruhrgebiet. „Es geht um die vielen Handgriffe, die nötig sind, bevor ein Backshop oder ein Fastfood-Restaurant aufgeschlossen und der erste Kunde bedient wird“, sagt Yvonne Sachtje. Die Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet beklagt, dass die Vorbereitung immer eine halbe Stunde dauere. „Oft geht sogar eine Stunde dabei drauf. Immerhin müssen die Fachverkäuferinnen und Aushilfen in Backshops den Ofen anheizen und die Rohlinge aufbacken. Sie räumen Brote in die Regale und Kuchen in die Theke. mehr…
In Bochum und Herne setzten sich am Freitag, 27. März, Beschäftigte aus dem Sozial- und Erziehungsdienst für eine Aufwertung ihrer Berufe ein. Rund 300 Menschen marschierten vom ver.di-Gewerkschaftssitz zum Husemannplatz. Sabine Uhlenkott vom ver.di-Landesbezirk NRW sagte: „Es muss Schluss sein mit dem ewigen Schulterklopfen!“ – Alle seien sich einig, wie wichtig die Arbeit von beispielsweise Erziehern/-innen und Sozialarbeitern/-innen ist, doch auf das Gehalt wirke sich das nicht aus. „Ich habe gelernt, dass es nur ein Mittel gibt, das Veränderung bewirkt: Dass wir auf die Straße gehen“, so Uhlenkott.
Svenja Börding (ver.di-Vertrauensfrau Sozialarbeit) lieferte mit ihrer kämpferischen Rede einen eindrücklichen Bericht aus der Praxis: »ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn ich höre, wie die ersten Verhandlungen gescheitert sind, rollen sich mir die Zehennägel hoch. „Ja ihr leistet gute und wichtige Arbeit, aber diese sooo wichtige Arbeit durch eine angemessene Bezahlung aufzuwerten, sind wir nicht bereit“??? Ich empfinde das als einen Schlag ins Gesicht. Das zeigt mir, wie wenig die Arbeit mit Menschen in Deutschland wert ist. Den Politikern, als auch den Arbeitgebern scheint überhaupt nicht klar zu sein, was wir jeden Tag leisten.« Hier die vollständige Rede. Fotos vom Streik.
Liebe Kolleginnen und Kollegen oder eher liebe Trauergemeinde,
ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn ich höre, wie die ersten Verhandlungen gescheitert sind, rollen sich mir die Zehennägel hoch. „Ja ihr leistet gute und wichtige Arbeit, aber diese sooo wichtige Arbeit durch eine angemessene Bezahlung aufzuwerten, sind wir nicht bereit“??? Ich empfinde das als einen Schlag ins Gesicht. Das zeigt mir, wie wenig die Arbeit mit Menschen in Deutschland wert ist. Den Politikern, als auch den Arbeitgebern scheint überhaupt nicht klar zu sein, was wir jeden Tag leisten.
Wir werden dafür bestraft, weil wir keinen Profit durch unsere Arbeit machen? Weil wir keine „fertigen Produkte“ nachweisen können? Ja stimmt. Wir unterstützen und begleiten ja NUR Menschen in jeder Altersklasse und mit allen Problemen, damit sie überhaupt eine Chance haben, sich zumindest halbwegs in unserer Gesellschaft zurecht zu finden bzw. schlicht und einfach zu überleben! Und wer immer noch der Meinung ist, dass dies mit ein wenig reden beim Kaffee erledigt ist, dem kann ich nur sagen: „Schön wäre es!!“ mehr…