Bilder vom Protest gegen ProNRW
- Andreas Stiewe
- Helmut Breitkopf-Inhoff
- Birgit Naujoks
- Der Bus mit den Reisekadern trifft ein
- Der Inhalt des Reisebusses
- ProNRW verschwindet Richtung Essen
Die DGB – Jugend Bochum ist als Aussteller an der Bochumer Berufsbildungsmesse „was geht?“ beteiligt und erklärt dazu: »Jugendliche sollen dort über ihre beruflichen Perspektiven und Chancen informiert werden. Die ebenfalls als Aussteller beteiligte Bundeswehr bietet den Jugendlichen eben keine nachhaltigen Berufs- und Lebensperspektiven. Deshalb kritisiert der Kreisjugendausschuss der DGB – Jugend Bochum die Beteiligung der Bundeswehr an der Berufsbildungsmesse nachdrücklich. Die DGB-Jugend ist eine Jugendorganisation, die sich um die Interessen junger Menschen im Zusammenhang mit Ausbildung, Studium, Praktikum und Beruf kümmert. In diesem Sinne ist sie mit einem Informationsstand auf der Bochumer Berufsbildungsmesse „was geht?“ vertreten. Junge Menschen sollen Informationen im Übergang Schule und Beruf sowie Schule und Studium bekommen, sie sollen über ihre Rechte in der Ausbildung sowie die Bedeutung gewerkschaftlicher Interessenvertretung für gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen informiert werden. mehr…
Der Flüchtlingsrat NRW kritisiert, dass die Landregierung versucht, in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, Menschen großzügig vor dem Bürgerkrieg in Syrien bewahren zu wollen, aber in Wirklich ein weitgehend unpraktikables Aufnahmeverfahren anbietet. Der Flüchtlingsrat schreibt in seiner Erklärung: »Nordrhein-Westfalen hat auf Grundlage der den Bundesländern eingeräumten Möglichkeit eigene Aufnahmeanordnungen für syrische Kriegsflüchtlinge zu erlassen, am 26.09.2013 eine entsprechende Anordnung veröffentlicht. Bis zu 1000 syrische Staatsangehörige dürfen demnach aus dem Krisengebiet und den Anrainerstaaten sowie Ägypten zu hier lebenden Familienangehörigen ersten und zweiten Grades ziehen. mehr…
Am Montag, den 7.10, um 19.00 lädt der Bahnhof Langendreer zu einer „Wortwelten“-Lesung mit dem Autor Jamal Mahjoub ein. Er stellt seinen Roman „Die dunklen Straßen von Kairo“ vor, den er unter dem Pseudonym Parker Bilal veröffentlicht hat. In der Ankündigung heißt es: »Der Roman ist ein politischer Krimi, der im Ägypten der 90er Jahre unter dem Mubarak-Regime sowie im Sudan spielt. Zur Handlung: Im Sudan war Makana Kriminalkommissar, bis er Ärger mit den Islamisten bekam und auf der Flucht seine Familie verlor. Nun lebt in Kairo, in einem Hausboot auf dem Nil, und hält sich mühsam als Detektiv über Wasser. Makanas neuer Klient Saad Hanafi ist einer der reichsten Männer Ägyptens. mehr…
Der Real-Markt in Riemke und der Baumarkt Hornbach an der Herner Stadtgrenze werden heute bestreikt. Die zuständige Gewerkschaft ver.di erklärt dazu: »Nachdem die nordrhein-westfälischen Einzelhandels-Arbeitgeber die 5. Verhandlungsrunde am 27. September haben platzen lassen und nicht am Verhandlungsort erschienen sind, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Einzelhandelsbeschäftigten am heutigen Freitag (4. Oktober) zu einem landesweiten Streik auf. ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer: „Auf die ungeheuerliche Provokation der Arbeitgeber, die Verhandlungen platzen zu lassen, kann es nur eine Antwort geben: Mehr Druck aus den Betrieben. Die Beschäftigten fordern die Arbeitgeber auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, den Manteltarifvertrag wieder in Kraft zu setzen und endlich ein verhandlungsfähiges Tarifangebot auf den Tisch zu legen“. mehr…
Am kommenden Samstag den 5.10. wird „ProNRW“ vor dem Flüchtlingsheim an der Wohlfahrtstrasse seine nächste Hetz-Tour durch NRW starten. Das „Bündnis gegen Rechts“ hat eine Gegenkundgebung angemeldet. Sie beginnt um 10.30 Uhr an der Kreuzung Wohlfahrtstrasse / Königsallee vor dem Hochhaus der Knappschaft (ehem. Bomin-Haus). Der Auftritt von ProNRW findet diagonal gegenüber an der gleichen Kreuzung statt. Bevor die Provos aus Köln eintreffen, wird es Redebeiträge geben vom SPD-Bezirksbürgermeister Helmut Breitkopf-Inhoff, von Birgit Naujoks vom Flüchtlingsrat NRW und von Andreas Stiewe vom Antirassismus-Projekt. Wenn die Reisekader kommen, sollen sie lautstark übertönt werden. Die Polizei hat Trillerpfeifen als Lärminstrumente verboten. Bei den letzten Protesten gegen Nazis haben sich andere Lärmerzeuger bewährt. Das Mitbringen von Ohrstöpseln wird empfohlen.
Am Dienstag, den 8.10, um 19.00 laden der Bahnhof Langendreer und die Zeitschrift der Informationsstelle Lateinamerika „ila“ zu einer Diskussionsrunde ein zum Thema „40 Jahre Putsch in Chile – Widerstand und Solidarität: Blick zurück nach vorn“. In der Diskussionsrunde soll einerseits zurück geblickt werden auf Putsch, Diktatur und Widerstand in Chile sowie Solidaritätsbewegung und Erfahrungen im Exil in der BRD. Zum Anderen soll das Gespräch auf die heutige Situation in Chile kommen, auf die sozialen und politischen Kontinuitäten der Diktatur, die es auch über 20 Jahre nach dem Übergang zur Demokratie in Chile noch gibt. Aber es sollen auch Brüche thematisiert werden und die erstarkenden sozialen Bewegungen, allen voran die Studierendenbewegung. Was können diese Bewegungen gesellschaftlich verändern? Ein weiteres Diskussionsthema soll schließlich die Frage sein, wie internationale Solidarität am Beispiel Chile heute aussehen kann. mehr…
„Wieder werden die Manager eines Konzerns aus Gier am Profit wortbrüchig und wollen 450 Beschäftigten in Bochum vorzeitig ihre Arbeit und damit ihre Lebensgrundlage nehmen. Das asoziale Rauswerfen von Beschäftigten muss ein Ende haben. Massenentlassungen müssen gesetzlich verboten werden. Die Linke steht solidarisch an der Seite der Beschäftigten und der IG Metall in ihrem Kampf um die Arbeitsplätze“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken „anlässlich der Provokation des finnischen Unternehmens Outkumpu, das entgegen seiner zuvor ausgesprochenen Standortgarantie für das Stahlwerk in Bochum bis mindestens Ende 2016 dieses nun schon 2014 schließen will“. Sevim Dagdelen weiter: „Erst Nokia, dann der immer noch aktuelle Kampf um die Arbeitsplätze bei Opel und jetzt das angekündigte Ende der Flüssigphase im Stahlwerk Bochum. Für die Stadt Bochum, die Region und ihren Menschen ist das eine fatale Entwicklung, die kein Ende nehmen will. Die Linke fordert das gesetzliche Verbot von Massenentlassungen. mehr…
Für die rund 300 MitarbeiterInnen des Bochumer Getriebewerks wird es zum Auslaufen der Getriebefertigung ein freiwilliges Abfindungsangebot geben. Darüber haben Geschäftsleitung und Betriebsrat die Beschäftigten heute in einer Versammlung informiert. Die IG Metall erklärt dazu: »Die Entscheidung wurde im Anschluss an die erste Verhandlungsrunde getroffen, zu der Geschäftsleitung, Betriebsrat und IG Metall in dieser Woche zusammengekommen waren. Die vom Auslauf der Getriebefertigung betroffenen Beschäftigten bekommen damit die Möglichkeit, bis zum Jahresende 2013 aus dem Unternehmen auszuscheiden. Sie können ab dem 1. Januar 2014 für 12 Monate in eine Transfergesellschaft sowie an einen anderen Standort des Unternehmens wechseln. mehr…
Der DGB erklärt in ein Stellungnahme zur Arbeitslosigkeit in Bochum: »Der Arbeitsmarkt in Bochum stellt sich gegenüber dem Vormonat durchgängig besser dar. Hierbei handelt es sich um eine normale Entwicklung im Jahresverlauf. Für den DGB kein Grund für Euphorie. Im Verhältnis zum Vorjahr haben sich die Zahlen negativ entwickelt. Insgesamt sind fast 1200 Menschen in der Stadt mehr arbeitslos als im September 2012. „Die Herausforderungen bleiben auf hohem Niveau“, so DGB-Geschäftsführer Jochen Marquardt. Dabei verweisen die Gewerkschaften darauf, dass sowohl die Zahlen beunruhigen als auch die Qualität der Arbeitsplätze zu betrachten ist. mehr…
Die Linke im Rat schreibt: »Letztes Jahr hat ThyssenKrupp seine Edelstahlsparte inklusive des Bochumer Nirosta-Werks an das finnische Unternehmen Outokumpu verkauft. ThyssenKrupp hatte sich u.a. in Brasilien verspekuliert und brauchte Geld. Der Verkauf stieß natürlich bei der Belegschaft und in der Bevölkerung auf große Ablehnung. Mit der IG Metall wurde vereinbart: Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen an allen Produktionsstandorten bis Ende 2015, Standortgarantie für alle Standorte (außer Krefeld) ebenfalls bis Ende 2015, Sicherung der Flüssigphase im Stahlwerk Bochum bis mindestens Ende 2016. Zugesagt wurde von Outokumpu, dass das Bochumer Werk Ende 2015 einer Wirtschaftlichkeitsprüfung unterzogen und frühestens 2016 geschlossen werde. Heute hat Outokumpu mitgeteilt, dass das Bochumer Werk schon 2014 dicht gemacht wird. Betroffen sind ca. 450 Beschäftigte.
Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende der Linken im Rat Uwe Vorberg: mehr…
Der Stahlkonzern Outokumpu hat heute in einer Pressemitteilung u. a. angekündigt, das erst kürzlich von ThyssenKrupp erworbene Bochumer Stahlwerk bereits 2014 statt wie vereinbart 2016 zu schließen. Die IG-Metall erklärt dazu: »Die IG Metall hat den finnischen Stahlkonzern Outokumpu davor gewarnt, die mit der IG Metall geschlossenen Tarifverträge zu brechen. Das Unternehmen hat heute in einer Ad-Hoc-Mitteilung folgende Pläne angekündigt: Schließung des Stahlwerks Bochum bereits 2014 statt Fortführung bis Ende 2016 (Abbau von 450 Stellen), Reduzierung des Produktionsvolumens in Krefeld und Dillenburg um 350.000 Jahrestonnen auf rund 500.000 Jahrestonnen, Statt der vereinbarten 244 Millionen Euro nur 100 Millionen Euro Investition, Zusätzlich zu den Maßnahmen in Bochum ist der Abbau von rund 1000 weiteren Beschäftigten in Europa beabsichtigt, davon mehr als 800 in Deutschland: mehr…
Die Redaktion des Straßenmagazins bodo kündigt ihre Oktober-Ausgabe an: »„Das Leben ist doch keine Sondergenehmigung“: In seiner Oktoberausgabe stellt „bodo“ Elias und Luis vor, die als „Guaia Guaia“ seit drei Jahren unterwegs sind: ohne Wohnung, nur mit Instrumenten, Verstärker, Laptop und ihren Schlafsäcken. Ihre Straßenkonzerte werden meist von der Polizei beendet, doch inzwischen entern sie auch große Bühnen. „bodo“ porträtiert Fred Ape und spricht mit dem Musiker, Kabarettisten und Veranstalter über eine 40jährige Bühnenkarriere, den Berufswunsch Fußballtorwart und private Schicksalsschläge. Mit Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland diskutiert „bodo“ über Rentenpolitik, Altersarmut sowie soziale und geschlechtsspezifische Ungleichheiten: „Vier Jahre sind vertan“. mehr…
Ein offenes Treffen zur Vorbereitung der Proteste gegen den Bundeswehr-Einsatz auf der Berufsbildungsmesse im RuhrCongress findet am Dienstag, den 1. Oktober um 18.00 im Sozialen Zentrum statt. Im letzten Jahr hatte das Jugendamt als Veranstalter der Messe versucht, Proteste gewaltsam zu unterbinden. In diesem Jahr ist sogar ein „Sicherheitskonzept“ entwickelt worden, um eine ungestörte Bundeswehrwerbung durchzusetzen. Die KriegsgegnerInnen sind davon überzeugt, dass sich auch diesmal auf der Messe erweisen wird, dass Gewalt keine Lösung ist.
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=hKNSCOZj1Kg
Am Dienstag, den 1. 10. zeigt das endstationkino um 19 Uhr den Dokumentarfilm Apple Stories. Die Firma Foxconn ist mit ihren Produktionsmethoden zum Synonym für die Schattenseite des Smartphone-Hypes geworden. Rasmus Gerlach hinterfragt die Herstellungskette moderner Handys am Beispiel des iPhones. Der Gegensatz könnte krasser nicht sein zwischen dem Spektakel bei der Eröffnung des Apple Stores am Hamburger Jungfernstieg und den Arbeitsbedingungen in den düsteren Zinnminen in Ruanda und den sterilen Fertigungshallen der Apple-Hersteller in China. Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Gespräch mit Wolfgang Schaumberg statt, Aktivist beim Forum Arbeitswelten und China-Kenner.
Die Soziale Liste schreibt: »Die Antwort der Verwaltung auf eine entsprechende Anfrage der Sozialen Liste an die Verwaltung macht die kritische Personalausstattung des Stadtarchivs deutlich. Zwei dem HSK-Konzept zum Opfer gefallene Stellen für die stadthistorische Sammlung und die Bildungs-/Öffentlichkeitsarbeit konnten nicht kompensiert werden. Von den 22 Mitarbeiter_innen scheiden mehr als die Hälfte in den nächsten Jahren altersbedingt aus. mehr…
Am kommenden Sonntag, den 6. Oktober, lädt das Vegane Picknick Bochum wieder zum gemeinschaftlichen Schlemmen ein. Weil die sommerliche Grillsaison vorbei ist, findet das selbstorganisierte kulinarische Ereignis ab sofort wieder als „Indoor-Picknick“ im Sozialen Zentrum statt. In der Einladung heißt es: „Wir schlemmen nach dem DIY (Do It Yourself) – Prinzip: Bringt mit, worauf ihr Lust habt, für euch und für alle anderen! So entsteht ein großes Buffet. Egal ob süß oder herzhaft, warm oder kalt – alles ist erlaubt, Hauptsache es ist vegan. Kommt zahlreich und bringt was Leckeres zu essen mit – wir freuen uns auf euch! Besteck und Geschirr sind vorhanden.“ Los geht es um 13 Uhr.
Im Mittelpunkt der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht steht in diesem Jahr die Erinnerung an die Verhaftung und Verschleppung von jüdischen Männern in Bochum nach dem 9. November 1938. Im Einladungsflyer heißt es: »60 namentlich bekannte jüdische Männer aus Bochum wurden nach dem 09. November 1938 verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt. Im ganzen Reich wurden etwa 30.000 Menschen Opfer dieser Verhaftungswelle. Was dies nach dem Schrecken der Reichspogromnacht für die Betroffenen bedeutete, ist kaum darstellbar. Die Verhaftungen dienten der Einschüchterung und der Nötigung der jüdischen BürgerInnen zur Auswanderung. Für die Betroffenen war die Verhaftung und die Einlieferung in ein Konzentrationslager eine Katastrophe für ihre bürgerliche Existenz und bedeutete einen vollkommenen Bruch mit ihrem bisherigen Leben. SchülerInnen des Neuen Gymnasiums Bochum beleuchten anhand ausgewählter Biografien die Dramatik des Geschehens für die Betroffenen und für ihre Angehörigen.«
Die Grüne Hochschulgruppe schreibt auf ihrer Webseite: »Seit einigen Tagen erschüttert ein Skandal die Ruhr-Universität Bochum. Der amtierende Sprecher des Studierendenparlaments, Dirk Loose, hat Wahlkampf für die Rechtsaußen-Partei Alternative für Deutschland gemacht. Der stellvertretende AStA-Vorsitzende Sebastian Marquardt (ebenfalls von der NAWI) soll sogar Mitglied der Rechtspopulisten sein. Dirk Loose war im vergangenen Jahr AStA-Vorsitzender einer Koalition aus Jusos, Internationaler Liste, GEWI und eben seiner NAWI. In diesem Jahr ist er neben seinem Amt als Sprecher des Studierendenparlaments (das höchste Amt in der Studierendenschaft) auch Wahlleiter aller Studierenden….« Zum ganzen Artikel.
Es gibt 2013 wieder eine rote ruhr-uni mit folgenden Vorträgen: 12. 11. ,Paul Mentz: Philosophie im Angesicht der Verzweiflung. Adornos negative Philosophie der Moral; 14. 11., Sven Ellmers: Moralische Ökonomie? Zu Axel Honneths normativer Rekonstruktion des Marktes; 21. 11., Andreas Giesbert: Arbeit und Entfremdung. Zur Ontologie des späten Lukács; 26. 11., Ingo Elbe: Carl Schmitts faschistischer Begriff des Politischen und seine Nachwirkung in der Gegenwart; 28. 11., Florian Hessel: „(Another) rehearsal for destruction“: Eine antichinesische Vorgeschichte des deutschen Antisemitismus. Alle Veranstaltungen beginnen um 19 Uhr an der Ruhr-Uni im Hörsaal HGC 30.
Die ultrarechte Splitterpartei Pro NRW hat für Samstag, den 5. Oktober um 11 Uhr in der Wohlfahrtsstraße den Start einer neuen Rundreise zu Flüchtlingsheimen angekündigt. Unter dem Motto „Nein zu Asylmissbrauch und Armutseinwanderung!“ soll in mehreren Städten NRWs gegen Flüchtlinge gehetzt werden. Die Kundgebung war ursprünglich wieder wie im Frühjahr in Leithe angemeldet worden. Irgend jemand muss dann Pro NRW verraten haben, dass dort seit Monaten keine Flüchtlinge mehr wohnen. Das Bündnis gegen Rechts wird eine Gegenkundgebung anmelden
Die Soziale Liste im Rat setzt sich dafür ein, auf den frei werdende Flächen von Opel vor allem arbeitsplatzintensive industrielle Ersatzarbeitsplätze zu schaffen und schreibt in einer Pressemitteilung: »Hierzu muss auch Opel einen entscheidenden Beitrag leisten. Bei einer Besichtigung der drei Werksflächen und Gesprächen mit Opel-Vertretern am 24. September konnten sich einige Ratsmitglieder, darunter auch der Ratssprecher der Sozialen Liste, Günter Gleising, von den gewaltigen Ausmaßen der Flächen und Hallen, die zum Teil schon leer stehen, überzeugen. Es wird eine gewaltige Aufgabe werden, diesen Strukturprozess zu bewältigen und Ersatzarbeitsplätze zu schaffen. mehr…
Gestern hat der Rat zum ersten Mal nach den Sommerferien wieder getagt und die Linksfraktion hat einen Bericht geschrieben: »Es war eine lange und zum Teil sehr emotionale Sitzung. Insbesondere die Frage, ob die Bundeswehr auf der Berufsbildungsmesse vertreten sein soll und ob die Stadt noch weiteres Geld in den Platz des Europäischen Versprechens stecken soll bzw. muss, war sehr umstritten. Wir informieren über folgende Themen: Die Grundstücksrichtlinie privilegiert UnternehmerInnen, die Leitlinien zur Entwicklung der Opel-Flächen, die Teilnahme der Bundeswehr an der Berufsbildungsmesse, der Platz des Europäischen Versprechens, die Benennung von Straßen und Plätzen nach Frauen, die Anfrage zu Gewalttaten durch Sportschützen, die Situation von wohnungslosen Menschen in Bochum. mehr…
Am 20. 7. 2013 war an dieser Stelle zu lesen: »Das Bochumer Jugendamt hat […] die Bundeswehr in diesem Jahr nicht mehr zur Berufsbildungsmesse eingeladen. […] In der Ratssitzung am Donnerstag brachte die CDU einen Dringlichkeitsantrag ein, in dem die Oberbürgermeisterin (OB) aufgefordert wird, die Entscheidung zu revidieren und für die Teilnahme der Bundeswehr bei der Messe zu sorgen. Parallel dazu hatte die Bundeswehr bereits bei der OB interveniert. Inhaltlich stehen viele Mitglieder der SPD-Grünen-Ratsmehrheit dem CDU-Antrag nahe. Er wurde daher nicht abgelehnt, sondern an die OB zur Prüfung überwiesen.« Hierzu schrieb das Grüne Ratsmitglied Karsten Finke einen empörten LeserInnenbrief: »Der Satz “Inhaltlich stehen viele Mitglieder der SPD-Grünen-Ratsmehrheit dem CDU-Antrag nahe.†ist leider grob verfälschend! […] Der Satz hat nichts mehr mit Journalismus zu tun, er ist leider reine Propaganda. Ich hätte von bo-alternativ mehr erwartet. Echt schade.« Heute hat der Rat der Stadt Bochum mit großer Mehrheit dafür gestimmt, dass die Bundeswehr zur Berufsbildungsmesse eingeladen wird. Dagegen stimmten die Ratsmitglieder der Linken, der Sozialen Liste und Karsten Finke. Nicht „viele“ sondern alle anderen Mitglieder der SPD-Grünen-Ratsmehrheit, haben für die Einladung der Bundeswehr gestimmt.
Die Linke im Rat lädt zu einem Stadtrundgang zur Bochumer Frauengeschichte am Sonntag, den 29. September ein. Linda Unger vom feministischen Archiv ausZeiten wird in ca. 2 1/2 Stunden das Wirken von einigen Bochumerinnen näher bringen. Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Glocke am Rathausvorplatz. Die Teilnahme ist kostenlos. In der Einladung heißt es: »Berühmte Frauen aus Bochum, gibt es die? Wie insgesamt in der Geschichtsschreibung tauchen in der Bochumer Öffentlichkeit die Verdienste von Frauen kaum in Erscheinung. Wer kennt z.B. Ottilie Schoenewald oder Elisabeth Treskow? Erstere war eine sozial engagierte jüdische Frauenrechtlerin. Treskow war Goldschmiedin und hat u.a. die „Meisterschale“ des Deutschen Fußballbundes angefertigt. Das feministische Archiv ausZeiten hat es sich zur Aufgabe gemacht, solche Frauen aus dem Schatten der Geschichtsschreibung zu holen und bietet Stadtrundgänge zur Frauengeschichte an. Die Linke im Rat findet das ein sehr unterstützenswertes Projekt.« Auch Männer sind zum Mitgehen eingeladen!
Unter Federführung des Bochumer Jugendamtes findet jährlich im Herbst eine Berufsbildungsmesse im RuhrCongress statt. Die VeranstalterInnen finden es normal, dass die Bundeswehr auf dieser Messe mit einem Werbestand vertreten ist. Dagegen formiert sich ein wachsender Widerstand unter dem Motto „Kein Werben fürs Sterben – Krieg beginnt hier“. In diesem bo-special sind Meldungen auf bo-alternativ.de dokumentiert, die über die Auseinandersetzung berichten.
Der Bochumer Stadtrat hat sich auf seiner Sitzung am 18. Juli darauf verständigt, dass dem Rat morgen zur Beschlussfassung vorgelegt wird, ob die Bundeswehr an der Berufsbildungsmesse teilnimmt. In der Tagesordnung der Sitzung am morgigen Donnerstag ist dies auch als Punkt 1.15 vorgesehen. Doch seit wann kümmert sich die Verwaltung um Entscheidungen des Rates? Auf der Webseite der Berufsbildungsmesse wird bereits für den Messestand der Bundeswehr geworben: „Für eine Karriere bei der Bundeswehr sollten neben guten schulischen Leistungen, körperlicher Fitness, Mobilität und der Bereitschaft zu Auslandseinsätzen, auch Teamfähigkeit und Leistungswille zu Ihren Stärken gehören.“ (Siehe Seite 5 des Verzeichnisses der Messe Aussteller A – Z.) Dies ist der bisherige Werbejargon der Bundeswehr. Eigentlich soll bei der Messe eine neue Strategie gefahren und Jugendlichen mit sogenannten zivilen Arbeitsplätzen geködert werden. OB Scholz hatte in einer Presseerklärung angekündigt, „dass die Bundeswehr mit einem Infostand bei der Berufsbildungsmesse vertreten ist, bei dem ausschließlich für zivile Berufe geworben werden soll“.
Die Linkspartei in Bochum fordert den Sprecher des Studierendenparlaments (StuPa) der Ruhr-Uni, Dirk Loose, zum Rücktritt auf und reagiert damit auf eine Veröffentlichung des Protestplenums an der Ruhr-Uni. In der Erklärung heißt es: »David Staercke, Sprecher der Bochumer Linken erklärt, Dirk Loose habe für die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) aktiv Wahlkampf gemacht. Eine so eindeutige Positionierung zur Bundespolitik steht laut dem Linke-Sprecher nicht im Einklang mit dem Selbstverständnis des StuPa-Sprechers, der angeblich für eine pragmatische Studierenden-Politik abseits der allgemeinen Themen, von Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik stehe. mehr…
Das Protestplenum an der Ruhr-Uni schreibt: »Am 11. Juni blockierten und verhinderten etwa 40 Studierende und Antimilitarist*innen einen Werbevortrag der Bundeswehr an der Ruhr-Uni. Nun will die Bundeswehr erneut für Kriegseinsätze bzw. deren „zivile“ Vorbereitung werben. Am 9. und 10. Oktober werden Jugendoffiziere versuchen, mit einem Stand auf der „Berufsbildungsmesse mittleres Ruhrgebiet“ im RuhrCongress um Nachwuchs zu buhlen. Der Bundeswehr-Einsatz ist in Bochum ist höchst umstritten. Noch im Juli hatte das Jugendamt die Bundeswehr ausgeladen und war somit der UN-Kinderrechtskonvention nachgekommen, die Militärwerbung bei Minderjährigen untersagt. Dies wollten Bundeswehr und CDU nicht hinnehmen. Nun wird der Rat der Stadt Bochum am Donnerstag über die Präsenz der BW-Recruiting-Abteilung entscheiden. Als wahrscheinlich gilt ein „Kompromiss“, dahin gehend, dass die Bundeswehr nur für „zivile Berufe“ werben soll. mehr…
Das Freie Kunst Territorium – FKT – Bochum lädt am kommenden Wochenende zu einem Festival ein und schreibt dazu: »Das Masala-Kunstfestival ist benannt nach einer indischen Mischung, die von mild bis scharf viele Gewürze miteinander vereint. Ein intensives Wochenende mit spartenübergreifenden Präsentationen zeigt die spannende Bandbreite bildender und darstellender Künste. Zahlreiche Künstlerinnen, Künstler und Gruppen geben einen Einblick in ihre Arbeit und servieren in unseren Ateliers Spezialitäten ihres Könnens. Sound/Licht/Installation/Performance/Video/Lesung/Musik/Theater… Alles ist drin. Die Mischung macht´s.« Näheres.
Im Herbst vor 81 Jahren wurden die letzten Weichen für die Machtübergabe an die faschistische Regierung in Deutschland gestellt. Wenige Monate später gab es auch in Bochum eine faschistische Stadtregierung. Die VHS bietet am Sonntag, den 29. 9. 2013 um 14.00 Uhr ab Glocke Rathausplatz, einen Stadtrundgang zum Thema Bochum im Faschismus an. Wolfgand Dominik wird dabei folgende Themen erläutern: Wie sah der Faschismus in Bochum aus? Auf welche Akzeptanz oder auf welchen Widerstand stießen Massenaufmärsche, Bücherverbrennung, Verfolgung und Ermordung jüdischer Mitbürger, Vernichtung auch der Bochumer Sinti und Roma und anderer, die den völkisch-„arischen“ Grundsätzen angeblich nicht entsprachen? mehr…
Das Protestplenum an der Ruhr-Uni berichtet auf seiner Webseite: »Der Sprecher des Studierendenparlaments (StuPa) der RUB, Dirk Loose, steht offenbar nicht nur für eine „unpolitische“ und „pragmatische“ Hochschulpolitik, sondern ist gleichzeitig in der rechtspopulistischen „Alternative für Deutschland“ (AfD) aktiv. Dies jedenfalls berichteten uns Bochumer Schüler*innen, die den StuPa-Sprecher am vergangenen Samstag in der Innenstadt antrafen, wo er bei einem Infostand der Partei Flugblätter verteilte. Darauf angesprochen meinte der StuPa-Sprecher, er sei bereits während des gesamten Bundestagswahlkampfs für die AfD auf der Straße unterwegs. Ein Blick auf die Facebook-Seite des Bochumer Ablegers der Partei bestätigt dies. mehr…
Das Bochumer Friedensplenum fordert die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses des Rates und die Ratsmitglieder auf, sich bei der Entscheidung zur Teilnahme der Bundeswehr bei der Berufsbildungsmesse keinen Fraktionszwängen zu unterwerfen. Für das Friedensplenum erklärt Annemarie Grajetzky: „Wir wissen, dass SPD, CDU und Grüne die Bundeswehr einladen wollen und auch eine Mehrheit dafür bekommen werden. Wir hoffen aber, dass es viele Mitglieder im Ausschuss und im Rat geben wird, die die UN-Kinderkonvention ernst nehmen und keine Militärwerbung bei Minderjährigen akzeptieren. Für die Friedensbewegung wäre es eine Ermutigung, wenn es etliche Ratsmitglieder gäbe, die sich der schleichenden Militarisierung unserer Gesellschaft widersetzen.“ Das Friedensplenum findet es äußerst bedauerlich, dass die Stadt Bochum die Berufsbildungsmesse als Experimentierwiese für die neue Strategie der Bundeswehr hergeben will, sich als „normaler Arbeitgeber“ zu präsentieren, der zivile Arbeitsplätze anbietet. mehr…
Eine Ausstellung mit dem Titel „Zwischen Heimat und Front. Bochum im Ersten Weltkrieg“ plant das Stadtarchiv/Zentrum für Stadtgeschichte. Ein Grobkonzept für die geplante Ausstellung zum Ersten Weltkrieg, dessen Beginn sich 2014 zum 100. Mal jährt, wurde mittlerweile erstellt. Diese Mitteilung erhielt jetzt die Sozialen Liste im Rat, die eine Anfrage in der Juni-Sitzung des Rates gestellt hatte. In der Mitteilung heißt es: „Am Ersten Weltkrieg waren 25 Staaten und deren Kolonien beteiligt, über 9 Millionen Menschen fielen ihm zum Opfer. Zahlreichen Historikern gilt dieser Krieg als „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Auch ca. 4.600 Bochumer Soldaten fielen an den Frontlinien oder starben in Heimatlazaretten. Dabei ereignete sich der Erste Weltkrieg nicht nur an den Kriegsschauplätzen im Westen und Osten Europas, auf hoher See und in den Kolonien, sondern auch an der sogenannten ‘Heimatfront’, also auch in Bochum.“ mehr…
„Ich freue mich für die Beschäftigten des Bochumer Opelwerks außerordentlich, dass endlich Bewegung in den Streit um ihr Werk kommt. Endlich redet das Management mit Vertretern der IG Metall und des Bochumer Betriebsrats. Ich fordere den Vorstand von Opel auf: Nehmen Sie Abstand von Massenentlassungen und geben sie den Beschäftigten ihre verdiente Perspektive mit guten Arbeitsplätzen in der Region“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion. Sevim Dagdelen weiter: „Ich erwarte damit vom Opel-Management, dass die Herren auf die Forderungen des Betriebsrates eingehen und in sauberen Verhandlungen annehmbare Austritts- und Beschäftigungsmaßnahmen anbieten. Die Beschäftigten wollen nicht einfach nur mit ein bisschen Geld abgespeist und für den Verlust ihres Werks abgefunden werden. mehr…