Archiv für den Monat: April 2013


Montag 22.04.13, 12:48 Uhr

Radtour: Bochum in der NS-Zeit

Die Bochumer Geschichtswerkstatt lädt am Sonntag, den 28. April zu einer Stadtrundfahrt per Rad zu Stätten der Zwangsarbeit während der NS-Zeit ein: »Im gesamten Bochumer Stadtgebiet wurden während des Zweiten Weltkrieges etwa 100 Zwangsarbeiterlager errichtet. Männliche und weibliche Arbeitskräfte aus Holland, Belgien, Frankreich, Polen, Russland, Weißrussland, der Ukraine und aus anderen besetzten Gebieten wurden damals in Bochumer Betrieben zwangsweise beschäftigt. In den zwei Bochumer Außenlagern des KZ Buchenwald waren überwiegend jüdische Häftlinge interniert, von denen viele aus Ungarn stammten. Während dieser etwa vierstündigen Radtour machen wir Station an den früheren Standorten der KZ-Außenlager und auf den Geländen der ehemaligen Zwangsarbeiterlager. Weitere Stationen sind das Gelände des Bochumer Vereins, die Sauren Wiesen, der Jüdische Friedhof an der Wasserstr. und der Kommunalfriedhof in Altenbochum.« mehr…


Montag 22.04.13, 12:42 Uhr
Das Musikstück zur Umfairteilen-Kampagne!

Arsen an Sahnehäubchen

In seinem neuen Programm „Arsen an Sahnehäubchen“ betreibt Chorrosion, der Chor der IG Metall Bochum, das Restaurant “Zur Himmelfahrt”. Ort der Handlung ist die Küche des Restaurants, in dem diverse Vorstände speisen. Und dann kommt noch der Betriebsrat von Opel vorbei. Da ahnt man Schlimmes. Und mit Recht. Aber keine Sorge: Es trifft immer die Richtigen! Der Titel deutet schließlich schon an, dass auch die eine oder andere Zutat in die Suppe gelangt. Am Sonntag, den 28. April ist um 18.00 Uhr im Bahnhof Langendreer Premiere. Eintritt: 12 €/10 €, Chorleitung: Susanna Keye, Regie: Sabine Scheerer, Klavier: Moya Tschuschke.


Sonntag 21.04.13, 18:45 Uhr
Für mehr als ein Drittel der BewerberInnen fehlen Lehrstellen

Die normale Ausbildungskatastrophe 3

ArbeitgeberInnen und Arbeitsagentur lassen sich viel einfallen, damit nicht angemessen über die Weigerung der Unternehmen, genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen, berichtet wird. So gehen sie z. B. einfach recht frühzeitig – also bevor die meisten Ausbildungsverträge unterzeichnet sind – an die Öffentlichkeit und präsentieren die gute Nachricht, dass viele Ausbildungsplätze noch nicht vergeben sind. Das ist zu diesem Zeitpunkt zwar eine Binsenweisheit und keine Nachricht, aber die meisten Medien spielen bei dieser Irreführung mit. Auf einem Pressetermin präsentieren dann IHK und Handwerkskammer zur Abrundung der PR-Aktion noch ein paar Geschichten von Unternehmen, die tatsächlich Auszubildende suchen.  Die WAZ schrieb am 28. 4. 2013 z. B. in ihrem Artikel: „Fast für jeden Bewerber habe man rechnerisch einen angebotenen Ausbildungsplatz“ und: „Noch gibt es reichlich unbesetzte Lehrstellen in Bochum“. Die realen Zahlen wurden von den Medien nicht erwähnt. Nach Angaben der Arbeitsagentur werden bisher in Bochum und Herne den 3.250 gemeldeten Lehrstellensuchenden nur 2.077 gemeldete Lehrstellen angeboten. mehr…


Sonntag 21.04.13, 17:43 Uhr

Aktion für den Schutz der Arktis

Greenpeace berichtet: »Aktivisten von Greenpeace Ruhrgebiet protestierten gestern in Bochum, Essen, Mülheim und Oberhausen mit einem Menschenbanner für ein Schutzgebiet in der Hohen Arktis. Für die Botschaft „I love Arctic“ (Ich liebe die Arktis) formten die Aktivisten vor dem Bergbaumuseum, auf dem Burgplatz, an der Camera Obscura und auf dem Olga-Gelände  unterschiedliche Herzen und wenden sich damit an die Vertreter des Arktischen Rates.
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Pressemitteilung Nr. 27/2013 der Agentur für Arbeit Bochum
Sonntag 21.04.13, 13:06 Uhr

Tag der Ausbildung in Bochum

Der Tag der Ausbildung findet dieses Jahr bundesweit zum 18. Mal statt. Entsprechend dem Motto „Brücke in die Zukunft – Ausbildung zum Anfassen“ haben Schülerinnen und Schüler aus der Region die Möglichkeit bei der Kreishandwerkerschaft Ruhr in Bochum Berufe und  Ausbildungsinhalte „leibhaftig“ kennenzulernen. Zahlreiche Unternehmen stellen an diesem Tag ihre Ausbildungsmöglichkeiten vor. Darüber hinaus finden regelmäßige Führungen durch die Lehrwerkstätten der Kreishandwerkerschaft statt.
„Wir wollen die Jugendlichen über eine breite Palette an Berufen besser informieren“, so Luidger Wolterhoff, Leiter der Agentur für Arbeit und erklärt weiter: „Jedes Jahr bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt! Viele junge Menschen wissen häufig nicht, was sich hinter einer Ausbildung versteckt und welche Möglichkeiten sie bietet. Wir haben zum Beispiel einen klassischen Orthopädie-Schuhmacher, der keinen Nachwuchs findet sowie eine unbesetzte Stelle zur Ausbildung als Industrie-Isolierer  – ein weniger bekannter Ausbildungsberuf. Hier gilt es Brücken zu bauen. Darüber hinaus werden wir versuchen, Ausbildungsbetriebe zu motivieren, auch schwächeren Schülerinnen und Schülern eine Chance zu geben. Zeugnisse sollten nicht immer den Ausschlag geben.“
Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung einerseits und des steigenden Fachkräftebedarfs andererseits ist die Gewinnung und Sicherung von Fachkräften für viele Betriebe von zunehmender und essentieller Bedeutung. Auch Kreishandwerksmeister Johann Philipps weiß um die Herausforderung für die Handwerksbetriebe: „Ausbildung ist eine Investition in die Gegenwart und vor allem in die Zukunft. Der eigene, gut ausgebildete Nachwuchs ist die Grundlage für den weiteren wirtschaftlichen Erfolg als Unternehmen.“
„Die Unternehmen in Herne sind sich ihrer Verpflichtung bewusst. Sie wissen auch, dass sie sich auf Dauer im Wettbewerb nur behaupten können, wenn sie über qualifizierte Fachkräfte verfügen“, ergänzt Hans Hausherr, Kreishandwerksmeister aus Herne.
„Man muss es immer und immer wieder mit Nachdruck betonen: Eine solide schulische Bildung, eine ordentliche und fundierte Berufsausbildung und die Bereitschaft, sich im Arbeitsleben ständig weiterzubilden, sind heute unverzichtbare Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben“, betont Ulrich Ernst, Geschäftsführer Berufliche Bildung der IHK Mittleres Ruhrgebiet. „Damit hier auch ein Rädchen ins andere greift, müssen alle für den Erfolg ihren Beitrag leisten: natürlich in erster Linie die Schüler, die Auszubildenden, die Arbeitnehmer selbst – aber ebenso die Lehrer und selbstverständlich auch die Unternehmer. Wir werden als IHK nicht aufhören, dies anzumahnen.“

Werben weiterhin wichtig!
Halbjahresbilanz auf dem Ausbildungsmarkt in Bochum:
*       1.732 Ausbildungsstellen in Bochum
*       1.973 gemeldete Bewerber/-innen seit Oktober
*       Noch 1.141 freie Ausbildungsstellen

Für das erste Halbjahr des Ausbildungsmarktes 2012/2013 meldet die Agentur für Arbeit als Zwischenbilanz in Bochum ein Plus bei Ausbildungsstellen und gemeldeten Bewerbern. So haben sich seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober letzten Jahres  1.973 Jugendliche bei der Berufsberatung als Bewerber gemeldet. Das sind 104 Jugendliche oder 5,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen liegt aktuell bei 1.732. Dies sind im Vorjahresvergleich 247 Stellen oder 16,6 Prozent mehr.
„Die Unternehmen suchen nach geeigneten Nachwuchskräften. Dahinter steht das Wissen um die zukünftig knapper werdenden Fachkräfte“ so Luidger Wolterhoff und fährt fort: „Doch auch in diesem Jahr zeichnet sich bereits ab, dass wir nicht jedem Bewerber eine Ausbildungsstelle werden anbieten können. Jugendliche, die jetzt noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben, sollten sich unbedingt über Alternativen zum Wunschberuf informieren. Oft bieten weniger bekannte Berufe bessere Perspektiven. Manche Bewerber überzeugen erst auf den zweiten Blick. Viele Schüler, die auf den ersten Blick nicht wie Olympioniken wirken, haben das Zeug zu einer erfolgreichen Ausbildung. Kein Jugendlicher darf auf seinem Weg in Ausbildung verloren gehen.“

Halbjahresbilanz auf dem Ausbildungsmarkt in Herne:
*       345 Ausbildungsstellen in Herne
*       1.277 gemeldete Bewerber/-innen seit Oktober
*       Noch 247 freie Ausbildungsstellen

Seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober haben sich in Herne insgesamt 1.277 Jugendliche bei der Berufsberatung als Bewerber gemeldet. Das sind 4 Jugendliche (0,3 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen liegt derzeit bei 345 Ausbildungsstellen. Dies sind im Vergleich zum Vorjahr 156 Stellen oder 31,1 Prozent weniger.
Luidger Wolterhoff zu der aktuellen Entwicklung in Herne: „Der Ausbildungsmarkt in Herne stellt sich im Moment etwas schwierig dar. Wir haben ein Drittel weniger Ausbildungsstellen zu verzeichnen. Im letzten Jahr fanden in Herne viele Umfirmierungen und Fusionen statt. Viele kleine und mittelständische Betriebe bilden oftmals nur im 3-Jahreszyklus aus. Darüber hinaus sind viele Arbeitgeber nach wie vor verunsichert und nehmen momentan eine eher abwartende Haltung ein. Trotz allem gibt es Möglichkeiten – auch überregional. Wer sich nur auf wenige Berufe konzentriert, vergibt eine große Chance. Man sollte sich auch nicht durch Vorurteile über bestimmte Berufe leiten lassen. Jede Ausbildung ist ein guter Start ins Berufsleben!“


Sonntag 21.04.13, 11:02 Uhr

Postkoloniale Entwicklungspolitik

Am Freitag, dem 3. 5. findet um 18:30 Uhr in der Ev. Fachhochschule, Raum 119 ein Vortrag von Chandra-Milena Danielzik und Daniel Bendix von „glokal“ statt zum Thema: „Postkoloniale Perspektiven auf Entwicklungspolitik“. In der Einladung heißt es: „Vor dem Hintergrund, dass Entwicklungspolitik bzw. Entwicklungshilfe üblicherweise als positives Gegenstück zu den kolonialzeitlichen Beziehungen zwischen globalem Norden und Süden gesehen werden, wird in diesem Vortrag der Frage nachgegangen, was Kolonialismus und Entwicklungspolitik/-hilfe miteinander zu tun haben könnten? mehr…


Samstag 20.04.13, 16:55 Uhr

Wasserstraße & Radfahren

In einer kleinen Dokumentation hat der ADFC kürzlich am Beispiel Wasserstraße aufgezeigt, wie weit die Verkehrsplanung in Bochum davon entfernt ist, als fahrradfreundlich zu gelten.  Einige Links funktionierten in dieser Ausarbeitung nicht optimal. Die korrigierte Fassung. Die Linksfraktion hat ebenfalls mit einem Antrag den Rat gezwungen, zu der vom ADFC aufgezeigten Fehlplanung Position zu beziehen.


Freitag 19.04.13, 14:15 Uhr

Wattenscheid bekommt einen
Betti-Hartmann-Platz
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Hannes Bienert (Foto), Sprecher der Antifa Wattenscheid ist ein ungewöhnlicher Erfolg gelungen: Die Bezirksvertretung Wattenscheid hat auf seinen Antrag hin und gegen die Empfehlung der Stadtverwaltung einstimmig beschlossen, dass der Wattenscheider Rathausplatz zukünftig Betti-Hartmann-Platz heißt. Betti Hartmann war das jüngste Wattenscheider Holocaust-Opfer. Die Schülerin wurde am 31. August 1942 als 15-Jährige im Vernichtungslager Auschwitz ermordet. Anlässlich ihres 70. Todestages hatte Hannes Bienert im vergangenen Jahr die Platzbenennung in einem Schreiben an die Bezirksvertretung angeregt. Die Stadtverwaltung reagierte wie erwartet: Sie empfahl eine Ablehnung des Vorschlages. Zur Begründung grub sie einen 17 Jahre alten Vorschlag aus, Straßen und Plätze nach ehemaligen Wattenscheider Bürgermeistern und Oberbürgermeistern zu benennen.
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Freitag 19.04.13, 13:23 Uhr

Kosten für Musikzentrum explodieren

Volker Steude vom Bürgerbegehren gegen den Bau des Konzerthauses schreibt: »Noch ohne dass der erste Spatenstich überhaupt getan wurde, ist jetzt in aller Stille öffentlich gemacht worden, was alle wissen mussten, aber Rat und Verwaltung immer wieder gezielt ignoriert haben: Gemäß der aktuellen Planungen wird das Musikzentrum 4 Mio. Euro teurer als geplant. Im Betriebsausschuss für die Eigenbetriebe berichtete Architekt Kock, dass, wie bereits befürchtet, die Gründung des Baukörpers aufgrund von Hohlräumen im Boden für die Architekten eine besondere technische Herausforderung darstellt. mehr…


Donnerstag 18.04.13, 19:54 Uhr

Zypern: Neues Hilfspaket für Banken

Die Bochumer Linkspartei schreibt: »Bochumer Abgeordnete aller Parteien beteiligen sich an einem politischen Angriff der Bundesregierung gegen die Demokratie und Sozialstaaten. Nur Sevim Dagdelen von den Linken stimmt im Bundestag gegen ein Rettungspaket für Zypern. Die Bochumer Abgeordneten Axel Schäfer von der SPD und Frithjof Schmidt von den Grünen stimmen gemeinsam mit Norbert Lammert von der Bochumer CDU für ein milliardenschweres Rettungspaket für Zypern. David Staercke, Kreissprecher der Linken in Bochum erklärt dazu: „Schäfer, Schmidt und Lammert beteiligen sich mit ihrem Ja zu den Hilfen an dem nächsten Angriff der Bundesregierung auf die Demokratie und die Sozialstaaten in Europa. Wie in Griechenland, Portugal und in Spanien sollen jetzt auch in Zypern mit Sozialkürzungen wieder einmal Banken und Konzerne gerettet werden – nicht etwa die Bevölkerung.“ mehr…


Donnerstag 18.04.13, 15:35 Uhr

DGB-Kongress gegen Rechts

Die DGB-Jugend Bochum ruft zur Teilnahme an dem Kongress des DGB NRW gegen Rechts in Duisburg auf. Der diesjährige Kongress steht unter dem Motto „Erinnern. Denken. Handeln. Nazis und Rassismus wirksam entgegentreten“. Dazu Tim Ackermann, Jugendbildungsreferent des DGB in Bochum: „In welcher Form Rassismus auch immer auftritt: Er propagiert ein antidemokratisches und menschenfeindliches Weltbild, dem konsequent die Stirn geboten werden muss. Staat und Zivilgesellschaft sind in der Pflicht, Ausgrenzung und Diskriminierung dauerhaft zu bekämpfen“. Anmeldungen können direkt im internet oder über tim.ackermann@dgb.de vorgenommen werden. mehr…


Donnerstag 18.04.13, 14:44 Uhr

Stimmen aus dem Stadtrat zu Opel

Zum erwarteten Beschluss des Opel-Aufsichtsrates, die Autoproduktion Ende 2014 in Bochum einzustellen, schickten die Linksfraktion, die Soziale Liste und die grüne Fraktion Stellungnahmen an bo-alternativ. de. Die Linksfraktion hat eine Resolution an den Betriebsrat von Opel geschickt: „Das gestrige Aus für Opel Bochum zum Ende von 2014 hat uns nicht mehr wirklich überrascht. Hat das Opel-Management doch in den letzten Jahren wenig Verhandlungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein gezeigt. Zum Teil werdet Ihr jetzt für Euer Nein zum Sanierungstarifvertrag kritisiert. Ihr hättet zu hoch gepokert. Doch wer weiß schon, was passiert wäre, wenn Ihr Ja gesagt hättet? Wir können Eure Argumente für das Nein sehr gut nachvollziehen und finden es beschämend, wenn jetzt Euch, der Belegschaft, der schwarze Peter zugeschustert wird. mehr…


Donnerstag 18.04.13, 14:24 Uhr
48 Gastro-Pleiten im letzten Jahr in Bochum

NGG fordert „Berufstest für Wirte“

48 Betriebe aus der Gastronomie in Bochum haben im vergangenen Jahr Insolvenz angemeldet. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG beruft sich dabei auf Zahlen des Statistischen Landesamtes NRW. Oft sei das Kneipensterben „hausgemacht“, so die NGG Ruhrgebiet. „Längst nicht jede Wirtschaft kann wirtschaftlich überleben. Denn ein Kneipenwirt muss immer auch Betriebswirt sein – heute mehr denn je“, sagt NGG-Geschäftsführerin Yvonne Sachtje. Ideen, kreative Konzepte und ein gutes Marketing seien notwendig, um eine Gastwirtschaft solide zu führen. Genau daran hapere es aber häufig. Leidtragende seien dann insbesondere die Beschäftigten. Ihnen drohe Job-Verlust und Arbeitslosigkeit. mehr…


Donnerstag 18.04.13, 14:05 Uhr
ver.di ruft zum Kita-Aktionstag NRW auf

Laut für ein besseres Kita-Gesetz NRW

Mit einem Aktionstag will die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft – ver.di am Freitag, dem 19. April, auf „die notwendige Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen hinweisen“. „Bis vor kurzem war eine schnelle Reform des KiBiz (Kinderbildungsgesetzes) in der Planung, die nach unseren Informationen wesentliche Verschlechterungen in den Kitas gebracht hätte.“ sagt die ver.di-Gewerkschaftssekretärin Agnes Westerheide. „Auch aufgrund der deutlichen Kritik der Beschäftigten und ver.di ist dieser Schnellschuss inzwischen vom Tisch.“ führt sie weiter aus. Ihr Kollege Thorsten Knüppel sagt: „Die NRW-Landesregierung hat ihren ursprünglichen Zeitplan aufgegeben und will sich mehr Zeit lassen mit dem Gesetzentwurf.“ Aktuell ist der Sommer 2013 dafür angepeilt, so dass das neue Gesetz im August 2014 in Kraft treten könnte. Eine Aussage kommt immer wieder: „Gründlichkeit vor Schnelligkeit!“ „Das freut uns,“ bewertet Thorsten Knüppel die aktuelle Situation, „denn ein weiteres schlechtes Kita-Gesetz können sich Beschäftigte, Kinder und Eltern nicht mehr leisten.
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Donnerstag 18.04.13, 12:51 Uhr
Wasserstraßenplanung als Prüfstein für Fahrradfreundlichkeit

Musterbeispiel für Fahrradfeindlichkeit

Ende eines Radweges

Ende eines Radweges

Die aktuellen Verkehrsplanungen für die Wasserstraße entwickeln sich nach Ansicht des Bochumer ADFC zum Prüfstein für die Fahrradfreundlichkeit der Stadt Bochum. „Wenn Politik und Verwaltung es ernst meinen mit der Verbesserung der Verkehrsverhältnisse für Fußgänger und Radfahrer und der Bewerbung bei der AGFS*, so der ADFC,  dann müssen sie hier und jetzt den Beweis dafür erbringen.“ Der ADFC Bochum hat alle Beschlüsse, Planungen, Anträge und Eingaben zu diesem Musterbeispiel für Verkehrsplanung und -politik in einem zweiseitigen Papier zusammengefasst. Anhand der Unterlagen wird sehr anschaulich, wie in Bochum Straßen geplant werden und wie im Vergleich dazu eine fahrradfreundliche Verkehrspolitik in Bochum aussehen müsste. Der „Prüfstein Wasserstraße“ des ADFC. mehr…


Mittwoch 17.04.13, 14:28 Uhr
ver.di unterstützt SchulsozialarbeiterInnen

Kampf um feste Arbeitsverträge

Der ver.di-Bezirk Bochum-Herne unterstützt die 40 Bochumer Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, die für den Erhalt ihrer Stellen kämpfen und auf weitere zahlreiche Unterstützung hoffen. In einer Erklärung von ver.di heißt es:  Eins ist sicher: die Schulsozialarbeit ist zu einem wichtigen Bestandteil des (Schul-)Alltags geworden und von den Schulen nicht mehr wegzudenken.  Die Schulsozialarbeit wurde durch die Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket einen großen Schritt vorangebracht. Neben den bereits bestehenden Landesstellen, die größtenteils an Gesamtschulen angesiedelt sind, wurden allein in Nordrhein-Westfalen seit 2011 ca. 1.000 neue Stellen geschaffen. In Bochum wurden Anfang 2012 rund 40 Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter bei der Stadt Bochum eingestellt, sie sind an 62 Schulen verschiedener Schulformen im Einsatz.
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Mittwoch 17.04.13, 13:55 Uhr
Sevim Dagdelen zur Aufsichtsratssitzung von Opel:

Massenentlassungen verhindern!

„Wenn der Opel-Aufsichtsrat heute in Rüsselsheim das endgültige Ende für das Bochumer Opel Werk beschließt, dann ist das nicht nur für die Beschäftigten des Werks und ihre Familien eine Katastrophe, sondern auch für etwa 40.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen, die von einer Autoproduktion in Bochum direkt oder indirekt abhängig sind. Mehr noch: Ich kann die Einschätzung des Bochumer Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkel nur unterstreichen, dass ein Aus für Bochum dramatische Auswirkungen für die Marke Opel haben wird. Es wird der schwärzeste Tag für die gesamte Marke sein. Opel wird ohne Bochum keine Zukunft haben“, bekräftigt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion. mehr…


Mittwoch 17.04.13, 13:04 Uhr
GEW kritisiert Trarifverweigerung der LandespolitikerInnen:

„Vordemokratische Arbeitgeberpolitik“

Die Tarifrunde 2013 hat für die Lehrkräfte nach Ansicht der Bochumer Gewerkschaft und Erziehung (GEW) nur zum Teil ein befriedigendes Ergebnis gebracht. Rückwirkend zum 1. Januar 2013 werden die Tabellenentgelte um 2,65 % und zum 1. Januar 2014 um weitere 2,95 % erhöht. „Mit der Erhöhung der Tabellenentgelte kann man leben. Sie decken die Inflationsrate, möglicherweise bleibt sogar ein kleines Plus“, so GEW-Sprecher Jochen Bauer. Auch mit der Urlaubsregelung, die einen einheitlichen Urlaubsanspruch von 30 Tagen vorsieht, ist man durchaus einverstanden. Problematisch sieht man innerhalb der GEW jedoch die Tatsache, dass die Arbeitgeber weiterhin einen Tarifvertrag für die Lehrkräfte verweigern. In Nordrhein-Westfalen sind davon immerhin 36.000 Lehrkräfte betroffen. „Das ist eine vordemokratische Arbeitgeberpolitik nach Gutsherrenart“, so Jochen Bauer. mehr…


Mittwoch 17.04.13, 12:00 Uhr

Hilfe! Die Toten Hosen kommen

Pro Asyl wird am 31. 5. und am 1. 6. im Ruhr-Stadion auf zwei Konzerten der „Toten Hosen“ Infostände durchführen, Flyer verteilen und Unterschriften für aktuelle Kampagnen sammeln. Für dieses Vorhaben werden an beiden Tagen noch viele Helferinnen und Helfer gesucht. Bei Interesse beim Flüchtlingsrat NRW melden: info@frnrw.de.


Mittwoch 17.04.13, 09:10 Uhr

China – eine kulinarische Himmelsreise

Am 20. April laden die Rottstr5 Kunsthallen zu „China – eine kulinarische Himmelsreise“ ein und schreiben in der Ankündigung: »Der Autor Marcus Hernig kommt direkt aus seiner Wahlheimat Shanghai, im Gepäck hat er sein aktuelles Buch „Eine Himmelsreise – China in 6 Gängen“, aus dem er ab 19 Uhr lesen wird. Zusammen mit Ihnen wollen wir eine vielschichtige und sinnliche Reise von mehr als 8000 Kilometern durch Chinas Kultur antreten. Marcus Hernig zeigt uns den Weg, China vom Bauche her zu verstehen – von der Politik bis zur Erotik des Ostens. Sie werden sich wundern, was Ihnen der Appetit auf chinesisches Essen alles offenbaren kann. Für die chinesischen Köstlichkeiten an diesem Abend sorgt der Koch Wim May. mehr…


Dienstag 16.04.13, 07:38 Uhr
Mehr als ein Viertel:

Das Gängeviertel in Hamburg

Captain Gips - Gängeviertel

Im Rahmen der Reihe „Interventionen – Stadt für alle“ laden Bahnhof Langendreer und Alsenwohnzimmer am Samstag, den 20.04., um 18.00, zu einer Veranstaltung mit Michael Ziehl vom Hamburger Gängeviertel ein. Die Veranstaltung findet im Nachbarschaftsladen Alsenwohnzimmer statt.Der Aktivist und Autor wird von der erfolgreichen Aneignung urbanen Raums erzählen  – in einer Stadt, in der praktisch jede freie Fläche in zentraler Lage von Investoren aufgekauft wird: Im August 2009 besetzten 200 KünstlerInnen und AktivistInnen die Reste des historischen Gängeviertels in der Hamburger Innenstadt. mehr…

Dienstag 16.04.13, 07:18 Uhr
Fahrradplanungen in Bochum:

Es geht noch schlechter

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub Deutschlands (ADFC) schreibt: »Die Stadt Bochum plant die Umgestaltung des Knotenpunktes Wasserstraße / Oviedoring. In Richtung Hattinger Straße soll die bestehende, sehr ungünstige Situation für Radfahrer nochmals verschlechtert und auf lange Sicht festgeschrieben werden. Wir haben dagegen mit einer Eingabe an die zuständigen Ausschüsse Protest eingelegt.  Es ist nicht vorstellbar, wie sich die Stadt Bochum noch in diesem Jahr bei der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte in NRW (AGFS) bewerben will, wenn sie solche Planungen vorlegt und umsetzt. Die Eingabe des ADFC.


Dienstag 16.04.13, 07:17 Uhr
Hartz IV, Grundsicherung im Alter, dauerhafte volle Erwerbsminderung

Crash-Kurs Hartz IV

Im neunten Jahr schon bietet das Projekt „Arbeit und Leben“ von DGB und die Volkshochschule an sieben Donnerstagen einen fortlaufenden kostenfreien Crash-Kurs Hartz IV an: »Vermittelt wird die Wichtigste aus Hartz IV und der Grundsicherung im Alter. Informiert wird auch über die angehobenen Mietobergrenzen. Häufig muss rückwirkend mehr gezahlt werden. Die Informationen durch die Behörden sind unzureichend. Die Welle an Widersprüchen und Klagen reißt nicht ab. Im Ankündigungstext der VHS heisst es: Auf Hartz IV bist Du schneller als Du denkst. Das Lebenseinkommen sinkt, im Alter bleibt oft nur die rentenergänzende Grundsicherung. mehr…


Montag 15.04.13, 17:33 Uhr
Sevim Dagdelen:

„Urteil gegen Fazil Say ist ein Skandal“

„Die Verurteilung des international renommierten Komponisten Fazil Say zu einer Haftstrafe von zehn Monaten auf Bewährung ist ein Skandal. Die AKP-Justiz will an Fazil Say ein Exempel statuieren, um Kritiker des Erdogan-Regimes mundtot zu machen. Der EU-Beitrittsprozess muss umgehend ausgesetzt werden, will man die AKP nicht noch für ihren Amoklauf gegen Demokratie und Menschenrechte belohnen“, erklärt die Bochumer Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen Der Linken, die auch Vizevorsitzende der deutsch-türkischen Parlamentariergruppe im Bundestag ist. Dagdelen weiter: mehr…


Montag 15.04.13, 17:27 Uhr

Die fliegenden Kobolde der Nacht

Der Arbeitskreises Umweltschutz Bochum schreibt: »Der lange vermisste Frühling lässt endlich die Natur erwachen. Nicht nur Frühjahrsblüher sprießen und Kröten wandern, nein auch Fledermäuse fliegen wieder durch die Nacht. Damit kommt auch der verschobene Fledermausbeobachtungsabend des Arbeitskreises Umweltschutz Bochum e.V. Die Spürnasenpass-Veranstaltung findet am 19.04.13 statt. Um 20.15 Uhr treffen sich alle an Fledermäusen interessierte Kinder am Ümminger See/Parkplatz Suntums Hof. Für Kinder ab 6 Jahre und ihre Eltern besteht wieder die Möglichkeit Fleder­mäuse aus der Nähe zu erleben.
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Montag 15.04.13, 09:22 Uhr
Veranstaltung von Bündnis gegen Rechts, ver.di und Jugendring

Schreddern, Spitzeln, Staatsversagen 4

Mit einem recht gelungenen Plakat wird auf eine Veranstaltung im Zusammenhang mit dem am Mittwoch in München beginnenden NSU-Prozess [update: Der Prozesse-Beginn ist inzwischen auf den 6. Mai verschoben] hingewiesen: Am Dienstag, den  30. April berichtet Kerstin Köditz um 19:30 Uhr im ver.di-Haus, Universitätsstr. 76  über ihre Arbeit im NSU-Untersuchungsausschuss in Sachsen. In der Einladung heißt es: »Bundeskanzlerin Merkel glaubt, dass jetzt alles getan werde, damit diese Dinge wirklich vollständig aufgeklärt werden“ „Diese Dinge“: damit ist die rassistische Mordserie des NSU gemeint. Von einer Aufklärung allerdings, gar von einer vollständigen, sind wir noch weit entfernt. Diese Einschätzung gilt für die Bundesebene, sie gilt auch für Bayern, Sachsen und Thüringen, also für jene Bundesländer, in denen es ebenfalls Untersuchungsausschüsse zum Thema gibt. In Thüringen handelt es sich noch immer um die „Zwickauer ZeIIe”, in Sachsen um das ,,Thüringer Trio“. mehr…


Montag 15.04.13, 08:52 Uhr
Stadtrundgang mit Wolfgang Dominik:

Auf den Spuren Ottilie Schoenewalds

Am Sonntag, den 21.4. um 14.00 Uhr startet an der Glocke auf dem Rathausplatz ein Stadtrundgang der VHS. In der Einladung heißt es: »Ziemlich genau vor 80 Jahren erreichte im April 1933 der kommunale und staatliche Terror gegen die deutschen Juden auch in Bochum seine ersten bis dahin ungeahnten Höhepunkte. Auf dem Stadtrundgang der VHS „Auf den Spuren Ottilie Schoenewalds in Bochum“ sollen in ca. zwei Stunden Orte, Stolpersteine, Gedenkstätten und Gebäude in der Innenstadt aufgesucht werden, an denen der Boykott jüdischer Geschäfte, Berufsverbote für Richter, Rechtsanwälte, Notare, Lehrer und Ärzte bis hin zur „Arisierung“ jüdischer Geschäfte, Zerstörung der Synagoge und schließlich Deportation und Massenmord gezeigt werden kann. mehr…


Montag 15.04.13, 07:47 Uhr

Festival n.a.t.u.r. findet statt!

Die OrganisatorInnen des Festivals n.a.t.u.r.  teilen mit: »Nach langer Phase der Unsicherheit und des Bibberns steht es endlich fest: Das Festival n.a.t.u.r. ‐ natürliche Ästhetik trifft urbanen Raum hat 27 Tage vor geplantem Festivalbeginn Grünes Licht vom NRW‐Ministerium zu einer noch notwendigen Unterstützung bekommen und kann nun das angedachte Programm angehen. Vom 8.‐19. Mai werden in Bochum an vielen Orten, vor allem im Kreativ Quartier und der Rotunde, unterschiedliche Veranstaltungen stattfinden.« Das Gießkannen-Foto von Max-Florian Kühlem haben die Festival-MacherInnen der Mitteilung beigefügt.


Sonntag 14.04.13, 21:49 Uhr

AnarchX-queere Semesterstartparty

Das Protestplenum an der Ruhr-Uni lädt ein: »Zum Auftakt in’s Sommersemester darf wieder gefeiert werden! Am Donnerstag, den 18. April 2013 findet ab 20 Uhr auf der Wiese vor HGB eine AnarchX-queere Semesterstartparty statt. Es spielen Krikela (Poesie-Punk aus Köln) und Faulenza (Anarcho-Liedermaching aus Bochum). Außerdem versuchen wir, eine vegane Volxküche an den Start zu bringen. mehr…


Sonntag 14.04.13, 13:10 Uhr
Gelungene Generalprobe für die Groß-Demo am 14. 9. in Bochum

„Die Verteilung in unsere Gesellschaft ist nicht nur ungerecht, sie ist obzön!“

Umfairteilen Aktionstag 13.4.2013 Bochum

In mehr als hundert Orten liefen gestern bundesweit Aktionen, Kundgebungen und Demonstrationen im Rahmen eines Aktionstages der Kampagne umFAIRteilen. Wie erwartet fand die größte Aktion mit mehr als 2.000 TeilnehmerInnen in Bochum statt. Es war damit eine gelungene Generalprobe für die bundesweite große Demonstration des Bündnisse, die acht Tage vor der Bundestagswahl am 14. September in Bochum stattfinden wird. Um fünf vor Zwölf begrüßte ver.di Geschäftsführerin Gudrun Müller die DemonstratInnen vor der ver.di Zentrale an der Universitätsstraße. Nach zwei kurze Reden vom stellv. Betriebsratsvorsitzenden von Opel, Murat Yaman und von Wolfgang Knop vom Personalrat der Stadt Bochum startete der Demo-Zug Richtung Innenstadt. Beim Passieren der Arbeitsagentur schilderte Josef Strzalka vom Arbeitslosen-Zentrum in Herne Beispiele für den Alltag mit Hartz IV und Armut in einem der reichsten Länder der Welt. Rolf Stein vom Bahnhof Langendreer erinnerte vor dem Schauspielhaus an die Situation der Soziokultur in Bochum. Hier mangelt es finanziell am Notwendigsten und gleichzeitig ist Geld für Prestigeprojekte wie das Konzerthaus vorhanden.
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