Archiv für den Monat: Dezember 2012


Mittwoch 12.12.12, 07:25 Uhr

Der spanische Bürgerkrieg 1936-1939

Am Mittwoch, den 19. Dezember laden die Initiative kritische Bildung Ruhrgebiet und die Falken Bezirk Westliches Westfalen um 19 Uhr zu einer Veranstaltung im Bahnhof Langendreer ein. Das Thema: Der spanische Bürgerkrieg 1936-1939. Der Ankündigungstext: »Im spanischen Bürgerkrieg 1936-1939 standen nicht nur die Nationalisten/Faschisten der Republik gegenüber. Auf der republikanischen Seite kämpften auch die reformistischen und revolutionären Strömungen miteinander. Dabei ging es im Kern um die Frage: „Muss man erst Franco schlagen und danach den Kapitalismus hinterfragen“ oder „kann man Franco nur schlagen, indem der Kapitalismus in Frage gestellt wird“?«


Dienstag 11.12.12, 21:39 Uhr

Weitere Reaktionen auf General Motors

Auch heute erreichten die Redaktion von bo-alternativ.de noch Stellungnahmen zur Ankündigung von General Motors die Autoproduktion in Bochum einzustellen.  Die Bochumer Piraten Partei schreibt in ihrer Erklärung: „Die Piratenpartei Bochum ist sehr enttäuscht über die Entscheidung des General-Motors-Konzerns, nach 2016 keine Fahrzeuge mehr in Bochum produzieren zu lassen.“ Für die Bochumer Jusos erklärt ihr Landesvorstandsmitglied Sebastian Hammer: „Hier werden Menschen aufgrund vermeintlicher kapitalistischer Sachzwänge in Existenzängste und Perspektivlosigkeit gedrängt. GM muss Verantwortung übernehmen!“ Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft schreibt in seiner Stellungnahme: „Es ist wichtig, den Blick nach vorne zu richten und das vorhandene Potenzial, sowie die bestehenden regionalen Wertschöpfungsketten als Basis neuer Technologien zu nutzen.“


Dienstag 11.12.12, 21:01 Uhr

Menschenrechtspreis von Iran Freedom

Am Samstag, den 15. Dezember verleiht die Initiative „Iran Freedom“ um 17 Uhr in der Christuskirche ihren Menschenrechtspreis 2012. In der Einladung heißt es: »Drei Jahre ist es her, dass im Iran Zehntausende auf die Straßen gegangen sind und ihre Rechte eingefordert haben. Die Demonstrationen der Grünen Bewegung waren Aufbruchsignal für das, was sich ein Jahr später zum Arabischen Frühling entwickelt hat. Zu dem Zeitpunkt allerdings war im Iran bereits jeder Aufbruch niedergeknüppelt, zu Tausenden waren die Demokraten in den Gefängnissen der Pasdaran verschwunden: Die Revolutionsgarde ist die Gestapo des Regimes. Bis heute müssen Demokraten aus dem Iran fliehen, viele von ihnen suchen Zuflucht in Europa. Eine breite exil-iranische Szene hat sich in Bochum entwickelt, sie vernetzt sich im Verein Iran-Freedom, um von hier aus den dauernden Protest gegen das Regime zu unterstützen. mehr…


Dienstag 11.12.12, 20:35 Uhr

Der Aufstand ist vorbereitet

Am Freitag, den 14.12. gastiert die Theaterinszenierung „Der Aufstand ist vorbereitet“ in der Rotunde. Der Ankündigungstext: »Das aufständische Leben ist zur abenteuerlichen Fantasie geworden. Faszination geht von Rebellen und Widerständigen aus. Nach einer gescheiterten Hausbesetzung in Essen im Jahr 2010, seinem eigenen kleinen Aufstand, suchte Hendricksen nach theoretischer Substanz. In einem Umfeld von verlängerter Jugend, von Szenekultur und Kunst suchte er nach den Vorläufer_Innen. mehr…


Dienstag 11.12.12, 19:45 Uhr

Treibgut im Freihafen

Die Initiative Treibgut präsentiert am Donnerstag, den 13. Dezember um 18.30 Uhr ihr neues Buch  „Pandoras Büchsenöffner“ in der Freihafen Galerie, Querenburger Höhe 121. Treibgut schreibt über das Buch: »Zwischen satirischen Erzähltexten von ‚Promis‘ wie dem Poetry-Slam-Vizeweltmeister 2008 Sebastian23 sowie Treibgut-Mitgründer Oliver Uschmann über postapokalyptische Prosa des zeitweilig für das Satiremagazin Titanic („Schlechte Verstecke“) tätigen Bochumer Autors und Künstlers Matthias Schamp finden sich dort auch eine Reihe lyrischer Texte bis hin zu einem kulturkritischen Essay und einem ebensolchen Dramulett. mehr…


Montag 10.12.12, 19:50 Uhr
Die Stadtverwaltung liefert Lesestoff für dunkle Winterabende:

Spannende Lektüre

Wie an dieser Stelle schon mehrfach betont, verdanken die Bochumer BürgerInnen dem gescheiterten NRW-Ministerpräsidenten Peer Steinbrück etliche erhellende Einblicke in den sozialdemokratischen Filz dieser Stadt. So hat die Stadtverwaltung jetzt zwei Mitteilungen verfasst, die ahnen lassen, wie die städtischen Tochterunternehmen z. B. die Eitelkeiten ihrer Unternehmensführung und die der Stadtspitze bedienen. In der Vorlage Nr. 20122604 „Atrium Talk“ beantworten die Stadtwerke auf 16 Seiten Fragen aus dem Rat zur Finanzierungs- und Vertragspraxis der Plauderstunden der Stadtwerke. In der Vorlage Nr. 20122605 „Zusammenarbeit Stadt Bochum mit Sascha Hellen und der Hellen Medien Projekt GmbH“ wird auf vier Seiten auf eine Anfrage der Sozialen Liste geantwortet. Hier gibt es unter der Überschrift „Sparkasse Bochum“ das verheißungsvolle Versprechen: „Ergänzend wird hierzu mündlich im nicht-öffentlichen Teil berichtet.“ Die Sparkasse weigert sich bisher hartnäckig, ihre Sponsorentätigkeit und die Kosten ihrer PR-Aktionen offenzulegen. mehr…


Montag 10.12.12, 19:28 Uhr

Reaktionen auf General Motors

Im Laufe des Tages erreichten nach Erklärungen Sevim Dagdelen und der Sozialen Liste, die wir veröffentlicht haben, eine Reihe von weiteren Stellungnahmen zum Thema Opel die Redaktion. Besonders bemerkenswert ist die Stellungnahme des Bochumer Grünen Bundestagsabgeordneten Frithjof Schmidt. Der stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen Bundestagsfraktion beendet seine Pressemitteilung mit den Worten: „Denn Eigentum verpflichtet.“ Dies ist in Bochum normaler Weise immer die Schlussbemerkung von Günter Gleising, Soziale Liste,  zum Thema Opel. Die Abgeordnete der Linkspartei Ingrid Remmers schreibt in ihrer Erklärung: „Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass soziale Verantwortung und Fairness gegenüber den eigenen Beschäftigten für die Manager in den Chefetagen Fremdworte sind“. Die DKP stellt in ihrer Mitteilung nicht zum ersten Mal fest: „Des weiteren zeigt sich wieder einmal deutlich, der Kapitalismus ist nicht reformierbar. Er gehört abgeschafft!“ Für die grüne Ratsfraktion erinnert Manfred Preuß in einer Erklärung an die vielen Ausbildungsplätze, die verlorenzugehen drohen.  Die Bochumer SPD Bundes- und Landtagsabgeordneten stellen in ihrer Erklärung fest: „Heute sehen wir das Ergebnis eines langen Zermürbungsprozesses durch General Motors (GM).“ Von „Zermürbungstaktik“ spricht auch die Oberbürgermeisterin in ihrer Verlautbarung. Für sie hat die Ankündigung von GM den Vorteil, dass der Stadtwerke- und Filzskandal medial in den Hintergrund rückt.


Montag 10.12.12, 17:10 Uhr

Der neue Film von Fatih Akin

MÜLL IM GARTEN EDEN - Trailer

Das endstation Kino schreibt: »Fatih Akin, am 29.11. von der Stadt Bochum mit dem Peter Weiss Preis ausgezeichnet, kommt 2006 nach Çamburnu, um im Heimatdorf seiner Großeltern das Finale seines Spielfilms Auf der anderen Seite zu drehen. Dank des mild-feuchten Klimas des Schwarzen Meeres leben die Bewohner seit Generationen vom Teeanbau, von der Fischerei und im Einklang mit der Natur. Doch dann fasst die türkische Regierung vor zehn Jahren den Beschluss, direkt oberhalb des Dorfes eine Mülldeponie zu bauen, die katastrophale Folgen für die Umwelt hat mehr…


Montag 10.12.12, 14:18 Uhr
Soziale Liste:

Solidarität mit OPEL-Belegschaft

Die Soziale Liste schreibt: »Die jetzt von der OPEL AG bekannt gegebene Beendigung der Autoproduktion in Bochum mit der Vernichtung von ca. 3.000 Arbeitsplätzen stellt die Belegschaft vor existenzielle Probleme. Das Aus für die 50jährige Tradition der Autoproduktion ist auch für die Stadt Bochum nicht zu bewältigen. Dies insbesondere in dem Kontext der zurückliegenden Schließung des Nokia-Werkes und der bekannten Probleme um den Erhalt der Stahlproduktion bei ThyssenKrupp. Die Entscheidung, die jetzt Thomas Sedran vom Opel-Vorstand bekannt gab, ist in Detroit gefallen und ein Ergebnis der US-dominierten Unternehmenspolitik. mehr…


Montag 10.12.12, 14:10 Uhr

Gregor Gysi: Schwarzer Tag

„Das ist ein schwarzer Tag für den deutschen Automobilbau. GM opfert den Standort, an dem der mit dem Goldenen Lenkrad 2012 ausgezeichnete Zafira produziert wird, weil andere Automarken dem Konzern wichtiger sind. Ein Bekenntnis zur Marke Opel jedenfalls sieht anders aus“, erklärt der Vorsitzende der Fraktion Die Linke, Gregor Gysi, zur heute der Belegschaft mitgeteilten Entscheidung, ab 2016 keine Autos mehr im Werk Bochum zu fertigen. Gysi weiter: mehr…


Montag 10.12.12, 13:35 Uhr

Samstag: Opel-Solidaritätsfest

Opel-Chef Thomas Sedran verkündete heute auf der Betriebsversammlung der Bochumer Opelwerke das Ende der Autoproduktion in Bochum. Anschließend verließ er fluchtartig den Ruhrcongress, ohne sich den Fragen und der Kritik der Belegschaft zu stellen.  Dass er die Bochumer Opelbelegschaft für sehr kämpferisch hält, machte er deutlich: Er hatte 40 Leibwächter mitgebracht. Auf einer anschließenden Pressekonferenz machten IG Metall und Betriebsrat deutlich, dass sie alles versuchen werden, um die Schließungspläne von Opel zu kippen. Nun müsse einerseits geprüft werden, wie sehr sich die Belegschaft auf die Solidarität der anderen Standorte, der Politik und der Menschen in der Region verlasse könne. Anderseits wird nun überlegt, welche Maßnahmen Opel so sehr weh tun, dass die Konzernleitung noch einmal über ihre Entscheidung nachdenkt. Der Betriebsrat erklärte, dass Opel die 50-Jahr-Feier des Werkes am nächsten Samstag nicht absagen könne. Hierzu gäbe es tarifliche Vereinbarungen. Das Fest am kommenden Samstag soll nun ein Zeichen der Solidarität mit der Belegschaft werden.


Sonntag 09.12.12, 11:07 Uhr
Ein Land am Rande des Krieges:

Masken des Alltags

Am Dienstag, den 18.12. findet um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer eine Veranstaltung zur aktuellen Situation in Mali statt. Referentin ist Gabriele Riedl-Kassogué. Sie ist Sozialwissenschaftlerin und arbeitet seit 2005 mit einer Unterbrechung in dem westafrikanischen Land. In der Einladung heißt es: »Mali ist in diesem Jahr erstmals auch in Deutschland in die „großen“ Schlagzeilen geraten. Leider nicht, weil sich das bisher als vorbildlich demokratisch geltende westafrikanische Land besonders gut entwickelt hätte, sondern weil – vordergründig ausgelöst durch den Libyen Krieg 2011, offensichtlich wurde, dass es hier viele potemkinsche Dörfer gibt. Nach einem spontanen Militärputsch im März 2012, der Folge von massiven Übergriffen von Tuaregs, Islamisten und Banditen im Norden des Landes war, ist das Land faktisch geteilt und steht am Rande eines Krieges, an dem sich nach Ansicht der Bundesregierung Deutschland beteiligen soll.«


Freitag 07.12.12, 18:39 Uhr

Nazis vor Gericht

Am Freitag, den 14. 12. findet vor dem Landgericht der Berufungsprozess gegen zwei Neonazis statt, die im November 2011 aus einer Gruppe heraus mehrere Jugendliche am S-Bahnhof Bochum-Langendreer angegriffen und drei Menschen verletzten haben sollen. Prozessbeginn ist um 10:00 Uhr im Raum C 148 des Landgerichts. Einer der beiden angeklagten Neonazis wurde zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt und legte daraufhin Berufung ein. Bei dem anderen – damals freigesprochenen – Neonazi ging schließlich die Staatsanwaltschaft in Berufung. Näheres zum ersten Prozess vor dem Amtsgericht ist u. a. zu finden bei bo-alternativ:  Nazis feiern im Gerichtsgebäude, bei der Antifa-Jugend: Bochum: Prozess gegen Daniel E. und Dennis H. oder bei back up: Gegen die Angst im Ruhrgebiet.


Freitag 07.12.12, 13:42 Uhr
Soziale Liste sieht Interessenskollision bei Prüfgesellschaft

Das Schneckentempo der Aufklärung

Die Soziale Liste schreibt: »Die jetzt von den Stadtwerken mit der Prüfung der Vorgänge um das Steinbrück-Honorar, sowie die Vorgänge bei den anderen Veranstaltungen im Rahmen des Atrium-Talks beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH ist in der Vergangenheit mehrfach sowohl für den Abgeordneten als auch für den Minister Steinbrück tätig gewesen. Außerdem hat Steinbrück am 17. Mai 2011 anläßlich eines Vortrages bei Ernst & Young in Frankfurt/M. ein Vortragshonorar von 15.000 Euro erhalten. Die Soziale Liste im Rat sieht hierbei eine Interessenskollision, die die Transparenz und Aufklärung zumindest erschwert und behindert. mehr…


Donnerstag 06.12.12, 17:41 Uhr
Comiclesung zur Situation von Flüchtlingen:

„Im Land der Frühaufsteher“

Am 13. Dezember, um 19.30, laden Bahnhof Langendreer und Medizinische Flüchtlingshilfe zu einer szenischen Comiclesung ins Studio 108 ein. Paula Bulling liest zusammen mit Maman Salissou Oumarou aus ihrer Graphic Novel „Im Land der Frühaufsteher“. Die junge Berliner Künstlerin hat darin ihre Gespräche und Begegnungen mit Asylbewerbern in Halle, Halberstadt und Möhlau dokumentiert.  Maman Salissou Oumarou, der aus Nigeria nach Deutschland flüchtete, ist selbst einer der Protagonisten. Er ist Schauspieler und studiert heute Regie in Köln. mehr…


Donnerstag 06.12.12, 11:46 Uhr
Demonstration für eine Bleiberechtsregelung

Duldung bedeutet dauernde Ungewissheit


Anlässlich der Innenministerkonferenz in Rostock hatte gestern die Initiative “alle bleiben!” deutschlandweit zu Aktionen für eine neue Bleiberechtsregelung auf. In Bochum beteiligen sich der Flüchtlingsrat NRW, die Medizinische Flüchtlingshilfe, das Bündnis gegen Rechts, das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur, Amnesty international  und andere Initiativen mit einer Kundgebung vor dem Hauptbahnhof an der Aktion. In einem Redebeitrag machte  Birgit Naujoks (Foto), die Geschäftsführerin des Flüchtlingsrates klar, worum es geht: »Etwa 90.000 Menschen leben mit einer Duldung in Deutschland. Das bedeutet, dass diese Menschen ausreisepflichtig sind, die Abschiebung jedoch aus unterschiedlichen Gründen ausgesetzt ist. Mit Duldung leben heißt leben mit vielen Einschränkungen. Es gibt keine Sprachförderungsangebote, der Zugang zum Arbeitsmarkt ist erheblich erschwert, die Menschen werden sehr oft in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Dadurch bestehen kaum Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe. Am schlimmsten ist jedoch die dauernde Ungewissheit, wie lange man noch in Deutschland bleiben kann. mehr…