Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes VVN – BdA Bochum lädt in Zusammenarbeit mit dem Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. am Donnerstag, den 25. Oktober um 19.30 Uhr in die Räume von ver.di, Universitätsstr. 76 (Hintereingang) zu einer Lesung mit anschließender Diskussion ein. Ulli Sander wird sein im Frühjahr erschienenes Buch »Von Arisierung bis Zwangsarbeit. – Verbrechen der Wirtschaft an Rhein und Ruhr« vorstellen. Der Eintritt ist frei. Ulli Sander, Bundessprecher der VVN – BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen) hat sich als wissenschaftlicher Autor seit Jahren um das Thema bemüht, unterstützt auch von Bochumer VVN-Mitgliedern, u. a. dem langjährigen VVN-Vorsitzenden Klaus Kunold. Viele Jahrzehnte konnten die Täter ihre Verbrechen und Komplizenschaft der Ruhrwirtschaft mit dem deutschen Faschismusverharmlosen, verleugnen, abstreiten oder sich sogar als Opfer der faschistischen Politik darstellen. Gedeckt wurden sie dabei aus interessierten Kreisen in der Wirtschaft, in der Politik, der und Justiz. mehr…
Freitag 19.10.12, 10:51 Uhr
Neukonfigurationen von Macht und flexibilisierten Ungleichheiten
Am 6./7. November findet an der Ruhr-Uni eine internationale Konferenz zu aktuellen Fragen von gesellschaftlichen Ungleichheiten statt. In der Ankündigung heißt es: »Die Geschlechterverhältnisse entwickeln sich heute paradox: Frauen werden in qualifizierten Berufen und auf Entscheidungspositionen der Politik zunehmend sichtbarer. Die meisten Frauen und auch Männer wollen heute ein Leben jenseits des Hausfrauen-Ernährer-Modells. Im Windschatten dieser Entwicklung zu mehr Gleichberechtigung zeigen sich aber vertiefende komplexe Ungleichheiten etwa nach Klasse und Migration. mehr…
Am 25. und 26. Oktober findet zum vierzehnten Mal das Festival des deutschen psychotronischen Films im Endstation Kino statt. Die Ankündigung verspricht: »An zwei Abenden sind Filmschätze des Ruhrgebiets wie Ferdinand Khittls Feuer an der Ruhr zu sehen . 1957, auf dem Zenit der Wirtschaftswunderzeit entstand eine bis heute wohl einmalige Selbstdarstellung des Ruhrgebiets. Getragen von überschäumendem Optimismus, lange, bevor die Kohlekrise auch nur in Sicht geriet, zeigt der Film den Pott von einem Freitag bis zum folgenden Montag – das Ende der Arbeitswoche, die Erholung am Wochenende und schließlich Montag früh zu Schichtbeginn. Ein faszinierendes Stück filmischer Archäologie und Soziologie. Zur Einführung spricht Paul Hofmann von der Kinemathek des Ruhrgebiets. mehr…
Die Initiative Bürgerbegehren „Musikzentrum“ schreibt: Ein weiterer Erfolg des Bürgerbegehrens zeichnet sich ab. Nachdem an diesem Wochenende 14.000 Unterschriften für das Begehren gefeiert werden können (fast 20% mehr als erforderlich), hat nunmehr der Regierungspräsident in seinem Schreiben an die Linksfraktion die Rechtsansicht des Bürgerbegehrens „Musikzentrum“ zur Zulässigkeit des Begehrens indirekt bestätigt (siehe unten). „Damit stehen die Chancen noch schlechter, dass die Rechtsdezernentin das Bürgerbegehren noch verhindern kann,“ erklärt Gregor Sommer vom Sprecherrat des Bürgerbegehrens. „Wir sind allerdings zuversichtlich, dass es gar nicht dazu kommt, dass der Rat versucht den Bürgerentscheid mit rechtlichen Tricks zu verhindern.“ mehr…
Der DGB Ruhr Mark schreibt: »Das Wintersemester hat begonnen und viele Studierende haben in dieser Woche ihre ersten Vorlesungen an der Ruhr-Universität. Die DGB-Jugend bietet ihnen an seinem Campus Office eine arbeitsrechtliche Erstberatung. Viele Studierende müssen jetzt nicht nur ihren Stundenplan erstellen. Laut der 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks arbeiten 68 Prozent der Bochumer Studierenden neben dem Studium. Daneben stehen auch organisatorische Fragen rund um BAföG und Praktikum auf der Tagesordnung. Die DGB-Jugend Bochum bietet zu diesen Themen gewerkschaftliche Beratung und Hilfestellung im Campus Office an. mehr…
Die Aktion pro Afrika lädt ein zu einem „Nachmittag des Austauschs am 1.11. von 15-18 Uhr im Bahnhof Langendreer: „Wir informieren über unsere Arbeit in Mali, die aktuelle Situation sowie die Perspektiven. Dazu gibt es zwei gute Filme über Mali, die das Leben im Land sehr gut darstellen. Wir möchten mit Euch ins Gespräch kommen , Kaffee und Kuchen teilen . Und für uns ist Mali mehr als Krieg, Katastrophe und Hunger. Es ist ein Land im Aufbruch mit wundervollen Menschen… „
Antifaschistisches Graffity für Opfer rechter Gewalt entstanden Das Politi-Café Azzoncao schreibt: »Gestern vor 15 Jahren verstarb am 17. Oktober 1997 der schwule Frührenter Josef-Anton Gera mit 59 Jahren im Bochumer St. Elisabeth Krankenhaus. Drei Tage zuvor, am 14. Oktober, war Josef Gera von den homophoben und rechten Obdachlosen Patrick K. und Uwe K. zusammengetreten und mit einem Stahlrohr zusammengeschlagen worden. Den fünfzehnten Jahrestag des Angriffs auf Josef Gera haben wir zum Anlass genommen in Bochum ein Graffiti gegen die deutschen Verhältnisse in den öffentlichen Raum zu stellen. Es ist allen Menschen in Deutschland gewidmet, die Opfer rechter Gewalt wurden. mehr…
Die Goldkante verspricht für den morgigen Donnerstag,dem 18. 10. ab 20 Uhr: »Zwei Autoren mit Ruhrgebietsbezügen, geben sich ein Stelldichein. Zunächst wird Matthias Schamp (Foto rechts), wohlbekannter Bochumer Lokalmatador, als Aktionskünstler in aller Herren Länder aktiv, eine ältere und eine aktuelle Kurzgeschichte vorstellen. Danach wird Enno Stahl, geborener Duisburg-Rheinhauser, heute in Neuss wohnhaft, seinen neuen Roman „Winkler, Werber“, erschienen im Verbrecher Verlag vorstellen, „ein genial erzähltes Sittengemälde des bundesrepublikanischen Neoliberalismus“ (Florian Schmid, Der Freitag). Beide Autoren, die schon seit zwei Jahrzehnten immer wieder in verschiedener Weise zusammen arbeiteten, sind für ihre große Lesefertigkeit bekannt, so dass ein ebenso amüsanter wie interessanter Abend zu erwarten ist. Moderiert von Markus Tillmann.
„Fazil Say steht stellvertretend für viele andere in der Türkei, denen der Prozess wegen Verletzung des Schutzes der Meinungsfreiheit gemacht wird. Tausende sitzen mittlerweile unter der Regierung Erdogan in Haft: Journalisten, kurdische Politikerinnen und Politiker, Gewerkschafter und viele andere mehr. Die Regierung Erdogan ist gefordert, diese politische Verfolgungswelle zu stoppen“, so Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken anlässlich der morgigen Anhörung im aktuellen Prozess gegen den international renommierten Pianisten und Komponisten Fazil Say in Istanbul. Say wird vorgeworfen, aufgrund eines scherzhaften Twitter-Eintrages die religiösen Gefühle des Volkes verletzt zu haben. Ihm drohen bis zu 18 Monate Haft. Dagdelen weiter: mehr…
Die Linksfraktion im Rat schreibt. »Mit einem Antrag zur nächsten Ratssitzung setzt die Linksfraktion das Thema Wahlbeteiligung auf die politische Tagesordnung in Bochum. Die Wahlbeteiligung sinkt in Deutschland allgemein und so auch in Bochum. Lag die Beteiligung bei der Ratswahl 2004 noch bei 53,71 % sank sie allein innerhalb von fünf Jahren auf 49,48 % (78,9 % bei der Bundestagswahl 2005 und 2009 nur noch 71,1 %). Dabei ist die Wahlbeteiligung in Ortsteilen mit niedriger SGB-II-Quote wie Brenschede / Stiepel relativ hoch (63,41 % Ratswahl 2009), während sie in strukturell benachteiligten Ortsteilen wie Goldhamme / Stahlhausen deutlich niedriger liegt (41,78 % Ratswahl 2009). mehr…
Am Freitag, 19. Oktober, ab 18:00 Uhr lädt die Projektgalerie – Rottstr5 zu einer Vernissage ein: „Augenmerk gilt den Skulpturen des Architekturstudenten Robin Baumbach. Mit seiner Arbeit „EPAL – Eine Palette als Lösung“ werden mit Europaletten entwickelte Formen und Möglichkeiten in unserer Halle zu sehen sein.“ Robin Baumbach entdeckte in der Schulzeit seine Leidenschaft für den Werkstoff Holz. Durch die parallele Ausbildung zum Tischler entwickelte sich sein Verständnis und das Gefühl für das Material Holz. „Der Gedanke ein Projekt mit der Europalette als Modul zu gestalten,“ so Robin Baumbach, „formte sich schon zu Beginn meines Studiums.“ Mit der Präsentation seines Konzeptes EPAL stellt sich Robin Baumbach mehrere Fragen: „Wo verläuft die Grenze von Architektur und Baukunst zu den bildenden Künsten und ob sie überhaupt im Zeitalter des erweiterten Kunstbegriffs existiert. Welchen skulpturellen Wert hat Architektur? Wie wichtig ist heutzutage die Auseinandersetzung des Menschen mit dem gebauten Raum und Material? Welche Position vertritt Architektur im erweiterten Kunstbegriff?“ mehr…
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat heute eindrucksvoll bewiesen, wie stark sie in den Bochumer AWO-Einrichtungen organisiert ist. Mehr als 150 AWO-Beschäftigte traten in den Warnstreik. Sie fordern einen Lohn, der nicht hinter dem Tarifen im öffentlichen Dienst zurückbleibt. Die für den Bereich zuständige Gewerkschaftssekretärin Agnes Westerheide (Foto rechts) deutete an, dass es demnächst wohl eine härtere Gangart mit dem AWO-Arbeitgeber geben wird. Ver.di hatte die Eltern in den KITAs langfristig auf den Streik hingewiesen und Notdienste in den Seniorenheimen organisiert. AWO Geschäftsführer Ernst Steinbach hat dieses Entgegenkommen offensichtlich ausgenutzt und mit Urlaubssperren und anderen Tricksereien StreikbrecherInnen organisiert. Die Streikenden zeigten sich bei einem morgendlichen Treffen im ver.di-Haus sehr kämpferisch. Schafkostüme, Schafsplakate und ein Schaf aus Holz untermauerten die Parole des Tages: Das Schweigen der Lämmer hat ein Ende. Fotos von der Streikversammlung.
Der Regierungspräsident Arnsberg hat den Beschluss des Rates zum Konzerthaus nicht, wie von der Linksfraktion gefordert, beanstandet. Die KonzerthausbefürworterInnen können sich über diese Entscheidung aber nicht so richtig freuen. Die Begründung des Regierungspräsidenten unterstützt nämlich die Rechtsauffassung der Initiative, die den Bau des Konzerthaus mit einem Bürgerbegehren verhindern will. Der Regierungspräsident argumentiert, dass der Rat im Rahmen seines Ermessensspielraum gehandelt habe. Als Bezirksregierung dürfe er aber nur eingreifen, wenn der Rat gegen geltendes Recht verstoße. Er stellt deshalb fest: »Zu den von Ihnen vorgetragenen Aspekten habe ich geprüft, ob hierin ein Verstoß gegen geltendes Recht vorliegt. 1. Soweit Sie die Nichterfüllung der Bedingungen des Ratsbeschlusses vom 09.03.2011 bemängeln, ist fraglich, ob ein einfacher Ratsbeschluss als ,,geltendes Recht“ im Sinne des § 122 GO anzusehen ist.« Das heißt, der Rat kann sich im Rahmen seiner Entscheidungsbefugnis über seinen eigenen Beschluss hinwegsetzen, in dem im März 2011 festgelegt worden war, dass das Konzerthaus nur gebaut werden darf, wenn bestimmte Finanzierungsvorbehalte rechtssicher ausgeräumt sind. Dr. Ralf Feldmann von der Linksfraktion hatte in seinem Schreiben an die Bezirksregierung nachgewiesen, dass diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Die Bezirksregierung hat aber in ihrer Argumentation recht, wenn sie feststellt, dass der Rat sich nicht an seinen eigenen Beschluss halten muss und dass die neue Entscheidung nicht gegen geltendes Recht verstößt. Die Stadt vertritt nun die Rechtsauffassung, dass der Rat im März 2011 die Entscheidung für das Konzerthaus getroffen habe und inzwischen die Frist verstrichen sei, in der ein Bürgerentscheid gegen den Bau des Millionenprojektes zulässig ist. Die Initiative für den Bürgerentscheid vertritt dagegen die Rechtsauffassung, dass erst der Ratsbeschluss im Juli diesen Jahres eine verbindliche Entscheidung für das jetzt als Musikzentrum firmierende Projekt bedeutet. Ein fristgerechtes Bürgerbegehren ist danach möglich. Die Argumentation des Regierungspräsidenten unterstützt die Auffassung der Bürgerinitiative. mehr…
Die Soziale Liste schreibt: »Die ungeheuerlichen Preiserhöhungen bei den Strompreisen gehen extrem zu Lasten der Menschen die Sozialleistungen (Hartz IV), ergänzende Leistungen bei zu geringen Einkommen erhalten oder von Menschen mit Löhnen am Rande der Mindestlohngrenze. „Vor allem sind auch Kinder und Alleinerziehende durch die drastisch steigenden Strompreise betroffen“, stellt Nuray Boyraz, Ratsfrau der Sozialen Liste fest.
Die Preise werden zum Skandal, wenn die Erhöhung der Strompreise für die Masse der Verbraucher damit begründet wird, dass die großen Stromfresser in Industrie und Unternehmen damit „entlastet“ werden. Hinzu kommt die Abwälzung der Kosten für die Betreibung der Strom-Windparks in der Nord- und Ostsee auf die Verbraucher und der Mehrwertsteueranteil, durch den der Staat allein durch die Erhöhung mehrere Milliarden zusätzlich einnimmt. Diese Politik hat mit „ökologischer Wende“ nichts zu tun. Sie dient einzig der finanziellen Ausplünderung der Haushalte. mehr…
Das Bochumer Friedensplenum schreibt: »Seit dem 30.08. gilt in Nordrhein-Westfalen eine überarbeitete Form der Kooperationsvereinbarung zwischen Schulen und Bundeswehr. Damit reagiert die rot-grüne Landesregierung auf die Kritik von Friedensorganisationen, terre des hommes und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Die fordern einen Stopp jeglicher militärischer Werbung bei Minderjährigen. Denn: Jede Werbung für Militäreinsätze widerspricht der UN-Kinderrechtskonvention, die auch Deutschland unterzeichnet hat. Sie schreibt fest, dass Kinder grundsätzlich nicht für den Militärdienst geworben werden dürfen und sie stattdessen zu Frieden, Toleranz und Völkerverständigung erzogen werden sollen. mehr…
Zu seinem 50-jährigen Bühnenjubiläum stellt der Rezitator Lutz Görner vom 28. November bis 1. Dezember vier Höhepunkte seiner Kunst vier Tage im Kunstmuseum Bochum vor. Der Ankündigungstext: »Der Mittwochabend gehört Heinrich Heine und seiner Fahrt von Paris nach Hamburg: „Deutschland – Ein Wintermärchen“. Seit 35 Jahren gehört es zu Görners Repertoire. Mehr als 1000 Mal hat er es vorgetragen. mehr…
Norbert Hermann bietet in der VHS einen Kurs zur „Craniosakrale Selbstbehandlung“ an. Der Ankündigungstext: »„Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann“ lautet ein weiser Spruch. Manchmal fühlt sich der Kopf allerdings an „wie in einem Schraubstock“ oder „Knoten im Gehirn“ behindern das freie Denken. Hier kann die Osteopathie des Schädels helfen. Seit einigen Jahren gibt es auch die Möglichkeit einer Unterstützung durch Selbstbehandlung.
Durch die Übungen soll vor allem der Kopfbereich entspannt und die Beweglichkeit der Schädelknochen unterstützt werden. Nicht als Selbstzweck, sondern um dem Gehirn mehr Leichtigkeit und Flexibilität zu ermöglichen. Die körpereigene Selbstregulation wird gefördert, das Körperbewusstsein erweitert. – Diese Methode ist erst vor etwa 20 Jahren u.a. vom Kursleiter in Deutschland eingeführt worden und erfreut sich zunehmenden Zuspruchs. In Zeiten wachsender Stressbelastung kann sie Beschwerden vorbeugen und helfen zu lindern. mehr…
DJELEM DJELEM - ЖЕЛЕМ ЖЕЛЕМ by Latcho Russian Gypsy Music - Marienthaler Lichterabend
Am Samstag, den 20. 10.tritt um 20.oo Uhr im Bochumer Kulturrat die Gruppe Latcho auf. Der Einladungstext: »Die Veranstaltung wird geprägt von Musik der Sinti und Roma und gehört damit auch in das Programm der Anne Frank-Kulturwochen, aufgrund ihres besonderen Engagements für diese Randgruppen. Mitreißende Melodien in der Tradition russischer Zigeunerlieder, eine virtuose Verbindung von feurigem Temperament mit zart berührender Melancholie: Die vier Musiker von LATCHO nehmen den Faden der Tradition wieder auf. Ihre musikalischen Wurzeln liegen in der Musik der russischen Zigeuner, die aber auch rumänische, ungarische, griechische, serbische und andere Zigeunerklänge des Balkans einbeziehen und mit leicht jazzigen und barocken Klängen ein fantasievoll mitreißendes Klangbild bilden. mehr…
Der Arbeitskreis im Gen-Archiv/Impatientia e.V., in dem auch ein Reihe Aktive aus Bochum mitarbeiten, lädt am Samstag, den 10, November in Essen zu einer Tagung ein unter dem Motto: „Standardisiert & verarmt: wie Kranke und Pflegende profitabel gemacht werden“. In einem Aufruf für das Treffen heißt es: „Ironie der Gegenwart: Standard & Poors drohte im Januar 2012, der Anstieg der Gesundheitskosten könnte für die Industrienationen den Verlust ihrer Kreditwürdigkeit bedeuten. Dabei wurde im Gesundheitswesen doch alles getan und verordnet, was dem Namen und den Zielen der Ratingagentur gerecht wird: Seit Jahren werden mit viel Aufwand PatientInnen, Krankheiten, Therapien und Pflege normiert und standardisiert. Nicht mehr Kranke mit ihren individuellen Leiden und Erfahrungen stehen bei dieser Entwicklung im Mittelpunkt. Höchstes Ziel ist vielmehr die Anwendung statistisch ermittelter Durchschnittstherapien auf statistisch hergestellte Durchschnittsmenschen.“ Der Aufruf im Wortlaut. In der Einladung heißt es: „Seit Jahren wird versucht, das Gesundheitswesen in einen berechenbaren und gewinnbringenden Wachstumsmarkt zu verwandeln. Ärztliches und pflegerisches Handeln wird immer weniger von der Begegnung mit den einzelnen Patientinnen und Patienten, sondern immer mehr von ökonomischen und statistischen Vorgaben bestimmt. Der Einladungsflyer. ReferentInnen der Tagung sind: Cornelia Baumgart, Beate Zimmermann, Heinz-Harald Abholz, Barbara Duden, Silja Samerski, Marianne Gronemeyer, Reimer Gronemeyer und Charlotte Jurk.
Samstag 13.10.12, 12:18 Uhr
Planungsstand zu Sammlung und Behandlung von Bioabfällen
Der BUND in Bochum lädt ein: »Laut Kreislaufwirtschaftsgesetz vom 24. Februar 2012 sind spätestens ab Januar 2015 Bioabfälle getrennt zu sammeln. Welche Möglichkeiten der Umsetzung von Sammlung, Vergärung oder Kompostierung gibt es? Welche Erfahrungen aus anderen Städten liegen hierzu vor? Wie ist die Situation in Bochum? Welche Forderungen hierzu stellt die BUND Kreisgruppe Bochum? Diese Fragen werden beim öffentlichen Vortrag am Mittwoch, den 24. Oktober, um 19 Uhr im Umweltzentrum Bochum, Alsenstraße 27, aus Sicht des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Kreisgruppe Bochum erörtert. Der Vortrag richtet sich dabei an Laien und Fachleute gleichermaßen. Anschließend wird Jörg Pfeil vom USB die bisherigen Planungen und erfolgten Schritte in Bochum erläutern, so dass danach auf Fragen des Auditoriums eingegangen und der ein oder andere Punkt diskutiert werden kann. mehr…
Der gemeinnützige Verein „Haskey-Projekt Ghana e.V.“ entwickelt und fördert ein Projekt zur Hilfe für Kinder mit geistigen Behinderungen in Kumasi/Ghana. Um dieses Projekt und die Arbeit des Vereins bekannter zu machen, aber auch, um die finanzielle Unterstützung für unser Projekt zu verbessern, findet am Sonntag, den 21. Oktober um 14 bis 19 Uhr im Bahnhof Langendreer eine Kultur- und Informations-Veranstaltung statt. In der Einladung heißt es: »Den Besuchern und Besucherinnen werden wir dabei Live-Musik, die überwiegend afrikanischen Ursprungs ist oder zur „Weltmusik“ gezählt werden kann, ghanaisches Essen, eine Tombola, Kinderangebote und nicht zuletzt Informationen über das Haskey-Projekt (Haskey heißt Licht) und die Arbeit des Vereins bieten können. Als musikalische Gäste werden wahrscheinlich (ohne Gage) der Saxofonist Wolf Codera, mehrere Trommler, ein Tänzer von „Adesa“, die „Krachmacher“ (eine Percussions-Band mit Menschen mit psychischen Behinderungen) u.a.m. auftreten. Eintritt: 5 €, Kinder frei. « Der Selbstdarstellungsflyer des Projektes.
„Die Europäische Union hat den Friedensnobelpreis nicht verdient. Im Gegenteil: Ganz nach dem Motto ‚Krieg ist Frieden‘ des Romans 1984 trägt die Preisverleihung Orwellsche Züge. Die Militarisierung der EU, ihre aggressive Außen- und Sicherheitspolitik mit zahlreichen Missionen weltweit wie auch die Verankerung einer Aufrüstungsverpflichtung und einer eigenen Rüstungsagentur im Vertrag von Lissabon erhalten jetzt den Glorienschein des Friedensnobelpreises. Statt Whistleblower wie Bradley Manning und Julian Assange stellvertretend für tausende Menschen, die unerschrocken für den Frieden eintreten und dafür verfolgt werden, auszuzeichnen, setzt das Nobelpreiskomitee die Tendenz fort, seinen Friedenspreis an Protagonisten der vorherrschenden und mit Krieg durchsetzten Weltordnung zu verleihen. Es muss für die Zukunft befürchtet werden, dass auch noch weitere Militärpakte, wie die NATO, ausgezeichnet werden.“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Mitglied des Bundestages anlässlich der Auszeichnung der Europäischen Union mit dem Friedensnobelpreis. Dagdelen weiter: mehr…
Die Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt ( AWO ) in Nordrhein – Westfalen sind für Dienstag den 16.10. zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. „Mit dem ganztägigen Streik will ver.di den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch zu legen“, erklärt Agnes Westerheide, Gewerkschaftssekretärin im Fachbereich 3 des ver.di Bezirks Bochum–Herne. „Dieser Warnstreik ist eine letze Warnung an die Arbeitgeber. Wenn nach den Verhandlungen am 21. Und 22.Oktober kein Ergebnis vorliegt, wird es für die Arbeitgeber deutlich unangenehmer“. ver.di fordert für die AWO-Beschäftigten eine Erhöhung der Entgelte um 6,5 Prozent für 12 Monate, mindestens jedoch 200 Euro. Auszubildende sollen 100 Euro monatlich mehr und eine angeglichene Zulagen Regelung für Dienste zu ungünstigen Zeiten bekommen. Für ver.di –Mitglieder will die Gewerkschaft zusätzlich freie Tage aushandeln. mehr…
Die Soziale Liste im Rat schreibt in einer Pressemitteilung: »Die Schließung des Bades, die zahlreichen Leerstände in der Stadtbadgalerie und ein möglicher dritter Eigentumswechsel der Immobilie markieren einen erneuten Tiefpunkt der Bochumer Stadtpolitik. An dem Beispiel „Stadtbadgalerie“ wird deutlich, wie in der Bochumer Kommunalpolitik nicht mehr die Interessen der Bochumer Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt stehen, sondern die Verwertungsinteressen der Konzerne und Investmentgesellschaften zunehmend die Bochumer Politik bestimmen! Der gegen größtes bürgerschaftliches Engagement und Widerstand durchgesetzte Abriss des Stadtbades, die Vermarktung des Geländes und der Bau des Hochhauses Stadtbadgalerie durch die Häusser-Bau Immobilien (Bochum) sollte ein weiterer „Leuchtturm“ für die Bochumer Stadt werden. Zur Beruhigung der GegnerInnen des Projektes wurde eine Verpflichtung des Investors festgeschrieben, für 10 Jahre ein Schwimmbecken mit angeschlossener Sauna zu betreiben bzw. betreiben zu lassen. Diese Verpflichtung der Häusser-Bau läuft am 31.12.2012 aus und soll offensichtlich nicht verlängert werden. Über das Zwischenspiel „Rohrbruch“, „vorläufige Schließung“ und den Versuch, die Kosten auf die Stadt Bochum abzuwälzen, ist nun offensichtlich das Ende der Innenstadtschwimmhalle gekommen. mehr…
Die Bevollmächtigte der IG Metall Bochum-Herne Ulrike Kleinebrahm und der Betriebsratsvorsitzende von Opel Bochum Rainer Einenkel informieren in einem Flugblatt über die aktuellen Verhandlungen bei Opel: »Gestern haben die IG Metall und die Betriebsratsvorsitzenden der deutschen Standorte mit dem Vorstand der Adam Opel AG über ihre Forderung nach einem langfristigen Wachstumskonzept für Opel verhandelt. Ziel ist es, die Zukunft der Kolleginnen und Kollegen und ihrer Familien zu sichern. Das Konzept muss Folgendes enthalten: mehr…
Donnerstag 11.10.12, 18:56 Uhr
Neuer DGB/VHS-Kurs „Arbeit und Leben“ ab 25. Oktober
Im achten Jahr schon bietet das Projekt „Arbeit und Leben“ von DGB und Volkshochschule an sieben Donnerstagen einen fortlaufenden kostenfreien Kurs an. Vermittelt wird die Wichtigste aus Hartz IV und der Grundsicherung im Alter. Informiert wird auch über die angehobenen Mietobergrenzen. Häufig muss rückwirkend mehr gezahlt werden. Die Informationen durch die Behörden sind unzureichend. Nicht umsonst nennen Berliner Wohlfahrtsverbände ihren rollenden Beratungsbus, mit dem sie in Berlin jeden Tag vor einem anderen Jobcenter stehen, „Irren ist amtlich – Beratung kann helfen“. Die Welle an Widersprüchen und Klagen reißt nicht ab. Im Ankündigungstext der VHS heißt es: mehr…
Die Initiative für einen Bürgerentscheid gegen das Konzerthaus schreibt: »Erneut ein peinlicher Auftritt von Kulturdezernent Townsend. Am 04.10. ließ er über die Pressestelle der Stadt verbreiten: „Es ist reine Polemik, wenn … behauptet wird, dass Bibliotheken und Schwimmbäder für das Musikzentrum geschlossen werden.“ Jetzt zeigt sich, dass genau das Realität geworden ist. Das Stadtbad, das modernste Bad der Stadt wird nur 10 Jahre nach der Fertigstellung für immer geschlossen, weil die Stadt die Unterhaltskosten von zusätzlichen 120.000 Euro (bisher 76.000 Euro, Quelle RN) nicht mehr aufbringen kann. „Die Stadt ist nicht in der Lage das erforderliche Geld aufzubringen, da sie bereits Mehrausgaben in Höhe von 2,6 Mio. für das Musikzentrum zusätzlich einplanen muss und 4-6 Mio./ Jahr für die Jahrhunderthalle, spätestens, wenn die Subventionen des Landes auslaufen. Da bleibt kein Geld für zusätzliche Ausgaben in anderen Bereichen. Diese Vorgänge kommen einem wirtschaftlichen Offenbarungseid gleich,“ so Dipl. Betriebswirt Wolfgang Hoinko aus dem Sprecherrat des Bürgerbegehrens. mehr…
Am Donnerstag, den 11. Oktober findet ab 15 Uhr auf dem Husemannplatz eine Mahnwache unter dem Motto „Nein zum Krieg! Hände weg von Syrien und dem Nahen Osten“ statt. In dem Aufruf von DIDF – Föderation der demokratischen Arbeitervereine heißt es dazu: „Der türkisch-syrische Konflikt spitzt sich weiter zu. Die Situation droht zu eskalieren und die Kriegsvorbereitungen nehmen Fahrt auf. Während die Regierungspartei AKP und auch die ultranationalistische MHP, auf Grundlage der Anti-Terrorgesetze der türkischen Armee am 4.10.2012 eine Interventionsermächtigung auch für die kurdischen Gebiete Syriens erteilten, stimmten Sozialdemokraten (CHP), die Vereinigung der Kongress der Völker (HDK) und die kurdische BDP gegen einen Kriegseinsatz. Mit dem Beschluss des Parlaments ist die Türkei nun befugt jederzeit in andere Nachbarländer einzumarschieren. Auch in syrisch-kurdische Gebiete. Somit spitzt sich die Kriegsgefahr weiter zu. Ein Krieg zwischen der Türkei und Syrien hätte fatale Folgen für die gesamte Region im Nahen Osten. mehr…
Anlässlich des 50 Jahrestages der Eröffnung der Bochumer Opelwerke und die durch die Verschiebung der Jubiläumsfeier ausgelösten neuen Befürchtungen einer Werksschließung, weist Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste, auf die hohen Subventionen der öffentlicher Hand zur Ansiedlung von Opel in Bochum hin: »Die damaligen 250 Mio. DM, die das Land und die Stadt Bochum für Subventionen, Entschädigungen, Stilllegungsprogramm, Bürgschaften, Infrastrukturmaßnahmen und Geländeaufbereitungsmaßnahmen geleistet haben, werden bei den aktuellen Darstellungen und Erinnerungen schlichtweg „vergessen“. Allein die Stadt Bochum hat vor 50 Jahren 100 Mio. DM für die Opelansiedlung aufgebracht. mehr…
Wie fahrradfreundlich ist Ihre Stadt? Diese Frage stellt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) jetzt im fünften Fahrradklima-Test. Mithilfe von 27 Fragen in fünf Kategorien auf Fragebögen oder im Internet unter www.fahrradklima-test.de können RadfahrerInnen bis zum 31. Oktober 2012 deutschlandweit die Fahrradfreundlichkeit ihrer Heimatstädte bewerten. Mit Spannung sieht der ADFC Bochum dem Abschneiden der Stadt Bochum entgegen und ruft die radelnden Bürgerinnen und Bürger auf, die Situation in ihrer Gemeinde zu bewerten. 1991, beim ersten Fahrradklima-Test, bekam Essen die „Rostige Speiche“ für das schlechteste Ergebnis. Danach ging ein Ruck durch die Stadt. Essen musste fahrradfreundlich werden. Seit 1995 ist Essen Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V. (AGFS). Bochum ist auch 2012 noch nicht in der AGFS. mehr…
Das Protestkomitee an der Ruhr-Uni lädt ein: »Am Donnerstag den 11. Oktober veranstalten wir einen alternativen Erstirundgang, bei dem wir Euch die wirklich spannenden Ecken des Campus zeigen wollen. Der Treffpunkt ist um 16 Uhr vor der Univerwaltung. Was sind die O»rte studentischer Selbstverwaltung, der Frauenraum oder das politische Archiv an der RUB? Wo kann mensch wild plakatieren, was hat es mit den Kameras an den Einfahrten auf sich und warum riecht es hinter dem GC-Gebäude ständig nach Gras. Warum sind die Unigebäude eigentlich nach 21 Uhr geschlossen und was kann mensch dagegen tun? Warum wurden in den letzten Jahren das Audimax, das TUZ, das HZO10 oder das Rektorat im Rahmen von Studiprotesten besetzt? Und woher kommt eigentlich das dumpfe Pochen aus dem Keller des NB-Gebäudes? Auf diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam eine Antwort suchen. /Achtung: der Rundgang ist eine Mischung aus Politthriller und Horror-Splatter und somit nichts für zart besaitete Nerven. Festes, wasserdichtes Schuhwerk wird empfohlen! /«
Der DGB Ruhr Mark warnt: „Die Hälfte aller Frauen sowie der Geringqualifizierten und der ausländischen Beschäftigten sind von Altersarmut bedroht. Dies geht aus einer Sonderauswertung der Beschäftigtenstatistik hervor.“ Erstmals hat der DGB differenzierte Daten zu den Verdienstunterschieden in Bochum vorgelegt, die auf den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung beruhen. “ Weiter heißt es in der Erklärung des DGB: »Vollzeitbeschäftigte mit sozialversichertem Job verdienten 2010 in Bochum durchschnittlich 2.883 € brutto im Monat. Einmalige Leistungen wie Überstundenzuschläge oder Weihnachtsgeld sind dabei berücksichtigt und Auszubildende nicht mitgezählt. Danach verdienten Vollzeitbeschäftigte in Bochum zwar durchschnittlich 44 € im Monat mehr als im nordrheinwestfälischen Landesdurchschnitt, viele Menschen werden aber nach ihrer Berufstätigkeit keine auskömmliche Rente erhalten.
Es zeigen sich große Unterschiede zwischen den Beschäftigtengruppen: mehr…
Freitag, der 12. Oktober steht im Sozialen Zentrum ganz im Zeichen des Films. Die Bingo-Crew lädt ein: „25 Zitate für ein Kino-Hallelujah warten auf euer Wiedererkennen. Die Film-Auswahl erstreckt sich vom Schwarz-Weiß-Klassiker bis zum Action-Blockbuster, von Kubrick bis Tarantino. Damit es mit der Lösung nicht zu einfach wird, spielen wir euch allerdings lediglich die Audiospur vor. Wer zwischendurch auf dem Schlauch steht, kann bei Multiple Choice-Antworten noch das Glück bemühen. Die besten drei Kino-ExpertInnen dürfen sich am Ende über Zuwachs in der heimischen Mediathek freuen.“ Geöffnet wird um 20:00 Uhr. Das Quiz beginnt gegen 21:00 Uhr. Es gibt veganes Essen und (vegane) Cocktails.
Ganz im Zeichen der irischen Literatur und Musik steht die Eröffnung der Kleinkunstsaison im Bochumer Biercafe am Shakespeareplatz. In der Einladung heißt es: »Nach der Sommerpause startet der Kleinkunstveranstalter selbstbewusst in die neue Veranstaltungssaison von Oktober bis April. Am Mittwoch, 10.10.12, steht die seit einem Jahr laufende neue Literaturreihe im Zentrum des Geschehens. Johannes Fischer von der Bücherei Napp wird Texte aus Irland, u.a. von Bobby Sands, vortragen. Aufgelockert werden die Leseblöcke von kurzen akustisch-musikalischen Zäsuren durch Bolle, dem irish folk Fachmann, und Dieter Exter. Dirk Oltersdorf moderiert die Veranstaltung und liefert zudem komprimierte Buch- und Kino-Tipps.« Der Eintritt ist frei.