Die Soziale Liste schreibt: »In der Ratssitzung am Donnerstag, 24.11.2011, will der Rat der Stadt Bochum drastische Erhöhungen der Entgelte bei der Stadtbücherei beschließen. So sollen die BenutzerInnen-Ausweise für Erwachsene von 18 auf 30 Euro erhöht werden. Die Familienausweise von 20 auf 34 Euro. Auch die ermäßigten Ausweise, Tagesausweise und die Gebühren für Säumnisentgelte sollen deutlich steigen. mehr…
Am vergangenen Samstag fand eine Kundgebung der Radikalen Linken Bochum im Rahmen der Kampagne „war starts here“ vor der Bochumer BP-Zentrale an der Wittener Straße statt. Zum Bericht über die Demo.
Der AStA der Ruhr-Uni schreibt: »Jährlich sterben an der Ruhr-Universität rund 12.000 Tiere allein in der Forschung. Der „Tierverbrauch“ von Lehrveranstaltungen ist hier noch nicht mitgerechnet. Trotzdem wird über das Thema auf dem Campus wenig gesprochen. Dies soll sich ändern: Am kommenden Montag um 19 Uhr lädt der AStA im Zuge seiner Veranstaltungsreihe „Montag kontrovers“ zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Tierversuche ins KulturCafé ein. Auf dem Podium Platz nehmen werden Prof. Dr. Ulf Eysel (Prorektor für Forschung an der Ruhr-Uni, Mediziner), André Schmidt (Menschen für Tierrechte e.V., Biologe) sowie AStA-Referent Jan Keitsch als Moderator. mehr…
Klaus Kuliga, der Vorsitzende des Bochumer ADFC, kritisiert die Planungen für den Ausbau der Linie 310 in Langendreer, die die Bezirksregierung Arnsberg jetzt offenbar genehmigt hat: »Der ADFC Bochum hat gegen die vorgelegte Planung bis zuletzt scharf protestiert. In wesentlichen Teilen ist die Planung unbefriedigend und teils sogar verkehrsgefährdend. Gravierende Mängel gibt es in drei Bereichen: S-Bahnhof Langendreer, Kreuzung Langendreer Markt und Hauptstraße. Am S-Bahnhof Langendreer haben die Bogestra und die Stadt Bochum bis zuletzt an einer Radwegplanung festgehalten, die nicht mit der Straßenverkehrsordnung und erst recht nicht mit den ERA 2010 in Einklang zu bringen ist. Im Wesentlichen ist hier eine aufgehübschte Varaiante der jetzt bestehenden, völlig untauglichen und verkehrsgefährdenden Radwege geplant. Bochum will also im Jahr 2012 Radwege bauen, die nicht einmal dem Stand der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts entsprechen. mehr…
Am 5. Dezember findet in Bonn die sogenannte „Afghanistan-Konferenz“ der kriegsführenden Staaten in Afghanistan statt. Dazu schreibt die Linksjugend, solid: »Regierungsvertreter aus über 90 Ländern kommen in Bonn zusammen, um über vermeintliche Perspektiven für Afghanistan zu diskutieren. In Wirklichkeit geht es darum, die verheerende Bilanz von zehn Jahren Krieg in Afghanistan schön zu reden. Aus Sicht der Linksjugend [`solid] ist dies keine Konferenz mit neutraler Zusammensetzung, sondern der Versuch der NATO-Staaten, das Land unter ihrer Kontrolle zu halten und der afghanischen Bevölkerung das Recht auf Selbstbestimmung weiterhin zu verwehren. Doch dagegen formiert sich Widerstand: Unter dem Motto „Sie reden von Frieden, sie führen Krieg“, mobilisiert die bundesweite Friedensbewegung vom 3. bis 5. Dezember nach Bonn, um ein Zeichen gegen den anhaltenden Krieg in Afghanistan zu setzen. mehr…
Das Programm für das 19. blicke – filmfestival des ruhrgebiets vom 24.–27. November im Bahnhof Langendreer steht nun fest: Es wird 27 Filme im Wettbewerb zeigen. Erstmalig dabei außerdem ein Filmprogramm, das Studierende der Fachhochschule Dortmund selbst zusammengestellt haben. Die ausgewählten 13 kurzen Seminararbeiten sind am Samstag um 15 Uhr zu sehen. In einer ausführlichen Pressemitteilung wird auch das Rahmenprogramm des Festivals beschrieben: mehr…
Das Bochumer Bündnis gegen Rechts hat eine Zeitung veröffentlicht, mit der über die Grauen Wölfe aufgeklärt wird. Diese Zeitung gegen Rechts soll in den nächsten Tagen schwerpunktmäßig in Dahlhausen verteilt werden. Das Blatt informiert über die Geschichte der Grauen Wölfe und setzt sich mit ihrer faschistischen Ideologie auseinander. Es werden Alternativen zu ihrer Spaltungs- und Ausgrenzungspolitik aufgezeigt. Im Mittelteil der Zeitung begründen neun prominente BochumerInnen, warum sie den Grauen Wölfen „die Rote Karte“ zeigen. Die Zeitung als PDF-Datei.
Am Dienstag, den 22. November sollte eigentlich eine ganz normale Werbeveranstaltung der ev. Kirche stattfinden. Der Hans-Ehrenberg-Preis wird an die ev. Pastorin Antje Vollmer vergeben. Damit sollte daran erinnert werden, dass es in der ev. Kirche auch vereinzelte Pastoren gegeben hat, die sich gegen den Hitlerfaschismus gewandt haben. Und grün liegt im Trend: Seht her, eine prominente Grüne ist ev. Pastorin. Der Schuss ging nach hinten los. Antje Vollmer wird in der Begründung für die Preisverleihung dafür gerühmt, dass sie den „Runden Tisch Heimerziehung“ moderiert hat. Opfer der Heimerziehung werden nun um 17.30 Uhr vor der Christuskirche demonstrieren. Sie sind zornig über Antje Vollmer und die Art und Weise, wie sie mit ihnen umgegangen ist. Aus der PR-Veranstaltung wird damit ein Medienereignis, das daran erinnert, wie brutal auch die ev. Kirche in ihren Einrichtungen mit Heimkindern umgesprungen ist. Vor allem wird damit daran erinnert, wie beschämend das Ergebnis des Runden Tisches ist, für den Vollmer verantwortlich zeichnet. Wer die Empörung der Opfer über Antje Vollmer nachvollziehen will, sollte auf die Webseite des Vereins ehemaliger Heimkinder schauen.
Das Bochumer „Bündnis gegen Rechts“ und SJD-Die Falken zeigen die Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ vom 21. 11. bis 26. 11. 2011 in der Realschule Höntrop, Höntroper Str. 99, 44869 Bochum. Die NPD unterhält nach wie vor ihre Landeszentrale in Bochum-Wattenscheid. Die Ausstellung zeigt, welche Inhalte von NPD und anderen Neonazis vertreten werden, welche Strukturen in dieser Szene gelten und wie sie in der Öffentlichkeit auftreten. Die Ausstellung kann täglich besucht werden in der Zeit von 8.30 Uhr bis 13.30 Uhr. Anmeldungen zur Besichtigung über das Sekretariat der Realschule Höntrop, Tel.: 02327 – 974710 oder Info@bochumgegenrechts.de.
Samstag 19.11.11, 14:23 Uhr
Michael Schulze von Glaßer zur Werbeoffensive der Bundeswehr
Am Mittwoch, den 23. November, findet um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer eine Veranstaltung zum Thema Bundeswehr raus aus den Schulen statt. Michael Schulze von Glaßer, Autor eines vielbeachteten Buches über die Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr, stellt die psycholologische Kriegsführung im Klassenzimmer vor: Bundeswehr-Werbespots im Fernsehen, Jugendoffiziere in Schulen, Auftritte bei youtube, Einladungen an Schülerzeitungen, Stände bei Job-Messen und Einflussnahme auf die Lehrerausbildung: immer stärker wirbt das deutsche Militär in der Öffentlichkeit, um Nachwuchs zu rekrutieren. Seit 2008 gibt es sogar ein Kooperationsabkommen zwischen dem nordrhein-westfälischen Schulministerium und der Bundeswehr, das dem Militär den Zugang zu Schulen erleichtert. Hervorragend ausgebildete Jugendoffiziere können so vor Schulklassen behaupten, dass friedliche Konfliktlösungen naiv und kriegerische Auseinandersetzungen notwendig seien. VeranstalterInnen sind die GEW, das Friedensplenum, die DFG-VK und der Bahnhof Langendreer.
Die Soziale Liste erklärt in einer Pressemitteilung: »Die Soziale Liste im Rat widerspricht Stadtkämmerer Dr. Busch, der vor wenigen Tagen in einer Mitteilung der Verwaltung (Vorlagen-Nr. 20112505) erklärte hatte, dass er nur sehr geringe Risiken bei der Restabwicklung des Cross-Border-Leasing-Geschäftes, dem sogenannten B-Loop, sieht. Die Entwicklung bei der Bayrischen Landesbank hat die Lage jedoch deutlich verschärft. Durch hohe Verluste der Bayern LB und die dramatische Herabstufung dieser Bank durch Ratingagenturen ergeben sich für die Stadt Bochum jedoch sehr wohl hohe Risiken. Dies, weil die Stadt Bochum noch immer mit einer Garantieerklärung gegenüber der ebenfalls kriselnden West LB für einen Kredit mit einem Volumen von 42 Mio. Euro im Rahmen dieses B-Loops haftet. mehr…
Freitag 18.11.11, 13:10 Uhr
Zentrale Kundgebung in Bochum zum "Volkstrauertag"
Am Samstag, den 19.11. lädt Radio El Zapote um 19.30 Uhr zu einem Konzert mit Talco aus Italien und The Roughneck Riot aus Großbritannien in den Bahnhof Langendreer: »Aus dem ArbeiterInnen-Stadtteil Maghera in Venedig kommend, gastiert mit Talco eine der jüngeren, jedoch sich in der Beliebtheitsskala beim Publikum ganz oben bewegenden italienischen Bands. Nicht nur ihre tanzbare Musik aus Patchanka, Ska, Punk-Rock und BalkanBeats mit zumeist ausverkauften Konzerten in Europa manifestieren diesen Status, sondern ebenso ihre politischen Lyrics,die sich aus anti-rassistischen/faschistischen & weiteren Hintergründen speisen. mehr…
blicke – filmfestival des ruhrgebiets zeigt am Sonntag, den 20. November um 18 Uhr in der Projektgalerie Rottstr5 den Dokumentarfilm: Amsterdam: Creativity and the Capitalist City. mehr…
In der Reihe “Politischer Dienstag†geht es am 22. November um 18.30 Uhr im KulturCafe an der Ruhr-Uni um das Thema: „Soziale und politische Bewegungen in Mexiko“. Referent ist Valentin Franck. In der Ankündigung heißt es:»Das internationale Bild Mexikos ist geprägt durch eskalierende Gewaltkriminalität: Feminizide als Gipfelpunkt patriarchaler Gewalt, Entführungen von Migrant_innen, die weltweit höchste Mordrate an Journalist_innen und seit 2006 über 40.000 Tote in Felipe Calderóns „Krieg gegen die Drogen“. mehr…
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschisten fordert angesichts der neuen Informationen über die vermutlich von einer Neonazi- Gruppierung innerhalb eines längeren Zeitraumes verübten Morde und Anschläge eine umfassende Aufklärung über das Versagen von Polizei und Verfassungsschutz sowie einen sofortigen neuen Anlauf zu einem NPD-Verbot. Weiter heißt es in der Presseerklärung: »Die nordrhein-westfälische Landesregierung muss die Ermittlungen über die nicht vollständig aufgeklärten Mordfälle an drei Polizisten in Dortmund im Jahr 2000 und den antisemitischen Anschlag von Düsseldorf-Wehrhahn auch im Jahr 2000 wieder aufnehmen. mehr…
Am Sonntag, den 20. November findet ab 17.00 Uhr der 3. Kurzfilmabend für Frauen im Frauenarchiv ausZeiten statt. In der Einladung heißt es: „Wir zeigen alte und neue Kurzfilme von Frauen. Sie erzählen schwarz-weiß oder farbig, auch ohne Worte, ernst und humorvoll von Mädchenund Frauenleben und von lesbischem Leben. Die Kraft der Bilder lädt zum Hinschauen ein, regt zum Mit- und Weiterdenken an. Alle Filme sind Werke von Studentinnen, die sie während ihres Studiums oder als Abschlussarbeit an verschiedenen Filmhochschulen in Deutschland und den USA geschaffen haben und die sie uns freundlicherweise zur Aufführung überlassen haben.“ Der erste von acht Kurzfilmen läuft unter dem Titel „One Small Step“.
Am Dienstag, den 22.11., um 19.30 sind im Bahnhof Langendreer die Gewerkschaftsaktivisten Iván SaldÃas (Foto) und Gonzalo Cornejo aus Chile zu Gast. Bei der Veranstaltung, die in Kooperation mit ver.di Jugend und DGB Jugend stattfindet, berichten die Gäste unter anderem über die aktuellen Proteste in Chile. In der Ankündigung heißt es: »Seit sechs Monaten stehen in Chile Hunderttausende SchülerInnen und Studierende für eine umfassende Reform des neoliberalen, extrem selektiven, ungerechten chilenischen Bildungssystems auf – eine historische Massenbewegung, die es so seit den Protesten gegen die Diktatur Pinochets (1973-1990) nicht mehr gab. Nicht nur Universitätsangestellte, LehrerInnen, Eltern und Großeltern sind bei den Protesten dabei, von Anfang an mobilisierten auch ArbeiterInnen und Gewerkschaften mit und erklärten sich solidarisch. Nicht ohne Grund findet die Bewegung derart überwältigende Unterstützung: Während der Militärdiktatur unter General Pinochet wurde ein System installiert, das nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche privatisierte. Mit dem Übergang zur Demokratie wurde es kaum reformiert. So sind gute Bildung und Gesundheitsversorgung teure Privilegien, die für die Mehrheit der in Chile lebenden Menschen unbezahlbar sind. mehr…
Die AG ‚Ungleichheit und Differenz‘, vormals ‚Geschlecht und Gesellschaft‘, bietet nun zum fünften Mal mit Unterstützung des AStA der Ruhr-Uni eine Vortragsreihe an. Die fünf Vorträge finden jeweils donnerstags um 18.00 Uhr im Raum GA 03/46 an der Ruhr-Uni statt. Der erste Vortrag am Donnerstag, den 25. November trägt den Titel: „ … außerdem dusche ich immer mit dem Arsch zur Wand“. Frank Rost referiert über den Diskurs über Homosexualität in der deutschen Fußballbundesliga. Zur Beschreibung aller fünf Vorträge.
Die OrganisatorInnen des Bochumer Bildungsstreiks schreiben: »Lautstark demonstrierten heute 300 Schülerinnen und Schüler, Studierende und Azubis durch die Bochumer Innenstadt. Im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks fand heute auch in Bochum eine Demonstration statt. Die Zahl der Teilnehmenden fiel geringer aus als erwartet: „Leider haben viele Lehrerinnen und Lehrer im Vorfeld mit Ordnungsmaßnahmen gedroht,“ sagt Carolin Jung vom Bildungsstreik Bündnis, „Aus unserer Sicht ist eigenes Engagement und die Teilnahme an einer solchen Demo der beste Politikunterricht. Die Lehrkräfte sind auf Gesprächsangebote im Vorfeld nicht eingegangen, obwohl viele der Missstände, die wir kritisieren, sie ja auch betreffen.“ Hier sind vor allem die finanziellen Mittel gemeint, die im Bildungssystem fehlen. mehr…
Am Montag, den 21. November zeigt der VCD um 19.30 Uhr im Umweltzentrum Bochum, Alsenstraße 27 den Film Beauty and the Bike. In der Einladung heißt es: „Dies ist ein Projekt, der von der Darlington Media Group in Nordost-England 2008 initiiert wurde. Ein Filmteam begleitet Mädchen aus Großbritannien (Darlington) und Deutschland (Bremen) bei ihren Erfahrungen mit dem Radfahren und vermittelt Kontakt und Austausch. Die positiven und negativen Erfahrungen zeigen: Why do girls stop cycling? It’s the infrastructure, stupid!“ Anschließend ist eine Diskussion zum Radverkehr in Bochum vorgesehen. Näheres zum Projekt.
In der aktuellen BSZ kündigt Dennis Evers das 6. Jazzfestival am kommenden Wochenende an der Ruhr Uni an: »„Jazz is not dead, it just smells funny.“ So lautet eine Zeile im „Be-Bop Tango“ des großen Frank Zappa. Das Studierendenwerk Akafö und der Verein B.itte Jazz beweisen das, indem sie nun zum sechsten Mal junge und aufregend neue Musik aus Europa und der Region ins Musische Zentrum der Ruhr-Universität bringen. Gemeinsam mit dem jazzwerkruhr, dem Polnischen Institut Düsseldorf und dem AStA der RUB haben sie nicht weniger als fünf nationale und internationale Jazzacts an die Ruhr-Uni holen können. mehr…
Die BezirksschülerInnenvertretung hat um Mitternacht noch eine Pressemitteilung veröffentlicht: »Am heutigen Donnerstag findet im Zuge der bundesweiten Kampagne erneut ein Bildungsstreik in Bochum statt. Alle Schülerinnen und Schüler, sowie Azubis und Studierende sind aufgerufen, sich den Protesten gegen die Missstände im deutschen Bildungssystem anzuschließen. Dies wollen jedoch erneut einige Bochumer Schulleiter verhindern. An mindestens drei Bochumer Schulen wurde den Schülerinnen und Schülern konkret mit Konsequenzen gedroht, sollten sie am Bildungsstreik teilnehmen. Auch die Teilnahme an der Schülervollversammlung der Bezirksschülervertretung wurde den Schülern verboten. Bei der Vollversammlung handelt es sich um eine im Schulgesetz NRW´s verankerte Veranstaltung, bei der alle Schüler einer Stadt regulär entschuldigt sind. „Dass Schülern die Teilnahme an einer offiziellen Veranstaltung der Schülervertretung verboten wird, ist eine Frechheit! mehr…
Wenn ein WAZ-Artikel über einen Polizeieinsatz mit der Einschätzung der Polizei endet, dies „sei es ein reiner Nachbarschaftsstreit zwischen zwei zerstrittenen Familien gewesen. Mit Rechts-Links-Anfeindungen habe der Einsatz nichts zu tun gehabt“, wenn dann noch mehrere Dutzend PolizistInnen bei der Aktion beteiligt waren und die Pressestelle der Bochumer Polizei zu diesem Groß-Einsatz keine Silbe veröffentlicht, dann kann davon ausgegangen werden, dass die Öffentlichkeit desinformiert werden soll. Tatsächlich ist es ganz offensichtlich so gewesen, dass ein Großaufgebot der Polizei den agressivsten der Langendreerer Nazis vor den aufgebrachten Familienangehörigen und FreundInnen von drei Mädchen schützen wollte, die er zuvor übel beschimpft, verfolgt und belästigt hatte. Dies war am frühen Montagabend passiert. Die Mädchen mit Migrationshintergrund hatten offensichtlich in einer Apotheke Schutz vor dem Nazi gesucht und ihre Angehörigen verständigt. Von dort wurde auch die Polizei informiert. Der Nazi flüchtete daraufhin in die Wohnung seiner Schwester, deren Mann ebenfalls ein berüchtigter Nazi ist. Da die Angehörigen der Mädchen schon häufig von dem Nazi drangsaliert worden waren, zogen sie vor das Haus, in dem sich der Nazi aufhielt. Hier zog die Polizei ein Großaufgebot zusammen und nahm die Personalien der empörten Angehörigen auf. Immerhin: NachbarInnen berichten, dass der BMW des Nazi-Schwagers von der Polizei nach Waffen oder ähnlichem durchsucht wurde. Die Polizei hat Recht: Mit Rechts-Links-Anfeindungen hatte das alles am Montag nichts zu tun. Es war ein weiterer Nazi-Übergriff auf MigrantInnen in Langendreer. Dies zu verschweigen ist ein Skandal. Nicht zu recherchieren und die Polizei-Version unkritisch zu übernehmen ist für die WAZ einfach ein weiteres Mal nur peinlich.
Das Mieterforum Ruhr, dem auch der Bochumer Mieterverein angehört, erlärt in einer Pressemitteilung: »In den vergangenen Tagen wurde durch Presseberichte bekannt, dass die Deutsche Annington (mit 190000 Wohnungen der größte Wohnungsvermieter in Deutschland), erneut mit einer vollständigen Neuorganisation ihrer Struktur beginnt. Erst vor zwei Jahren war mit der Einführung der „Customer-Care-Center“ der Service weg von lokalen Hausmeistern hin zu Callcenter-Mitarbeitern verlagert worden. Mit der erneuten Umstellung auf lokale Ansprechpartner gesteht die Annington ein Scheitern des Konzepts der Zentralisierung aller Mieterkontakte ein. Auf den ersten Blick scheint es für die Mieter daher erfreulich, wenn die Annington nun ankündigt, 1000 Neueinstellungen vornehmen zu wollen und wieder örtliche Ansprechpartner einzuführen. Die Nachforschungen von Mieterforum Ruhr ergeben allerdings ein ganz anderes Bild. mehr…
Greenpeace Bochum schreibt: »Neben der „erwachsenen“ Greenpeace-Gruppe gibt es nun auch eine Greenpeace-Jugendgruppe in Bochum. In der Jugendgruppe engagieren sich bereits circa 15 junge Menschen zwischen 14 und 19 Jahren. Am Samstag, den 19. November 2011 veranstaltet die Greenpeace-Jugendgruppe aus Bochum ihre erste eigene Aktion. In der Bochumer Innenstadt (Huestraße, zwischen Dr.-Ruer-Platz und Kurt-Schumacher-Platz), veranstaltet die Jugendgruppe zwischen 13 und 17 Uhr ein Straßentheater. mehr…
Die DGB-Jugend unterstützt die Forderungen des Bündnisses zum Bildungsstreik und ruft zur Teilnahme an der Demonstration in Bochum auf. Trotz regelmäßiger Proteste seit 2008 sowie Mahnungen der OECD sei das deutsche Bildungssystem noch immer chronisch unterfinanziert und stark sozial selektiv. Die Demonstration beginnt am 17 November 2011 um 9:30 Uhr an Bochumer Hauptbahnhof. mehr…
„Die Jugendlichen wehren sich zu Recht gegen eine Politik, die ihnen ihre Zukunft systematisch verbaut. Während für Banken milliardenschwere Rettungspakete bereitgestellt werden, wird bei Kinderbetreuung und Bildung an allen Ecken und Kanten gespart. Es fehlt an Geld für Kitas, Schulen und Hochschulen; hunderttausende Jugendliche befinden sich in Warteschleifen, weil es an qualifizierten Ausbildungs- und Studienplätzen mangelt. mehr…
Die Soziale Liste schreibt, dass sie den Bildungsstreik unterstützt und zur Teilnahme aufruft. Weiter heißt es: »Gerade in Zeiten, in denen eine soziale und kulturelle Eiszeit droht, sind die Proteste der SchülerInnen, Auszubildenden und StudentInnen von hoher sozialer und politischer Bedeutung. mehr…
Das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. stellt angesichts der neuesten Erkenntnisse über die deutschlandweiten Ermordungen vom MigrantInnen durch untergetauchte Neonazis fest: „Diese neun Morde durch rassistische Nazis sind nur die Spitze des faschistischen Eisberges. Bereits die rechtspopulistischen Gruppierungen wie PRO NRW oder andere offen rassistische Parteien wie die NPD tragen die Gewaltbereitschaft gegen Andersdenkende in sich wie die Wolke den Regen. Leider sind in den letzten zehn Jahren viele weitere tödliche Übergriffe auf MigrantInnen durch Nazis in Deutschland zu vermelden. Ganz zu schweigen von den alltäglichen Anpöbeleien, Beleidigungen oder Übergriffen aus dem rechten Lager. Das ist auch in Bochum zu sehen: mehr…
Der Bochumer Nazi Claus Cremer ist am Wochenende bei der Wahl zum Bundesvorstand der NPD nicht wiedergewählt worden. Im entscheidenden Wahlgang erhielt er nur 18 Stimmen der mehr als 200 Delegierten. Cremer ist Landesvorsitzender der NPD in NRW und sitzt im Bochumer Stadtrat. Siehe auch den Beitrag in NRW rechtsaußen.
Die DGB Jugend hat ein Beratungsangebot für Studierende an der Ruhr-Universität, RUB gestartet. Das Campus Office richtet sich an erwerbstätige Studierende. Der DGB legt folgende Zahlen vor: „Die Erwerbstätigkeit unter Studierenden nimmt seit Jahren zu. Laut der 10. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks gehen 68% der Studierenden in Bochum neben ihrem Studium einer Arbeit nach. 50% der jobbenden Studierenden brauchen ihre Arbeit zwingend für ihren Lebensunterhalt. Das Campus Office ist eine Beratungseinrichtung der Gewerkschaftsjugend an der Hochschule. Hier können sich Studierende zu allen Rechtsproblemen aus der Arbeitswelt beraten lassen. Hierzu zahlen die Rechte und Pflichten im Job, Fragen zur Sozialversicherung, Arbeitsverträgen, Arbeitszeugnissen oder die Situation im Praktikum und bei studentischen Beschäftigungsverhältnissen. mehr…
Am Montag, den 21. November um 19.00 Uhr findet im KulturCafé die nächste Veranstaltung des AStA im Rahmen von Montag Kontrovers statt. Thema: Die ökologische Hochschule – was ist das? In der Einladung wird gefragt: »Reicht es aus, energieeffizient zu bauen? Oder müssen von der „Ideenwerkstatt“ Universität weitere Impulse für eine ökologische Gesellschaft ausgehen? Diesen und weiteren Fragen wollen wir in einem Workshop am kommenden Montag im KulturCafé nachgehen. mehr…
Das Bochumer Bildungsstreik Bündnis mobilisiert mit einer Erklärung für den Streik am kommenden Donnerstag: »Gemeinsam haben in den letzten Jahren hunderttausende Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende, mit bundesweiten Bildungsstreiks gegen das deutsche Bildungssystem protestiert. In über 40 Städten in Deutschland werden am 17.11.11 wieder Bildungsproteste stattfinden. Das Bochumer Bildungsstreik Bündnis rechnet auch in diesem Jahr wieder mit einer regen Telnahme. mehr…