Am Mittwoch, 8. Juni, findet um 18 Uhr im HGB 30 der Ruhr-Uni eine Veranstaltung statt zum Thema: „Rechte studentischer und wissenschaftlicher Hilfskräfte“. in der Einladung heißt es: „Der Traum vieler Studentischer Hilfskräfte ist ebenso ehrgeizig wie schwierig: erst Hilfskraft, dann wissenschaftliche/r Beschäftige/r und schließlich winkt die Professur. Dieser Traum sagt nur wenig über die Wirklichkeit aus: Als Arbeit, die etwas mit Einkommen, Arbeitszeit und Rechten zu tun hat, verstehen die wenigsten ihre Tätigkeit. Doch dies funktioniert nur solange, wie die Betroffenen nicht auf das Geld angewiesen sind und es keine Probleme mit dem Professor/der Professorin gibt. mehr…
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW veröffentlicht auf einer Webseite die „Überschreitungstage Feinstaub (PM10) an seinen Messstationen. In einer Erläuterung heißt es: „Nach der EU-Richtlinie 1999/30/EG sind ab dem 1. Januar 2005 nur maximal 35 Überschreitungen des PM10-Tagesmittelwertes von 50 µg/m3 pro Jahr zulässig.“ Nach 155 von 365 Tagen sieht es in Bochum folgendermaßen aus: An der Station an der Herner Straße wurde der Wert bereits 22 Mal überschritten. Die Messungen in Stahlhausen liegen sogar 24 Mal über dem Grenzwert. Die Ergebnisse sind nicht überraschend. Dass es keine wirksamen Maßnahmen von Politik und Verwaltung gegen diese Luftvergiftungen gibt, ist ebenfalls nicht überraschend.
SDAJ, Linksjugend-Solid und die Soziale Liste protestierten gestern mit einer Aktion in der Kortumstraße vor der Leiharbeitsfirma „jobs in time“ gegen den Trend zu immer mehr Leiharbeit. Vor allem: „LeiharbeiterInnen haben zwar Planungssicherheit, weniger Mitbestimmungsmöglichkeiten im Betrieb, sind einem enormen Druck ausgesetzt – oft auch durch KollegInnen, die sie als harte Konkurrenz wahrnehmen – und sind jederzeit kündbar. Sie werden dafür aber im Schnitt 23% schlechter bezahlt als ihre KollegInnen.“ Bilder der Aktion.
Sonntag 05.06.11, 08:14 Uhr
Vortrag über das studentische Verbindungs(un)wesen:
Am kommenden Dienstag, den 7. Juni, findet der nächste Vortrag im Rahmen des Politischen Dienstags, einer Vortragsreihe des AStA der Ruhr-Uni. Unter dem Titel „‚Falsch verbunden!‘ – Das studentische Verbindungs(un)wesen referiert Jörg Kronauer vom Antirassistisches Bildungsforum Rheinland über die verschiedenen Arten von Studentenverbindungen. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Hörsaal HGA30. Im Ankündigungstext heißt es: »Bunte Kappen auf dem Kopf, bunte Bänder über dem Oberkörper – gewöhnlich fallen Mitglieder von Studentenverbindungen in der Öffentlichkeit durch ihr eigentümliches Outfit auf. Bekannt sind Studentenverbindungen dafür, dass sie Seilschaften bilden und große Mengen an Bier konsumieren. mehr…
Der AK Bochum blockt Brokdorf lädt am Dienstag, den 7. Juni um 20.00 Uhr im Sozialen Zentrum zu einer Mobilisierungsveranstaltung für die ab Pfingsten geplante Blockade des Atomkraftwerks Brokdorf (bei Hamburg) ein. In der Ankündigung heißt es: »Stilllegung selber machen – sofort und alle! Mitte Juni nehmen wir den Atomausstieg selbst in die Hand: Massenhaft werden wir das AKW Brokdorf blockieren. Wir glauben nicht an die Unterscheidung von “alten†und “neuenâ€, von “unsicheren†und “sicheren†AKWs. Unser gemeinsames Ziel ist die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke. Mit einer Blockade im Juni können wir in Brokdorf Revisionsarbeiten behindern, die für den Weiterbetrieb des Kraftwerks notwendig sind. mehr…
Am gestrigen Freitag sind wieder RadlerInnen in Bochum zu einer Critical-Mass-Tour auf Bochums Straßen unterwegs gewesen. Critical Mass Begeisterte treffen sich nun jeden ersten Freitag im Monat um 17.00 Uhr auf dem Kurt-Schumacher-Platz vor dem Bochumer Hauptbahnhof. Die nächste Protestfahrt steigt am 1. Juli 2011. Näheres.
Die Kostnixe – also die Aktiven im Kostnixladen im Sozialen Zentrum – haben einen Text über die Situation in ihrem Projekt veröffentlich: »Baustellen versperrt häufig ein ‚betreten verboten‘. Für den KostNixLaden trifft das nicht zu! Es bleibt ein Projekt, in das sich Menschen einbringen können, die die Umsonst-Laden-Idee als ein politisches Experimentierfeld begreifen, um die Verhältnisse im Kleinen ‚zum tanzen’ zu bringen. Aber, dass bedeutet nicht, dass auch die Zufahrtswege immer gleich bleiben müssen, wenn sich herausstellt, dass sie in eine Sackgasse von Verhältnissen führen, die dem ursprünglichen Selbstverständnis des Projekts widersprechen. mehr…
Die Bochumer WAZ berichtet heute unter der Überschrift „NPD-Aktivist gesteht vor Gericht Brandstiftung“, dass es im Prozess gegen den Bochumer NPD-Kandidaten bei der letztjährigen Lantagswahl Andre Zimmer eine überraschende Wende gegeben hat: »Ein 19-jähriger Aktivist der NPD hat jetzt in seinem Prozess am Landgericht im Wesentlichen eingeräumt, dass er in Bochum mehrere Brandstiftungen begangen hat und dies mit gefälschten Flugblättern der ,.Antifaschistischen Jugend Bochum“ in die Schuhe schieben wollte. Das erklärte ein Sprecher des Gerichts. Die Verhandlung vor der» 3. Strafkammer fand bisher zu weiten Teilen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Laut Anklage hatte der 19¬Jährige im vorigen Jahr seinen eigenen Briefkasten in Wattenscheid mit einem Sprengsatz in die Luft gejagt und am Tatort angebliche Bekennenschreiben hinterlegt. Darauf wurde mit gezielten Sprüchen der Verdacht auf die Antifa gelenkt. Auf die gleiche Weise zündelte er laut Anklage auch an der Wohnungstür seiner Großmutter. Außerdem setzte er auf einer Straße eine Mülltonne in Brand. Dadurch wurden zwei geparkte Autos zerstört. Sachschaden: 15 000 Eure. Verletzt wurde niemand.
Einen weiteren Anklagevorwurf, kinderpornografisches Material auf seinem Handy besessen zu haben, weist der Angeklagte zurück. Ein Urteil könnte am 14. Juni folgen.«
Der Bochumer DGB zeigt sich nicht zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen zum Atomausstieg. Das Zeitfenster entspricht nicht den realen Möglichkeiten und muss nach Meinung des DGB-Regionsvorsitzenden Michael Hermund schneller geschlossen werden: „Selbst das von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Gutachten des Umweltbundesamtes hält einen Ausstieg ab 2017 für machbar. Elf Jahre Weiterbetrieb für 9 AKWs sind kein Ausstieg, sondern Gefährdung der Bevölkerung. Und der dann geplante „Standby-Modus“ macht das Ausmaß der Mogelpackung deutlich. Die Demonstrationen der letzten Wochen haben gezeigt, die Bevölkerung will raus aus dieser unbeherrschbaren Technik und das schnell !“ mehr…
Die bsz, die Ruhrbarone und bo-alternativ laden am 7. Juli ab 16 Uhr in die Rotunde am Konrad-Adenauer-Platz zum ersten Bochumer Medienfestival. Gemeinsam haben die drei Redaktionen ein ganz beachtliches Informations- und Partyprogramm zusammengestellt. Als überregionale Gäste konnten unter anderem die bekannte Bloggerin Anne Roth (annalist.noblogs.org) und der Frankfurter Medien- und Sozialwissenschaftler Gottfried Oy gewonnen werden. Auf der Bühne in der Rotunde spielen die Band Selectamood (Electro/Rock/Experimental) und der Dortmunder Liedermacher Boris Gott. Auf der Kleinkunstbühne wird unter anderem der kontroverse Bochumer Fluxus-Künstler Matthias Schamp auftreten. Mit dem Medienfestival wollen die drei Redaktionen die regionale Vielfalt alternativer Presseangebote präsentieren und diskutieren. Neben bsz, Ruhrbaronen und bo-alternativ werden daher auch noch andere Medien dabei sein, die versuchen, ein emanzipatorisch-kritisches Angebot zum Mainstream anzubieten – unter anderem das Straßenmagazin bodo und der „Watchblog für deutsche Medien“, BildBlog.de. Zur Festival-Webseite.
„Wir dürfen den Alkoholismus nicht den Rechten überlassen“, so ein häufig gehörtes Bonmot aus der linken Szene. „Wir dürfen den Alkoholismus nicht den Bochumern überlassen“, so scheint schon seit Jahren der Leitspruch vieler eingefleischter WattenscheiderInnen zu lauten. Daher passt es gut, dass am heutigen Vatertag, 2. Juni um 19:30 Uhr im Ludwig-Steil-Haus an der Ludwig-Steil-Straße 3 in Wattenscheid in offenes Meeting der Anonymen Alkoholiker (AA) und der Angehörigengruppe Al-Anon stattfindet. In der Einladung heißt es: „Ein Leben ohne Alkohol konnte ich mir nicht vorstellen“, jede/r aus der Runde nickt bei diesem Satz. mehr…
Die 1. Herrenfußballmannschaft des Vereins für Leibesübungen (VfL) Bochum bleibt auch in der nächsten Saison zweitklassig. In der heute erschienenen Ausgabe der BSZ wird beschrieben, dass dies für die kommunalen Finanzen der Stadt ein ziemliches Desaster ist: »Die Arena an der Castroper Straße gehört der Stadt. Der VfL pachtet das Stadion und die Außenanlagen. Nun haben Stadt und Verein neue Nutzungsbedingungen ausgehandelt, die in Kürze in Kraft treten sollen – zum Nachteil der städtischen Finanzen. Insgesamt steigt der jährliche Pachtbetrag zwar von 163.000 Euro auf 184.000 Euro. Über Umwege gewährt die Stadt „ihrem“ VfL allerdings einen Rabatt. Durch eine Änderung der sogenannten Greenkeeper-Vereinbarung wird die Erhöhung des Pachtbetrags nämlich großzügig ausgeglichen: Die Greenkeeper-Vereinbarung regelt, dass der Verein das Gelände selbstständig pflegt, mit kostenlos von der Stadt zur Verfügung gestellten Geräten. Dafür werden dem VfL zukünftig bis zu 107.400 Euro gutgeschrieben. Das ist eine satte Erhöhung: Im alten Vertrag von 2002 durfte der Verein nur höchstens 77.000 Euro für die Stadionpflege geltend machen. mehr…
Vor dem heutigen Prozess gegen die 17-jährige Schülerin, die Nazipropaganda überklebt hatte, fand eine Solidaritätskundgebung vor dem Bochumer Amtsgericht statt. Für das Bündnis gegen Rechts erklärte Uli Borchers (auf dem Foto rechts neben Klaus Kunold): »Heute beginnt der Prozess gegen eine 17-jährige Schülerin. Sie ist angeklagt, weil sie in Langendreer Nazi-Aufkleber überklebt hat. Im Juristendeutsch lautet die Anklage „unerlaubte und dauerhafte Veränderung von Gegenständen und des Stadtbildes“. mehr…
Wenn die Bochumer Staatsanwältin Sabine Wenzel eine 17-jährige Schülerin kriminalisiert und anklagt, weil sie mit dem nebenstehenden Sticker Nazipropaganda überklebt hat, dann überrascht das in Bochum mittlerweile niemanden mehr. Dass sie eine Richterin gefunden hat, die mitmacht und tatsächlich einen Prozess eröffnet, war schon etwas Bedenkenswertes. Aber die meisten ProzessbeobachterInnen gingen davon aus, dass eine junge unerfahrene Jugendrichterin sich einfach nicht getraut hat, die Staatsanwaltschaft in ihre Schranken zu verweisen. Vor dem Gerichtssaal heute angekommen staunten die BesucherInnen nicht schlecht. Wie der Bekanntmachung vor dem Gerichtssaal zu entnehmen war, ist die Richterin, die dieses Verfahren eröffnet hat, die stellvertretende Direktorin des Bochumer Amtsgerichtes Elke Hagedorn-Kroemer. Sie stellte das Verfahren zwar ohne Auflagen ein. Ihren Fehler eingestehen und auf Freispruch entscheiden wollte sie aber nicht. Die TeilnehmerInnen des nicht-öffentlichen Prozesse berichteten, dass Hagedorn-Kroemer völlig verhaftet in ihrer ehemaligen Rolle als Zivilrichterin war und überhaupt nicht begriff, dass sie nun zu entscheiden hat, ob das Anbringen von solchen Stickern strafrelevant ist. Die Schülerin muss nun eigentlich die Kosten für ihre Anwältin tragen. Bochum gegen Rechts, das Friedensplenum, die Rote Hilfe und die Linkspartei haben signalisiert, dass sie dafür sorgen werden, dass das Geld aufgebracht und die Schülerin Anerkennung und nicht Strafe für ihr Verhalten erfährt.
Der AStA der Ruhr-Uni schreibt: »Die Verkehrssituation an der Ruhr-Universität ist stark verbesserungsbedürftig. Überfüllte U-Bahnen, zu wenig Parkplätze sowie zugeparkte und schlecht gewartete Fahrradwege sind nur einige der Mängel, die momentan bestehen. Durch die Erneuerung von Parkraum im Rahmen der Campussanierung und durch den doppelten Abiturjahrgang 2013 wird sich die Situation weiter verschärfen. AStA setzt sich für durchdachtes Mobilitätskonzept ein. mehr…
Die Bundestagsabgeordnete der Linken Sevim Dagdelen lädt ein zur Sonntagsmatinee am 5.6. um 11:00 Uhr in ihrem Wahlkreisbüro an der Alleestr. 36 zum Thema „Die arabischen Aufstände und der Westen“. Zu Gast ist die Nahostexpertin Karin Leukefeld. Die der Einladung heißt es: »Die freie Journalistin und Buchautorin lebte lange Zeit selbst im Nahen Osten und berichtet umfassend aus den Ländern des Mittleren Ostens und der arabischen Welt. Als Expertin hat sie zahlreiche Reportagen und Features für Tages- und Wochenzeitungen sowie den ARD-Hörfunk gemacht. „Die Aufstände in der arabischen Welt gehen weiter und noch sind viele Fragen offen, etwa wo ihre Ursachen liegen und in welche Richtung sie sich entwickeln werden. Der Fokus der Matinee soll dabei auf der Rolle des Westens liegen: in Libyen führt die NATO einen Krieg und begründet ihn mit dem Schutz der Menschenrechte. Gleichzeitig werden noch immer Diktaturen in der Region unterstützt, etwa in Katar oder in Saudi-Arabien, die „Stabilität“ für Deutschland und den USA garantieren und gleichzeitig die Frauenrechte jeden Tag mit Füßen treten“, so Sevim Dagdelen.
Am Sonntag, den 5. Juni um 20.00 Uhr ist das Teatro de Telón im Bahnhof Langendreer mit einem Stück von VÃctor Hugo Rascón Banda über den Drogenkrieg in Mexiko zu erleben. Am Montag, den 6. Juni um 19.30 folgt dann eine Diskussionsveranstaltung mit den Gäste aus Mexiko über „politische Arbeit in der Hochburg des Drogenkrieges“. Am Sonntag wird in dem Stück die leidvolle Geschichte dreier Frauen erzählt, die unterschiedlich in den Drogenkrieg verwickelt sind. Begleitet von »Norteño« -Musik, treffen die drei Frauen aufeinander, sie sind Opfer der Gewalt des Drogenhandels geworden, ausgelöst durch den Schmuggel im Chihuahua-Gebirge. Näheres. Über die Diskussionsveranstaltung am Montag heißt es in der Ankündigung: »Die frühere Wüstenstadt Ciudad Juárez ist heute ein Zentrum der Migration, eine Stadt, die rasend schnell wächst und auch bei der Mordrate weltweit vorn ist. Seit 10 Jahren kämpft Telón de Arena gegen diese Verhältnisse. mehr…