Archiv für den Monat: November 2010


Montag 08.11.10, 18:02 Uhr

Ruhr-Uni: Keine Feten – Sport nur für Geld

Seit diesem Wintersemester müssen Studierende an der Ruhr-Uni, die am Hochschulsport teilnehmen wollen,  15 Euro für eine sogenannte „Sportkarte“ aufbringen. Hinzu kommen bei einigen Angeboten weitere Gebühren. Wer beim Fitnesstrainig mitmachen will, muss neben der Sportkarte noch eine „Fitnesskarte“ für 10 Euro erwerben. Dies berichtet die bsz im Aufmacher ihrer am Mittwoch erscheinenden Ausgabe. In einer weiteren Meldung wird darüber informiert, dass die Universitätsverwaltung keine Fachschaftspartys mehr in den Räumlichkeiten der Ruhr-Uni zulässt. Bereits geplante Partys müssen abgesagt werden. Die Bauaufsicht habe nach der Loveparade- Katastrophe in Duisburg die Fetenbereiche der RUB nicht mehr als Veranstaltungsflächen genehmigt, ist aus Verwaltungskreisen zu erfahren.


Montag 08.11.10, 16:16 Uhr

NoMeansNo im Zwischenfall

Am Donnerstag, den 11.11. lädt Radio El Zapote um 20.00 Uhr zu einem Konzert mit NoMeansNo im Zwischenfall, Alte Bahnhofstr. 214. In der Ankündigung heißt es: „2009 feierten NoMeansNo ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum, haben sich weder dem Diktat der Musikindustrie unterworfen, noch den Weg der Kommerzialisierung beschritten. Die nun schon älteren, aber scheinbar ewig jungen Musiker von NMN, ein Trio aus Vancouver/British-Columbia, legen bei ihren Gigs los wie die Feuerwehr und gelten im musikalischen Rockzirkus als Philosophen im Jestergewand. NMN ist Kult und Legende, aber vital und wie: John drums & Rob bass Wright sowie Tom guitar Holliston. Das reicht völlig aus. Musik wie ein Tornado, PunkRock, rhythmischer HC oder Jazz-Core. Als Support werden NMN die Frauen von Pack Ad mitbringen, die sich ähnlicher Musik verdingen.«


Montag 08.11.10, 14:01 Uhr
Schul- und Bildungsabschlüsse von arbeitslosen Jugendlichen:

Arbeits- und Ausbildungsplätze fehlen

Die Soziale Liste im Rat informiert über die Antwort auf die Anfrage zum Themenkomplex „Schule und Ausbildung von Kindern, die Hartz IV beziehen“. Wie es in einer Mitteilung heißt, sieht sich die Soziale Liste Bochum in der Auffassung bestätigt, „dass in Bochum nicht genügend getan wird, um allen Kindern und Jugendlichen eine gute Schul- und Berufsausbildung zu ermöglichen. Defizite bestehen vor allem bei der Unterstützung zur Erreichung eines qualifizierten Schulabschlusses. Unverständlich ist es, dass z. B. keine Nachhilfestunden oder -unterricht gefördert wird. Auch sind zahlreiche so genannnte Qualifizierungsmaßnahmen der ARGE zu allgemein und zu wenig auf Jugendliche zugeschnitten. mehr…


Montag 08.11.10, 14:00 Uhr

Neuer Warnstreik bei der AWO

Der ver.di Bezirk Bochum-Herne ruft für Dienstag, den 9.11. alle AWO-Beschäftigten zum zweiten Mal in der laufenden Tarifrunde zum ganztägigen Warnstreik auf. „Alle örtlichen Einrichtungen der AWO in Bochum und Herne werden in den Arbeitskampf einbezogen“, erklärt Gudrun Müller, Geschäftsführerin im ver.di Bezirk Bochum-Herne. Drei Tarifverhandlungsrunden haben bis heute zu keinen greifbaren Ergebnissen geführt. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 16.11.2010 statt. „Wir müssen den AWO-Arbeitgebern deutlich machen, dass es den Beschäftigten ernst ist.“ so Müller. Ver.di fordert für die AWO-Beschäftigten u.a. eine Erhöhung der Entgelte um 4,5 %, mindestens jedoch 70 Euro monatlich. Für besonders belastende Dienste wie Nachtarbeit will ver.di höhere Zuschläge durchsetzen und erstmalig soll das Holen „aus dem Frei“ mit einem Zuschlag honoriert werden. Außerdem will ver.di den Missbrauch von Leiharbeit verhindern und gleiche Bezahlung für Stammbelegschaften und Leiharbeitnehmer tariflich festschreiben. mehr…


Sonntag 07.11.10, 18:01 Uhr

SoVD: Gegen den sozialen Kahlschlag

Mitglieder des Sozialverbands Deutschland (SoVD) aus Bochum und Hattingen wollen vor dem Wahlbüro von Norbert Lammert „gegen den sozialen Kahlschlag“ demonstrieren. Die Protestaktion findet statt am Dienstag, den 16.11. um 11.00 Uhr vor dem Büro der CDU, Lyrenstr 11a/ Ecke Lohrheidestr. in Bochum-Wattenscheid. In einer Pressemitteilung des SoVD heißt es: „Sparpaket, Rösler – Pauschale, Rente mit 67, Mini – Hartz IV- Erhöhung- das alles bedeutet einen massiven Sozialabbau. Der Sozialstaat wird von der schwarz – gelben Koalition geradezu torpediert. Langzeitarbeitslose, sozial benachteiligte, behinderte, chronisch kranke und ältere Menschen sind die Leidtragenden der zutiefst unsozialen Politik. Armut und soziale Ausgrenzung werden erheblich zunehmen.“
Der SoVD kündigt an, mit Transparenten und Trillerpfeifen lautstark den Stopp der unsozialen Politik zu fordern. Solidarität und soziale Gerechtigkeit müsse wieder Vorrang haben.


Sonntag 07.11.10, 13:33 Uhr
Der Verfassungsschutz an der Ruhr-Uni:

Geheimdienstler und Wissenschaftler? 3

Ein Kommentar von Benno Battler
An der Ruhr-Uni läuft seit mehr als acht Jahren ein äußerst erfolgreiches Akzeptanz-Beschaffungs-Experiment des Verfassungsschutzes NRW. Thomas Pfeiffer, ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes arbeitet völlig unbehelligt in der Fakultät für Sozialwissenschaften. mehr…


Sonntag 07.11.10, 07:00 Uhr

Diskussion über „Arbeiterfilme“

Am Dienstag, den 9.11. findet um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer eine Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung statt. In der Ankündigung heißt es: »„Rote Fahnen sieht man besser“, ein Dokumentarfilm von Rolf Schübel und Theo Gallehr über die Stilllegung einer Krefelder Chemiefabrik, erregte 1971 öffentliches Aufsehen, weil zum ersten Mal in der Geschichte des westdeutschen Fernsehens Arbeiter im Originalton zu hören waren. Dieser Film, der ein Jahr darauf den Grimme-Preis erhielt, war gewissermaßen Auftakt für ein neues Filmgenre in der Bundesrepublik, den sogenannten „Arbeiterfilm“. Heute erscheint er uns – filmästhetisch und thematisch – wie aus einer fernen Welt. mehr…


Samstag 06.11.10, 12:50 Uhr
Am 9. November an den Stelen in Wattenscheid:

Gedenken an die Pogromnacht

In Wattenscheid findet am Dienstag, den 9. November die traditionelle Veranstaltung der Antifa Wattenscheid zum Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 statt. Treffpunkt ist um 11.30 Uhr am Saarlandbrunnen (Oststr./Saarlandstr.). Um 12.00 Uhr geht es dann zu den drei Stelen auf dem Nivellesplatz, die auf Initiative von Hannes Bienert im vergangenen Jahr errichtet wurden. Sie erinnern am Ort, an dem die Wattenscheider Synagoge stand, an die Jüdischen BürgerInnen, die Opfer des Faschismus wurden. Neben Hannes Bienert sprechen Dr. Michael Rosenkranz und Ayla Wessel. Anschließend wird das Kaddisch, das jüdische Totengebet vorgetragen. Siehe hierzu den WAZ-Artikel „Das Kaddisch wird gesprochen“. Die Gedenkveranstaltung wird vom Chor der Märkischen Schule begleitet. Seit dem Skandalurteil der Bochumer Justiz gegen Hannes Bienert vor fünf Jahren beteiligen sich mehrere Bochumer Parteien, Gruppen und Initiativen mit einer Kranzniederlegung an dem Gedenken in Wattenscheid.


Samstag 06.11.10, 10:04 Uhr

Antifa-Prozessbericht

Die Antifaschistische Jugend Bochum berichtet auf ihrer Webseite: „Am vergangenen Mittwoch fand vor dem Amtsgericht Bochum ein weiterer Prozess gegen einen Antifaschisten statt, der sich in die aktuelle Kriminalisierungskampagne der Bochumer Justiz und Polizei einreiht. Er hatte an einer Demonstration gegen Polizeigewalt am 10. April 2010 teilgenommen. Ausgerechnet vor dem Polizeipräsidium kam es seitens der Polizei zu Provokationen, die in Schlägerei, Tumult und Festnahmen mündeten. Der Prozess verlief sehr geradlinig und man konnte schon nach wenigen Minuten beim Richter einen starken Willen zur zügigen Abhandlung erkennen, in dessen Folge der Angeklagte zu 900 Euro Strafgeld verurteilt wurde. Der Angeklagte wird hiergegen Berufung einlegen.“ Zum vollständigen Bericht.


Freitag 05.11.10, 15:55 Uhr
Eröffnung der Afghanistanausstellung im Bahnhof Langendreer

Zivile Opfer werden totgeschwiegen

Margret und Siegfried Jäger vom Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) haben in einer Medienanalyse am Beispiel FAZ und TAZ eindrucksvoll aufgezeigt, wie das Bild des Afghanistan-Krieges gleichermaßen in den Medien manipuliert wird. Während Tausende ziviler Opfer der afghanischen Bevölkerung kaum Beachtung finden – im wahrsten Sinne des Wortes also totgeschwiegen werden – wird jeder kleinste Anschlag auf die Bundeswehr zur Top-Meldung in den Nachrichten. Das Bochumer Friedensplenum zeigt zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Der Linken, Sevim Dagdelen, im Bahnhof Langendreer eine Ausstellung, die “das wahre  Gesicht des Krieges”, also vor allem die Opfer in der Zivilbevölkerung, in den Mittelpunkt stellt.
Die Tafeln der Ausstellung entstanden auf einer Informationsreise von Bundestagsabgeordneten der Linksfraktion. Zu sehen sind u.a. die Gesichter von Opfern des von der Bundeswehr am 4. September 2009 veranlassten Bombenangriffs auf zwei Tanklaster bei Kunduz. Allein dieses NATO-Bombardement kostete insgesamt 142 Menschen das Leben. Die Ausstellung ergänzt die Bilder durch Texte, Aussagen von Afghaninnen und Afghanen zu ihrer Sicht auf den Krieg und die Lebenswirklichkeit vor Ort. Zur Ausstellungseröffnung am Mittwoch, den 10.11. um 19.00 Uhr wird Rolf van Raden, Mitarbeiter des DISS, die o.a. Medienanalyse vorstellen.


Freitag 05.11.10, 13:00 Uhr
Gemeinschaftsschule: Jetzt die Chance nutzen!

Beteiligt sich Bochum am Modellversuch?

Die Initiative Länger gemeinsam lernen in Bochum hat in einem Pressegespräch dafür geworben, dass Bochum sich am Modellversuch Gemeinschaftsschule beteiligt. In einer Resolution heißt es u.a.:»Die frühe Selektion nach der vierten Klasse und das Halbtagsschulsystem – in der BRD fast einzigartig im Vergleich zu anderen europäischen Ländern – legen im Zusammenspiel mit einer faktisch immer noch hohen Undurchlässigkeit zwischen den Schulformen die Schulkarriere und damit die soziale Position früh fest, verhindern Förderungs- und Entwicklungschancen und damit in vielen Fällen auch die soziale Integration von jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Die Bezeichnung des dreigliedrigen Schulsystems als „begabungsgerecht“ ist irreführend und eine Illusion: Längeres gemeinsames Lernen ist effektiver und bietet mehr Raum, Fähigkeiten im sozialen Miteinander zu entwickeln und individuelle Stärken zu fördern.« Die Lokalpresse berichtet ausführlich über das Pressegespräch: Der WAZ-Artikel ist online.


Freitag 05.11.10, 12:39 Uhr
Wie geht es weiter nach dem Kulturhauptstadt-Jahr?

Kultur, Freiräume und Widerspenstigkeit?

Im Oktober hatte die AG kritische Kulturhauptstadt zu einem Treffen eingeladen, um zu besprechen, wie die Debatte um Kultur, Freiräume und Widerspenstigkeit im Ruhrgebiet nach der Kulturhauptstadt weitergeht. Die AG schreibt: „Die Stimmung dort war geprägt von der Wahrnehmung, dass das offizielle Kulturhauptstadtjahr wenig den Wandel durch Kultur hinbekommen hat. Nachhaltige Impulse bleiben Mangelware. Die Ansätze, selbst organisierte Ansätze zu fördern, wurden eher ausgebremst. Es gibt nun die Idee, die Kritiken und Schwachpunkte auf dem Abschlussfest der Kulturhauptstadt am 18.12. auf dem Nordstern/Gelsenkirchen nochmal öffentlich zu thematisieren. Nach dem Oktober-Treffen sollen nun die Debatten weitergeführt und eine Aktion für den 18.12. vorbereitet werden. Dazu sind Kulturmacher wie freie Initiativen, Soziokulturelle Zentren und engagierte Personen herzlich eingeladen. Themen könnten dann auch der Euromayday 2011, Kreativ-Quartiere und das Recht auf Stadt sein. Das Treffen findet am 10.11. um 19 Uhr in Raum 4 des Bhf Langendreer statt.


Freitag 05.11.10, 11:44 Uhr
Fooling Big Brother and Big Media:

Anonym im Internet mit Tor

Am Donnerstag,  den 11.11. findet um 19 Uhr im Sozialen Zentrum ein Vortrag und Workshop „Anonym im Internet mit Tor – Fooling Big Brother and Big Media“ statt. Veranstalter sind  das AStA-Referats für Grund- und Freiheitsrechte und der AK-Selbstdatenschutz. In der Ankündigung heißt es: »Unter dem Vorwand einer andauernden und allgegenwärtigen, terroristischen Bedrohung begründen die Verfechter_ innen der inneren Sicherheit immer weitergehende Maßnahmen zum Ausbau staatlicher Repressions- und Kontrollmechanismen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Maßnahmen zur Überwachung des „rechtsfreien Raums“ Internet. Obwohl die so genannte Vorratsdatenspeicherung (in ihrer bisherigen Umsetzung) im März 2010 vom Bundesverfassungsgericht gekippt wurde, ist es IT- und TK-Providern weiterhin erlaubt, Verbindungsdaten bis zu 80 Tage lang zu speichern. Bei Bedarf, d.h. richterlicher Anordnung, ist auch eine weitergehende Überwachung z.B. von politisch-sozialen Netzwerke über einen längeren Zeitraum möglich. Damit wird für staatliche Behörden ersichtlich, wer mit wem per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. mehr…


Donnerstag 04.11.10, 22:00 Uhr

Über TerroristInnen in Bochum

Der Bochumer Journalist Christoph Schurian hat den heutigen Filmstart von „Carlos – der Schakal“ zum Anlass genommen, in seinen Erinnerungen an Bochumer „TerroristInnen“ zu kramen. Schließlich habe sich auch Johannes Weinrich, der lange Zeit engste Vertraute von Carlos, viele Jahre in Bochum aufgehalten. Schurian beschreibt seine Wahrnehmungen und Erlebnisse im Blog Ruhrbarone unter dem Titel: „Carlos‘ Kumpel, homegrown Terror„.


Donnerstag 04.11.10, 22:00 Uhr

Gender Equality Policies in Europe

Am Mittwoch, den 17. 11. um 16.15 Uhr wird die Marie-Jahoda Gastprofessorin Mieke Verlooan an der Ruhr-Uni im Raum GC 04/45 einen Vortrag halten. Der Titel: „Current Developments in Gender Equality Policies in Europe“. In der Einladung heißt es: „Mieke Verloo ist die derzeitige Marie-Jahoda-Gastprofessorin für internationale Geschlechterforschung an der Ruhr-Universität Bochum. Sie ist eine der führenden Forscherinnen auf dem Gebiet der europäischen Gleichstellungspolitik und hat mehrere große EU-Projekte über Gender Mainstreaming und Gleichheitspolitik geleitet, an denen PartnerInnen aus West-, Süd- und Osteuropa beteiligt sind. In ihrem laufenden EU-Projekt QUING (Quality in Gender and Equality Politics) untersucht sie die Inhalte der Gleichstellungspolitik in der erweiterten EU, sowie Kroatien und in der Türkei, und bezieht sie auf Intersektionalität. In ihrem Vortrag berichtet sie aus dieser aktuellen Forschung.«


Donnerstag 04.11.10, 22:00 Uhr

Gemeinsam gegen Krieg und Sexismus

Mareen Heying berichtet in der morgigen Ausgabe der jungen Welt über den Vortrag von Christiane Leidinger im Frauenarchiv ausZeiten über die Frauenwiderstandscamps im Hunsrück 1983 bis 1993. Der Artikel beginnt: »Über die Camps könnten locker zehn Bücher geschrieben werden, eher mehr. Christiane Leidinger war die Begeisterung für das Thema anzumerken, über das sie am Mittwoch abend im Bochumer Frauenarchiv „ausZeiten“ referierte. Es ging um eine fast in Vergessenheit geratene Phase der feministischen Bewegung: die antimilitaristischen und feministischen Widerstandscamps im Hunsrück 1983 bis 1993.« Zum Artikel in der jungen Welt.


Donnerstag 04.11.10, 15:26 Uhr

Bochum goes Castor

Am kommenden Samstag beginnt mit der Großdemo in Dannenberg die heiße Phase der Proteste gegen den Castor-Transport nach Gorleben. Die Repression hat leider auch begonnen. Die Polizei hat das Camp der Bäuerlichen Notgemeinschaft in Gusborn verboten. Trotzdem oder gerade deswegen, rechnen die AntiAtom-Initiativen mit den stärksten Protesten seit 30 Jahren. Allein zur Demo werden weit über 30000 Menschen erwartet. Auch aus dem Ruhrgebiet fahren vermutlich mehr als 1000 Menschen. Wer noch kurz entschlossen mitfahren will: Es gibt noch einige wenige Busplätze und zahlreiche private Mitfahrangebote unter http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/castor-2010/anreise/mitfahrboerse.html. mehr…


Mittwoch 03.11.10, 22:00 Uhr

55.000 registrierte Mordwaffen in Bochum

Das Presseamt der Stadt Bochum hat heute in einer Presseerklärung mitgeteilt: „In Bochum sind rund 55.000 Schusswaffen registriert. Doch nicht alle Waffen, die rechtmäßig gelagert werden, werden auch regelmäßig benutzt. Deshalb appelliert der Rat der Stadt Bochum an alle, die solche Waffen besitzen, diese freiwillig abzugeben.“


Mittwoch 03.11.10, 18:03 Uhr

bsz: „Rektor Weiler hat gelogen“

In ihrer aktuellen Ausgabe nimmt die bsz das kritische Potential der RUB-Studierenden in den Blick. Über ihre aktuelle Ausgabe schreibt die Redaktion: »Ein Experiment zum Thema Gentests am Lehrstuhl für Kriminologie fördert erhebliche Missstände zutage. Den ganzen Artikel gibt es hier. Im Zuge der Senatssitzung stellte sich unter anderem heraus, dass Rektor Weiler gelogen hatte, als er behauptete, eine Umfrage unter Studierenden zum Bau von GD durchgeführt zu haben. Das beweist nun eine Tonbandaufnahme. Weitere Themen in der bsz: mehr…


Mittwoch 03.11.10, 15:51 Uhr

Linksfraktion sieht düstere Aussichten

„Massive Verschlechterungen für das Erscheinungsbild der Stadt Bochum“ befürchtet Die Linke im Rat, wenn die Kürzungen beschlossen werden sollten, die morgen im Ausschuss für Umwelt, Ordnung, Sicherheit und Verkehr diskutiert werden. Die Linke „lehnt deshalb die geplanten Abschaltungen von Straßen- und Parklaternen, die Schließung von Brunnen und Wasserspielen sowie dem Vogelpark Wattenscheid, die Reduzierung von Pflegestandards beim Straßengrün und die Kürzung der Sanierung von Radwegen, Straßendecken und Brücken ab.“ „Die meisten dieser Kürzungen richten viel Schaden an, ohne einen erwähnenswerten Beitrag für die Haushaltssanierung zu leisten“, äußert sich der Sebastian Michaels, der als Sachkundiger Bürger die Linksfraktion im Ausschuss vertritt. mehr…


Mittwoch 03.11.10, 09:00 Uhr

Gegen die Kriminalisierung von…

Die Linksjugend Solid schreibt: »Im Bochumer Amtsgericht findet am 3. November um 12 Uhr ein Prozess gegen einen Antifaschisten statt. Hierbei handelt es sich um einen Prozess, der als Teil einer Reihe von Verfahren zu sehen ist, die in jüngster Vergangenheit von der Bochumer Staatsanwaltschaft gegen AntifaschistInnen, geführt wurden. Benny Krutschinna, Sprecher der Linksjugend Solid in Bochum: Wir verurteilen aufs schärfste die fortgesetzte Kriminalisierung antifaschistischer Aktivitäten. Der legitime Protest antifaschistischer Akteure, wird hier systematisch, im Rahmen politischer Prozesse kriminalisiert und so, politische Partizipation verunmöglicht.
Dadurch wird dringend gebotene, demokratische Protestkultur in unzulässiger Weise eingeschränkt, wovon letztendlich nur die Faschisten profitieren dürften. Wir fordern daher die sofortige Einstellung aller Prozesse gegen antifaschistische AktivistInnen und ein rasches Ende dieser Kriminalisierungskampagne.«


Dienstag 02.11.10, 22:00 Uhr

18. blicke am 25. bis 28. November

Die 18. blicke – filmfestival des ruhrgebiets finden vom 25. bis 28. November im Bahnhof Langendreer statt. Das Programm liegt als PDF-Datei vor und wird in einer ausführlichen Pressemitteilung erläutert: »Straßenzüge fallen, Container werden verladen und Boxerinnen aus Indien porträtiert. Wie steht es mit dem Kommerz und der Loveparade? Der Musikfilmblock am Samstag zeigt z. B. die Dokumentation über die Band „Die Sterne“. Das Programm für blicke – filmfestival des ruhrgebiets steht nun fest. Zu sehen sein wird auch Quinka Stoehrs Film „Klaus Wildenhahn DIRECT! Public and private“ über den Dokumentarfilmer. Das Rahmenprogramm widmet sich mit Bus und Kino dem Künstler Richard Serra. mehr…


Dienstag 02.11.10, 21:19 Uhr

Treffen der Wendland-FahrerInnen

Das Soziale Zentrum lädt nun nochmal am Mittwoch, 3.11. um 18 Uhr alle Wendland-FahrerInnen aus Bochum und Umgebung zum letzten Infoaustausch und ggf Bezugsgruppenvernetzung ein. Es gibt auch noch ein paar Busfahrkarten für die Demo am 6.11. im Wendland zu kaufen. Bei der Anti-Atomveranstaltung am letzten Dienstag waren ca. 70 BesucherInnen im Sozialen Zentrum. Alles deutet darauf hin, dass der Widerstand gegen den Castortransport dieses Mal besonders mächtig wird.


Dienstag 02.11.10, 18:08 Uhr

Infos für MieterInnen

Aichard Hoffmann vom Mieterverein Bochum ist am Dienstag, den 9. November in die „Dorfschänke Oelken“, Alte Bahnhofstraße 51 ab 18.30 Uhr zu Gast beim Sozialverband Deutschland (SoVD) in Langendreer. Themen sind die Entwicklung in der Wohnungspolitik, die allgemeinen Lage, der neue Mietspiegel in Bochum und vor allem Probleme mit der Nebenkostenabrechnung.


Dienstag 02.11.10, 17:49 Uhr

Gedenken an die Reichspogromnacht

Die Gedenkveranstaltung zum 72. Jahrestag der Reichspogromnacht findet am 09. November um 17.00 Uhr neben der Stele am Dr. Ruer-Platz statt. Der Bochumer Kinder- und Jugendring schreibt dazu:  Am 09. November 1938 wurden in ganz Deutschland Synagogen und Gebetshäuser angezündet, wurden jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert, gab es zahlreiche Verhaftungen Unschuldiger und es wurden Menschen ermordet. Die Nazis ließen ihrem Hass auf Juden – auch in Bochum – für alle sichtbar freien Lauf und zerstörten die alte Synagoge. Diese Nacht war das Signal zum größten und schlimmsten Völkermord in der Geschichte der Menschheit. mehr…


Montag 01.11.10, 19:19 Uhr

AntiFa-Kongress: 13./14.11. in Bochum 3

Die Linke im Bundestag und die Rosa Luxemburg Stiftung NRW laden am Samstag und Sonntag, 13. und 14. November zu einem ganztägigen AntiFa-Kongress (10 – 18 Uhr) in den Bahnhof Langendreer ein. Den Schwerpunkt sollen die“ Regionalen Strukturen des Antifaschismus“ bilden. „Was tut sich in den Städten?-Antifaschistische Arbeit und Aktivitäten“ und „Gemeinsam gegen Rechts!! Handlungsstrategien“ sind die Leitmotti der vielen geplanten Workshop, u.a. mit den MdB Ulla Jelpke, Sevim Dagdelen, Ulli Sander vom VVN-BdA und Rena Kenzo. Die Teilnahme ist kostenlos. Zum Programm mehr…


Montag 01.11.10, 16:41 Uhr

Antiklerikaler Trost 1

Allen LeserInnen, die nach zwei Tagen noch heftigerer klerikaler Berieselung als gewöhnlich etwas daran zweifeln, ob die Aufklärung noch voranschreitet, hier eine frohe Botschaft: Ende des Monats November lädt der Bahnhof Langendreer zu zwei Aufklärungsveranstaltungen ein. In Zusammenarbeit mit der Initiative „Religionsfrei im Revier“ ist Rainer Ponitka am Freitag, den 19. 11. eingeladen. Sein Thema: „Religion ist kein Unterricht“. Am Montag, den 29.11. referiert Carsten Frerk, der fundierteste Kenner der deutschen Kirchenfinanzen, auf Einladung des Bahnhofs und des IBKA unter dem Titel: „Den Seinen gibt’s der Herr vom Staat„. Die Redaktion der Anzeigen-Postille Coolibri war von dem Titel offenbar intellektuell überfordert. Sie kündigt die Veranstaltung schlicht und traditionell an: „Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf“. Carsten Frerk ist u.a. auch Leiter des sehr empfehlenswerten Humanistischen Pressedienstes. Hier wurde z. B. auch ein Beitrag über Martin Luther veröffentlicht, der nicht wie die Mainstream-Medien verschweigt, dass Luther der wohl bedeutendste deutsche Antisemit vor Hitler war. Wichtige Quellen zu Luthers Antisemitismus sind bei Wikipedia zu finden.


Montag 01.11.10, 13:53 Uhr
Insgesamt 14 Strafverfahren gegen junge Antifaschisten

Weiterer Prozess gegen Antifaschisten

Am kommenden Mittwoch, den 3.11. findet um 12.00 Uhr im Amtsgericht Bochum, Raum C 148 ein Prozess gegen einen Teilnehmer der polizeikritischen Demonstration am 10. April 2010 in Bochum statt. Ihm wird Widerstand, Landfriedensbruch und versuchte Gefangenenbefreiung vorgeworfen. Die Antifaschistische Jugend Bochum (AJB) hält die Vorwürfe für unhaltbar und fordert einen Freispruch. Sie sieht in dem Prozess „einen weiteren Versuch, antifaschistischen Protest in Bochum zu kriminalisieren“. Die AJB schreibt: »Der 28-jährige Student versuchte eine Auseinandersetzung zwischen einem Demonstranten und einem Polizeibeamten am Rande der Demonstration zu deeskalieren. Nun sitzt er auf der Anklagebank. Die Demonstration richtete sich u.a. gegen das gewaltsame Vorgehen der Polizei gegen eine antifaschistische Sitzblockade am 26. März 2010. Sie zog diesbezüglich an der Polizeihauptzentrale in der Uhlandstraße vorbei, wo sich sich der Vorfall ereignete. mehr…


Montag 01.11.10, 11:59 Uhr

Kunstauktion von Amnesty International

Zum 39. Male findet am Sonntag, den 12. Dezember ab 11 Uhr in den Kammerspielen des Schauspielhauses eine Kunstauktion zugunsten der Menschenrechtsarbeit von Amnesty International statt. Bis zum 14. November können Kunstwerke hierfür im Café Ferdinand abgegeben werden. Vom 5. bis zum 9. Dezember werden die Exponate dann im Foyer des Bochumer Schauspielhauses ausgestellt. Einzelheiten.