Archiv für den Monat: Februar 2010


Mittwoch 24.02.10, 08:00 Uhr
Buchvorstellung und Diskussion mit „Kollektiv Rage"

Die Zeit der Forderungen ist vorbei

Am Freitag, den 26. Februar, findet um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum eine Buchvorstellung und Diskussion statt mit den AutorInnen von Banlieue: Die Zeit der Forderungen ist vorbei. In der Ankündigung heißt es: »Am 27.Oktober 2005 starben in einem Vorort von Paris Bouna (15 Jahre) und Zyed (17 Jahre) auf der Flucht vor der Polizei. In den darauf folgenden drei Wochen brannte es Nacht für Nacht in ganz Frankreich – vor allen in den verarmten städtischen Randgebieten, den Banlieues. Anschlagsziele waren in erster Linie Autos sowie Einrichtungen des öffentlichen Dienstes, d.h. Schulen, der öffentliche Nahverkehr, die Feuerwehr, die Polizei. Die französische Regierung erklärte den Ausnahmezustand. mehr…


Mittwoch 24.02.10, 07:00 Uhr
Ausstellung in der Volkshochschule:

terre des hommes: Vertreibung stoppen!

Vom 1. März – 1. April ist in der Volkshochschule eine Ausstellung von terre des hommes zu sehen unter dem Titel „Vertreibung stoppen! – Kinder brauchen ein Zuhause“. In der Einladung heißt es: »Weltweit gibt es schätzungsweise 25 Mio. Menschen, die in ihrem eigenen Land auf der Flucht vor Krieg und Gewalt sind. Diese Menschen werden aus ihren Dörfern verjagt und fliehen aus Furcht vor drohender Gewalt. Die Vertreibungen stehen häufig im Zusammenhang mit bewaffneten Konflikten oder mit sog. Entwicklungs- und Infrastrukturprojekten (z.B. Staudämme). Daher möchte terre des hommes mit der Kampagne „Vertreibung stoppen! – Kinder brauchen ein Zuhause“ auf die dramatische Lage der Vertriebenen weltweit aufmerksam machen.«


Dienstag 23.02.10, 21:30 Uhr

Ver.di kündigt Bündnis für soziale Gerechtigkeit an

Der ver.di Bezirk Bochum Herne hatte heute erstmals zu einem Neujahrsempfang geladen. Ver.di Sekretärin Gudrun Müller (Foto) warnte in ihrer Begrüßungsrede davor, die Angriffe von Westerwelle zu unterschätzen: „Westerwelle stellt vielmehr mal eben die Systemfrage. Er will die neoliberalen Veränderungen, die bereits in den letzten Jahren stattgefunden haben, unumkehrbar machen und weitere Pflöcke einschlagen, um die Reste des Sozialstaats, der kommunalen Selbstverwaltung und der sozialen Daseinsvorsorge ein für alle mal einzudampfen.“ Gudrun Müller kündigte an: „Insofern ist mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen am 9. Mai, aber ganz sicher auch darüber hinaus der Bedarf an politischer und sozialer Gegenmacht groß.
Diese Gegenmacht muss sich in Bochum und Herne in Form von breiten Bündnissen um die Frage der sozialen Gerechtigkeit und der Lebensfähigkeit der Städte und Gemeinden manifestieren. Dafür wollen wir heute den Anstoß geben und Sie/ Euch herzlich bitten mitzuhelfen, damit wir uns in einem solchen Bündnis zusammenfinden können. […] Deshalb werden wir schon sehr bald die Initiative zur Bildung eines solchen Bündnisses ergreifen, das hoffentlich noch vor der Landtagswahl mit nicht zu ignorierenden Aktionen in die Auseinandersetzungen eingreift.“ Die Rede im Wortlaut.


Dienstag 23.02.10, 21:30 Uhr

Rede von ver.di-Sekretärin Gudrun Müller zum Jahresauftakt 2010 am 23. Februar

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
Im Namen des Bezirksvorstands des ver.di Bezirks Bochum-Herne begrüße ich Sie und Euch ganz herzlich zu unserem ersten politischen Jahresauftakt.
Wir bedanken uns dafür, dass Ihr unserer Einladung zu diesem Neujahrsempfang gefolgt seid.
Manche von Euch werden sicher in den letzten Wochen schon einige solcher Veranstaltungen absolviert haben.
Jetzt ist bereits Mitte Februar und wir sind mit unserem Neujahrsempfang tatsächlich reichlich spät dran.
Das ist uns bewusst, aber dafür gibt es Gründe.
Zum Einen hat unsere Bezirksdelegiertenkonferenz erst am
1. Dezember des letzten Jahres beschlossen, künftig solche Empfänge durchzuführen, und zum Anderen ist unsere Organisation an vielen Stellen und zu vielen Themen gefordert.
Ganz besonders sticht hier die aktuelle, sehr komplizierte Tarifrunde des Öfeentlichen Dienstes heraus, die uns seit Anfang Januar in Aktion hält. Am 04. Februar hatten wir in unserem Bezirk mit weit über 4.000 Streikenden in Bochum und Herne eindrucksvoll gezeigt, dass wir in der Lage und auch willens sind, für unsere Interessen zu kämpfen.
Ich will auch hier in diesem Kreis noch einmal betonen, dass gerade in der Wirtschaftskrise es notwendig ist, durch Tariferhöhungen die Kaufkraft zu stärken – in diesem Sinn wirken Tariferhöhungen besser als jedes Wachstumsbeschleunigungsgesetz.
Aktuell befinden wir uns in der Schlichtung. Schlichtungszeit ist warnstreikfreie Zeit. Insofern ist im Moment – vordergründig zumindest – Ruhe eingekehrt – was aber nicht bedeutet, dass wir uns nicht auf den Fall des Scheiterns des Schlichtungsverfahrens vorbereiten würden. Das Gegenteil ist der Fall. Auch wenn wir alle hoffen, dass die Schlichtung zu einem akzeptablen Ergebnis führt, werden wir für den Fall, dass unsere Hoffnung nicht realisiert wird, vorbereitet und gerüstet sein, um weiter für unsere berechtigten Interessen zu streiten.
Diese Tarifauseinandersetzung, aber auch andere Themen binden selbstverständlich bei uns viel Personal, Kräfte und Energie.
Und dennoch sind wir fest entschlossen, künftig derartige Veranstaltungen wie die heutige durchzuführen – ab nächstem Jahr dann sicher auch bereits im Januar.
Derartige Veranstaltungen sind für uns von besonderer Wichtigkeit.
Schließlich sind wir mit unseren über 31.000 Mitgliedern eine der stärksten Gewerkschaftsverbände in unseren beiden Städten Bochum und Herne – ja sogar – und darauf können wir Stolz sein – im mittleren Ruhrgebiet.
Wir sind uns dieser Organisationsstärke und damit verbundenen politischen Kraft sehr bewusst, wollen diese aber zukünftig noch stärker in die Waagschale der örtlichen Auseinandersetzungen und Debatten legen.
Darüber hinaus sehen wir Bedarf, uns in Bochum und Herne, noch stärker zur Gesellschaft hin zu öffnen. Wir wollen sozusagen unsere Fenster und Türen aufmachen und frische Luft hereinlassen.
Wir wollen offensiver den Dialog suchen, mit politischen Entscheidungsträgern, aber auch mit Schwestergewerkschaften, mit den Parteien und Verbänden, mit den Kirchen und den sozialen Bewegungen in unseren beiden Städten.
So hat es unsere Bezirksdelegiertenkonferenz am 1. Dezember beschlossen und so wollen wir unserer politischen Verantwortung – auch hier vor Ort in Bochum und Herne – wirksamer und deutlicher vernehmbar gerecht werden.
Wir sind überzeugt – dies ist heute wichtiger denn je!
Ich denke, niemandem ist entgangen, dass in diesen Tagen eine Welle durch unser Land rollt – eine Westerwelle. Eine Welle, die zunächst vordergründig betrachtet auf den 9. Mai, also die Landtagswahlen in NRW zielt, die aber tatsächlich grundsätzliche Fragen aufwirft.
Insofern wäre es töricht und leichtfertig, das Geschwätz von „anstrengungslosem Wohlstand“, von „spätrömischer Dekadenz “ oder von „geistigem Sozialismus “ als bloßes Wahlkampfgetöse abzutun.
Um Wahlkampfgetöse geht es Westerwelle selbstverständlich auch – aber mit Sicherheit nicht nur!
Dem FDP-Kapitän auf der ins Schlingern geratenen FDP-TITANIC geht es um mehr, als nur um die Lufthoheit über den Stammtischen.
Westerwelle stellt vielmehr mal eben die Systemfrage. Er will die neoliberalen Veränderungen, die bereits in den letzten Jahren stattgefunden haben, unumkehrbar machen und weitere Pflöcke einschlagen, um die Reste des Sozialstaats, der kommunalen Selbstverwaltung und der sozialen Daseinsvorsorge ein für alle mal einzudampfen.
Mit seinen provokativen Äußerungen zur HARTZ IV-Debatte attackiert er unverhohlen den Sozialstaat. Wenn Westerwelle für die „geistig-moralische Wende“ plädiert und „Die Mitte unserer Gesellschaft wieder in die Mitte der Politik rücken“ will, dann sind wir gemeinsam gefordert, diese neoliberale Propaganda als parteitaktisches Ablenkungsmanöver, das auf Kosten der Arbeitslosen betrieben wird, zu entlarven.
Dabei spricht er nur das aus, was sich die wirklich dekadente, neoliberale Gemeinde aus wahltaktischen Gründen und angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise, momentan nur hinter vorgehaltener Hand zu sagen traut.
Und das – liebe Kolleginnen und Kollegen, meine Damen und Herren – ruft uns, die Gewerkschaften, auf den Plan.
Vor diesen Absichten der Westerwelles und Co. müssen – ja da wollen wir vor sein.
Aber nicht nur wir, denn – so stark wir auch sind – unsere Kraft – und so realistisch sind wir – unsere Kraft allein reicht dafür nicht aus!
Wenn in der aktuellen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise auch das Scheitern des Neoliberalismus und der Sozialstaatsfeinde mehr als offenkundig geworden ist, so haben wir es doch mit einem einflussreichen, parteiübergreifenden Machtblock von Gegnern zu tun.
Insofern ist mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen am 9. Mai, aber ganz sicher auch darüber hinaus der Bedarf an politischer und sozialer Gegenmacht groß.
Diese Gegenmacht muss sich in Bochum und Herne in Form von breiten Bündnissen um die Frage der sozialen Gerechtigkeit und der Lebensfähigkeit der Städte und Gemeinden manifestieren.
Dafür wollen wir heute den Anstoß geben und Sie/ Euch herzlich bitten mitzuhelfen, damit wir uns in einem solchen Bündnis zusammenfinden können.
Wir mögen vielleicht in einer ganzen Reihe politischer oder auch tarifpolitischer Fragen unterschiedlicher Meinung sein. Ich denke aber, dass wir alle – oder doch viele von uns – einen gemeinsamen Nenner finden können, wenn es um die Verteidigung des Sozialstaatsgebots des Grundgesetzes oder um die kommunale Daseinsvorsorge in Bochum und Herne geht.
Der ver.di Bezirk Bochum-Herne will seinen aktiven Teil dazu beitragen.
Deshalb werden wir schon sehr bald die Initiative zur Bildung eines solchen Bündnisses ergreifen, das hoffentlich noch vor der Landtagswahl mit nicht zu ignorierenden Aktionen in die Auseinandersetzungen eingreift.
Zum Mitmachen möchte ich Sie/ Euch ermuntern – auch das ist ein Ziel des heutigen Abends.
In diesem Sinne, danke ich nochmals für die Wertschätzung und freundliche Aufmerksamkeit, die in Ihrem/ Eurem Besuch in unserem schönen ver.di-Haus hier zum Ausdruck kommt.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Sehr geehrte Damen und Herren,
Begrüßt mit mir besonders, die Oberbürgermeisterin
der Stadt Bochum, unsere Kollegin Frau Dr. Ottilie Scholz und den Oberbürgermeister der Stadt Herne, unseren Kollegen Horst Schiereck.
Beide haben nunmehr die Gelegenheit, ihre Grußworte an uns zu richten.
An dieser Stelle hätten wir uns eigentlich auf die Ausführungen eines kritischen Weggefährten freuen sollen, der in unserem Bezirk inzwischen kein Unbekannter mehr ist.
Die Rede ist von unserem Kollegen, Prof. Dr. Heinz Bontrup.
Kollege Bontrup kann leider wegen einer akuten Erkrankung heute nicht unter uns sein. Wir wünschen ihm von hier aus aber gute Besserung.
So darf ich Sie / Euch bereits jetzt zu einem kleinen herzhaften Imbiss einladen. Ich wünsche uns allen gemeinsam einen schönen Abend mit netten und anregenden Gesprächen und richte noch ein herzliches Dankeschön an den Musiker, der mit seiner Musik an diesem Abend eine angenehme Atmosphäre geschaffen hat.


Dienstag 23.02.10, 19:00 Uhr

Kein Werben fürs Sterben in Schulen

Die SDAJ Bochum lädt zu einer Veranstaltung „Bundeswehrfreie Zone – Kein Werben fürs Sterben in Schulen und Jobcentern!“ am Montag, den 1. März um 19.00 Uhr in den Bahnhof Langendreer ein: »Die Bundeswehr hat massive Nachwuchsprobleme: Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt die Auslandseinsätze der Armee ab, die Anzahl der Wehrdienstleistenden sinkt. Um auf lange Sicht einsatzfähig zu bleiben, muss die Bundeswehr ihren Ruf bei den Jugendlichen verbessern – Das versucht sie vor allem in Schulen und auf Jobmessen. Michael Schulze von Glaßer wird über die Nachwuchsbestrebungen der Bundeswehr vor allem in Schulen berichten. Als Beirat der IMI (Informationsstelle Militarisierung) hat er zwei Studien zur Nachwuchs- und Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr veröffentlicht.«


Dienstag 23.02.10, 13:00 Uhr

DGB-Bochum: „Armut wächst rasant“ 1

Nach Berechnungen des DGB sind in Bochum etwa 53.000 Menschen von Armut betroffen. Die aktuellen Daten des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) sieht der Deutsche Gewerkschaftsbund in Bochum als bedrückende Bestätigung seiner Befürchtungen. Die in diesen Tagen veröffentlichten Zahlen machten noch einmal die unbedingte Notwendigkeit einer aktiven Gegenbewegung deutlich. Nach den DIW-Daten leben in Deutschland rund 11,5 Mio. Menschen unter der von der EU vorgegebenen Armutsrisikoschwelle. Das sind 14 Prozent der Bevölkerung. Im Jahr 2008 lebten knapp ein Viertel der Erwachsenen zwischen 19 und 25 Jahren in Haushalten mit einem verfügbaren Einkommen unterhalb der Armutsschwelle. Allein in diesen Alterskohorten wuchs das Risiko in den vergangenen 10 Jahren um 6 Prozent. Für die jungen Menschen erfolgt der Einstieg in den Arbeitsmarkt zunehmend über prekäre Beschäftigung und schlecht bezahlte Praktika („Generation Praktikum“). mehr…


Dienstag 23.02.10, 12:12 Uhr
Vortrag für Frauen am 4. März an der RUB

Geschlechterperspektive in der Medizin

Im Rahmen der Bochumer Frauengesundheitswochen begrüßt das Bochumer Frauenarchiv Leihse am 4. März 2010 um 19 Uhr PD Dr. Vera John-Mikolajewski an der RUB. Thema ihres Vortrags ist die Entwicklung der Geschlechterperspektive in der Medizin. Lange Zeit galt der Mann in der Medizin als Norm: an ihm wurden Medikamente getestet, sogar die Anti-Baby-Pille. Die Frau als Abweichung von der Norm – diese Sichtweise führt bis heute dazu, dass Symptome, z.B. für den Herzinfarkt, bei Frauen falsch gedeutet werden, weil sie von denen des Mannes abweichen. Nähere Infos mehr…


Montag 22.02.10, 22:00 Uhr
Dokumentarfilm über Abschied und Tod

Bilder, die bleiben

Am Sonntag, den 28. Februar, um 17.00 Uhr wird im Frauenarchiv ausZeiten, Herner Str. 266, der Film gezeigt Bilder die bleiben . In der Ankündigung heißt es: »Vielen Frauen ist der Film „Lebenskünstlerinnen“ über Frauen mit Brustkrebs bekannt. „Bilder, die bleiben“ begleiten die Lebenskünstlerin Gesine Meerwein bei ihrem Sterbeprozess. Als die Dreharbeiten für den Film beginnen, weiß niemand, wann sie sterben wird. Gesine Meerwein bindet ihr Freundinnennetz und ihre Familie in ihre offene und eigenwillige Auseinandersetzung mit Tod und Bestattung ein. Die beiden Filmemacherinnen Katharina Gruber und Gisela Tuchtenhagen dokumentieren den Sterbeprozess und auch den Abschiedsprozess der Angehörigen vom Körper der Verstorbenen. mehr…


Montag 22.02.10, 16:00 Uhr
Am 5. und 8. März in Bochum:

Für eine Welt ohne Atomwaffen

Das Bochumer Friedensplenum beteiligt sich an einer Kampagne zur atomaren Abrüstung und schreibt auf seiner Webseite: »Am 6. August 2009, dem 64. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima startete auf Sylt ein Friedensmarsch gegen Atomwaffen, der über 1200 km bis zur Zugspitze führen soll. Immer dabei ist die blau-weiße Fahne mit der Aufschrift „Friedensmarsch zum Gedenken an Hiroshima 1945-2010 – Für eine Welt ohne Atomwaffen”. Sie wird zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch Deutschland getragen und im kommenden Sommer an japanische Jugendliche übergeben. Am 5. März wird die Stafette von Herne kommend Bochum erreichen. Wie überall werden Unterschriften unter einen „Appell für eine von Kernwaffen befreite Welt” gesammelt. mehr…


Sonntag 21.02.10, 20:00 Uhr

NPD-Bus angezündet?

Die Bochumer NPD schreibt in einer Pressemitteilung, dass in der gestrigen Nacht ein NPD-Wahlkampfbus angezündet worden sei:  „Bisher unbekannte Täter drangen auf das Gelände der NPD-Geschäftsstelle ein und setzten einen Kleintransporter der Partei in Brand und beschmierten das Gebäude mit linksextremistischen Symbolen.“ Die Bochumer Polizei hat dazu noch keine Erklärung abgeben.
Nachtrag Montag, 9.00 Uhr: Die Pressestelle der Polizei hat den Vorgang bestätigt.


Sonntag 21.02.10, 18:00 Uhr
Treffen des Bochumer Sozialforums:

Plenum der spätrömischen Dekadenz 1

Das monatliche Arbeitstreffen des Bochumer Sozialforums findet, wie gewohnt am letzten Montag eines Monats, diesmal am 22. Februar um 19:00 Uhr im Sozialen Zentrum, Josephstr.2 statt. In der sehr motivierenden Einladung heißt es: »Das Bochumer Sozialforum möchte Euch zum spätrömischen Plenum der Dekadenz einladen.  Das Plenum ist – wie immer – offen für neue Aktive und Interessierte! Seit Monaten findet mit großer Unterstützung der Medien eine beispiellose Hetzkampagne gegen Arme, MigrantInnen, Arbeitslose und  Hartz IV-EmpfängerInnen statt: Erst das “Herrschaftliche Liedgut” eines Peter Sloterdijk, dann Thilo Sarrazin und Roland Koch und nun als vorläufiger Höhepunkt der sozialen Demagogie, die Parolen einer WesterWelle. Westerwelle wie Sloterdijk in “Die Revolution der gebenden Hand” spitzen die menschenverachtenden Kampagne zu “Sozialmissbrauch” und Verschärfung der Sanktionen zu: Die Sozialen Grundrechte an sich sind der Missbrauch der Nehmenden. Die Ausgebeuteten sind die Reichen: Enteignung qua Einkommenssteuer durch den Steuerstaat. Eigentlich könnte man über so viel Irrsinn nur lachen. Doch Westerwelle & Co bedienen hier einen gefährlichen Sozialrassismus, der an den Stammtischen ankommt: “Dass die Leute gekürzt werden, die da parasitieren, Parasiten nennt man so was” resoniert es bei der bayerischen FDP in Straubing (siehe Panorama vom 18.2.10 “Die Liberalen und die Dekadenz: Aufstand der Besserverdienenden”). Der ganze Lärm läutet eine neue gigantische Umverteilung von unten nach oben ein. Dagegen müssen wir einen breiten Widerstand organisieren! Und es geht nicht nur um die Erhaltung des Status quo… Das Plenum bietet die Gelegenheit, über all diese Dinge zu sprechen und Widerstand zu verabreden. Weitere Diskussionspunkte können natürlich wie üblich ins Plenum eingebracht werden.«


Sonntag 21.02.10, 15:01 Uhr
Samstag, 6. März 2010, 10 - 18 Uhr im Bahnhof Langendreer

Werkstatt-Treffen zum Afghanistan-Krieg

Am Samstag, 6. März findet von 10.00 – 18.00 Uhr im Bahnhof Langendreer ein Werkstatt-Treffen statt unter dem Motto: „HeRAUS AUS der Sackgasse in AFGHANISTAN“. In der Einladung heißt es: »Das Thema Krieg in Afganistan und die Notwendigkeit des „Exit“ ist auf der Tagesordnung. Die Redaktionen von „kultuRRevolution“ und „AMOS“ haben dazu einen Appell „Heraus aus der Sackgasse in Afghanistan“ verfasst und ihn am 28.1. in der Wochenzeitschrift Der Freitag mit vielen Unterschriften per Anzeige veröffentlicht.«  Als Ziel der Tagung wird u. a. genannt: den „zivilgesellschaftlichen Druck auf Parteiführungen, Parlament und Regierung zu erhöhen.“ Themen sind u. a.: Militärstrategische Einschätzung/ Exit-Strategie;  Medienkritik; völkerrechtliche Fragen; friedensethische Positionen.  Als ReferentInnen haben zugesagt: Andreas Zumach, Genf; Margarete Jäger, Duisburg; Johannes Weissinger, Bad Lasphe und Jürgen Link, Hattingen. Angefragt als Referent ist Tobias Pflüger, Tübingen. Zur vollständige Einladung.


Samstag 20.02.10, 19:00 Uhr

So sieht ein Neuanfang bei der CDU aus

Franz Josef Jung befördert Konrad zum Oberst der Reserve

Februar 2009: Franz Josef Jung befördert Christoph Konrad zum Oberst der Reserve

Die Bochumer CDU hat auf ihrem heutigen Parteitag Christoph Konrad mit 172 von 195 Stimmen zum neuen Kreisvorsitzenden und damit zum Nachfolger von Klaus Franz gewählt. Siehe auch den ausführlichen Bericht auf der Webseite der Ruhr Nachrichten. Franz war vor zehn Jahren in einer Kampfkandidatur gegen Konrad zum Vorsitzenden gewählt worden. Konrad ist im letzten Jahr dabei gescheitert, erneut ins Europaparlament gewählt zu werden. Vor fünf Jahren musste er für das elterliche Speditionsunternehmen, dessen Geschäftsführer er war, Insolvenz anmelden. Die CDU stürzte bei der Kommunalwahl im letzten Herbst in Bochum um fünf Punkte auf 27,4 Prozent ab. In den letzten Jahrzehnten haben die Christdemokraten in Bochum mehr als 50 Prozent ihrer Mitglieder verloren. Nach der Kommunalwahl kündigten sie einen „Neuanfang“ an. Neben dem mehrfach gescheiterten Konrad gibt es auch ein völlig neues Gesicht an der Spitze der Ratsfraktion. Ihr Vorsitzender heißt jetzt Klaus Franz. Sein Vorgänger als Fraktionsvorsitzender Lothar Gräfingholt löste in einer Kampfkandidatur Roland Mitschke, den bisherigen Schatzmeister der Bochumer CDU, ab. Neuanfänge über Neuanfänge.
Fotoquelle.


Samstag 20.02.10, 16:41 Uhr
"Nach Troja II (Insel)" im Theater Rottstr.5

Eine Philoktet-Variante auf LSD…

Florian Kühlem

Foto: Florian Kühlem

…versprechen die TheatermacherInnen für die Aufführung am Donnerstag, 25. Februar um 20 Uhr der geneigten BesucherIn. Dann nämlich zeigt das Rottstr5Theater! die szenische Premiere von „Nach Troja II (Insel)“. Die Trilogie ist das ambitionierteste Projekt des jungen Theaters und gerade im Hinblick auf die anstehende Uraufführung des „Odyssee Europa“-Projektes der Ruhr2010 eine spannende Ergänzung, da sie eine weitere ganz eigene Sichtweise auf den mythologischen Stoff vermittelt. Sowohl „Nach Troja I (Heimkehr)“ – das beeindruckende Solo von Arne Nobel – als auch die szenischen Lesungen der beiden anderen Teile fanden trotz oder gerade wegen der hochkomplexen und enorm dichten Textcollage viel Beachtung. Zum Stück: mehr…


Samstag 20.02.10, 15:49 Uhr

Erfolgreiche Arbeit der VVN-BdA

Klaus Kunold

Klaus Kunold

Am gestrigen Freitag fand die Jahreshauptversammlung der Bochumer Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) statt. Klaus Kunold, alter und neuer Vorsitzender, betonte, dass die VVN-BdA öffentlich sehr wirksam in ihren drei Hauptbetätigungsfeldern Erinnerungsarbeit, Friedensarbeit und natürlich Antifaschismus, besonders gegen die NPD im Stadtparlament, war. Zur Erinnerungsarbeit gehöre nicht nur die Herausgabe wichtiger Broschüren, die sich mit Bochum im Faschismus beschäftigen, sondern auch zahlreiche Stadtrundgänge insbesondere mit Schulklassen. Diese Stadtrundgänge führen zu Orten, an denen an „eine braune Stadt“ erinnert werden kann. Als besonderen Höhepunkt der VVN-BdA-Arbeit bezeichnete Klaus Kunold die Einweihung des neu gestalteten Ehrenrundplatzes auf dem Hauptfriedhof am Freigrafendamm im September 2008 in Anwesenheit von Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz.  Dieser Ehrenrundplatz erinnert an die ermordeten antifaschistischen Widerstandskämpfer. mehr…


Samstag 20.02.10, 14:30 Uhr

Studiengebühren für die Uni-Bibliothek?

Die BSZ schreibt in ihrer aktuellen Ausgabe, dass die Bochumer Uni-Bibliothek derzeit eine halbe Million Euro jährlich aus Studiengebühren erhält. Jetzt fordert sie vom Rektorat zusätzliche Gebührenmittel. KritikerInnen befürchten, dass die langfristige Verplanung der Gelder als Argument gegen eine Abschaffung oder Senkung der Gebühren herhalten muss – obwohl bei Einführung der Studiengebühren ja versprochen wurde, dass nur zusätzliche Leistungen mit ihnen finanziert werden dürfen. Von den Zuweisungen würden inzwischen allerdings Dienstleistungen der Uni-Bibliothek angeboten, die unerlässlich für die Arbeit von Studierenden und Forschenden sind. Der reguläre Etat der Uni-Bibliothek sei zu niedrig, um Forschung und Lehre ausreichend zu bedienen, erklärt Bibliotheksdirektorin Erda Lapp: „Die Versorgung mit elektronischen wie gedruckten Informationen gehe ’natürlich nicht zum Nulltarif‘.“ Zum Artikel. Weitere Themen in der aktuellen bsz sind unter anderem das Hoffen und Bangen nach dem Hartz-IV-Urteil, die drohende Abwicklung der Angewandten Informatik an der RUB und die neue Theater-Total-Performance zum Israel-Palästina-Konflikt. Die gesamte Ausgabe als pdf-Datei.


Samstag 20.02.10, 09:00 Uhr

DüBoDo und Bundesautobahn Außenring 2

Bochumer "Lösung"

Die Bürgerinitiative Bochum gegen die DüBoDo lädt ein zu einer Bürgerversammlung, am 1. März, um 19.00 Uhr im Evangelischen Baumhofzentrum, Baumhofstr. 9. In der Einladung heißt es: »Der Kampf gegen den Neubau der A 44 in Bochum (Opel-Querspange/DüBoDo) und gegen die Aufstufung des Außenrings zur Autobahn nähert sich dem Höhepunkt. Im Frühjahr dieses Jahres ist mit der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig über die Klage der Bürgerinitiative Stopp DüBoDo zu rechnen. Auf einer Bürgerversammlung wollen wir berichten über den Stand des Gerichtsverfahrens, über eine neue Verkehrsprognose bis 2025 und die zu erwartenden Verkehrsbelastungen auf dem Außenring samt Lärm und Schadstoffen und über eine notwendige Unterstützung für die Klage der Bürgerinitiative. mehr…