Archiv für den Monat: Februar 2007


Donnerstag 22.02.07, 12:26 Uhr

Braune Schmierereien

david-175.jpgMehrere Schaufenster, in denen das Plakat „David statt Goaliat – Kein Naziladen im Ehrenfeld – und auch nicht anderswo“ hängt, sind heute Nacht mit brauner Farbe beschmiert worden. Neben einer Reihe von Geschäfte waren auch das Büro der Linkspartei an der Uni-Straße und ein Fenster von Thomas Zehnter, der das Plakat gestaltet hat, Ziel der Schmiererei. Die Initiative, die sich für die Schließung des Nazi-Ladens in der Oskar-Hoffmann Straße einsetzt, wird ihre Kampagne in den nächsten Tagen verstärken und auch auf den Litfaßsäulen im Stadtteil plakatieren. Die Gewerkschaft ver.di wird das Plakat angezielt an Mitglieder schicken, die im öffentlichen Bereich für Aufklärung über den Nazi-Laden sorgen können. Außerdem wird das Plakat an alle Schulen der Stadt verschickt. Siehe auch bo-special „no-naziladen“.


Donnerstag 22.02.07, 12:23 Uhr

Volksinitiative gegen Verkauf der LEG startet Endspurt

logoDie im Sommer 2006 gestartete Volksinitiative „Sichere Wohnungen und Arbeitsplätze“ geht in den Endpurt. Noch fehlen laut Mieterverein Bochum 20000 Unterschriften. Unterschriftenlisten können beim Mieterverein in der Brückstraße 58 unterschrieben werden oder von deren Website heruntergeladen werden.
Die Initiative richtet sich gegen den von der schwarz-gelben Landesregierung geplanten Verkauf der LEG, zu der auch 1300 Wohnungen des LEG-Tochterunternehmen Ruhr-Lippe gehören. Zweites Ziel der Volksinititiative ist die Wiedereinführung der erweiterten Kündigungssperrfrist. Diese wurde zum 1.1.2007 abgeschafft. In Bochum konnten bis dahin MieterInnen von in Eigentum umgewandelten Wohnungen 8 Jahre lang nicht gekündigt werden. Ab sofort gelten nur noch 3 Jahre.


Donnerstag 22.02.07, 09:00 Uhr
Kunst macht Station:

Outside of Eden

Die Bochumer Gruppe „Kunst macht Station“ wird am morgigen Freitag, dem 23. Februar um 19.00 Uhr die Fassade des seit Jahren leer stehenden Hotels Eden in der Bochumer Innenstadt in einen Kunstraum verwandeln. Unter dem Motto „Wandel durch Kunst“ will die Kunstaktion aufmerksam machen „auf die Situation in der vor allem durch Handel und Gastronomie geprägten Bochumer Innenstadt“. Mit weiteren Kunstaktionen will „Kunst macht Station“ im laufenden Jahr Räume für Kunst in der Bochumer Innenstadt schaffen. Die Vorbereitungen auf die Kulturhauptstadt 2010 sehen die AkteurInnen als „Chance für einen Wandel der Region Ruhr zu einem der spannendsten Kulturräume Deutschlands.“ Sie fragen dabei: „Doch was macht die Region Ruhr zu einer Kulturmetropole?“
Die morgige Aktion startet um 19.00 Uhr vor dem ehemaligen Hotel Eden, Ecke Westring/Rottstraße mit Videoprojektionen, die von Jazz begleitet werden.


Mittwoch 21.02.07, 13:13 Uhr

Sondersitzung zum Konzerthaus.

Für Mittwoch, dem 28. 2., 14.00 Uhr ist eine außerplanmäßige gemeinsame Sitzung der Ratsausschüsse für Kultur und Wissenschaft sowie Stadtentwicklung und Verkehr ins Museum Bochum einberufen worden. Einziger ernsthafter Tagesordnungspunkt ist die „Spielstätte der Bochumer Symphoniker“. Dies ist der nun gängige verniedlichende Begriff für das geplante Millionenprojekt Konzerthaus. „Eine Beschlussvorlage mit Kostenschätzung, Finanzierungs- und Betreibermodellen liegt nicht vor. Lediglich eine ‚Beschlussvorlage für den Rat‘ soll nachgereicht werden, moniert die Soziale Liste in einer Presseerklärung. Der Rat der Stadt Bochum tagt einen Tag später am 1. 3.. Die Soziale Liste Bochum kritisiert diese „hektisch betriebene Herbeiführung eines Beschlussses mit hoher und langer Tragweite energisch“. mehr…


Dienstag 20.02.07, 22:01 Uhr
Messstation an der Herner Straße:

Atemberaubende Feinstaubwerte

Die Bochumer WAZ schreibt in ihrer morgigen Ausgabe über die Feinstaub-Messstation an der Herner Straße: „Bochums erste Messstation, die seit dem 12. Januar Feinstaub, Ozon und Stickoxide an der vielbefahrenen Herner Straße aufzeichnet, wies in den ersten fünf Wochen bereits sechs Tage der Grenzwert-Überschreitungen mit mehr als 50 Mikrogramm/m3 aus. Damit liegt Bochum unter 66 NRW-Stationen bereits auf Platz drei – und auch das nur wegen der elf fehlenden Messtage.
Mit sieben und acht Überschreitungstagen stehen nur zwei Brennpunkte in Dortmund und Düsseldorf schlechter da als die Herner Straße.“ WAZ-Redakteur Tom Jost bezeichnet diese Werte in einer sehr schönen Formulierung als „atemberaubend“.
Die Hitliste der Überschreitungen ist auf einer Webseite des Landesumweltamtes zu finden. Eine weitere Webseite dokumentiert die halbstündig gemessenen Werte. Auf den Webseiten des Bundesumweltamtes ist die Verlaufskurve der Feinstaub-Belastung anschaulich gemacht. Der WAZ-Artikel, die Fortsetzung und der Kommentar.


Montag 19.02.07, 19:45 Uhr

Nazi-Schmierereien

Aus dem Polizeibericht: „Am Samstag, 17.02.2007, gegen 07.15 Uhr, bemerkten Zeugen, dass mehrere Kirchenfenster und die Scheiben eines Schaukastens der Kirche ‚Zum guten Hirten‘ in Bochum, Wienkopp, mit Farbe besprüht worden waren. Die Polizeibeamten stellten auf zwei Kirchenfenster zwei 1 x 1 m große Hakenkreuze in grüner und roter Farbe fest. Zudem wurde auf die Scheibe eines Schaukastens das Wort „Fuck you“ gesprüht. Die Beamten fertigten eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.“


Montag 19.02.07, 19:30 Uhr

Die Initiative „Mehr Demokratie“ distanziert sich von „Freiheit Wattenscheid“

Die Initiative „Mehr Demokratie“ distanziert sich von der Veröffentlichung einer Pressemitteilung sowie einer Anzeige des Vereins in der NPD-nahen „Freiheit Wattenscheid“. Die Zeitung hatte eine Pressemitteilung von Mehr Demokratie aufgegriffen, in der die Initiative obligatorische Bürgerentscheide über die Zusammenlegung bzw. Trennung von Gemeinden fordert. Daneben wurde eine Freianzeige des Vereins zum Thema Wahlrecht abgedruckt. „Wir sehen uns durch den Herausgeber arglistig getäuscht“, sagte Thorsten Sterk, Pressesprecher des Landesverbandes, am Montag in Köln. Der Macher der Zeitschrift habe sich ihm gegenüber in einer Anfrage als freier Journalist ausgegeben. Die Verwendung des Materials für die „Freiheit Wattenscheid“ sei zu keiner Zeit erwähnt worden. „Mehr Demokratie ist ein überparteilicher und gemeinnütziger Verein, der sich der Demokratie verschrieben hat, mit Extremisten wollen wir nichts zu tun haben“, so Sterk. Weitere Kontakte mit dem Blatt werde es nicht mehr geben.


Montag 19.02.07, 14:34 Uhr
ARGE-Beschwerdestelle:

Soziale Liste erinnert an die Ablehnung ihres Antrages

„Da hätte viel Geld und Ärger gespart werden können“, meint Günter Gleising von der Sozialen Liste zu den jetzigen Plänen eine „Widerspruchsstelle bei der ARGE“ einzurichten. Bereits zu der Ratssitzung am 15. 9. 2005 habe die Soziale Liste Bochum die „Einrichtung einer Beschwerdestelle bei der ARGE“ beantragt. „Nach längerer Debatte allerdings ohne Erfolg, weil nicht notwendig, so SPD und Grüne damals“, schreibt die Soziale Liste.
„So wurden Widersprüche und Klagen vor dem Sozialgericht provoziert. Auch die ARGE Bochum setzt, wie zuletzt bei den Heizkosten, immer mehr auf gerichtliche Klärung. Über 400 kostspielige Klagen liegen allein aus Bochum beim Sozialgericht Dortmund vor.“ mehr…


Sonntag 18.02.07, 17:00 Uhr

Gute Nacht G8

g8-logo-100.jpgIm Juni treffen sich die Regierenden der G8-Staaten in Heiligendamm in Mecklenburg. Das Bochumer G8-Plenum hat zur Mobilisierung des Protestes und des Widerstandes eine Veranstaltungsreihe vorbereitet. Auf der Webseite des G8-Plenums heißt es: „Die G8 könnte man beschreiben als ‚Weltregierung der Globalisierung‘, von niemandem gewählt und dennoch mächtig; zu mächtig und ohne jede Spur von Demokratie. Sie bestimmt weltweit, wo es lang gehen soll. Dazu trifft sie sich jährlich, im Sommer diesen Jahres in Heiligendamm unter Vorsitz der deutschen Bundesregierung.“
Mit der Veranstaltungsreihe „Gute Nacht G8“ will das G8-Plenum „über die globalen Herrschaftsverhältnisse aufklären. Wir wollen Diskussionsräume für einen kritischen Blick öffnen, der dazu beitragen kann, reflexartiges Einschwenken in ausgetretene Wege zu vermeiden und die globalen und lokalen Kämpfe über die Tage des G8-Gipfels hinaus zu stärken. Auch dadurch, dass der Widerstand vor Ort in Bochum und vom 2.-7. Juni in Rostock und Heiligendamm unübersehbar wird.“ Näheres auf der Webseite:http://www.g8-bochum.de/


Samstag 17.02.07, 19:00 Uhr

Im März: Bochumer Frauenwochen

leider gibt es noch nichts zum VerlinkenRund um den Internationalen Frauentag laufen den ganzen März über die „Bochumer Frauen Wochen“ mit mehr als 30 Terminen. Am 8. März selbst findet ab 15.00 Uhr ein Aktionstag unter dem Motto „Trotz alledem – Frauenpower in Bochum“ auf dem Rathausvorplatz statt. Hier wie auch bei dem Bündel an Veranstaltungen präsentiert sich wie schon in den vergangenen Jahren eine feministische Volksfront: Die CDU mit ihrer Frauen-Union ist mit dem Bund der Vertriebenen und dem Hausfrauenbund genauso vertreten wie die MLPD mit einer eigenen Veranstaltung und mit Courage und Solidarität International. Im Mensa-Foyer der Ruhr-Uni wird im März die Ausstellung „Von heute an für alle! Hundert Jahre Frauenwahlrecht“ gezeigt.
Während die Gleichstellungsstelle der Stadt frühzeitig ein Programmheft erstellt und verschickt hat, tut sich die Pressestelle der Stadt – wie in den vergangenen Jahren auch – schwer, Texte und Termine ins Netz zu stellen.
Hierzu ein Kommentar von Annette Schnoor.


Samstag 17.02.07, 18:00 Uhr

Studiengebührenboykott in Bochum vertagt

„Der Studiengebührenboykott findet zumindest für das Sommersemester 2007 in Bochum nicht statt,“ schreibt das Protestkomitee gegen Studiengebühren auf seiner Webseite. Bei der Wahl des Studierendenparlament hatte der bisherige AStA keine Mehrheit bekommen und die Rubrosen/Jusos waren WahlsiegerInnen. Die SozialdemokratInnen stehen der Boykott-Kampagne äußerst skeptisch gegenüber.
Das Protestkomitee zieht daraus die Konsequenz: „Mit einem AStA, der den Boykott nicht unterstützt, macht dieser wenig Sinn. In der entscheidenden Phase, wenn das Quorum von 20% erreicht worden ist, muss der AStA in Verhandlungen mit dem Rektorat treten. Steht der AStA dann nicht vollständig hinter dem Boykott, sind die Verhandlungen wenig erfolgversprechend. Außerdem muss die Infrastruktur des AStA genutzt werden, um die Studierenden zu informieren und Öffentlichkeitsarbeit leisten zu können. Ob dies alles möglich sein wird, ist im Moment noch fraglich. Schließlich führt die momentane Situation zu einem Risiko aller BoykotteilnehmerInnen, das der jetzige AStA und der Bochumer Bildungschancen e.V., so nicht tragen kann.“ Näheres unter: http://www.boykott-bochum.de/


Samstag 17.02.07, 13:30 Uhr
Sonntag, 18.02, 20.04 Uhr, Radio Friedensplenum, Urbo (98.5 Radio Bochum):

„Braune Engel“ im Theater Traumbaum

Am Sonntag, den 18.02., läuft die nächste Sendung von Radio Friedensplenum im „Unabhängigen Radio Bochum“, Urbo. Radio Friedensplenum schreibt dazu: „Dieses Mal besuchten wir das Kinder- und Jugendtheater Traumbaum, das im Moment zwei Stücke im Programm hat, die sich mit Rassismus und Neonazismus beschäftigen. Zum einen „Lumpenpott„, das sich eher mit der braunen Vergangenheit im Ruhrgebiet befasst und „Braune Engel„, das sich direkt mit den neuen nationalistischen und rassistischen Tendenzen in unserer Gesellschaft auseinandersetzt. Wir besuchten eine Vorstellung des Theaterstücks „Braune Engel“ und interviewten BesucherInnen (LehrerInnen und SchülerInnen) und auch die SchauspielerInnen von Traumbaum. Es werden auch kurze Auszüge aus dem Theaterstück zu hören sein. Zu empfangen ist die Sendung auf der Frequenz von 98,5 Radio Bochum.“


Freitag 16.02.07, 19:00 Uhr

Bochum bewegt: Geschichte und Geschichten von Frauen

Das Frauenarchiv ausZeiten präsentiert sich auf einer neu gestalteten Webseite. Hier wird auch für eine Veranstaltung im Rahmen der diesjährigen Frauenwoche am 28.2.,19.00 Uhr geworben:»„Welche deutsche Stadt galt lange Zeit als Hochburg der Frauenbewegung?“ so lautet eine Frage im Queer Quizbuch. Und die Antwort (das war 2003) ist: Bochum! Wir erinnern uns an die Vielfalt der Initiativen, Projekte und Themen der Frauen- und Lesbenbewegung von 1968 bis heute in Bochum. Dazu gibt es Informationen inklusive wertschätzender Einschätzungen. Von unterschiedlichen Erfahrungen und Entwicklungen ausgehend, bietet der Abend Gelegenheit, sich über Wünsche nach etwas Anderem, nach Mehr auszutauschen.«


Freitag 16.02.07, 18:00 Uhr
VVN - BdA Veranstaltung zur Kampagne:

NPD-Verbot jetzt!

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Bochumer Bündnisses gegen Rechts bietet die VVN – BdA Bochum eine Veranstaltung zum Verbot der NPD an. Diese Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 22. Februar um 19.30 Uhr im Gemeindesaal der Christuskirche statt. Referent ist der Bundesgeschäftsführer der VVN – BdA, Thomas Wilms.no-npd.gif In der Einladung heißt es: »Die NPD ist gefährlich, vor allem durch die Nähe zu den „freien Kameradschaften“, die sich mehr oder weniger fest um sie herum gruppiert haben und die durch ihre offene Aggressivität auffallen. Sie leisten fast die gesamte Arbeit der Nazipartei, und sie ermöglichen der NPD – Führung damit, als Biedermann aufzutreten. Wie schafft man es, durch ein Verbot der NPD den gesamten faschistischen Sumpf auszutrocknen? Bildet sich nicht sofort eine neue Partei, die dann die Arbeit der Nazis legal fortsetzt? Kann man die Arbeit der Faschisten nicht viel besser kontrollieren, wenn sie legal arbeiten und sich nicht in der Illegalität verstecken müssen? Oder sollte man nicht besser für ein antifaschistisches Klima sorgen, in dem Nazis einfach keine Chance haben. Kann dabei das NPD-Verbot nicht auch eine Hilfe sein?«


Donnerstag 15.02.07, 20:00 Uhr
Zur Abstimmung der Bochumer Bundestagsabgeordneten zur Gesundheitsreform:

DGB: „Gegen die Mehrheit der Bevölkerung“

„Außer Frau Fischbach haben alle Bochumer Bundestagsabgeordneten gegen die Mehrheit der Bevölkerung gestimmt. Die paritätische Finanzierung wird abgeschafft und die Zeche zahlen wieder die versicherten Arbeiter, Angestellten und Rentner“, so Michael Hermund Regionsvorsitzender des DGB zur jüngsten Abstimmung zur Gesundheitsreform im Bundestag.
Die Abstimmung über die sogenannte Gesundheitsreform zeige nach Ansicht des DGB wieder einmal deutlich wie die Lobbyarbeit der Pharmaindustrie, Ärztekammern, Arbeitgeberverbände und des Apothekerverbandes funktioniere.
„Den medizinischen Fortschritt zahlen demnächst ausschließlich die Versicherten über steigende Beiträge, während die Arbeitgeberbeiträge eingefroren werden“, so Hermund. mehr…


Donnerstag 15.02.07, 09:30 Uhr

Sankt Florian II: Werne & Weber

Im gestern veröffentlichten Agenda-Newsletter des Bochumer Mietervereins wird berichtet: »Arbeitskreis Stadtteil-Agenda Bochum-Werne feierte Etappenfest – Seit vielen Jahren setzen sich die engagierten Bürgerinnen und Bürger im Arbeitskreis Stadtteil-Agenda Bochum-Werne für die Auslagerung des örtlichen Abfallverwerters Weber und für weniger Müll- und Schwerlastverkehr im Stadtteil Werne ein. Im Jahr 2006 konnte man endlich aufatmen. Anlass der Freude: Das Unternehmen verlagerte seinen Hauptbetrieb in ein Industriegebiet in Gerthe. So lud der Arbeitskreis der Bochum-Agenda 21 am 10. September 2006 zu einem „Etappenfest“ um die Erfolge zu feiern.
Zu den Gästen gehörte die ehemalige NRW-Umweltministerin, Bärbel Höhn. Sie lobte den langen Atem der Initiative, die seit über zehn Jahre gegen den in unmittelbarer Nähe eines Wohngebietes angesiedelten Abfallverwerter und den die Zufahrtstraßen belastenden Müll-Schwerverkehr aus ganz Europa gekämpft hatte. mehr…


Donnerstag 15.02.07, 09:30 Uhr

Sankt Florian I: Gerthe & Weber

Die Bürgerinitiative (BI) gegen Mülltourismus in den Bochumer Norden schreibt heute:
„Trotz der Proteste von Bezirkspolitikern und zahlreichen Gerther und Merklinder Bürgern wurde der Firma Weber eine Genehmigung zum Bau und Betrieb einer Gewerbeabfallsortieranlage im Gewerbegebiet Nord erteilt. Im Umfeld der Dieselstraße befinden sich etliche Betriebe mit hoher Brandgefährdung. Das gesamte Gewerbe- und Industriegebiet gehört zu den Gefährdungsbereichen aus Methanzuströmungen in Bochum. Ein größerer Brand im Gewerbegebiet Nord durch ausströmendes Grubengas sorgte in jüngster Vergangenheit bereits für Schlagzeilen. mehr…


Donnerstag 15.02.07, 08:00 Uhr
AStA empfiehlt Widersprüche zum Gebührenbescheid

Ruhr-Uni startet Werbekampagne für Studiengebühren

Mit einer Werbeoffensive versucht die Ruhr-Uni ihre umstrittene Entscheidung zur Einführung von allgemeinen Studiengebühren in Höhe von 1.000 Euro pro Jahr zu verkaufen. Auf ihrer Webseite kündigt die RUB an: „Per Post werden alle eingeschriebenen Studierenden im Erststudium, alle Zweit- und Gasthörer der RUB über die künftige Regelung der Studienbeiträge informiert: mit einem persönlichen Anschreiben des Rektors“. Der AStA erwidert auf seiner Webseite: „Ergänzend zu den Informationen, die ihr von Uni und AStA per Post erhaltet/erhalten habt, findet ihr hier ausführliche Informationen.“ Der Tipp des AStA: „Wer die Gebühren wie wir für unsozial und nicht gerechtfertigt hält, sollte direkt nach Erhalt des Gebührenbescheides Widerspruch einlegen. Ohne Widerspruch gibt es keine Möglichkeit, das Geld zurück zu bekommen.“
Eindeutig rechtswidrig verhält sich die Ruhr-Uni, wenn sie auf einer Webseite schreibt: „Ab März 2007 können Sie mit Hilfe Ihrer Chipkarte über RUBICON Ihren Status im Studienbeitragssystem einsehen sowie Anträge auf Befreiung stellen.“ Alternativen zur Regelung mit der Chipkarte werden nicht angeboten. Bei der Einführung der Chipkarte wurde wegen ihres äußerst fragwürdigen Datenschutz-rechtlichen Charakters festgelegt: „Die Teilnahme am Pilotprojekt ist nur freiwillig möglich. Es dürfen keine wesentlichen Vorteile durch den neuen Ausweis entstehen.“


Mittwoch 14.02.07, 09:15 Uhr
Freitag, 16.Februar, 19.00 Uhr, Bhf. Langendreer, Halle

Blue Hour im Bhf. Langendreer

blue_hour_16-02-07.jpgDie Musikinitiative Ruhrklang schreibt zu diesem Konzert: „Drei Bands aus der Region werden wieder beweisen, welch großes Potential die Ruhrgebietsmusikszene zu bieten hat. Von Rock über Acoustic Emo bis hin zu Alternativ Metal reicht dieses Mal die musikalische Bandbreit der auftretenden Bands: Veranstaltet wird die Konzertreihe Blue Hour vom Kulturbüro der Stadt Bochum und der Kulturabteilung des soziokulturellen Zentrums Bahnhof Langendreer in Zusammenarbeit mit der Musikinitiative Ruhrklang.
Beginnen wird Serendipity aus Hattingen mit Power Rock mit Frauenstimme. Dann werden thoughts paint the sky aus Essen zeigen, dass Emocore auch mit akustischen Instrumenten energiegeladen sein kann. Am Schluss spielen [Seng:Fu] aus Gelsenkirchen, die zeigen werden, warum sie den Ruf haben, eine der besten Live Bands aus dem Ruhrgebiet zu sein. Let´s Rock! Der Eintritt zum Konzert ist frei und als kleine Zugabe haben alle KonzertbesucherInnnen freien Eintritt zur nachfolgenden Punk/Alternativ/Indie Disco (Break OUT) des Bhf. Langendreer.“


Mittwoch 14.02.07, 09:00 Uhr

Diskussion über Perspektiven der Freien Uni

fub-lebt-100.jpgDie Freie Uni (FUB) schreibt auf ihrer Webseite: „Ab dem 17. Februar 2007 findet im Sozialen Zentrum Bochum immer Samstags ab 20 Uhr das FUB-Café statt. Vorher, um 19:00 Uhr wird es regelmäßig ein Plenum zu den Perspektiven von FUB, QFW und den Protesten gegen Studiengebühren geben. Die BildungsaktivistInnen der Freien Uni lassen sich nicht unterkriegen. Wir machen im Exil weiter.
ACHTUNG: Diesen Samstag (17.02.) treffen wir uns schon um 12 Uhr im sz um die Perspektiven der FUB und des Protestkomitees für das nächste Semester zu entwickeln!“


Dienstag 13.02.07, 22:00 Uhr

Jusos auf Distanz zum RCDS

Fabian Ferber, Vorstand der Jusos/Rubrosen, schreibt zu der vorangegangen Meldung über die Wahl des Sprechers des Studierendenparlaments an der Ruhr-Uni, „dass der AL-Kandidat Sven Schulz bei der Stellvertreterwahl mit Stimmen der Rubrosen gewählt wurde, aber die Wahl nicht angenommen hat, weil ihm 20 Stimmen nicht ausgereicht haben, so zumindest seine Aussage im Studierendenparlament. Davor ist Julian Fennhahn vom RCDS gescheitert in mehreren Wahlgängen.“ Fabian Fenner dementiert die Spekulation über die Zusammenarbeit mit dem RCDS: „Dann hätte das Ergebnis wohl anders ausgesehen, oder?“


Dienstag 13.02.07, 19:00 Uhr

Jusos übernehmen die Leitung des Studierendenparlaments an der Ruhr-Uni

hapich-80.jpgMit den Stimmen der ChristdemokratInnen (RCDS), der Liberalen (LHG) und der Jusos/Rubrosen ist Matthias Hapich (Foto) von den Jusos heute zum Sprecher des Studierendenparlamentes (SP) an der Ruhr-Uni gewählt worden. Stellvertreter wurde Malte Dürr, der ebenfalls zu den Jusos gehört. Vor zwei Jahren hat es schon einmal eine enge Zusammenarbeit zwischen Jusos und RCDS an der Ruhr-Uni gegeben. Der RCDS wählte damals Kolja Schmidt von den Jusos zum AStA-Vorsitzenden, tolerierte einen Juso-geführten Minderheiten-AStA und wurden mit Jobs (für knapp 30.000 Euro) belohnt. Die Mehrheitsverhältnisse im SP erlauben eine Wiederholung dieser Koalition.


Dienstag 13.02.07, 18:35 Uhr

Mahnendes zum Freudentag des Blumenhandels

„Der Valentinstag ist ein Freudentag für Liebende – und den Blumenhandel. Doch dass bei der Produktion von Blumen häufig Menschenrechte verletzt werden, ist noch immer zu wenig bekannt,“, schreibt das Eine-Welt-Forum (EWF) Bochum. Das EWF weist auf das erschreckende Ausmaß der Kinderausbeutung auf lateinamerikanischen Blumenplantagen hin. Ferner: „Kinder sind auch die Leidtragenden, wenn ihre Mütter keine Existenz sichernden Löhne erhalten und unbegrenzt Überstunden arbeiten müssen.“
Das EWF fordert auf: „Zur Abschaffung ausbeuterischer Kinderarbeit und Durchsetzung von international anerkannten Arbeitsrechten für BlumenarbeiterInnen können auch VerbraucherInnen einen Beitrag leisten, indem sie zum Valentinstag Blumen des Flower Label Program (FLP) kaufen. FLP garantiert, dass weder Kinder noch Eltern unter ausbeuterischen Bedingungen auf den zertifizierten Blumenfarmen arbeiten. Das Eine Welt Forum Bochum informiert seit Jahren über das FLP, inzwischen haben sich viele Bochumer Fachgeschäfte der Aktion angeschlossen und führen FLP Blumen.“


Dienstag 13.02.07, 12:39 Uhr

Uni-Kinderhort erneut von Schließung bedroht

Der Schulkinderhort des AKAFÖ, der die Kinder der Studierenden der Ruhr-Universität und der Fachhochschulen Bochum betreut, ist erneut von der Schließung bedroht. Bereits im Februar letzten Jahres kämpften Eltern, ErzieherInnen und Hochschulen gemeinsam um den Erhalt der Hortgruppen, in denen zur Zeit insgesamt 30 Kinder betreut werden. Die Stadt Bochum sicherte daraufhin den Erhalt der Gruppen bis 2008 zu. Nach 2008 sollte dann zumindest eine Gruppe mit 15 Kindern weitergeführt werden. Doch, so heißt es in einer Mitteilung des AKAFOE, auch diese Regelung scheint nun gefährdet zu sein.
Aus diesem Grund protestieren Eltern, Erzieher und Kinder gemeinsam am 14.02.2007 um 15.00 Uhr vor dem Rathaus Bochum. Zu diesem Zeitpunkt tagt der Jugendhilfeausschuss der Stadt Bochum. Weiteres.


Dienstag 13.02.07, 12:30 Uhr

Soziale Liste wirft Stadtwerken Fehleinschätzungen vor

Die Soziale Liste schreibt: »Die Gaspreise der Stadtwerke Bochum sind deutlich zu hoch. Zudem halten die Stadtwerke zu lange an überhöhten Preisen fest, obwohl eine deutliche Senkung durch die Kopplung an den gesunken Ölpreis längst überfällig ist.
Das wird auch im jetzigen Streit um die überhöhten Abschlagszahlungen der Stadtwerke, insbesondere für Gas deutlich. Die Erklärung, dass noch „im Spätsommer 2006 eine um 15 bis 20 % höhere Vorauszahlung angemessen erschien“, weil weitere Preisanstiege bei „Strom und Gas absehbar waren“, zeigt, dass die Stadtwerke offensichtlich nur in Richtung „Erhöhung“ denken können. Aus Sicht der Sozialen Liste kann man hier nur von Fehleinschätzungen auf Kosten der Bürger sprechen. mehr…


Montag 12.02.07, 22:00 Uhr

Jedes fünfte Kind in Bochum lebt in Armut

„Kinderarmut – auch in unserer Stadt“ lautet das Motto einer Diskussion, zu der „Der Paritätische“ (DPWV) heute anlässlich seines Neujahrsempfanges in das Museum eingeladen hatte. Der Vorsitzende des Bochumer DPWV Hans Jürgen Banaschak, stellte in seiner Begrüßung klar, dass ganz bewusst kein Fragezeichen hinter dem Motto stehe. Dieter Greese, Vorsitzender des Kinderschutzbundes NRW unterstrich dies und rechnete vor, dass ca. 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Bochum in Verhältnissen unter der Armutsgrenze leben. Im Hauptreferat beschrieb Ernst-Ulrich Huster, Hochschullehrer an der ev. Fachhochschule, Ursachen, aktuelle Auswirkungen und langfristige Folgen der Kinderarmut. Er stellte fest, dass „10 Prozent der Kinder und Jugendlichen sich ganz oder teilweise der Schulpflicht entziehen. Dabei zeichnet sich insbesondere in den Großstädten ein weiteres Phänomen ab, das der Straßenkinder. Kinder ohne feste Bleibe und haushaltsmäßige Bezugspunkte, die sich sozialen Zwängen einschließlich der Schulpflicht etc. entziehen. Junge Menschen koppeln sich – nicht nur hier – von den Normen dieser Gesellschaft weitestgehend ab, Recht ist dann, was ihr schlichtes Überleben ermöglicht.“ Der Vortrag im Wortlaut.


Montag 12.02.07, 21:00 Uhr

Poker um Europas Opel-Werke geht in die nächste Runde

Der Bochumer Opelbetriebsrat hat heute eine Information verteilt, in der es heißt: »Am 6. Februar 2007 haben sich die Betriebsratsvorsitzenden der europäischen GM-Werke in Zürich getroffen und mit dem Europa-Chef Carl-Peter Forster und weiteren Managern von General Motors über die Zukunft der europäischen Opel- und GM-Werke gesprochen. Wichtiges Thema war die Zukunft der Astra-Werke. Ab 2010 soll der neue Astra (Delta II) produziert werden. Im Gegensatz zu früheren Ankündigungen könnte die Entscheidung über die Astra- Nachfolge bereits im Frühjahr 2007 erfolgen. Ab März werden die Verhandlungen unter Beteiligung der Betriebsratsvorsitzenden aus Bochum, Ellesmere Port, Antwerpen, Gliwice und Trollhättan starten.
Europa-Chef Forster: Schließung eines Astra-Werkes nicht vom Tisch!
Damit beginnen ohne Zweifel die schwierigsten Gespräche in der Geschichte von GMEuropa und des Bochumer Opel-Werkes. Alle an den Verhandlungen beteiligten Werke brauchen den neuen Astra zum Überleben. In diesen fünf Werken können 1,1 Millionen Autos gebaut werden. Da General Motors für Europa eine Produktion von 700.000 – 750.000 neuen Astras plant, bedeutet das eine akute Gefahr für ein bis zwei Standorte. Verschärfend kommt hinzu, dass General Motors in weiteren Werken den neuen Astra bauen will und durch neue Werke in Osteuropa zusätzliche Überkapazitäten geschaffen werden. In Pressemeldungen hat Carl-Peter Forster die Befürchtungen der Opel-Betriebsräte bestätigt, dass die Schließung eines Astra- Werkes möglich sei.« Im Wortlaut.


Montag 12.02.07, 20:00 Uhr

Antifademo angemeldet

Die Antifa-Gruppe azzoncao schreibt: »Für Samstag, den 17. März ist eine Antifaschistische Demonstration in Bochum angemeldet worden. Unter dem Motto „Schöner Leben ohne Naziläden“ soll auf die Existenz und das Wirken des Ladens „Goaliat“ aufmerksam gemacht werden.«


Montag 12.02.07, 16:00 Uhr
Freitag, 16.2., 19.30 Uhr, Bahnhof Langendreer

Das Öl, die Armut und die Umwelt – Wohin Nigeria?

In der Einladung zu einer Informationsveranstaltung am kommenden Freitag schreibt der Bahnhof Langendreer: „Wieder einmal kam es in Nigeria zu einer Öl-Explosion, diesmal in der Hauptstadt Lagos, wo Berichten zufolge mindestes 850 Menschen an Weihnachten ums Leben gekommen sind. Ähnliche Unglücke haben in den letzten zehn Jahren wahrscheinlich mehr als 3000 Todesopfer gefordert. In unseren Medien erfahren wir dann regelmäßig, dass in Afrikas größtem ölproduzierenden Land Korruption, Missmanagement und mangelnde Raffineriekapazitäten zu „Engpässen“ für die Bevölkerung führen. Dieser Mangel würde von Dieben und Plünderern ausgenutzt, die Pipelines anzapfen, um das Öl auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen und sich keinen Deut um das Leben der BewohnerInnen und die Sicherheit in den armen Stadtvierteln scheren würden.
Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Nigerias Öl-Reichtum ist fest in ausländischen Händen: nur fünf % verbleiben im Land, den Rest teilen sich wenige Multis auf. Das Land wird ausgesaugt, um die Folgen kümmern sich die Konzerne wenig. In der UN-Erhebung über menschliche Entwicklung, in die nicht nur das Bruttoinlandsprodukt, sondern auch die Ebenen Ernährung, Bildung, Gesundheitsfürsorge und Hygiene einfließen, taucht das superreiche Land unter den 20 am wenigsten entwickelten auf (2004). mehr…


Sonntag 11.02.07, 22:17 Uhr

Der kleine G8-Filmabend im Sozialen Zentrum

Das Sozialforum Bochum lädt am kommenden Dienstag (13.2.) ab 19 Uhr zur monatlichen redBar – Social Clubbing ins Sozialen Zentrum Bochum ein. Thema ist diesmal der G8-Gipfel im Juni in Heiligendamm. Zu Beginn werden verschiedene Video-Clips zum G8-Gipfel gezeigt (u.a. zum letztjährigen Camp). Im Anschluss daran möchte das Sozialforum mit allen Interessierten darüber diskutieren, was von den Gipfelprotesten hinsichtlich einer Stärkung der globalisierungskritischen Bewegungen zu erwarten ist.