Zu: Kirchenkampf entbrennt in Weitmar
Vorwurf der Illoyalität gegenüber dem Bischof wirkt unkirchlich
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Die auf 200 bezifferten “Aufständischen “ entsprechen ca. 10 % der ehemaligen Vierzehnheiligen-Gemeindemitgliedern. Eine derartige Beteiligungsquote wird in der Regel nicht einmal bei den turnusgemäß in Bochumer Kirchengemeinden stattfindenden Wahlen erreicht. Somit ergibt sich, dass nahezu alle Aktiven der ehemaligen Gemeinde weiterhin Gottesdienste in Vierzehnheiligen feiern wollen. Dennoch sieht Pfarrer Humberg hier nur “ Wenige “, bezeichnet deren Engagement als eine Art
“ Sportereignis “ und weist u.a. auf die Illoyalität gegenüber dem Bischof hin, was in diesem Zusammenhang auf mich so unkirchlich wirkt. Begrifflichkeiten wie Loyalität, Gehorsam und Treueid mögen zwar in der Politik u/o Kirche geschätzt sein, doch spätestens der hiermit praktizierte Missbrauch im “Dritten Reich” hat die Unterwerfung des eigenen Willens gegenüber einer Autorität prinzipiell bis zu den aktuellen Ereignissen in der Kirche in Misskredit gebracht. Schismatische Verhaltensweisen sind auch ohne die Aktivitäten in Vierzehnheiligen in der Kirche anderswo ( z.B. Pius-Bruderschaft ) bereits im vollen Gange. Das die hier zuständige XXL-Gemeinde St. Franziskus nach der Erstausgabe ihres Pfarrbriefs
” Pentateuch ” im August 2008 immer noch keine Folgeausgabe verteilt hat, zeugt nicht gerade von hoher Vitalität und Interesse an einer kontinuierlichen kirchlichen Informationsübermittlung an die Menschen im Bochumer Süden.
Zu: Urteil im Tortenprozess
“Zwischen Kultur- und Gauhauptstadt”
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Das Urteil gegen Martin Budich dürfte zunächst mitten im Kulturhauptstadtjahr Ruhr 2010 ein Klima der Einschüchterung hinsichtlich eines weiteren Engagements bei vielen Menschen gegen Naziaufmärsche wegen befürchteter staatlicher Verfolgung und Kriminalisierung ausgelöst haben. Das Urteil war nach Meinung vieler Zuschauer bereits vorgefertigt, so dass dann auch alles tatsächlich auf eine Verurteilung hinauslief und der fundierte Sachvortrag der Rechtsvertreterin der Beklagtenseite seitens des Amtsgerichts nicht berücksichtigt wurde. Bei aller Verbissenheit der Richterin und Staatsanwältin zwecks Interpretation der umstrittenen Karikatur, ist besonders pikant, dass diese das Tortenmännchen nicht einfach als Diskussionsgrundlage zur Verhinderung des Nazi-Aufmarsches anerkennen wollten.
Es drängt sich der Eindruck auf, dass Bochum derzeit auf der Wegstrecke zwischen gegenwärtiger Kultur- und ehemaliger Gauhauptstadt in einem sommerlichen Sumpfloch festsitzt. Im Mileau der Austarierung zwischen Rechts und Links ist dieser Zustand sicherlich nicht verwunderlich und es bedarf daher einer intensiven Schulung bzw. Aufklärung, was alles an Widerstand zum Schutze der Demokratie zugelassen werden muss, statt der derzeit betriebenen Einschüchterung.
Erinnern wir uns doch: Die Karikatur mit dem streitbaren Tortenmännchen hat am 25.10.2008 auf dem Dr.-Ruer-Platz und an anderen innerstädtischen Standorten zu keiner Zeit den friedlichen Verlauf der Kundgebung “ Wir sind Bochum. Nazis sind es nicht. “ gefährdet. Durch die Teilnahme wie z.B. der Bochumer Oberbürgermeisterin, des DGB-Regionsvorsitzenden, des Vertreters der Kirchen der Kulturen des VVN-Vorsitzenden und vielen anderen Menschen unserer Stadt wurde Flagge gezeigt für ein friedliches- und buntes Bochum. Es war an allen Orten ein friedlicher- und lautstarker Bürgerprotest gegen den Naziaufmarsch zu vernehmen, welcher auch flankierend vom Schauspielhaus Bochum unterstützt wurde. Es bleibt zu befürchten, dass vor unser aller Augen, mitten im Kulturhauptstadtjahr, mit dem erneuten Versuch eines Exempels gegen den verantwortlichen Redakteur von bo-alternativ, Martin Budich, der Staat auslotet, inwiefern er das Strafgesetzbuch gegen Personen verwenden kann, die sich außerhalb des Parlaments politisch engagieren. Wenn dieses so wäre, würde m.E. der Staat auch die Zivilgesellschaft angreifen und könnte gleich hier beginnend den genannten Personenkreis in Sippenhaft nehmen, nur weil den per Definition vermeintlichen Zielen und Grundsätzen des Beklagten entsprechende Folge durch die Teilnahme an der Protestkundgebung geleistet wurde. Wegen der gesellschaftlichen grundsätzlichen Bedeutung sowie einheitlicher Rechtssprechung und nicht zuletzt wegen der Ehrbarkeit des Beklagten, bitte ich um erneuten Freispruch für Martin Budich.
Bundeskanzlerin Merkel, die des Abends nicht mehr wissen will, was sie am Morgen der OPEL-Belegschaft versprochen hat, betrieb m.E. diesen schändlichen Wortbruch nur, weil sie damit aus machtpolitischen Kalkül den Stimmenkauf der FDP für ihren Präsidentschaftskandidaten Christian Wulff realisieren konnte.
Es ist ein purer Affront der Bundesregierung so mit einem Unternehmen umzugehen, deren Unternehmensleistung z.B.. im Jahre 1992 tatkräftig dazu beigetragen hat, dass Deutschlands Bild in der Weltöffentlichkeit und in der internationalen Presse nicht von Minderheiten der rechts- und linksextremistischen Szene bestimmt wurde. Unterstützt wurden aus Gründen der Solidarität ausländische Mitbürger/Innen, welche Opfer eines fremdenfeindlichen Brandanschlages in Mölln waren. Diese damalige Opel-Solidarität tat uns Deutschen gut und war ein Beispiel um “ Farbe zu bekennen“. Auch den Erdbebenopfern in der Türkei wurde durch Geschäftsleitung und Belegschaft geholfen.
Skandalös ist es, dass im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern die Merkel / Westerwelle-Regierung die beantragte Opel-Bürgschaft abgelehnt haben, aber für die Rettung von Banken und Griechenland eine Unsumme von Geldern transferiert werden konnte.
Gegenüber der Existenz hoch motivierter arbeitender (Familien-) Menschen, welche Spitzenqualität “ Made in Germany “ produzieren, verweist die Bundesregierung eiskalt auf die betroffenen Landesregierungen zwecks Abhilfe. Das Faktum, dass z.B. Opel und seine Belegschaft über Jahrzehnte den lebendigen Beweis aufrecht erhalten haben, dass Gebiete, wie z.B. in Bochum-Laer und Langendreer mit einer auf Bodenschätzen basierende Monostruktur sinnvoll ergänzt, erweitert und umgestellt werden konnten – zum Nutzen einer Region und seiner Menschen, ist dieser Chaos-Regierung offenbar überhaupt nicht gegenwärtig.
Zudem war es vor 48 Jahren nicht nur das Ziel von Opel in Bochum, moderne und qualitativ hochwertige Automobile zu bauen, sondern auch ein guter industrieller Mitbürger und Nachbar mitsamt der Belegschaft in Bochum zu sein.
Mögen die Standorte der Autokultur in unserem Land und unserer Stadt Bochum weiterhin erhalten bleiben und alsbald die Götterdämmerung über die derzeitige schwarz-gelbe Bundesregierung zur Amtsniederlegung einbrechen.
Manfred König
14. Dez. 2009, 16:23 Uhr
LeserInnenbrief von Doris Killmer:
Leider erst jetzt gefunden, den Bericht zum Thema Videoüberwachung. Die Stellungnahme der ARGE auch. Wenn man dort mitten im Jahr 2009 behauptet, man habe keine Kenntnis gehabt von dieser besonderen Einrichtung in der Einrichtung Vogel, so stellt sich mir die Frage, wie weit da das Gedächtnis reicht.
Es wurde z.B. bereits Mitte Oktober 2007 mehrfach und von verschiedenen Personen an mehreren Stellen innerhalb der Arge auf genau dieses Problem hingewiesen. Es war also bekannt, mit welchen (Staats?)mitteln man im Institut Vogel für “Ordnung” nach Art dieses besonderen Hauses sorgt.
Wenn auch etwas spät, aber diese Fortsetzung des Frusts musste doch noch mal artikuliert werden.
Weiterhin gutes Gelingen für Ihre Arbeit, vielleicht kann ja so noch ein Minimum an Recht gewahrt werden (zumindest in der Erinnerung derer, denen das noch kein Fremdwort war).
Mit freundlichen Grüßen
Doris Killmer
P.S. Der Aussage Ihrer Kontrollfrage stimme ich aus vollem Herzen zu!!!
28. Nov. 2009, 01:19 Uhr
LeserInnenbrief von Harry Mühle:
Wenn dem Kollegen Hermund das (geplante) Konzerthaus als nur “überwiegend für die Reicheren in unserer Stadt” erscheint, dann frage ich mich, wie er im gleichen Atemzug behaupten kann, dass ein “Konzerthaus in Bochum [...] zweifellos ein Gewinn für viele Menschen in unserer Stadt” wäre. Ja was denn, ist die Bochumer Symphonie jetzt überwiegend für die Bourgeoisie oder haben wir Proletarier auch was davon?
Die symphonische Musik als eine Kultur der herrschenden Klasse darzustellen ist natürlich sehr populär, die meisten interessieren sich nämlich nicht dafür. Aber wenn ich mir überlege, dass eine Eintrittskarte für ein Konzert der Bochumer Symphoniker in der teuersten Kategorie bislang 28,60 Euro (Abendkasse) kostet, dann muss ich feststellen, dass die Bourgeoisie hierzulande offensichtlich zu arm sein muss, sich ein Ticket für den Starlight-Express oder den VfL zu leisten.
23. Okt. 2009, 14:40 Uhr
LeserInnenbrief von Uli Schröder:
Liebe Bo-alternativ-Redaktion,
vielen herzlichen Dank für Eure Vorberichterstattung zu den drohenden Parteiausschlüssen bei der Bochumer LINKEn! Ich fände es wichtig und folgerichtig, nun auch auf die aktuelle Entwicklung einzugehen - so berichtet die WAZ im nachstehenden Beitrag: “Mittlerweile haben der Kassierer, der zweite Vorstandssprecher und ein Beisitzer des Kreisvorstandes der Linken entnervt aufgegeben und sind von ihren Ämtern zurückgetreten.” (Vgl. auch den untenstehenden Kommentar.)
Parteiauschlussverfahren bei der Linken: Sollte der Landesverband der Linken so dumm sein dieses Verfahren zu eröffnen, werden sicher weitere MitgliederInnen dies zum Anlass nehmen die Partei zu verlassen.
8. Okt. 2009, 20:51 Uhr
LeserInnenbrief von Roland Reifen:
Zu: Sozialer und kultureller Kahlschlag vom 08.10.09
Nachdem ich die Liste von Maßnahmen zur Haushaltssanierung gelesen habe, muss ich am gesunden Menschenverstand der Bochumer PolitikerInnen zweifeln. Als Vater zweier 1 1/2 und 4-jähriger Kinder, die demnächst zeitgleich in der Kindergarten gehen sollen frage ich mich, ob ich mir das überhaupt noch leisten kann. Und die Liste ist ja noch viel größer…
Der Name ” Kulturhauptstadt ” lebt, in Wirklichkeit aber ist die geplante ” K-Hauptstadt ” tot.
Statt sich der vorhandenen Wurzeln einer gelebten Kultur in Bochum im Rahmen einer nahezu kostenlosen Erinnerungskultur zu besinnen, wird vozugsweise mit der ” Millionen-Geldspritze ” für neue schillernde Vorzeigeobjekte zu Lasten der Steuerzahler hantiert, anstatt dieses Geld für soziale Projekte zu verwenden. Während immer mehr Armut in Bochum um sich greift ( Hartz IV-Empfänger, Suppenküche, Kindertafel etc. ), sprach der NRW-Staatssekretär für Kultur H.-H. Grosse Brockhoff am 30.04.09 öffentlich und ohne Einspruch in Bochum davon, ” dass es jetzt mehr denn je darauf ankommt, was Kunst und Kultur gesellschaftlich zu leisten vermögen “. Offenbar setzt die Politik die falschen Prioritäten und trägt selbst zur Werte- und Sinnkrise bei.
Wer wacht und stärkt in dieser schläfrigen Zeit, was noch übrig ist und schon im Sterben liegt?
Ich bin sehr verärgert darüber, dass wir in der Bundesrepublik Deutschland uns noch Militärbischöfe leisten, welche die militärischen Konflikte der Politik z.B. in Afghanistan begleiten und es keine Proteststürme dagegen in allen Kirchengemeinden gibt. Was würde nur Jesus dazu sagen? Das Leben unserer Söhne und Töchter hat doch verdammt einen höheren Wert, als der politische Willen dieses Landes und der ihrer willfährigen Helfer. Der heftige Streit zwischen Politikern und Angehörigen von NGO’s ( Non Government Organisations ) und Verteidigungsminister Jung, welcher juristisch zurecht weiterhin auf seine Feststellung besteht, dass ein Kampf gegen den Terror kein Krieg ist und zugleich dabei an die große militärische Auseinandersetzung von 1939 – 1945 denkt und sich hierauf beruft, ist jedoch eine Definition aus einem anderen Jahrhundert und einer anderen Weltordnung. In einem Land wie z.B. Afghanistan greift diese Regel längst nicht mehr, da die radikal-islamische Taliban keinem bestimmten Staat angehört, sondern im weitesten Sinne einer Religionsgemeinschaft. Häufig stammen sie nicht aus der Region, wo sie militärisch operieren, sondern sickern durch das pakistanisch-afghanische Grenzgebiet hindurch und demnach findet auch in Afghanistan kein Bürgerkrieg statt. Die Taliban-Kämpfer verstehen ihren Kampf als einen “ heiligen Krieg.“ in göttlichem Auftrag und sehen sich daher zu allen Kampfformen legitimiert. Die Bundeswehr ist aber nicht mit einem Kampfauftrag nach Afghanistan geschickt worden und ihr aktuelles Mandat basiert auf der UN-Resolution 1623, ein sicheres Umfeld zu schaffen, um den Wiederaufbau zu ermöglichen. Dagegen haben die bärtigen “ Gottesdiener “ das Ziel, die Ungläubigen aus Afghanistan zu vertreiben. Experten haben inzwischen den Begriff vom “asymmetrischen Krieg” zwischen zwei ungleichen Gegnern gewählt. Krieg in neuer Form ist demnach eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Gruppen, so unterschiedlich sie auch sein mögen. Deshalb sollte auch die Presbyterien und Gemeinderäte der großen Kirchen in Bochum umgehend Beschlüsse auf Ortsebene fassen und offiziell den sofortigen Abzug der Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan einfordern, damit eine lebendige Rückkehr unserer Mitmenschen in Uniform in der Heimat erwartet werden kann.
Manfred König, Bochum-Weitmar
Prinz-Regent-Str. 79 B.
20. Mai. 2009, 13:04 Uhr
LeserInnenbrief von carl62:
Der kleine Mann ist immer der Dumme. Ich habe auf WDR 3 Fernsehen den Beitrag zu Leiharbeit gesehen und bin der Meinung: DAS IST DEUTSCHLAND! ich gehe arbeiten für nichts, und nichts passiert. Und jetzt zu Opel: Sie bekommen die Treuhandlösung und Staatsbürgschaften. Warum? Für was? Den Laden sollte man schließen! Die Leiharbeiter, mit denen kann man das ja machen. Aber nicht mit mir. Ich hätte denen was anderes erzählt. Die Zeitarbeitsfirmen, das ist das letzte, was es gibt. Das Arbeitsamt steckt auch mit denen unter einer Decke.
25. Apr. 2009, 23:20 Uhr
LeserInnenbrief von Manfred König:
Es bleibt wohl bislang das Geheimnis der Staatsanwaltschaft, wie man eine brennende- und stehende Wunderkerze mit einer normalerweise liegenden- bzw. hängenden Lunte verwechseln kann.
Als Aufforderung “ Lassen sie es krachen “, analog der Webseite der Kölnischen Rundschau zum Ostersonntag ( 2007 ), kann das Plakat mit der Comic-Figur auf der Webseite von
bo-alternativ.de nicht ernsthaft verstanden werden. Zu sehen war auf der Kölner Webseite, wie sich das Feuer auf der Zündschnur vorfrisst und die Bombe explodiert - darunter der dpa-Text aus Masar-I-Scharif. Die Soldaten würden sich freuen, “dass die Arbeit nun endlich losgeht”, erklärte Presseoffizier Hartmut Beilmann, der Sprecher des Tornado-Geschwaders 51 Immelmann. Und erläutert: Mit 92 Euro am Tag bekommen die Truppen im Afghanistan-Einsatz die höchstmögliche Gefahrenzulage. “Furcht” und “Angst” vor dem Einsatz seien keine Begriffe, die die Soldaten in den Mund nähmen. Zehn Stunden und genau 40 Minuten bevor der Karfreitag ( 2007 ) begann, und damit rechtzeitig zur Wiederkehr des Tages, an dem Jesus Christus ans Kreuz geschlagen wurde, konnte Zeit-online rapportieren: “Isaf-Mission: Deutsche Tornados in Afghanistan gelandet.” - Mission bedeutete einst “das Entsenden christlicher Glaubensboten”. So jedenfalls definiert im Duden-Wörterbuch . Heute kann Mission bedeuten: Bomben, Not, Elend, Tod. Das Geschwader Immelmann hat Tradition seit dem Ersten Weltkrieg. Mit der Einsatzkraft der “Immelmänner“ begann der Zweite Weltkrieg und die Sturzkampfflugzeuge des Geschwaders Immelmann unter dem Oberbefehl des erprobten Einsatzführers Generalmajor Wolfram Freiherr von Richthofen machten sich über das polnische 16.000-Seelen-Städtchen Wielun her. Diese “Großtat der Immelmänner “ war der erste Terrorangriff des Zweiten Weltkriegs auf eine Zivilbevölkerung. Einsatzführer Generalmajor Wolfram Freiherr von Richthofen missionierte schon 1937 als Befehlshaber der deutschen Legion Condor für General Franco die spanische Republik. Nach der Bombardierung des baskischen Städtchens Guernica beschrieb er in seinem Kriegstagebuch sein schönstes Erlebnis: “Guernica, Stadt von 5.000 Einwohnern, buchstäblich dem Erdboden gleichgemacht, Bombenlöcher auf Straßen noch zu sehen, einfach toll.”
Das Tornadogeschwader in Afghanistan hat nach zuverlässigen Medienberichten keine Bomben zu fürchten. Denn gekracht hat vorerst nur die Bombe auf der Kölner Website. Sie warb für ein günstiges Sonderangebot des Discounters Plus. Es würde in diesem Zusammenhang interessieren, ob überhaupt die Staatsanwaltschaft Köln an der “ bombigen Werbung “ des Discounters in unmittelbarer Nähe der Berichterstattung über das Jagdgeschwader Immelmann überhaupt einen Anstoß genommen hat und wie sich hierzu im Verhältnis die Reaktion der Bochumer Staatsanwaltschaft auf das harmlose Törtchen erklärt.
Nahezu eine ganze Stadt, vertreten durch die Oberbürgermeisterin, Gewerkschaften, ArbeitnehmerInnen, Richter, Kirchen u.a. haben sich offen dazu bekannt, dass Nazis in unserer Stadt unerwünscht sind. Daher halte ich diese Anklage gegen den verantwortlichen Bochumer Redakteur für gesellschaftlich unverantwortungsvoll und skandalös.
Manfred König
Bochum
16. Mrz. 2009, 14:10 Uhr
LeserInnenbrief von Marc Sarvas:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte darauf hinweisen,dass bei den zukunftigen Kommunalwahlen die NPD antreten wird und dies mit einem ensprechend Hetzerischen Wahlkampf verbunden sein wird.Um so beunruhigender muss ich feststellen,dass für die von ihnen unterstützte Soziale Liste laut ihrer Veröffentlichung der Reserveliste der Sozialen Liste der Wolfgang Schumacher(Listenplatz 7)kandidiert,dessen Sohn bekanntermaßen zu den führenden militanten NPD Aktivisten zählt und trotz seiner bekannten Aktivitäten immer noch bei seinen Vater wohnt.
Eine Stellungnahme ihrerseits würde mich sehr intressieren.
MFG M.Sarvas
12. Mrz. 2009, 07:24 Uhr
LeserInnenbrief von Simone Hoffmann:
Liebes Team, ich habe heute morgen ihren Artikel über die unsoziale Vorgehensweise der Bogestra bezgl. des Schokotickets gelesen. Auch wir haben das Problem, dass unserer Tochter das Ticket verwehrt wird, weil die Boni-Prüfung negativ verlaufen ist. Wir stammen aber weder aus einer einkommensschwachen Familie, noch fehlt bei uns das Girokonto. Auch wir sollen vorauszahlen mit 10€ Verwaltungsgebühr. Dabei haben wir weder eine EV abgegeben noch liegt ein Haftbefehl oder ähnliches vor.
Als Alternative bot man uns auch den Ausweg über Familienangehörige, die als Vertragspartner fungieren sollen, an.Ich halte das für eine Frechheit, da der ohnehin sehr unfreundliche Bogestra Mitarbeiter die Bonitätsprüfung mit der Bonitätsprüfung bei einem Handyvertrag verglich. Auf den nicht ganz unerheblichen Unterschied zwischen einem Handyvertrag und einem Schokoticket habe ich den Mitarbeiter nicht mehr angesprochen, da mir die ganze Sache immer peinlicher wurde und meine Tochter ebenfalls anwesend war. Ich bin sehr betroffen, wie man als Mensch in der heutigen Zeit eingestuft und behandelt wird, und das es noch nicht einmal mehr möglich ist, so simple Sachen wie ein Ticket ohne Boni-Prüfung zu erhalten, zumal auch die Lastschrift ja eine Vorauszahlung ist.
Mit freundlichen Grüßen Fam. Hoffmann
2. Mrz. 2009, 22:21 Uhr
LeserInnenbrief von H.B. aus Bo-Dahlhausen:
Als Unterstützer antifaschistischer Arbeit in Bochum warte ich seit Tagen vergeblich auf den großen Aufschrei der Ruhrgebiets- Linken gegen die Diffamierung, mit der Hermann Dierkes demontiert werden soll.
Da wird einem Antifaschisten, der seit 40 Jahren in Gewerkschaft und Politik für Antirassismus und Solidarität mit Minderheiten gestanden hat, der für “Stolpersteine” und Gedenkveranstaltungen zur faschistischen Reichsprogromnacht gearbeitet hat und vieles, vieles mehr… Diesem Menschen wird von der WAZ vorgeworfen, sich in die Nähe von Naziparolen zu begeben. Das ist eine unglaubliche Sauerei, die massive Reaktionen erfordert.
Hermann hat nicht mehr und nicht weniger als einen Boykott israelischer (nicht etwa ” jüdischer”) Waren gefordert, um ein Signal zu setzen gegen die 40 Jahre währende, kolonialistische Besatzungspolitik Israels, begleitet von ethnischen Säuberungen, Okkupationskriegen und nicht zuletzt der unmenschlichen Intervention in Gaza.
(Boykottforderungen gegenüber unmenschlichen Regimen hat es schon oft gegeben. Man denke nur an die christlichen Initiativen, die dies gegen die Apartheitpolitik Südafrikas getan haben) Ob man eine Boykottforderung für richtig hält oder nicht, das ist eine ganz andere Frage. Nichts zu tun hat das aber mit Antisemitismus, wenn man die Politik des Staates Israel kritisiert. Dies zu verfälschen ist die Praxis der WAZ seit einigen Tagen. Wider besseres Wissen !!!
Wir dürfen uns das nicht gefallen lassen. Nutzen wir jede Gelegenheit, gegen die miese Politik der WAZ zu demonstrieren. (Vielleicht mal ne andere Zeitung kaufen….Dies ist natürlich keine Boykott-Forderung)
(siehe hierzu auch die Stellungnahme von ATTAC - Duisburg)
In der Fankurve des VfL Bochum scheint es leider ein gewaltiges Rassismusproblem zu geben. Als ich beim Derby Bochum gg. Schalke in der Ostkurve war, gab der Mensch am Megafon Fangesänge durch, die die Gegner als “Zigeuner” beschimpften. Darüber hinaus wurden die Schalker auch noch als “schwul” bezeichnet. Es ist völlig im Rahmen eines Fußballspiels, gerade eines Lokalderbys, den Gegner zu beschimpfen und zu beleidigen, was allerdings überhaupt nicht OK ist, sind rassistische und homophobe Beleidigungen. In einer Massen gegen Menschengruppen zu hetzen, die in der NS-Zeit in den KZs starben ist ein Verbrechen und man sollte etwas dagegen tun! Wie problematisch die Angelegenheit ist, zeigt, dass große Teile der Kurve diese Fangesänge mitgesungen haben.
Unter diesen Umständen erscheint das antirassistische Transparent “Auch die Farbe deiner Haut interessiert uns nicht”, dass die Bochumer Fans im Vorfeld des Naziaufmarsches am 25.10. hochhielten ziemlich unglaubwürdig und alibimäßig.
Ich hoffe, dass es im Fußballbereich noch Leute gibt, die sich für diese Problematik interessieren.
Viele Grüße,
ein linker Fußballfan aus Bochum
31. Jan. 2009, 13:32 Uhr
LeserInnenbrief von Johann Meisner:
Wahlverlierer dieser SP-Wahl ist die alternative liste. Sie hat wie die Jusos 2 Sitze verloren und über 300 Stimmen eingebüßt.
24. Jan. 2009, 16:05 Uhr
LeserInnenbrief von Manfred König:
Ob Absprachen des Verteidigers mit einem Staatsanwalt im Hinterzimmer, auf dem Herren-Klo oder demnächst, durch die Rechtssprechung legitimiert, öffentlich im Gerichtssaal stattfinden sollen, dürfte von der Mehrheit ehrlicher- und gesetzestreuer BundesbürgerInnen schon als ein befremdlicher Akt empfunden werden. Kein Wunder, dass in Deutschland kaum noch gerechte Urteile gesprochen - sondern vielfach vorher schon Deals ausgehandelt werden. Die Mandanten zahlen die Zeche und die Wahrheit bleibt häufig auf der Strecke. Recht haben bedeutet bei uns noch lange nicht Recht kriegen - es sei denn Du hast genug Zaster und kannst Dir das Recht kaufen. Wenn das stimmt, geht das wohl nicht allein ohne besondere Beziehungen oder Klüngel, worüber bislang m.E. nicht- oder kaum berichtet wurde. BochumerInnen, die in diesem Kontext eigene enttäuschende Erfahrungen in den verschiedensten Lebenssituationen gesammelt haben, wie z.B. Rechtsstreitigkeiten mit dem Vermieter, Verwalter, Verkäufer, Arbeitgeber u.s.w., möchte ich dazu anregen, dass sie sich zwecks Herstellung eines öffentlichen Forums an die lokale Presse wenden möchten, um die Öffentlichkeit zu informieren, damit die Betroffenen ggf. Vereinigungen / Initiativen bilden können.
Manfred König
Bochum
19. Dez. 2008, 18:45 Uhr
LeserInnenbrief von Eckhard Stratmann-Mertens:
OB Scholz muss zurücktreten
Als Mitglied von Attac, das im Jahre 2003 das erfolgreiche Bürgerbegehren gegen das Cross Border Leasing-Geschäft der Stadt Bochum mit unterstützt hat, bin ich von dem derzeitigen Desaster um die Folgekosten dieses Deals weniger überrascht als bestürzt.
Die Kritiker haben seinerzeit auf die unübersehbaren Risiken des Geschäfts hingewiesen, und Attac hat schon damals vor den unkalkulierbaren Risiken des globalen Finanzsektors gewarnt. Es war die damalige Kämmerin, Frau Ottilie Scholz, die durch ihre vorzeitige Vertragsunterzeichnung in New York den anstehenden Bürgerentscheid zum Cross Border-Geschäft verhindert hat. Sie hat daher für die Ausschaltung des Bürgerwillens und die jetzige desaströse Lage in besonderer Weise die politische Verantwortung.
Es grenzt an Zynismus, wenn die Oberbürgermeisterin nun bei der Öffentlichen Hand um günstige Kreditkonditionen für die gegebene Vertrags-Deckungslücke betteln gehen muss, gleichsam um ihren Fehler von 2003 auszubaden. Und es gehört eine gehörige Portion Dreistigkeit dazu, wenn die Ton angebende SPD die ehemalige Kämmerin und jetzige Oberbürgermeisterin nun abermals als OB-Kandidatin für 2009 präsentiert, diejenige Politikerin also, die 2003 den Rat und den Willen der BürgerInnen so leichtfertig missachtete.
Die Schlussfolgerung in dieser Lage kann daher nur lauten:
Frau Oberbürgermeisterin, treten Sie zurück!
5. Nov. 2008, 08:17 Uhr
LeserInnenbrief von Manfred König:
Aussprüche wie ” Bochum will / möchte / wünscht ” und jetzt ” Wir sind Bochum….. ” stehen immer in einem ehrenhaften Zusammenhang, werden aber nur durch einige wenige stadtbekannte Prominente und ganz offenbar einer Minderheit der BürgerInnen verkörpert. So haben denn Oberbürgermeisterin, Superintendent, DGB-Regionsvorsitzender u.a. am 25.10.08 immerhin noch vor ca. 2.000 Menschen auf dem DR. Ruer-Platz zur Kundgebung “Wir sind Bochum. Nazis sind es nicht. ” Gehör gefunden. Gut, dass wenigstens diese Aufrechten gekommen sind. Aber wo waren sichtbar die großen Mehrheiten von Beamten und Angestellten der Stadt, die Parrerinnen und Pfarrer der katholischen- und evangelischen Kirche und die ArbeitnehmerInnen aus den Bochumer Betrieben, als es darum ging solidarisch gegen den Aufmarsch der Nazis in Bochum am 25.10.08 Flagge zu zeigen ? Wären Sie nur zu 50% gekommen, die Polizei hätte in diesem Falle aus Sicherheitsbedenken den Nazi-Aufmarsch durch Bochum verhindert. Umdenken und Sensibilisierung ist fürs nächste Mal dringend geboten.
Manfred König, Bochum
19. Okt. 2008, 20:54 Uhr
LeserInnenbrief von Manfred König:
Leserbrief zum Nazi-Aufmarsch am 25.10.2008
Immer wieder wird die Frage nach der Stärke des Wählerpotentials des Rechtsextremismus wie folgt gestellt: ” Schaffen diesmal (wieder)Parteien wie NPD, DVU, Gruppierungen und Bündnisse den Sprung über die 5%-Hürde? In der Tagesschau vom 08.11.2006 wurde über Studien berichtet, dass Personen mit rechtsextremen Einstellungen mehrheitlich CDU und SPD wählen. Wenn das stimmt, dann liegt die Gefahr doch auch in der Mitte unserer Gesellschaft. Wer wird dann noch ernsthaft ausschließen können, dass z.B. auch innerhalb des demokratischen Parteienlandschaft, Gewerkschaften und Kirchen, Menschen zusammenkommen, die derartiges Gedankentum innerlich mit sich tragen und sich davon in entscheidenden Situationen leiten lassen? Diese Institutionen müssen also Strategien erarbeiten, die eine schleichende Unterwanderung von Personen verhindert. Interne- oder externe Auffälligkeiten, die in diskriminierender Weise in Wort und Schrift gegen die Menschenwürde gerichtet sind, müssen aufgegriffen werden und nicht darüber hinweggeschaut werden. Alle Demokraten müssen hier präventiv tätig werden. Zunächst aber gilt es, dass die Bochumer BürgerInnen, welche mit großer Mehrheit kein rechtsextremistisches Gedankentum in sich tragen, am 25.10.2008 ab 10:30 Uhr auf dem Dr.-Ruer-Platz durch persönliche Präsenz, ein unübersehbares Zeichen für ein buntes Bochum, frei von menschenverachtenden Ideologien setzen und damit ein Bekenntnis zur Achtung der Menschenwürde gegenüber allen Menschen ablegen.
Manfred König
Bochum
15. Okt. 2008, 19:06 Uhr
LeserInnenbrief von KGB:
Antwort auf BO-Alternativ
Die Erklärung von Bo-Alternativ, nicht mehr über unsere Demo berichten
zu wollen, zeugt von einem merkwürdigen Umgang miteinander innerhalb der
Linken. Die Redaktion greift Zitate aus unserem Aufruf, ohne diese im
Zusammenhang wiederzugeben und kommentiert diese sinnentfremdet. So
entsteht ein Bild unserer Position, welches nicht der Realität
entspricht. Ob dies in böser Absicht oder mangelnder Bereitschaft zur
Auseinandersetzung mit unserem Text geschieht, ist uns nicht
ersichtlich. Für letzteren Fall müssen wir jedoch feststellen, dass die
Redaktion von BO-Alternativ nicht nachfragte ob ihre “Interpretation”
unseres Aufrufs so auch korrekt ist. An dieser Stelle sei kurz darauf
verwiesen, dass wir, zumindest zu dem Zeitpunkt als dieser Text
geschreiben wurde, die einzige Gruppe in Bochum sind, welche auf die
übergreifende Mobilisierungs-Homepage http://nazistopp-bochum.noblogs.org/ verweist.
Wer sich die Mühe gemacht hätte, unseren Aufruf zu lesen, hätte z.B.
erfahren, dass wir am Wochenende des 25. Oktober “nicht nur gegen Nazis”
demonstrieren wollen. Vielmehr wollen wir gegen das falsche Ganze
angehen, gegen die gesellschaftlichen Verhältnisse die rechte Tendenzen
immer wieder hervorbringen. Daher lehnen wir, zu diesem Zeitpunkt in
einer Stadt wie Bochum, auch die Zusammenarbeit mit Gruppen ab, welche
letztendlich immer wieder den rassistischen Normalzustand erneuern oder
gar verschärfen. Wir glauben jedoch, dass auch die bürgerliche
Gesellschaft ein Interesse daran hat, die Nazis nicht an die Macht
kommen zu lassen. Der Rassismus der Mehrheitsgesellschaft funktioniert
nun mal anders, als der platte und offen gewalttätige Rassismus der
Nazis. Daher bekämpft der bürgerliche Staat die Nazis, wenn auch nicht
immer ausreichend, und daher (und aus einigen anderen Gründen, welche zu
thematisieren den Rahmen sprengen würde) entsteht bei Nazi-Aktivitäten
zivilgesellschaftlicher Protest. Dass trotz des genannten Interesses der
bürgerlichen Gesellschaft an einem gewissen Grad an Antifaschismus,
Nazis in Städten wie Dortmund, Marl, Stolberg und vielen Regionen
Ost-Deutschlands ein, manchmal auch lebensbedrohliches, Problem sind,
ist uns bewusst und bestimmt einen erheblichen Teil unserer politischen
Praxis. Denn dort, wo die bürgerliche Gesellschaft es nicht schafft
rechte Tendenzen zu bekämpfen, ist die radikale Linke gezwungen, die
bürgerlichen Errungenschaften zu verteidigen, obwohl diese Rassismus
immer wieder reproduziert. Denn die bürgerliche Gesellschaft ist immer
noch ein Fortschritt gegenüber barbarischen Verhältnissen wie dem
Nationalsozialismus. Trotzdem, so stellen wir in unserem Aufruf fest,
sind Nazis heutzutage gesellschaftlich weitestgehend irrelevant. Eine
“Machtübernahme” durch rechte Parteien ist derzeit nicht zu befürchten;
ihr Ausschluss aus dem öffentlichen politischen Diskurs und Handeln ist
fast überall Konsens. Vielmehr steht zu befürchten, dass rechte
Positionen vom gesellschaftlichen Mainstream und ihren politischen
Vertretern aufgenommen werden. Daher wollen wir, da es in Bochum zur
Zeit keine derart große Bedrohung durch Nazis gibt, welche nicht durch
bürgerliche Gesellschaft und den Staat in Schach gehalten werden kann,
am Freitag gegen das falsche Ganze demonstrieren und am Samstag den
Nazi-Aufmarsch verhindern.
Kommunistische Gruppe Bochum, Oktober 2008
Im Rahmen unseres Antifa-Cafés am 18. Oktober im SZ möchten wir über die
Idee und Aufruf unserer Demonstration diskutieren. Interessierte
Menschen sind herzlich dazu eingeladen.
10. Okt. 2008, 22:23 Uhr
LeserInnenbrief von H. Koch:
Sehr fragwürdig,
ist die Entscheidung von der Redaktion von bo-alternativ die Erklärungen der antideutschen Gruppe KGB bezüglich der Nazi-Demo am 25.10.2008 nicht mehr zu posten.
Auf bo-alternativ werden diverse politische Dummheiten und Abwegigkeiten, aber auch Difamierungen und Denunziationen veröffentlicht. Auch die der bo-alternativ Macher selber.
Warum darf man jetzt diese neuen Abwegigkeiten der KGB auf bo-alternativ nicht lesen?
Sie sind Teil des Sozial Zentrums und des Bochumer ASTAs. Und wenn sie das auch nicht wären.
Was ist die Grundlage dieser Zensurentscheidung?
kopfschüttelnd
H. Koch
4. Aug. 2008, 15:42 Uhr
LeserInnenbrief von AJB (Antifaschistische Jugend Bochum):
Am Donnerstag, den 31.7.2008, baute die rechtsextreme NPD auf der Kortumstraße
einen Stand auf. Gerade einmal vier ihrer Mitglieder, darunter der Landesvorsitzende Claus Cremer, fanden sich ein, ihre Hetzflugblätter an die Bevölkerung zu verteilen. Dabei handelt es sich um die Flugblätter die sie schon letztens in der Nähe der Krümmede verteilten (siehe: http://www.bo-alternativ.de/2008/07/18/kruemmede-billigster-populismus-von-der-npd) Bald fanden sich linke Aktivisten ein, die das Treiben der NPD lautstark und mit einem Transparent „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“ kommentierten .
Der Nachmittag war für die NPD alles andere als erfolgreich. Einen Bericht findet man auch auf der indymedia-site unter: http://de.indymedia.org/2008/07/223654.shtml
der Artikel mit den VRR -Tickets ist doch wohl mal wieder billigster Populismus (wobei das “mal wieder” hier den selben Zweck erfüllt). Klar wird der VRR teurer, aber möge der gediegene Leser doch mal die aktuellen Spritpreise mit denen vergleichen die bei der letzten Preiserhöhung gängig waren.
Ferner bringt der Ratschlag Tickets auf Vorrat zu kaufen, wie Sie Ihn propagieren rein gar nichts. Zumindest nichts für die erwähnte Gruppe der Pendler. Diese haben eine Monatsfahrkarte und können gar nicht auf Vorrat kaufen ! Also ein Ratschlag, voll am Leben vorbei !
Klar bin auch ich für kostenlosen Nahverkehr, aber erheben auch Sie soch bitte diese Forderung Bundesweit. Solang dies nicht ebenso vehement vorgetragen wird wie die sinnlose Forderung nach bervorratung mit “alten” Tickets sehe ich mich genötigt Sie aufzufordern einen Verkehrsverbund zu nennen der ähnlich günstige Angebote macht wie der VRR. Suchen Sie doch bitte deutschlandweit einen Verkehrsverbund, mit ähnlich großem Einzugsgebiet, und Streckennetz der ein Schülerticket zum Preis des Schokotickets anbietet. Ferner bitte ich sie mir einen Verbund zu nennen der ein Ticket für Senioren, vergleichbar mit dem Bärenticket anbietet.
Ja, das Sozialticket fehlt in vielen Kommunen, aber Dortmund hat es vorgemacht. Es geht auch ohne den VRR, getragen durch die Stadt Dortmund ist sowas ermöglicht worden. Wie mir scheint fehlt in Bochum das entsprechende Engagement der Politik dazu. Dies ist aber kein Versäumniss des VRR sondern der politischen Strukturen wozu auch SIE zählen.
Grüße,
der Planhaber (absolut nicht in allen Dingen, aber hier schin ein wenig mehr als Sie !)
weitere Informationen rund um die Uhr unter 01803/504030 (9 cent / Minute aus dem deutschen Festnetz, Handytarife je nach Anbeiter abweichend)
23. Jun. 2008, 23:16 Uhr
LeserInnenbrief von Thomas Graff:
Zum Eintrag “CDU scheitert mit Bürgerentscheid”:
Der Satz “11.712 BochumerInnen rafften sich auf und stimmten mit Nein. Dass
ihre Stimmabgabe belanglos bleibt und nur entscheidend war, ob das Quorum der
Ja-Stimmen erreicht wird, war von vornherein klar” hat mich sehr aufgeregt.
Denn: ich bin gestern auch wählen gegangen. Mich persönlich hat das Thema
(Gymnsium) gar nicht interessiert, ich wußte auch gar nicht, was ich da
ankreuzen soll, weil ich zu dem Gymnasium gar keinen Bezug habe, weil ich
zugezogen bin. Ich habe aber dennoch meine Stimme abgegeben. Und zwar aus dem
Grund, weil ich das Grundprinzip gut finde! Ich wollte damit zeigen, daß
Bürgerentscheide gut sind. Genau diesen Bürgerentscheid hätte es auch bei
der Frage geben müssen, ob die Bahn privatisiert werden soll oder nicht. Ich
glaube, wenn es zu dieser Frage einen Bürgerentscheid (für ganz Deutschland)
gegeben hätte, wäre die Bahn möglicherweise nicht privatisiert worden. Es
ist ein Unding, ein Staatsunternehmen, was aus Steuermitteln bezahlt wurde,
einfach so zu “verhökern”. Da wäre ich froh gewesen, wenn es einen
Bürgerentscheid gegeben hätte.
Und nur aus diesem Grund bin ich gestern wählen gegangen.
Mit besten Grüßen
Thomas Graff
14. Mai. 2008, 08:43 Uhr
LeserInnenbrief von Jürgen Röhl:
Hallo,
abgesehen davon, dass ich es völlig asozial finde, wenn die Sparkasse Bochum einen Fahrradrennstall unterhält, während Hartz4- und Sozialhilfe-Empfänger ihre Gebühr abknapsen müssen, frage ich mich, warum die GLS-Bank dort nicht einfach in die Bresche springt?!
Die GLS hat solch ein Renommee; die Bochumer Sparkasse zu beschämen mit solch einer Aktion wäre einfach nur schön!!!
5. Apr. 2008, 09:56 Uhr
LeserInnenbrief von Ulrich Böcker:
Ca. 1 Jahr nach Kyrill – auf dem Weltklimagipfel wurde gerade um eine Einigung gerungen – entdeckte ich bei einem Spaziergang entlang des Sportplatzes an der Feenstr., dass hier ca. 50 Bäume frisch gefällt worden waren, offensichtlich im Zusammenhang mit einer Baumaßnahme auf dem Sportplatz. Rechnet man die gefällten Bäume allein vom Frühjahr 2006 hinzu kommt man auf über 60.
Hier hatten die Verantwortlichen offenbar eine ganz eigenwillige Interpretation des Mottos „Global denken, lokal handeln“ und die Aufforderung des Friedensnobelpreisträgers 2007 „Pflanze einen Baum!“ (Und nicht „Säg einen ab!“) war noch nicht angekommen.
Diese Bäume müssen zum großen Teil einen Umfang von mehr als einen Meter gehabt habe und es waren nur zu einem Drittel Pappeln, der „Rest“ bestand aus kerngesunden Hainbuchen.
(Ich habe diese Angaben per Kamera und Zollstock für fast alle Bäume dokumentiert.)
Nachdem man mich vom Umweltamt angefangen am Telefon 6 mal weitergereicht hatte, bis ich dann jemand Zuständigen zu sprechen bekam, erhielt ich sinngemäß folgende Begründungen:
1. Pappeln machen sowieso nur Ärger. Und da gerade Baumaßnahmen am Sportplatz laufen, sei es einfach billiger, die Pappeln – auch die gesunden – lieber gleich abzusägen, bevor sie vielleicht 5 Jahre später dazu Anlass geben.
2. Einige Bäume (Hainbuschen und Eichen) mussten weg, da die Vorschriften einen gewissen Abstand für den neu anzulegenden Zaun vorschreiben. Da waren die Buchen im Weg!
3. Da ein Kunstrasen gelegt würde, welcher empfindlich sei gegen das Laub, das von den umstehenden Bäumen (in diesem Fall auch Buchen und Eichen) ausgestreut würde, neige man aus diesem Grunde dazu, auch schon mal ein paar Bäume mehr beiseite zu schaffen.
Letzteres scheint mir der eigentliche Skandal zu sein, weil sich hier die geringschätzige Haltung gegenüber dem Wert von Bäumen ausdrückt was man z.B. in dem Motto „Wenn der Kunstrasen kommt, müssen die Bäume weichen“.
Denn wie der auskunftsfreudige Kollege mir am Telefon zu verstehen gab, wird nach diesem Muster auch bei anderen Sportplätzen so verfahren; z.Z. liefen 3 solcher Baumaßnahmen. (Denkt man das Kosten-Argument konsequent zuende, so kann man demnächst alle Bäume des Stadtgebiets abholzen, weil der USB im Herbst gewaltig weniger Arbeit mit dem Laub hätte!)
Die Baumschutzsatzung sieht vor:
„Die Bäume der städt. Park- und Grünflächen, Friedhöfe und des Straßengrüns einschl. der Straßenbäume unterliegen nach Maßgabe dieser Satzung der politischen Kontrolle der zuständigen Gremien.“
21. Mrz. 2008, 21:16 Uhr
LeserInnenbrief von Manfred König:
Orden für Tapferkeit tragen künftig der realen Situation der Bundeswehr als Einsatzarmee bei Auslandseinsätzen Rechnung, obwohl unsere Bundesregierung sich nach wie vor weigert, die neue kriegerische ” Normalität ” einzugestehen. Ich betrachte das Ansinnen einer derartigen Ordensverleihung als die Fortsetzung der Militarisierung der Bundesrepublik. Militarismus begegnet uns bereits in zivilen Institutionen, so ist z.B. die Präsenz der Militärs in den Jobcentern zu benennen, welche die Not der Erwerbslosen ausnützt, um dringend benötigte Soldaten für weltweite Militäroperationen zu ködern. Die Orden werden meines Erachtens nicht für Tapferkeit verliehen, sondern für die Verwundung im Gefecht. Zudem folgen den Orden oft die Särge.
Manfred König
Bochum
4. Feb. 2008, 19:46 Uhr
LeserInnenbrief von Helgard Althoff:
Leserbrief zum Thema Abriss Nordbad. Bochum, den 3.02.2008
Der Abriss der Nordbad-Ruine wäre nur dann eine gute Lösung, wenn hier ein neues städtisches Schwimmbad entstehen würde. Die Probleme um das Nordbad resultieren aus Fehlentscheidung der Politik. Hier nur einige Aspekte:
Erst werden den Jugendlichen und Kindern die Bade- und Freizeitmöglichkeiten genommen, dann wundert man sich, dass der Bereich trotzdem als Treffpunk genutzt wird. Die Folge: Teure Sicherungsmaßnahmen und Kontrollgänge über Jahre .
Seit der Schließung werden alle Schüler von Grund-, Förder- und weiterführenden Schulen des Stadtbezirks Nord mit Sonderbussen in andere Bäder gekarrt. Kostenpunk laut Verwaltung 53.700 €. Bei einer wieder Belebung des Nordbades könnte der Transfer der Schulkinder zu einem großen Teil mit dem ÖPNV durchgeführt und damit erhebliche Kosten gespart werden.
Allein der Abriss des Nordbades verschlingt 450.000,- €. Hier versanden Steuergelder dafür, den Zustand aufrecht zu erhalten, dass es im Bochumer Norden keine Schwimm- und Bademöglichkeiten gibt.
Leider liegt Bochum damit im bundesweiten Trend. In den letzten Jahren schlossen 1.500 öffentliche Schwimmbäder in Deutschland. Gleichzeitig stieg die Anzahl der tödlichen Badeunfälle dramatisch an, allein im Jahr 2006 ertranken 606 Menschen.
Schwimmbäder kostendeckend oder gar gewinnbringend zu betreiben, das ist schwer möglich. Aber: Was kostet es, sie nicht zu betreiben?
Bochum könnte durch einen Neubau Akzente setzen und gegen den Trend schwimmen. Durch Nutzung von Erdwärme und Solarenergie könnten sogar ein ökologisches Zukunfts- und Pilotprojekt geschaffen werden. Doch dafür müsste ein Fehler eingestanden werden und wer von den Politikern im Bochumer Rathaus ist dazu bereit?
Helgard Althoff
Bezirksvertreterin Bochum-Nord
22. Jan. 2008, 21:35 Uhr
LeserInnenbrief von Bert Nonnweiler:
Zeichen setzen! Ohne Nokia geht es auch!
Der aktuelle Fall in Bochum. Das kennen wir doch! Alles schon zigmal da gewesen!
Vor allem die direkt Betroffenen werden die Fälle von Norsk Hydro, Elektrolux, Siemens - BenQ, Continental, Infineon, Samsung, Motorola usw. noch in all zu guter Erinnerung haben. Allesamt hoch profitable Unternehmen, die zwecks Profitmaximierung tausende von Mitarbeiter auf die Strasse gesetzt haben.
Fast all diese Firmen haben riesige Millionenbeträge an Subventionen zwecks Schaffung bzw. Erhaltung von Arbeitsplätzen kassiert. Schließlich mussten die Arbeitnehmervertreter jedes Mal zu Kreuze kriechen, um so etwas wie einen Sozialplan auszuhandeln, der den meisten Betroffenen nicht wirklich geholfen hat.
Und nun wieder das gleiche Spiel!
Ich frage mich, wie lange wollen sich Arbeitnehmer, Gewerkschaften und Politiker weiter demütigen lassen? Von einer handvoll „Managern“, die sich nur sich selbst und ihren Kapitalgebern, Investoren, Anlegern (KIA) verpflichtet fühlen.
Management und Belegschaft! Das ist in vielen Unternehmen schon lange keine Einheit mehr, die gemeinsam an einem Strang zieht. Nein, es zeigt sich, dass in einer solchen Firma eine Zweiklassengesellschaft vorliegt. Auf der einen Seite die Profiteure, bestehend aus Shareholdern und, mit bis zu tausendfachem Arbeitnehmerlohn, weit überbezahlte „Manager“, die sich für die Belange der Menschen, denen sie ihre Existenz verdanken, nicht im Geringsten interessieren. Auf der anderen Seite, die oft hoch qualifizierten „Arbeitssklaven”. Es ist diese unternehmerische Fehlentwicklung, die mitverantwortlich ist für die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme der Industrieländer. Es ist mittlerweile in viel zu vielen Fällen pure Demütigung, Arbeitnehmer zu sein.
Die jetzt von Nokia gedemütigten Angestellten und Zulieferer sollten sich einmal richtig zur Wehr setzen. Dabei sollten sie auf die Unterstützung der Politik, der Gewerkschaften und der gesamten Bevölkerung vertrauen können. Es wäre einfach einmal an der Zeit, ein Zeichen zu setzen!
Zeigt der ganzen Welt, dass in Bochum niemand Nokia braucht, um ein Handy zu produzieren. Auch nicht Motorola, Siemens, BenQ und genau so wenig, wie man Continental zur Reifenproduktion und Elektrolux zur Herstellung von Waschmaschinen braucht! Sollen sie doch gehen!
Bereits jetzt, aber erst recht nach dem Auszug von Nokia, gibt es in Bochum und Umgebung tausende von hoch motivierten „Handybauern“, Fachleute, die sehr wohl wissen, wie man Handys entwirft, produziert und verkauft! Leute, die etwas davon verstehen, ein Unternehmen aufzubauen, zu verwalten und erfolgreich weiter zu entwickeln!
Da gibt es soooo viel Knowhow, um die besten, die schönsten und die preiswertesten Handys der Welt auf den Markt zu bringen!
Die Menschen in und um Bochum sollten dies wirklich tun. Die Arbeitnehmer könnten endlich aus ihrer ewigen Opferrolle schlüpfen und zu Akteuren einer gesellschaftlichen Entwicklung werden. Sie sollten sich zusammenschließen und selbst ein Unternehmen gründen, bei dem die Arbeitnehmer auch gleichzeitig Eigentümer sind. In schlechten Zeiten würden dann alle weniger verdienen, aber niemand würde einfach auf die Strasse gesetzt.
Vor allem werden sich künftig „Manager“, die mit einer Standortverlegung liebäugeln, hüten, nach dem bisherigen Schema zu verfahren, wenn sie damit die Entstehung eines weiteren Wettbewerbers riskieren!
Der Staat, die EU, das Land, die Stadt aber auch Einzelpersonen sollten ein solches Projekt unterstützen weil:
1. Ein Erfolg wäre auch ein Erfolg für den Industriestandort Deutschland!
2. Die Betroffenen hätten eine neue Existenz und sie hätten ihre Würde wieder!
3. Ein Erfolg wäre ein weltweites Zeichen gegen solche Praktiken!
An alle Politiker, die sich derzeit lauthals empören:
Falls Ihnen das Schicksal dieser Menschen wirklich etwas bedeutet, dann sorgen S ie dafür, dass das neu zu gründende Unternehmen mindestens genau so viel Subventionen erhalten wird, wie Nokia bisher erhalten hat und in naher Zukunft in Rumänien und anders wo noch erhalten wird. Dies ergibt, zusammen mit dem Eigenkapital der mehrere tausend Betroffenen und Unterstützern, eine beachtliche Summe von mehreren hundert Millionen Euro. Kein schlechtes Startkapital.
Eine solche Aktion würde sofort weltweite Aufmerksamkeit erregen. Eine großartige Werbung für die neuen Handys! Es wären die ersten Handys, die eine wirkliche Geschichte haben. Eine großartige Geschichte, mit dem Titel „der Sieg der Menschen gegen die Heuschrecken“! Schon deshalb würden weltweit unzählige Sympathiekunden ein solches Handy kaufen!
Fulda, den 22. Februar 2008
Bert Nonnweiler
22. Jan. 2008, 17:17 Uhr
LeserInnenbrief von Anton Kemper:
Mich irritiert schon etwas, dass bo-alternativ in einem Kommentar so deutlich Partei für einen Parteipolitiker ergreift - und dann auch nicht für irgendeinen Parteipolitiker und zu irgendeinem Zeitpunkt, sondern ausgerechnet vor einer Demonstration gegen die Verlagerung einer Produktionsstätte ins Ausland für Oskar Lafontaine.
Schließlich hat sich Oskar Lafontaine nicht zuletzt mit seinen Fremdarbeiter-Äußerungen genau in dem Bereich, um den es auf der morgigen Nokia-Demo gehen wird, unmöglich gemacht: Anstatt solidarisch für eine Welt ohne Grenzen und protektionistische Nationalstaaten zu kämpfen, bedient Lafontaine regelmäßig populistische Vorstellungen vom bösen Ausland, vor dem der deutsche Arbeiter geschützt werden müsse.
Die Nokia-Demo morgen steht vor genau der Gefahr, die Oskar Lafontaine verkörpert, und die sich schon bei der Opel-Großdemo 2004 unheilvoll bewahrheitet hat: Anstatt emanzipatorischem Protest war eine Menge plumper Nationalismus, Arbeitsfetischismus und Regionalpatriotismus zu hören: “Europa ist nicht der Wilde Westen und Bochum nicht die Bronx von New York. Ein Arbeitsplatz hat hier einen tausendfach höheren Wert als bei den Erfindern der Marshmallows”, hatte Europa-Betriebsrat Klaus Hemmerling damals unter tosendem Beifall der Massen verkündet. Zwar eignet sich Finnland nicht so gut wie die USA als Projektionsfläche für alle möglichen diffusen Ängste, aber trotzdem: Der empörte Ruf, das “die” - sei es “die Bosse da oben” oder “die da im Ausland” mal wieder mit “uns” - sei es mit “uns Arbeitern” oder “uns Deutschen” - machen, was sie wollen, dieser Ruf wird auch morgen zu vernehmen sein. Es bleibt nur zu hoffen, dass kritische linke Positionen nicht völlig von diesem populistischen Mainstream übertönt werden.
Ich finde: Es ist nicht automatisch “gut so”, dass Lafontaine morgen mit demonstriert. Das Kernproblem ist nämlich nicht, dass Oskar Lafontaine als Ministerpräsident und Finanzminister etwas anderes gemacht hat als er heute fordert, wie der bo-alternativ-Kommentar suggeriert. Das Kernproblem ist, dass Lafontaines politisches Programm auch heute noch all zu häufig in nationalprotektionistischen Vorstellungen und in dichotomem “Wir-gegen-die”-Denken verhaftet ist. Über beides sollte ein alternatives Medienprojekt nicht schweigen, wenn es im Zusammenhang mit der Nokia-Demo schon über den maßlos überbewerteten Oskar Lafontaine schreiben will.
30. Dez. 2007, 19:42 Uhr
LeserInnenbrief von Reinhart Kößler:
Liebe Leute, Eure Meldung zu den Kriegerdenkmälern ist leider nicht ganz aktuell. Vor ein paar Jahren hat nämlich eine Bürgerinitiative (ich fürchte, man muß das so nennen) Geld gesammelt und dafür gesorgt, dass das Denkmal in Langendreer wieder einen Kopf bekam, treudeutsch und hübsch gescheitelt …
11. Dez. 2007, 00:35 Uhr
LeserInnenbrief von Michael Wenzel:
Zum aktuellen ASTA-Debakel:
Unabhängig davon, dass der ganze Vorgang entweder eine hanebüchene Naivität oder aber eine kaum zu überbietende Dreistigkeit des/der Beteiligten voraussetzt, frage ich mich zunehmend, ob das Ganze nicht auch strafrechtlich relevant ist?
Leserbrief zu den Berichten „Stadt verwendet nur noch Ökostrom“
Die Stadt Bochum will für öffentliche Gebäude und Straßenbeleuchtung nur noch Ökostrom einsetzen. Wie ist dies zu bewerten? Natürlich wird hier ein Zeichen gesetzt zur Nacharmung. Es ist nur zu hoffen, dass möglichst viele Bürger diesem Beispiel folgen. Der Umstieg ist einfach und kostet nur wenig Zeit und Geld. Natürlich ist es ein Imagegewinn für die Stadt. Bleibt die Frage, warum der Umstieg nicht längst erfolgt ist, die Dringlichkeit ist seit Langem bekannt.
Durch die städtische Maßnahme würden 12200 Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart. Dies ist keineswegs der Fall. Die Stadt bezieht den Strom von den Stadtwerken und diese kaufen bereits seit Jahren „Ökostrom“ aus Wasserkraft in Österreich ein. Kohlendioxid würde nur eingespart, wenn die Stadtwerke neue „Ökostromkapazitäten“ schaffen und gleichzeitig CO2-produzierende Stromerzeuger abschalten würden. Die Stadtwerke dürfen sich nicht mehr am Bau neuer Kohle- oder Gaskraftwerke beteiligen. Natürlich besteht die Hoffnung, dass eine verstärkte Nachfrage nach Ökostrom zu einer verstärkten Produktion führt. Der Weltklimarat gibt der Menschheit gerade mal noch acht Jahre Zeit, um durch konequente CO2-Vermeidung die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen.
Bochums Bürger sind für die Produktion von ca. vier Millionen Tonnen CO2 pro Jahr verantwortlich. Die 12200 Tonnen entsprechen gerade einer vermeintlichen Einsparung von 0,31 Prozent. Wissenschaftler fordern eine Reduktion von 80 Prozent.
Wir sind für die Produktion von ca. 10 Tonnen CO2 pro Kopf verantwortlich. Der Weltdurchschnitt liegt bei ca. 3,3 Tonnen. Woher nehmen wir das Recht, drei mal so viel wie der „Weltdurchschnittsbürger“ ausstoßen zu dürfen. Dies ist nicht sozial gerecht und nicht zukunftsfähig. Jeder muß verantwortungsbewußt handeln.
Ich hoffe, Bochums Bürger kommen ihrer moralischen Verpflichtung zum Klimaschutz möglichst zügig nach.
Wann wollen Bochums Bürger endlich handeln, wenn nicht jetzt sofort?
12. Nov. 2007, 20:02 Uhr
LeserInnenbrief von Manfred König:
Leserbrief zur Antikriegslesung mit Lammert / Flimm am 11.11.2007 in den Kammerspielen Bochum
Vom kritischen Publikum dürfte der Live Act des Antikriegslesers Lammert zugleich als Widerspruch an Lammert’s Engagement pro Militär, z.B. in Form von der milliardenschweren Beschaffung todbringender Kriegsmaschinerie, erkannt worden sein. Es macht eben einen Unterschied, ob man wahrhaftig und glaubhaft gegen den Krieg eintritt, oder sich die politische Mitverantwortung vorwerfen lassen muss, wie z.B. die Forcierung der Bundeswehr zur Interventionsarmee mit dem Kauf von 180 Eurofightern von über 21 Milliarden Euro zu Lasten der Steuerzahler. Das ist aber genau die Summe, die im Bildungshaushalt fehlt, um Kindergärten auszubauen, Lehrer einzustellen, Ausbildungsplätze zu schaffen und Hochschulen ohne die unsozialen Studiengebühren vernünftig auszustatten. Zudem hat die Bundeswehr für weltweite Kampfeinsätze 600 Marschflugkörper “Taurus” zum Stückpreis von 1 Million Euro bestellt. Für die 600 Millionen Euro könnten auch 500 Kindergärten gebaut werden. Berichten zufolge werden für Rüstungsaufträge regelmäßig Empfänge, Bälle und Essen vom Rüstungs- und Technologiekonzern EADS bezahlt. Während der Rüstungshaushalt immer weiter steigt und die Rüstungskonzerne Rekordgewinne melden, müssen z.b. hier Eltern behinderter Kinder und die betroffenen Kindergärten auf die Anstellung einer Integrationskraft etliche Monate warten, da hierfür die Geldmittel mangels Masse nur spärlich und zögerlich vergeben werden. Man könnte noch viele Skandal-Beispiele anreihen. Die Fürsprecher des Krieges und der militärischen Aufrüstung werden uns wohl immer ernstgesichtig mit “Gründen“ für deren Handlungsbedarf belügen. Wenn es dann noch mehr Überzeugungskraft bedarf, spannen sie auch noch Gott in ihr Geschirr. Als Folge der Zunahme von Militärisierung erleben wir die Präsenz deutscher Soldaten am Hindukusch, in Heiligendamm und den Arbeitsagenturen. Insofern könnte eigentlich Lammert‘s Antikriegslesung zum Anlass genommen werden, nach der Enttarnung dieser heuchlerischen Vorstellung, über neue Protestformen gegen den deutschen Militarismus nachzudenken. Ja, “ Bochum macht jung “, viele Bochumer/Innen aus allen Institutionen können auch für Frieden und Abrüstung etwas organisieren, bewegen, marschieren und Druck auf unsere politischen Vertreter der Kriegsbegleitenden Parteien machen, damit u.a. auch der mehrheitliche Wille des deutschen Volkes gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr respektiert wird.
Nicht nur, dass es zwei Mannschaften gelungen ist, noch häufiger aus der Herrenfussballbundesliga abzusteigen als der VfL Bochum, den dritten Platz in dieser Statistik teilt sich der VfL mit dem ehemaligen Werksclub aus Uerdingen, die 1976, 1981, 1991, 1993 und 1996 aus der höchsten Spielklasse der kickenden Männer abgestiegen sind. Ausserdem seitdem auch noch 1999 aus der zweiten Bundesliga und per Lizenzentzug 2005 auch noch aus der Regionalliga Nord. Da in der Saison 04/05 beim Spiel gegen Preussen Münster bereits Mitte der zweiten Halbzeit der Bierstand trocken war, ist es m.E. völlig korrekt, dass die Uerdinger seitdem in der Oberliga Nordrhein dümpeln. Den Wattenscheidern ist es in der Oberliga Westfalen letzte Saison ebenfalls misslungen, genug Bier beim Spiel gegen Münster vorrätig zu haben. Spätestens da hört der Spaß auf, und die 09er sind ja auch abgestiegen.
6. Sep. 2007, 09:28 Uhr
LeserInnenbrief von Astrid Platzmann-Scholten:
Eine altbekannter Umstand, lieber in die Hacken zu treten, anstatt in einem vernünftigen Diskurs daran zu arbeiten, dass sich die Verhältnisse ändern.
In der Mitteilung der ARGE über die Reduzierung der Heizkosten wurden die Zahlen in einer Weise “aufbereitet”, dass kaum nachvollziehbar war, wieviele Menschen dahinter stecken.
Wenn die Thematisierung dieses Umstandes, als “Verdrücken von Krokodilstränen” gewertet wird, frage ich mich ernsthaft worum es euch geht.
Ein weiterer Versuch sich an den Grünen abzuarbeiten und Vergangenheitsbewältigung zu betreiben, dumm und höhnisch, selbstverständlich mit den großartigen Lösungen in der Tasche, zu kommentieren oder was?
Jetzt noch kurz zum antiklerikalen Teil,
wäre es eurer Ansicht nach besser gewesen, das Ende der Beratungsstelle des ev. Sozialpfarramtes abzuwarten? Dann hätte Bo-alternativ sicher reichlich Krokodilstränen vergossen. Mich nervt eure offensichtliche Bösartigkeit
und noch ein kleiner Tipp am Rande, lasst Euch doch als offizielles Parteiorgan der “Linken” eintragen - eine nach allen Seiten hin kritische Berichterstattung sieht für mich anders aus, bei Euch ist es Hofberichterstattung!
eure kritische Haltung zum städtischen Agenda-Prozess sei euch ja gegönnt und für die Agenda-Aktiven könnte sie grundsätzlich auch eine wertvolle ergänzende Hilfe darstellen.
Ich persönlich finde es mittlerweile allerdings ziemlich langweilig, von euch mehr oder weniger jährlich und fast schon ritualisiert auf den autofreien Tag 2000 (!) hingewiesen zu werden, von dem seit Jahren kein/e Agenda-Aktive/r mehr bestreiten wird, dass er in die Hose gegangen ist.
Was den “Abschied” der von euch aufgezählten Gruppen angeht, ist auch dieser wohl eher Schnee von gestern: Immerhin arbeiten eine ganze Reihe von VertreterInnen dieser Gruppen, wenn auch mit kritischer Distanz, aktiv in den Agenda-Gremien mit. Und das ist auch gut so!
Beste Grüße
Michael Wenzel
Vorsitzender des Beirates Bochum-Agenda 21
17. Jul. 2007, 17:56 Uhr
LeserInnenbrief von Wolfgang Wendland:
Zu
“Mobbster - 1. NRW Kinder- Jugendtheaterfestival gegen Gewalt”
Ich denke mal, dass die Richtlinien für den Schriftsatz (Duden) auch für Webseiten gelten:
“Das Et-Zeichen & ist gleichbedeutend mit “u.”, darf aber nur bei Firmenbezeichnungen angewendet werden.
Voß & Co
Meyer & Neumann
In allen anderen Fällen darf nur “u.” als Abkürzung für “und” gesetzt werden.
30. Jun. 2007, 23:42 Uhr
LeserInnenbrief von Dr. Gernot Rott:
Eure “satirische Klein-Serie” zum Thema “Goliat-Ende” und “Ruhrgebiets-Mainstream-Medien” ist super !!! Weiter so !
18. Jun. 2007, 11:30 Uhr
LeserInnenbrief von Hagenböhmer:
Anmerkung zu Kemnade International
Dieses Festival hat nicht´s mehr schönes.
Reine Abzocke mit 4 Euro Eintritt und dann nur
3 Toiletten für alle!!!! Schade früher gab es kein Eintritt und auch kein WDR der dort war aber es hatte Flair.
1. Jun. 2007, 12:12 Uhr
LeserInnenbrief von Uwe Vorberg (Mitglied des Rates Die Linke.PDS):
Leserbrief zur Kritik der Sozialen Liste an der Imagekampagne “Bochum macht jung”
Einigermaßen irritiert bin ich darüber, dass die Soziale Liste drei Wochen nach der Präsentation der Kampagne im Stadtrat, 1 1/2 Wochen nach dem öffentlichen Auftakt und nach der Kritik durch verschiedene Medien (u.a. bo-alternativ und WAZ) nun auch ihre Kritik an der Imagekampagne “Bochum macht jung” entdeckt. Iriitiert deshalb, weil die Soziale Liste über ihr Ratsmitglied Günter Gleising seit mehreren Monaten (!) an den Sitzungen der Arbeitsgruppe “Marke Bochum”, die die Entwicklung der Kampagne begleitet hat, regelmäßig und (nach eigenen Angaben) aktiv teilgenommen hat. Im Gegensatz zur Ratfraktion Die Linke.PDS, die von Anfang an der Meinung war, dass es nicht Aufgabe einer linken Oppositionsfraktion ist, eine Imagekampagne für die Stadt mit zu entwickeln. Bei aller Kritik im einzelnen: Wir sind sehr wohl der Meinung, dass es Aufgabe der Stadt ist, die Imagewerbung in Hinblick auf Tourismus, Lebensort und Wirtschaftsförderung zu stärken. Und die geplanten Kosten von 1 Mio € liegen deutlich unter dem, was entsprechende Kampagnen sonst kosten: Die gerade gestartete Imagekampagne “Berlin - Stadt des Wandels” soll 11 Mio. € kosten, die viel gelobte Kampagne Baden-Württembergs “Wir können alles, außer hochdeutsch” kostete jährlich 7 Mio €.
28. Apr. 2007, 08:22 Uhr
LeserInnenbrief von Michael Wenzel:
Grundschule und Rassismus
Wow! Da greift ihr aber mal wieder echt in die verbalen Vollen: Rassismus, klerikales Relikt und als Sahnehäubchen obenauf noch die bösen reaktionären Eltern, die sich dem Multikulti verweigern.
Nun könnte ich natürlich mutmaßen, dass der Verbalgigantismus damit zusammenhängt, dass weder Christian Michalak noch Martin Budich mangels eigener Kinder elterliche Verantwortung tragen und daher schlicht keine Ahnung davon haben, wie es in den Schulen heutzutage so ausschaut…aber das wäre unsachlich.
Vielleicht reicht ein Hinweis, was bei dem einen oder anderen klerikalen Relikt tatsächlich Fakt ist:
Meine Tochter hat ihre Grundschulzeit, die im letzten Sommer endete, ebenfalls auf einer konfessionsgebundenen (katholischen) Grundschule verbracht und die Realität sah so aus, dass etwa 25 % der Kinder in ihrer Klasse einen (überwiegend türkischen) Migrationshintergrund hatten und mehrheitlich keiner christlichen Konfession angehörten.
Was mag deren Eltern wohl dazu bewogen haben, ihre Kinder ohne Not der Gefahr einer klerikalen Indoktrination samt rassistischen und reaktionären Eltern auszusetzen? Immerhin ist die konfessionelle Grundschule eine freiwillige zusätzliche Wahlmöglichkeit der Eltern!
Aber es war ja noch schlimmer: Die angeblich so reaktionären Eltern in Töchterchens Klasse wählten auch noch eine türkische Mutter zur stellvertretenden Klassenpflegschaftsvorsitzenden!
Lange Rede, kurzer Sinn: Manchmal kann ich über eure klischeehafte Berichterstattung nur den Kopf schütteln. Das Gleiche gilt für die gelegentlichen Profilierungsversuche von Christian Michalak.
Beste Grüße
Michael Wenzel
PS: Bitte vollständig oder gar nicht veröffentlichen!
im fernen Mali muß ich lesen, dass die Stadt Bochum offenbar glaubt, im Faber Lotto gewonnen zu haben! Same procedure as every year? Oder ist es diesmal wirklich ernst?
Ich hoffe jedenfalls, dass die “Linkslastigen BedenkenträgerInnen” weiter ihre Stimme erheben und dass noch Vernuft in die Gemüter vieler Ratsmitglieder Einzug hält.
In einem Land, wo es kaum Schulen, Straßen, geschweige denn andere Sozialeinrichtungen gibt, liest es sich bizarr, dass so viel Kraft und Energie verwandt werden muß, das in Deutschland vorhandene Geld in vernünftige Bahnen zu lenken.
Bei der Auseinandersetzung darum weiterhin viel Kraft und Energie wünscht
Gabriele Riedl
(1999 - 2004 Kulturpolitische Sprecherin der Fraktion die Grünen im Rat der Stadt Bochum)
18. Feb. 2007, 10:09 Uhr
LeserInnenbrief von Annette Schnoor:
Zu: Bochumer Frauenwochen
“Hier wie auch bei dem Bündel an Veranstaltungen präsentiert sich wie schon in den vergangenen Jahren eine feministische Volksfront: Die CDU mit ihrer Frauen-Union ist mit dem Bund der Vertriebenen und dem Hausfrauenbund genauso vertreten wie die MLPD mit einer eigenen Veranstaltung und mit Courage und Solidarität International.”
Das sind zwar alles Frauen, aber soweit ich weiß, ist keine dieser Organisationen feministisch. Mensch könnte schon erwarten, dass Bo-alternativ die Biologie von der politischen Haltung unterscheiden kann.
Schön zu hören das sich die Studenten in Bochum,dass Grundgesetzwidrige verhalten der StaatsGEWALT nicht gefallen lassen. Ich bin zwar kein Student aber auch als Hartz-Opfer ist man betroffen von den unmenschlichen “Gesetzen” dieser Kapital und Politganoven. Meine Solidarität ist allen Studierenden sicher. Bildung für ALLE und ALLES FÜR ALLE!! solidarische Grüße aus Cottbus.
28. Jan. 2007, 22:24 Uhr
LeserInnenbrief von Christian Kluth:
Hallo Herr Budich,
ihr Artikel über den Goaliad-Laden ist interssant. Korrekt der Goaliad-Inhaber ist ein NAZI, ist es dann wirklich legitim NAZI-Methoden gegen das Geschäft zu befürworten?
Vor 60 haben NAZIS Geschäfte von Juden beschmiert, heute beschmieren wieder Leute Geschäfte von NAZIS.
Sind diese NAZI-Methoden o-kay - solange diese nur die Richtigen treffen?
Wie sieht zu diesem Thema Ihre Meinung aus! Sind Sie für Pogrome gegen NAZIS?
Grüße Christian Kluth
19. Nov. 2006, 22:33 Uhr
LeserInnenbrief von Lutz Berger:
Hallo, ich habe heute die Sendung mit Peter Gingold gehört. Seine Rede auf der Ostermarschveranstaltung war so aussagekräftig, dass es wert wäre, sie als CD oder als MP3file zu veröffentlichen.
Selbstverständlich gegen eine Spende an das Friedensplenum.
Wäre das möglich?
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31. Aug. 2010, 07:35 Uhr
Zu: Kirchenkampf entbrennt in Weitmar
Vorwurf der Illoyalität gegenüber dem Bischof wirkt unkirchlich
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Die auf 200 bezifferten “Aufständischen “ entsprechen ca. 10 % der ehemaligen Vierzehnheiligen-Gemeindemitgliedern. Eine derartige Beteiligungsquote wird in der Regel nicht einmal bei den turnusgemäß in Bochumer Kirchengemeinden stattfindenden Wahlen erreicht. Somit ergibt sich, dass nahezu alle Aktiven der ehemaligen Gemeinde weiterhin Gottesdienste in Vierzehnheiligen feiern wollen. Dennoch sieht Pfarrer Humberg hier nur “ Wenige “, bezeichnet deren Engagement als eine Art
“ Sportereignis “ und weist u.a. auf die Illoyalität gegenüber dem Bischof hin, was in diesem Zusammenhang auf mich so unkirchlich wirkt. Begrifflichkeiten wie Loyalität, Gehorsam und Treueid mögen zwar in der Politik u/o Kirche geschätzt sein, doch spätestens der hiermit praktizierte Missbrauch im “Dritten Reich” hat die Unterwerfung des eigenen Willens gegenüber einer Autorität prinzipiell bis zu den aktuellen Ereignissen in der Kirche in Misskredit gebracht. Schismatische Verhaltensweisen sind auch ohne die Aktivitäten in Vierzehnheiligen in der Kirche anderswo ( z.B. Pius-Bruderschaft ) bereits im vollen Gange. Das die hier zuständige XXL-Gemeinde St. Franziskus nach der Erstausgabe ihres Pfarrbriefs
” Pentateuch ” im August 2008 immer noch keine Folgeausgabe verteilt hat, zeugt nicht gerade von hoher Vitalität und Interesse an einer kontinuierlichen kirchlichen Informationsübermittlung an die Menschen im Bochumer Süden.
Manfred König
28. Jul. 2010, 08:08 Uhr
Zu: Urteil im Tortenprozess
“Zwischen Kultur- und Gauhauptstadt”
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Das Urteil gegen Martin Budich dürfte zunächst mitten im Kulturhauptstadtjahr Ruhr 2010 ein Klima der Einschüchterung hinsichtlich eines weiteren Engagements bei vielen Menschen gegen Naziaufmärsche wegen befürchteter staatlicher Verfolgung und Kriminalisierung ausgelöst haben. Das Urteil war nach Meinung vieler Zuschauer bereits vorgefertigt, so dass dann auch alles tatsächlich auf eine Verurteilung hinauslief und der fundierte Sachvortrag der Rechtsvertreterin der Beklagtenseite seitens des Amtsgerichts nicht berücksichtigt wurde. Bei aller Verbissenheit der Richterin und Staatsanwältin zwecks Interpretation der umstrittenen Karikatur, ist besonders pikant, dass diese das Tortenmännchen nicht einfach als Diskussionsgrundlage zur Verhinderung des Nazi-Aufmarsches anerkennen wollten.
Es drängt sich der Eindruck auf, dass Bochum derzeit auf der Wegstrecke zwischen gegenwärtiger Kultur- und ehemaliger Gauhauptstadt in einem sommerlichen Sumpfloch festsitzt. Im Mileau der Austarierung zwischen Rechts und Links ist dieser Zustand sicherlich nicht verwunderlich und es bedarf daher einer intensiven Schulung bzw. Aufklärung, was alles an Widerstand zum Schutze der Demokratie zugelassen werden muss, statt der derzeit betriebenen Einschüchterung.
Manfred König
19. Jul. 2010, 22:38 Uhr
Erinnern wir uns doch: Die Karikatur mit dem streitbaren Tortenmännchen hat am 25.10.2008 auf dem Dr.-Ruer-Platz und an anderen innerstädtischen Standorten zu keiner Zeit den friedlichen Verlauf der Kundgebung “ Wir sind Bochum. Nazis sind es nicht. “ gefährdet. Durch die Teilnahme wie z.B. der Bochumer Oberbürgermeisterin, des DGB-Regionsvorsitzenden, des Vertreters der Kirchen der Kulturen des VVN-Vorsitzenden und vielen anderen Menschen unserer Stadt wurde Flagge gezeigt für ein friedliches- und buntes Bochum. Es war an allen Orten ein friedlicher- und lautstarker Bürgerprotest gegen den Naziaufmarsch zu vernehmen, welcher auch flankierend vom Schauspielhaus Bochum unterstützt wurde. Es bleibt zu befürchten, dass vor unser aller Augen, mitten im Kulturhauptstadtjahr, mit dem erneuten Versuch eines Exempels gegen den verantwortlichen Redakteur von bo-alternativ, Martin Budich, der Staat auslotet, inwiefern er das Strafgesetzbuch gegen Personen verwenden kann, die sich außerhalb des Parlaments politisch engagieren. Wenn dieses so wäre, würde m.E. der Staat auch die Zivilgesellschaft angreifen und könnte gleich hier beginnend den genannten Personenkreis in Sippenhaft nehmen, nur weil den per Definition vermeintlichen Zielen und Grundsätzen des Beklagten entsprechende Folge durch die Teilnahme an der Protestkundgebung geleistet wurde. Wegen der gesellschaftlichen grundsätzlichen Bedeutung sowie einheitlicher Rechtssprechung und nicht zuletzt wegen der Ehrbarkeit des Beklagten, bitte ich um erneuten Freispruch für Martin Budich.
Manfred König /Mitglied amnesty international
17. Jun. 2010, 23:54 Uhr
Bundeskanzlerin Merkel, die des Abends nicht mehr wissen will, was sie am Morgen der OPEL-Belegschaft versprochen hat, betrieb m.E. diesen schändlichen Wortbruch nur, weil sie damit aus machtpolitischen Kalkül den Stimmenkauf der FDP für ihren Präsidentschaftskandidaten Christian Wulff realisieren konnte.
Es ist ein purer Affront der Bundesregierung so mit einem Unternehmen umzugehen, deren Unternehmensleistung z.B.. im Jahre 1992 tatkräftig dazu beigetragen hat, dass Deutschlands Bild in der Weltöffentlichkeit und in der internationalen Presse nicht von Minderheiten der rechts- und linksextremistischen Szene bestimmt wurde. Unterstützt wurden aus Gründen der Solidarität ausländische Mitbürger/Innen, welche Opfer eines fremdenfeindlichen Brandanschlages in Mölln waren. Diese damalige Opel-Solidarität tat uns Deutschen gut und war ein Beispiel um “ Farbe zu bekennen“. Auch den Erdbebenopfern in der Türkei wurde durch Geschäftsleitung und Belegschaft geholfen.
Skandalös ist es, dass im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern die Merkel / Westerwelle-Regierung die beantragte Opel-Bürgschaft abgelehnt haben, aber für die Rettung von Banken und Griechenland eine Unsumme von Geldern transferiert werden konnte.
Gegenüber der Existenz hoch motivierter arbeitender (Familien-) Menschen, welche Spitzenqualität “ Made in Germany “ produzieren, verweist die Bundesregierung eiskalt auf die betroffenen Landesregierungen zwecks Abhilfe. Das Faktum, dass z.B. Opel und seine Belegschaft über Jahrzehnte den lebendigen Beweis aufrecht erhalten haben, dass Gebiete, wie z.B. in Bochum-Laer und Langendreer mit einer auf Bodenschätzen basierende Monostruktur sinnvoll ergänzt, erweitert und umgestellt werden konnten – zum Nutzen einer Region und seiner Menschen, ist dieser Chaos-Regierung offenbar überhaupt nicht gegenwärtig.
Zudem war es vor 48 Jahren nicht nur das Ziel von Opel in Bochum, moderne und qualitativ hochwertige Automobile zu bauen, sondern auch ein guter industrieller Mitbürger und Nachbar mitsamt der Belegschaft in Bochum zu sein.
Mögen die Standorte der Autokultur in unserem Land und unserer Stadt Bochum weiterhin erhalten bleiben und alsbald die Götterdämmerung über die derzeitige schwarz-gelbe Bundesregierung zur Amtsniederlegung einbrechen.
Manfred König
14. Dez. 2009, 16:23 Uhr
Leider erst jetzt gefunden, den Bericht zum Thema Videoüberwachung. Die Stellungnahme der ARGE auch. Wenn man dort mitten im Jahr 2009 behauptet, man habe keine Kenntnis gehabt von dieser besonderen Einrichtung in der Einrichtung Vogel, so stellt sich mir die Frage, wie weit da das Gedächtnis reicht.
Es wurde z.B. bereits Mitte Oktober 2007 mehrfach und von verschiedenen Personen an mehreren Stellen innerhalb der Arge auf genau dieses Problem hingewiesen. Es war also bekannt, mit welchen (Staats?)mitteln man im Institut Vogel für “Ordnung” nach Art dieses besonderen Hauses sorgt.
Wenn auch etwas spät, aber diese Fortsetzung des Frusts musste doch noch mal artikuliert werden.
Weiterhin gutes Gelingen für Ihre Arbeit, vielleicht kann ja so noch ein Minimum an Recht gewahrt werden (zumindest in der Erinnerung derer, denen das noch kein Fremdwort war).
Mit freundlichen Grüßen
Doris Killmer
P.S. Der Aussage Ihrer Kontrollfrage stimme ich aus vollem Herzen zu!!!
28. Nov. 2009, 01:19 Uhr
Wenn dem Kollegen Hermund das (geplante) Konzerthaus als nur “überwiegend für die Reicheren in unserer Stadt” erscheint, dann frage ich mich, wie er im gleichen Atemzug behaupten kann, dass ein “Konzerthaus in Bochum [...] zweifellos ein Gewinn für viele Menschen in unserer Stadt” wäre. Ja was denn, ist die Bochumer Symphonie jetzt überwiegend für die Bourgeoisie oder haben wir Proletarier auch was davon?
Die symphonische Musik als eine Kultur der herrschenden Klasse darzustellen ist natürlich sehr populär, die meisten interessieren sich nämlich nicht dafür. Aber wenn ich mir überlege, dass eine Eintrittskarte für ein Konzert der Bochumer Symphoniker in der teuersten Kategorie bislang 28,60 Euro (Abendkasse) kostet, dann muss ich feststellen, dass die Bourgeoisie hierzulande offensichtlich zu arm sein muss, sich ein Ticket für den Starlight-Express oder den VfL zu leisten.
23. Okt. 2009, 14:40 Uhr
Liebe Bo-alternativ-Redaktion,
vielen herzlichen Dank für Eure Vorberichterstattung zu den drohenden Parteiausschlüssen bei der Bochumer LINKEn! Ich fände es wichtig und folgerichtig, nun auch auf die aktuelle Entwicklung einzugehen - so berichtet die WAZ im nachstehenden Beitrag: “Mittlerweile haben der Kassierer, der zweite Vorstandssprecher und ein Beisitzer des Kreisvorstandes der Linken entnervt aufgegeben und sind von ihren Ämtern zurückgetreten.” (Vgl. auch den untenstehenden Kommentar.)
Solidarische Grüße:
Uli Schröder
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/bochum/2009/10/22/news-137984963/detail.html
21. Okt. 2009, 15:56 Uhr
Parteiauschlussverfahren bei der Linken: Sollte der Landesverband der Linken so dumm sein dieses Verfahren zu eröffnen, werden sicher weitere MitgliederInnen dies zum Anlass nehmen die Partei zu verlassen.
8. Okt. 2009, 20:51 Uhr
Zu: Sozialer und kultureller Kahlschlag vom 08.10.09
Nachdem ich die Liste von Maßnahmen zur Haushaltssanierung gelesen habe, muss ich am gesunden Menschenverstand der Bochumer PolitikerInnen zweifeln. Als Vater zweier 1 1/2 und 4-jähriger Kinder, die demnächst zeitgleich in der Kindergarten gehen sollen frage ich mich, ob ich mir das überhaupt noch leisten kann. Und die Liste ist ja noch viel größer…
6. Okt. 2009, 07:49 Uhr
Der Name ” Kulturhauptstadt ” lebt, in Wirklichkeit aber ist die geplante ” K-Hauptstadt ” tot.
Statt sich der vorhandenen Wurzeln einer gelebten Kultur in Bochum im Rahmen einer nahezu kostenlosen Erinnerungskultur zu besinnen, wird vozugsweise mit der ” Millionen-Geldspritze ” für neue schillernde Vorzeigeobjekte zu Lasten der Steuerzahler hantiert, anstatt dieses Geld für soziale Projekte zu verwenden. Während immer mehr Armut in Bochum um sich greift ( Hartz IV-Empfänger, Suppenküche, Kindertafel etc. ), sprach der NRW-Staatssekretär für Kultur H.-H. Grosse Brockhoff am 30.04.09 öffentlich und ohne Einspruch in Bochum davon, ” dass es jetzt mehr denn je darauf ankommt, was Kunst und Kultur gesellschaftlich zu leisten vermögen “. Offenbar setzt die Politik die falschen Prioritäten und trägt selbst zur Werte- und Sinnkrise bei.
Wer wacht und stärkt in dieser schläfrigen Zeit, was noch übrig ist und schon im Sterben liegt?
Manfred König, Bochum
22. Jul. 2009, 22:30 Uhr
Ich bin sehr verärgert darüber, dass wir in der Bundesrepublik Deutschland uns noch Militärbischöfe leisten, welche die militärischen Konflikte der Politik z.B. in Afghanistan begleiten und es keine Proteststürme dagegen in allen Kirchengemeinden gibt. Was würde nur Jesus dazu sagen? Das Leben unserer Söhne und Töchter hat doch verdammt einen höheren Wert, als der politische Willen dieses Landes und der ihrer willfährigen Helfer. Der heftige Streit zwischen Politikern und Angehörigen von NGO’s ( Non Government Organisations ) und Verteidigungsminister Jung, welcher juristisch zurecht weiterhin auf seine Feststellung besteht, dass ein Kampf gegen den Terror kein Krieg ist und zugleich dabei an die große militärische Auseinandersetzung von 1939 – 1945 denkt und sich hierauf beruft, ist jedoch eine Definition aus einem anderen Jahrhundert und einer anderen Weltordnung. In einem Land wie z.B. Afghanistan greift diese Regel längst nicht mehr, da die radikal-islamische Taliban keinem bestimmten Staat angehört, sondern im weitesten Sinne einer Religionsgemeinschaft. Häufig stammen sie nicht aus der Region, wo sie militärisch operieren, sondern sickern durch das pakistanisch-afghanische Grenzgebiet hindurch und demnach findet auch in Afghanistan kein Bürgerkrieg statt. Die Taliban-Kämpfer verstehen ihren Kampf als einen “ heiligen Krieg.“ in göttlichem Auftrag und sehen sich daher zu allen Kampfformen legitimiert. Die Bundeswehr ist aber nicht mit einem Kampfauftrag nach Afghanistan geschickt worden und ihr aktuelles Mandat basiert auf der UN-Resolution 1623, ein sicheres Umfeld zu schaffen, um den Wiederaufbau zu ermöglichen. Dagegen haben die bärtigen “ Gottesdiener “ das Ziel, die Ungläubigen aus Afghanistan zu vertreiben. Experten haben inzwischen den Begriff vom “asymmetrischen Krieg” zwischen zwei ungleichen Gegnern gewählt. Krieg in neuer Form ist demnach eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Gruppen, so unterschiedlich sie auch sein mögen. Deshalb sollte auch die Presbyterien und Gemeinderäte der großen Kirchen in Bochum umgehend Beschlüsse auf Ortsebene fassen und offiziell den sofortigen Abzug der Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan einfordern, damit eine lebendige Rückkehr unserer Mitmenschen in Uniform in der Heimat erwartet werden kann.
Manfred König, Bochum-Weitmar
Prinz-Regent-Str. 79 B.
20. Mai. 2009, 13:04 Uhr
Der kleine Mann ist immer der Dumme. Ich habe auf WDR 3 Fernsehen den Beitrag zu Leiharbeit gesehen und bin der Meinung: DAS IST DEUTSCHLAND! ich gehe arbeiten für nichts, und nichts passiert. Und jetzt zu Opel: Sie bekommen die Treuhandlösung und Staatsbürgschaften. Warum? Für was? Den Laden sollte man schließen! Die Leiharbeiter, mit denen kann man das ja machen. Aber nicht mit mir. Ich hätte denen was anderes erzählt. Die Zeitarbeitsfirmen, das ist das letzte, was es gibt. Das Arbeitsamt steckt auch mit denen unter einer Decke.
25. Apr. 2009, 23:20 Uhr
Es bleibt wohl bislang das Geheimnis der Staatsanwaltschaft, wie man eine brennende- und stehende Wunderkerze mit einer normalerweise liegenden- bzw. hängenden Lunte verwechseln kann.
Als Aufforderung “ Lassen sie es krachen “, analog der Webseite der Kölnischen Rundschau zum Ostersonntag ( 2007 ), kann das Plakat mit der Comic-Figur auf der Webseite von
bo-alternativ.de nicht ernsthaft verstanden werden. Zu sehen war auf der Kölner Webseite, wie sich das Feuer auf der Zündschnur vorfrisst und die Bombe explodiert - darunter der dpa-Text aus Masar-I-Scharif. Die Soldaten würden sich freuen, “dass die Arbeit nun endlich losgeht”, erklärte Presseoffizier Hartmut Beilmann, der Sprecher des Tornado-Geschwaders 51 Immelmann. Und erläutert: Mit 92 Euro am Tag bekommen die Truppen im Afghanistan-Einsatz die höchstmögliche Gefahrenzulage. “Furcht” und “Angst” vor dem Einsatz seien keine Begriffe, die die Soldaten in den Mund nähmen. Zehn Stunden und genau 40 Minuten bevor der Karfreitag ( 2007 ) begann, und damit rechtzeitig zur Wiederkehr des Tages, an dem Jesus Christus ans Kreuz geschlagen wurde, konnte Zeit-online rapportieren: “Isaf-Mission: Deutsche Tornados in Afghanistan gelandet.” - Mission bedeutete einst “das Entsenden christlicher Glaubensboten”. So jedenfalls definiert im Duden-Wörterbuch . Heute kann Mission bedeuten: Bomben, Not, Elend, Tod. Das Geschwader Immelmann hat Tradition seit dem Ersten Weltkrieg. Mit der Einsatzkraft der “Immelmänner“ begann der Zweite Weltkrieg und die Sturzkampfflugzeuge des Geschwaders Immelmann unter dem Oberbefehl des erprobten Einsatzführers Generalmajor Wolfram Freiherr von Richthofen machten sich über das polnische 16.000-Seelen-Städtchen Wielun her. Diese “Großtat der Immelmänner “ war der erste Terrorangriff des Zweiten Weltkriegs auf eine Zivilbevölkerung. Einsatzführer Generalmajor Wolfram Freiherr von Richthofen missionierte schon 1937 als Befehlshaber der deutschen Legion Condor für General Franco die spanische Republik. Nach der Bombardierung des baskischen Städtchens Guernica beschrieb er in seinem Kriegstagebuch sein schönstes Erlebnis: “Guernica, Stadt von 5.000 Einwohnern, buchstäblich dem Erdboden gleichgemacht, Bombenlöcher auf Straßen noch zu sehen, einfach toll.”
Das Tornadogeschwader in Afghanistan hat nach zuverlässigen Medienberichten keine Bomben zu fürchten. Denn gekracht hat vorerst nur die Bombe auf der Kölner Website. Sie warb für ein günstiges Sonderangebot des Discounters Plus. Es würde in diesem Zusammenhang interessieren, ob überhaupt die Staatsanwaltschaft Köln an der “ bombigen Werbung “ des Discounters in unmittelbarer Nähe der Berichterstattung über das Jagdgeschwader Immelmann überhaupt einen Anstoß genommen hat und wie sich hierzu im Verhältnis die Reaktion der Bochumer Staatsanwaltschaft auf das harmlose Törtchen erklärt.
Nahezu eine ganze Stadt, vertreten durch die Oberbürgermeisterin, Gewerkschaften, ArbeitnehmerInnen, Richter, Kirchen u.a. haben sich offen dazu bekannt, dass Nazis in unserer Stadt unerwünscht sind. Daher halte ich diese Anklage gegen den verantwortlichen Bochumer Redakteur für gesellschaftlich unverantwortungsvoll und skandalös.
Manfred König
Bochum
16. Mrz. 2009, 14:10 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte darauf hinweisen,dass bei den zukunftigen Kommunalwahlen die NPD antreten wird und dies mit einem ensprechend Hetzerischen Wahlkampf verbunden sein wird.Um so beunruhigender muss ich feststellen,dass für die von ihnen unterstützte Soziale Liste laut ihrer Veröffentlichung der Reserveliste der Sozialen Liste der Wolfgang Schumacher(Listenplatz 7)kandidiert,dessen Sohn bekanntermaßen zu den führenden militanten NPD Aktivisten zählt und trotz seiner bekannten Aktivitäten immer noch bei seinen Vater wohnt.
Eine Stellungnahme ihrerseits würde mich sehr intressieren.
MFG M.Sarvas
12. Mrz. 2009, 07:24 Uhr
Liebes Team, ich habe heute morgen ihren Artikel über die unsoziale Vorgehensweise der Bogestra bezgl. des Schokotickets gelesen. Auch wir haben das Problem, dass unserer Tochter das Ticket verwehrt wird, weil die Boni-Prüfung negativ verlaufen ist. Wir stammen aber weder aus einer einkommensschwachen Familie, noch fehlt bei uns das Girokonto. Auch wir sollen vorauszahlen mit 10€ Verwaltungsgebühr. Dabei haben wir weder eine EV abgegeben noch liegt ein Haftbefehl oder ähnliches vor.
Als Alternative bot man uns auch den Ausweg über Familienangehörige, die als Vertragspartner fungieren sollen, an.Ich halte das für eine Frechheit, da der ohnehin sehr unfreundliche Bogestra Mitarbeiter die Bonitätsprüfung mit der Bonitätsprüfung bei einem Handyvertrag verglich. Auf den nicht ganz unerheblichen Unterschied zwischen einem Handyvertrag und einem Schokoticket habe ich den Mitarbeiter nicht mehr angesprochen, da mir die ganze Sache immer peinlicher wurde und meine Tochter ebenfalls anwesend war. Ich bin sehr betroffen, wie man als Mensch in der heutigen Zeit eingestuft und behandelt wird, und das es noch nicht einmal mehr möglich ist, so simple Sachen wie ein Ticket ohne Boni-Prüfung zu erhalten, zumal auch die Lastschrift ja eine Vorauszahlung ist.
Mit freundlichen Grüßen Fam. Hoffmann
2. Mrz. 2009, 22:21 Uhr
Als Unterstützer antifaschistischer Arbeit in Bochum warte ich seit Tagen vergeblich auf den großen Aufschrei der Ruhrgebiets- Linken gegen die Diffamierung, mit der Hermann Dierkes demontiert werden soll.
Da wird einem Antifaschisten, der seit 40 Jahren in Gewerkschaft und Politik für Antirassismus und Solidarität mit Minderheiten gestanden hat, der für “Stolpersteine” und Gedenkveranstaltungen zur faschistischen Reichsprogromnacht gearbeitet hat und vieles, vieles mehr… Diesem Menschen wird von der WAZ vorgeworfen, sich in die Nähe von Naziparolen zu begeben. Das ist eine unglaubliche Sauerei, die massive Reaktionen erfordert.
Hermann hat nicht mehr und nicht weniger als einen Boykott israelischer (nicht etwa ” jüdischer”) Waren gefordert, um ein Signal zu setzen gegen die 40 Jahre währende, kolonialistische Besatzungspolitik Israels, begleitet von ethnischen Säuberungen, Okkupationskriegen und nicht zuletzt der unmenschlichen Intervention in Gaza.
(Boykottforderungen gegenüber unmenschlichen Regimen hat es schon oft gegeben. Man denke nur an die christlichen Initiativen, die dies gegen die Apartheitpolitik Südafrikas getan haben) Ob man eine Boykottforderung für richtig hält oder nicht, das ist eine ganz andere Frage. Nichts zu tun hat das aber mit Antisemitismus, wenn man die Politik des Staates Israel kritisiert. Dies zu verfälschen ist die Praxis der WAZ seit einigen Tagen. Wider besseres Wissen !!!
Wir dürfen uns das nicht gefallen lassen. Nutzen wir jede Gelegenheit, gegen die miese Politik der WAZ zu demonstrieren. (Vielleicht mal ne andere Zeitung kaufen….Dies ist natürlich keine Boykott-Forderung)
(siehe hierzu auch die Stellungnahme von ATTAC - Duisburg)
16. Feb. 2009, 18:17 Uhr
Rassismusproblem in der Ostkurve
In der Fankurve des VfL Bochum scheint es leider ein gewaltiges Rassismusproblem zu geben. Als ich beim Derby Bochum gg. Schalke in der Ostkurve war, gab der Mensch am Megafon Fangesänge durch, die die Gegner als “Zigeuner” beschimpften. Darüber hinaus wurden die Schalker auch noch als “schwul” bezeichnet. Es ist völlig im Rahmen eines Fußballspiels, gerade eines Lokalderbys, den Gegner zu beschimpfen und zu beleidigen, was allerdings überhaupt nicht OK ist, sind rassistische und homophobe Beleidigungen. In einer Massen gegen Menschengruppen zu hetzen, die in der NS-Zeit in den KZs starben ist ein Verbrechen und man sollte etwas dagegen tun! Wie problematisch die Angelegenheit ist, zeigt, dass große Teile der Kurve diese Fangesänge mitgesungen haben.
Unter diesen Umständen erscheint das antirassistische Transparent “Auch die Farbe deiner Haut interessiert uns nicht”, dass die Bochumer Fans im Vorfeld des Naziaufmarsches am 25.10. hochhielten ziemlich unglaubwürdig und alibimäßig.
Ich hoffe, dass es im Fußballbereich noch Leute gibt, die sich für diese Problematik interessieren.
Viele Grüße,
ein linker Fußballfan aus Bochum
31. Jan. 2009, 13:32 Uhr
Wahlverlierer dieser SP-Wahl ist die alternative liste. Sie hat wie die Jusos 2 Sitze verloren und über 300 Stimmen eingebüßt.
24. Jan. 2009, 16:05 Uhr
Ob Absprachen des Verteidigers mit einem Staatsanwalt im Hinterzimmer, auf dem Herren-Klo oder demnächst, durch die Rechtssprechung legitimiert, öffentlich im Gerichtssaal stattfinden sollen, dürfte von der Mehrheit ehrlicher- und gesetzestreuer BundesbürgerInnen schon als ein befremdlicher Akt empfunden werden. Kein Wunder, dass in Deutschland kaum noch gerechte Urteile gesprochen - sondern vielfach vorher schon Deals ausgehandelt werden. Die Mandanten zahlen die Zeche und die Wahrheit bleibt häufig auf der Strecke. Recht haben bedeutet bei uns noch lange nicht Recht kriegen - es sei denn Du hast genug Zaster und kannst Dir das Recht kaufen. Wenn das stimmt, geht das wohl nicht allein ohne besondere Beziehungen oder Klüngel, worüber bislang m.E. nicht- oder kaum berichtet wurde. BochumerInnen, die in diesem Kontext eigene enttäuschende Erfahrungen in den verschiedensten Lebenssituationen gesammelt haben, wie z.B. Rechtsstreitigkeiten mit dem Vermieter, Verwalter, Verkäufer, Arbeitgeber u.s.w., möchte ich dazu anregen, dass sie sich zwecks Herstellung eines öffentlichen Forums an die lokale Presse wenden möchten, um die Öffentlichkeit zu informieren, damit die Betroffenen ggf. Vereinigungen / Initiativen bilden können.
Manfred König
Bochum
19. Dez. 2008, 18:45 Uhr
OB Scholz muss zurücktreten
Als Mitglied von Attac, das im Jahre 2003 das erfolgreiche Bürgerbegehren gegen das Cross Border Leasing-Geschäft der Stadt Bochum mit unterstützt hat, bin ich von dem derzeitigen Desaster um die Folgekosten dieses Deals weniger überrascht als bestürzt.
Die Kritiker haben seinerzeit auf die unübersehbaren Risiken des Geschäfts hingewiesen, und Attac hat schon damals vor den unkalkulierbaren Risiken des globalen Finanzsektors gewarnt. Es war die damalige Kämmerin, Frau Ottilie Scholz, die durch ihre vorzeitige Vertragsunterzeichnung in New York den anstehenden Bürgerentscheid zum Cross Border-Geschäft verhindert hat. Sie hat daher für die Ausschaltung des Bürgerwillens und die jetzige desaströse Lage in besonderer Weise die politische Verantwortung.
Es grenzt an Zynismus, wenn die Oberbürgermeisterin nun bei der Öffentlichen Hand um günstige Kreditkonditionen für die gegebene Vertrags-Deckungslücke betteln gehen muss, gleichsam um ihren Fehler von 2003 auszubaden. Und es gehört eine gehörige Portion Dreistigkeit dazu, wenn die Ton angebende SPD die ehemalige Kämmerin und jetzige Oberbürgermeisterin nun abermals als OB-Kandidatin für 2009 präsentiert, diejenige Politikerin also, die 2003 den Rat und den Willen der BürgerInnen so leichtfertig missachtete.
Die Schlussfolgerung in dieser Lage kann daher nur lauten:
Frau Oberbürgermeisterin, treten Sie zurück!
5. Nov. 2008, 08:17 Uhr
Aussprüche wie ” Bochum will / möchte / wünscht ” und jetzt ” Wir sind Bochum….. ” stehen immer in einem ehrenhaften Zusammenhang, werden aber nur durch einige wenige stadtbekannte Prominente und ganz offenbar einer Minderheit der BürgerInnen verkörpert. So haben denn Oberbürgermeisterin, Superintendent, DGB-Regionsvorsitzender u.a. am 25.10.08 immerhin noch vor ca. 2.000 Menschen auf dem DR. Ruer-Platz zur Kundgebung “Wir sind Bochum. Nazis sind es nicht. ” Gehör gefunden. Gut, dass wenigstens diese Aufrechten gekommen sind. Aber wo waren sichtbar die großen Mehrheiten von Beamten und Angestellten der Stadt, die Parrerinnen und Pfarrer der katholischen- und evangelischen Kirche und die ArbeitnehmerInnen aus den Bochumer Betrieben, als es darum ging solidarisch gegen den Aufmarsch der Nazis in Bochum am 25.10.08 Flagge zu zeigen ? Wären Sie nur zu 50% gekommen, die Polizei hätte in diesem Falle aus Sicherheitsbedenken den Nazi-Aufmarsch durch Bochum verhindert. Umdenken und Sensibilisierung ist fürs nächste Mal dringend geboten.
Manfred König, Bochum
19. Okt. 2008, 20:54 Uhr
Leserbrief zum Nazi-Aufmarsch am 25.10.2008
Immer wieder wird die Frage nach der Stärke des Wählerpotentials des Rechtsextremismus wie folgt gestellt: ” Schaffen diesmal (wieder)Parteien wie NPD, DVU, Gruppierungen und Bündnisse den Sprung über die 5%-Hürde? In der Tagesschau vom 08.11.2006 wurde über Studien berichtet, dass Personen mit rechtsextremen Einstellungen mehrheitlich CDU und SPD wählen. Wenn das stimmt, dann liegt die Gefahr doch auch in der Mitte unserer Gesellschaft. Wer wird dann noch ernsthaft ausschließen können, dass z.B. auch innerhalb des demokratischen Parteienlandschaft, Gewerkschaften und Kirchen, Menschen zusammenkommen, die derartiges Gedankentum innerlich mit sich tragen und sich davon in entscheidenden Situationen leiten lassen? Diese Institutionen müssen also Strategien erarbeiten, die eine schleichende Unterwanderung von Personen verhindert. Interne- oder externe Auffälligkeiten, die in diskriminierender Weise in Wort und Schrift gegen die Menschenwürde gerichtet sind, müssen aufgegriffen werden und nicht darüber hinweggeschaut werden. Alle Demokraten müssen hier präventiv tätig werden. Zunächst aber gilt es, dass die Bochumer BürgerInnen, welche mit großer Mehrheit kein rechtsextremistisches Gedankentum in sich tragen, am 25.10.2008 ab 10:30 Uhr auf dem Dr.-Ruer-Platz durch persönliche Präsenz, ein unübersehbares Zeichen für ein buntes Bochum, frei von menschenverachtenden Ideologien setzen und damit ein Bekenntnis zur Achtung der Menschenwürde gegenüber allen Menschen ablegen.
Manfred König
Bochum
15. Okt. 2008, 19:06 Uhr
Antwort auf BO-Alternativ
Die Erklärung von Bo-Alternativ, nicht mehr über unsere Demo berichten
zu wollen, zeugt von einem merkwürdigen Umgang miteinander innerhalb der
Linken. Die Redaktion greift Zitate aus unserem Aufruf, ohne diese im
Zusammenhang wiederzugeben und kommentiert diese sinnentfremdet. So
entsteht ein Bild unserer Position, welches nicht der Realität
entspricht. Ob dies in böser Absicht oder mangelnder Bereitschaft zur
Auseinandersetzung mit unserem Text geschieht, ist uns nicht
ersichtlich. Für letzteren Fall müssen wir jedoch feststellen, dass die
Redaktion von BO-Alternativ nicht nachfragte ob ihre “Interpretation”
unseres Aufrufs so auch korrekt ist. An dieser Stelle sei kurz darauf
verwiesen, dass wir, zumindest zu dem Zeitpunkt als dieser Text
geschreiben wurde, die einzige Gruppe in Bochum sind, welche auf die
übergreifende Mobilisierungs-Homepage
http://nazistopp-bochum.noblogs.org/ verweist.
Wer sich die Mühe gemacht hätte, unseren Aufruf zu lesen, hätte z.B.
erfahren, dass wir am Wochenende des 25. Oktober “nicht nur gegen Nazis”
demonstrieren wollen. Vielmehr wollen wir gegen das falsche Ganze
angehen, gegen die gesellschaftlichen Verhältnisse die rechte Tendenzen
immer wieder hervorbringen. Daher lehnen wir, zu diesem Zeitpunkt in
einer Stadt wie Bochum, auch die Zusammenarbeit mit Gruppen ab, welche
letztendlich immer wieder den rassistischen Normalzustand erneuern oder
gar verschärfen. Wir glauben jedoch, dass auch die bürgerliche
Gesellschaft ein Interesse daran hat, die Nazis nicht an die Macht
kommen zu lassen. Der Rassismus der Mehrheitsgesellschaft funktioniert
nun mal anders, als der platte und offen gewalttätige Rassismus der
Nazis. Daher bekämpft der bürgerliche Staat die Nazis, wenn auch nicht
immer ausreichend, und daher (und aus einigen anderen Gründen, welche zu
thematisieren den Rahmen sprengen würde) entsteht bei Nazi-Aktivitäten
zivilgesellschaftlicher Protest. Dass trotz des genannten Interesses der
bürgerlichen Gesellschaft an einem gewissen Grad an Antifaschismus,
Nazis in Städten wie Dortmund, Marl, Stolberg und vielen Regionen
Ost-Deutschlands ein, manchmal auch lebensbedrohliches, Problem sind,
ist uns bewusst und bestimmt einen erheblichen Teil unserer politischen
Praxis. Denn dort, wo die bürgerliche Gesellschaft es nicht schafft
rechte Tendenzen zu bekämpfen, ist die radikale Linke gezwungen, die
bürgerlichen Errungenschaften zu verteidigen, obwohl diese Rassismus
immer wieder reproduziert. Denn die bürgerliche Gesellschaft ist immer
noch ein Fortschritt gegenüber barbarischen Verhältnissen wie dem
Nationalsozialismus. Trotzdem, so stellen wir in unserem Aufruf fest,
sind Nazis heutzutage gesellschaftlich weitestgehend irrelevant. Eine
“Machtübernahme” durch rechte Parteien ist derzeit nicht zu befürchten;
ihr Ausschluss aus dem öffentlichen politischen Diskurs und Handeln ist
fast überall Konsens. Vielmehr steht zu befürchten, dass rechte
Positionen vom gesellschaftlichen Mainstream und ihren politischen
Vertretern aufgenommen werden. Daher wollen wir, da es in Bochum zur
Zeit keine derart große Bedrohung durch Nazis gibt, welche nicht durch
bürgerliche Gesellschaft und den Staat in Schach gehalten werden kann,
am Freitag gegen das falsche Ganze demonstrieren und am Samstag den
Nazi-Aufmarsch verhindern.
Kommunistische Gruppe Bochum, Oktober 2008
Im Rahmen unseres Antifa-Cafés am 18. Oktober im SZ möchten wir über die
Idee und Aufruf unserer Demonstration diskutieren. Interessierte
Menschen sind herzlich dazu eingeladen.
10. Okt. 2008, 22:23 Uhr
Sehr fragwürdig,
ist die Entscheidung von der Redaktion von bo-alternativ die Erklärungen der antideutschen Gruppe KGB bezüglich der Nazi-Demo am 25.10.2008 nicht mehr zu posten.
Auf bo-alternativ werden diverse politische Dummheiten und Abwegigkeiten, aber auch Difamierungen und Denunziationen veröffentlicht. Auch die der bo-alternativ Macher selber.
Warum darf man jetzt diese neuen Abwegigkeiten der KGB auf bo-alternativ nicht lesen?
Sie sind Teil des Sozial Zentrums und des Bochumer ASTAs. Und wenn sie das auch nicht wären.
Was ist die Grundlage dieser Zensurentscheidung?
kopfschüttelnd
H. Koch
4. Aug. 2008, 15:42 Uhr
Am Donnerstag, den 31.7.2008, baute die rechtsextreme NPD auf der Kortumstraße
einen Stand auf. Gerade einmal vier ihrer Mitglieder, darunter der Landesvorsitzende Claus Cremer, fanden sich ein, ihre Hetzflugblätter an die Bevölkerung zu verteilen. Dabei handelt es sich um die Flugblätter die sie schon letztens in der Nähe der Krümmede verteilten (siehe: http://www.bo-alternativ.de/2008/07/18/kruemmede-billigster-populismus-von-der-npd) Bald fanden sich linke Aktivisten ein, die das Treiben der NPD lautstark und mit einem Transparent „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“ kommentierten .
Der Nachmittag war für die NPD alles andere als erfolgreich. Einen Bericht findet man auch auf der indymedia-site unter:
http://de.indymedia.org/2008/07/223654.shtml
26. Jul. 2008, 00:27 Uhr
Hallo liebe Bo-Alternativ-Leserschaft,
der Artikel mit den VRR -Tickets ist doch wohl mal wieder billigster Populismus (wobei das “mal wieder” hier den selben Zweck erfüllt). Klar wird der VRR teurer, aber möge der gediegene Leser doch mal die aktuellen Spritpreise mit denen vergleichen die bei der letzten Preiserhöhung gängig waren.
Ferner bringt der Ratschlag Tickets auf Vorrat zu kaufen, wie Sie Ihn propagieren rein gar nichts. Zumindest nichts für die erwähnte Gruppe der Pendler. Diese haben eine Monatsfahrkarte und können gar nicht auf Vorrat kaufen ! Also ein Ratschlag, voll am Leben vorbei !
Klar bin auch ich für kostenlosen Nahverkehr, aber erheben auch Sie soch bitte diese Forderung Bundesweit. Solang dies nicht ebenso vehement vorgetragen wird wie die sinnlose Forderung nach bervorratung mit “alten” Tickets sehe ich mich genötigt Sie aufzufordern einen Verkehrsverbund zu nennen der ähnlich günstige Angebote macht wie der VRR. Suchen Sie doch bitte deutschlandweit einen Verkehrsverbund, mit ähnlich großem Einzugsgebiet, und Streckennetz der ein Schülerticket zum Preis des Schokotickets anbietet. Ferner bitte ich sie mir einen Verbund zu nennen der ein Ticket für Senioren, vergleichbar mit dem Bärenticket anbietet.
Ja, das Sozialticket fehlt in vielen Kommunen, aber Dortmund hat es vorgemacht. Es geht auch ohne den VRR, getragen durch die Stadt Dortmund ist sowas ermöglicht worden. Wie mir scheint fehlt in Bochum das entsprechende Engagement der Politik dazu. Dies ist aber kein Versäumniss des VRR sondern der politischen Strukturen wozu auch SIE zählen.
Grüße,
der Planhaber (absolut nicht in allen Dingen, aber hier schin ein wenig mehr als Sie !)
weitere Informationen rund um die Uhr unter 01803/504030 (9 cent / Minute aus dem deutschen Festnetz, Handytarife je nach Anbeiter abweichend)
23. Jun. 2008, 23:16 Uhr
Zum Eintrag “CDU scheitert mit Bürgerentscheid”:
Der Satz “11.712 BochumerInnen rafften sich auf und stimmten mit Nein. Dass
ihre Stimmabgabe belanglos bleibt und nur entscheidend war, ob das Quorum der
Ja-Stimmen erreicht wird, war von vornherein klar” hat mich sehr aufgeregt.
Denn: ich bin gestern auch wählen gegangen. Mich persönlich hat das Thema
(Gymnsium) gar nicht interessiert, ich wußte auch gar nicht, was ich da
ankreuzen soll, weil ich zu dem Gymnasium gar keinen Bezug habe, weil ich
zugezogen bin. Ich habe aber dennoch meine Stimme abgegeben. Und zwar aus dem
Grund, weil ich das Grundprinzip gut finde! Ich wollte damit zeigen, daß
Bürgerentscheide gut sind. Genau diesen Bürgerentscheid hätte es auch bei
der Frage geben müssen, ob die Bahn privatisiert werden soll oder nicht. Ich
glaube, wenn es zu dieser Frage einen Bürgerentscheid (für ganz Deutschland)
gegeben hätte, wäre die Bahn möglicherweise nicht privatisiert worden. Es
ist ein Unding, ein Staatsunternehmen, was aus Steuermitteln bezahlt wurde,
einfach so zu “verhökern”. Da wäre ich froh gewesen, wenn es einen
Bürgerentscheid gegeben hätte.
Und nur aus diesem Grund bin ich gestern wählen gegangen.
Mit besten Grüßen
Thomas Graff
14. Mai. 2008, 08:43 Uhr
Hallo,
abgesehen davon, dass ich es völlig asozial finde, wenn die Sparkasse Bochum einen Fahrradrennstall unterhält, während Hartz4- und Sozialhilfe-Empfänger ihre Gebühr abknapsen müssen, frage ich mich, warum die GLS-Bank dort nicht einfach in die Bresche springt?!
Die GLS hat solch ein Renommee; die Bochumer Sparkasse zu beschämen mit solch einer Aktion wäre einfach nur schön!!!
5. Apr. 2008, 09:56 Uhr
Ca. 1 Jahr nach Kyrill – auf dem Weltklimagipfel wurde gerade um eine Einigung gerungen – entdeckte ich bei einem Spaziergang entlang des Sportplatzes an der Feenstr., dass hier ca. 50 Bäume frisch gefällt worden waren, offensichtlich im Zusammenhang mit einer Baumaßnahme auf dem Sportplatz. Rechnet man die gefällten Bäume allein vom Frühjahr 2006 hinzu kommt man auf über 60.
Hier hatten die Verantwortlichen offenbar eine ganz eigenwillige Interpretation des Mottos „Global denken, lokal handeln“ und die Aufforderung des Friedensnobelpreisträgers 2007 „Pflanze einen Baum!“ (Und nicht „Säg einen ab!“) war noch nicht angekommen.
Diese Bäume müssen zum großen Teil einen Umfang von mehr als einen Meter gehabt habe und es waren nur zu einem Drittel Pappeln, der „Rest“ bestand aus kerngesunden Hainbuchen.
(Ich habe diese Angaben per Kamera und Zollstock für fast alle Bäume dokumentiert.)
Nachdem man mich vom Umweltamt angefangen am Telefon 6 mal weitergereicht hatte, bis ich dann jemand Zuständigen zu sprechen bekam, erhielt ich sinngemäß folgende Begründungen:
1. Pappeln machen sowieso nur Ärger. Und da gerade Baumaßnahmen am Sportplatz laufen, sei es einfach billiger, die Pappeln – auch die gesunden – lieber gleich abzusägen, bevor sie vielleicht 5 Jahre später dazu Anlass geben.
2. Einige Bäume (Hainbuschen und Eichen) mussten weg, da die Vorschriften einen gewissen Abstand für den neu anzulegenden Zaun vorschreiben. Da waren die Buchen im Weg!
3. Da ein Kunstrasen gelegt würde, welcher empfindlich sei gegen das Laub, das von den umstehenden Bäumen (in diesem Fall auch Buchen und Eichen) ausgestreut würde, neige man aus diesem Grunde dazu, auch schon mal ein paar Bäume mehr beiseite zu schaffen.
Letzteres scheint mir der eigentliche Skandal zu sein, weil sich hier die geringschätzige Haltung gegenüber dem Wert von Bäumen ausdrückt was man z.B. in dem Motto „Wenn der Kunstrasen kommt, müssen die Bäume weichen“.
Denn wie der auskunftsfreudige Kollege mir am Telefon zu verstehen gab, wird nach diesem Muster auch bei anderen Sportplätzen so verfahren; z.Z. liefen 3 solcher Baumaßnahmen. (Denkt man das Kosten-Argument konsequent zuende, so kann man demnächst alle Bäume des Stadtgebiets abholzen, weil der USB im Herbst gewaltig weniger Arbeit mit dem Laub hätte!)
Die Baumschutzsatzung sieht vor:
„Die Bäume der städt. Park- und Grünflächen, Friedhöfe und des Straßengrüns einschl. der Straßenbäume unterliegen nach Maßgabe dieser Satzung der politischen Kontrolle der zuständigen Gremien.“
21. Mrz. 2008, 21:16 Uhr
Orden für Tapferkeit tragen künftig der realen Situation der Bundeswehr als Einsatzarmee bei Auslandseinsätzen Rechnung, obwohl unsere Bundesregierung sich nach wie vor weigert, die neue kriegerische ” Normalität ” einzugestehen. Ich betrachte das Ansinnen einer derartigen Ordensverleihung als die Fortsetzung der Militarisierung der Bundesrepublik. Militarismus begegnet uns bereits in zivilen Institutionen, so ist z.B. die Präsenz der Militärs in den Jobcentern zu benennen, welche die Not der Erwerbslosen ausnützt, um dringend benötigte Soldaten für weltweite Militäroperationen zu ködern. Die Orden werden meines Erachtens nicht für Tapferkeit verliehen, sondern für die Verwundung im Gefecht. Zudem folgen den Orden oft die Särge.
Manfred König
Bochum
4. Feb. 2008, 19:46 Uhr
Leserbrief zum Thema Abriss Nordbad. Bochum, den 3.02.2008
Der Abriss der Nordbad-Ruine wäre nur dann eine gute Lösung, wenn hier ein neues städtisches Schwimmbad entstehen würde. Die Probleme um das Nordbad resultieren aus Fehlentscheidung der Politik. Hier nur einige Aspekte:
Erst werden den Jugendlichen und Kindern die Bade- und Freizeitmöglichkeiten genommen, dann wundert man sich, dass der Bereich trotzdem als Treffpunk genutzt wird. Die Folge: Teure Sicherungsmaßnahmen und Kontrollgänge über Jahre .
Seit der Schließung werden alle Schüler von Grund-, Förder- und weiterführenden Schulen des Stadtbezirks Nord mit Sonderbussen in andere Bäder gekarrt. Kostenpunk laut Verwaltung 53.700 €. Bei einer wieder Belebung des Nordbades könnte der Transfer der Schulkinder zu einem großen Teil mit dem ÖPNV durchgeführt und damit erhebliche Kosten gespart werden.
Allein der Abriss des Nordbades verschlingt 450.000,- €. Hier versanden Steuergelder dafür, den Zustand aufrecht zu erhalten, dass es im Bochumer Norden keine Schwimm- und Bademöglichkeiten gibt.
Leider liegt Bochum damit im bundesweiten Trend. In den letzten Jahren schlossen 1.500 öffentliche Schwimmbäder in Deutschland. Gleichzeitig stieg die Anzahl der tödlichen Badeunfälle dramatisch an, allein im Jahr 2006 ertranken 606 Menschen.
Schwimmbäder kostendeckend oder gar gewinnbringend zu betreiben, das ist schwer möglich. Aber: Was kostet es, sie nicht zu betreiben?
Bochum könnte durch einen Neubau Akzente setzen und gegen den Trend schwimmen. Durch Nutzung von Erdwärme und Solarenergie könnten sogar ein ökologisches Zukunfts- und Pilotprojekt geschaffen werden. Doch dafür müsste ein Fehler eingestanden werden und wer von den Politikern im Bochumer Rathaus ist dazu bereit?
Helgard Althoff
Bezirksvertreterin Bochum-Nord
22. Jan. 2008, 21:35 Uhr
Zeichen setzen! Ohne Nokia geht es auch!
Der aktuelle Fall in Bochum. Das kennen wir doch! Alles schon zigmal da gewesen!
Vor allem die direkt Betroffenen werden die Fälle von Norsk Hydro, Elektrolux, Siemens - BenQ, Continental, Infineon, Samsung, Motorola usw. noch in all zu guter Erinnerung haben. Allesamt hoch profitable Unternehmen, die zwecks Profitmaximierung tausende von Mitarbeiter auf die Strasse gesetzt haben.
Fast all diese Firmen haben riesige Millionenbeträge an Subventionen zwecks Schaffung bzw. Erhaltung von Arbeitsplätzen kassiert. Schließlich mussten die Arbeitnehmervertreter jedes Mal zu Kreuze kriechen, um so etwas wie einen Sozialplan auszuhandeln, der den meisten Betroffenen nicht wirklich geholfen hat.
Und nun wieder das gleiche Spiel!
Ich frage mich, wie lange wollen sich Arbeitnehmer, Gewerkschaften und Politiker weiter demütigen lassen? Von einer handvoll „Managern“, die sich nur sich selbst und ihren Kapitalgebern, Investoren, Anlegern (KIA) verpflichtet fühlen.
Management und Belegschaft! Das ist in vielen Unternehmen schon lange keine Einheit mehr, die gemeinsam an einem Strang zieht. Nein, es zeigt sich, dass in einer solchen Firma eine Zweiklassengesellschaft vorliegt. Auf der einen Seite die Profiteure, bestehend aus Shareholdern und, mit bis zu tausendfachem Arbeitnehmerlohn, weit überbezahlte „Manager“, die sich für die Belange der Menschen, denen sie ihre Existenz verdanken, nicht im Geringsten interessieren. Auf der anderen Seite, die oft hoch qualifizierten „Arbeitssklaven”. Es ist diese unternehmerische Fehlentwicklung, die mitverantwortlich ist für die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme der Industrieländer. Es ist mittlerweile in viel zu vielen Fällen pure Demütigung, Arbeitnehmer zu sein.
Die jetzt von Nokia gedemütigten Angestellten und Zulieferer sollten sich einmal richtig zur Wehr setzen. Dabei sollten sie auf die Unterstützung der Politik, der Gewerkschaften und der gesamten Bevölkerung vertrauen können. Es wäre einfach einmal an der Zeit, ein Zeichen zu setzen!
Zeigt der ganzen Welt, dass in Bochum niemand Nokia braucht, um ein Handy zu produzieren. Auch nicht Motorola, Siemens, BenQ und genau so wenig, wie man Continental zur Reifenproduktion und Elektrolux zur Herstellung von Waschmaschinen braucht! Sollen sie doch gehen!
Bereits jetzt, aber erst recht nach dem Auszug von Nokia, gibt es in Bochum und Umgebung tausende von hoch motivierten „Handybauern“, Fachleute, die sehr wohl wissen, wie man Handys entwirft, produziert und verkauft! Leute, die etwas davon verstehen, ein Unternehmen aufzubauen, zu verwalten und erfolgreich weiter zu entwickeln!
Da gibt es soooo viel Knowhow, um die besten, die schönsten und die preiswertesten Handys der Welt auf den Markt zu bringen!
Die Menschen in und um Bochum sollten dies wirklich tun. Die Arbeitnehmer könnten endlich aus ihrer ewigen Opferrolle schlüpfen und zu Akteuren einer gesellschaftlichen Entwicklung werden. Sie sollten sich zusammenschließen und selbst ein Unternehmen gründen, bei dem die Arbeitnehmer auch gleichzeitig Eigentümer sind. In schlechten Zeiten würden dann alle weniger verdienen, aber niemand würde einfach auf die Strasse gesetzt.
Vor allem werden sich künftig „Manager“, die mit einer Standortverlegung liebäugeln, hüten, nach dem bisherigen Schema zu verfahren, wenn sie damit die Entstehung eines weiteren Wettbewerbers riskieren!
Der Staat, die EU, das Land, die Stadt aber auch Einzelpersonen sollten ein solches Projekt unterstützen weil:
1. Ein Erfolg wäre auch ein Erfolg für den Industriestandort Deutschland!
2. Die Betroffenen hätten eine neue Existenz und sie hätten ihre Würde wieder!
3. Ein Erfolg wäre ein weltweites Zeichen gegen solche Praktiken!
An alle Politiker, die sich derzeit lauthals empören:
Falls Ihnen das Schicksal dieser Menschen wirklich etwas bedeutet, dann sorgen S ie dafür, dass das neu zu gründende Unternehmen mindestens genau so viel Subventionen erhalten wird, wie Nokia bisher erhalten hat und in naher Zukunft in Rumänien und anders wo noch erhalten wird. Dies ergibt, zusammen mit dem Eigenkapital der mehrere tausend Betroffenen und Unterstützern, eine beachtliche Summe von mehreren hundert Millionen Euro. Kein schlechtes Startkapital.
Eine solche Aktion würde sofort weltweite Aufmerksamkeit erregen. Eine großartige Werbung für die neuen Handys! Es wären die ersten Handys, die eine wirkliche Geschichte haben. Eine großartige Geschichte, mit dem Titel „der Sieg der Menschen gegen die Heuschrecken“! Schon deshalb würden weltweit unzählige Sympathiekunden ein solches Handy kaufen!
Fulda, den 22. Februar 2008
Bert Nonnweiler
22. Jan. 2008, 17:17 Uhr
Mich irritiert schon etwas, dass bo-alternativ in einem Kommentar so deutlich Partei für einen Parteipolitiker ergreift - und dann auch nicht für irgendeinen Parteipolitiker und zu irgendeinem Zeitpunkt, sondern ausgerechnet vor einer Demonstration gegen die Verlagerung einer Produktionsstätte ins Ausland für Oskar Lafontaine.
Schließlich hat sich Oskar Lafontaine nicht zuletzt mit seinen Fremdarbeiter-Äußerungen genau in dem Bereich, um den es auf der morgigen Nokia-Demo gehen wird, unmöglich gemacht: Anstatt solidarisch für eine Welt ohne Grenzen und protektionistische Nationalstaaten zu kämpfen, bedient Lafontaine regelmäßig populistische Vorstellungen vom bösen Ausland, vor dem der deutsche Arbeiter geschützt werden müsse.
Die Nokia-Demo morgen steht vor genau der Gefahr, die Oskar Lafontaine verkörpert, und die sich schon bei der Opel-Großdemo 2004 unheilvoll bewahrheitet hat: Anstatt emanzipatorischem Protest war eine Menge plumper Nationalismus, Arbeitsfetischismus und Regionalpatriotismus zu hören: “Europa ist nicht der Wilde Westen und Bochum nicht die Bronx von New York. Ein Arbeitsplatz hat hier einen tausendfach höheren Wert als bei den Erfindern der Marshmallows”, hatte Europa-Betriebsrat Klaus Hemmerling damals unter tosendem Beifall der Massen verkündet. Zwar eignet sich Finnland nicht so gut wie die USA als Projektionsfläche für alle möglichen diffusen Ängste, aber trotzdem: Der empörte Ruf, das “die” - sei es “die Bosse da oben” oder “die da im Ausland” mal wieder mit “uns” - sei es mit “uns Arbeitern” oder “uns Deutschen” - machen, was sie wollen, dieser Ruf wird auch morgen zu vernehmen sein. Es bleibt nur zu hoffen, dass kritische linke Positionen nicht völlig von diesem populistischen Mainstream übertönt werden.
Ich finde: Es ist nicht automatisch “gut so”, dass Lafontaine morgen mit demonstriert. Das Kernproblem ist nämlich nicht, dass Oskar Lafontaine als Ministerpräsident und Finanzminister etwas anderes gemacht hat als er heute fordert, wie der bo-alternativ-Kommentar suggeriert. Das Kernproblem ist, dass Lafontaines politisches Programm auch heute noch all zu häufig in nationalprotektionistischen Vorstellungen und in dichotomem “Wir-gegen-die”-Denken verhaftet ist. Über beides sollte ein alternatives Medienprojekt nicht schweigen, wenn es im Zusammenhang mit der Nokia-Demo schon über den maßlos überbewerteten Oskar Lafontaine schreiben will.
30. Dez. 2007, 19:42 Uhr
Liebe Leute, Eure Meldung zu den Kriegerdenkmälern ist leider nicht ganz aktuell. Vor ein paar Jahren hat nämlich eine Bürgerinitiative (ich fürchte, man muß das so nennen) Geld gesammelt und dafür gesorgt, dass das Denkmal in Langendreer wieder einen Kopf bekam, treudeutsch und hübsch gescheitelt …
11. Dez. 2007, 00:35 Uhr
Zum aktuellen ASTA-Debakel:
Unabhängig davon, dass der ganze Vorgang entweder eine hanebüchene Naivität oder aber eine kaum zu überbietende Dreistigkeit des/der Beteiligten voraussetzt, frage ich mich zunehmend, ob das Ganze nicht auch strafrechtlich relevant ist?
Gruß
Michael Wenzel
28. Nov. 2007, 15:18 Uhr
Leserbrief zu den Berichten „Stadt verwendet nur noch Ökostrom“
Die Stadt Bochum will für öffentliche Gebäude und Straßenbeleuchtung nur noch Ökostrom einsetzen. Wie ist dies zu bewerten? Natürlich wird hier ein Zeichen gesetzt zur Nacharmung. Es ist nur zu hoffen, dass möglichst viele Bürger diesem Beispiel folgen. Der Umstieg ist einfach und kostet nur wenig Zeit und Geld. Natürlich ist es ein Imagegewinn für die Stadt. Bleibt die Frage, warum der Umstieg nicht längst erfolgt ist, die Dringlichkeit ist seit Langem bekannt.
Durch die städtische Maßnahme würden 12200 Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart. Dies ist keineswegs der Fall. Die Stadt bezieht den Strom von den Stadtwerken und diese kaufen bereits seit Jahren „Ökostrom“ aus Wasserkraft in Österreich ein. Kohlendioxid würde nur eingespart, wenn die Stadtwerke neue „Ökostromkapazitäten“ schaffen und gleichzeitig CO2-produzierende Stromerzeuger abschalten würden. Die Stadtwerke dürfen sich nicht mehr am Bau neuer Kohle- oder Gaskraftwerke beteiligen. Natürlich besteht die Hoffnung, dass eine verstärkte Nachfrage nach Ökostrom zu einer verstärkten Produktion führt. Der Weltklimarat gibt der Menschheit gerade mal noch acht Jahre Zeit, um durch konequente CO2-Vermeidung die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen.
Bochums Bürger sind für die Produktion von ca. vier Millionen Tonnen CO2 pro Jahr verantwortlich. Die 12200 Tonnen entsprechen gerade einer vermeintlichen Einsparung von 0,31 Prozent. Wissenschaftler fordern eine Reduktion von 80 Prozent.
Wir sind für die Produktion von ca. 10 Tonnen CO2 pro Kopf verantwortlich. Der Weltdurchschnitt liegt bei ca. 3,3 Tonnen. Woher nehmen wir das Recht, drei mal so viel wie der „Weltdurchschnittsbürger“ ausstoßen zu dürfen. Dies ist nicht sozial gerecht und nicht zukunftsfähig. Jeder muß verantwortungsbewußt handeln.
Ich hoffe, Bochums Bürger kommen ihrer moralischen Verpflichtung zum Klimaschutz möglichst zügig nach.
Wann wollen Bochums Bürger endlich handeln, wenn nicht jetzt sofort?
12. Nov. 2007, 20:02 Uhr
Leserbrief zur Antikriegslesung mit Lammert / Flimm am 11.11.2007 in den Kammerspielen Bochum
Vom kritischen Publikum dürfte der Live Act des Antikriegslesers Lammert zugleich als Widerspruch an Lammert’s Engagement pro Militär, z.B. in Form von der milliardenschweren Beschaffung todbringender Kriegsmaschinerie, erkannt worden sein. Es macht eben einen Unterschied, ob man wahrhaftig und glaubhaft gegen den Krieg eintritt, oder sich die politische Mitverantwortung vorwerfen lassen muss, wie z.B. die Forcierung der Bundeswehr zur Interventionsarmee mit dem Kauf von 180 Eurofightern von über 21 Milliarden Euro zu Lasten der Steuerzahler. Das ist aber genau die Summe, die im Bildungshaushalt fehlt, um Kindergärten auszubauen, Lehrer einzustellen, Ausbildungsplätze zu schaffen und Hochschulen ohne die unsozialen Studiengebühren vernünftig auszustatten. Zudem hat die Bundeswehr für weltweite Kampfeinsätze 600 Marschflugkörper “Taurus” zum Stückpreis von 1 Million Euro bestellt. Für die 600 Millionen Euro könnten auch 500 Kindergärten gebaut werden. Berichten zufolge werden für Rüstungsaufträge regelmäßig Empfänge, Bälle und Essen vom Rüstungs- und Technologiekonzern EADS bezahlt. Während der Rüstungshaushalt immer weiter steigt und die Rüstungskonzerne Rekordgewinne melden, müssen z.b. hier Eltern behinderter Kinder und die betroffenen Kindergärten auf die Anstellung einer Integrationskraft etliche Monate warten, da hierfür die Geldmittel mangels Masse nur spärlich und zögerlich vergeben werden. Man könnte noch viele Skandal-Beispiele anreihen. Die Fürsprecher des Krieges und der militärischen Aufrüstung werden uns wohl immer ernstgesichtig mit “Gründen“ für deren Handlungsbedarf belügen. Wenn es dann noch mehr Überzeugungskraft bedarf, spannen sie auch noch Gott in ihr Geschirr. Als Folge der Zunahme von Militärisierung erleben wir die Präsenz deutscher Soldaten am Hindukusch, in Heiligendamm und den Arbeitsagenturen. Insofern könnte eigentlich Lammert‘s Antikriegslesung zum Anlass genommen werden, nach der Enttarnung dieser heuchlerischen Vorstellung, über neue Protestformen gegen den deutschen Militarismus nachzudenken. Ja, “ Bochum macht jung “, viele Bochumer/Innen aus allen Institutionen können auch für Frieden und Abrüstung etwas organisieren, bewegen, marschieren und Druck auf unsere politischen Vertreter der Kriegsbegleitenden Parteien machen, damit u.a. auch der mehrheitliche Wille des deutschen Volkes gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr respektiert wird.
17. Okt. 2007, 15:06 Uhr
Zu Abstieg
Nicht nur, dass es zwei Mannschaften gelungen ist, noch häufiger aus der Herrenfussballbundesliga abzusteigen als der VfL Bochum, den dritten Platz in dieser Statistik teilt sich der VfL mit dem ehemaligen Werksclub aus Uerdingen, die 1976, 1981, 1991, 1993 und 1996 aus der höchsten Spielklasse der kickenden Männer abgestiegen sind. Ausserdem seitdem auch noch 1999 aus der zweiten Bundesliga und per Lizenzentzug 2005 auch noch aus der Regionalliga Nord. Da in der Saison 04/05 beim Spiel gegen Preussen Münster bereits Mitte der zweiten Halbzeit der Bierstand trocken war, ist es m.E. völlig korrekt, dass die Uerdinger seitdem in der Oberliga Nordrhein dümpeln. Den Wattenscheidern ist es in der Oberliga Westfalen letzte Saison ebenfalls misslungen, genug Bier beim Spiel gegen Münster vorrätig zu haben. Spätestens da hört der Spaß auf, und die 09er sind ja auch abgestiegen.
6. Sep. 2007, 09:28 Uhr
Astrid Platzmann-Scholten
4. Sep. 2007, 23:28 Uhr
Liebe BO-Alternativler,
eure kritische Haltung zum städtischen Agenda-Prozess sei euch ja gegönnt und für die Agenda-Aktiven könnte sie grundsätzlich auch eine wertvolle ergänzende Hilfe darstellen.
Ich persönlich finde es mittlerweile allerdings ziemlich langweilig, von euch mehr oder weniger jährlich und fast schon ritualisiert auf den autofreien Tag 2000 (!) hingewiesen zu werden, von dem seit Jahren kein/e Agenda-Aktive/r mehr bestreiten wird, dass er in die Hose gegangen ist.
Was den “Abschied” der von euch aufgezählten Gruppen angeht, ist auch dieser wohl eher Schnee von gestern: Immerhin arbeiten eine ganze Reihe von VertreterInnen dieser Gruppen, wenn auch mit kritischer Distanz, aktiv in den Agenda-Gremien mit. Und das ist auch gut so!
Beste Grüße
Michael Wenzel
Vorsitzender des Beirates Bochum-Agenda 21
17. Jul. 2007, 17:56 Uhr
Zu
“Mobbster - 1. NRW Kinder- Jugendtheaterfestival gegen Gewalt”
Ich denke mal, dass die Richtlinien für den Schriftsatz (Duden) auch für Webseiten gelten:
“Das Et-Zeichen & ist gleichbedeutend mit “u.”, darf aber nur bei Firmenbezeichnungen angewendet werden.
Voß & Co
Meyer & Neumann
In allen anderen Fällen darf nur “u.” als Abkürzung für “und” gesetzt werden.
30. Jun. 2007, 23:42 Uhr
Eure “satirische Klein-Serie” zum Thema “Goliat-Ende” und “Ruhrgebiets-Mainstream-Medien” ist super !!! Weiter so !
18. Jun. 2007, 11:30 Uhr
Anmerkung zu Kemnade International
Dieses Festival hat nicht´s mehr schönes.
Reine Abzocke mit 4 Euro Eintritt und dann nur
3 Toiletten für alle!!!! Schade früher gab es kein Eintritt und auch kein WDR der dort war aber es hatte Flair.
1. Jun. 2007, 12:12 Uhr
Leserbrief zur Kritik der Sozialen Liste an der Imagekampagne “Bochum macht jung”
Einigermaßen irritiert bin ich darüber, dass die Soziale Liste drei Wochen nach der Präsentation der Kampagne im Stadtrat, 1 1/2 Wochen nach dem öffentlichen Auftakt und nach der Kritik durch verschiedene Medien (u.a. bo-alternativ und WAZ) nun auch ihre Kritik an der Imagekampagne “Bochum macht jung” entdeckt. Iriitiert deshalb, weil die Soziale Liste über ihr Ratsmitglied Günter Gleising seit mehreren Monaten (!) an den Sitzungen der Arbeitsgruppe “Marke Bochum”, die die Entwicklung der Kampagne begleitet hat, regelmäßig und (nach eigenen Angaben) aktiv teilgenommen hat. Im Gegensatz zur Ratfraktion Die Linke.PDS, die von Anfang an der Meinung war, dass es nicht Aufgabe einer linken Oppositionsfraktion ist, eine Imagekampagne für die Stadt mit zu entwickeln. Bei aller Kritik im einzelnen: Wir sind sehr wohl der Meinung, dass es Aufgabe der Stadt ist, die Imagewerbung in Hinblick auf Tourismus, Lebensort und Wirtschaftsförderung zu stärken. Und die geplanten Kosten von 1 Mio € liegen deutlich unter dem, was entsprechende Kampagnen sonst kosten: Die gerade gestartete Imagekampagne “Berlin - Stadt des Wandels” soll 11 Mio. € kosten, die viel gelobte Kampagne Baden-Württembergs “Wir können alles, außer hochdeutsch” kostete jährlich 7 Mio €.
28. Apr. 2007, 08:22 Uhr
Grundschule und Rassismus
Wow! Da greift ihr aber mal wieder echt in die verbalen Vollen: Rassismus, klerikales Relikt und als Sahnehäubchen obenauf noch die bösen reaktionären Eltern, die sich dem Multikulti verweigern.
Nun könnte ich natürlich mutmaßen, dass der Verbalgigantismus damit zusammenhängt, dass weder Christian Michalak noch Martin Budich mangels eigener Kinder elterliche Verantwortung tragen und daher schlicht keine Ahnung davon haben, wie es in den Schulen heutzutage so ausschaut…aber das wäre unsachlich.
Vielleicht reicht ein Hinweis, was bei dem einen oder anderen klerikalen Relikt tatsächlich Fakt ist:
Meine Tochter hat ihre Grundschulzeit, die im letzten Sommer endete, ebenfalls auf einer konfessionsgebundenen (katholischen) Grundschule verbracht und die Realität sah so aus, dass etwa 25 % der Kinder in ihrer Klasse einen (überwiegend türkischen) Migrationshintergrund hatten und mehrheitlich keiner christlichen Konfession angehörten.
Was mag deren Eltern wohl dazu bewogen haben, ihre Kinder ohne Not der Gefahr einer klerikalen Indoktrination samt rassistischen und reaktionären Eltern auszusetzen? Immerhin ist die konfessionelle Grundschule eine freiwillige zusätzliche Wahlmöglichkeit der Eltern!
Aber es war ja noch schlimmer: Die angeblich so reaktionären Eltern in Töchterchens Klasse wählten auch noch eine türkische Mutter zur stellvertretenden Klassenpflegschaftsvorsitzenden!
Lange Rede, kurzer Sinn: Manchmal kann ich über eure klischeehafte Berichterstattung nur den Kopf schütteln. Das Gleiche gilt für die gelegentlichen Profilierungsversuche von Christian Michalak.
Beste Grüße
Michael Wenzel
PS: Bitte vollständig oder gar nicht veröffentlichen!
2. Mrz. 2007, 18:12 Uhr
Hallo liebe Bo-alternativlerInnen,
im fernen Mali muß ich lesen, dass die Stadt Bochum offenbar glaubt, im Faber Lotto gewonnen zu haben! Same procedure as every year? Oder ist es diesmal wirklich ernst?
Ich hoffe jedenfalls, dass die “Linkslastigen BedenkenträgerInnen” weiter ihre Stimme erheben und dass noch Vernuft in die Gemüter vieler Ratsmitglieder Einzug hält.
In einem Land, wo es kaum Schulen, Straßen, geschweige denn andere Sozialeinrichtungen gibt, liest es sich bizarr, dass so viel Kraft und Energie verwandt werden muß, das in Deutschland vorhandene Geld in vernünftige Bahnen zu lenken.
Bei der Auseinandersetzung darum weiterhin viel Kraft und Energie wünscht
Gabriele Riedl
(1999 - 2004 Kulturpolitische Sprecherin der Fraktion die Grünen im Rat der Stadt Bochum)
18. Feb. 2007, 10:09 Uhr
Zu: Bochumer Frauenwochen
“Hier wie auch bei dem Bündel an Veranstaltungen präsentiert sich wie schon in den vergangenen Jahren eine feministische Volksfront: Die CDU mit ihrer Frauen-Union ist mit dem Bund der Vertriebenen und dem Hausfrauenbund genauso vertreten wie die MLPD mit einer eigenen Veranstaltung und mit Courage und Solidarität International.”
Das sind zwar alles Frauen, aber soweit ich weiß, ist keine dieser Organisationen feministisch. Mensch könnte schon erwarten, dass Bo-alternativ die Biologie von der politischen Haltung unterscheiden kann.
1. Feb. 2007, 14:13 Uhr
Schön zu hören das sich die Studenten in Bochum,dass Grundgesetzwidrige verhalten der StaatsGEWALT nicht gefallen lassen. Ich bin zwar kein Student aber auch als Hartz-Opfer ist man betroffen von den unmenschlichen “Gesetzen” dieser Kapital und Politganoven. Meine Solidarität ist allen Studierenden sicher. Bildung für ALLE und ALLES FÜR ALLE!! solidarische Grüße aus Cottbus.
28. Jan. 2007, 22:24 Uhr
Hallo Herr Budich,
ihr Artikel über den Goaliad-Laden ist interssant. Korrekt der Goaliad-Inhaber ist ein NAZI, ist es dann wirklich legitim NAZI-Methoden gegen das Geschäft zu befürworten?
Vor 60 haben NAZIS Geschäfte von Juden beschmiert, heute beschmieren wieder Leute Geschäfte von NAZIS.
Sind diese NAZI-Methoden o-kay - solange diese nur die Richtigen treffen?
Wie sieht zu diesem Thema Ihre Meinung aus! Sind Sie für Pogrome gegen NAZIS?
Grüße Christian Kluth
19. Nov. 2006, 22:33 Uhr
Hallo, ich habe heute die Sendung mit Peter Gingold gehört. Seine Rede auf der Ostermarschveranstaltung war so aussagekräftig, dass es wert wäre, sie als CD oder als MP3file zu veröffentlichen.
Selbstverständlich gegen eine Spende an das Friedensplenum.
Wäre das möglich?