aktuell


Sonntag 20.10.19, 10:46 Uhr

Erica Fischer: Feminismus revisited

Am Dienstag, den 29. Oktober um 19:00  Uhr ist Erica Fischer zu Gast im Bahnhof Langendreer. In der Ankündigung heißt es: »Wie lassen sich Lebenserfahrungen junger Frauen auf die von Feministinnen der 1970er-Jahre beziehen? Viele Entdeckungen von damals sind heute Alltagswissen geworden, auch wenn die Missstände selbst keineswegs aus der Welt sind. Wie prägt dieser Um­stand das Denken und Handeln junger Frauen heute? „Feminismus revisited“ ist eine Mischung aus autobiografischem Essay einer Feministin der ersten Stunde und Porträts junger Frauen bzw. nicht-binärer Menschen, für die der Feminismus mehr ist als Quoten und die Forderung nach Frauen in den Aufsichtsräten. Thematisiert werden Abtreibung, Transsexualität, Sexarbeit, sexualisierte Gewalt, Ras­sismus, Elternschaft u.a. Die Autorin setzt dabei ihre eigenen Erfahrungen und Sichtwei­sen mit denen der Interviewten bzw. aktuellen Diskussionen ins Verhältnis. mehr…


Samstag 19.10.19, 17:26 Uhr

Solidarität mit Rojava!

Das Antifa-Café lädt am Mittwoch, den 23. 10. um 19 Uhr im Sozialen Zentrum zu einer „Solidaritätsveranstaltung mit Rojava“ ein: »Nachdem die Türkei am 09.10.19 in die autonomen kurdischen Gebiete in Nord-Syrien einmarschiert ist, überschlagen sich die Berichte über katastrophale Menschenrechtsverletzungen und Gräueltaten auch gegen Zivilist*innen. Der Abzug der US-amerikanischen Truppen aus den kurdischen Gebieten hat diesen Angriffskrieg überhaupt erst möglich gemacht, während Europa tatenlos zuschaut. Der aktuelle Exportstopp ist symbolisch, denn die deutschen Panzer sind bereits geliefert. mehr…


Samstag 19.10.19, 11:26 Uhr

Care-Revolution im Kapitalismus

Der Salon Sinn & Wahn lädt am Mittwoch, den 23. Oktober um 19 Uhr zum gemeinsamen Diskutieren ins botopia.raum9, Griesenbruchstr.9 ein: »Der Arbeiter produziert Waren. Wer aber produziert den Arbeiter? Die Antwort liegt auf der Hand: die Arbeiterin. Der Kapitalismus greift unmittelbar auch in unser Privatleben ein. Er bestimmt, wie wir unsere Beziehungen führen und wie Ausbeutung funktioniert. Sexismus und Rassismus sind dabei keine Nebenschauplätze, sondern sind wichtiger Teil der Strukturen von Macht und Dominanz, die den Kapitalismus möglich machen. Kann die Care-Revolution zur Überwindung des Kapitalismus beitragen oder wird sie einen Beitrag zur Modernisierung des Kapitalismus leisten? »Seine Offenheit und auch die unscharfen Bestimmungen von AkteurInnen und möglichen Interessengegensätzen machen ihn zu einem Containerbegriff, der unterschiedlich, auch neoliberal gefüllt werden kann.« schreibt Pia Garske 2014 in einem Beitrag der Analyse und Kritik. mehr…


Freitag 18.10.19, 19:50 Uhr

Correctiv – Klimawoche im Theater Rottstr. 5

Vom 4. – 7. November präsentiert das Theater Rottstr. 5 die Correctiv – Klimawoche. Ähnliches soll anschließend in Essen, Mülheim, Recklinghausen, Duisburg, Bottrop und Gelsenkirchen stattfinden:
1. Tag: Montag, 4. November – Klimakrise lokal
Die Polkappen schmelzen, der Regenwald brennt und Hurrikane verwüsten die USA – die Nachrichten kennt jeder. Aber wo zeigt sich die Klimakrise hier bei uns? Am ersten Abend unserer Klimawochen wollen wir darüber reden – mit Ihnen und mit lokalen Expertinnen und Wissenschaftlern, die es wissen müssen. mehr…


Donnerstag 17.10.19, 20:59 Uhr

Gegen den türkischen Angriffskrieg in Nord-Syrien – Solidarität mit Rojava

Für Samstag, den 19. Oktober rufen zahlreiche Organisationen zu einer Demonstration in Köln auf, die die Beendigung des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs der Türkei auf die kurdische Region in Nordsyrien fordert, sowie einen sofortigen und effektiven Stopp deutscher Rüstungslieferungen an die Türkei, begleitet von weitreichenden Sanktionsmaßnahmen. Zwei Demonstrationszüge setzen sich um 11 Uhr vom Ebertplatz und vom Chlodwigplatz in Richtung Deutzer Werft in Bewegung, wo um 15 Uhr eine Abschlusskundgebung geplant ist. Auch die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum (MFH) fordert zur Teilnahme an dieser Demonstration auf: „Seit etwa einer Woche hat die türkische Führung in Syrien ein weiteres Schlachtfeld eröffnet“, erläutert Bianca Schmolze, Menschenrechtsreferentin der MFH: „Im Zuge einer groß angelegten Militärinvasion soll hier vor allem ein hoffnungsvolles soziales und demokratisches Experiment zerstört werden. Die Region ‚Rojava‘ war lange Zeit nicht nur sichere Zufluchtsstätte für viele Flüchtlinge aus anderen Teilen Syriens, sondern zeigte vor allem, dass Menschenrechte und insbesondere Frauenrechte auch im Mittleren Osten umsetzbar sein können“. mehr…


Donnerstag 17.10.19, 20:46 Uhr

Wenn die Rente nicht reicht

Immer mehr Menschen in Bochum sind neben ihren Altersbezügen auf staatliche Stütze angewiesen. Die Zahl der Empfänger*innen von „Alters-Hartz-IV“ stieg innerhalb von zehn Jahren um 44 Prozent. Gab es in Bochum 2008 noch 4.437 Bezieher von Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung, so waren es im vergangenen Jahr bereits 6.371. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG beruft sich hierbei auf Angaben des Statistischen Landesamtes. Danach erhielten in ganz Nordrhein-Westfalen zuletzt rund 280.000 Rentnerinnen und Rentner Grundsicherung – 44 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor.
Adnan Kandemir, Gewerkschaftssekretär der NGG-Region Ruhrgebiet, sieht den Trend mit Sorge – und fordert eine „rentenpolitische Kurskorrektur“. Insbesondere die von der Bundesregierung angekündigte Grundrente müsse rasch angepackt werden, um ein Ausufern der Altersarmut in der Stadt zu verhindern. mehr…


Donnerstag 17.10.19, 13:06 Uhr

Lichtverschmutzung in der Herner Straße

Die Linksfraktion in der Bezirksvertretung Mitte hat eine Anfrage an die Verwaltung formuliert: »Am 10. 10. 2019 wurde eine Digitale Werbetafel an dem Haus Herner Straße 335-343 in Betrieb genommen. Von dieser Werbetafel geht in den Abend- und Nachtstunden eine hohe Lichtverschmutzung aus. Nach einer Woche Abendbetrieb fühlen sich Anwohner*innen, die in unmittelbarer Nähe wohnen (Herner Straße, Moritzstraße und Walburgastraße, siehe Ausschnitt Stadtplan), belästigt. Wenn zum Winter hin die Tage kürzer werden und die Bäume ohne Laub sind, wird sich die Lichtbelastung in den Wohnungen noch einmal verschärfen. Das betrifft vor allem auch die Nachtruhe in Wohnungen, die keine Fensterrolladen haben. mehr…


Donnerstag 17.10.19, 05:00 Uhr

Warnstreik der Reinigungskräfte an Bochumer Hochschulen

Im Rahmen bundesweiter Warnstreiks kommt es am heutigen Donnerstag auch in Bochum zu Protesten mit Arbeitsniederlegungen von Gebäudereiniger*innen. „An der Bochumer FH und der TH Georg Agricola legen Reinigungskräfte ab dem frühen Morgen die Arbeit nieder. Damit bleiben die Hochschulen ungeputzt“, teilt die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU mit. Bochum gehöre damit zu den ausgewählten „Warnstreik-Hotspots“ im Bundesgebiet. Mit der Arbeitsniederlegung wollen die streikenden Reinigungskräfte den Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde erhöhen. Der Grund: Die Verhandlungen über einen neuen Rahmentarifvertrag für das Gebäudereiniger-Handwerk sind festgefahren. mehr…


Mittwoch 16.10.19, 11:28 Uhr

Erinnerung an Josef Gera – 2019

Das Komitee der „Die üblichen Verdächtigen“ berichtet: »Am 14. Oktober 1997 wurde der Bochumer Frührentner Josef Gera von zwei Rechtsradikalen auf der Brache des ehemaligen Krupp-Geländes zu Tode geprügelt. Dort wo sich heute der Westpark an der Alleestraße befindet. Das Motiv der beiden wohnungslosen Rechtsradikalen war die Homosexualität Geras, die sie nicht akzeptieren konnten. Sie hatten zusammen mit weiteren Wohnungslosen und Gera in einer Hütte auf dem Gelände gefeiert und gezecht – und sich dann entschlossen Gera „mal so richtig auf die Rolle zu nehmen“. Sie traten ihn so hart und schlugen ihn mit einem Stahlrohr so schwer, dass der 59jährige Mann am 17. Oktober 1997 im Krankenhaus an seinen inneren Verletzungen verstarb. mehr…


Dienstag 15.10.19, 20:08 Uhr

Teure Mieten zwingen viele zum Pendeln

Die Zahl der Berufspendler in Bochum hat einen neuen Höchststand erreicht. Im vergangenen Jahr kamen rund 66.000 Menschen zum Arbeiten regelmäßig von außerhalb in die Stadt – das sind 12 Prozent mehr als noch im Jahr 2000. Damals zählte Bochum noch rund 59.000 sogenannte Einpendler, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt mitteilt. Die IG BAU beruft sich dabei auf eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Gewerkschafterin Gabriele Henter spricht von einem „alarmierenden Trend“. Eine Hauptursache für den Pendel-Boom sei der Mangel an bezahlbaren Wohnungen in den Städten. „Eine wachsende Zahl von Menschen kann sich die hohen Mieten und Immobilienpreise aber gerade dort nicht mehr leisten, wo in den letzten Jahren besonders viele Jobs entstanden sind“, sagt die Bezirksvorsitzende der IG BAU Bochum-Dortmund. Die Folge seien immer längere Staus und überfüllte Züge. Strecken von mehr als 50 Kilometern bis zum Arbeitsplatz seien für viele Pendler in Bochum mittlerweile gang und gäbe, betont Henter. mehr…


Dienstag 15.10.19, 19:59 Uhr

Born in Evin


Ab Donnerstag, den 17.10. zeigt das endstation.kino um 18 Uhr Born in Evin, Der Film erzählt die Geschichte der Regisseurin und Schauspielerin Maryam Zaree, die sich auf die Suche nach den unheilvollen Umständen ihrer Geburt in einem der berüchtigtsten politischen Gefängnisse der Welt macht. Vor 40 Jahren wurde die iranische Monarchie gestürzt, Ayatollah Khomeini ließ nach seiner Machtergreifung Zehntausende von politischen Gegnern verhaften und ermorden. Unter den Gefangenen waren auch die Eltern der Filmemacherin, die nach Jahren der Haft überlebt haben und nach Deutschland fliehen konnten.


Dienstag 15.10.19, 16:45 Uhr

Der allerletzte Alternative Uni-Rundgang

Die Schwarze Ruhr-Uni schreibt: »Seit fast einem Jahrzehnt gibt es den alternativen Uni-Rundgang. Wir haben den Rundgang vor einigen Jahren vom Protestplenum übernommen. Nachdem mit dem Politischen Archiv nun der letzte selbst-verwaltete Raum rausgeschmissen wurde und die Alternative Semesterparty, nach Drohungen seitens der Univerwaltung, nicht mehr stattfindet, haben wir uns entschieden, auch den Rundgang einzustellen, denn beide waren die wichtigsten Stationen. Wir wollen aber nicht einfach sang und klanglos aufhören. Noch einmal wollen wir ältere und neuere Anekdoten aus der Geschichte antiautoritärer Bewegungen an der Uni erzählen. Außerdem verbinden wir die Geschichte der Uni mit der Geschichte der restlichen Welt, denn die Uni befindet sich nicht in einem Vakuum und auch dort spiegeln sich globale Unruhen und Katastrophen wider. mehr…