Der Streik der Beschäftigten in den städtischen Kindertagesstätten und in den Sozialeinrichtungen geht auch in der vierten Woche weiter.Während am Dienstag 21.000 Streikende vor dem Landtag in Düsseldorf demonstrierten, sind am Mittwoch wieder Aktionen in Bochum geplant. „Die Verweigerungshaltung der verantwortlichen Politiker führt zu einer immer stärkeren Entschlossenheit bei den Streikenden“, erklärt der zuständige Bochumer ver.di-Gewerkschaftssekretär David Staercke. „Wir werden am Mittwoch mit einem Sitzstreik am Bochumer Rathaus darauf reagieren. Unser Motto ist: Aussitzen war gestern – Aufwerten ist heute!“ Das Rathaus ist Anlaufadresse des Protestes. David Staercke: „Die Oberbürgermeisterin und die Parteien im Rathaus, die das Sagen haben, schweigen bis heute in unserer Auseinandersetzung und vertreten keine eindeutige Position. mehr…
UrbanRadeling schreibt: »Wie haben sie das nur geschafft? Wuppertaler Bürger taten sich zusammen und erreichten gegen alle Widerstände und mit langem Atem, worauf die ganze Stadt nun mit Recht stolz ist: Die historische Eisenbahnlinie „Nordbahntrasse“ wurde zu einem spektakulären Fahrradweg umgebaut. Über „Die Entstehung der Nordbahntrasse“ haben die Wuppertaler einen Film gedreht, den die Bochumer Fahrradinitiative UrbanRadeling am Freitag, den 05.06.2015 ab 19 Uhr im Alsenwohnzimmer, Alsenstr. 27 zeigt. So vorbereitet geht es dann am darauf folgenden Samstag, den 13.06.2015 um 9:30 Uhr wieder vom Startpunkt Alsenstr. los zur Fahrradtour nach Wuppertal. Neben dem Radfahren auf der Nordbahntrasse selbst steht der Erfahrungsaustausch mit Aktiven der Wuppertalbewegung auf dem Programm. Interessierte MitfahrerInnen sind herzlich willkommen, um eine Anmeldung bis 09.06. wird gebeten. Alle Infos unter www.urbanRadeling.de.«
In einen offenen Brief haben die Hochschulgruppen von Jusos und Grünen den Bundespräsidenten Joachim Gauck gebeten, „mit der Universitätsleitung zu sprechen, damit alle Studentenverbindungen von der BlauPause ausgeladen werden.“ In den Brief schreiben sie: „Leider befinden sich unter diesen Gruppen auch Burschenschaften und Verbindungen, die ganz klar Anknüpfungspunkte ins rechte Milieu haben.“ Die Juso-Hochschulgruppe und Gauck haben diese Anknüpfungspunkte auch. Der grüne Hochschulgruppe mag unterstellt sein, dass sie dies als eine realpolitische aussichtsreiche Intervention angesehen hat. Der Brief im Wortlaut.
Freitag, den 5. Juni um 20 Uhr lädt El Zapote zu einem Konzert mit Ma Valise im Bahnhof Langendreer und schreibt: »Die Biographie von Ma Valise liest sich wie eine Geschichte aus 1001 Nacht. Die Rede ist hier und später allerdings nicht von Aladin und die Wunderlampe, sondern von einem symbolisch fliegenden Koffer (Ma Valise= Mein Koffer), der mit vielen musikalischen Stilen vollgepackt die Welt umrunden sollte. mehr…
Unter dem Motto „Kein Kind zurücklassen – Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe jetzt!“ ruft ver.di für den morgigen Dienstag (2. Juni 2015) zu einer Demonstration vor dem Düsseldorfer Landtag auf. Allein aus dem ver.di Bezirk Bochum-Herne werden Streikende, Eltern mit Kindern und weitere Betroffene mit 11 Bussen nach Düsseldorf fahren. Ver.di-Geschäftsführerin Gudrun Müller erläutert, warum die Demonstration vor dem Landtag stattfindet: „Die Landesregierung NRW hat 2012 das Modellvorhaben ‚Kein Kind zurücklassen! – Sparen ist teuer‘ als Signal für eine vorbeugende Politik gestartet. Jetzt muss sie auch Taten folgen lassen und für die Tarifrunde des Sozial- und Erziehungsdienstes die Kosten der Aufwertung dieser Berufsfelder übernehmen! Denn nur Investitionen in die Bildung, Betreuung und Förderung unserer Kinder sichert die Zukunft unseres Landes! Wie vorausschauende und vorbeugende Politik aussehen kann, hat die Bayerische Staatsregierung mit ihrer Entscheidung gezeigt. Dort wird der Freistaat jede Erhöhung der Tarifgehälter durch eine erhöhte Förderung der Betriebskosten tragen. Bisher hat sich die Landesregierung NRW nicht zu diesem Thema geäußert. Wir erwarten seitens der Landesregierung NRW jetzt eine positive Entscheidung und sind gespannt, welches Mitglied der Landesregierung unserer Einladung folgt, auf der Demonstration zu uns zu sprechen.“ mehr…
Am 3. Juni werden um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer drei Kurzfilme gezeigt, die im Projekt „Unsichtbare Grenzen – In Szene gesetzt“ in Tandems von je einem jungen Flüchtling und einem/-r FilmemacherIn entstanden sind. Sie spiegeln in diversen Facetten und sehr persönlich das alltägliche Leben junger Flüchtlinge in Berlin wider. In der Einladung heißt es: »Im anschließenden Gespräch möchten wir über Barrieren nachdenken, die im Leben eines jungen Flüchtlings überwunden werden müssen. Dazu gehören ihre Bildungsmöglichkeiten, das Prozedere der Altersfestsetzung, genauso wie die Konfrontation mit Vorurteilen und den Gefühlen der Fremdheit und Einsamkeit. Zur Diskussion sind eingeladen: Nelli Foumba (Jugendliche ohne Grenzen), Antonia Kreul (Flüchtlingsrat NRW), VertreterInnen der Bundesweite Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. (BAFF). mehr…
Samstag 30.05.15, 13:11 Uhr
ver.di zum Streik im Sozial- und Erziehungsbereich
„Wir werden es zusammen mit den Eltern nicht hinnehmen, dass die Stadt sich am Streik der Erzieherinnen und Erzieher in den Bochumer Kitas bereichert“, kündigt Gudrun Müller, Geschäftsführerin im ver.di Bezirk Bochum-Herne, an. „Da sind zum einen die Gebühren, die die Eltern bezahlen, obwohl die Kitas geschlossen sind. Jetzt wo der Haushalt der Stadt Bochum von der Bezirksregierung genehmigt ist, gibt es keine Ausrede mehr. Das Geld muss umgehend den Eltern zurück erstattet werden.“ Zum anderen zahlt die Stadt während des Streikes keine Gehälter an die Erzieherinnen und Erzieher. „Diese Gelder sollten ursprünglich über das städtische Personal zielgerichtet in die frühkindliche Förderung der Kinder in den Tageseinrichtungen fließen. Da dies durch den Streik entfallen ist, muss es jetzt eine ausgleichende Förderung auf alternativem Weg geben. Das Geld soll als zusätzlich Sachleistung an die Kitas fließen. Durch Anschaffungen, Instandsetzungen und Renovierungen in den Tageseinrichtungen für Kinder, die mit diesem Geld finanziert werden können, wäre eine gezielte Förderung der Kinder und adäquate Verwendung der Mittel anstelle der ursprünglichen Personalkosten gewährleistet“, fordert Gudrun Müller. mehr…
Linksjugend[solid] und SDAJ laden am Dienstag, den 2. Juni um 20:15 Uhr zu einer Diskussion über die G7 ins Soziale Zentrum ein: «Am nächsten Wochenende treffen in Elmau die Regierungschefs der 7 einflussreichsten Staaten zusammen. Da dieser Einfluss vor allem auf militärischer Vormacht und wirtschaftlicher Abhängigkeiten aufbaut, ist davon auszugehen, dass dort Absprachen gegen die Masse der Weltbevölkerung getroffen werden. Veröffentlicht werden weder Tagesordnungen, noch Protokolle. Aber die Erfahrung lehrt uns, dass auf die Regierungschefs der imperialistischen Zentren nur für den Verlass ist, der über enormes Kapitalvolumen verfügt. Neben einem kurzen Input als Diskussionsgrundlage wollen wir auch unsere Anreiseoption zu den Gegenprotesten vorstellen.«
ver.di hat heute die Beschäftigten der Stadtverwaltung zu einer Solidaritätsaktion aufgerufen. Im Rahmen einer aktiven Mittagspause werden die streikenden Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes gemeinsam mit den übrigen Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung eine Menschenkette vom Willy-Brandt-Platz bis in die Huestraße hinein bilden. Damit demonstrieren die Beschäftigten der Stadt Bochum, dass sie sich in der Tarifauseinandersetzung um eine Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe nicht gegeneinander ausspielen lassen, so David Staercke, Gewerkschaftssekretär bei ver.di in Bochum. Der Beginn der aktiven Mittagspause und der Menschenkette ist für 12 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz geplant.
Am Freitag, den 29. Mai ist um 20:00 Uhr eine Produktion vom Theater Gegendruck im Bahnhof Langendreer zu sehen. Das Stück heißt „Der Kick“. In der Ankündigung heißt es: »Eine Gewalttat mit neonazistischem Hintergrund, die 2002 bundesweit für Schlagzeilen sorgte, ist der Ausgangspunkt des packenden Dokumentarstücks „Der Kick“. Für seine neue Produktion bringt Theater Gegendruck mit Der Kick von Andres Veiel und Gesine Schmidt einmal mehr einen brisanten Stoff auf die Bühne. mehr…
Die Naturfreunde in Langendreer laden am Donnerstag, den 28. Mai um 19 Uhr zu einer Veranstaltung mit Jochen Zimmer im Bahnhof Langendreer ein: »Naturfreunde versuchten mit verschiedenen Strategien nach 1933 ihre Weiterarbeit zu retten. Traurig bekannt ist die Anbiederung der Reichsleitung an die Reichssportführung und die Privatisierung von Vereinsvermögen durch den Vorsitzenden. Viele versuchten aber, in Wanderorganisationen wie dem SGV und dem Alpenverein zu überwintern. Andere gingen wie der Naturfreund Georg Elser in den aktiven Widerstand und landeten als politische Gegner in den Konzentrationslagern. Bekannt wurden viele Naturfreundesportler als Fluchthelfer durch die Alpen, als Transporteure antifaschistischen Materials über die Grenzen oder als Organisatoren illegaler Treffen wie des KPI-Parteitages in Solingen. mehr…
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) lädt die Eltern, die vom Kita-Streik betroffen sind, am Mittwoch, den 27. Mai um 18 Uhr zu einem offenen Elternabend ein. Ort der Veranstaltung ist das Streikzelt neben der Bochumer ver.di Geschäftsstelle an der Universitätsstraße 76. In der Einladung heißt es: Trotz der Not, in die immer mehr Eltern geraten, weil sie keine Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder haben, und vieler Protest- und Solidaritätsaktionen, beharren die Arbeitgeberverbände auf ihrer Position und haben den Beschäftigten bisher immer noch kein Angebot gemacht.
David Staercke, Bochumer Gewerkschaftssekretär bei ver.di erklärt dazu: „Die Arbeitgeber verzögern die Tarifauseinandersetzung bewusst und bringen damit viele Eltern in existenzbedrohende Situationen.“ mehr…
Das Antifa-Café bietet am Mittwoch, den 27. Mai um 19 Uhr im Sozialen Zentrum eine Einführung in die Kapitalismuskritik an: »Kapitalismuskritik gehört zu den Kernthemen linker Gesellschaftskritik. Aber auch wenn es ein grobes Einvernehmen darüber gibt, wie „richtige“ Kritik am Kapitalismus auszusehen hat, beziehungsweise wie sie auf keinen Fall aussehen darf, ist es zwischen all den Debatten gar nicht so einfach, einen Einblick in ihre Grundlagen zu bekommen. Der Vortrag versucht daher, einen Ein- und Überblick in die – marxistische – Kapitalismuskritik zu geben und zentrale Fragestellungen anzureißen: Was hat es mit der Universalität der Warenform auf sich? Wieso ist es vielen so wichtig, nicht nur Geld und Zinsen zu kritisieren? Warum hört man immer wieder, Kritik habe materialistisch zu sein? Der Referent gehört dem Arbeitskreis Rote Ruhr Uni an.«
Der unbefristete Streik im Sozial- und Erziehungsdienst wird auch über Pfingsten hinaus fortgesetzt. Das beschloss gestern in Fulda die erste bundesweite Streikdelegiertenkonferenz der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für den Sozial- und Erziehungsdienst. Zuvor hatten rund 330 Vertreterinnen und Vertreter aus Streikbetrieben im ganzen Bundesgebiet über den laufenden Tarifkonflikt mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) beraten. In einer Erklärung von ver.di heißt es dazu: »Die beiden Bochumer Delegierte Claudia Braungart (Erzieherin) und Svenja Börding (Streetworkerin) schildern die Stimmung in Fulda: „Für uns ist es eindeutig, dass die Arbeitgeber darauf setzen, den Streik auf dem Rücken von Eltern und Kindern auszusitzen. mehr…
Der Bochumer Schauspieler Gianpiero Piria hat sich, gemeinsam mit dem E-Gitarristen und Klangkünstler Serge Corteyn, des Werkes Rimbauds angenommen und aus einer Auswahl von Texten ein „würdiges, zeitgemäßes und längst fälliges Portrait des großartigen Dichters“ komponiert. Zu erleben ist das Ergebnis am 24. Mai um 20.00 Uhr im Alsenwohnzimmer, Alsenstr. 27. In der Einladung heißt es:» Kaum ein Künstlerleben ist so geheimnisumwittert, so, extensiv, wie das des Arthur Rimbaud ( 1856 – 1891). Ob als Wegbereiter der Klssischen Moderne, als Keimzelle und Ikone der Subkultur und des Punk, als erster männlicher Feminist, oder einfach als Abenteurer, Flegel, Lebenskünstler und Wunderkind. Sein Wirkungsradius reicht, und ist, bis in die heutige Zeit ungebrochen. Zahlreiche Künstler, darunter Jim Morrison, Patti Smith, John Lennon, Curt Cobain, die sich von ihm inspirierten.«
Zur Feier seines einjährigen Bestehens will space-left am Samstag den 23. 5. ab 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum das bewährte Konzept der Retro-Gaming Party noch einmal aufleben lassen. Dazu werden sowohl auf Fernsehern als auch am Beamer Retro-Games (Super Nintendo, Sega, …) auf original Konsolen und in Emulation angeboten. Damit auch der Durst gestillt werden kann wird der Schwarz-Rote-Tresen günstiges Soli-Bier anbieten und der space-left zusätzlich einige leckere Cocktails.
Am Freitag, den 22. Mai wird um 10.00 Uhr in der Nelson-Mandela-Schule der „Abraham-Pokal“ an die Hildegardis-Schule weitergegeben. Um junge Menschen zu ermutigen, gegen Rassismus und Intoleranz in der Gesellschaft aktiv zu werden, wird in Bochum seit dem Schuljahr 2006 / 2007 jährlich von Kinder- und Jugendring der „Abraham-Pokal“ an eine Schule verliehen. Das Besondere dabei ist, dass der Pokal nicht für Geleistetes verliehen wird, sondern Aufforderungscharakter hat. Die Schule, die den Pokal annimmt, verpflichtet sich, ein Jahr lang Projekte für eine multikulturelle Gesellschaft und gegen Rassismus, Fanatismus und Terrorismus durchzuführen. Der Jugendring erklärt diese Initiative folgendermaßen: »Der Pokal wird nach Abraham benannt, weil Abraham als Symbol für das Verbindende zwischen den drei großen Religionen steht. Abraham wird von den Christen, den Juden und den Muslimen als Vater des Glaubens anerkannt. mehr…
Die „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig werden seit 2004 auch in Bochum verlegt. Sie finden sich überall im Stadtgebiet, und zwar genau dort, wo Menschen wohnten, die in der NS-Zeit verfolgt und ermordet wurden. „Stolpersteine“, das sind kleine Erinnerungszeichen, die zusammengenommen ein außergewöhnliches Denkmal bilden. Zu jedem „Stolperstein“ haben Paten eine Recherche durchgeführt. 178 Ergebnisse der in Bochum verlegten 194 „Stolpersteine“ sind bereits im Internetauftritt der Stadt Bochum und auf Smartphons mit einer App nachzulesen. Am Donnerstag, 21. 5. um 18 Uhr berichtet Jürgen Hoffmann, Mitglied im Bochumer Seniorenbeirat, in den Räumen des Bochumer Kulturrat (Lothringer Str. 36, Bochum-Gerthe) von den Ergebnissen seiner Recherchen zum Leben der Naziopfer. mehr…
Am Mittwoch, den 20. 5., um 19.00 laden Bahnhof Langendreer , die Organisation „Adopt a Revolution“, Pro Asyl u.a. zu einer Filmveranstaltung mit Gespräch im Studio 108 ein. Der Film „Auf der Seite der Braut“ (Italien, 90 min., OmU) von Gabriele del Grande, Khaled Soliman Al Nassiry und Antonio Augugliaro ist die dokumentarische Begleitung eines „Aktes des zivilen Ungehorsams“ gegen den europäischen Umgang mit Asylsuchenden. Gegen alle Grenzen hinweg bahnen sich die Protagonisten, getarnt als Hochzeitsgesellschaft ihren Weg von Mailand über Marseille, Bochum und Kopenhagen nach Stockholm. Schweden ist das Ziel ihrer „Reise“, weil hier syrischen Geflüchteten ein uneingeschränktes Aufenthaltsrecht zugestanden wird und es eine große Community syrischer Flüchtlinge gibt. Der Film macht deutlich, wie Flüchtlingen und Asylsuchenden eine selbstbestimmte Wahl ihres Aufenthaltsortes systematisch verwehrt wird. Zum anschließenden Gespräch sind u.a. Tasnim Fared, die Darstellerin der Braut im Film und syrisch-palästinensische Aktivistin, sowie eine Vertreterin von Adopt a Revolution anwesend.
Die Streiks bei der Post werden heute den fünften Tag in Folge fortgesetzt. Mit Beginn der Frühschicht wollen wieder über 1.000 Beschäftigte Brief- und Paketzusteller die Arbeit in NRW niederlegen. Die Arbeitsniederlegungen sollen Dienstag fortgesetzt werden. „Hunderttausende Briefe und Pakete sowie die für den Konzern lukrativen Werbesendungen könnten nicht rechtzeitig zugestellt werden“, erklärte Uwe Speckenwirth, ver.di-Fachbereichsleiter Postdienste in NRW. Die Zahl liegen gebliebener Sendungen werde täglich größer. mehr…
2.000 Beschäftigte des nordrhein-westfälischen Einzelhandels treten heute mit Beginn der Frühschicht in einen eintägigen Warnstreik. Sie protestieren damit, gegen das Angebot der ArbeitgeberInnen, die in der ersten Verhandlungsrunde lediglich eine Entgelterhöhung von 1,5 Prozent angeboten hatten. In Bochum wird der real-Markt in Wattenscheid bestreikt. In weiteren Betrieben werden derzeit Urabstimmungen durchgeführt, bei denen die Gewerkschaftsmitglieder ihr Votum über einen Arbeitskampf abgeben. Als besonders interessant bezeichnet es Helmut Süllwold, Gewerkschaftssekretär und zuständig für den Handel in Bochum und Herne, dass zum ersten Mal die Leiharbeitsfirmen angeschrieben wurden, damit diese keine Arbeitnehmer als Streikbrecher einsetzen. Laut Süllwold, „dürfen die Menschenverleiher das nämlich nicht mehr“, weil die Gewerkschaften im DGB für die meisten Verleihbetriebe Tarifverträge abgeschlossen haben, die einen Streikbrechereinsatz verbieten. mehr…
Am heutigen dritten Freitag im Monat startet wieder eine Critical Mass-Tour in Bochum. Hierbei treffen sich mindestens 16 RadfahrerInnen, fahren im geschlossenen Verband und genießen dabei einander, die Ausfahrt sowie Sonderrechte gemäß Paragraf 27 der Straßenverkehrsordnung. So erobern sie sich zumindest eine Zeit lang die Straße zurück. Treffpunkt: 18 Uhr vor dem Alsenwohnzimmer in der Alsenstraße.
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft am heutigen Dienstag die Beschäftigten an Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen zu einem bundesweiten Aktionstag auf. Anlässlich des „Internationalen Tags der Pflegenden“ fordern die Beschäftigten ausreichend Personal und eine faire Bezahlung. Auch die Belegschaften im Knappschaftskrankenhaus und dem Bergmannsheil werden sich mit Transparenten unter dem Motto Mehr von uns ist besser für alle – Gesundheit braucht mehr Personal daran beteiligen. Ver.di schreibt dazu: »Pflege ist eine qualifizierte und verantwortungsvolle Tätigkeit. „Eine Pflegefachkraft muss mindestens 3.000 Euro Grundvergütung im Monat erhalten,“ sagte ver.di-Vertreterin Agnes Westerheide vom ver.di-Bezirk Bochum -Herne„ Es kann nicht sein, dass eine Kollegin, die lebenslang alte oder kranke Menschen pflegt, später selbst in Altersarmut gerät.“ mehr…
Montag 11.05.15, 08:14 Uhr
Filmveranstaltung für Frauen am Tag der Frauenarchive:
Der heutige 11. Mai ist der Tag der Frauenarchive, der Geburtstag der Dichterin Rose Ausländer. Diesen Tag nimmt das Frauenarchiv ausZeiten wieder zum Anlass für eine besondere Veranstaltung. Zum Andenken an die 2013 achtzigjährig verstorbene Ceija Stojka zeigt ausZeiten heute um 19.30 Uhr den 85-minütigen Film „Ceija Stojka“ von Karin Berger aus dem Jahre 1999. In der Ankündigung heißt es: »Ceija Stojka hat die Vernichtungslager der Nazis überlebt. Sie war als Kind mit ihrer Mutter in Auschwitz-Birkenau, Ravensbrück und in Bergen-Belsen. Der Film porträtiert einfühlsam die zur Zeit der Filmaufnahmen 66-jährige österreichische Romni. Ceija Stojka hat nicht aufgehört, von ihren Erfahrungen zu sprechen, zu schreiben und zu malen. Sie war die erste österreichische Romni, die Bücher geschrieben hat. Ihr erstes Buch „Wir leben im Verborgenen – Erinnerungen einer Rom-Zigeunerin“ erschien 1988. Der Film zeigt sie als selbstbewusste und starke Frau mit einem unbändigen Lebenswillen und ungebrochener Lebensfreude. mehr…
Sonntag 10.05.15, 20:53 Uhr
Die Streikenden Kita-Beschäftigten gehen ins Rathaus
Beschäftigten in den Erziehungs- und Sozialberufen der Stadt Bochum befinden sich ab dem morgigen Montag im Streik. Um 11 Uhr werden sie das Rathaus und die Oberbürgermeisterin zu besuchen, um sie davon zu überzeugen, dass sie sich in ihrer Funktion beim Kommunalen Arbeitgeberverband dafüreinsetzt, dass die pädagogischen Fachkräfte die geforderte Anerkennung und Aufwertung ihrer Arbeit erhalten. Ver.di Geschäftsführerin Gudrun Müller erklärte dazu am Samstag auf der Kundgebung zum Tag der Befreiung: »Ver.di befindet sich seit Wochen im Tarifstreit mit den kommunalen Arbeitgebern. Trotz massiver Warnstreiks verweigern sich die Arbeitgeber hartnäckig einer angemessenen Bezahlung dieser für unsere Gesellschaft so wichtigen Aufgaben. Dabei geht es uns gar nicht um ein paar Prozente mehr an Gehalt – NEIN: es geht um viel mehr! Es geht um die grundsätzliche Aufwertung von sozialer Arbeit in unserer Gesellschaft. mehr…
Am Dienstag, den 12. Mai lädt die Bochumer Linksfraktion um 19.30 Uhr im ver.di-Haus, Universitätsstr. 76 zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema Rechtsterrorismus ein: »Mit dem 8. Mai 1945 ist der nationalsozialistische Terror nicht verschwunden. In der Bundesrepublik sind bis heute rechtsterroristische Netzwerke aktiv. Die Initiative Keupstraße ist überall und das Projekt NSU-Watch streiten für die Unterstützung und die Selbstorganisation der vom NSU-Terror Betroffenen, für die Aufklärung der NSU-Verbrechen und die Auflösung des Verfassungsschutzes. Schließlich hat der deutsche Inlandsgeheimdienst die gewaltbereite rechte Szene über Jahrzehnte durch Zahlungen an V-Leute mitfinanziert, und weitere Verstrickungen sind bis heute nicht vollständig aufgeklärt. Auf der Veranstaltung stellen sich die Initiativen vor und diskutieren die Perspektiven für die zukünftige Arbeit, auch nach dem Ende des NSU-Prozesses.«
Die Linkspartei schreibt in einer Pressemitteilung: »Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Krieg und Faschismus ruft die neu gegründete Initiative „GewerkschafterInnen für Frieden und Solidarität“ am 09.05.2015 ab 13:00 Uhr zu einer Demonstration am Bochumer Hauptbahnhof und einer anschließenden Kundgebung am Bochumer Schauspielhaus auf. Die Linke Bochum wird sich den Protesten anschließen. Aus diesem Anlass erklärt der Kreissprecher der Bochumer Linken Amid Rabieh: „Wir begrüßen das Anliegen der Initiative ausdrücklich. Am 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus die Themen Frieden, Verteilungsgerechtigkeit und die dramatische Situation der Flüchtlinge auf die Straße zu tragen, heißt das Jubiläum politisch bewusst zu begehen. mehr…
Nicht nur ein Erinnerungsschatten (Gauck) liegt auf dem Wissen über die Verbrechen der Deutschen im Krieg gegen die Sowjetunion. Erich Später, Historiker und Journalist, hat über mehrere Jahre in der Zeitschrift †konkret†zusammengetragen, was die neuere Geschichtsforschung jenseits der Legendenbildung über den Krieg im Osten, die ungeheure Zahl der Opfer, auch in der zivilen Bevölkerung, die Politik der â€verbrannten Erde†und die Befreiung der KZ-Häftlinge und Kriegsgefangenen, der osteuropäischen Länder und schließlich der gesamten Menschheit vom Faschismus herausgefunden hat. Für die Deutschen, schreibt Später, †beginnt erst im Herbst 1944 das eigentliche Drama des Zweiten Weltkrieges: Der Einmarsch der Roten Armee und die damit verbundene Massenflucht und Vertreibung der deutschen Zivilbevölkerung.†Bis heute bestimme die nationalsozialistische Propaganda gegen die Sowjetunion und die Rote Armee das deutsche Geschichtsbild. Aus dieser konkret-Serie, erweitert um zusätzliche Texte, ist ein Buch entstanden. Erich Später stellt es am Mittwoch, 13. Mai, 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreervor. Veranstalter sind das Bochumer Friedensplenum und die DFG/VK. Gefördert wird die Veranstaltung durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Die Linke Liste an der Ruhr-Uni Bochum lädt am Freitag, den 8. Mai zu einer eine Kennenlern-Tour durch Bochum ein und schreibt: »Wir besichtigen Trinkhallen und andere Sehenswürdigkeiten zwischen Ehrenfeld und Hamme. Unser Lieblingsimbiss und verschiedene Eisdielen liegen auch auf unserem Weg! Wir treffen uns dafür um 18:00 Uhr an der U35 Haltestelle der Ruhr-Universität. Die Tour endet im Sozialen Zentrum, einem nicht-kommerziellen Treffpunkt. Dort werden wir bei Cocktails und einem gediegenen Punk-Quiz auf die Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 anstoßen. Für alle Nachreisenden: Ab 20:00 Uhr machen wir im SZ die Türen auf. Wir freuen uns darauf, mit euch durch Bochum zu schlendern und in entspannter Atmosphäre über linke Politik an der Ruhr-Uni zu quatschen. «
Dienstag 05.05.15, 13:13 Uhr
GewerkschafterInnen für Frieden und Solidarität am 9. Mai 2015
Zu Beginn des Jahres gründete sich in der DGB Region Ruhr Mark eine Initiative „GewerkschafterInnen für Frieden und Solidarität“. Aktive Gewerkschaftsfunktionäre, vor allem aus Bochum und Umgebung haben sich zusammengeschlossen, um die Diskussion um aktive Friedenspolitik und Solidarität mit abhängig Beschäftigten in Europa wieder stärker zu beleben. Am Samstag, den 9. Mai rufen sie zu einer Demonstration ab 13 Uhr vor dem Hauptbahnhof und zu einer Kundgebung ab 14 Uhr vor dem Schauspielhaus auf: »Aktuelle Anlässe sind der 70. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus und die Chancen für eine andere Politik in Europa nach den Wahlergebnissen in Griechenland. Dabei formulieren sie ihre Positionen im Rahmen eines gemeinsam getragenen Aufrufs. Für Bochum haben unter anderem die DGB Stadtverbandsvorsitzende und 1. Bevollmächtigte der IG Metall Eva Kerkemeier, ver.di-Geschäftsführerin Gudrun Müller und ver.di Vorsitzender Wolfgang Knop, Vorstandsmitglied der GEW Bochum Jochen Bauer und Opel-Betriebsratsvorsitzender Murat Yaman den Aufruf der Initiative unterzeichnet. Die Initiative sieht sich in der Verantwortung an die Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus zu erinnern und diese mit aktiver Gegenwehr gegen Rechts, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu verbinden. Ihr Engagement soll die gewerkschaftliche Debatte wieder verstärken und gleichzeitig öffentliche Positionierung als GewerkschafterInnen sein. mehr…