Nachdem es viele Jahre im Ruhrgebiet sehr wenige Unfälle mit getöteten RadfahrerInnen gab, gab es u.a. in Essen, Bochum oder Recklinghausen wieder mehrere solcher Todesfälle. Oft wurden diese Unfälle durch eine unsichere Infrastruktur zumindest befördert. In Dortmund und Essen gab es bereits eine sogenannte „Ride of Silence“ (Fahrt der Stille), um der getöteten RadfahrerInnen zu gedenken – nicht nur in der jeweiligen Stadt, sondern weltweit. Jetzt soll eine solche Fahrt auch in Bochum stattfinden – am Sonntag, 20. November um 17 Uhr ab Bochum Rathaus.
Das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Paritätischen Akademie NRW am Samstag, 19. November 13 – 18 Uhr bei ver.di, Universitätsstr. 76, eine Tagung zu dem Thema „Rassismus in der politischen „(Flüchtlings-)“debatte“. Die Tagung wird aus zwei Blöcken bestehen. Im ersten Block wird es ein moderiertes Podium geben, auf dem ein Wissenstransfer aus der Wissenschaft erfolgt. Im zweiten Block werden die Referent*innen aus ihrer praktischen Arbeit berichten. mehr…
Aus Sicht der Sozialen Liste „ist es skandalös, dass die Stadt Bochum seit über 10 Jahren den Elternwunsch nach weiteren Gesamtschulplätzen ignoriert“. Die Soziale Liste schreibt weiter: »Bereits im Jahr 2005 habe die Verwaltung auf Anfrage der Sozialen Liste zugegeben, dass „145 Schülerinnen und Schüler nicht auf eine der vier städtischen Schulen aufgenommen werden konnten“. Auch in den Folgejahren gab es immer eine hohe Anzahl von Absagen. Zuletzt erhielten 150 Kinder und ihre Eltern eine skandalöse Absage. Die Soziale Liste begrüßt die jetzigen Vorschläge des Schulverwaltungsamtes, endlich die Voraussetzungen zu schaffen, damit im Sommer 2018 in Bochum eine fünfte Gesamtschule eröffnet werden kann. Die Soziale Liste fordert den Rat und die Ausschüsse auf, diesen Planungen schnell ihre Zustimmung zu geben und auch die notwendigen finanziellen Mittel im Haushalt bereitzustellen. mehr…
Am Donnerstag, dem 24.11. laden die Naturfreunde in Langendreer um 19:30 Uhr zu einer Veranstaltung in ihr Zentrum, Alte Bahnhofstr. 175 ein. Das Thema des Abends lautet: „Die Welt steckt voller Möglichkeiten – man muss sie nur kennen.“ In der Einladung heißt es: »Wir wollen uns dieses Mal deshalb mit Ideen beschäftigen, wie wir z.B. mit Umweltproblemen fertig werden können, anstelle nur die Schwierigkeiten zu zeigen. Dazu wollen wir auf die Erfahrungen von Organisationen und Wissenschaftlern zurückgreifen und uns über ihre Ideen, Initiativen und Problemlösungen in Sachen Klimaschutz, Energie- und Landwirtschaft informieren. Denn letztlich kommt es dabei vor allem aber auch auf eins an: wir müssen unsere Gewohnheiten ändern und lernen, Alternativen zu leben. Ein Abend der neugierig machen soll, bei dem wir auch auf die Erfahrungen unserer Besucher gespannt sind.«
Die Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar weist darauf hin, dass ein Jahr nach Vernichtung des Nord- und Südwaldes noch kein einziger Baum neu gepflanzt worden ist. Genau dies ist aber innerhalb eines Jahres vorgeschrieben. Die Initiative schreibt: »Auf die Anfrage eines Bürgers im Rahmen der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans Nr. 946 (Ehem. Bahnhof Weitmar), welche Fristen dem Investor zur Umsetzung der Kompensationsmaßnahmen gesetzt würden, antwortete die Verwaltung: „Für die Kompensation des Nordwaldes ist eine Ausgleichsfläche im Bezirk Südwest in Bochum-Linden vorgesehen. Das Regionalforstamt Ruhrgebiet fordert die Aufforstung der Kompensationsfläche innerhalb eines Jahres nach Rodung. Die weiteren Maßnahmen außerhalb des Plangebietes im Umfeld des Eingriffsbereiches sind ebenfalls innerhalb eines Jahres umzusetzen.“ * mehr…
Am Donnerstag, den 17. 11. wird die Bochumer Geschäftsstelle von Viactiv (ehemals BKK vor Ort) bestreikt. Die Krankenkasse war bis 2016 tarifgebundenes Mitglied in der Tarifgemeinschaft der Betriebskrankenkassen. Als größte Krankenkasse in der Gemeinschaft stellte die Viactiv mit ihrem Chef Reinhard Brücker den Verhandlungsführer auf der Arbeitgeberseite. Während der laufenden Tarifverhandlungen zur Modernisierung des Tarifvertrages ist die Viactiv aus der Tarifgemeinschaft ausgetreten. Zeitgleich wurden Tarifvereinbarungen gekündigt. Trotz der Proteste der Beschäftigten und der Gewerkschaften war die Viactiv-Geschäftsleitung nicht bereit in die Tarifgemeinschaft zurückzukehren. In der Zwischenzeit haben die Gewerkschaften mit der verbleibenden Tarifgemeinschaft der BKKen einen branchenüblichen Tarifabschluss erzielt.
Im weiteren Verlauf ist die VIACTIV der Tarifgemeinschaft wieder beigetreten. Dies allerdings ohne Tarifbindung. Damit sind die Beschäftigten der Viactiv von der Einkommensentwicklung abgeschnitten worden. mehr…
„Die Bundesregierung muss Erdogans Netzwerk mit seinen Spitzeln und Schergen in Deutschland stoppen. Es kann nicht angehen, dass Kritiker des türkischen Präsidenten hierzulande ungestraft bedroht und verfolgt werden“, erklärt Sevim Dagdelen Bochumer Bundestagsabgeordnete der Fraktion Die Linke, mit Blick auf Presseberichte über die Einschüchterung von Erdogan-Gegnern in Nordrhein-Westfalen. Dagdelen weiter: „Erdogans Hetze gegen Andersdenkende trägt zur Polarisierung auch hier in Deutschland bei. Der türkische Präsident fördert mit einem Heer aus Geheimdienstmitarbeitern und Internettrollen Desintegration und Demokratiefeindlichkeit. Die Bundesregierung muss hier endlich klare Kante zeigen, wenn sie nicht die Sicherheit ihrer Bürger gefährden will. Keine Toleranz für die Intoleranten.“
Am Dienstag, den 15. Nov. um 20:00 Uhr gastiert die Düsseldorfer Band One Eye Open mit einem exklusiven Akustik Konzert im Neuland. In der Ankündigung heißt es: „Akustische Gitarre, Mandoline, Geige und Percussion – viel mehr braucht es nicht… Die vierköpfige Band ONE EYE OPEN ist ein Projekt des Singer/Songwriters Majo, aus dessen Feder auch sämtliche Songs und Texte stammen. Majos rauhe, intensive Stimme steht im Mittelpunkt, in seinen Texten erinnert er mit seiner Vorliebe für Sehnsucht und Melancholie an Dylan Thomas, John Steinbeck oder Tom Waits. Manche nennen es Folk-Akustik-Pop, Kritiker vergleichen die Musik zuweilen mit Mumford & Sons oder The Lumineers und loben insbesondere die großartige Atmosphäre der Live-Konzerte… mehr…
Die von Branco Barkic für den 25. 11. angekündigte Kundgebung seiner neonazistischen DaSKuT-Gruppe ist abgesagt. Dies hat die Bochumer Polizei bestätigt. Barkic verspricht auf seiner Facebook-Seite, dass er in diesem Jahr keine Demo mehr organisieren will. Sein nächster Auftritt ist am 28. November vor dem Bochumer Amtsgericht. Er ist wegen Volksverhetzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen angeklagt. Er hat beantragt, die Öffentlichkeit von seinem Prozess auszuschließen. Siehe Meldung: DaSKuT – Gründer Branco Barkic wegen Volkverhetzung vor Gericht
Das Bündnis „HammeHilft!“ lädt zum 3. Netzwerktreffen am Dienstag, den 15. November um 18.30 Uhr im Gemeindesaal der Herz-Jesu-Gemeinde, Dorstener Str. 187a: »Wir stellen unser ehrenamtliches Engagement für Geflüchtete vor und suchen weitere UnterstützerInnen. Denn wir suchen Leute, die uns bei der Möbelvermittlung und bei deren Transport helfen möchten. Wir suchen außerdem HelferInnen für den Deutschunterricht von Geflüchteten und für die Hausaufgabenbetreuung sowie die Kinderbetreuung während des Unterrichts. Und wir suchen Paten, die gezielt einzelne Personen oder Familien unterstützen möchten – über den Umfang der Unterstützung entscheidet jedeR selbst. Auch freuen wir uns über weitere HelferInnen für unser monatliches Begegnungscafe „Meet and Greet“ (nächster Termin am 9.12., 18-20 Uhr in der Autobahnkirche).«
Die schwarze Ruhr-Uni lädt zu einem neuen Lesekreis ein, der am Dienstag, dem 15.11. beginnt: »Wenn ihr jemals (insbesondere nach den Wahlen in den USA) an der Demokratie gezweifelt habt, ist der Lesekreis genau der richtige Ort, sich mit diesen Zweifeln theoretisch auseinanderzusetzen. Wir wollen den Texten von „Von der Demokratie zur Freiheit“ von Crimethinc lesen. Treffpunkt ist in der Cafeteria von Gebäude GC um 18.00 Uhr. Der Lesekreis finde danach jeden Dienstag zur selben Zeit am selbem Ort statt. Den Text auf Englisch findet ihr hier. Es gibt auch eine Druckversion als Broschüre. Die deutsche Version werden wir, sobald sie veröffentlicht ist, auf unserem Blog teilen. Angesichts der Situation in den USA möchten wir euch auch noch auf einen anderen Text von Crimethinc hinweisen: „President Trump: Countdown to Apocalypse“.
Donnerstag 10.11.16, 16:40 Uhr
Sonntags-Matinee im Wahlkreisbüro von Sevim Dağdelen
Die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken Sevim Dağdelen lädt am Sonntag, den 13. November um 11:00 Uhr zu einer Sonntags-Matinee in ihrem Wahlkreisbüro, Alleestraße 36 mit ihrer Fraktionskollegin Pia Zimmermann ein. Inhaltlich geht es um das Thema „Personalmangel am Pflegebett“. In der Ankündigung heißt es: Während die Große Koalition die Mogelpackung Pflegestärkungsgesetz plant, was den Pflegenotstand nicht behebt und pflegende Angehörige auch noch arm macht, möchte Sevim Dağdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke, mit den Bochumerinnen und Bochumern über einen wirksamen Richtungswechsel im Bereich Gesundheit und Pflege diskutieren. Thema der Sonntagsmatinee ist: „Personalmangel am Pflegebett“. mehr…
Am Samstag, 12.11.16 um 19.00 Uhr laden der OSTWEST Verein für kulturellen Transfer e. V und das Kunstmuseum Bochum zur Lesung und Gespräch mit Olga Tokarczuk, einer der wichtigsten polnischen Autorinnen der Gegenwart, ein. In der Einladung heißt es: „Tokarczuk gehört zu den produktivsten, meistgelesenen, gefeierten und auch kontroversen polnischen Autorinnen der Nachwendegeneration. Ihre Werke wurden in 30 Sprachen übersetzt und mit prominenten internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet. Über ihr Schreiben hinaus ist Olga Tokarczuk eine engagierte Intellektuelle, die in polnischen Debatten dezidiert Stellung bezieht. Sie setzt sie sich für Offenheit ein, stellt das stereotype Bild der auf Patriotismus, ethnischer Homogenität und katholischem Glauben beruhenden Kultur infrage. Dafür wurde sie von der gegenwärtigen polnischen Regierung für die staatlichen Kulturinstitutionen zur Persona non grata erklärt. mehr…
Das Antifa-Cafe zeigt am Mittwoch, den 9. November um 20 Uhr im Sozialen Zentrum den Film “Night will Fall – Hitchcocks Lehrfilm für die Deutschenâ€. In der Ankündigung heißt es: »Der 9. November ist der Jahrestag der Reichspogromnacht. In der Nacht vom 9. November auf den 10. November wurde wie in vielen anderen Städten im damaligen Deutschen Reich die Bochumer Synagoge von den Nazis zerstört und niedergebrannt. Die Reichspogromnacht war ein vorläufiger, schrecklicher Höhepunkt des mörderischen Antisemitismus der Nazis. An diesem Tag können wir keinen normalen und unbeschwerten Café-Betrieb anbieten. Daher rufen wir zunächst dazu auf, sich an der offiziellen Gedenkkundgebung zu beteiligen, die um 17 Uhr an der Ecke Dr. Ruer Platz Ecke Harmoniestraße stattfindet. Wir bitten zu bedenken, dass es sich hier um eine Gedenkkundgebung und keine Antifa-Demonstration handelt. Ab 19 Uhr wollen wir dann das Soziale Zentrum öffnen und ab ca. 19:30 Uhr Essen anbieten. Ab 20 Uhr wollen wir dann den Film “Night will Fall – Hitchcocks Lehrfilm für die Deutschen†zeigen. mehr…
Am Donnerstag, den 10. November lädt die Gruppe Glitzer & Krawall um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer in ihrer Reihe „Herrschaftskritischer Kaffeeklatsch“ zu einem Vortrag ein zum Thema „Linke Antworten auf die Klimakrise“: »Der Klimawandel bedroht jetzt schon die Lebensgrundlagen unzähliger Menschen. Doch obwohl Politiker*innen immer wieder Handlungsbereitschaft demonstrieren, wie letztes Jahr bei der Conference of Parties in Paris, steigen die Treibhausgasemissionen weiterhin. Dies ist kein Wunder, schließlich widerspricht wirklicher Klimaschutz der kapitalistischen Logik. Deshalb kann nur auf widerständige Lösungen von unten gehofft werden. Doch auch in der Umweltbewegung kursieren unemanzipatorische Vorstellungen davon, wie der Klimawandel aufzuhalten sei; von der Fokussierung auf individuelle Lebensstile, über Esoterik bis hin zur vollkommenen Ablehnung moderner Technologien. Der Vortrag wird diese Ansätze kritisch beleuchten, um schließlich herauszustellen, wie eine radikale Ökologie von links stattdessen aussehen könnte und warum die Klimakrise ein Thema ist, für das sich antikapitalistische Linke interessieren sollten.«
Am Samstag, den 5.11.2016, lädt die Gruppe space-left ab 19 Uhr zu einem Kneipenabend mit Power-Point-Karaoke ins SZ ein. Die TeilnehmerInnen müssen zu ihnen unbekannten Folien einen Vortrag halten. Im Vordergrund steht dabei auf jeden Fall der Spaß. Die konkreten Regeln werden spontan vor Ort ausgehandelt. Auch etwas zu essen (und trinken) soll es geben. So schreibt die Gruppe: „Es ist mit der Anwesenheit von ‚zufälliger verdachtsunabhängiger veganer Matsche‘ zu rechnen. Wenn unsere Vorräte es her geben, werden wir auch Cocktails anbieten.“
Am Donnerstag, den 3. November 2016 um 19 Uhr lädt das Bochumer Bündnis gegen Rechts zu einer Veranstaltung mit der Berliner Historikerin Dr. Susanne Willems in das ver.di-Haus, Universitätsstr. 76 ein. Ihr Vortrag hat den Titel: Wie Auschwitz zu dem wurde, was es war. Sie stellt ihren kürzlich erschienen Text- und Bildband Auschwitz. Die Geschichte des Vernichtungslagers vor. Susanne Willems zeigt auf, wie eng verzahnt die Pläne der SS mit den Interessen der deutschen Industrie waren: allen voran die IG Farben. Der weltgrößte Chemiefabrikant errichtete ab 1941 einen Werksneubau in unmittelbarer Nähe des KZ, das ihm als billigste Arbeitskräfte 10.000 Gefangene zugesagte, und beteiligte sich durch Überlassung von Bezugsrechten für Baustoffe am KZ-Ausbau. In ihren Recherchen hat Susanne Willems nachgewiesen, dass die im September 1942 eingeleitete Umplanung des zweiten Lagers in Birkenau, die Realisierung des „Sonderprogramms Reichsminister Prof. Speer“, der vollständigen Integration des Lagers in die deutsche Kriegswirtschaft diente: Auschwitz-Birkenau wurde ab Herbst 1942 zu dem Zielort der Massendeportationen der europäischen Juden, weil dieser Ort zu einer Art Drehscheibe eines europaweiten Arbeitssklavenmarkt ausgebaut wurde. Der Eintritt ist frei.
Die schwarze Ruhr-Uni ruft zur Teilnahme an der anarchistischen Kiezdemo in Dortmund am 4.11 auf: „Wir organisieren einen Zugtreffpunkt aus Bochum. Dieser ist um 14.50 Uhr vor dem Hauptbahnhof. Da der Treffpunkt mit der Demo abgesprochen ist, werden wir auf jeden Fall rechtzeitig am Startpunkt sein. Der Aufruf.
Am Freitag, den 4. 11. präsentiert der Arbeitskreis Umweltschutz Bochum (AkU) um 19:00 Uhr den Film „Vor der Flut“ in deutscher Sprache im Umweltzentrum (UZ) in der Alsenstr. 27 und schreibt: »Der AkU startet damit das Bochumer Agenda-Kino. In Zukunft werden vom AkU im UZ Filme zur Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz präsentiert. Leonardo DiCaprio will als Co-Produzent und Schauspieler mit dem Dokumentarfilm „Before the Flood“ (Vor der Flut) Menschen in aller Welt dafür gewinnen, selbst im Kampf gegen den Klimawandel aktiv zu werden. Er zeigt, was sofort getan werden kann und muss, damit wir unseren Planeten künftigen Generationen als bewohnbares Zuhause hinterlassen können. Im Anschluss an den 90-minütigen Film findet eine Diskussion über dessen Inhalte und Klimaschutz in Bochum statt. Eintritt: 4,00 €«
Volkshochschule und FIAN laden am Samstag, den 5. November in der VHS zu einem Workshop zum Thema „Wasser – ein Menschenrecht“ ein: »50 Jahre UN-Sozialpakt und wie werden die darin verankerten sozialen Menschenrechte in Deutschland und weltweit verwirklicht? Warum ist das Menschenrecht auf Wasser wichtig? Wodurch ist es gefährdet und was sind die möglichen Folgen auf internationaler, nationaler und kommunaler Ebene? Was hat das verankerte Recht auf Zugang zu sauberem Wasser mit „Kommunaler Daseinsvorsorge“ zu tun? Was unternehmen Kommunen, um eine nachhaltige, faire und bezahlbare Wasserinfrastruktur zu gewährleisten? Anhand von Beispielen aus unterschiedlichen Städten soll aufgezeigt werden, ob und inwieweit die verschiedenen Lösungsmodelle das Menschenrecht auf Wasser sichern und was wir auf kommunaler Ebene dazu beitragen können, um das im UN-Sozialpaket geschützte Recht zu verwirklichen.« Näheres.
Die Initiative Treibgut – Literatur von der Ruhr lädt am 2. November ab 20 Uhr ins KulturCafé der Ruhr-Uni ein und schreibt: »Der in Duisburg aufgewachsene Autor Sascha Reh ist nicht nur Literaturpreisträger Ruhr 2015, sondern hat auch an der RUB studiert. In seinem Roman „Gegen die Zeit“ (Schöffling 2015) zeigt er anhand des Pinochet-Putsches 1973, was passiert, wenn unsere Daten in falsche Hände geraten, die wir heute via Facebook & co. Freiwillig preisgeben. Zudem wird der Dortmunder Lyriker Calvin Kleemann seine neue Gedichtreihe „Stellaris“ vorstellen, die ebenfalls den Finger tief in die Wunden des Zeitgeistes legt. Latente Leere beschreibt er als typischen Seelenzustand einer „gläsernen Generation“ in Zeiten drahtloser Weltvernetzung. mehr…
In Kooperation mit der Rosa Strippe zeigt das endstation.kino ab Donnerstag, den 03.11. den Dokumentarfilm Transit Havanna. Am Freitag, den 04.11. wird im Anschluss an die Vorstellung Alex Bakker, Buchautor des Films, für ein Filmgespräch zu Gast sein. mehr…
Im Theater der Gezeiten, Schmechtingstr. 40, steht das Stück „Algodón – Baumwolle“auf dem Spielplan: »„Algodón“ setzt sich mit manchen von der Textilindustrie verursachten Problematiken auseinander. Diese beginnen auf den Baumwollplantagen, verschärfen sich in den Fabriken und enden beim Konsum von Bekleidung. Die komplexen Problematiken lassen sich historisch und global betrachten. In Verbindung mit Baumwollanbau steht beispielsweise die Versklavung von Menschen aus Afrika nach Amerika im 18. Jahrhundert. mehr…
„Die Sorgen der belgischen Regionalregierungen der Wallonie und Brüssel gegenüber dem undurchsichtigen CETA-Vertragswerk sind mehr als berechtigt“, sagt Helgard Althoff, Vorsitzende der Sozialen Liste Bochum. Ihre Standhaftigkeit mache der gesamten Bewegung gegen die neoliberalen Abkommen Mut. Gleichzeitig sei festzustellen, dass auch der Internationale Protest gegen die Abkommen CETA und TTIP zu dieser Entwicklung beigetragen habe und die undemokratischen Strukturen in der EU aufgezeigt wurden. Die Soziale Liste als Bestandteil der deutschen Protestbewegung sei solidarisch mit den belgischen CETA-Gegnern. „Der große belgische Protest ist für uns Ansporn zu weiteren lokalen Aktivitäten gegen die sog. Handelsabkommen“, sagt Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste. Die Soziale Liste wendet sich auch gegen „die aktuelle deutsch-nationale Stimmungsmache und die Darstellung, die Wahrnehmung demokratischer Rechte sei antieuropäisch“.
Montag 24.10.16, 18:52 Uhr
Wohnsitzauflage: Treffpunkt Asyl lehnt Härtefallregelung ab
Treffpunkt Asyl schreibt: »Die Stadt Bochum hat am Donnerstag, den 20. Oktober, in einer Pressemitteilung erklärt: Betroffene des „Integrationsgesetzes“ müssen einen Härtefallantrag stellen, um in Bochum bleiben zu können. Das soll ausdrücklich auch für anerkannte Flüchtlinge gelten, die vor Inkrafttreten des umstrittenen Integrationsgesetzes nach Bochum gezogen sind. Damit will sich die Stadt Bochum über einen Ratsbeschluss hinwegsetzen, in dem der Bochumer Rat eine rückwirkende Anwendung der Wohnsitzauflage abgelehnt hat. Die Initiative Treffpunkt Asyl kritisiert diese Vorgehensweise und fordert die Verantwortlichen auf, zu ihrem Wort zu stehen. Im August und September protestierten in Bochum Geflüchtete unter anderem mit einem Protestcamp vor dem Rathaus, um sich gegen die Wohnsitzauflage und das Integrationsgesetz zu wehren. Sie protestierten für ihr Recht, in Bochum bleiben zu dürfen. mehr…
Re:Speech, das Medienprojekt der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum zur Stärkung der Stimmen von Geflüchteten im flüchtlingspolitischen Diskurs, lädt am Montag, den 24. Oktober um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einem Vortrag von Dr. Gerda Heck (Universität Göttingen) ein: »Seit dem Sommer 2015 bestimmt das Thema Flucht die öffentlichen Debatten hierzulande. Hastig beschloss die Europäische Union unter deutscher Führung Maßnahmen, um die aus ihrer Sicht unerwünschten Geflüchteten von Europa fernzuhalten. Zentral ist dabei das Abkommen mit der Türkei, das darauf abzielt, die Fluchtroute über die Türkei zu schließen, so dass möglichst wenig Geflüchtete in die EU gelangen.«
Am Donnerstag, den 27.10. um 19 Uhr lädt der Bahnhof Langendreer zu einer Infoveranstaltung mit der Medizinischen Flüchtlingshilfe (MFH) ein. Vera Macht von der MFH informiert Geflüchtete, Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Interessierte über Fragen rund um Asyl- und Aufenthaltsrecht ein. Dabei werden auch die vielen gesetzlichen Änderungen dieses Jahres und ihre Auswirkungen erläutert. Nach der Einführung und allgemeinen Fragen wird eine individuelle Kurzberatung für Geflüchtete angeboten.
Für Flüsterübersetzung in Englisch, Französisch, Arabisch und Farsi ist gesorgt.
Für Mittwoch, den 26. 10. lädt das die Antirepressions AG nun zum fünften Betroffenentreffen ein, um uns gemeinsam gegen die Repressionen der Bochumer Polizei bei dem Naziaufmarsch am 1. Mai und der rassistischen Kundgebung am 19.06. zur Wehr zu setzen: »Am 01.05. wurden fast 300 Menschen, die nur ihr Recht auf Demonstrationsfreiheit wahrgenommen haben, im Bermudadreieck von der Polizei in einem Kessel festgesetzt. Alle mussten ihre Personalien abgeben, es wurden Fotos aufgenommen und nun werden die ersten Strafbefehle oder Anzeigen rausgeschickt. Damit kriminalisierte die Polizei Bochum mutige Demonstrant*innen und schlug der NPD quasi den Weg frei. Am 19.06. dann verhinderte die Polizei Bochum eine angemeldete antirassistische Demonstration, nahm willkürlich Menschen fest, filmte rechtswidrig friedlichen Protest ab und verletzte mehrere Personen. mehr…
Gestern Nacht ist auf die Werkstatt und das Haus von Branco Barkic, dem Anmelder der Daskut-Kundgebungen in Bochum, ein Brandanschlag verübt worden. Auf indymedia ist dazu eine Bekennermeldung veröffentlicht worden. Die WAZ berichtet in ihrem Beitrag Politisch motivierter Anschlag: Drei Autos brennen in Bochum, dass die für Freitag angekündigte Daskut-Demo schon seit einigen Tagen wegen der Herbstferien abgesagt sei. update: Das Bündnis gegen Rechts hat mitgeteilt, dass auch alle Gegenaktivitäten abgesagt sind.
Noch bis zum 30. November können sie Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) in den Betrieben gewählt werden. Darauf hat die IG BAU hingewiesen. „Mit ihrer Stimme verschaffen sich Berufsstarter das nötige Gehör beim Chef. Die JAV ist die Interessenvertretung der jungen Beschäftigten in den Unternehmen“, erklärt IG BAU-Bezirkschef Heinz Wessendorf. Jede abgegebene Stimme sei wichtig, so Wessendorf – gerade auch mit Blick auf die neuen Azubis: „Egal, ob Scherereien mit dem Ausbilder, häufige Überstunden, fehlende Schutzkleidung oder schlechte Ausbildungsqualität – es gibt viele Azubi-typische Probleme. Hier kommen die Jugendvertreter ins Spiel. Durch ihr Mandat können sie mit dem Chef Klartext reden – und auf Verbesserungen pochen“, sagt Wessendorf. mehr…