Warum sind Lesben die besseren Eltern? Was läuft schief in der Hetero-Kleinfamilie? Und warum tun sich Staat und Gesellschaft so schwer, queere Familien als vollwertige Familien anzuerkennen? Antworten gibt es am 29. 11. 2025, um 19 Uhr im atelier automatique. Der Eintritt ist frei.
Mit einer Aktion auf dem Platz vor der Westfalenhalle protestieren Bundesverband und Landesverband NRW der DFG-VK sowie die „Kritischen Aktionäre“ am Sonntag und Montag gegen den Werbedeal zwischen Borussia Dortmund und dem Rüstungskonzern Rheinmetall. Unterstützung – auch aus der Nachbarschaft – ist herzlich willkommen.
Wattenscheids Innenstadt wird zur außergewöhnlichen Bühne: Am 27. November bringt das ROTTSTR 5 Theater gemeinsam mit Bochum Marketing eine besondere Theateratmosphäre in eine frühere Spielhalle an der Oststraße 40. Initiiert von Wattenscheids Citymanagerin Margarita Koumoutsi fördert das Projekt „Theater im Leerstand“ zum dritten Mal ein Pop-up-Theatererlebnis genau dort, wo man es nicht vermutet.
»In diesem August des Jahres 2025 jährte sich zum 60. Mal das Urteil im ersten, dem großen Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963 bis 1965. Das Verfahren, in dem zahlreiche Überlebende von Auschwitz erstmals vor einem deutschen Gericht aussagten, gilt als ein Wendepunkt in der Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen.
Aus aktuellem Anlass wiederholz das Netzwerk „Stadt für Alle“ seinen Stadtrundgang zum Thema Sicherheit und Ordnung am Samstag den 22. 11. 2025. Start ist um 17:00 Uhr an der Glocke am Rathaus.
Zum bundesweiten Vorlesetag am Freitag, 21. November, lädt die Bücherei Gerthe, Heinrichstraße 4, Kinder ab drei Jahren und deren Familien zu einem berührenden Bilderbuchkino ein: „Hilfe! Henris Bücherei in Gefahr“. Die Kinder begleiten Henri auf seinem Abenteuer, in dem seine Lieblingsbücherei bedroht wird und er alles daran setzt, sie zu retten. Eine Geschichte über Einsatzbereitschaft, Freundschaft und die Liebe zu Büchern – perfekt für alle kleinen Bücherfans. Im Anschluss dürfen die Kinder eigene Lesezeichen ausmalen und gestalten, damit sie in ihren Leseabenteuern immer wissen, wo sie aufgehört haben. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist per E-Mail an buchereigerthe@bochum.de oder unter der Rufnummer 02 34 / 85 86 6 erforderlich.
Wer sich für Kommunalpolitik interessiert, kann gar nicht genug über seine Stadt wissen. Auch die Stadtverwaltung weiß eine ganze Menge über ihre Bürgerinnen und Bürger. Und einen Teil dieses Wissens macht sie sogar öffentlich, so dass auch Erna-Normalbürgerin daran teilhaben kann. Wer sich dafür interessiert, bekommt beim nächsten Termin aus der Reihe „Stadtlabor zu Besuch“ Gelegenheit, ein paar (ausgewählte) Einblicke in städtische Datenportale zu nehmen.
Rekordausgaben in Aufrüstung, schwindende Entspannungspolitik, Abschaffung des Bürgergelds, angespannte Wohnungsmärkte, Rekordzustimmungen für die AfD und eine stockende Energiewende – die Liste aktueller Herausforderungen in Deutschland ist lang. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie unter diesen Bedingungen eine fortschrittliche Politik in dieser Zeit aussehen kann.
Im Frühjahr 2025 kam es zu demokratiefeindlichen Vorfällen auf Institutionen im Gebäude GA der Ruhr-Universität Bochum. Als Reaktion darauf haben sich die Dekaninnen und Dekane der G-Reihe unter Leitung von Prof. Dr. Fabian Klinck, Dekan der Juristischen Fakultät, zusammengetan und recht spontan und unter großen organisatorischen Herausforderungen eine ungewöhnliche Ringvorlesung konzipiert. Der Titel: „Citizenship – Individuelle Verantwortung für die Demokratie“. Die einzelnen Termine finden für alle Interessierten zwischen dem 12. November 2025 und dem 28. Januar 2026 mittwochs in HGA 30 von 14.15 bis 16 Uhr statt.
»Am Montag den 10. November wird in einer gemeinsamen Veranstaltung des Kuratoriums Stelen der Erinnerung e. V. mit der Bezirksvertretung an die unvorstellbaren Verbrechen der Nazis erinnert. Diese Pogrome waren für die deutschen Faschisten ein Testlauf, wie weit sie gehen konnten. Die deutsche Bevölkerung reagierte nicht mit massiver Empörung, sondern nahm stattdessen die Gelegenheit wahr, sich an jüdischem Eigentum zu bereichern.
Zur angedrohten Räumung der Häuser Auf den Holln 1 und 3 erklärt das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung: »Der neue Oberbürgermeister und die neuen Ratsmitglieder waren noch nicht vereidigt, da erließ die Verwaltung schnell noch eine Ordnungsverfügung, mit der zur kurzfristigen Räumung des seit mehr als 40 Jahren besetzten Hauses Auf den Holln 1-3 – bekannt als „Villa Kunterbunt“ – aufgefordert wird.
Einmal mehr hat das Pestel-Institut die regionalen Wohnungsmärkte untersucht. Ergebnis für Bochum: Aktuell fehlen rund 2.900 Wohnungen. Gleichzeitig stehen 3.080 Wohnungen bereits seit einem Jahr oder länger leer. Wer eine Wohnung sucht, solle sich darauf aber keine Hoffnungen machen: Wohnungen, die lange Zeit leer stehen, gingen kaum wieder in die Vermietung.
Laut Angaben der Bewohner*innen der Villa Kunterbunt haben die Stadtwerke Bochum versucht, trotz laufender gerichtlicher Verfahren, die Strom- und Wasserversorgung des Hauses zu unterbrechen. Der Anwalt der Bewohner:innen hat rechtliche Schritte eingeleitet, um dies zu verhindern. Die Linke im Rat kritisiert das Vorgehen der Stadtwerke.
Die Linke im Rat der Stadt Bochum nimmt mit großer Besorgnis und deutlicher Kritik die Wahl eines Kandidaten der AfD zum stellvertretenden Bezirksbürgermeister in Wattenscheid zur Kenntnis. Sie schreibt: »Mit der Besetzung dieses repräsentativen Amts durch die AfD wird ein politisches Tabu gebrochen. Zum ersten Mal seit 1945 hat in unserer Stadt wieder ein Vertreter einer Partei, die als rechtsextremistisch eingestuft wird, ein repräsentatives Amt inne.
Bald ist es wieder soweit: Die Hattinger „Gedenk- und Aktionswoche für Toleranz und Demokratie gegen das Vergessen“ startet am 7. November 2025. Hier findet sich das Programmheft.
In der galerie januar – Verein zur Förderung junger Kunst e. V. – eröffnet am Freitag, den 7. November 2025 um 20 Uhr die Ausstellung „Das Stahlwerk“ von Maximilian Hallermann. Der Künstler ist bei der Eröffnung anwesend. Einführende Worte spricht Emmanuel Giagtzoglou.
Bochumer Familiengeschichten, die Dortmunder Wohnungslosigkeitskrise, ein „Stadtbild“-Schwerpunkt sowie einer zur sozialen Krise in Serbien und dem Jahrestag der Proteste: Heute erscheint die Novemberausgabe des Straßenmagazins.
Ein neues Fachbuch zur NS-Zwangsarbeit im Ruhrbergbau ist vor wenigen Tagen im Klartext-Verlag erschienen. Am Donnerstag, 6. November wird es um 18:00 Uhr beim Fritz Bauer Forum, Feldmark 107, Bochum, vorgestellt: „Zechen und Bergbauromantik prägen die Geschichtsnarrative des Ruhrgebiets. Doch die Schicksale der Zwangsarbeiter*innen, die während des Nationalsozialismus im Kohlebergbau schufteten, sind bisher nur wenig in die lokalen Erinnerungskulturen vorgedrungen. Diese prägnante Aufsatzsammlung beinhaltet neue mikrogeschichtliche Recherchen, Text- und Bilddokumente sowie Berichte von Zeitzeugen über ihre Zwangsarbeit auf der Krupp-Zeche Constantin der Große, zu der auch die Zeche Mont Cenis gehörte.
Am Freitag, 7. November, begrüßt die Stadtbücherei Bochum um 19 Uhr im Bildungs- und Verwaltungszentrum, Gustav-Heinemann-Platz 2–6, Dr. Alfredo Vernazzani (Hanse-Wissenschaftskolleg – Institute for Advanced Study (HWK), Delmenhorst), der in seinem Vortrag „Die Geheimnisse der Anderen: Der Kampf gegen den Faschismus in Italien vor und nach 1943” die italienische Geschichte des Kampfes gegen den Faschismus und für die Demokratie bis in die Gegenwart beleuchtet.
Mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen reagieren die Bewohner:innen des Hauses „Auf den Holln 1-3“ in Bochum-Werne auf die Ordnungsverfügung der Stadt Bochum, ihr Haus bis zum 4. November zu verlassen. Die gestern eingereichte Klage richtet sich gegen die Ordnungsverfügung selbst, insbesondere aber gegen die Anordnung des sofortigen Vollzugs. In einem Vorab-Schreiben an die Stadt rügt der Anwalt der Bewohner:innen die Rechtswidrigkeit der Verfügung, da die Mängel, wegen derer nun die Unbewohnbarkeit des Hauses festgestellt werde, seit mehr als 14 Jahren bekannt seien und von der Stadt als Eigentümerin selbst hätten beseitigt werden müssen.
Die Stadt Bochum lädt wieder zu ihrer Reihe „Stadtgespräch“ ins Kunstmuseum an der Kortumstraße 147: Am Mittwoch, 12. November, geht es ab 19 Uhr um das Thema „Gemeinschaftliches Wohnen“. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Die Linke Bochum hat den CDU-Bundesvorsitzenden Friedrich Merz wegen des Verdachts der Volksverhetzung (§ 130 StGB) angezeigt und organisiert zudem eine Kundgebung am Sonntag, den 26.10.25 um 17 Uhr vor dem Bochumer Hauptbahnhof. Hintergrund ist seine Äußerung in Potsdam am Sonntag, den14. Oktober, in der er über Kriminalität im Zusammenhang mit Migration sprach und dabei sagte, man habe „im Stadtbild dieses Problem“.
Die Volkshochschule (vhs) Bochum präsentiert am Mittwoch, 29. Oktober, um 19 Uhr in Kooperation mit dem DGB im Bahnhof Langendreer die Lesung und Diskussion „Gegen Frauenhass“ (Kursnummer: L01700). Im Studio 108 zeigt die Rechtsanwältin Christina Clemm, wie allgegenwärtig die Gewalt gegen Frauen ist und was verändert werden sollte – politisch wie privat.
Am Mittwoch, 29. Oktober, um 17.30 Uhr hält Prof. Dr. Tahani Nadim in der Zentralbücherei im Bildungs- und Verwaltungszentrum, Gustav-Heinemann-Platz 2-6, einen Vortrag zum Thema “Erinnern, bewegen, kämpfen – Frieden als kollektiver Prozess”. Die Veranstaltung der Stadtbücherei und des UniverCity Bochum e. V. in Kooperation mit der Bochumer IPPNW-Gruppe, erfolgt im Rahmen des HdW-Jahresthemas „Sicherheit“ und der Plakatausstellung “Hibakusha weltweit – die Gesundheits- und Umweltfolgen der Nuklearen Kette“, die bis Ende Oktober in der Zentralbücherei zu sehen ist. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Im Metropolis Kino im Hauptbahnhof zeigt DOXS RUHR am 27. Oktober 2025 den vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilm WRITING HAWA. Freund*innen der Realität e.V. laden in Kooperation mit Engagement Global und der VHS Bochum ab 18 Uhr zu einem kleinen Empfang ein. Filmstart ist um 19 Uhr, anschließend folgt ein Filmgespräch mit Regisseurin und Journalistin Najiba Noori (in engl. und dt. Sprache).
Am 29. und 30. November will die AfD in Gießen eine neue Jugendorganisation gründen – mit abgewandeltem Reichsadler und Namen wie „Junge Patrioten“ oder „Patriotische Jugend“. Die AfD möchte eine neue Generation gewaltbereiter Faschist*innen heranziehen. „Widersetzen“ veranstaltet ein Fest der Vielfalt und Solidarität und möchte so die Gründung der AfD-Jugend unmöglich machen.