Auf Initiative einer Bürgeranregung hat der Ausschuss für Umwelt, Nachhaltigkeit und Ordnung in der heutigen Sitzung einen Änderungsantrag beschlossen, der die Stadtverwaltung auffordert, eine Allgemeinverfügung zum Schutz nachtaktiver Tiere zu erlassen. Diese soll ein Benutzungsverbot von Mährobotern während der Nacht- und Dämmerungszeit vorsehen. Konkret dürfen Mähroboter ab 30 Minuten vor Sonnenuntergang bis 30 Minuten nach Sonnenaufgang nicht mehr betrieben werden. Die Verfügung ist zunächst auf zwei Jahre befristet.
Auf eine aktuelle Anfrage von Radio Bochum hin hat die Verwaltung am 10. September erklärt, dass es weiterhin keine Pläne für die Einführung eines „Frauen-Nacht-Taxis“ in Bochum gibt. Verkehrspolitikerin Judith Wiemers von Volt fordert ein schnelles Umdenken der Verantwortlichen.
Seit dem Start der Mietwucher-App der Linken im Juni sind in Bochum bereits knapp 50 Fälle an das zuständige Wohnungsamt gemeldet worden. Nach der Auswertung liegt die durchschnittliche Überschreitung der ortsüblichen Vergleichsmiete bei 48 Prozent. In über einem Dutzend der Fälle lag die Überschreitung sogar bei mehr als 50 Prozent – ein klarer Hinweis auf Mietwucher nach § 291 StGB.
Mit seinem 21. Klimanotstandsbrief wendet sich das Bochumer Klimaschutzbündnis „BO Klima“ an die SPD Fraktion. Thema ist das Bebauungsplanverfahren 0294 „Overdycker Straße“ in Hamme. Dort sollen 65 Wohneinheiten und eine KiTa entstehen. Opfer dieser Pläne ist wie so oft eine Waldfläche. Die SPD hat die Pläne bereits gutgeheißen. BO Klima hat jedoch Ideen, wie das Wäldchen gerettet werden könnte, ohne die Baupläne auzugeben. Hier im Wortlaut.
Das Initiativenbündnis „Bochum gemeinsam“ hat die Statements der einzelnen Initiativen, die in den drei inhaltlichen Podien gehalten wurden, veröffentlicht. Zu finden hier.
Das Initiativenbündnis „Bochum gemeinsam“ hat die Bochumer Parteien gebeten, Bürgerbeteiligungsbeauftragte zu benennen und diesen Fragen gestellt. Fünf Parteien haben uns geantwortet. Die Antworten wurden Freitag Abend auf der Veranstaltung „Perspektivenwechsel“ vorgestellt und sind jetzt auch hierzu finden.
Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Rotunde am Freitagabend, als das Initiativenbündnis „Bochum gemeinsam“ zum „Perspektivenwechsel“ eingeladen hatte. Eine Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl sollte es werden, aber der anderen Art: Die Zivilgesellschaft, vertreten durch verschiedene Verbände und Initiativen, formulieren in drei Themenforen (Wohnen und Stadtentwicklung; Mobilität, Klima und Umwelt sowie Bürgerbeteiligung, Demokratie und soziale Gerechtigkeit) ihre Ideen und Anforderungen an die künftige Legislaturperiode, die Politik sitzt im Zuschauerraum, hört zu und stellt Fragen. Das Experiment hat geklappt – es war ein spannender Abend.
In der Interviewreihe auf bochum-gemeinsam.de gibt es heute ein Gespräch mit Günter Scholten, ehrenamtlicher Organisator des von Künstler*innen selbst organisierten Showrooms, Oskar-Hoffmann-Straße 46, über die Situation der Freien Kultur in Bochum und was besser werden muss. Hier.
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Bochum lädt zur Podiumsdiskussion „Wie wird Radfahren in Bochum sicher und leicht?“ am Samstag, den 6. September, von 13 bis 15 Uhr in die Quartiershalle der KO-Fabrik ein. Teilnehmende sind Wiebke Köllner (Die Linke), Nadja Zein-Draeger (Volt & Stadtgestalter), Jörg Lukat (SPD & Grüne), Dr. Andreas Bracke (CDU) und Jens Lücking (UWG – Freie Bürger).
Die Wanderausstellung „Zwischen Gestern und Morgen“ von Judith Büthe bringt Foto- und Videoportraits 25 Bochumer*innen in den Stadtraum. Die künstlerisch-dokumentarische Arbeit zeigt ihre Perspektiven, Utopien und Geschichten – geprägt von Widersprüchen, Biografien und dem täglichen Aushandeln gemeinsamer Gestaltungsspielräume. Die Portraits und die zugehörigen Interviews machen individuelle Geschichten sichtbar und hörbar. Dabei stellt sich immer wieder die Frage: Wem gehört die Stadt – und wer gestaltet sie?
Die Partei Die Linke bietet allen Interessierten am Donnerstag, den 04. 9.2025 einen Stadtrundgang zur Geschichte Langendreers im Faschismus an. Der Rundgang beginnt um 16.30 Uhr am Buntstifthaus,Bochum-Langendreer, Stiftsstr. 40 und endet um ca. 18.00 Uhr am Luther-Lab.
Immer mehr Menschen im Bochumer Osten erleben es am eigenen Leib: monatelange Wartezeiten, fehlende Arztpraxen und eine Planung, die nicht den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht. Die Gesundheitsversorgung ist im Umbruch – und die Lage spitzt sich zu.
Die internationale Kunstbiennale Manifesta will Perspektiven für ehemalige Kirchengebäude entwickeln. Von den 40.000 Kirchen in Deutschland könnten in den nächsten zehn Jahren über die Hälfte geschlossen, abgerissen oder verkauft werden. „Wir brauchen Orte, die nicht kommerzialisiert sind und Begegnungen ermöglichen, sagt die Kunsthistorikerin Barbara Welzel. Außerdem im Heft: Hartmut Rosa über das gute Leben, Canberk Köktürk über eine Deutschland-Ermittlung, Giovanni Lo Curto über das „bittere Palermo”.
Der Kommunalwahlkampf in Bochum geht in die heiße Phase. Überall im Stadtgebiet hängen Wahlplakate, und nahezu täglich sind Wahlkampfstände verschiedener Parteien zu sehen. Politiker:innen suchen das Gespräch mit den Bürger:innen, geben sich bürgernah und buhlen um Stimmen. Auch die AfD Bochum zeigt inzwischen vermehrt Präsenz in den Stadtteilen. Wiederkehrende Infostände auf Marktplätzen und das Verteilen von Flyern in innenstadtnahen Vierteln zeigen, dass die lokale AfD ihren Wahlkampf intensiviert. Auffällig ist dabei vor allem eine extrem rechte Clique, die die Antifaschistische Linke näher unter die Lupe genommen hat. Was dabei herausgekommen ist, findet sich hier.
Jede Stadt ist an verschiedenen Tochtergesellschaften beteiligt. Nicht selten zu 100 Prozent, manchmal auch weniger. Die Stadt Bochum hat über 50 Tochtergesellschaften. Manche davon werfen Gewinn ab – allen voran die Sparkasse und die Stadtwerke. Das freut die Kämmerin. Andere machen Verluste, zum Beispiel die Verkehrsbetriebe, in Bochum BoGeStra geheißen. Deren Verluste werden durch die Gewinne der anderen zumindest teilweise ausgeglichen. Und dann gibt es noch Töchter, bei denen muss sich eine Stadt entscheiden, ob sie nun Gewinn bringen sollen, um mitzuhelfen, das Finanzloch zu stopfen, oder ob darauf verzichtet wird, um einkommensschwache Bürger:innen zu entlasten. Dazu können zum Beispiel Wohnungsunternehmen gehören. Bochum hat eine solche Wohnungs-Tochter, VBW mit Namen. Und hat diese Frage schon vor Jahren entschieden.
Ende August macht das NRW-weite Bündnis „Wir wollen wohnen!“ in 21 Städten darauf aufmerksam, wie wichtig das Thema Wohnen in der kommunalen Politik ist. In Bochum findet am Freitag, 29. 8. von 16-18 Uhr eine wohnungspolitische Kundgebung mit Redebeiträgen, Musik, Ständen und Aktionen auf dem Platz des Europäischen Versprechens (direkt vor der Christuskirche) statt. Dazu ruft das Bochumer “Wir wollen wohnen” – Bündnis auf, das aus dem Bündnis Arbeit & Soziale Gerechtigkeit, dem DGB Ruhr-Mark, der IG Bau Westfalen, der AWO Ruhr-Mitte, dem Paritätischen Bochum sowie Attac besteht.
Die Bochumer Gewerkschaften fordern ein entschiedenes Vorgehen gegen die AfD und sprechen sich klar für ein Verbot dieser Partei aus. „Ein AfD-Verbot ist längst überfällig. Wir erwarten, dass die politisch Verantwortlichen jetzt handeln und nicht länger wertvolle Zeit verstreichen lassen“, so das Team an der Spitze der Bochumer Gewerkschaften, Claudia Bonan und Marc Schneider.
Dass auch Bochum ein Problem mit (bezahlbarem) Wohnraum hat, ist schon viele Jahre amtlich. Man kann es in den alle zwei Jahre erscheinenden „Wohnungsmarktberichten“ der Stadtverwaltung nachlesen. Um die Knappheit zu bekämpfen, beschloss der Rat im November 2017 erstmalig ein „Handlungskonzept Wohnen“. Zur Lösung der Krise setzte dieses Konzept einseitig auf Neubau: 800 Wohnung jährlich sollten neu errichtet werden, 200 davon öffentlich gefördert. Geklappt hat das nicht.
Die Volkshochschule (vhs) Bochum informiert in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW e.V. und der vhs Gelsenkirchen, am Donnerstag, 28. August, von 17 bis 18 Uhr über Steckersolargeräte, mit deren Hilfe sich die eigenen Stromkosten senken lassen, während gleichzeitig ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird.
Exclusiv auf bo-alternativ.de: Ein Gespräch mit Sabine Reich, der neuen Intendantin des Prinz-Regent-Theaters (prt) über Neustarts, Projekte und Ideen. Sabine Reich moderiert auch die Veranstaltung „Perspektivenwechsel“ des Bündnisses „Bochum gemeinsam“ am 5. September in der Rotunde.
Im Stadtteil Hamme öffnet am Freitag, 22. August, um 16 Uhr mitten im Park Hamme eine Mitmachhütte ihre Pforten für alle Interessierten, die mitgestalten wollen. Es geht um Fragen wie: Was fehlt im Viertel? Was wünschen sich Menschen, die hier leben? Wie soll Hamme in Zukunft aussehen? Die Hütte ist Teil des Stadterneuerungsprozesses und soll ein Treffpunkt für Ideen, Gespräche und kreative Beteiligung sein.
Am 27. September 2025 wird Bochum zum Hotspot für kreative Nachwuchstalente: Das Young Art Festival – Music of Tomorrow lädt junge Musikerinnen und Musiker unter 27 Jahren ein, ihr Können auf großer Bühne zu präsentieren. Von 16:00 bis 22:00 Uhr verwandelt sich der Bochumer Kulturrat (Lothringer Straße 36C) in ein pulsierendes Zentrum für frische Sounds und neue Stimmen.
Auf der Seite des Kampagnenbündnisses „Bochum gemeinsam“ ist heute in der Reihe „Interviews aus der aktiven Zivilgesellschaft“ ein Gespräch mit Veronika und Gabi vom gemeinnützigen Ernährungsrat Bochum „EssBo!“ erschienen. EssBo! strebt eine Ernährungswende vom Acker bis zu Teller an. Denn die Art und Weise, wie Nahrungsmittel erzeugt, gehandelt, verteilt und verbraucht werden, blendet die wahren Kosten aus, die Kosten für Menschen, Tiere und die Umwelt. Das komplette Interview: https://bochum-gemeinsam.de/436-2/
Belgrad, Piacenza, Oklahoma: Für das bodo-Sommerheft hat die Redaktion Porträts, Reportagen und Interviews aus dem Netzwerk der internationalen Straßenzeitungen versammelt, die in erster Linie eins zeigen: Wie klein die Welt ist – trotz und wegen des wieder neuen Faibles für Grenzen.
Die Künstlerin Niloofar Iori wurde 1980 in Teheran geboren und lebt seit ihrem Studium in Deutschland. Seit über zehn Jahren widmet sie sich mit Leidenschaft der abstrakten Acrylmalerei. Ihre Werke sind Ausdruck ihrer intensiven Gefühlswelt und laden die Betrachtenden ein, eigene Geschichten und Emotionen darin zu entdecken.
Auch Cansin Köktürk, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Fraktion Die Linke, ruft angesichts der dramatischen humanitären Lage im Gazastreifen für Freitag, den 25. Juli, von 19:00 bis 20:00 Uhr zur öffentlichen Kundgebung am Bochumer Hauptbahnhof auf. Ziel ist es, auf die katastrophale Situation der Zivilbevölkerung in Gaza aufmerksam zu machen und die Bundesregierung aufzufordern, ihre diplomatischen und politischen Möglichkeiten zu nutzen, um den anhaltenden Völkerrechtsbruch zu beenden.
Drei Bochumer Umweltverbände – das Klimaschutzbündnis BoKlima, der BUND Bochum und Greenpeace Bochum – haben zum Zwischenstand der Wärmeplanung für Bochum eine offizielle Stellungnahme abgegeben.
Nach tagelangen intensiven Verhandlungen haben sich die Arbeitnehmer*innen-Vertretung bei thyssenkrupp Steel Europe und die IG Metall mit dem Management auf einen Sanierungstarifvertrag geeinigt. Danach verzichtet die Belegschaft auf Entgeltbestandteile und nimmt im Rahmen einer Arbeitszeitabsenkung Lohnkürzungen in Kauf. Im Gegenzug sichert das Management Investitionen und den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen beim geplanten Personalabbau zu. Tatsächlich soll der Personalbestand von derzeit noch 27.000 um bis zu 11.000 Stellen reduziert werden. Die Einigung steht aktuell noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die IG Metall-Mitglieder bei Steel Europe.