Die Linke im Rat der Stadt Bochum nimmt mit großer Besorgnis und deutlicher Kritik die Wahl eines Kandidaten der AfD zum stellvertretenden Bezirksbürgermeister in Wattenscheid zur Kenntnis. Sie schreibt: »Mit der Besetzung dieses repräsentativen Amts durch die AfD wird ein politisches Tabu gebrochen. Zum ersten Mal seit 1945 hat in unserer Stadt wieder ein Vertreter einer Partei, die als rechtsextremistisch eingestuft wird, ein repräsentatives Amt inne.
Dazu Horst Hohmeier, Sprecher der linken Ratsfraktion: „Die Entscheidung hat in unserer Partei Bestürzung ausgelöst und wir sehen darin einen weiteren Schritt hin zu einer Normalisierung des Umgangs mit einer Partei, die selbst Bayerns Ministerpräsident Söder klipp und klar als Systemfeind bezeichnet hat. Für uns ist klar: Parteien oder Personen, die die Demokratie und Menschenrechte abschaffen wollen, können nicht Partner für politische Kooperation auf kommunaler Ebene sein. Sie sind niemals Kolleginnen und Kollegen, ihre menschenverachtenden Inhalte sind zu bekämpfen.“
Kai Menningmann, für Die Linke in der Bezirksvertretung Wattenscheid ergänzt: „Die demokratischen Kräfte in der Bezirksvertretung Wattenscheid sind jetzt in der Verantwortung gemeinsam eine klare Abgrenzung gegenüber antidemokratischen Positionen zu wahren.“«