Archiv für den Monat: September 2026


Dienstag 22.09.26, 15:15 Uhr

„Dieser Tag darf nicht das Ende sein!“ 

von Sabrina Clarke

In Sachsen-Anhalt haben wir gerade gesehen, wohin dieses Land steuert, wenn wir nicht endlich handeln. Dieses Ergebnis steht am Ende einer Entwicklung, in der rassistische und rechtsextreme Positionen über Jahre hinweg immer weiter normalisiert worden sind.

Wir sehen seit vielen Jahren, wie Rassismus in unserem Alltag wieder salonfähiger wird. Wir sehen, wie rassistische und rechtsextreme Positionen zunehmend als legitime politische Positionen behandelt werden, obwohl sie auf Ausgrenzung, Ungleichwertigkeit und Entmenschlichung beruhen.

Wer heute die AfD wählt, wählt keine Protestpartei. Die AfD vertritt rassistische und ausgrenzende Positionen nicht nur rhetorisch, sondern macht sie zum politischen Programm. Sie richtet sich gegen Menschen aufgrund ihrer Herkunft, aufgrund ihrer Hautfarbe oder auch ihres Glaubens. Sie richtet sich gegen queere Menschen, gegen Frauen, gegen Menschen mit Behinderungen und gegen viele andere  marginalisierte Menschen, die von Diskriminierung und Ausschlüssen betroffen sind.

Das ist keine Meinung!

Rassismus ist keine Meinung!
Rechtsextremismus ist keine Meinung!
Faschismus ist keine Meinung!

Aber wir müssen auch ehrlich sein: Auch ohne die AfD in der Regierung ist Politik in diesem Land längst von rassistischen und menschenfeindlichen Strukturen geprägt.

Wenn Integrationsangebote eingeschränkt werden, während gleichzeitig Integration eingefordert wird. Wenn soziale Sicherungssysteme unter Druck geraten und diejenigen die Folgen zuerst spüren, die ohnehin am wenigsten haben. Wenn migrantisierte Menschen in politischen Debatten immer wieder zu Sündenböcken gemacht werden.

Dann müssen wir darüber sprechen, wer von dieser Politik profitiert und warum politische Debatten so geführt werden, dass nicht die Verteilung von Reichtum und Macht, sondern migrantisierte Menschen als Problem dargestellt werden und warum Menschen immer wieder gegeneinander ausgespielt werden.

Und wir müssen auch darüber sprechen, was diese Politik konkret bedeutet: für Menschen, die nachts aus ihren Wohnungen oder Unterkünften geholt werden. Für Familien, die auseinandergerissen werden. Für Kinder, die bei Abschiebungen aus dem Schlaf gerissen werden. Für Schwarze Menschen und People of Color, die Rassismus nicht als eine abstrakte politische Debatte kennen, sondern als eine gesellschaftliche Realität, die unseren Alltag, unsere Lebenswege und unsere Möglichkeiten prägt.

Das passiert hier. Und es betrifft ganz konkret das Leben von Menschen.

Deshalb ist jetzt die Zeit zu handeln.
Nicht irgendwann.
Sondern jetzt.

Denn es lohnt sich, für eine gerechtere und freiere Gesellschaft zu kämpfen – eine Gesellschaft, in der Herkunft nicht über Lebenschancen entscheidet und in der Sicherheit kein Privileg ist, sondern ein Recht, das für alle gilt.

Wir sind es leid.

Wir sind es Leid, jahrelang zu erklären, was Rassismus ist, und dann zu hören, wir würden übertreiben.

Wir sind es Leid, zuzusehen, wie über uns gesprochen wird, ohne dass mit uns gesprochen wird.

Wir sind es Leid, dass man uns erst dann zuhört, wenn es zu spät ist – wenn schon wieder jemand von unseren Brüdern und Schwestern getötet wurde.

Denn Schwarze Leben zählen.

Oury Jalloh.
Nelson
Mouhamed Lamine Dramé.

Ibrahima Barry

Lorenz A. 

Yosef

Priscille

Das sind nur wenige Namen unserer Schwarzen Brüder und Schwestern, die getötet wurden – und deren Tod uns jeden Tag daran erinnert, dass Rassismus nicht nur aus Worten besteht. Er kann über Leben und Tod entscheiden.

Schwarzes Leben zählt! Wir müssen dafür kämpfen, dass Schwarzes Leben und das Leben von People of Color geschützt wird – jeden Tag, in unseren Institutionen, in unseren Städten und in dieser Gesellschaft.

Wir sind es leid, immer wieder erklären zu müssen, dass Rassismus kein individuelles Missverständnis ist, sondern gesellschaftliche Macht hat.

Und trotzdem stehen wir heute hier.

Weil wir wissen: Wer aufhört zu kämpfen, überlässt das Feld denen, die menschenverachtende Ideologien verbreiten und weitertragen.

Lasst uns deshalb eine Sache klarstellen:

Rassismus ist kein Randphänomen!

Er ist kein Ausrutscher. Keine Entgleisung einzelner. Kein Problem, das irgendwo weit draußen am Rand dieser Gesellschaft stattfindet, sondern tief in unserer Mitte verankert ist.

Rassismus findet dort statt, wo Behörden darüber entscheiden, wer bleiben darf und wer nicht. In Personalabteilungen, die entscheiden, wer eingeladen wird und wer nicht. In Klassenzimmern, in den Nachrichten, in unseren Gesetzen und in den Blicken auf der Straße.

Und genau deshalb tragen wir alle Verantwortung.

Wir alle leben in diesen gesellschaftlichen Verhältnissen und entscheiden jeden Tag mit darüber, ob wir bestehende Verhältnisse reproduzieren oder anfangen, sie zu verändern. 

Verantwortung bedeutet nicht, dass wir alle dasselbe tun oder dieselben Möglichkeiten haben. Aber niemand kann sich darauf zurückziehen, und meinen mit Rassismus nichts zu tun zu haben. 

Wir – Schwarze Menschen und People of Color – sagen das nicht erst seit gestern.

Wir sagen es seit Jahrzehnten.

Unsere Eltern haben es gesagt.
Unsere Großeltern haben es gesagt.

Und trotzdem müssen wir es immer wieder neu beweisen, immer wieder neu belegen, immer wieder neu erklären, als müsste unsere Erfahrung erst durch Institutionen beglaubigt werden, bevor sie als Wissen ernst genommen wird.

Aber unsere Geschichte ist Wissen.
Unsere Erfahrungen sind Wissen.
Unsere Kämpfe sind Wissen.

Und dieses Wissen ist nicht dafür da, immer wieder nur zu erklären, warum diese Gesellschaft so ist, wie sie ist. Es ist auch eine Grundlage dafür, zu verändern, was ist.

Deshalb darf das, was heute hier passiert, nicht bei diesem einen Tag bleiben.

Wir müssen aus unserer Wut Organisation machen. Aus unserer Solidarität müssen Strukturen entstehen. Und aus diesen Strukturen muss die Kraft wachsen, mit der wir Veränderungen durchsetzen.

Denn niemand wird uns diese Veränderung schenken. Wir müssen sie gemeinsam erkämpfen.

Und an alle, die nicht selbst von Rassismus betroffen sind, aber heute hier stehen:

Solidarität ist kein Zuschauerplatz.

Solidarität heißt nicht, mitzulaufen und sich hinterher dabei gut zu fühlen.

Solidarität heißt, zuzuhören, Verantwortung zu übernehmen, Ressourcen zu teilen und Strukturen zu unterstützen. Die eigene Stimme dort einzusetzen, wo sie gebraucht wird. Raum abzugeben, statt ihn zu verwalten. Und nicht wegzusehen, wenn es unbequem wird, sondern gerade dann hinzusehen.

Wir werden diese Gesellschaft nicht verändern, indem wir einmal im Jahr laut sind und uns danach wieder zurückziehen.

Wir verändern sie, indem wir dranbleiben, uns organisieren und aus unserer Verbindung dauerhafte Handlungsmacht machen.

Deshalb: Unterstützt die Vereine, Organisationen und Schwarzen Initiativen, die seit Jahren für die Rechte von migrantisierten Menschen und für Gerechtigkeit kämpfen und heute stärker unter Druck stehen. Unterstützt diejenigen, die Anti-Schwarzen Rassismus sichtbar machen, Fälle dokumentieren, Betroffene beraten, politische Bildung leisten und Schwarze Menschen und People of Color organisieren.

Spendet, wenn ihr könnt.
Werdet Mitglied, wenn ihr könnt.
Gebt eure Zeit, wenn ihr sonst nichts geben könnt.

Aber lasst uns nicht nur bestehende Strukturen unterstützen. Lasst uns auch selbst Strukturen schaffen, in denen wir uns dauerhaft organisieren, Wissen weitergeben und gemeinsam handlungsfähig werden.

Wir sind heute hier, weil wir uns weigern, diese Entwicklung einfach hinzunehmen.

Aber dieser Tag darf nicht das Ende sein.

Er muss ein Anfang sein.

Für mehr Verbindung.
Für mehr Organisierung.
Für mehr Handlungsmacht.

Gegen Rassismus.
Gegen Rechtsextremismus.
Gegen jede Form von Unterdrückung.

Denn wir alle sind erst dann wirklich frei, wenn jeder Mensch wirklich frei leben kann.

Danke.


Dienstag 22.09.26, 15:13 Uhr
Viva la Musica - enteignet Vonovia

Vonovia schrieb an den „lieben Herrn Lukat“

Die Stadt Bochum hat im August diesen Jahres der Musik- und Aktionsgruppe „Lebenslaute“ verboten, im Kunstmuseum aufzutreten. Sie durfte den bereits gemieteten Saal des Museum nicht nutzen, weil sie nicht bereit war, von ihrer Aktion „Viva la Musica – enteignet Vonovia“ Abstriche zu machen. Bisher gingen die meisten Menschen davon aus, dass dies eine verunglückte Gefälligkeit der Stadtspitze gegenüber Vonovia war. Ein Milliarden schwerer DAX-Konzern sollte an seiner Spitze Leute haben, die wissen, dass Verbote – wie auch in diesem Fall – sehr oft genau zu der großen Öffentlichkeit führen, die verhindert werden soll. Weit gefehlt. Vonovia beschwerte sich beim „lieben Herrn Lukat“ über den auf der Webseite des Museum angekündigten Lebenslaute-Auftritt.

mehr…

Dienstag 22.09.26, 11:47 Uhr

Juno and their Future Sounds of Nowhere

Am 29. und 30. September 2026 feiert die Bochumer Künstlerin Juno die Veröffentlichung ihres Debütalbums „mit einer intimen Listening-Session-Premiere über Tonbandgerät“ in der BASTION, dem Kleinsten Kino Bochums“. Dazu schreibt das Kino: »Juno and their Future Sounds of Nowhere nimmt uns mit auf eine Reise an die Peripherien der Poplandschaft, irgendwo zwischen Post Rock, Minimal Music und Elektronica.

mehr…

Dienstag 22.09.26, 09:49 Uhr

Lass uns drüber reden

Am Freitag findet die nächste Veranstaltung der Reihe „HAMME IM GESPRÄCH – Die offene Dialogreihe im Stadtteil“ statt. Der Anspruch ist, dass es sich um einen „offenen Raum für Austausch, Fragen und unterschiedliche Perspektiven“ handelt. Zum Inhalt des nächsten Treffens: »Was bewegt uns politisch – hier im Stadtteil, in der Gesellschaft, in der Welt?

mehr…

Montag 21.09.26, 21:58 Uhr

Demonstration: Bildungswende jetzt!

Am vergangenen Samstag hatte die Bezirksschüler:innenvertretung (BSV) zu einer Demonstration und einer Kundgebung in der Bochumer Innenstadt aufgerufen. Eylül Tuana Öztürk von der BSV erklärte, wie sie das Versagen des Bildungssytems wahrnimmt: „Das System, das uns nur als Zahlen und nicht als Individuen sieht. Das System, das vor der Pubertät von uns verlangt, unseren Lebensweg zu entscheiden. Das System, das unsere Interessen nicht ernst nimmt und auch deswegen keine Flexibilitäten im Lehrplan erlaubt. Wir müssen zeigen, dass wir nicht dumm sind und uns wehren.“ Das vollständige Redeskript.

mehr…

Montag 21.09.26, 20:54 Uhr
Demonstration "Bildungswende jetzt! am 19.9. in Bochum

Dominik Bald, GEW Bochum

Ich möchte meine Rede mit einem Rückblick beginnen: 1957 gelang es der Sowjetunion, als erstem Staat einen Satelliten in die Erdumlaufbahn zu schießen. Damals, zur Hochzeiten des Kalten Krieges zwischen Ost und West, war dies ein Schock für die westlichen Staaten. Hatte der Westen doch immer gedacht, er sei technisch und wissenschaftlich führend.

mehr…

Montag 21.09.26, 20:52 Uhr
Demonstration "Bildungswende jetzt! am 19.9. in Bochum

Eylül Tuana Öztürk, Bezirksschüler:innenvertretung Bochum

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich bin es satt, nicht ernst genommen zu werden. Warum schafft es das Bildungsministerium nicht unsere Beschwerden einzusehen? Ich habe keine Lust, von morgens bis abends in der Schule zu sitzen und danach noch zich Hausaufgaben zu erledigen. Erstmal muss ich ja auch was essen, wenn ich zu Hause bin, weil in der Schule habe ich kein Essen zur Verfügung, sei es weder wegen Zeitstress oder Mangel an Möglichkeiten. Das Bildungsministerium hat ja auch gar nicht genug Geld, jedem Schüler eine kostenlose Mahlzeit anbieten zu können, aber Geld für eine Künstliche Intelligenz, die nicht mal vernünftig funktioniert, gibt es natürlich.

mehr…

Montag 21.09.26, 20:31 Uhr
Demonstration "Bildungswende jetzt! am 19.9. in Bochum

Sebastian Cramer, DGB-Jugend

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich bin Sebastian von der DGB-Jugend Bochum und freue mich, heute hier bei euch zu sein.
Vor elf Tagen wurde die neue PISA-Studie veröffentlicht. Die Ergebnisse sind schlecht – so schlecht wie noch nie seit Beginn der PISA-Erhebungen.
Und was erleben wir seitdem?
Es wird wieder ein Sündenbock gesucht.

mehr…

Montag 21.09.26, 19:54 Uhr

Impressionen vom bunten Bochum

Am gestrigen Sonntagabend haben nach übereinstimmender Einschätzung von Organisator:innen und Polizei ca. 2.500 Menschen für ein buntes Bochum demonstriert. Die Hoffnung der Organisator:innen erfüllte sich, und die meisten Teilnehmer:innen gingen nach der Demonstration nicht nach Hause, sondern überlegten, wie konkretes politisches Handeln jetzt aussehen soll. Die Redaktion bemüht sich, eine Dokumentation der Redebeiträge zu erstellen.

mehr…

Montag 21.09.26, 18:01 Uhr
Doppelkonzert

Klezmer meets Jazz in der Musikschule

Die Musikschule Bochum lädt am Samstag, den 26. September, zu einem Doppelkonzert im Anneliese Brost Musikforum Ruhr, Marienplatz 1, ein: «Um 16 Uhr tritt die Klezmergruppe „Freylekhs“ unter der Leitung von Vitaly Reichert auf. Hier erklingen fröhliche und traurige Melodien aus Osteuropa.

mehr…

Montag 21.09.26, 12:11 Uhr
3. Bochumer Dokumentarfilmfestival

UNLIMITED HOPE 2026

Am 4. Oktober werden die Gewinnerfilme des Fritz Bauer & Raphael Lemkin Menschenrechte Filmpreises bekannt gegeben. Dazu schreibt das Fritz Bauer Forum: »Vom 1. bis 4. Oktober erwartet die Gäste ein höchst spannendes, vielfältiges und internationales Programm, kuratiert von der Kölnerin Caroline Nokel. Gleich fünf Preise im Gesamtwert von 9.000 Euro werden von der BUXUS STIFTUNG, dem BERG INSTITUTE (Madrid) und Ruhrpott für Europa vergeben.

mehr…

Montag 21.09.26, 11:54 Uhr
endstation.kino

WAS HABEN WIR GELACHT

WAS HABEN WIR GELACHT (Trailer) | Ab dem 16. Juli im Kino

Am 26.09., 18.00 Uhr zeigt das Endstation.Kino den Film „Was haben wir gelacht“, bei dem jedenfalls der Einen – vielleicht aber auch dem Anderen – das Lachen im Hals stecken bleibt. »Der Film erzählt die Geschichte des Unterhaltungsfernsehens der 90er Jahre erstmals aus Frauenperspektive.

mehr…

Sonntag 20.09.26, 21:06 Uhr

Jobcenter Bochum kappt Fax-Zugänge

Das Jobcenter Bochum hat im August seine Fax-Nummern abgeschaltet. Der Zugang vor allem für Beratungs- und Betreuungseinrichtungen ist dadurch deutlich erschwert. Es herrscht bundesweit großer Unmut über die zunehmende Abschottung der Jobcenter, bis in die Stadtverwaltungen hinein.

mehr…

Sonntag 20.09.26, 18:09 Uhr
50 Jahre nach dem Militärputsch

Die Erinnerungskultur in Argentinien unter Druck

Am Dienstag, den 22. September lädt das Fritz Bauer Forum um 18 Uhr zu einer Veranstaltung über die Situation der Erinnerungskultur in Argentinien ein: »Die Erinnerung an den Militärputsch und die zivil-militärischen Verbrechen danach sind weiterhin ein zentrales politisches Thema in Argentinien. Die Militärjunta war verantwortlich für systematische Folter, staatlichen Terror und das Verschwindenlassen von über 30.000 Menschen. Organisationen wie die Madres de Plaza de Mayo wurden zu Symbolen des Widerstands und des Kampfes für Wahrheit und Gerechtigkeit.

mehr…

Sonntag 20.09.26, 08:34 Uhr
GET ACTIVE Heft für die heutige Demo & Camp-Programm

Wann, wenn nicht jetzt? 1

Die Demonstration heute Abend startet um 17.30 Uhr vor dem Hauptbahnhof. Es gibt eine recht kurze Route zum Rathaus. Hier findet der Schwerpunkt der Demonstration statt. Die Teilnehmer:innen können sich informieren, welche Möglichkeiten bereits existieren, selber aktiv zu werden. Sie können auch neue Verabredungen für Aktivitäten treffen. Ein GET ACTIVE Heft wird an die Teilnehmer:innen verteilt, das nachfolgend zusammen mit dem Programm des bis Dienstag stattfindenden Camps zu finden ist.

mehr…

Samstag 19.09.26, 19:48 Uhr

Schulstreik gegen Wehrpflicht

Am kommenden Freitag, den 25. 9. um 9.00 Uhr startet auf dem Buddenbergplatz die nächste Schulstreik-Demo in Bochum. Das Motto: „Die Reichen wollen Krieg – die Jugendlichen Zukunft“ Im Aufruf heißt es: »Die Wehrpflicht soll wieder eingeführt werden, um Deutschland „wieder kriegstüchtig“ zu machen. Jetzt schon müssen alle Jungs, die ab 2008 geboren worden sind, die Musterungsbriefe beantworten – sonst gibt es Geldstrafen.

mehr…

Samstag 19.09.26, 09:38 Uhr

Der 7. Oktober und der Krieg in Gaza

Das Hattinger Forum für Demokratie lädt am Sonntag, 27. September um 15:00 Uhr zu einer Vortragsveranstaltung ein: »Ein weiteres Mal nähert sich das Demokratieforum dem Konflikt Israel – Palästina an. Zu Gast ist dieses Mal Dr. Muriel Asseburg, Nahostexpertin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Sie geht in ihrem Vortrag auf den Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Krieg Israels im Gazastreifen ein.

mehr…

Samstag 19.09.26, 08:53 Uhr
Film über Untiefen staatlicher Behörden

Staatsschutz

STAATSSCHUTZ (Deutscher Kinotrailer) - Chen Emilie Yan, Julia Jentsch, Alev Irmak

Ab 23.09. zeigt das EndstationKino den Film „Staatsschutz“ und schreibt in der Ankündigung: »Ein rassistischer Anschlag auf die Staatsanwältin Seyo Kim verändert ihr Leben grundlegend. Der Täter ist nicht bekannt, doch ihre Behörde untersagt ihr, Ermittlungen aufzunehmen.

mehr…

Freitag 18.09.26, 14:58 Uhr
Programm zu: feminist futures II

Das Kulturprogramm zur Konferenz

Das dezentrale Kulturprogramm findet Freitagabend, 25.09.2026, an verschiedenen Orten in Bochum statt. Alle Veranstaltungsangebote sind kostenfrei & für Konferenzteilnehmende sowie für Interessierte aus der Stadtgesellschaft geöffnet. Die Organisatorinen vom Marie Jahoda Center schreiben: »Kommt vorbei, vernetzt euch und habt einen guten Abend zusammen!

mehr…

Freitag 18.09.26, 11:30 Uhr

Fahrradtour „Zwangsarbeit in Bochum“

In Kooperation mit der VHS bietet das Bündnis gegen Rechts seit ca. 5 Jahren Fahrradtouren zu Stätten ehemaliger Zwangsarbeiterlager in Bochum an. Die nächste Tour findet statt am 26. September.

mehr…

Freitag 18.09.26, 10:06 Uhr
Linke fordert

Drei Mio. Euro VBW-Gewinn für Sozialwohnungen statt Ausschüttung 1

Die Ratsfraktion Die Linke hat gestern im Ausschuss für Beteiligungen und Controlling (ABC) beantragt, drei Millionen Euro aus dem Gewinn der VBW in den Bau öffentlich geförderter Wohnungen zu investieren und nicht als Gewinne an die Eigentümerinnen Stadtwerke, Sparkasse und Vonovia auszuschütten. Der Bilanzgewinn beträgt 10.076.478,79 Euro. Die verbleibenden 7.076.478,79 Euro sollen wie vorgesehen den freien Rücklagen zugeführt werden.

mehr…

Donnerstag 17.09.26, 20:56 Uhr
GEW-Aktion zum Internationalen Tag der Demokratie

Demokratie trainieren – Haltung zeigen

Am Internationalen Tages der Demokratie führte die GEW Bochum am Mittwoch eine Demokratie-Aktion auf dem Husemann-Platz durch. Die Aktion richtete sich insbesondere an Beschäftigte im Bildungsbereich, aber auch alle anderen Bochumerinnen und Bochumer waren herzlich eingeladen bei einer Fotoaktion mit einer riesigen „Demokratie-Hantel“ oder einem Demokratiequiz mitzumachen.

mehr…

Donnerstag 17.09.26, 18:32 Uhr

Die Kulturlinie 308/318

Hier sind die kommenden Veranstaltungen im Rahmen der Kulturlinie 2026:

Freitag, 11. und Samstag, 12. September: Ausstellung: „Der Fluss drückt von unten“ – Gänsebahnhof, Otto-Wels-Platz 139

Samstag, 12. September: Performative Lesung: „Susan Sontag, meine Mutter und Ich“, OskarKulturhaus, Oskar-Hoffmann-Str. 25

mehr…

Donnerstag 17.09.26, 17:53 Uhr
Ausstellung in der showroom-Kunst-Halle

80 Jahre VVN-BdA Bochum

Aus Anlass ihres 80-jährigen Bestehens startet die VVN-BdA am Samstag, 19.9. von 16:00 bis 18:00 ihre Ausstellung über 80 Jahre antifaschistische Aktivitäten.

Die Ausstellung ist bis zum 4.10. und Freitags von 16:00 bis 19:00, Samstags von 16:00 bis 18:00 und Sonntags von 15:00 bis 19:00.

mehr…

Donnerstag 17.09.26, 17:26 Uhr
Her mit dem ganzen Leben!

feminist futures II: Feministisch vergesellschaften

Vom 25. bis 27. September kommen mehr als 1200 Teilnehmer*innen aus 22 Ländern zur internationalen Konferenz „Feminist Futures II“ an die Ruhr-Universität Bochum.

Im Mittelpunkt stehen Fragen, die auch für Bochum und die Region unmittelbar relevant sind: bezahlbares Wohnen, Kitas, Pflege, Gesundheitsversorgung und die Frage, wie soziale Infrastruktur solidarisch organisiert werden kann.

mehr…

Donnerstag 17.09.26, 17:09 Uhr
G.A.R.T.E.N.

GegenwartsAneignung: Räume, Teilhabe, Erinnerung & Neuordnung

Bereits seit Samstag, 12.9.26 ist ein wilder Garten am Springorum-Radweg in Bochum-Süd ein Ausstellungsraum.

Sieben künstlerische Positionen, wie Gärten im Ruhrgebiet Migrationsgeschichte erzählen, werden gezeigt. Die Ausstellung läuft noch bis Sonntag, den 20. September.

mehr…

Mittwoch 16.09.26, 14:08 Uhr

Wir verdienen mehr! Frauen im Profifußball

Das Bezirksjugendwerk der AWO Westliches Westfalen und das Fanprojekt Bochum laden im Rahmen der „Fußballkulturtage NRW“ am 23.09.2026 um 18:30 gemeinsam zu einer Lesung mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema „Wir verdienen mehr! Frauen im Profifußball“ in die KoFabrik Bochum ein und schreiben zum Inhalt:

mehr…

Mittwoch 16.09.26, 13:33 Uhr
Lesung mit Reyhan Şahin und Ronya Othmann

Intersektional. Feministisch.

Auf Einladung der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus (FaTRex) lesen Prof. Dr. Reyhan Şahin aka Lady Bitch Ray und Ronya Othmann am 23. September im Bahnhof Langendreer aus ihren Werken und sprechen über Widerstand, Solidarität und gesellschaftliche Teilhabe.

mehr…

Mittwoch 16.09.26, 12:20 Uhr
EvH fordert zum Dialog auf

Teilhabe in Gefahr?

»Wie zukunftsfähig ist unser Sozialstaat und was bedeuten die geplanten Reformen für Menschen mit Behinderungen?« Unter dieser Fragestellung lädt die Evangelische Hochschule (EvH) zu einer hochkarätigt besetzten Diskussionrunde mit Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und von Behindertenverbänden ein.

mehr…

Dienstag 15.09.26, 14:08 Uhr
Gedenktag für die Opfer des Faschismus

Erinnerung an ermordete Widerstandskämpfer

Dieser Gedenktag, der bereits 1947 eingeführt wurde, wird heute nur noch in wenigen Städten in Deutschland am 2. Sonntag im September begangen.

In vielen Orten wurde die Erinnerung durch die Repressionen der Politik gegen die VVN ab Ende 1959 eingestellt. Damals wurden einzelne Landesvereinigungen der VVN verboten und die Bundesregierung stellte den Antrag, die Verfassungswidrigkeit der VVN festzustellen.

mehr…

Dienstag 15.09.26, 09:55 Uhr
In der Veranstaltungsreihe "Bochum hört sich zu – Sprechen & Zuhören"

Wie weiter mit der Wehrpflicht?

Der DGB Region Ruhr-Mark führt die Veranstaltungsreihe „Bochum hört sich zu – Sprechen & Zuhören“ zu verschiedenen Themen durch und lädt am 22. September 2026 zur nächsten Ausgabe ins U27 nach Bochum-Gerthe ein. Im Mittelpunkt steht diesmal die Frage: „Wie geht es mir mit dem Thema Wehrpflicht?“

mehr…

Dienstag 15.09.26, 09:24 Uhr

Bochum bleibt bunt – für ein gutes Leben für alle!

„Bochum bleibt bunt für ein gutes Leben für alle – zusammen aktiv gegen Rechtsruck & Sozialabbau“ so lautet das Motto für eine Demonstration mit anschließendem Camp und Ständen am Rathaus für den kommenden Sonntag, 20. September. Der Aufruf der Aktion: »Weißt du schon, was du am 20.09. machst, wenn die AfD in Mecklenburg Vorpommern vermutlich stärkste Partei wird?

mehr…

Montag 14.09.26, 22:14 Uhr
Pressemitteilung der Linken zu den Ordnungsrufen gegen Cansin Köktürk

Haltung zeigen auch im Bundestag

Am vergangenen Freitag kam es im Bundestag zu einem heftigen Disput, in dessen Folge die Bochumer Abgeordnete der Linken, Cansin Köktürk, mit Ordnungsrufen dafür ausgezeichnet wurde, dass sie die gegen Migrant*innen gerichtete Rede des AfD Abgeordneten René Springer nicht kommentarlos hinnahm. Auf seine Aussage „… dann werden wir dafür sorgen, dass bei denjenigen 150 000 in unserem Land, die beispielsweise mit einem Haftbefehl gesucht werden, aber zugleich Anspruch auf Grundsicherungsleistung haben, nur noch eins passiert, wenn sie ins Jobcenter kommen, nämlich die Handschellen klicken und kein einziger Euro mehr bezahlt wird.“ antwortete laut Bundestagsprotokoll Cansin Köktürk: „Wer sind Sie, dass Sie von Handschellen sprechen?“ und „Was ist das? Was ist das für eine rassistische Scheiße?“

mehr…

Montag 14.09.26, 14:37 Uhr

Ferdinand von Schirachs Gott

Am kommenden Sonntag, 20. September, läuft im Kino Endstation um 11 Uhr ein Film zu Freitod und Sterbehilfe mit anschließendem Publikumsgespräch: »Der 78-jährige ehemalige Architekt Richard Gärtner möchte seinem Leben ein Ende setzen.

mehr…