Das Projekt Botopia lädt am Dienstag, den 21.2.um 19:30 Uhr im Cafe Eden, Herner Str. 13 zu einer Veranstaltung mit Frauke Burgdorff ein zum Thema „Gemeinwohlorientierte Immobilien“: »Nachdem seit vielen Jahren viele Städte – so auch Bochum – durch eine einseitige Orientierung auf ökonomische Gewinne geprägt sind, gibt es nun eine wachsende Gegenbewegung. Nachbarschaften entdecken wieder der Gemeinsame. Viele Menschen suchen nach einem Mehrwert für die Gemeinschaft und wollen bei der Gestaltung ihrer Städte mitreden und mitmachen. Hier setzt die Idee gemeinwohlorientierter Immobilien an. mehr…
Das Kuratorium „Stelen der Erinnerung“ wird am Sonntag, den 19. Februar um 14:00 Uhr am Betti-Hartmann-Platz vor dem Wattenscheider Rathaus der jüdischen Wattenscheider Schülerin, die mit 15 Jahren in Auschwitz ermordet worden ist, aus Anlass ihres Geburtstags bei einer kleinen Gedenkfeier ein Gesicht geben. An diesem 19. Februar wäre Betti Hartmann 90 Jahre alt geworden. Schüler*innen der Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule und der Märkischen Schule Wattenscheid hatten die Todesurkunde von Betti Hartmann von einer Studienfahrt nach Auschwitz mitgebracht.
Unglaublich, wie viel Zustimmung die Aktion von Terre des Hommes, vom Dritte-Welt-Laden Wattenscheid und dem Friedensplenum gestern im Bochumer Tierpark fand. 172 Kinder und Erwachsene setzten mit einem roten Handabdruck ein Zeichen gegen den militärischen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. In hunderten von Gesprächen verurteilten die Tierparkbesucher ganz besonders die Waffenexporte, an denen in Deutschland verdient wird und die Anderen den Tod bringen. Auch die Werbung der Bundeswehr, die sich an Minderjährige richtet, wurde immer wieder kritisiert. Zur Fotogalerie der Aktion.
Am Freitag, den 10. März und am Samstag, den 11. März findet an der Bochumer Ruhr-Uni eine Konferenz „Aufstehen gegen Rassismus! – Gemeinsam gegen die AfD“ statt. In der Einladung der Kampagne „Aufstehen gegen Rassismus!“ heißt es: »Die AfD versucht Fuß zu fassen und die anderen Parteien vor sich her zu treiben. Der Nazi-Flügel um Björn Höcke gewinnt an Einfluss, andere in der AfD versuchen, den Anschein der Bürgerlichkeit zu wahren. Die AfD will das Jahr 2017 nutzen, um in drei weitere Landtage und in den Bundestag einzuziehen. Dem wollen wir etwas entgegen setzen. Wir wollen der AfD so wenig Bühne wie möglich im öffentlichem Raum lassen. Wir wollen den Menschen in unserem Umfeld Argumente gegen die AfD, ihren Rassismus und ihr reaktionäres Gesellschaftsbild an die Hand geben. Dafür müssen wir uns vorbereiten, organisieren, informieren und koordinieren. Bei unserer Aktivenkonferenz wollen wir uns genau diese Möglichkeit bieten. mehr…
Am Montag läuft um 22:45 Uhr in der ARD die Dokumentation “Sicherheit außer Kontrolle – Das zweifelhafte Geschäft der Sicherheitsdienste“. Das Team, das die Sendung produziert hat, war auch in Bochum, um zu dem Security-Skandal rund um die Firmen RSD Sicherheit und Westturm in den Bochumer Flüchtlingsunterkünften zu recherchieren. Hier waren im vergangenen Jahr Beschäftigte dieser “Sicherheitsâ€firmen, die für Flüchtlingslager in Bochum zuständig waren, an die Öffentlichkeit gegangen. Sie klagten darüber, dass sie den ihnen zustehenden Lohn nicht erhalten haben. Hierbei kamen einige Fragwürdigkeiten ans Licht. In einem Bericht des Rechnungsprüfungsausschusses des Rates wurde ein “Behördenversagen in einem bisher ungeahnten Ausma߆deutlich, so Horst Hohmeier in einer Pressemitteilung der Ratsfraktion der Linken. Dem Vernehmen nach hat sich OB Eiskirch geweigert, den JournalistInnen ein Interview zu geben. Wir dürfen gespannt sein, ob diese Strategie erfolgreich war oder ob der Bochumer Skandal in der Sendung Erwähnung findet. Näheres zum Hintergrund des Skandals.
Freitag 10.02.17, 16:23 Uhr
Aktion von Terre des Hommes und Friedensplenum im Tierpark
Am Sonntag beteiligen sich die Bochumer Gruppe von Terre des Hommes und das Bochumer Friedensplenum ab 11 Uhr mit einer Aktion im Bochumer Tierpark am weltweiten „Red Hand Day“. Der 12. Februar ist der Tag, an dem weltweit mit roten Handabdrücken Zeichen gesetzt werden gegen den Missbrauch von Kindern als SoldatInnen. Weltweit werden in bewaffneten Kämpfen rund 250 000 Kinder als SoldatInnen eingesetzt und zum Kämpfen gezwungen. Die Forderungen des Deutschen Bündnis Kindersoldaten richten sich auch an deutsche PolitikerInnen: Keine Waffenexport in Gebiete, in denen KindersoldatInnen eingesetzt werden, keine Rekrutierung Minderjähriger in die Bundeswehr und keine Bundeswehrwerbung bei Kindern und Jugendlichen. Die BesucherInnen werden am Sonntag im Tierpark um ihren roten Handabdruck als Zeichen gegen den Einsatz von KindersoldatInnen und für die Umsetzung der internationale Schutzverpflichtungen auch in Deutschland gebeten. In einem Flyer werden die Hintergründe der Aktion erläutert. mehr…
Am nächsten Mittwoch, den 15.2. lesen Simone Barrientos und Leander Sukov um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer aus Abschiebebescheiden. In der Einladung heißt es: »Sie fliehen vor Krieg, Verfolgung und Elend und richten ihre Hoffnungen auf Europa. Deutsche Ämter und Gerichte aber beurteilen die Lage auf ihre Weise. Kalt und unbarmherzig verweigern sie Asyl und Duldung. Barrientos und Sukov lesen ihre Begründungen vor, und lesen aus den Lebensberichten der Geflüchteten. Eine literarische Lesung papiergewordener Ignoranz und Menschenverachtung. Nicht ohne Zorn vorgetragen.“Die zwangsweise Rekrutierung als Talibankämpfer ist zuzugeben. Dies allein ist jedoch kein flüchtlingsrelevantes Merkmal“ mehr…
Die Antifaschistische Linke Bochum schreibt: »Am vergangenen Samstag, den 04.02.2017, fand in der Bochumer Innenstadt eine Kundgebung der Partei “Die Republikaner†statt. Ihre Kundgebung ist weitestgehend durch einen Gegenprotest von rund 100 Menschen übertönt worden. Bereits zu Beginn des Jahres kündigte Branco Barkic an, eine weitere Kundgebung unter dem Pegida Ableger Daskut durchzuführen. Die Bedeutung des Ablegers Daskut, hat sich seit dem letzten öffentlichen Auftritt von “Deutschland asylfreie Schulen, Kindergärten und Turnhallen†in “Deutschland am Scheidepunkt Kultur und Tradition†geändert. Nachdem die letzten beiden Kundgebungen durch Branco Barkic kurzfristig abgesagt wurden, war zuvor nicht klar, ob erneut eine Kundgebung stattfinden wird. Wenige Wochen zuvor ist Branco Barkic in die Partei Die Republikaner eingetreten. Augenscheinlich scheint Barkic zudem die Facebookpräsenz des lokalen REP-Verbandes zu betreuen. Die Parteimitgliedschaft von Barkic führte zudem dazu, dass die Kundgebung am 04.02. offiziell als NRW-Wahlkampfauftakt der Republikaner beworben wurde. mehr…
Die Bochumer GEW schreibt: »Die Tarifrunde für den öffentlichen Dienst im Länderbereich 2017 ist bisher in zwei Verhandlungsrunden ergebnislos verlaufen. Der Arbeitgeberverband des öffentlichen Dienstes der Länder (TD-L) hat noch nicht einmal ein Angebot vorgelegt. Deshalb ruft die GEW ihre Mitglieder, die beim Land Nordrhein-Westfalen beschäftigt sind und in den Wirkungsbereich des TV-L (Tarifvertrag der Länder) fallen, für den 9. Februar 2017 zum Warnstreik in Düsseldorf auf. mehr…
Mittwoch 08.02.17, 18:24 Uhr
Krimi-Lesung am Valentinstag unter dem Sternenhimmel
Zum Valentinstag am Dienstag, dem 14. Februar lädt das Bochumer Planetarium um 20 Uhr zu einer AutorInnenlesung unter den Sternenhimmel ein. Reinhard Junge und Christiane Bogenstahl aus Bochum, oder genauer aus Wattenscheid, schreiben nicht nur gemeinsam Kriminalromane, sondern sind – passend zum Valentinstag – auch im richtigen Leben ein Paar. In der Einladung heißt es: »Die Besucher sind eingeladen, gemeinsam mit den Autoren und dem Kamerateam „Pegasus“ Betrüger, Vergewaltiger und Mörder zu jagen. Bei aller Spannung darf auch gelacht werden, wenn zu erfahren ist, welche skurrilen Opfer die Liebe manchmal fordert. Die Autoren lesen Kapitel aus den Krimis „Achsenbruch“ und „Datengrab“ sowie „Tödliche Texte“, die unglaubliche Story über einen Autor, der mehr Herzen als Verkaufserfolge bricht – für Männer ab 40 nur mit Herztropfen und an der Hand ihrer Liebsten zu ertragen. mehr…
An diesem Samstag wird es ab 18 Uhr einen Kneipenabend im Sozialen Zentrum Bochum von den ‚tierbefreiern Bochum‘ geben. Sie schreiben dazu: »Die tierbefreier Bochum veranstalten eine Solikneipe für Tierrechte und Tierbefreiung.
„Wir wollen interessierte Menschen einladen, sich mit uns und untereinander über Tierbefreiung und andere soziale Kämpfe auszutauschen. Leckere Curryvurst (Das Essen kann auch mitgenommen werden, wenn ihr Verpackung mitbringt) und Soligetränke sind auch am Start. Mal abseits der Demos sich treffen und Spaß haben, bei entspannter Atmosphäre mit Musik hören, tanzen und kickern!…“ mehr…
Am 16. Februar startet an sieben Abenden in Folge ein neuer DGB/VHS-Kurs zum Thema “Hartz IV und Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter voller Erwerbsminderungâ€. Die Zahl der Hartz IV-Bedarfsgemeinschaften ist im vergangenen Jahr kontinuierlich gestiegen (um etwa 1.000 auf mehr als 23.000). Auch die Zahl der Widersprüche und Klagen bleibt auf hohem Niveau – oftmals erfolgreich. Viele Menschen, die bei uns Zuflucht gefunden haben sind jetzt auch in dieses System eingegliedert. In der Ankündigung heißt es: «Im 13. Jahr schon bietet das Projekt „Arbeit und Leben“ von DGB und Volkshochschule an sieben Donnerstagen einen fortlaufenden kostenfreien Kurs an. Der Kurs ist seit Anbeginn immer sehr gut besucht. Einige ehemalige Teilnehmende haben sich seitdem in der „ehrenamtlichen“ Beratung engagiert. mehr…
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten des Landes NRW am kommenden Donnerstag,den 9. 2. zu einen ganztägigen Warnstreik auf. Damit soll der Druck auf die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) erhöht werden. Aus Bochum und Herne werden sich sechs Busse auf den Weg in die Landeshauptstadt machen. Beschäftigte der Ruhr-Universität, der Hochschule Bochum, der Hochschule für Gesundheit, des Amtsgerichts, des Landgerichts sowie der Staatsanwaltschaft werden an der zentralen Demonstration und Kundgebung am kommenden Donnerstag vor dem Landtag in Düsseldorf teilnehmen. Redner ist u.a. der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. mehr…
Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat vor einer schleichenden Privatisierung der heimischen Autobahnen gewarnt. Bundes- und Landtagsabgeordnete aus Bochum sollten sich jetzt in Berlin gegen entsprechende Pläne starkmachen, fordert die Gewerkschaft. „Die Autobahn gehört zur öffentlichen Infrastruktur und darf auf keinen Fall den Gewinninteressen einzelner untergeordnet werden“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Heinz Wessendorf. Allein in Nordrhein-Westfalen stehe langfristig die Zukunft von 2.200 Autobahn-Kilometern auf dem Spiel. „Kein einziger davon darf privatisiert werden. Privat-Autobahnen wären eine Milchmädchenrechnung zulasten der Autofahrer und Steuerzahler“, so Wessendorf. mehr…
Die Vorsitzende des Beirats bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Bochum Heidi Hopkins mahnt einen dringender Handlungsbedarf an, weil in Bochum „im Eiltempo“ Grün verschwindet und eine „Landschaftsversiegelung ungeahnten Ausmaßes“ stattfindet. In einem Brief an den Rat schreibt sie: »Der Naturschutzbeirat begrüßt außerordentlich die Teilnahme der Stadt am Förderprogramm „Grüne Infrastruktur“ und regt in diesem Zusammenhang schon heute einen fundamentalen und umgehenden Perspektivwechsel hin zu ökologisch nachhaltiger Stadtentwicklung in Bochum an, bei der Schaffung und Erhalt von Grünstrukturen eine vorrangige Stellung einnehmen. mehr…
Das endstationKino kündigt an: »Ab Donnerstag, den 09.02 ist im endstation.kino der Dokumentarfilm From Business To Being zu sehen. Der Film erzählt die Geschichte dreier Führungskräfte, die sich auf die Suche nach Wegen aus dem „Hamsterrad des Getriebenseins“ gemacht haben: Ein ehemaliger Investmentbanker bei Lehman Brothers, ein Großprojektmanager der Automobilindustrie und ein Gebietsverantwortlicher der „dm“ Drogeriemarktkette. Ihre Motivation: der Wunsch nach mehr Begeisterung, Sinnhaftigkeit und Authentizität bei ihrer Arbeit. Einfühlsam und ohne Tabus gewähren Hanna Henigin und Julian Wildgruber tiefe Einblicke in die Gefühlswelt der sonst so abgeriegelten Welt der Business-Leader und gehen der Frage nach, inwieweit die Krisen der heutigen Arbeitswelt Bewusstseinskrisen sind. Können Meditation und Bewusstseinstraining dabei helfen, sich von stresserzeugenden Denk- und Handlungsmustern zu befreien und zu sich selbst zu finden? mehr…
Der Bochumer Jugendring schreibt: »Das Kommunale Integrationszentrum und der Kinder- und Jugendring haben sich 2015 erfolgreich mit dem Projekt „Farbe bekennen – Demokratie leben“ beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beworben und den Auftrag erhalten, im Zeitraum von 2015 bis 2019 demokratische Ansätze zu stärken und Projekte für Vielfalt und Toleranz in Bochum durchzuführen. Am Freitag, 03. Februar 2017 hat der Begleitausschuss des Projektes „Farbe bekennen – Demokratie leben“ getagt und Veranstaltungen und Aktionen für 2017 geplant. Im Begleitausschuss arbeiten Vertreter von Gewerkschaften, von Religionsgemeinschaften, von Parteien, von Initiativen und von verschiedenen Ämtern der Stadt Bochum mit. Der Begleitausschuss verfügt über einen Aktionsfond, der vom Ministerium auf 39.000 € für 2017 aufgestockt worden ist. Mit diesem Budget werden zunächst einmal 20 ganz unterschiedliche Aktionen und Veranstaltungen gefördert. mehr…
SPD und Grüne haben am Mittwoch ein bizarres Theater im Rat aufgeführt und der Linksfraktion vorgeworfen, dass ihr Antrag rechtswidrig sei, in dem gefordert wurde, dass die Verwaltung alle vorhandenen rechtlichen Spielräume nutzen soll, um Abschiebungen aus Bochum in das Bürgerkriegsland Afghanistan zu verhindern. Am Donnerstag hat der Rat der Stadt Düsseldorf, dessen Oberbürgermeister Jurist ist, beschlossen: „Der Rat der Stadt Düsseldorf fordert die Stadtverwaltung auf, bei ausreisepflichtigen abgelehnten Asylbewerber*innen aus Afghanistan im Rahmen sorgfältiger Einzelfallprüfungen die aufenthaltsrechtlichen Möglichkeiten für eine Bleiberechtsperspektive zu prüfen. Das geltende Aufenthaltsrecht bietet die Möglichkeit eines humanitären Aufenthalts oder der Verlängerung der Duldung.“ Hierauf weist Norbert Hermann in einem umfangreichen informativen Leserbrief hin.
Von der Demonstration „Keine Abschiebungen nach Afghanistan“ am Mittwoch wurde eine Fotogalerie erstellt. Wir haben leider vergessen sie im Artikel zu verlinken. Sie war dadurch leider nur in der Handy-Version von bo-alternativ.de öffentlich sichtbar. Pardon! Zur Fotogalerie.
Der Kinder- und Jugendring erinnert in einer Pressemitteilung an sein Projekt „Bochumer Ferienpate“: »Die Ferienbörse des Kinder- und Jugendrings Bochum ist für die Schulferien 2017 aktualisiert worden. Unter der Internetadresse www.jugendring-bochum-ferien.de können Kinder, Jugendliche und Eltern aus zahlreichen Reiseangeboten Freizeiten für alle Altersgruppen zwischen 6 und 26 Jahren auswählen. Die Ferienangebote sind vielfältig und international. Reiseziele gibt es in 12 europäischen Ländern. mehr…
Mehr als 120 Menschen haben heute eine Nazi-Kundgebung der REPs mit Transparenten umlagert und mit Sprechchören, Trillerpfeifen und anderen Lärminstrumenten zwei Stunden lang deren Redebeiträge übertönt. Die zwölf Teilnehmer des „Ruhrgebiets-Wahlkampfauftakts“ der REPs blieben unter sich. Die PassantInnen auf dem Boulevard nahmen nur den lautstarken Protest wahr. Die Redner der REP-Kundgebung spulten die bekannten Parolen von „Asylschmarotzern“ und „Wirtschaftsflüchtlingen“ ab, die dieses Land bedrohen. Ganz besonders originell war die Ankündigung des Wahlprogramms der „REP´s“ für die Landtagswahl NRW: “Unser Programm heißt Deutschland“.
Das Konzept der Antifa-Gruppen und des Bündnisses gegen Rechts, keine Gegendemonstration anzumelden, sondern direkt zur angemeldeten Parteiveranstaltung zu mobilisieren, ging auf. Der Protest konnte direkt an die Veranstaltung ranrücken. Es gab eine ausgesprochen lockere und fröhliche Proteststimmung, die Nazis machten sich lächerlich und die Polizei blieb friedlich. Einen wertvollen Beitrag zu diesem gelungen Nachmittag hat sicherlich der erste Auftritt der Bochumer Initiative Polizeibeobachtung geleistet. Ihr Ziel für die Zukunft kann lauten: Durch Anwesenheit überflüssig sein.
Dass staatliches Handeln Nazi-Aufmärsche um jeden Preis schützt, ist am 1. Mai 2016 in Bochum demonstriert worden. Vielleicht hätten sich die anwesende Ministerpräsidentin, die Landtagspräsidentin, der Oberbürgermeister oder der DGB Landesvorsitzende den Nazis entgegenstellen dürfen – für alle anderen waren die Gefangenentransporte schon vor Ort. Wasserwerfer standen bereit und PolizistInnen mit Pfefferspray-Rucksäcken demonstrierten, dass die Polizei den NPD Aufmarsch durchsetzen wird: Am 1. Mai auf einem Platz, der nach einem von den Nazis ermordeten sozialdemokratischen Gewerkschafter benannt ist – Fritz Husemann.
Kleinste Ansätze, den Nazi-Aufmarsch zu stören, wurden im Keim erstickt. Eine angemeldete Demonstration von Antifas wurde faktisch von Anfang an kriminalisiert und sofort völlig rechtswidrig eingekesselt. Juristisch gesehen erfolgte dann eine mehrstündige Freiheitsberaubung von ca. 500 Menschen. Das Fazit daraus konnte nur sein, dass eine Anmeldung von Gegendemonstrationen in Bochum nicht hilfreich oder sogar kontraproduktiv ist. mehr…
Die Bochumer VVN-BdA berichtet über zwei „Stolpersteinverlegungen“ in Bochum-Werne: »Günter Demnig ist der Künstler, der mit der Schaffung der Stolpersteine Geschichte begehbar machen und den von den Deutschen im Faschismus Ermordeten ein kleines Denk-Mal setzen will. Beide Stolpersteine wurden von der VVN-BdA Bochum gespendet und die Lebensgeschichte der ermordeten Antifaschisten recherchiert. Der Bauarbeiter Stangl wurde 1933 zum Stadtverordneten der KPD gewählt, wegen der bald einsetzenden Verfolgung durch die Nazis musste er ins Ausland fliehen und kämpfte für die spanische Republik. mehr…
In einem Aufruf des Bochumer Bündnisses gegen Rechts heißt es: »Morgen wollen die REP´s ab 14.00 am Kuhhirten auf dem Boulevard auftreten. Wir werden dagegen protestieren. Unser Protest soll zeigen, dass wir Hetze gegen Geflüchtete nicht hören wollen, dass wir nationalistische Töne wie „Unser Volk zuerst“ ablehnen und falsch finden. Auch die angekündigten Unterstützer der REP`S lassen Übles erwarten. VertreterInnen der NPD, von Pro NRW und Pegida NRW sind angekündigt. Auch deren Rassismus trägt zur Diskriminierung von Geflüchteten bei. Grund genug also morgen am Protest teilzunehmen. Da es sich um eine Parteiveranstaltung der REP`s handelt, kann auch niemandem verwehrt werden, sich daran zu beteiligen. Sollte dies aus unterschiedlichen Gründen nicht gelingen (Absperrungen, Zutrittsverbot durch die Polizei o.ä.) haben wir die Chance auf der Straße über den tatsächlichen Charakter dieser rassistischen Gruppierungen aufzuklären.«
Die Bochumer Initiative Polizeibeobachtung wird bei der morgigen Nazi-Kundgebung zum ersten Mal ihre Arbeit aufnehmen. In einem Flyer, mit dem sie sich den Anwesenden vorstellt, heißt es: »Im Laufe des letzten Jahres ist es hier in Bochum bei Kundgebungen der rechten Szene zu massiven Übergriffen durch die Polizei in Richtung aller Menschen, die dagegen protestiert haben, gekommen.
Proteste müssen in einem Rechtsstaat auch Neonazis aushalten und davor benötigen sie unserer Auffassung nach auch keinen Polizeischutz. Das Ausmaß und die Gewaltförmigkeit der Polizeieinsätze in Bochum am 01. Mai 2016 (Kesselung während des NPD-Aufmarsches) und am 19.06.2016 (DaSKuT) jedoch haben uns erschreckt. mehr…
Die Linksfraktion hat ihren neuen Newsletter veröffentlicht und schreibt: „Eine lautstarke Demonstration, ein volles Haus, und zwei große Fraktionen, die grundlegende demokratische Spielregeln verletzen: Eine Ratssitzung wie am Mittwoch, den 1. Februar, hat das Bochumer Rathaus schon lange nicht mehr gesehen. In diesem Newsletter berichten wir über die Geschehnisse rund um die Sitzung. Es geht um zukünftige Haushaltsberatungen, Musikzentrums-Millionen, Leerstände und Fördermittel für soziale Initiativen – und natürlich um das große Streitthema Abschiebungen nach Afghanistan. Die Themen im Einzelnen: mehr…
Donnerstag 02.02.17, 16:50 Uhr
Diskussion über Schulentwicklung und Bildungsfinanzierung
Die GEW lädt zu einer bildungspolitischen Diskussion am 6. Februar von 18 bis 20 Uhr ins Jahrhunderthaus ein: »Eine weitere Gesamtschule für Bochum ist beschlossene Sache. Die Planungen für die Grundschulen sind im vollen Gange. Trotzdem gibt es weiterhin viele Probleme. Die GEW möchte die Diskussion nicht nur den Politiker*innen überlassen, sondern Eltern, Lehrkräfte und Lernende einbeziehen. Reicht eine weitere Gesamtschule? Welche Schulstandorte sollen besonders gefördert werden? Welchen räumlichen Bedingungen brauchen wir für eine gute Lern-/Lehratmosphäre? Woher kann das Geld für notwendige Sanierungen und zusätzliche Ausstattung kommen? mehr…
Anfangs sah es gestern Nachmittag etwas mau auf dem Rathausvorplatz aus. Aber dann wurde die Kundgebung gegen Abschiebungen nach Afghanistan immer größer und schließlich demonstrierten 300 Menschen gegen die Abschiebungen in das Bürgerkriegsland. Tareq Alaows vom Refugee Strike Bochum schilderte, wie menschenunwürdig aus Afghanistan geflüchtete Menschen in aller Regel behandelt werden – halt als Geflüchtete mit schlechter Bleibeperspektive. Mit allen möglichen Tricks versuchten Behörden dann schließlich, Abschiebungen durchzusetzen. Die Rede im Wortlaut. mehr…
Die Soziale Liste berichtet: »Eine allgemeine Unzufriedenheit mit der Informationspolitik der Verwaltung vor und während der Ratssitzung kennzeichnete die Ratsdebatte um das Musikzentrum. Dabei ließ die Verwaltung durchblicken, dass die Kosten für das Musikforum noch einmal steigen könnten. Auf Anfrage der Sozialen Liste teilte die Verwaltung mit, das es auch eine Mängelliste über die Bauausführung gebe. Eine Schlussrechnung für das Projekt wurde für Mitte des Jahres angekündigt. mehr…