In Bochum arbeiteten Ende letzten Jahres rund 49.700 Frauen in Teilzeit, Mini-Job oder Leiharbeit. Damit machten sie 66 Prozent der „atypischen Beschäftigung“ aus, wie eine gleichnamige Untersuchung der Hans- Böckler-Stiftung zeigt. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit und warnt zugleich vor einer zunehmenden Altersarmut für Frauen: „Prekäre Jobs führen zu niedrigeren Rentenansprüchen.“ Dabei seien Zeiten der Schwangerschaft oder Kindererziehung noch nicht einmal berücksichtigt. „Wenn Politik und Wirtschaft nichts unternehmen, dann werden Frauen bei der Rente immer öfter zu Verliererinnen“, sagt Heinz Wessendorf, Bezirkschef der IG BAU Bochum-Dortmund. mehr…
Am Samstag, den 5.11.2016, lädt die Gruppe space-left ab 19 Uhr zu einem Kneipenabend mit Power-Point-Karaoke ins SZ ein. Die TeilnehmerInnen müssen zu ihnen unbekannten Folien einen Vortrag halten. Im Vordergrund steht dabei auf jeden Fall der Spaß. Die konkreten Regeln werden spontan vor Ort ausgehandelt. Auch etwas zu essen (und trinken) soll es geben. So schreibt die Gruppe: „Es ist mit der Anwesenheit von ‚zufälliger verdachtsunabhängiger veganer Matsche‘ zu rechnen. Wenn unsere Vorräte es her geben, werden wir auch Cocktails anbieten.“
Am Donnerstag, den 3. November 2016 um 19 Uhr lädt das Bochumer Bündnis gegen Rechts zu einer Veranstaltung mit der Berliner Historikerin Dr. Susanne Willems in das ver.di-Haus, Universitätsstr. 76 ein. Ihr Vortrag hat den Titel: Wie Auschwitz zu dem wurde, was es war. Sie stellt ihren kürzlich erschienen Text- und Bildband Auschwitz. Die Geschichte des Vernichtungslagers vor. Susanne Willems zeigt auf, wie eng verzahnt die Pläne der SS mit den Interessen der deutschen Industrie waren: allen voran die IG Farben. Der weltgrößte Chemiefabrikant errichtete ab 1941 einen Werksneubau in unmittelbarer Nähe des KZ, das ihm als billigste Arbeitskräfte 10.000 Gefangene zugesagte, und beteiligte sich durch Überlassung von Bezugsrechten für Baustoffe am KZ-Ausbau. In ihren Recherchen hat Susanne Willems nachgewiesen, dass die im September 1942 eingeleitete Umplanung des zweiten Lagers in Birkenau, die Realisierung des „Sonderprogramms Reichsminister Prof. Speer“, der vollständigen Integration des Lagers in die deutsche Kriegswirtschaft diente: Auschwitz-Birkenau wurde ab Herbst 1942 zu dem Zielort der Massendeportationen der europäischen Juden, weil dieser Ort zu einer Art Drehscheibe eines europaweiten Arbeitssklavenmarkt ausgebaut wurde. Der Eintritt ist frei.
Die schwarze Ruhr-Uni ruft zur Teilnahme an der anarchistischen Kiezdemo in Dortmund am 4.11 auf: „Wir organisieren einen Zugtreffpunkt aus Bochum. Dieser ist um 14.50 Uhr vor dem Hauptbahnhof. Da der Treffpunkt mit der Demo abgesprochen ist, werden wir auf jeden Fall rechtzeitig am Startpunkt sein. Der Aufruf.
Die AG-Prozess Monitoring berichtet: »Am Montag den 31.10.2016 sollte vor dem Bochumer Amtsgericht ein Verfahren gegen den 58-jährigen Branco Barkic wegen Volksverhetzung (§ 130) und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§ 86a) stattfinden. Über die Verlesung der Anklageschrift kam das Verfahren (34 Ds – 608/16) aber nicht hinaus. Der Rechtsanwalt von Barkic beantragte den Ausschluss der Öffentlichkeit von dem Verfahren. Richterin Franke unterbrach darauf hin die Verhandlung und terminierte den Prozess neu auf den 28. November diesen Jahres. In dem Verfahren legt die Staatsanwaltschaft Branco Barkic zwölf verschiedene Eintragungen auf seiner Facebook-Seite aus dem Mai diesen Jahres zur Last. Zwölf Postings, für die er umgehend von einem Hauptkommissar gleich viele Anzeigen wegen Volksverhetzung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erhielt. Laut Anklage bezog sich Barkic nämlich in diesen Postings mehrmals positiv auf das NS-Regime, indem er NS-Symbole und das Konterfei Adolf Hitlers mit positiven Kommentaren versah. Er soll getötete Nazi-Opfer verhöhnt haben, in dem er ein Bild mit von der Wehrmacht gehängten Menschen mit dem Kommentar „Einfach mal die Seele baumeln lassen“ versehen hätte. Ein Bild der in Prag einmarschierenden motorisierten Wehrmachtverbände von 1939 soll er mit der Bezeichnung „Biker-Treffen“ kommentiert haben. Und ein weiteres Bild hätte bewaffnete NS-Einheiten mit Maschinengewehren an einem Fluss gezeigt. Dieses Bild sei mit dem Satz „Nach alter Tradition werden Flüchtlinge begrüßt.“ versehen gewesen. Dadurch wäre zu Gewalt an Flüchtlingen und Asylsuchenden aufgefordert worden. Alle zwölf Postings von Branco Barkics Facebook-Seite werden von der Staatsanwaltschaft in unterschiedlichster Weise zur Anklage gebracht. Im Sinne der Volksverhetzung (§ 130) und/oder im Sinne des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§ 86a) mehr…
Am Freitag, den 4. 11. präsentiert der Arbeitskreis Umweltschutz Bochum (AkU) um 19:00 Uhr den Film „Vor der Flut“ in deutscher Sprache im Umweltzentrum (UZ) in der Alsenstr. 27 und schreibt: »Der AkU startet damit das Bochumer Agenda-Kino. In Zukunft werden vom AkU im UZ Filme zur Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz präsentiert. Leonardo DiCaprio will als Co-Produzent und Schauspieler mit dem Dokumentarfilm „Before the Flood“ (Vor der Flut) Menschen in aller Welt dafür gewinnen, selbst im Kampf gegen den Klimawandel aktiv zu werden. Er zeigt, was sofort getan werden kann und muss, damit wir unseren Planeten künftigen Generationen als bewohnbares Zuhause hinterlassen können. Im Anschluss an den 90-minütigen Film findet eine Diskussion über dessen Inhalte und Klimaschutz in Bochum statt. Eintritt: 4,00 €«