Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten hat soeben eine neue Ausgabe ihrer Antifaschistischen Bochumer Blätter (ABB) veröffentlicht und schreibt dazu: »Das Schwerpunktthema ist diesmal der Widerstand und die Verfolgung von Frauen während der Zeit des Naziregimes in Bochum. Anhand von Dokumenten und Lebensläufen wird der bedeutende Anteil von Bochumer Frauen am Widerstand gegen Faschismus und Krieg geschildert. In einem weiteren Beitrag wird der Lebensweg der Widerstandskämpferin Christine Schröder nachgezeichnet und die Forderung nach einer Straßenbenennung für die langjährige Sozialpolitikerin und Vorsitzende der VVN erhoben. mehr…
Am Dienstag, den 26. April um 19.30 Uhr findet in der Ev. Stadtakademie, Westring 26 c ein Vortrag von Volker Hermsdorf zur aktuellen Lage in Kuba statt. Der Vortrag trägt den Titel seines aktuellen Buches: Kuba – Aufbruch oder Abbruch? In der Einladung heißt es: »Wie kein anderes Land der Region beeinflusst Kuba die Entwicklung ganz Lateinamerikas. Sein alternatives Gesellschaftsmodell ist auch darüber hinaus Vorbild für viele Länder des Südens und allgemein Beleg dafür, dass eine andere Welt möglich ist. Voraussetzung dafür war der Sieg der Revolution über die Diktatur Fulgencio Batistas am 1. Januar 1959. Dessen nach Miami geflüchteten Anhänger versuchen seitdem mit Unterstützung Washingtons vergeblich, einen Systemwechsel auf der sozialistischen Karibikinsel zu erzwingen. Da auch terroristische und andere subversive Methoden nicht zum Ziel geführt haben, sah sich US-Präsident Obama im Dezember 2014 zu einer Kurskorrektur genötigt. mehr…
Betriebsräte und aktive IG-Metall-Mitglieder demonstrieren am morgigen Mittwoch um 15.00 Uhr vor dem Arbeitgeberverband in Bochum. Die IGM Bochum erklärt dazu: »Die IG Metall fordert für die rund 3,8 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 5 Prozent für zwölf Monate. Am 11. April 2016 präsentierten die Arbeitgeber in NRW erstmals ein „Angebot“: Sage und schreibe um 0,9 Prozent sollen die Entgelte steigen plus einer einmaligen Zahlung von 0,3 Prozent. Ein Schlag ins Gesicht der 700 000 Beschäftigten in NRW! mehr…
Die Gruppe #RefugeeStrikeBo, die zwei Wochen lang mit einem Protest-Camp vor dem Rathaus auf ihre menschenunwürdige Behandlung in Bochum hingewiesen hat, berichtet auf ihrer facebook-Seite ausführlich über ein Gespräch am 13.04.2016 mit dem Bochumer Feuerwehr-Chef Dirk Hagebölling, der z. Z. auch „Leiter operative Flüchtlingsarbeit der Stadt Bochum“ist. In einem von vielen Punkten heißt es: »Nach wie vor gibt es kein offizielles Papier der Stadt, das verständlich und verbindlich Abläufe, Ansprechpartner*innen und Verantwortlichkeiten zur Arbeitsaufnahme sowie zur Privatwohnungsnahme erklärt. Noch immer sind Refugees auf Hörensagen, ungenaue mündliche Informationen und sich widersprechende Informationen angewiesen. Wir fordern weiterhin, dass sich das ändert, und dass die Stadt beides schriftlich, z.B. in Form in einer mehrsprachigen Broschüre, veröffentlicht und den Refugees zugänglich macht.«
Die Initiative Treffpunkt Asyl, das Unterstützer*innen-Plenum des #RefugeeStrikeBo und die Kampagne “Flucht ist kein Verbrechen†laden zu einem gemeinsamen offenen flüchtlingspolitischen Treffen ein: »Los geht es am Donnerstag, den 21. April, um 19 Uhr im Haus der Begegnung in der Alsenstraße 19a. Auf dem Treffen werden wir die Ereignisse der vergangenen Wochen nachbereiten, Infos austauschen und weitere Aktivitäten planen. Auch wird es Informationen darüber geben, wie es mit dem #RefugeeStrikeBo weiter geht, und wie die aktiven Geflüchteten weiter unterstützt werden können. Alle, die sich solidarisch mit den Refugees in die flüchtlingspolitischen Debatten in Bochum einbringen wollen, sind ganz herzlich eingeladen!«
Das endstation.kino zeigt ab Donnerstag, den 21.04. Ciro Guerras Spielfilm Der Schamane und die Schlange. Die Filmbeschreibung: »Amazonas, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der Schamane Karamakate wird gebeten, den deutschen Forscher Theodor Koch-Grünberg zu heilen. Doch dafür müssen sie die geheimnisvolle Yakruna-Pflanze finden. Etwa 30 Jahre später sucht der Botaniker Richard Evans Schultes Karamakate auf. Auch er ist auf der Suche nach der Yakruna. Karamakate, der mittlerweile den Zugang zur Geisterwelt verloren hat, macht sich noch einmal auf den Weg auf dem Amazonas, ins Herz der Finsternis …In grandiosen Bildern erzählt Der Schamane und die Schlange von den Mysterien einer fast vergessenen Kultur und den Schrecken der Kolonialisierung. Beruhend auf wahren Begebenheiten, als faszinierendes Abenteuer erzählt.«
Die VHS Bochum bietet am Sonntag, den 24.4. einen Stadtrundgang zu Bochum im Faschismus an: Wie hat 1933 alles angefangen? Wie sah Bochum 12 Jahre später aus? An etlichen Orten in der Innenstadt, die an „damals“ erinnern, soll ein Einblick gegeben werden, was Alltag unterm „Hakenkreuz“ konkret für die Menschen in Bochum bedeutete. Wer freute sich über die neuen politischen Herren? Wer hatte zu leiden? An Gebäuden, Straßen, Plätzen der Innenstadt soll gezeigt werden, wie der Faschismus in Bochum von 1933 bis 1945 aussah, auf welche Ablehnung, Widerstand oder Akzeptanz er in Bochum stieß, wie die Bochumer Bevölkerung auf die Entrechtlichung, Verfolgung und Vernichtung jüdischer Bochumer, auf Bücherverbrennungen, Verhaftung und Ermordung von Widerstandskämpfern reagierte. mehr…
Sonntag 17.04.16, 12:03 Uhr
Aktionen in Berlin, München, Leipzig, Hamburg und Bochum:
Ein bundesweites Bündnis von Organisationen ruft dazu auf, am dritten Juni-Wochenende – also vor dem internationalen Gedenktag für Flüchtlinge-, in fünf Städten Aktionen zu starten: »Lasst uns in Berlin, München, Leipzig, Hamburg und Bochum bundesweit Menschenketten starten! Wir verbinden Moscheen, Kirchen, Synagogen, soziale Einrichtungen, Flüchtlingsunterkünfte, Museen, Theater und Rathäuser. Reiche Deine Hände, damit Tausende ineinandergreifen, eine Kette von Schutz und Solidarität bilden.« Die Aktion beginnt am Samstag, den 18. Juni in Bochum und wird am Sonntag in den anderen vier Städten fortgesetzt. Der Aufruf des Bündnisses: mehr…
Die Initiative Refugee Strike Bochum schreibt auf ihrer Facebook-Seite: »Eine Gruppe von Geflüchteten, die seit Monaten in der Notunterkunft Turnhalle Glücksburger Straße 25 (Bochum-Wiemelhausen) leben muss, ist in den Hungerstreik getreten! Bereits seit Donnerstag haben sie nichts mehr gegessen. Auch bei dem schlechten Wetter am heutigen Samstag harren sie nur durch ein paar Planen geschützt vor der Unterkunft aus. mehr…
Samstag 16.04.16, 19:37 Uhr
Religionsfrei im Revier und Bahnhof Langendreer laden ein:
Der bengalische Blogger Ahmed Nadir berichtet am Donnerstag, den 21. April um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer welchen Gefahren Atheisten in Bangladesch ausgesetzt sind, was ihn bewogen hat, 2013 aus seiner Heimat zu fliehen und Asyl in Deutschland zu beantragen. Die Fluchtursachen der Menschen, die gezwungen sind, ihr Land zu verlassen, sind sehr unterschiedlich. Auch Atheismus, Religionskritik und das Einsetzen für Meinungsfreiheit kann in vielen Teilen der Welt ein Risiko darstellen; so beispielsweise in Bangladesch. Anfang 2013 richtete die Regierung Bangladeschs ein Komitee von neun islamischen Geistlichen ein, welches Internet-Aktivisten identifizieren soll, die sich auf Facebook oder in Blogs kritisch über den Islam oder den Propheten Mohammed äußern. Die Arbeit des Komitees besteht vor allem darin, Namenslisten von angeblichen Feinden des Islam zu veröffentlichen. mehr…
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bochum begrüßt die Pläne der Stadt Bochum, die Gründung weiterer Gesamtschulen in Angriff nehmen zu wollen. „Hier ist dringender Handlungsbedarf, da ein hoher Anmeldeüberhang zu verzeichnen ist und die bestehenden Gesamtschulen seit Jahren überfüllt sind“, so GEW-Sprecher Jochen Bauer. Für das Schuljahr 2016/17 können 154 Neuanmeldungen an den vier Bochumer Gesamtschulen nicht aufgenommen werden und müssen an anderen Schulformen beschult werden. Das Recht auf freie Wahl der Schulform muss nach Sichtweise der GEW auch für Gesamtschulen gelten. Die bestehenden Gesamtschulen haben pro Jahrgang sechs Parallelklassen, obwohl sie als kleinere Schulen geplant wurden. Das führt dazu, dass Differenzierungsräume als normale Klassenräume genutzt werden müssen und Fachräume überbelegt sind, so Bauer. Pädagogischen Ansprüchen kann so nicht entsprochen werden. mehr…
Das Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit ruft zur Teilnahme an der Demonstration „TTIP&CETA stoppen! Für einen gerechten Welthandel!“ auf, die am 23. April in Hannover stattfindet und schreibt: »Die anschließend stattfindende Hannover Messe 2016 wird zusammen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama eröffnet: ihr Ziel ist es, die TTIP-Verhandlungen gemeinsam voranzubringen. Doch das Handels-und Investitionsabkommen der EU mit den USA droht Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu untergraben. mehr…
Am Dienstag, den 19. April um 19.30 Uhr findet in der Ev. Stadtakademie Bochum, Westring 26 c eine Veranstaltung mit Andreas Zumach statt. Das Thema: Vernichten, verhandeln, anerkennen oder austrocknen – wie umgehen mit dem sog. „Islamischen Staat“? In der Einladung heißt es: »Nach den Terrorattacken von Paris, Beirut, auf das russische Passagierflugzeug über der Sinai-Halbinsel und kürzlich den Terroranschlägen in Brüssel scheint die Welt vereint im „Krieg“ gegen den sogenannten „Islamischen Staat“, oder „Daesh“. Auch Deutschland beteiligt sich seit Ende 2015 an diesem Krieg. Doch ist Krieg das geeignete Mittel? mehr…
Arbeitsplätze in Bochum sollen „burnout-sicher“ sein: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat sich gegen eine Aufweichung des 8-Stunden-Tages ausgesprochen. „Wer häufig länger als acht Stunden arbeitet und auch in der Freizeit für den Chef erreichbar ist, der läuft Gefahr, durch den Job krank zu werden“, warnt Yvonne Sachtje. Die Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet sieht zudem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bedroht, sollten die Arbeitszeiten immer weiter gelockert werden. Genau das hatten Arbeitgeberverbände gefordert. mehr…
Die Bochumer Grüne Jugend schreibt auf ihrer Webseite: »Am 1. Mai will die NPD durch Bochum laufen. Das wollen wir nicht zulassen! Deswegen wollen wir euch auf Gegenproteste vorbereiten. Welche Dinge solltet ihr (nicht) mit auf Demos mitnehmen? Wie läuft eigentlich eine Blockade ab? Was hat es eigentlich mit der „EA-Nummer“ auf sich? Was sind Bezugsgruppen und was gilt es zu beachten? Um Antworten auf diese und mehr Fragen zu bekommen, öffnen wir das Demotraining im Rahmen unseres Themenwochenendes am 15. und 16.04., damit ihr auf mögliche Stresssituationen vorbereitet seid.Stattfinden wird dies also am 16.04 von 12:45 – 14:30 Uhr in der Diekampstraße 37. Abhängig vom Wetter und der Teilnehmer*innenzahl werden wir dies dann nach draußen verschieben.«
Am Montag, den 18. 4. findet um 18 Uhr im Umweltzentrum, Alsenstraße 27 eine Veranstaltung mit Laura von der Kampagne „ausgeCO²hlt/Ende Gelände“ statt. In der Einladung heißt es: »Am Pfingstwochenende vom 13. bis zum 16. Mai möchten wieder viele hunderte Menschen in einer Aktion zivilen Ungehorsams gegen den Braunkohleabbau in Deutschland protestieren: Diesmal gehen wir in das Braunkohlerevier der Lausitz um klarzumachen, dass die Braunkohle als einer der klimaschädlichsten Energieträger mit einem konsequenten Klimaschutz nicht vereinbar ist. Deshalb fordert Ende Gelände den sofortigen Kohleausstieg! Das vorangehende Klimacamp in der Lausitz dient dabei zur Vernetzung, Information und zum künstlerisch-kreativen Austausch. mehr…
Die Antifaschistische Linke Bochum schreibt: »Am 01.05.2016 möchte die NPD einen Aufmarsch in Bochum durchführen. Dies kündigte Claus Cremer, Landesvorsitzender der NPD in Nordrhein-Westfalen, am 02.04.2016 während einer Kundgebung der rechtsradikalen Partei in Essen an. Es werden nicht nur NPD-Anhänger*innen sondern auch Aktivist*innen aus der Kameradschaftsszene und der HoGeSa Bewegung erwartet. Mittlerweile hat auch die Polizei den Aufmarsch bestätigt, möchte jedoch noch keine Informationen zur Naziroute veröffentlichen.
Seit 2008 hat es keinen Nazi-Aufmarsch mehr in Bochum gegeben. „Wir als Bochumer Antifaschist*innen wollen mit Protestaktionen zeigen, dass Bochum keinen Platz für rechte Hetze bietet“,so Manfred Pöppe des Bochumer Antifa Bündnisses. Ein Bündnis aus antifaschistischen Gruppen ruft am 01.05.2016 zum Gegenprotest auf. Dieser wird sich aus verschiedensten Aktionsformen über den Tag verteilt zusammensetzen. Es wird jedoch auch am Samstagabend, den 30.04.2016 um 19:30, anlässlich des Tages der Arbeit eine linke Demonstration durch die Innenstadt starten.«
Die schwarzen Ruhr-Uni lädt zu einem alternativer „Erstirundgang“ und einer alternative Semesterstart-Party an der Ruhr-Uni ein: »Am Donnerstag den 28. April veranstaltet die schwarzen Ruhr-Uni einen alternativen Erstirundgang. Wir treffen uns um 18 Uhr vor der Univerwaltung und zeigen euch die spannenden Ecken des Campus. Neben Orten studentischer “Selbst-â€verwaltung, dem Frauen*raum und dem politischen Archiv werdet ihr auch in die tiefsten und dunkelsten Ebenen des Unigeländes geführt (festes, wasserdichtes Schuhwerk wird empfohlen). Dazu gibt es Anekdoten zu Bildungsprotesten und rebellischem Leben und Lernen an der RUB. Außerdem wird die Frage beantwortet: Kommt mensch nach 21 Uhr eigentlich irgendwie in die Unigebäude rein?
Eine Rundgang nicht nur für Erstis… mehr…
Am kommenden Sonntag, den 17.4. liest Marina Naprushkina im Bahnhof Langendreer um 19 Uhr aus ihrem Buch „Neue Heimat. Wie Flüchtlinge uns zu besseren Nachbarn machen“. „Neue Heimat“ ist eine Bestandsaufnahme aus dem Alltag von Geflüchteten in Berlin: Der tägliche Kampf auf den Ämtern, bei Ärzten, Anwälten, Kitas und Schulen, die tägliche Erfahrung von Chancenlosigkeit. Es ist aber auch ein Tagebuch darüber, was Unterstützung bewirken kann. Marina Napruschkina dokumentiert darin auch die Entstehung einer beispielhaften Initiative, die noch sehr viel bewegen und den Stadtteil verändern wird: Die Neue Nachbarschaft Moabit. Marina Napruschkina ist Künstlerin und Aktivistin und Mitbegründerin von „Neue Nachbarschaft Moabit“. Die Lesung wird moderiert von Bastian Pütter (Bodo e.V.).
Die für den heutigen Donnerstagabend geplante Veranstaltung des Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit zum Thema „Flucht und Armut“ fällt aus. Die als Referentin eingeladene Bochumer Sozialdezernentin Britta Anger hat wegen einer Erkrankung abgesagt.
Mittwoch 13.04.16, 15:44 Uhr
NaturFreunde organisieren Fahrt nach Hannover am 23. April
Wegen der großen Nachfrage organisieren die NaturFreunde nun einen weiteren Bus aus dem Ruhrgebiet in die niedersächsische Landeshauptstadt. Dort soll am 24. April der US-amerikanische Präsident Obama die Hannover-Messe eröffnen. Für den Vortag (Samstag, 23.4.) ruft ein breites Bündnis zahlreicher Sozial- und Umweltverbände, Kirchen sowie Gewerkschaften zu einer bundesweite Demo gegen das Freihandelsabkommen TTIP auf. „Von diesem Abkommen erwarten wir, dass es demokratische Rechte aushöhlt, die Umwelt zerstört und soziale Ungleichheit befördert“ erklärt Busorganisator Jan Tacke das Engagement der NaturFreunde und ergänzt „Umso erfreulicher, dass die Nachfrage so groß ist. Das beweist ein hohes Maß an Bewusstsein in der Bevölkerung“. mehr…
Das Bochumer Bündnis gegen Rechts hat gestern einstimmig beschlossen, dass es am 1. Mai nicht ausreicht, gegen den von der NPD geplanten Nazi-Aufmarsch zu protestieren und den Nazis die Straße zu überlassen. Am 1. Mai soll verhindert werden, dass Nazis durch Bochums Straßen marschieren. Das Bündnis fordert alle Bochumer Organisationen auf, diese Forderung zu unterstützen und am 1. Mai zu dem Ort zu mobilisieren, an dem sich die Nazis treffen wollen. Die NPD hat ihre Kundgebung für 14 Uhr am Hauptbahnhof angemeldet. Das Ziel des Bündnisses ist es, dass dann dort oder wo der Nazi-Aufmarsch sonst auch beginnen soll, so viele Menschen sind, dass die Nazis einpacken und nach Hause fahren. Im Gespräch mit dem DGB soll koordiniert werden, dass möglichst viele Menschen von der 1. Mai-Kundgebung mitmachen und den Nazis die rote Karte zeigen.
Am morgigen Mittwoch, den 13. 4. findet ab 18.30 Uhr im Sozialen Zentrum wieder das Offene Antifa-Café statt. Um 19 Uhr wird in einem kurzen Vortrag über die geplante NPD-Demo am 1. Mai und die geplanten Antifa-Aktivitäten informiert. Im Anschluss gibt die Rote Hilfe einen Überblick über Demovorbereitung und Tipps bei Kontakt mit dem Repressionsapparat. Außerdem wird kurz erläutert, welche juristischen Folgen der antifaschistische Widerstand haben könnte. Das Café findet in Kooperation mit dem HappaHappa-Syndikat statt, das ab 20 Uhr gegen Spende leckeres, veganes Essen serviert.
Am Donnerstag, den 21. 4. um 18.00 Uhr zeigt Madonna in Kooperation mit der Rosa Strippe in den Räumen von Madonna, Alleestraße 50 den Film „Julia“ von J. Jackie Baier und schreibt in der Einladung: »Über mehr als zehn Jahre begleitete die Photographin und Filmemacherin die heute 30jährige Transsexuelle Julia K. durch ihr Leben als Straßenhure, Outlaw und Nonkonformistin, die ohne gesellschaftliche Übereinkünfte lebt. mehr…
Mehrere linksradikale Gruppen haben einen Aufruf zum 1. Mai in Bochum veröffentlicht: »Am 1.Mai 2016 ruft die NPD-NRW zu einem Aufmarsch in Bochum auf. Wir werden dies nicht kommentarlos hinnehmen und mit allen Mitteln versuchen, den Aufmarsch scheitern zu lassen! Weiterhin werden die linksradikalen Gruppen aus Bochum eine revolutionäre Vorabenddemo veranstalten.
Unter dem Motto “Asylbetrug macht uns arm! Wir arbeiten, Fremde kassieren†möchte der Landesverband Nordrhein-Westfalen der NPD in Bochum aufmarschieren. Der Aufruf der Nazis besteht einerseits aus Hetze gegenüber Geflüchteten und andererseits aus Selbstmitleid gegenüber der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Erwartet werden Nazis aus dem Umfeld der NPD, Die Rechte und den freien Kameradschaften. mehr…
Der Bochumer Kinder- und Jugendring hat eine weitere Broschüre über „Cooles Lernen in Bochum veröffentlicht und schreibt: »In Bochum gibt es zahlreiche Lern- und Freizeitangebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene außerhalb von Schule und Ausbildung. In den „CLiB-Broschüren“ (CLiB = Cooles Lernen in Bochum) werden erstmals die Angebote der unterschiedlichen Felder der Kinder- und Jugendarbeit zusammengefasst und die Angebote der Jugendverbände und Jugendinitiativen, der Jugendfreizeithäuser, die musisch-kulturellen Angebote und die naturwissenschaftlich-technischen Angebote vorgestellt. mehr…
Am Samstag, den 16. April lädt das Frauenarchiv ausZeiten interessierte Frauen von 14 bis 17.15 Uhr in die Herner Straße 266 zu einem Recherche-Nachmittag ein: »In Bochum gibt es seit 1995 das Frauenarchiv ausZeiten, in dem Zeitungsausschnitte, Bücher, Zeitschriften, Flyer, Plakate, Fotos und vieles mehr gesammelt werden. Alle diese Materialien haben mit der Geschichte von Frauen zu tun, mit Feminismus, mit Themen, die Frauen und Lesben über Jahrzehnte bewegt haben und heute bewegen – lokal und international. mehr…
Die Teilnehmenden des Refugee- Camps vor dem Bochumer Rathaus laden gemeinsam mit der Kampagne „Flucht ist kein Verbrechen“ zu einem Stadtrundgang am kommenden Freitag ein: »Eine Woche nach dem erfolgreichen Ende des Protestcamps der Geflüchteten vor dem Rathaus wollen wir ein gemeinsames Zeichen der Solidarität setzen. Denn alle Menschen, egal welcher Herkunft, haben ein Recht auf ein gutes und vor allem menschenwürdiges Leben. Das, was wir für uns fordern, fordern wir für alle! Ein Leben in Sicherheit und Selbstbestimmung, eine Wohnung, Privatsphäre, Gesundheit und Bildung gehören zu unseren elementaren Rechten. Dies gilt für alle Menschen, egal ob sie neu in Bochum sind oder schon länger hier leben. mehr…
von Norbert Hermann, Bochum Prekär Wenn türkische Freunde „Bochum“ falsch aussprechen, kann da schon mal “ Bok um“ herauskommen. Wobei sie dann immer lachen müssen. Weil das türkische Wort „bok“ auf deutsch „Scheiße“ heißt.
Aber wir sind ja auch nicht auf den Mund gefallen und antworten schnell: „Anderswo ist auch Scheiße“. Manchmal noch mehr als in Bochum: Z.B. was den Anteil der Kids unter 15 auf Hartz IV betrifft: da „glänzt“ Bochum mit mageren 26,1 Prozent, während es in Essen 34% sind (mehr als in Sexy-arm-Berlin).
26,1 % in Bochum sind aber 10.950 Kinder. Und wie ist das für die? Scheiße!
Alle Zahlen hier und als Pdf-Auflistung:
Samstag 09.04.16, 17:34 Uhr
Veranstaltung am Vorabend der RWE Aktionärs-Hauptversammlung
Die Linke im Rat der Stadt Bochum lädt am Dienstag, den 19. 4. um 18.30 Uhr in der Jugendherberge, Humboldtstraße 59, zu einer Veranstaltung mit Hubertus Zdebel (MdB), dem Sprecher für Atomausstieg Der Linken im Bundestag, ein: »Im Februar wurde bekannt, dass der Stromriese RWE seine Börsen- Dividende nicht wie bisher angekündigt an die Aktionäre ausschütten wird. Für die Ruhrgebietskommunen, die größtenteils die Aktien halten, ist diese Ankündigung ein Desaster, denn die Kämmerer vieler Städte stehen finanziell jetzt schon mit dem Rücken zur Wand. Die Stadt Bochum hält bspw. 6,6 Millionen Aktien und muss mit einem Ausfall von vier Millionen Euro rechnen. Doch damit nicht genug, denn bereits für den Kauf der Aktien mussten von städtischen Töchtern Kredite aufgenommen werden, die jetzt natürlich weiter bedient werden wollen. Derweil rechnet RWE 2016 weiterhin mit einem Gewinn von 5,5 Milliarden Euro vor Steuern. mehr…
Samstag 09.04.16, 17:09 Uhr
Lesung mit dem zimbabwisch-schottischen Autor Tendai Huchu
Am Montag, den 18.04., um 19.00 lädt der Bahnhof Langendreer zu einer Lesung mit dem zimbabwisch-schottischen Autor Tendai Huchu ein: »Tendai Huchu (*1982 Bindura) erzählt in seinem neuen Roman „Maestro, Magistrat und Mathematiker“ von der schwierigen Lebenssituationen von Migranten aus Zimbabwe in Schottland. Er zeichnet ein Bild vom Leben mit gekappten Wurzeln und beschreibt anhand seiner drei Protagonisten von den unterschiedlichen Strategien damit umzugehen. Zur Handlung: In Edinburgh leben drei Männer, Einwanderer aus Zimbabwe, die nichts voneinander wissen. Ein Familienvater und ehemaliger Richter, der seinem verlorenen Status nachtrauert, ein Tesco-Angestellter, der in der Literatur nach einer höheren Wahrheit sucht und ein junger Mathematiker mit ausgeprägtem Nachtleben und einer dümpelnden Doktorarbeit. mehr…
Der Mieterverein (Platz für 15.000 Menschen) und die Linkspartei (Glückwünsche für das Protestcamp) haben die anhaltend lange Unterbringung von Geflüchteten in Massenunterkünften in Bochum kritisiert. Gleichzeitig haben sie eine Zweckentfremdungssatzung als Maßnahme gegen die vielen Wohnungsleerstände in Bochum gefordert. Die Grüne Fraktionsvorsitzende Astrid Platzmann hat die Kritik an den Flüchtlingslagern scharf angegriffen: „Wir brauchen nach wie vor größere Unterkünfte. Wer anderes behauptet, dem fehlt entweder der Bezug zur Realität oder er will absichtlich unerfüllbare Erwartungen wecken. Ohne die großen Unterkünfte hätten geflüchtete Menschen den Winter auf der Straße verbracht. Wir werden in diesem Jahr wie bereits beschlossen noch weitere mobile Wohneinheiten und modulare Unterkünfte errichten müssen, um über 1100 Menschen aus den Turnhallen heraus zu bekommen. Auch die Leichtbauhallen, z.B. an der Wittener Straße, sollten leergezogen werden, sobald Unterkünfte verfügbar sind, die mehr Privatsphäre zulassen. Im nächsten Schritt sollten die Unterkünfte weniger dicht belegt werden. Im Übrigen hat die Stadt bis jetzt 336 Einzelwohnungen und 30 Häuser angemietet, in denen rund 1900 Menschen leben.“ mehr…
Freitag 08.04.16, 18:07 Uhr
Die Veranstaltung mit Sozialdezernentin Britta Anger fällt aus
Das Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit lädt am Donnerstag, den 14. April um 18:00 Uhr ins ver.di-Haus, Universitätsstr. 76 zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung mit der Bochumer Sozialdezernentin Britta Anger ein zum Thema „Flucht und Armut in Bochum“: »Der diesjährige Armutsbericht des Paritätischen hat erneut vor Augen geführt, wie stark Wohlstand und Armut in unserer Gesellschaft auseinander driften. In Bochum und im gesamte Ruhrgebiet ist trotz wirtschaftlichen Aufschwungs ein deutlicher Anstieg der Armutsquote zu verzeichnen. Für die von Armut Betroffenen verschärft sich die Notlage dadurch, dass staatliche Sozialleistungen seit vielen Jahren drastisch abgebaut werden. Die Menschen, die in den letzten Monaten vor Krieg und Elend nach Bochum geflüchtet sind, führen uns nun das Armutsproblem unserer Gesellschaft besonders drastisch vor Augen. Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner ist in den letzten 25 Jahren um mehr als 30.000 gesunken. Die Stadt Bochum ist im Augenblick damit überfordert, ein Wachstum der Einwohnerzahl von weniger als 2 Prozent menschenwürdig zu gestalten. Die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung der Stadt haben eingeräumt, dass sie von der Situation überfordert sind und dass sie sich bisher nur um die bloße Unterbringung der Geflüchteten kümmern können. Um ein Integrationskonzept zu entwickeln, fehle es ihnen an Kapazitäten. mehr…
Die Bochumer Geschichtswerkstatt lädt am Samstag, den 16.April zur Teilnahme an einer Radtour von Dinslaken nach Wesel ein: »Am Morgen des 13. März 1920 zog die â€Brigade Erhardt“ mit schwarz-weiß-roten Fahnen und Hakenkreuzen am Stahlhelm durch das Brandenburger Tor bis zum Regierungsviertel, um die noch junge Weimarer Republik zu beseitigen. Die damalige Reichsregierung musste fliehen. Vor ihrer Flucht hatte sie noch zum Generalstreik aufgerufen, dem ungefähr 12 Millionen Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland folgten. Zur Abwehr des Kapp-Putsches formierten sich im gesamten Ruhrgebiet Arbeiterwehren, die sich dann Rote Ruhrarmee nannten. Die Aufstandsbewegung weitete sich im gesamten Ruhrgebiet aus. mehr…
Wir vom Refugee Strike Bochum haben am heutigen Donnerstag unsere Zelte vor dem Bochumer Rathaus abgebrochen. Wir unterbrechen unser Protestcamp, da die Stadt Bochum in zentralen Punkten Zusagen gemacht hat, die für uns sehr wichtig sind. Erstmals sehen wir die Chance, dass sich unsere Situation tatsächlich verbessern kann, und dass auch für uns menschenwürdige Lebensverhältnisse in Bochum der Normalfall werden können. Dieses Ziel ist allerdings noch längst nicht erreicht, und daher werden wir weiter wachsam sein. Ganze zwei Wochen haben wir vor dem Rathaus für unsere Rechte gekämpft. Zuvor haben wir viele Monate in überfüllten Turnhallen und anderen Notunterkünften gelebt, ohne Privatsphäre, ohne Selbstbestimmung, ohne eine ruhige Nacht, ohne eine Perspektive für uns und unsere Familien. Wir konnten noch nicht einmal Asylanträge stellen, geschweige denn eine Wohnung oder Arbeit suchen. Niemand war bereit, uns auch nur einen Termin zu nennen, wann sich irgendwas ändert. Was wir fordern, ist nicht viel: Wir wollen einfach Teil dieser Gesellschaft sein. mehr…