Mit großer Verwunderung haben wir, Mitarbeiter/innen der Ruhr-Universität, den Medien entnommen, dass mehrere Studentenverbindungen an den Feierlichkeiten zum 50jährigen Bestehen der Ruhr-Universität teilnehmen sollen.
Mit diesem offenen Brief möchten wir unsere Ablehnung der Prinzipien von Studentenverbindungen und Burschenschaften unterstreichen und unser Unwohlsein über die Entscheidung der Universitätsverwaltung zum Ausdruck bringen.
Wir gehen davon aus, dass der damit verbundene mediale Wirbel bereits zu verwaltungsinternen Diskussionen geführt hat und aus diesem Grund eine detaillierte Kritik an den betreffenden Studentenverbindungen an dieser Stelle nicht nötig ist.
Die Situation stellt insbesondere diejenigen Mitarbeiter/innen unter uns, die planen die Blaupause aktiv mitzugestalten, vor besondere Schwierigkeiten: Auf der einen Seite der Wunsch, die RUB zu repräsentieren und ihr Jubiläum zu feiern, auf der anderen Seite der Anspruch an uns selbst, diese Art von Öffentlichkeitsarbeit nicht im Schulterschluss mit sexistischen und reaktionären Gruppierungen zu leisten.
Auch in Anbetracht der zeitlichen Nähe der Veranstaltung hoffen wir inständig darauf, dass das Orga-Team der RUB50/Blaupause seine Entscheidung bzgl. der Anwesenheit von Studentenverbindungen überdenken wird.
Mit freundlichen Grüßen
Mitarbeiter/innen der RUB
Die vierte Streikwoche im Sozial- und Erziehungsbereich endet am Freitag mit einem Bericht von der bundesweiten Streikdelegiertenkonferenz in Frankfurt. Am Samstag wird das ver.di-Streikzelt an der Universitätsstraße dann zur Raststätte für die Besucherinnen und Besucher der Blaupause. „Wie es am Freitag und Samstag konkret weitergeht, wissen wir noch nicht“, erklärt der zuständige ver.di-Sekretär David Staercke. „Das hängt weitgehend vom Verlauf der Tarifverhandlungen in Berlin ab. Für Freitag haben wir zu einer Streikversammlung eingeladen, auf der ver.di Geschäftsführerin Gudrun Müller und die vier Delegierten aus unserem ver.di-Bezirk von dem Treffen in Frankfurt berichten werden. Dann ist auch klar, ob der Streik in die fünfte Wochen gehen muss oder ob sich die verantwortlichen Politiker auf uns zubewegt haben. Am liebsten würden wir am Samstag mit den tausenden Menschen auf der Partymeile eine Einigung im Tarifkonflikt und ein Ende des Streikes feiern.“ mehr…
Das DDR-Kabinett Bochum lädt am Freitag, den 12. Juni um 19:00 Uhr im Seminarraum der Jugendherberge Bochum zu einer Veranstaltung ein mit dem Titel: „Die Rolle der Kirchen in der DDR – Nur Opposition oder auch Mitgestalter im Sozialismus?“: »Referentin ist Renate Schönfeld, die als Pastorin in der DDR eine Kirchengemeinde leitete und bis heute aktiv in die politischen Kämpfe unserer Zeit eingreift. Nach der Zerschlagung des Faschismus standen auch die Kirchen in Deutschland vor der Notwendigkeit, sich neu zu orientieren. Sie hatten mehrheitlich mit der faschistischen Diktatur kollaboriert. mehr…
Die Soziale Liste schreibt: »Die neuerliche Diskussion der Landesparteien SPD, CDU und Grüne für eine neue Drei-Prozent-Hürde bei Kommunalwahlen ist kein Beitrag, der sich ausbreitenden „Politikverdrossenheit“ und der sinkenden Beteiligung an den Kommunalwahlen entgegen zu wirken. Im Gegenteil, rund 15 % der Wähler der letzten Kommunalwahl in NRW (Bochum 11 %) mittels einer Drei-Prozent-Sperrklausel auszugrenzen und ihnen die Vertretung in den Räten zu verweigern, ist kein Beitrag zur Stärkung der Demokratie und Selbstverwaltung (Artikel 28 Grundgesetz). mehr…
Am Dienstag, den 09.06., um 19.00 lädt der Bahnhof Langendreer zur Veranstaltung „Chile in Bewegung“ ein. Zu Gast sind die drei chilenischen Gewerkschaftsaktivisten Iván SaldÃas, Daniel Ruiz und Rodrigo Gómez. Vor mehr als einem Jahr löste die Sozialdemokratin Michelle Bachelet ihren rechtskonservativen Vorgänger ab und wurde zum zweiten Mal Präsidentin Chiles. Das Regierungsprogramm beinhaltete grundlegende Reformen. Welche wurden bisher umgesetzt? Wie sind die Auswirkungen auf die Beschäftigten und Gewerkschaften? Die Gewerkschaftsaktivisten berichten über die aktuelle Situation und die Arbeit der unabhängigen Gewerkschaften in Chile. So wird es z.B. auch einen Einblick geben in die Gründung der ersten Gewerkschaften beim chilenischen Ableger der deutschen DHL, die in Chile äußerst gewerkschaftsfeindlich auftritt.
Der Streik der Beschäftigten in den städtischen Kindertagesstätten und in den Sozialeinrichtungen geht auch in der vierten Woche weiter.Während am Dienstag 21.000 Streikende vor dem Landtag in Düsseldorf demonstrierten, sind am Mittwoch wieder Aktionen in Bochum geplant. „Die Verweigerungshaltung der verantwortlichen Politiker führt zu einer immer stärkeren Entschlossenheit bei den Streikenden“, erklärt der zuständige Bochumer ver.di-Gewerkschaftssekretär David Staercke. „Wir werden am Mittwoch mit einem Sitzstreik am Bochumer Rathaus darauf reagieren. Unser Motto ist: Aussitzen war gestern – Aufwerten ist heute!“ Das Rathaus ist Anlaufadresse des Protestes. David Staercke: „Die Oberbürgermeisterin und die Parteien im Rathaus, die das Sagen haben, schweigen bis heute in unserer Auseinandersetzung und vertreten keine eindeutige Position. mehr…
Der DGB schreibt zum den aktuellen Arbeitsmarktbericht: »Die Arbeitslosenzahlen im Mai des Jahres sind nach den Informationen der örtlichen Agentur nach Ostern fast unverändert. Festgestellt wird ein Rückgang von 49 und somit einer Gesamtzahl von 18.617 Menschen in Bochum. Diese Entwicklung bleibt für den DGB in der Stadt weit hinter den Erfordernissen zurück und steht bereits in den nächsten Wochen durch die anstehenden Sommerferien wieder zu Disposition. Für Eva Kerkemeier, DGB Vorsitzende Bochum, ist vor allem der Stillstand bei den 15 – 20jährigen und bei den Erwerbslosen über 55 Jahren auffällig. Hier gibt es so gut wie keine Veränderungen zum Vormonat. Bei den neuen Stellen sind es vor allem Beschäftigungen im Einzelhandel und somit ein Aufbau von weiteren Teilzeitstellen und eine Zunahme bei der Leiharbeit deutliches Zeichen für einen Arbeitsmarkt, der hinter den Erwartungen zurück bleibt. Bemerkenswert sind für den DGB die Entwicklungen im Mindestlohnsektor. „Offensichtlich laufen die Prophezeiungen der Arbeitgeber, der Mindestlohn würde Arbeitsplätze vernichten, allesamt ins Leere“, so Kerkemeier.«
UrbanRadeling schreibt: »Wie haben sie das nur geschafft? Wuppertaler Bürger taten sich zusammen und erreichten gegen alle Widerstände und mit langem Atem, worauf die ganze Stadt nun mit Recht stolz ist: Die historische Eisenbahnlinie „Nordbahntrasse“ wurde zu einem spektakulären Fahrradweg umgebaut. Über „Die Entstehung der Nordbahntrasse“ haben die Wuppertaler einen Film gedreht, den die Bochumer Fahrradinitiative UrbanRadeling am Freitag, den 05.06.2015 ab 19 Uhr im Alsenwohnzimmer, Alsenstr. 27 zeigt. So vorbereitet geht es dann am darauf folgenden Samstag, den 13.06.2015 um 9:30 Uhr wieder vom Startpunkt Alsenstr. los zur Fahrradtour nach Wuppertal. Neben dem Radfahren auf der Nordbahntrasse selbst steht der Erfahrungsaustausch mit Aktiven der Wuppertalbewegung auf dem Programm. Interessierte MitfahrerInnen sind herzlich willkommen, um eine Anmeldung bis 09.06. wird gebeten. Alle Infos unter www.urbanRadeling.de.«
In einen offenen Brief haben die Hochschulgruppen von Jusos und Grünen den Bundespräsidenten Joachim Gauck gebeten, „mit der Universitätsleitung zu sprechen, damit alle Studentenverbindungen von der BlauPause ausgeladen werden.“ In den Brief schreiben sie: „Leider befinden sich unter diesen Gruppen auch Burschenschaften und Verbindungen, die ganz klar Anknüpfungspunkte ins rechte Milieu haben.“ Die Juso-Hochschulgruppe und Gauck haben diese Anknüpfungspunkte auch. Der grüne Hochschulgruppe mag unterstellt sein, dass sie dies als eine realpolitische aussichtsreiche Intervention angesehen hat. Der Brief im Wortlaut.
Das Bündnis gegen Burschenschaften schreibt: »Am Sonntag fand ein Treffen der „Identitären Bewegung Westfalen“ in den Räumen des VDSt Breslau-Bochum am Nordring 70 statt. Etwa 20 junge Männer und vereinzelte alte Herren tauschten sich hier darüber aus, wie rassistische, islamfeindliche und völkische Ideologien salonfähig gemacht werden können. Entstanden ist die „Identitären Bewegung“ als deutscher Ableger der französischen „Génération identitaire“, Jugendorganisation des „Bloc Identitaire“ welcher einen Zusammenschluss rechtsextremer und neurechter Gruppierungen in Frankreich darstellt. Dessen Vorläuferorganisation „Unité radicale“ war verboten worden, nachdem ein Mitglied anlässlich des französischen Nationalfeiertags 2002 versucht hatte, einen Anschlag auf den damaligen Präsidenten Jacques Chirac zu verüben. Wie in Frankreich versuchen die Identitären auch in hierzulande, vor allem in sozialen Netzwerken Fremdenhass zu schüren, den sie geschickt in einer modernen Verpackung präsentieren. mehr…
Freitag, den 5. Juni um 20 Uhr lädt El Zapote zu einem Konzert mit Ma Valise im Bahnhof Langendreer und schreibt: »Die Biographie von Ma Valise liest sich wie eine Geschichte aus 1001 Nacht. Die Rede ist hier und später allerdings nicht von Aladin und die Wunderlampe, sondern von einem symbolisch fliegenden Koffer (Ma Valise= Mein Koffer), der mit vielen musikalischen Stilen vollgepackt die Welt umrunden sollte. mehr…
Die vielbeschworene Mietpreisbremse tritt heute nur in Berlin in Kraft. In NRW erst am 1. Juli, und dann auch nur in 21 Kommunen. Bochum und Hattingen werden – wie das gesamte Ruhrgebiet – nicht dazu gehören, denn die Mietpreisbremse ist nur gedacht für Gebiete mit Wohnungsengpässen. Flächendeckend in ganz Deutschland gilt aber seit heute: Wohnungssuchende MieterInnen müssen MaklerInnen nur noch dann bezahlen, wenn sie sie selbst beauftragt haben. Das ist das sogenannte „Bestellerprinzip“, dass mit dem Mietrechtsnovellierungsgesetz heute in Kraft tritt: Wer den Makler bestellt, bezahlt ihn auch. mehr…
Unter dem Motto „Kein Kind zurücklassen – Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe jetzt!“ ruft ver.di für den morgigen Dienstag (2. Juni 2015) zu einer Demonstration vor dem Düsseldorfer Landtag auf. Allein aus dem ver.di Bezirk Bochum-Herne werden Streikende, Eltern mit Kindern und weitere Betroffene mit 11 Bussen nach Düsseldorf fahren. Ver.di-Geschäftsführerin Gudrun Müller erläutert, warum die Demonstration vor dem Landtag stattfindet: „Die Landesregierung NRW hat 2012 das Modellvorhaben ‚Kein Kind zurücklassen! – Sparen ist teuer‘ als Signal für eine vorbeugende Politik gestartet. Jetzt muss sie auch Taten folgen lassen und für die Tarifrunde des Sozial- und Erziehungsdienstes die Kosten der Aufwertung dieser Berufsfelder übernehmen! Denn nur Investitionen in die Bildung, Betreuung und Förderung unserer Kinder sichert die Zukunft unseres Landes! Wie vorausschauende und vorbeugende Politik aussehen kann, hat die Bayerische Staatsregierung mit ihrer Entscheidung gezeigt. Dort wird der Freistaat jede Erhöhung der Tarifgehälter durch eine erhöhte Förderung der Betriebskosten tragen. Bisher hat sich die Landesregierung NRW nicht zu diesem Thema geäußert. Wir erwarten seitens der Landesregierung NRW jetzt eine positive Entscheidung und sind gespannt, welches Mitglied der Landesregierung unserer Einladung folgt, auf der Demonstration zu uns zu sprechen.“ mehr…
Am Montag, 8.Juni zeigt der Mieterverein Bochum um 19 Uhr im Kino Endstadtion den Film „Sieben Tage bei der PAH Barcelona“ auf spanisch mit deutschen Untertiteln. Anschliessend findet im Kino eine Diskussion zu Zwangsräumungen MietervereinsvertreterInnen und AktivistInnen in Spanien und Deutschland statt. Eine besondere Aktualität bekommt der Film durch den Wahlsieg von Ana Colau für das Wahlbündnis Barcelona en Comú (Barcelona vereint). Das Wahlbündnis ist aus den sozialen Bewegungen in der Finanzkrise und als Alternative zur Politik der etablierten Parteien entstanden. Ana Colau war eine der Gründerinnen der PAH und wird nun voraussichtlich Bürgermeisterin von Barcelona. mehr…
Am Montag, den 8. Juni wird Patrick Schreiner um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer über das Leben im Neoliberalismus diskutieren. Weit über Politik und Wirtschaft hinaus hat sich der Neoliberalismus in unserem Denken und im Alltagsleben verankert. Patrick Schreiner fragt nach den sozialen und ideologischen Mechanismen, durch die Menschen neoliberale Ansätze und Ideen als gut, angemessen und alternativlos akzeptieren. Dazu nimmt er das Bildungswesen, Ratgeberliteratur, Esoterik, Sport und Fitness, Stars, das Fernsehen, Soziale Netzwerke sowie Konsum und Lifestyle in den Blick. An diesen Beispielen zeigt Schreiner, wie der Neoliberalismus die Menschen vereinnahmt und welche Folgen das für die Einzelnen wie für die Gesellschaft hat. Patrick Schreiner ist Politikwissenschaftler, hauptamtlicher Gewerkschafter und Publizist. Er veröffentlichte dieses Jahr „Unterwerfung als Freiheit“ im PapyRossa Verlag.
Am 3. Juni werden um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer drei Kurzfilme gezeigt, die im Projekt „Unsichtbare Grenzen – In Szene gesetzt“ in Tandems von je einem jungen Flüchtling und einem/-r FilmemacherIn entstanden sind. Sie spiegeln in diversen Facetten und sehr persönlich das alltägliche Leben junger Flüchtlinge in Berlin wider. In der Einladung heißt es: »Im anschließenden Gespräch möchten wir über Barrieren nachdenken, die im Leben eines jungen Flüchtlings überwunden werden müssen. Dazu gehören ihre Bildungsmöglichkeiten, das Prozedere der Altersfestsetzung, genauso wie die Konfrontation mit Vorurteilen und den Gefühlen der Fremdheit und Einsamkeit. Zur Diskussion sind eingeladen: Nelli Foumba (Jugendliche ohne Grenzen), Antonia Kreul (Flüchtlingsrat NRW), VertreterInnen der Bundesweite Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. (BAFF). mehr…
Samstag 30.05.15, 13:11 Uhr
ver.di zum Streik im Sozial- und Erziehungsbereich
„Wir werden es zusammen mit den Eltern nicht hinnehmen, dass die Stadt sich am Streik der Erzieherinnen und Erzieher in den Bochumer Kitas bereichert“, kündigt Gudrun Müller, Geschäftsführerin im ver.di Bezirk Bochum-Herne, an. „Da sind zum einen die Gebühren, die die Eltern bezahlen, obwohl die Kitas geschlossen sind. Jetzt wo der Haushalt der Stadt Bochum von der Bezirksregierung genehmigt ist, gibt es keine Ausrede mehr. Das Geld muss umgehend den Eltern zurück erstattet werden.“ Zum anderen zahlt die Stadt während des Streikes keine Gehälter an die Erzieherinnen und Erzieher. „Diese Gelder sollten ursprünglich über das städtische Personal zielgerichtet in die frühkindliche Förderung der Kinder in den Tageseinrichtungen fließen. Da dies durch den Streik entfallen ist, muss es jetzt eine ausgleichende Förderung auf alternativem Weg geben. Das Geld soll als zusätzlich Sachleistung an die Kitas fließen. Durch Anschaffungen, Instandsetzungen und Renovierungen in den Tageseinrichtungen für Kinder, die mit diesem Geld finanziert werden können, wäre eine gezielte Förderung der Kinder und adäquate Verwendung der Mittel anstelle der ursprünglichen Personalkosten gewährleistet“, fordert Gudrun Müller. mehr…
Die VHS lädt am Sonntag, den 7.6. um 14.00 Uhr ab Glocke Rathausplatz zu einen Stadtrundgang zum Thema Bochum im Faschismus an: »Vor 80 Jahren: Die Parteien waren verboten. Die ersten Konzentrationslager waren seit 2 Jahren eingerichtet. Deutschland war aus dem Völkerbund ausgetreten. Fast täglich gab es neue Gesetze gegen jüdische Mitbürger. Das Konkordat mit dem Vatikan war längst verabschiedet. Hitler war Reichspräsident und Reichskanzler in einer Person. Die Olympischen Spiele in Berlin wurden vorbereitet. Wie hatte 1933 alles angefangen? Wie sah Bochum 10 Jahre später aus? An etlichen Orten in der Innenstadt, die an „damals“ erinnern, soll ein Einblick gegeben werden, was Alltag unterm „Hakenkreuz“ konkret für die Menschen in Bochum bedeutete. Wer freute sich über die neuen politischen Herren? Wer hatte zu leiden? mehr…
Im Juni und Juli will der space-left an zwei Nachmittagen erklären und auch praktisch helfen, Linux zu installieren. Am nächsten Samstag, den 6. 6. um 16 Uhr findet der erste Teil statt. Die Einladung: Wir wollen aufzeigen, dass Linux mittlerweile ausgereift genug ist, um auch von Menschen im Alltag genutzt zu werden, die kein bzw wenig technisches Vorwissen haben. Linux bietet als Alternative zu Windows und OS X nicht nur Vorteile bezüglich Sicherheit und Benutzer_innenfreundlichkeit, sondern verfügt außerdem über eine große Auswahl freier Software. Wir werden die Installation und die Bedienung des Linux-Systems „Debian“ erklären und das Wissen vermitteln, das für den täglichen Umgang nötig ist. Zudem werden wir zeigen, wie sich sinnvoll Backups für die nachfolgende Installation von Linux anlegen lassen. Computer können gerne mit gebracht werden. Das ist aber nicht erforderlich. mehr…
Linksjugend[solid] und SDAJ laden am Dienstag, den 2. Juni um 20:15 Uhr zu einer Diskussion über die G7 ins Soziale Zentrum ein: «Am nächsten Wochenende treffen in Elmau die Regierungschefs der 7 einflussreichsten Staaten zusammen. Da dieser Einfluss vor allem auf militärischer Vormacht und wirtschaftlicher Abhängigkeiten aufbaut, ist davon auszugehen, dass dort Absprachen gegen die Masse der Weltbevölkerung getroffen werden. Veröffentlicht werden weder Tagesordnungen, noch Protokolle. Aber die Erfahrung lehrt uns, dass auf die Regierungschefs der imperialistischen Zentren nur für den Verlass ist, der über enormes Kapitalvolumen verfügt. Neben einem kurzen Input als Diskussionsgrundlage wollen wir auch unsere Anreiseoption zu den Gegenprotesten vorstellen.«
Das heutige Solidaritätsfest von ver.di zum Streik im Sozial- und Erziehungsbereich zeigte eine Entwicklung auf, die vor einigen Jahren in Bochum undenkbar gewesen ist: Die Bochumer SPD hat keinerlei Beziehung mehr zu gewerkschaftlichen Arbeitskämpfen. Sie war abwesend. Dass auch niemand von den Grünen bei der Veranstaltung anwesend war, hat kaum jemanden überrascht. Neu war dagegen, dass die Linkspartei als einzige Partei mit einem Infostand vertreten war und dass Sevim Dagdelen als Bundestagsabgeordenete der Linkspartei als einzige Politikerin eine Rede gehalten hat. Jochen Marquardt als DGB-Regionsvorsitzender und die IG-Metall Bevollmächtigte Eva Kerkemeier als Bochumer DGB-Vorsitzende hatten zuvor in ihren Redebeiträgen deutlich gemacht, dass sich die Streikenden auf die Solidarität aller Gewerkschaften verlassen können. Stars des Festes waren aber weniger die RednerInnen, sondern Clown Zimbo, Esther Münch und die vielen toll geschminkten Kinder. mehr…
Die Redaktion von bodo kündigt die aktuelle Ausgabe des sozialen Straßenmagazin in diesem Monat an „mit drei Professoren-Titeln, mit fünf Roma im Dienst der Stadt, 28 Notaufnahme-Mitarbeitern, 50 Motorrädern, 80 Inklusion-Experten, 200 Flüchtlingen und 350 Düften.“ Weiter heißt es in der Redaktionsmitteilung: »bodo trifft den Honorar-Musikprofessor Götz Alsmann und spricht über Freiheit, Pop und 1968. Der Bochumer Duftforscher Prof. Hans Hatt verrät: „Die Nase schläft nie“ und erklärt, wie Düfte manipulieren und dass auch Organe „riechen“ können. Der Dortmunder Politikwissenschaftler Aladin El-Mafaalani irritiert scheinbare Gewissheiten zu Migration, Bildungsaufstieg und zur Dortmunder Nordstadt. mehr…
„Heute ist uns bekannt geworden, dass in der Kindertageseinrichtung „UniKids“ des AKAFÖ in Abstimmung mit der Ruhr-Universität Bochum ab dem kommenden Montag Eltern die Betreuung von Kindern übernehmen sollen, die vom Streik der Erzieherinnen und Erzieher betroffen sind.“ erklärt Gudrun Müller, Geschäftsführerin im ver.di Bezirk Bochum-Herne. „Damit sollen die Kolleginnen und Kollegen im Arbeitskampf kalt ausgebremst werden.“ entrüstet sich Müller. „Schon aus pädagogischer Sicht ist dies ein Unding“, bemerkt Gewerkschaftsekretär Peter Neubauer. „Hinzukommt, dass es aus guten Gründen strenge gesetzliche Vorgaben zum Gesundheits- und Hygieneschutz gibt, die hier scheinbar völlig außer Acht gelassen werden. Werden ansonsten ehrenamtliche Kräfte eingesetzt, ist hier – wie beim qualifizierten Personal – ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis erforderlich, um die Kinder z.B. vor Übergriffen zu schützen. Wir fragen uns, ob diese und viele weitere Voraussetzungen hinreichend geprüft wurden, um das Wohlergehen und die Sicherheit der Kinder in diesen Notgruppen zu garantieren. Den Entscheidungsträgern von AKAFÖ und RUB ist offenbar die Tragweite ihrer Entscheidung nicht bewusst.“ mehr…
„Auch viele Gewerkschafter wünschen sich ein Ende des KiTa-Streiks“, so die Vorsitzende des DGB in Bochum Eva Kerkemeier. „Wir haben Verständnis dafür, dass auch viele unserer Kolleginnen und Kollegen auf ein Ende des Streiks drängen. Die Versorgung der Kinder ist für viele Eltern und auch für viele Betriebe eine große Herausforderung.“ Für Kerkemeier könnte der Streik zügig beendet werden, wenn die Arbeitgeber endlich ein akzeptables Angebot vorlegen. „Der laufende Streik ist ein Problem, dessen Ursache auf Seiten der Arbeitgeber liegt. Wer wirklich eine Lösung will, ist aufgerufen die Ursache für die Auseinandersetzung in den Blick zu nehmen und muss deshalb die Solidarität mit den Streikenden verstärken und mithelfen den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.“ Dabei können die Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsberufen auf die grundlegende Unterstützung der DGB-Gewerkschaften und ihres Dachverbandes weiterhin bauen. „Wir erwarten, dass die Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden, die Stadtspitzen und Räte gleichfalls Druck ausüben, bzw. den Druck erhöhen, um nach 3 Monaten endlich auf die Forderungen der Beschäftigten einzugehen.“
Horst Hohmeier, der Oberbürgermeisterkandidat Der Linken für Bochum, hat seine Internet-Seite freigeschaltet, mit der er über Wahlkampf, Termine und Forderungen informiert. In seinem Programm spricht er sich für mehr demokratische Kontrolle und gegen Privatisierungen aus, fordert mehr Maßnahmen gegen Diskriminierung und einen Ausbau der kommunalen Umweltverwaltung. Vor allem aber macht er deutlich: Jede Stimme für ihn ist eine Stimme gegen die unsoziale Kürzungspolitik in Bochum. „Wir brauchen einen Politikwechsel, denn die rot-grünen Kürzungen ruinieren Bochum“, sagt Horst Hohmeier. „Das Kürzungsprogramm ist nicht nur unsozial, sondern auch eine Sackgasse. Auch mit weiterem Personalabbau, noch weniger Betreuung an den Schulen oder noch kürzeren Öffnungszeiten von Schwimmbädern und Büchereien lässt sich der Haushalt nicht sanieren.“ Horst Hohmeier fordert dagegen, dass die Stadt statt auf teure Prestigeprojekte wie das Musikzentrum und auf Finanzspekulationen wie die Schweizer-Banken-Kredite verzichtet. mehr…
Kita-Streik: Gestern Menschenkette in der Innenstadt - morgen Solidaritätsfest auf dem Husemannplatz
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di lädt am Freitag, den 29. Mai ab 15 Uhr zu einem Solidaritätsfest auf dem Husemannplatz ein. „Wir wollen natürlich vor allem die Öffentlichkeit informieren, warum der unbefristete Streik im Erziehungs- und Sozialbereich das einzige uns verbliebene Mittel ist, um eine angemessene Anerkennung der Arbeit in diesem Bereich zu erzielen“, erklärt ver.di-Sekretär David Staercke. „Wir wollen aber auch die Kinder ein klein wenig entschädigen, die seit drei Wochen von Streik betroffen sind. Auf dem Husemannplatz werden wir eine Reihe von Attraktionen anbieten, mit denen sie zum Beispiel Geburtstagsfeiern nachholen können, die ihnen durch den Streik entgangen sind.“ Die Hüpfburg wird ebenso wenig fehlen, wie ein tarifpolitisch gestaltetes Dosenwerfen. mehr…
Die Linksfraktion im Rat der Stadt Bochum beteiligt sich am Solidaritätsfest für die streikenden Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst am 29. Mai. Zum Ende der dritten Streikwoche fordert die Linksfraktion: „Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz darf nicht länger den Kopf in den Sand stecken!“ „Die Stadt Bochum muss endlich dafür eintreten, die Blockadehaltung der kommunalen Arbeitgeber zu brechen“, sagt Ratsmitglied und Oberbürgermeister-Kandidat der Linken Horst Hohmeier. „Es ist wenig souverän, dass sich Ottilie Scholz nicht der Kritik der Beschäftigten stellt, sondern immer nur Dezernentin Birgitt Collisi zu den Streikenden vorschickt. Und es ist unglaubwürdig, wenn der Bochumer SPD-Vorsitzende Thomas Eiskirch mehr Wertschätzung für die ErzieherInnen fordert und beteuert, Eltern dürften nicht doppelt belastet werden, aber die SPD im Rat und die SPD-Oberbürgermeisterin genau das Gegenteil machen.“ mehr…
Das Bündnis gegen Burschenschaften und für eine weltoffene Universität schreibt: »Am 6. Juni 2015 feiert die Ruhr-Universität Bochum (RUB) ihr 50 jähriges Bestehen. Hier sollen auch mindestens fünf Studentenverbindungen, die teils am ganz rechten Rand angesiedelt sind, Infotische zur Verfügung gestellt werden. Trotz massiver Kritik seitens studentischer Gremien, Initiativen und Fachschaften stellt sich die Univerwaltung bisher stur. „Rein ordnungspolitisch zu begründen wäre eine Ausladung von Studentenverbindungen recht einfach mit der Haus- und Streckenordnung der Blaupause“ kommentiert Franziska Novak, Sprecherin des Bündnisses gegen Burschenschaften und für eine weltoffene Universität. Diese sieht vor, frauenfeindliche oder sexistische Propaganda und Gruppen nicht zu tolerieren. „Alle fünf Verbindungen nehmen nur biologisch männliche Personen auf, was die Definition von Sexismus, also auf das Geschlecht bezogene Diskriminierung, unmissverständlich erfüllt. Nebenbei können mindestens zwei der Verbindungen Kontakte zur extremen Rechten nachgewiesen werden“, so Novak weiter. mehr…
Die Delegiertenversammlung der IG-Metall hat am gestrigen Abend einstimmig eine Resolution zu den Streikenden in den Sozial- und Erziehungsberufen beschlossen: »Die Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsberufen müssen nun in die dritte Streikwoche. Eine weitere Streikphase ist notwendig für die Durchsetzung ihrer Forderungen. Gerade die Kolleginnen und Kollegen aus den Sozialen- und Erziehungsbereichen sind auf unsere Solidarität angewiesen. Die Erziehung, Bildung und Betreuung unserer Kinder ist der Grundstein für eine erfolgreiche und friedliche Gesellschaft. Die Verantwortung, die auf den Schultern unserer Kolleginnen und Kollegen lastet, muss auch finanziell honoriert werden. Eine deutliche Steigerung von Lohn und Gehalt und eine entsprechende Eingruppierung, die eine Einkommensentwicklung sichert, ist nur mehr als angemessen. Leider fehlen diese Bestandteile in den Angeboten der Arbeitgeber. mehr…
Vor allem die Deutsche Annington führt derzeit an zahlreichen Standorten in Bochum groß angelegte Modernisierungen durch. Für viele MieterInnen wird das ein Problem. Denn anschließend steigen die Mieten. Der Mieterverein möchte Betroffene genauer über ihre Rechte informieren und lädt deshalb MieterInnen, deren Haus gerade oder demnächst modernisiert wird, zu einem Informationsabend ein. Er findet statt am Dienstag, den 2. Juni. um: 18.30 Uhr im Clubraum der VHS im Bildungs- und Verwaltungszentrum am Gustav-Heinemann-Platz. Der Eintritt ist frei. In der Einladung heißt es: »Zwar gibt es bei energetischen Sanierungen immer Heizkostenersparnisse, die den Mietern zu Gute kommen. In aller Regel steigt die Miete aber viel stärker als die Heizkosten sinken. In der Geschäftsstelle des Mietervereins an der Brückstraße 58 liegen Fälle vor, in denen die Mieterhöhung die Heizkostenersparnis um mehr als das Vierfache übersteigt. Rechtsberaterin Sabine Mosler: „Die oft beschworene Warmmietenneutralität ist eine Illusion!“ mehr…
Am Sonntag, den 31. 5. organisieren der Bahnhof Langendreer und die DGB-Jugend Ruhr-Mark eine Fahrt zur Gedenkstätte Wewelsburg bei Paderborn. Abfahrt ist um 11 Uhr an der Reisebushaltestelle Wittener Straße am Hauptbahnhof. Die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945 informiert umfassend über die Geschichte der Schutzstaffel (SS) der NSDAP. Es gibt eine Führung durch Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“, die die lokale Geschichte der SS in Wewelsburg und des dortigen Konzentrationslagers und gleichzeitig eine Gesamtdarstellung der SS zeigt. Im Anschluss wird es einen begleiteten Rundgang durch den Ort Wewelsburg zu Plätzen geben, an denen die Nationalsozialisten ihre Spuren hinterlassen haben. Rückkehr in Bochum ca. 18.30 Uhr. Teilnahmebeitrag 10 €, ermäßigt 5 €. Anmeldung bis Freitag, 29.05. erforderlich an politik@bahnhof-langendreer.de.
ver.di hat heute die Beschäftigten der Stadtverwaltung zu einer Solidaritätsaktion aufgerufen. Im Rahmen einer aktiven Mittagspause werden die streikenden Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes gemeinsam mit den übrigen Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung eine Menschenkette vom Willy-Brandt-Platz bis in die Huestraße hinein bilden. Damit demonstrieren die Beschäftigten der Stadt Bochum, dass sie sich in der Tarifauseinandersetzung um eine Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe nicht gegeneinander ausspielen lassen, so David Staercke, Gewerkschaftssekretär bei ver.di in Bochum. Der Beginn der aktiven Mittagspause und der Menschenkette ist für 12 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz geplant.
Die Linksfraktion berichtet auf ihrer Webseite über die Sitzung des Ausschusses für Kultur am 19. Mai. Hier ging es unter anderem um die finanzielle Absicherung der freien Kulturszene in Bochum. Aus Vorlagen der Verwaltung wurde im Vorfeld deutlich, dass die Stadt Bochum Zusagen gegenüber den Kulturschaffenden brechen wollte: Statt einer Förderung von 180.000 Euro für Bochums kleine Theater und Kunstprojekte sollte faktisch nur 100.000 Euro zur Verfügung stehen. Denn aus dem gleichen Topf sollten 80.000 Euro an das Urbanatix-Nachfolgeprojekt “Open Space†fließen. Zum Bericht.
Ab Donnerstag, den 28. 5. ist im endstation.kino Ryan Goslings in Detroit gedrehtes Regiedebüt Lost River zu sehen. Die Ankündigung: »Jeder sucht woanders nach einem besseren Leben… Das einst blühende Lost River ist zu einer gefährlichen Geisterstadt geworden – wer kann, zieht weg. Billy liebt ihre beiden Söhne und will noch bleiben. Bones, der ältere, gerät ins Visier einer gewalttätigen Gang. Seine Mutter muss dringend Geld auftreiben, um das Haus der Familie behalten zu können. In ihrer Not nimmt sie das Angebot eines zwielichtigen Nachtclubs an, in dem sie auf die geheimnisvolle Cat trifft. Doch Billy ahnt nicht, dass sie mit diesem Job ihr Leben aufs Spiel setzt. Für die Familie ist die Zeit gekommen, sich zu wehren. Eine mysteriöse Straße, die mitten in den See und in eine geheimnisvolle Unterwasserwelt führt, könnte der Schlüssel zu einem neuen Aufbruch sein… mehr…
Die Soziale Liste schreibt: »Günter Gleising, OB-Kandidat der Sozialen Liste Bochum, unterstützt die Forderung von örtlichen Buchhändlern, den Fördervereinen u. a. noch vor den Sommerferien neue Bücher und Medien für die städt. Büchereien anzuschaffen. Vor allem die Auffrischung des Bestandes durch Neuerscheinungen ist wichtig, um die Attraktivität der städt. Büchereien zu bewahren. Zudem haben die Möglichkeiten der Ausleihe von Büchern und Medien einen hohen sozialen und kulturellen Stellenwert. Günter Gleising kritisiert, dass es bisher keine Frühjahrsanschaffung von Medien bei der Stadtbücherei gegeben hat. mehr…