Archiv für den Monat: Oktober 2015


Donnerstag 22.10.15, 08:58 Uhr
Gedenken an die Opfer der NS-Zeit statt Heldengedenken

Kein Ort den FaschistInnen 1

Am 2. April 2015 zerstörte ein Sturm das Wattenscheider „Ehrenmal“. Die Grüne Jugend erklärt dazu: »Das Denkmal wurde 1933/34 im Rahmen nationalsozialistischer Kriegspropaganda errichtet und sollte an die Gefallenen des 1. Weltkrieges erinnern.  Mehrfach zog die neonazistische Partei NPD vor das Denkmal und hat ein „Heldengedenken“ zelebriert – dies hat auch die Änderung der Stadt, die Täter des 2. Weltkriegs miteinzubeziehen, nur noch bekräftigt. Es ist ein Unding, dass ein NS-Relikt bislang mitten in Wattenscheid Bestand hatte und somit auch ein Ort  faschistischen Gedankenguts bereit gestellt wurde. Ist das diese „deutsche Erinnerungskultur“? Auch wenn ein in Schutt liegendes NS-Relikt eine gewissen Ästhetik besitzt, zerstört dies das Stadtbild in Wattenscheid und das Naherholungsgebiet im Park. Daher fordert die GJ Bochum die Bezirksvertretung und die Stadt Bochum auf, ihre Untätigkeit in diesem Bereich zu beenden und das faschistische Denkmal nicht wiederaufzubauen, sondern einen Ort des antifaschistischen Gedenkens daraus zu machen.«


Mittwoch 21.10.15, 17:39 Uhr

Von wegen „Willkommenskultur“

Das Anti-Rassismus-Referat (AStA) der ev. FH lädt am 27. 10. um 19:00 Uhr im Raum 119 der ev. FH, Immanuel-Kant-Straße 18-20 zu einer Veranstaltung ein. Der Titel: »Von wegen „Willkommenskultur“ – Der steinige Weg zum Asyl in Deutschland«. In der Ankündigung heißt es: » Die Entwicklungen haben sich in den letzten Monaten überschlagen. Tausenden Refugees ist es in beeindruckender Weise gelungen, trotz abgeschotteter Grenzen und Stacheldraht die „Festung Europa“ zu erklimmen. Was sie hier vorfinden, ist nicht immer das erhoffte bessere Leben. Täglich werden Anschläge auf Geflüchtetenunterkünfte verübt. Der deutsche Staat inszeniert(e) medial eine „Willkommenskultur“ und hebt sich als besonders humanitäre Kraft gegenüber anderen europäischen Staaten hervor, während er gleichzeitig neue und weitreichende Verschärfungen des Asylrechts in Richtung Leid beschließt, die für noch mehr Asylsuchende eine generelle Ablehnung ihrer Anträge bedeuten, ihnen die lebensnotwendigen Mittel versagen und Flucht weiter kriminalisieren sollen. mehr…


Mittwoch 21.10.15, 15:31 Uhr
Die dunkle, unbekannte Seite des Campus kennenlernen

Party und alternativer Uni-Rundgang

Die schwarze Ruhr-Uni lädt am Donnerstag, dem 29. Oktober erst zu einem alternativen Rundgang über den Campus und anschließend zu einer Semesterstartparty ein: »Am Donnerstag, den 29. Oktober veranstalten wir einen alternativen Erstirundgang, bei dem wir Euch die wirklich spannenden Ecken des Campus zeigen wollen. Der Treffpunkt ist um 18 Uhr vor der Univerwaltung. mehr…


Dienstag 20.10.15, 10:09 Uhr

Falle für RadfahrerInnen am Opelring?

Dem Ausschuss des Stadtrates für Infrastruktur und Mobilität liegt am 20. 10. eine Vorlage der Verwaltung vor, deren Beschluss nach Ansicht des ADFC und der Linksfraktion gefährliche Konsequenzen haben kann. In einer Mitteilung der Linksfraktion heißt es: »Auf dem Opelring, dessen Sanierung geplant ist, sollen Radwege im Zweirichtungsverkehr angelegt werden. Radfahrer würden also auch entgegen der Fahrtrichtung im Kreisverkehr fahren und an jeder Einmündung Gefahr laufen, von den einbiegenden Kraftfahrern, die gewohnheitsmäßig im Kreisverkehr nur nach Links schauen, übersehen zu werden. Die Linke im Bochumer Rat beantragt, dass bei dem Umbau des Opelrings die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 2010) beachtet werden und die vom ADFC Bochum eingereichten Anregungen Berücksichtigung finden. mehr…


Dienstag 20.10.15, 09:58 Uhr

König Äppelklaun & SchwarzRoter Tresen

Für den SchwarzRoten Tresen am 24. 10. ab 20 Uhr im Sozialen Zentrum gibt es folgende Einladung: »Da freuen sich die Frutarier*innen: Der SchwarzRote Tresen wurde mit einer großzügigen Falläpfelspende bedacht. Deswegen dreht sich am 24.10. ab 20 Uhr im SZ Bochum kulinarisch alles um Äpfel. Ob süß oder herzhaft: Alles ist dabei und gegen eine Spende für linke Initiativen zum Abfedern von Repressionskosten zu haben. Natürlich gibt es auch wieder günstiges Bier für 1 Euro. Für alle, die es mit dem Alkoholpegel etwas eiliger haben, gibt es auch wieder Turbomate mit Sekt oder Vodka.«


Montag 19.10.15, 13:29 Uhr
Theaterstück zum 100. Jahrestag des Genozid an den Armeniern

„Nicht ich bin der Mörder“


Im Rahmen der Anne Frank-Kulturwochen  zeigt eine Berliner Künstlergruppe am Samstag, den 24. 10. um 20:00 Uhr im Kulturrat in Gerthe die szenische Lesung: „Nicht ich bin der Mörder“ – So lautete die Erklärung des jungen Armeniers, der den ehemaligen osmanischen Innenminister Talaat Pascha als Hauptverantwortlichen an dem Massaker erschossen hatte. Etwa 1,5 Millionen Menschen wurden damals, 1915, ermordet oder auf den Todesmarsch durch die Wüste deportiert, wo sie schließlich Hunger, Durst und totaler Entkräftung erlagen, hauptsächlich Armenier, aber auch aramäische und chaldäische Christen. mehr…


Montag 19.10.15, 12:28 Uhr

Science Slam – Wissen rockt

Am kommenden Montag, den 26. 10. um 20 Uhr laden das boskop Kulturbüro, der Bahnhof Langendreer und Religionsfrei im Revier zu einem neuen Science Slam. Hier erhalten Studierenden und WissenschaftlerInnen die Möglichkeit, ihre Forschungsprojekte in einem unterhaltsamen 10-Minuten-Vortrag auf die Bühne zu bringen. Im Gegensatz zum Poetry Slam sind hier alle Hilfsmittel erlaubt: PowerPoint-Präsentationen, Requisiten oder Live-Experimente sind herzlich willkommen. Die Moderation des Journalisten und Science Slammer Sebastian Bartoschek und das Engagement verschiedener WissenschaftlerInnen lassen einen informativen und unterhaltsamen Abend erwarten. Und am Ende entscheidet das Publikum, wer als SiegerIn des Science Slam nach Hause geht.

Veranstaltet von


Samstag 17.10.15, 23:35 Uhr
André Kasper zum Wechsel von D. Heider von den Linken zur UWG

Es ging ziemlich skrupellos um Geld 1

Zum Austritt der Bochumer Ratsfrau Dschamilja Heider aus der Linksfraktion und ihrem Übertritt zur UWG (Siehe Meldung: Vorwurf: Betrug am Wählerwillen) erklärt André Kasper, Ratsmitglied der Piraten: »Frau Heider wurde zu Beginn unserer Amtszeit auch bei uns vorstellig. Es ging nicht um Politik, sondern um eine Stelle für den Vater. Im Ausgleich hätte man uns zum Fraktionsstatus verholfen. Liebe UWG, liebe Dschamilja: Das was ihr da treibt, ist einer Demokratie nicht würdig. Auch bei mir ist der Eindruck entstanden, dass es Frau Heider nur ziemlich skrupellos um Geld ging. Inhaltliche Anliegen brachte sie nicht vor. Wir haben abgelehnt. Die UWG Wattenscheid könnte hier ja mal Licht ins Dunkel bringen. Insbesondere wird es spannend zu beobachten sein, ob Bernd Heider hier eine Stelle in der Geschäftsstelle erhalten wird.«


Samstag 17.10.15, 20:50 Uhr

Seltsamer AfD-Aufzug

Weil die AfD einmal „ungestört von der Antifa“ demonstrieren wollte, hat sie heute einen Bus gechartert und ist ohne öffentliche Ankündigung mit der Busladung durch Dortmund, Bochum und Düsseldorf marschiert. Ein Bochumer Augenzeuge: »Heute wurden wir zufällig Zeuge einer seltsamen Demonstration: Gegen 12.30 h waren wir vor dem Rathaus auf dem Flohmarkt, als sich von der Bongarstraße her auf dem Gehweg vor Drehscheibe und Citypoint eine Demonstration der AFD auf den Rathausplatz zubewegte. Es waren ca. 50 Menschen. Alle waren mit AFD-blauen Regenjacken bekleidet. Niemand sonst schien überhaupt Notiz von diesem Aufzug zu nehmen. Alle Plakate waren professionelles AFD Material. Der Zug bewegte sich direkt auf uns zu. Wir stellten uns zu Dritt dem Zug in den Weg und riefen: „Gegen Ausländerfeinlichkeit“, „Nie wieder Faschismus“  und Ähnliches. Der Zug zog um uns herum mit entsprechenden Kommentaren. Seltsam war auch die Route: Der Zug setzte seinen Weg weiter fort, bis er in Höhe des Lokals Game einen wartenden Reisebus erreichte, den die Teilnehmer bestiegen. Der Bus fuhr dann nach Westen in die Alleestraße. mehr…


Samstag 17.10.15, 19:56 Uhr

Kirchenrepublik Deutschland

Am 8. Dezember stellt Carsten Frerk um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer, Studio 108 sein neues Buch vor: Kirchenrepublik Deutschland. Die Initiative Religionsfrei im Revier lädt ein: »In seinem Buch beschreibt Carsten Frerk erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik, wie die Kirchen systematisch Einfluss auf die Politik nehmen. Er stellt dar, welche Gremien dazu eingerichtet wurden (etwa die katholischen und evangelischen Büros), über welche Kanäle die Kirchen ihre Informationen erhalten, welche Strukturen begünstigen, dass politische Entscheidungen im Sinne der Kirchen ausfallen. Hierbei wird deutlich, dass die Kirchen – wo es um ihre ureigenen Belange als Organisationen geht – die erfolgreichsten Lobbyisten der Republik sind. Das Buch schafft Problembewusstsein für Ämterverquickung und „Seitenwechsler“, fordert Befangenheitsregeln für Parlamentsabgeordnete und thematisiert den „gekaperten Staat“. mehr…


Samstag 17.10.15, 14:11 Uhr

Am rechten Rand

Ende Oktober startet die ultra-rechte Politsekte ProNRW wieder eine Hetztour gegen Flüchtlinge. Insgesamt 19 Städte werden dann wieder von einem Dutzend Neonazi mit Kundgebungen heimgesucht. Am Samstag, den  31. Oktober, startet die Tour vormittags in Bochum.  Mit den REPs hat sich noch eine weitere Nazi-Gruppierung in Bochum gemeldet. Ihr Landesvorsitzender will anregen, dass Victor Orban in Bochum Ehrenbürger wird.


Samstag 17.10.15, 13:57 Uhr

Hayko Bağdat: Salyangoz – Die Schnecke

Am Sonntag, den 25. 10 liest  Hayko Bağdat um 20 Uhr im Bahnhof Langendreer, im Rahmen des Literatürk Festival 2015 aus „Salyangoz – Die Schnecke“. Die Einladung: »Mit seinem Buch „Salyangoz“ gibt Bağdat uns einen Schlüssel an die Hand: zu seinem Haus, zu unserem Haus, es ist das Haus einer halb armenisch-halb griechischen Familie, es steht im Istanbuler Stadtteil Kurtuluş und auf Kınalıada. Der Autor führt uns durch sein Leben und Erleben als Angehöriger der christlichen Minderheit in Istanbul, über die Landkarte der Diskriminierung und Selbstbehauptung der letzten 40 Jahre. Er spricht darüber, wer wir sind und wie wir uns die Deutungshoheit zurückholen. mehr…


Samstag 17.10.15, 11:18 Uhr

Bochum im NS: Eine Stadt war braun

Am 9. November jährt sich der 77. Jahrestag des Novemberpogroms. Die VHS bietet im Rahmenprogramm zu diesem Tag am Sonntag, den 25. 10. um 14.00 Uhr einen Stadtrundgang „Bochum im NS“ an: »Wie hatte 1933 alles angefangen? Wie sah Bochum 12 Jahre später aus? An etlichen Orten in der Innenstadt, die an „damals“ erinnern,  soll ein Einblick gegeben werden, was Alltag unterm „Hakenkreuz“ konkret für die Menschen in Bochum bedeutete. Wer freute sich über die neuen politischen Herren? Wer hatte zu leiden? mehr…


Freitag 16.10.15, 17:04 Uhr
Linkes Ratsmitglied wechselt mit Mandat zur UWG

Vorwurf: Betrug am Wählerwillen 1

Mit großem Befremden hat Die Linke im Rat der Stadt Bochum und der Bochumer Kreisvorstand den Austritt der Bochumer Ratsfrau Dschamilja Heider aus der Fraktion zur Kenntnis genommen. Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende Der Linken im Rat, Ralf-D. Lange: „Wir wurden von dieser Nachricht völlig überrascht. Erst gestern teilte Frau Heider uns in einem Schreiben ohne nähere Begründung mit, dass sie aus der Fraktion austritt. Heute erhielten wir die Nachricht, dass sie nunmehr bei der UWG hospitieren möchte. Wir bedauern diesen Schritt sehr.“ Amid Rabieh, Kreissprecher der Bochumer Linken, ergänzt: „Über die Entscheidung von Frau Heider bin ich persönlich enttäuscht. Politisch ist es nicht nachvollziehbar, da es kaum inhaltlichen Überschneidungen zwischen der UWG und den Linken gibt. mehr…


Freitag 16.10.15, 14:27 Uhr
Flüchtlingsrat NRW zur weiteren Einschränkung des Asylrechts

Bundesrat beschließt Verfassungsbruch 1

Der nordrhein-westfälische Flüchtlingsrat und weitere Flüchtlingsräte der Bundesländer kritisieren den Bundesrat, sich am offenen Verfassungsbruch zu beteiligen. „Die beschlossenen Gesetzesverschärfungen sind in höchstem Maße menschenfeindlich!“, so Birgit Naujoks, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrates NRW. In dieser Woche hat die Bundesregierung das „Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz“ im Eilverfahren durch Bundestag und Bundesrat gepeitscht. Soeben hat der Bundesrat den Gesetzesentwurf verabschiedet. Damit ist die letzte Hürde für die zweite massive Asylrechtsverschärfung innerhalb eines Jahres genommen. mehr…


Donnerstag 15.10.15, 19:54 Uhr
Blockadetrainung und Kneipenabend:

Repression und was tun wir dagegen?

Die SDAJ lädt am Samstag, den 17.10. ab 16 Uhr ins Soziale Zentrum ein und schreibt: Egal ob Nazis oder rechtskonservative Arschlöcher, Bundeswehrauftritte oder Streikbrecher: Manchmal muss man Blockieren! Und genau deswegen werden der Staat und seine Instrumente von Regierungen und Verwaltungen, Armeen bis Polizeien, Staatsanwaltschaften oder RichterInnen alles daran setzen, uns das Leben zur Hölle zu machen.
Wir können nun vor Ehrfurcht erstarren oder gemeinsam schauen, wie wir uns in eine bessere Position bringen, um die Repression gegen unsere politische Wirkkraft abzufedern. mehr…


Donnerstag 15.10.15, 19:43 Uhr
Lesekreis des Arbeitskreises Rote Ruhr-Uni zu Sigmund Freud

„…zur Einführung in die Psychoanalyse“

Ab dem 20. 10. findet immer dienstags vom 18-20 Uhr im Forum HGA, der Ruhr-Uni ein Lesekreis des Arbeitskreises Rote Ruhr-Uni statt.  Das Thema ist:  Sigmund Freud „…zur Einführung in die Psychoanalyse“. In der Ankündigung heißt es: »“An der Psychoanalyse ist nichts wahr als ihre Übertreibungen,“ schrieb Theodor W. Adorno zum Werk des Wiener Arztes und Kulturwissenschaftlers Sigmund Freud (1856-1939). Von Erich Fromms „Analytischer Sozialpsychologie“ und Max Horkheimers „Geschichte und Psychologie“ bis zu Adornos „Studien zum autoritären Charakter“ und Herbert Marcuses „Triebstruktur und Gesellschaft“ ist die Kritische Theorie der Gesellschaft neben Karl Marx‘ Kritik der politischen Ökonomie aufs Engste mit der Lehre und Praxis der Psychoanalyse verbunden. Denn Freud hatte als erster „jenes Ich, das so selbstverständlich zu sein schien“ als ein geschichtliches Produkt dechiffriert und als bürgerliches Subjekt der Analyse und Kritik unterworfen. mehr…


Donnerstag 15.10.15, 16:50 Uhr
Flüchtlingsrat NRW:

„Verfassungswidrige Beschlüsse des Bundestags sind skandalös!“

Flüchtlingsrat NRW e.V. kritisiert die Abgeordneten des Bundestags für die Zustimmung zu den geplanten Asylrechtsverschärfungen. „Der Bundesrat muss die verfassungswidrigen Gesetzesänderungen stoppen“, fordert Birgit Naujoks, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrates NRW e.V. In dieser Woche peitscht die Bundesregierung das „Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz“ im Eilverfahren durch den Bundestag. Soeben hat der Bundestag den Gesetzesentwurf verabschiedet. Naujoks dazu: „Ich bin entsetzt, dass 475 von 600 Abgeordneten dem Gesetzesentwurf zu- und nur 68 dagegen gestimmt haben“. Damit ist eine weitere Hürde für die zweite massive Asylrechtsverschärfung innerhalb eines Jahres genommen. mehr…