Archiv für den Monat: Oktober 2015


Mittwoch 28.10.15, 15:13 Uhr

Keine Leuchttürme und Prestigeprojekte

Die Soziale Liste Bochum im Rat kritisiert erneut die Steuergeldverschwendung und Fixierung der Bochumer Kommunalpolitik auf sog. Leuchttürme und Prestigeprojekte und erklärt: »Aus Sicht der Sozialen Liste ist es skandalös, wie die Stadt bei 1,7 Mrd. € Schulden, den Problemen eine genehmigungsfähigen Haushalt zu erstellen und dem Stellen- und Sozialabbau, weitere Millionen in Prestigeprojekt investiert. Ebenso skandalös ist es, wie die Stadt immer wieder das Musikhaus als Haus für die Musikschule darstellt, gleichzeitig aber die Gebühren und Bedingungen für teilnehmende Kinder an der Musikschule erhöht. mehr…


Dienstag 27.10.15, 12:43 Uhr
Mieterverein rechnet mit wachsenden Problemen

Engpässe bei preiswerten Wohnungen

Unter tatkräftiger Mithilfe des Mietervereins Bochum hat der Deutsche Mieterbund NRW Wohnungsmarkt und Wohnungspolitik im Ruhrgebiet näher untersucht. Die Ergebnisse, die jetzt als Broschüre erschienen sind, zeigen ein differenziertes Bild einer Region, deren Wohnungsmärkte noch bis vor Kurzem allgemein als entspannt galten. Hintergrund ist vor allem, dass die Bevölkerungszahlen sich anders entwickeln, als in der Vergangenheit vorhergesagt – und das nicht erst seit der jüngsten Flüchtlingszuwanderung. Die letzten Prognosen sagen weniger Schrumpfung, Stabilisierung oder gar ein Wachstum voraus. Darauf sind die Wohnungsmärkte aber nicht vorbereitet. mehr…


Dienstag 27.10.15, 12:28 Uhr

Webseite zur Flüchtlingsarbeit

Der Initiativkreis Flüchtlingsarbeit hat mit Unterstützung einige Profis und der Stadt Bochum eine Webseite erstellt, die einen Überblick über etliche Einrichtungen und Initiativen in der Bochumer Flüchtlingsarbeit bietet. Der Internet-Auftritt richtet sich in erster Linie an Menschen, die ehrenamtlich aktiv werden wollen und Anlaufpunkte suchen: http://fluechtlingshilfe-bochum.de/


Montag 26.10.15, 16:59 Uhr

Der italienische Überfall auf Griechenland

Am Donnerstag, den 29. 10. startet die Bochumer Geschichtswerkstatt um 19 Uhr im Sozialen Zentrum eine Workshop- Reihe “Griechenland im und nach den Zweiten Weltkrieg”. Unter dem Titel „Vor 75 Jahren: Der italienische Überfall auf Griechenland“ soll sich die erste Sitzung mit Ursachen und Verlauf dieses Krieges beschäftigen. In der Ankündigung heißt es: Am 10.Juni 1940 trat Italien an der Seite Nazi-Deutschlands in den Krieg ein. Am 28.Oktober 1940 überschritten italienischer Truppen die albanisch-griechische Grenze. Das in Italien regierende faschistische Regime wollte mit diesem Angriff die Vorherrschaft im Mittelmeerraum ausbauen. Der Angriff der Italiener wurde von den griechischen Truppen nach wenigen Wochen zurückgegeschlagen. Der Ochi-Tag (Jahrestag des “Nein”) wird jährlich in ganz Griechenland am 28.Oktober gefeiert und erinnert an die Ablehnung des von Benito Mussolini am 28.Oktober 1940 an Griechenland gestellten Ultimatums vor Beginn des Griechisch-Italienischen Krieges.


Montag 26.10.15, 15:13 Uhr

Kulturalisierung sozialer Fragen

Das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur –BoFo e.V. beobachtet die öffentliche Diskussion anlässlich eines jüngst erschienenen Buches einer Bochumer Polizistin mit Sorge. Besorgt und empört sind wir über die Aussagen einer Polizistin, die Menschen unter Kollektivmerkmale subsumiert und impliziert, deren Verhalten sei eine deterministische Folge ihrer vermeintlich religiösen Zugehörigkeit. mehr…


Montag 26.10.15, 14:42 Uhr
Beim Bochumer Konzerthaus läuft alles wie erwartet

Der Bau wird teurer und später fertig

Die Eröffnung des Bochumer Konzerthauses (Ruhr-Symphonie) verschiebt sich wegen großer Probleme um mindestens ein weiteres Vierteljahr – Baufirmen haben bereits im September die Arbeit eingestellt. Die vom Land NRW und der EU zugesagten Fördergelder in Höhe von 16,53 Millionen Euro sind ernsthaft in Gefahr. Die Linkspartei wirft der Stadtverwaltung inakzeptable Geheimniskrämerei vor und schreibt: »Durch einen Verfahrenstrick hat Stadtdirektor Michael Townsend dafür gesorgt, dass die Mitglieder des Rats über diese Fakten bis zum heutigen Tag nicht öffentlich sprechen durften. Die Linksfraktion im Bochumer Rat kritisiert Townsend scharf und fordert eine neue Kultur der Transparenz und Offenheit von der Bochumer Verwaltungsspitze. mehr…


Montag 26.10.15, 13:19 Uhr

Mehr Geld für die Bildung?

Am kommenden Donnerstag, 29. Oktober stellt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bochum zusammen mit Gunter Quaißer (Memo-Gruppe) das Versprechen der Regierung einer „Bildungsrepublik Deutschland“ auf den Prüfstand. Informiert und diskutiert werden soll von 18 – 20 Uhr im Bahnhof Langendreer. In der Einladung heißt es:  »Jahr für Jahr stellt die OECD fest, dass die Bildungsreformen in Deutschland im Vergleich zu anderen Industrienationen nur langsam vorwärts kommen. Während andere Länder kontinuierlich und konsequent in Bildung investieren, wird in einem der reichsten Länder in diesem Bereich gegeizt. Dabei geht es nicht nur um ein Mehr an Bildung bzw. um ein Mehr an höherwertigen Abschlüssen. Auch die Qualität dieser Bildung steht auf dem Prüfstand. mehr…


Montag 26.10.15, 08:11 Uhr
Filmgespräch mit der Fritz-Bauer-Biografin Irmtrud Wojak

Der Staat gegen Fritz Bauer


Ab Donnerstag, den 29. Oktober 2015 läuft im endstationKino der Film „Der Staat gegen Fritz Bauer“. Der Film zeigt, wie der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer Mitte der 50-er Jahre des letzten Jahrhunderts darum kämpft, dass die Verantwortlichen für die Verbrechen des Nazi-Regimes juristisch zur Verantwortung gezogen werden. Seine GegnerInnen waren in den meisten Fällen bis 1945 Mitglied der NSDAP. Sie sitzen in der Adenauerrepublik wieder an den Hebeln der Macht. Der Film gewann beim diesjährigen Filmfestival in Locarno den begehrten Publikumspreis. Die meisten Kritiken beurteilen den Film äußerst positiv. Die Jungle World, die TAZ, die FAZ oder die Zeit empfehlen z. B. den Film. Die Süddeutsche Zeitung charakterisiert ihn als spannenden Politik-Thriller. Der Film ist kein Dokumentarfilm. Er bedient eher das Tatort-Format. Für einige KritikerInnen z. B. in der Frankfurter Rundschau oder im Ossietzky überschattet die Methode „Sex and Crime“ dann auch den Inhalt einer Würdigung von Fritz Bauer. mehr…


Montag 26.10.15, 06:53 Uhr
Kundgebung heute um 17 Uhr in Langendreer

Migration is not a crime

Am heutigen Montag findet um 17 Uhr eine Kundgebung in Langendreer am Stern, Alte Bahnhofstr. 180, unter dem Motto statt: Migration is not a crime. Initiiert ist die Kundgebung von mehreren Jugendverbänden und weiteren UnterstützerInnen. In einer Mitteilung heißt es: »Wir rufen zu einer Kundgebung auf, um gemeinsam mit Flüchtenden gegen die unmenschliche Asylpolitik zu demonstrieren. Anstatt die Einwanderung zu illegalisieren müssen die Fluchtursachen erkannt und bekämpft werden. Stattdessen verschärft die Politik Deutschlands und der EU weiterhin die Situation in den Herkunftsregionen und versucht, die Flucht aus diesen zu verhindern. Diese Kundgebung ist der Auftakt zur größeren Demonstration am 14.11. in der Bochumer Innenstadt.«


Sonntag 25.10.15, 20:33 Uhr

Gedenk- statt Heldengedenktag? 1

Eine der peinlichsten Veranstaltungen in Bochum stellte seit vielen Jahren das Heldengedenken dar, das die Stadt Bochum am Volkstrauertag gemeinsam mit dem Volksbund der deutschen Kriegsgräberfürsorge inszenierte. Siehe Video.  Das soll sich in diesem Jahr ändern. Schauplatz war bisher die Fläche vor dem Mahnmal der „Trauernden Alten“ zwischen Kortumhaus und Mode Baltz. Ein Posaunenchor spielte das Lied vom guten Kameraden, die Bundeswehr und die Vertriebenenverbände marschierten auf, Kränze wurde niedergelegt und schließlich schritten die Volkstrauernden mit Soldaten an der Spitze des Zuges in die Kirche. Das Friedensplenum fand dieses Schauspiel unerträglich und protestierte zunächst mit Transparenten gegen diese Form des Heldengedenkens. In den beiden letzten Jahren erinnerten das Friedensplenum mit Plakaten daran, dass Soldaten in erster Linie Täter und nicht Opfer sind und zeigte Fotos der Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ und Bilder von Kriegsverbrechen der Bundeswehr. mehr…


Sonntag 25.10.15, 18:15 Uhr

GLS kündigt Bandbreite-Konto

Die Bochumer GLS-Bank hat das Konto der Duisburger Band „Die Bandbreite“ gekündigt. Die Band sucht immer wieder die Nähe zu ultra rechten Projekten. Gewerkschaften, Friedens- und Antifagruppen und der Linkspartei distanzieren sich von der Bandbreite. Die Falken haben den Bandleader als Mitglied ausgeschlossen. Außerdem propagiert die Band die unterschiedlichsten Verschwörungstheorien. Man darf gespannt sein, welche Verschwörung die Band hinter der Konto-Kündigung vermutet.


Samstag 24.10.15, 18:52 Uhr

Perspektive der Euro-Schuldenkrise

Die Initiative You-manity lädt am Montag, den 26. Oktober um 19 Uhr zu einem Vortrag im BlueSquare der Ruhr Uni an der Kortumstraße 90 ein. Das Thema lautet: „Wirtschaftswissenschaftliche Perspektive der Euro-Schuldenkrise“. Referent ist Heiner Flassbeck. Er war von 1998 bis 1999 beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen und von Januar 2003 bis Ende 2012 Chef-Volkswirt bei der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung. In der Einladung heißt es: »Deutschland kommt seit einigen Jahren in Europa eine enorme Macht zu. Eine Macht, die vor allem durch Lohnsenkungen im eigenen Land erkauft wurde und die letztlich zu der großen Krise des Euro führte, die auch heute nicht überwunden ist. Sparpolitik und Lohnkürzungen, die den Schuldnerländern vom Gläubigerland Deutschland aufgezwungen wurde, haben in ganz Südeuropa und insbesondere in Griechenland eine große Rezession ausgelöst und die Idee eines gemeinsamen »europäischen Projekts« ausgelöscht. In seinem Vortrag skizziert Heiner Flassbeck die wirtschaftlichen Bedingungen, die zur Schuldenkrise in Europa führen konnten und zeigt auf, welche weiteren Perspektiven für die Währungsunion aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive überhaupt bestehen.«


Samstag 24.10.15, 09:37 Uhr
In der Film- und Diskussionsreihe „Junge Selbsthilfe“:

„Geht’s dir gut, Ruth?“

Die Paritätische Akademie NRW und das Haus der Begegnung zeigen am Mittwoch, den 28.10. um 18:30 Uhr im Haus der Begegnung den Film „Geht’s dir gut, Ruth?“. Das Filmgeschehen: Ruth K. (57 Jahre), Hans-Dieter T. (68) und Rino G. (76) leben in drei Einrichtungen für Menschen mit Behinderung in Gangelt, Hamburg und München. Sie sind alt und haben eine Komplexe Behinderung, d.h. schwerste mehrfache Behinderungen. Der Film porträtiert ihren Lebensalltag im Zusammenleben mit anderen in den Wohngruppen und in Abhängigkeit zu den PflegerInnen. Gezeigt wird, was das Leben für die BewohnerInnen ausmacht: Pflege, Essen, Religionsausübung, Kontakte mit der Außenwelt beim Spaziergang oder Einkauf, Kommunikation mit Pflegenden und anderen BewohnerInnen, Therapien (u.a. Wassergymnastik, Krankengymnastik, Logopädie, Ergotherapie), Medienkonsum und Abhängen in der Gruppe. Im Zentrum steht die Frage der Lebensqualität und die Veränderungen durch den Alterungsprozess der BewohnerInnen, welche von ihnen selbst und ihrer Umgebung gemeistert werden müssen. mehr…


Samstag 24.10.15, 08:33 Uhr

Ideen für kreativen Protest

Der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW (LPE NRW) lädt am Wochenende 14. und 15. November jeweils um 10 – 17 Uhr in der LPE-Anlaufstelle Bochum, Wittener Str. 87 zu einem Wochenend-Workshop mit Jörg Bergstedt ein unter der Überschrift: „Direct Action – Ideen für kreativen Protest“ Schwerpunkt dieses Trainings sollen der Schutz vor Psychiatrisierung, die Kritik an Zwangsbehandlungen (Einsperren, Fixieren, Medikamentierung usw.) und der Protest gegen die Einteilung in Krank-Gesund sein. Die Einladung.


Samstag 24.10.15, 08:26 Uhr

Religionsunterricht – noch zeitgemäß? 3

Der Ortsverein Stiepel der SPD lädt am Donnerstag, den 29. 10. um 19 Uhr im Restaurant Alt-Piräus, Gräfin-Imma-Straße 48 zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung zum Thema „Konfessionsgebundener schulischer Religionsunterricht – noch zeitgemäß?“ Das Pro und Contra wird erläutert von Dirk Gellesch, Schulleiter Graf-Engelbert-Gymnasium, zugleich Mitglied der Kirchenleitung der evangelischen Kirche von Westfalen und Erwin Kress, Präsident des Humanistischen Verbandes NRW. In der Einladung heißt es: »Am nach Konfessionen getrennten Religionsunterricht – dem einzigen Schulfach mit Verfassungsgarantie – scheiden sich schon lange die Geister. Kritiker fordern seine ersatzlose Abschaffung oder wenigstens die freie, an allen Schulen mögliche Anwahl von Alternativfächern wie Ethik, praktische Philosophie, humanistische Lebenskunde oder Religionskunde/-wissenschaft ohne kirchliche Aufsicht. Auch einige kirchliche Kreise plädieren zu mindestens für einen ökumenischen Religionsunterricht. mehr…