Am Dienstag, den 12.3. wird um 19.30 Uhr im Clubraum der VHS die Volkshochschul-Reihe der Bochumer occupy-Initiative Alternativen denken – Zukunft gestalten!! fortgesetzt. „Opel-Krise und Gegenwehr“ lautet ein Vortrag von Wolfgang Schaumberg, der 30 Jahre lang bei Opel Bochum gearbeitet hat und 25 Jahre Mitglied des Betriebsrates war. Mit spannenden Filmausschnitten soll anfangs an den Opel-Bochum-Streik 2004 erinnert werden. Anschließend sollen folgende Frage erörtert werden: Wie ist die Lage der Belegschaft denn jetzt, nach dem Schließungsbeschluss, einzuschätzen? Wie die Strategie von General Motors, und wie die Gegenwehr von der IG Metall, vom Euro- und Gesamtbetriebsrat sowie von den Bochumer Belegschaftsvertetern? Gibt es Alternativen „von links“?
Donnerstag 07.03.13, 07:25 Uhr
Workshop: Die aktuelle Protestbewegung der Geflüchteten und...
Am Montag, den 11. März findet um 20 Uhr im Sozialen Zentrum in Bochum ein Workshop im Rahmen der „Refugees‘ Revolution“ – Bustour statt. Die ReferentInnen, die selbst mit ungesichertem Status in Deutschland leben, werden dort von den Hintergründen der mittlerweile europaweiten Proteste von Geflüchteten gegen ihre Entrechtung, Isolation und ein Leben in ständiger Unsicherheit berichten. Weitere Themen werden die Planungen zukünftiger Protestformen und der Selbstorganisation von Geflüchteten sein, aber auch der Umgang mit den Drohungen und Einschüchterungsversuchen der Behörden gegen die Protestierenden. In der Einladung heißt es: »Nach dem Workshop gibt es die Möglichkeit zur Diskussion und zum Austausch. Willkommen sind alle Interessierten, die Menschenrechte für nicht teilbar halten! mehr…
Am Samstag, den 9. März wird um 17 Uhr im Endstation-Kino der Film Residenzpflicht gezeigt. Anschließend findet ein Gespräch mit der Filmemacherin Denise Garcia Bergt statt. Die Filmankündigung: »Der Film (D, 2012, 71 Min.) begleitet Flüchtlinge in ihrem jahrelangen Kampf gegen das restriktive Gesetz, das ihnen unsichtbare Grenzen in den Weg stellt und sie oft der Isolation aussetzt. Die Dokumentation stellt die Residenzpflicht darüber hinaus in einen größeren Kontext: mehr…
Die Linke Bochum ruft gemeinsam mit anderen Organisationen zum Protest gegen die rechtsextreme PRO-NRW Kundgebung am Samstag in Wattenscheid auf. Die Gegenkundgebung fängt um 9 Uhr in der Nähe der Hollandschule in Wattenscheid-Leithe an der Fröbelstraße an. Dort sind vor allem Roma-Familien untergebracht, die in ihren Heimatländern ständiger Diskriminierung ausgesetzt sind. Hannah Bruns, Antifa-politische Sprecherin Der Linken in Bochum, erklärt hierzu: „Ich bin empört, dass die hier lebenden Flüchtlinge durch rassistische Provokationen erneut traumatisiert werden. Die Linke steht an der Seite aller Asylsuchenden. Zum Glück gibt es einen breiten gesellschaftlichen Widerstand gegen diese Menschen verachtende Hetze.“
Pro NRW darf nach Auskunft der Polizei seine NRW Tour am kommenden Samstag direkt vor der Flüchtlingsunterkunft in der Froebelstraße in Wattenscheid starten. Hier soll Stimmung gegen die Flüchtlinge gemacht werden. Ein Bündnis aus zahlreichen Bochumer Organisationen ruft zum Protest unter dem Motto auf: Flüchtlinge Willkommen! Nazis haut ab! In dem Aufruf heißt es: Jetzt sind sie bald wieder unterwegs: die Hetzer von „Pro NRW“. „Pro NRW“ ist hervorgegangen aus der Kampagne gegen den Bau einer Moschee in Köln. „Pro NRW“ ist ein Sammelbecken reaktionärer Personen, von denen viele bereits in der NPD und bei den Republikanern organisiert waren. Pro NRW wird aus dem Spektrum der militanten Neonazis unterstützt. Mit einer „Rundreise“ durch NRW will „Pro NRW“ jetzt vor den, wie es in ihrem Jargon heißt, „Brennpunkten des Asylmissbrauchs“ eine weitere rassistisch motivierte Kampagne starten. Die erste Kundgebung in NRW ist am 9. 3. 2013 vor der ehemaligen
Hollandschule in Wattenscheid-Leithe angekündigt. mehr…
Die Frauen des DGB in Bochum beteiligen sich in diesem Jahr zum Internationalen Frauentag an vielen Aktivitäten und bieten zudem eigene Veranstaltungen an. Für Gewerkschaftssekretärin Melanie Maier ein Ausdruck dafür, dass Frauen im Wahljahr mitreden und ihre Positionen einbringen wollen. „Dabei betrachten wir die Aktionen und Veranstaltungen um den 8. März als Einstieg. Wir werden in den kommenden Wochen und Monaten die Forderungen von Frauen an einen Politikwechsel für gute Arbeit, sichere Renten und ein soziales Europa in die Diskussionen einbringen. Das Frauentagsprogramm ist für uns dabei eine gute Basis.“ mehr…
Mittwoch 06.03.13, 14:32 Uhr
Andrej Holm zu Theorie und Praxis städtischer Aneignungen
„Wem gehört die Stadt?“ fragt Andrej Holm am kommenden Mittwoch, den 13.3. um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer. Ausgehend von Hamburg und Berlin formiert sich die urbane Bewegung ‘Recht auf Stadt’ gegen die Unterordnung städtischen Lebensraumes unter das Diktat kommerzieller Interessen. Alle Bevölkerungsschichten sollen das Recht auf Zugang zu allen kulturellen und sozialen Institutionen sowie das Recht auf Mitgestaltung ihrer Stadt haben. Andrej Holm ist Recht-auf-Stadt-Aktivist und arbeitet als Stadt- und Regionalsoziologie an der Humboldt-Universität Berlin. Bei der Veranstaltung wird er verschiedene Initiativen für ein Recht auf Stadt vorstellen. mehr…
Der Flüchtlingsrat NRW schreibt: »Die rechte „Bürgerbewegung“ PRO NRW will in zahlreichen Städten gegen Flüchtlinge mobil machen. Der Flüchtlingsrat NRW und regionale Flüchtlingsorganisationen rufen zu Gegenprotesten auf. Die selbsternannte Bürgerbewegung „PRO NRW“ startet ab dem 9. März eine Hetzkampagne gegen Flüchtlinge in 21 Städten zwischen Rhein und Ruhr. „Vor Brennpunkten des Asylmissbrauchs“ will die rechtsextremistische Organisation in gewohnt populistischer Manier für ihre „Volksinitiative gegen Asylmissbrauch“ werben. Konkret fordert „PRO NRW“ die „Unterbringung von Asylbewerbern in kostengünstigen (…) Sammelunterkünften“ und die „Einführung des Straftatbestandes „Asylbetrug““. Wie damals bei den pogromartigen Angriffen auf Asylsuchende und Migranten in den 1990er Jahren z. B. in Solingen und Rostock Lichtenhagen wird wieder mit der „das Boot ist voll“-Parole und verfälschten Zahlen agitiert. mehr…
Am Mittwoch, den 6. März findet um 19.30 Uhr in Räumen der Rosa Strippe Bochum, Kortumstr. 143 ein Vortrag statt zum Thema: „Aktuelle Erkenntnisse und Erfahrungen zum Thema Gewalt und (Mehrfach)Diskriminierung von lesbischen, bisexuellen Frauen und Trans*“ Saideh Saadat-Lendle und Jay Keim von Les MigraS stellen die Ergebnisse der bundesweiten Befragung von LesMigraS/die Lesbenberatung Berlin unter 2 100 lesbischen, bisexuellen Frauen und Trans* zu Diskriminierung und Gewalt vor. Dabei geht es darum: Welche Situationen erleben lesbische, bisexuelle Frauen und Trans* als Diskriminierung? Welche spezifischen Erfahrungen machen lesbische, bisexuelle Frauen und Trans* of Colour? Welche Strategien der Gegenwehr wählen die Befragten? Wo suchen sie Unterstützung?
Sevim Dagdelen und die Soziale Liste haben Erklärungen zum Internationalen Frauentag abgegeben. Sevim Dagdelen:„Der 8. März als Tag des Kampfes für Frauenrechte ist heute wichtiger denn je. Gerade in der aktuellen Krise des Kapitalismus kommt es zu einem regelrechten Roll back was Frauenrechte angeht. Die soziale Situation von Frauen wird immer prekärer. Während man einen Elitenfeminismus huldigt, sind immer mehr Frauen im Niedriglohnbereich tätig und werden sozial ausgegrenzt. Der 8. März muss unsere Kampfansage gegen ein ungerechtes System sein, dass es nicht einmal schafft im 21. Jahrhundert Frauen den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit zu zahlen.« Näheres.
Die Soziale Liste Bochum unterstützt die Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag am 8. März: »Insbesondere die Aktionen auf dem Dr. Ruer-Platz und die anschließende Demonstration, die um 17:00 Uhr beginnt. Mitglieder der Sozialen Liste werden die traditionellen roten Nelken verteilen.« Näheres.
Am Freitag, den 8. März lädt das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. ein zu einer Informationsveranstaltung mit Alexander Häusler zu den Hintergründen der rassistischen pro-NRW-Kampagne „Kein Recht auf Asylmissbrauch“. Die Veranstaltung findet um 19 Uhr bei ver.di, Universitätsstraße 76 in Bochum statt.
In der Einladung von BoFo heißt es: „Mit rechter Hetze gegen Zuwanderer und Asylsuchende versucht die rechtspopulistische Partei „pro NRW“, politische Aufmerksamkeit zu gewinnen. Durch eine Unterschriftenkampagne und Demonstrationen vor Flüchtlingsunterkünften in Nordrhein-Westfalen mobilisieren die extremen Rechten gegen die Opfer von Armut und Verfolgung. Es darf nicht zugelassen werden, dass das Thema Asyl für politische Hetze missbraucht wird. Mit der Veranstaltung wollen wir aus aktuellem Anlass aufklären über die Hintergründe rechter Hetze gegen Flüchtlinge und ein Zeichen setzen gegen Rassismus und Diskriminierung. mehr…
Lincoln - Trailer (Deutsch | German) | HD | Steven Spielberg
Das Endstation Kino veranstaltet diese Woche mit Quentin Tarantinos Django Unchained und Steven Spielbergs Lincoln eine kleine thematische Filmreihe zum Ende der Sklaverei in den USA. 2013 feiert die ehemalige Sklavenhalternation USA den 150. Jahrestag der Sklavenbefreiung. Quentin Tarantino und Steven Spielberg präsentieren dazu ihre neuen Filme – jeder auf seine Art. mehr…
Dienstag 05.03.13, 07:32 Uhr
Sozialverband protestiert gegen ungleiche Bezahlung
Aus Protest gegen die fehlende Entgeltgleichheit werden Frauen vom Sozialverband Deutschland (SoVD) am 22. März von 11:00-16:00 Uhr auf dem Husemannplatz in der Bochumer – City 500 rote Taschen an Passantinnen verteilen, um auf die klammen Geldbörsen der Frauen hinzuweisen. Der Equal-Pay-Day steht diesmal unter dem Motto „†Viel Dienst, wenig Verdienst“. „Weil gerade Frauen in Pflegeberufen viel arbeiten müssen und dafür noch sehr schlecht bezahlt werden, wollen wir Frauen vom SoVD Bezirk-Bochum-Hattingen in O.P.-Kleidung darauf aufmerksam machen. Frauen verdienen im Schnitt 23% weniger als Männer. Viele Frauen sind von Armut bedroht, weil sie in schlecht bezahlten Teilzeit-oder Minijobs arbeiten. Eine eigenständige Existenzsicherung ist für sie nicht möglich. Wir brauchen deshalb einen gesetzlichen Mindestlohn“, so SoVD-Bezirksvorsitzende Jutta König. mehr…
Im unmittelbaren Vorfeld der am 7. März in Potsdam beginnenden, entscheidenden dritten Verhandlungsrunde über den Tarifvertrag für die Beschäftigten der Länder ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ihre Mitglieder für den 6. März zu einer Demonstration in Düsseldorf auf, zu der mehrere tausend Menschen erwartet werden. Wie bereits am 21. Februar sind auch Dienststellen in Bochum und Herne betroffen. Unter anderem legen Beschäftigte der Ruhr-Universität, der Hochschule Bochum, der Amtsgerichte in Bochum und Herne, des Landgerichts und der Staatsanwaltschaft Bochum ganztägig die Arbeit nieder. Da die Länder für die Besoldung der Kommunal- und Landesbeamten zuständig sind, werden außerdem Feuerwehrleute und weitere VerwaltungsbeamtInnen aus den beiden Städten an der Kundgebung teilnehmen. mehr…
„Der Beschluss des EU-Rates, syrische Rebellen auszurüsten und auszubilden, macht die gesamte EU und damit auch Deutschland zur Bürgerkriegspartei in Syrien. Damit werden die militärische Eskalation weiter befeuert und Initiativen zu politischen Lösungen erneut im Keim erstickt“, so Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion. Dagdelen weiter: „Der Spiegel hatte bereits gestern gemeldet, die EU hätte sich intern darauf geeinigt, Militärausbilder und Ausrüstung an die Aufständischen in Syrien zu liefern. Bislang gehörte die offene und koordinierte Beteiligung an Bürgerkriegen jenseits von EU-Missionen noch nicht zum Repertoire der EU-Außenpolitik und es gibt auch kein Gremium, das für entsprechende Absprachen und Beschlüsse zuständig wäre. mehr…
„Die gestrige Versammlung der 20.000 war ein Zeichen des Lebenswillens und der Kampfbereitschaft für eine Zukunft in Bochum und der ganzen Region“ so charakterisiert Günter Gleising Ratssprecher der Sozialen Liste die Bochumer Solidaritätsaktion der 20.000 mit Opel am 3. März. »Sie hat gezeigt«, heißt es weiter in der Pressemitteilung, »dass die Forderung des Betriebsrates und der Belegschaft nach Erhalt des Opel-Standortes in Bochum breite Unterstützung findet. Die 20.000 Menschen haben deutlich gemacht, wie groß die Schere zwischen der Verwirklichung des Anspruchs des Grundgesetzes nach der Sozialpflichtigkeit des Eigentums und den tatsächlichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen geworden ist. mehr…
Montag 04.03.13, 13:18 Uhr
Bochum gegen Rechts fordert von Polizei und Stadt:
Die einem offenen Brief an die Polizeipräsidentin und die Oberbürgermeisterin schreibt das Bochumer Bündnis gegen Rechts: »Wie jetzt feststeht, plant „Pro NRW“ eine Tour durch NRW gegen den angeblichen „Asylmissbrauch“. In zahlreichen Städten sind Kundgebungen angemeldet. „Pro NRW“ will dabei in der unmittelbaren Nähe von Flüchtlingsunterkünften auftreten. Die Auftaktveranstaltung der Tour soll in Wattenscheid im Stadtteil Leithe an der Unterkunft in der ehemaligen Hollandschule stattfinden. Wir erwarten von der Bochumer Polizei, dass sie keine rassistisch motivierte Kundgebung von ‚Pro NRW‘ – insbesondere in der Nähe irgendeiner Flüchtlingsunterkunft – zulässt. Von der Stadt Bochum erwarten wir, dass sie diese Forderung mit Nachdruck unterstützt. mehr…
Einenkel: Abwicklung abgelehnt - "Wir werden das nicht zulassen!"
Am 28. Februar 2013 wurde der „Mastervertrag Drive! 2022“ zwischen den Vertretern des Opel-Vorstandes, der IG Metall und den Betriebsratsvorsitzenden beschlossen. Rainer Einenkel, Betriebsratsvorsitzender in Bochum, hat als einziger dieser Vereinbarung nicht zugestimmt. Bei der gestrigen Kundgebung bekräftigte Einenkel die Ablehnung des „Mastervertrags Drive! 2022“ als Abwickel-Plan für Opel-Bochum: „Wir werden das nicht zulassen!“
Am Sonntag fand im Bahnhof Langendreer der erste Spendenflohmarkt statt. 250 BesucherInnen stöberten in der Halle an den Ständen von Bochumer Initiativen, die mit dem Verkauf ihre Gruppenkasse aufbessern konnten. Zwei DJanes sorgten mit ihrem Musikmix für gute Stimmung. Im Kino-Café konnten sich die BesucherInnen nach dem Stöbern gegen Spende am Kuchen-Buffet bedienen: Der beliebte monatliche Vegan-Brunch, der normalerweise im Sozialen Zentrum stattfindet, war wegen des Flohmarkts ausnahmsweise in den Bahnhof „umgezogen“. mehr…
ProtestantInnen, KatholikInnen und Religionsfreie in Bochum beschäftigen sich mit dem Kreuz. „Warum ist das Kreuz – ein Folterinstrument der Antike – das Erkennungszeichen der Christen?“ So fragte kürzlich die ev. Stadtakademie Bochum im Ankündigungstext einer Veranstaltung, die zu einer Reihe gehörte, in der sich die Bochumer ProtestantInnen darüber stritten, wie heilig ihnen das Kreuz ist. Jetzt fragen zwei katholische Gemeinden: „Unerträglich? – Das Kreuz in der Fassade einer städtischen Schule„. Das ist der Titel einer Podiumsdiskussion am Mittwoch, den 6. März um 20 Uhr im Gemeindezentrum an der Vincenzstraße. Eingeladen ist u. a. Ralf Feldmann, der in einer Anfrage der Linken Fraktion im Rat an das Kruzifix-Urteil des Bundesverfassungsgerichts erinnert hatte, wonach die Anbringung eines Kreuzes in einer staatlichen Pflichtschule, die keine Bekenntnisschule ist, gegen Artikel 4 Absatz 1 des Grundgesetzes verstößt. Der Staat verletze dadurch seine Pflicht zur Neutralität gegenüber den unterschiedlichen Religionen und Bekenntnissen. mehr…
Die VVN-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten erinnerte am gestrigen Freitag mit einem Informationsstand und dem Niederlegen von Blumen an die Nazimorde vom Frühjahr 1933 in Bochum-Gerthe. Reinhard Junge, Antifaschist und Krimi-Autor sprach an der Gedenktafel an der Hegelschule zu den historischen Ereignissen und zeigte aktuelle Parallelen, wie die Mordserie der NSU auf. Das schlichte Gedenken war den ermordeten oder in Folge der im Keller der Hegelschule erlittenen Misshandlungen gestorbenen sechs Antifaschisten gewidmet. Zu ihnen zählten der langjährige KPD-Gemeindevertreter von Gerthe Heinrich Fischer und der jüdische Kaufmann Albert Ortheiler. Die Nichte von Heinrich Fischer entzündete an der Gedenktafel eine Kerze.
Donnerstag 28.02.13, 20:42 Uhr
“Entweder ihr akzeptiert das vorliegende Papier oder..."
Auf der Webseite Die Opel-Seite „WIR Gemeinsam“, für die der Bochumer Opel-Betriebsratvorsitzende Rainer Einenkel verantwortlich ist, wird über die Ergebnisse der Verhandlungen bei Opel berichtet: »Am 28. Februar 2013 wurde der Mastervertrag Drive! 2022 zwischen den Vertretern des Opel-Vorstandes, der IG Metall und den Betriebsratsvorsitzenden beschlossen. Es waren sehr ungewöhnliche Verhandlungen: 1. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug gab der Nachrichtenagentur dpa ein Exklusiv-Interview zum neuen Vertrag, und erklärte, dieser Vertrag sei soeben beschlossen worden. Alle anderen Betriebsratsvorsitzenden hatten diesen Vertrag bis dahin nicht vorliegen und kannten ihn nicht. Frage aus dem Betrieb: Dummheit oder Absicht? 2. In der anschließenden kurzen ‚Verhandlung‘ erklärte der Opel-Vorstand, dass es nichts zu verhandeln gibt. „Entweder ihr akzeptiert das vorliegende Papier oder für alle Werke gilt nur noch der Schutz bis 2014!“ Zum Bochumer Teil des beschlossenen Vertrages: Bochum soll kein neues Fahrzeug bekommen. Gleichzeitig soll nach dem Auslauf der Fahrzeugproduktion das Werk ‚umgewandelt‘ werden. Die Verantwortung für die Umwandlung und Schaffung einer vierstelligen Anzahl von Arbeitsplätzen soll auf Basis der Initiative „Bochum Perspektive 2022“ gemeinsam durch Land und Stadt erfolgen. Ob die von ihrem ‚Glück‘ bereits wissen? mehr…
Donnerstag 28.02.13, 20:19 Uhr
Witz: Bochums schlüssiges Konzept zur Hartz IV-Mietobergrenze
Norbert Hermann für Bochum Prekär
In diesen Tagen ist ja „Klartext“ angesagt: Steinbrück hat die Vorsitzenden zweier grosser italienischer Wählervereinigungen als „Clowns“ bezeichnet – natürlich ohne sie beleidigen zu wollen. Die SPD-Führung springt ihm zu Hilfe. Ob im „Amt für Soziales und Wohnen“ und im Jobcenter auch Clowns aktiv sind, ist hier unbekannt – ein Witz ist es immer wieder was sie tun, allerdings zu Lasten der Betroffenen. Jetzt haben sie ein Papier veröffentlicht, das sie nennen: „Schlüssiges Konzept zur Ermittlung der angemessenen Kosten der Unterkunft (KdU) nach den Bestimmungen des SGB II und SGB XII“. mehr…
Der DGB Ruhr-Mark schreibt: »In den vergangenen Jahren hat uns die Streitschrift „Empört euch“ von Stéphane Hessel bei vielen Diskussionen und Aktionen begleitet. Nun ist der Verfasser gestorben und wir sind traurig darüber einen Menschen zu verlieren, der in der Vergangenheit viele Anstöße gegeben hat. Anstöße, die Realitäten einer gesellschaftlichen Ordnung in den Blick zu nehmen und Ungerechtigkeiten und undemokratische Entwicklungen zu erkennen. Dafür gebührt Hessel unser Dank über seinen Tod hinaus. Seine Streitschrift hat auch in den Gewerkschaften nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Seine Aussagen fanden Eingang in viele Debatten und sie haben dazu geführt in seinem Sinne engagiert und aktiv für Veränderungen einzutreten. mehr…
In einer Pressemitteilung erklärt die Sparkasse Bochum: „In einem vertrauensvollen Gespräch haben sich die Sparkasse Bochum und die Hellen Medien Projekte GmbH einvernehmlich darauf geeinigt, ihren Sponsoring- Vertrag bezüglich eines Herausforderung Zukunft – Konzertes mit Paul McCartney aufzulösen. Dies beinhaltet auch die vollständige Rückzahlung des im Vorfeld geleisteten Vorschusses.“ Die Sparkasse soll laut Medienberichten 60.000 Euro und die Stadtwerke mehr als 100.000 Euro Vorschuss an Hellen für das Konzert gezahlt haben.
Am Montag zeigt das Endstation Kino zusammen mit dem Bahnhof Langendreer den Dokumentarfilm Sachamanta. Er dokumentiert, was selbst organisierte Community-Radios bewirken können: Die in der Bewegung Movimiento Campesino Santiago del Estero organisierten bäuerlichen und indigenen Gemeinschaften im Norden Argentiniens bauten eigene Radiostationen auf, um über die Weite des Landes hinweg unzensiert Botschaften auszutauschen. Die Radios stärken erfolgreich den Kampf der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern gegen Landraub und Unterdrückung. mehr…
„Nun sind wir bereits froh, wenn es nicht noch schlechter kommt“, so kommentiert der DGB die aktuellen Zahlen und Einschätzungen der Agentur für Arbeit. Während in den vergangenen Monaten vor allem die Politik stetig die Wegbeschreibung in die Vollbeschäftigung vornahm, zeigt sich das reale Bild in den Arbeitsmärkten der Region für den DGB ganz anders. Für Geschäftsführer Jochen Marquardt deuten die Zahlen auch in diesem Monat auf absurde Verklärungen hin. So stehen den auf fast 30.000 gestiegenen Erwerbslosen in Bochum ganze 2.500 offene Stellen gegenüber. Rein rechnerisch bedeutet dieses Verhältnis, dass auf jede einzelne gemeldete Stelle 12 Arbeitssuchende kommen. mehr…
Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Fraktion Die Linke, kritisiert die „dauernde Blockadehaltung und die Drohungen des Opel-Managements auf das schärfste“. „Wenn heute nach Ablaufen des Ultimatums von Opel-Chef Steve Girsky keine Einigung in den Verhandlungen bei Opel auf dem Tisch liegt, ist das nicht die Schuld des Betriebsrates. Schuld ist das Management, das die Belegschaft mit massiven Drohungen unter Druck setzt“, erklärt sie. mehr…
In Bochum wird eine Dokumentationsstelle zur Geschichte und Kultur der Polen in Deutschland entstehen. Damit wird die Bedeutung Bochums als „Hauptstadt der Polenbewegung“ hervorgehoben und gewürdigt. Die Dokumentationsstelle soll nach einer Sanierung des Gebäudes am Kortländer 2 im sogenannten Polnischen Haus untergebracht werden. Diese Information geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Sozialen Liste hervor. Die Soziale Liste im Rat begrüßt diese Entwicklung und hofft, dass die entsprechenden finanziellen Mittel durch die Beteiligten, insbesondere der Bundesregierung, zügig zur Verfügung gestellt werden. „Wir sehen darin auch eine notwendige und wünschenswerte Ergänzung zur Geschichtskultur in Bochum“, so Nuray Boyraz, Ratsmitglied der Sozialen Liste.
Am Mittwoch, den 6. März lädt der Rosa Luxemburg Club Bochum um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreeer zu einer Diskussionsveranstaltung über den Verfassungsschutz ein. Albrecht Maurer, Referent der Bundestagsfraktion der Linkspartei wird ein Einstiegsreferat halten. In der Einladung heißt es: »Nicht erst nach dem Skandal um den Terror der NSU gibt es einen gesellschaftlichen Diskurs über den Sinn und die Rolle des VS in der Bundesrepublik. In dieser Veranstaltung soll ein geschichtlicher Überblick geliefert werden; es soll aber auch darüber diskutiert werden, welche Rolle der VS im gesellschaftlichen Koordinatensystem der Bundesrepublik einnehmen soll und welche er bisher eingenommen hat. mehr…
Am Freitag erscheint die Märzausgabe des sozialen Straßenmagazins „bodo“. Titelgeschichte ist ein Interview mit Jamie Oliver. Der englische Starkoch spricht über seine Zeit als schüchterner 16-jähriger mit Lese-Rechtschreib-Schwäche und über sein heutiges Leben zwischen Weltkarriere und Familie. Die bodo-Redaktion schreibt über die aktuelle Ausgabe: »Das Netzwerk der Internationalen Straßenzeitungen (INSP), in dem sich mehr als 100 Straßenmagazine und -zeitungen weltweit zusammengeschlossen haben, ermöglicht mit einer siebenstelligen Gesamtauflage Interviews mit „großen Namen“. mehr…
Am kommenden Sonntag, den 3. März findet von 12 bis 17 Uhr im Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108 ein gemeinnütziger Spendenflohmarkt statt. Verschiedene Bochumer Initiativen haben ihre Keller, Garagen, Bücherregale und Kleiderschränke leer geräumt, um Geld für ihre Arbeit zu sammeln. Dazu gibt’s Musik und lecker Kuchen. Der Flohmarkt ist auch eine gute Gelegenheit zum Kennenlernen der Initiativen: Beteiligt sind u.a. Aktion Pro Afrika/Mali, amnesty international, Arbeitskreis Umweltschutz, Humanitäre Cuba-Hilfe, Labournet Germany, Frauenberatungsstelle Nora, der notstand – linke Medien und Archiv, Religionsfrei im Revier, Transnationales Aktionsbündnis, University meets Querenburg. Der Bahnhof Langendreer ruft auf: Also am Sonntag zuerst beim Opel-Solidaritätsfest die Beschäftigten im Kampf um ihre Arbeitsplätze unterstützen, dann in den Bahnhof Langendreer zum Indoor-Trödeln.