Der Bahnhof Langendreer beteiligt sich an der „Neidkampagne“ der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Soziokultur NRW, die heute startet. In einer Pressemitteilung heißt es: »In der Auseinandersetzung um eine bessere finanzielle Förderung der Kulturzentren wurden wir immer wieder gewarnt, eine „Neiddebatte“ zu führen. Und eben nicht Soziales oder Jugend gegen Kultur auszuspielen. In der Kultur würden alle im gleichen Boot sitzen. Aber das ist nicht so. Manche sitzen in der Titanic, andere im Schlauchboot. Um das deutlich zu machen, sagen wir: „Wir führen die Neiddebatte!“ mehr…
Donnerstag 13.10.11, 15:46 Uhr
Soziale Liste sieht keine Verbesserung für Kinder:
Die Soziale Liste schreibt: »Das vom Bund beschlossene sogenannte Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder ist ganz offensichtlich ungeeignet um die Vorgaben, wie sie das Bundesverfassungsgericht aufgestellt hat, zu erfüllen. Von den 17.000 in Bochum berechtigten Kindern sind bislang weniger als 50% von einer der Maßnahmen im Rahmen dieses Paketes erfasst. Bislang wurden 5.400 Anträge im Jobcenter und 2.500 Anträge im Amt für Soziales und Wohnen gestellt, um eines der Teilpakete zu beantragen. Das geht aus den Verwaltungsmitteilungen Nr. 20111988 und 20112112 hervor. mehr…
Die Bezirksregierung hat ihr Verbot von Beförderungen in der Stadtverwaltung aufgehoben. „Nach langem Hin und Her hat alles Bangen und Zittern endlich ein Ende.“ sagt Frank Oldach der ver.di-Beamtenvertreter bei der Stadt Bochum. „Durch unsere zahlreichen Aktivitäten haben wir auf die besondere Situation der Beamtinnen und Beamten bei der Stadt Bochum aufmerksam gemacht und damit die Verantwortlichen zu einem Umdenken bewegen können.“ mehr…
In einer Pressemitteilung schreibt die Bochumer VVN-BdA: »Mit Erschrecken nimmt die VVN-BdA Bochum wahr, dass die unerträglichen neofaschistischen Provokationen im Raum Dortmund seit einiger Zeit sich auf Bochum ausdehnen. Neofaschistische Verbrechen reichen von Schändungen der Holocaust-Erinnerungsstätte in Wattenscheid bis zur Besudelung der Gedenkstele und Gräber der ermordeten antifaschistischen Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime auf dem Hauptfriedhof Bochum mit Hakenkreuzen und SS-Runen. Zunehmend werden sowohl in der Bochumer Innenstadt als auch in Langendreer Menschen physisch und psychisch verletzt. Nazis stießen antifaschistische Jugendliche im Bhf. Langendreer auf die S-Bahn-Gleise. mehr…
Mittwoch 12.10.11, 16:00 Uhr
Samstag, 15. Oktober 13.00 Uhr Kundgebung auf dem Husemannplatz
Am Samstag, den 15. Oktober findet ein weltweiter, dezentraler Aktionstag statt. Die Idee kam ursprünglich aus Spanien, wo die sozialen Proteste mit Platzbesetzungen am 15. Mai begannen. Die Bewegung „Democracia real YA!“ rief dann für den 15. Oktober zu dezentralen Aktionen in ganz Europa auf, um gemeinsam für mehr Demokratie, Entmachtung der Finanzmärkte und Solidarität zwischen den europäischen Bürgerinnen und Bürgern zu kämpfen. Inzwischen haben die Protestbewegungen u. a. in Griechenland, Portugal Israel, Indien, Nordafrika und jetzt die Wall-Street-Aktionen diesen Protest beflügelt. Auf den Webseiten zur Mobilisierung für den Aktionstag wurden Anfang dieser Woche mehr als 600 Orte aufgeführt, in denen weltweit für einen politischen und ökonomischen Wandel auf die Straße gegangen wird. Es werden sicherlich mehr als 1000 Protestaktionen stattfinden. In Bochum wird am Samstag, 15. Oktober um 13.00 Uhr auf dem Husemannplatz vor der Deutschen Bank eine Kundgebung stattfinden. Es spricht u. a. Knud Vöcking, der Bankenexperte von Urgewald. An der kurzfristigen Vorbereitung der Kundgebung haben u. a. Menschen aus dem Bahnhof Langendreer, vom Sozialen Zentrum, vom Anti-Atom-Plenum, von attac, Sozialforum, Friedensplenum, diskurswerkstatt, Protestkommitee an der RUB und Der Linken teilgenommen.
Es wird in Deutschland noch krachen
Dienstag 11.10.11, 21:20 Uhr
Die wirklich spannenden Ecken des Campus kennenlernen:
Das Protestplenum an der RUB lädt am Donnerstag den 13. Oktober zu einem alternativen „Erstirundgang“ ein. Der Treffpunkt ist um 16 Uhr vor dem Studierendenhaus. In der Ankündigung heißt es: »Was ist der AStA, der Frauenraum oder das politische Archiv an der RUB? Wo kann mensch wild plakatieren, was hat es mit den Kameras an den Einfahrten auf sich und warum riecht es hinter dem GC-Gebäude ständig nach Gras? Warum sind die Uni-Gebäude eigentlich nach 21 Uhr geschlossen und was kann mensch dagegen machen? Warum wurden in den letzten Jahren das Audimax, das TUZ, das HZO10 oder das Rektorat im Rahmen von Studiprotesten besetzt? Und woher kommt eigentlich das dumpfe Pochen aus dem Keller des NB-Gebäudes? mehr…
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Bochum lädt am Montag, 17. Oktober um 19.30 Uhr zu einer Veranstaltung ins Umweltzentrum Bochum, Alsenstraße 27 ein: »Oliver Stieglitz vom Fahrgastverband Pro Bahn war im Frühjahr mit einer Reisegruppe in den USA unterwegs in Städten, die für ihren gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr bekannt sind. Er zeigt Bilder und berichtet von seinen Eindrücken. Können wir in Deutschland am Ende gar was lernen?«
In der am morgigen Mittwoch erscheinenden bsz wird berichtet: „Die RUB-Professor_innen Notburga Ott und Martin Werding haben einen dicken Fisch an Land gezogen. Sie sollen im Auftrag des Bundessozialministeriums die Grundlagen zur Berechnung der Regelsätze zum Arbeitslosengeld II neu untersuchen.“ Näheres. Ein weiterer Bericht behandelt die Naziübergriffe in Langendreer.
Geschichte wird gemacht: Die Goldkante öffnet. Sofort. Unverzüglich.
An dieser Stelle ist versäumt worden, über die Wiederöffnung der Goldkante zu berichten. Das Eröffnungsvideo ist so zeitlos gut, dass es auch noch Wochen später hier veröffentlicht werden kann.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bochum erklärt in einer Pressemitteilung: »Bei allen geeigneten Maßnahmen, die nun im Zusammenhang mit der PCB- und Schimmelbelastung am Neuen Gymnasium Bochum nach langen Auseinandersetzungen auf dem Weg sind, bedauert die GEW die nachträgliche, offene Verunglimpfung von Lehrkräften in der Schulausschusssitzung und vor der Presse. Sie scheint uns auf einer sehr einseitigen Bewertung der kritischen Aufklärungsarbeit von Lehrerinnen und Lehrern zu beruhen. mehr…
Die Soziale Liste im Rat wendet sich gegen „die Verschärfung der Standortkonkurrenz, wie sie von den Kommunen im Ruhrgebiet geschaffen wird und weist auf das Beispiel von Ansiedlung von Firmen auf dem NOKIA-Gelände in Riemke hin.“ In einer Pressemitteilung heißt es: »Das mit vielen Millionen geförderte NOKIA-Werk in Bochum verließ im Jahr 2008 die Stadt in Richtung Rumänien und schloss die Bochumer Betriebsstätte. Nach den 88 Mio. Euro Förderung für das Bochumer Werk winkten dem Konzern neue Subventionen für die rumänische Betriebsstätte. Dessen jetzt bekannt gewordene Verlegung ins außereuropäische Ausland empörte zuletzt viele Menschen in unserer Stadt, zu Recht. Aber die Subventionspolitik der NRW Landesregierung und der Bochumer Wirtschaftsförderung sieht nicht viel anders aus. mehr…
Montag 10.10.11, 14:22 Uhr
AStA startet neue Veranstaltungsreihe zu Politik und Gesellschaft
Der AStA der Ruhr-Uni teilt mit: »Das Semester hat begonnen und somit erwacht auch der Campus aus der Sommerpause. Neben Partys und Konzerten bietet der AStA wieder spannende Alternativen zum Lehrbetrieb der Uni. Ab kommenden Montag möchte die Studierendenvertretung eine weitere politische Veranstaltungsreihe etablieren: „Montag kontrovers“. Im April kehrte „PolDi“ nach kurzer Abstinenz auf den Bochumer Campus zurück. Der wöchentlich stattfindende „politische Dienstag“ wurde ein voller Erfolg und lockte teilweise bis zu 100 Interessierte ins KulturCafé. „Dies hat uns gezeigt, dass die Studierenden ein großes Interesse haben, abseits von Credit Points und Lernstress politische und wissenschaftliche Veranstaltungen zu besuchen“, so Jan Keitsch, Öffentlichkeitsreferent im AStA und Initiator von Montag kontrovers. „Doch wir wollen nicht bloß an einem weiteren Abend Vorträge anbieten, sondern das Themenspektrum erweitern und durch Workshops sowie Diskussionsrunden die Studierenden einbinden.“ mehr…
Die IG BAU Bochum-Dortmund weist daraufhin: »Die Rentenuhr tickt – noch bis zum Jahresende: Ehemalige DDR-Bürger, die heute in Bochum leben, sollten in den nächsten Wochen ihren Rentenanspruch überprüfen. Hintergrund der Aufforderung: Zum Jahreswechsel endet die Aufbewahrungsfrist für Lohnunterlagen aus ehemaligen DDR-Betrieben. “Wer bis dahin seinen Rentenanspruch nicht geklärt hat, steht am Ende mit leeren Händen da“, sagt Gerhard Kampschulte. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Bochum-Dortmund geht davon aus, dass dies mehrere Dutzend Menschen in Bochum betrifft, die heute zwischen 37 und 64 Jahren alt sind und in der ehemaligen DDR Beitragszeiten hatten. Alle Antragsunterlagen können Versicherte im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung-bund.de herunterladen.«
Am Samstag, den 15. Oktober findet ein weltweiter, dezentraler Aktionstag gegen die vorherrschende Krisenpolitik und für echte Demokratie statt. Die Idee kam ursprünglich aus Spanien, wo die sozialen Proteste mit Platzbesetzungen am 15. Mai begannen und die M15-Bewegung am 15. Oktober zum Protest aufrief. Inzwischen haben die Protestbewegungen u.a. in Griechenland, Portugal, Israel, Chile, Indien, Nordafrika und jetzt die Wallstreet-Aktionen diesen Protest beflügelt. Mehre Gruppen in Bochum haben in den letzten Tagen überlegt, sich am nächsten Samstag auch in Bochum mit einer Aktion an dem weltweiten Protest zu beteiligen.
Dazu gibt es am Dienstag, 11. Oktober um 18.00 Uhr ein Vorbereitungstreffen im Sozialen Zentrum. Ein Vorschlag ist, am Samstag um 12.00 Uhr auf dem Husemannplatz vor der Deutschen Bank eine Kundgebung zu machen. mehr…
Die Veranstaltung von Café P.O.T. am gestrigen Samstag zum Thema demokratische Entscheidungsfindung war der Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe (Flyer als PDF). In der Einladung heißt es: Wir möchten »Euch und uns frei nach dem Motto „Do it yourself“ gegenseitig Dinge beibringen. Findet Ihr es nicht blöde, dass immer dieselben Leute die Flyer setzen und den Blog für die kommende Kampagne anlegen – oder dass menschen aus Kommunikationsstrukturen ausgeschlossen werden, weil sie keine verschlüsselten E-Mails empfangen können? Diesen Zustand wollen wir ändern und dabei zu allererst bei uns selbst anfangen. Die Reihe soll „Basics“ an angehende Aktivist_innen vermittlen, aber auch für „alte Hasen“ ist sicher noch etwas Neues dabei. mehr…
Die BezirksschülerInnenvertretung präsentiert sich mit einer eigenen Webseite: http://bsvbochum.de/. Hier sind z. B. zwei Workshops angekündigt zu den Themen „Kunst & Kultur mal anders…“ am 16. November und „Was uns Geschichtsbücher nicht erzählen…“ am 13. Dezember. Die dritte Bezirksdelegiertenkonferenz findet am Montag, den 5. Dezember statt.
Andreas Maluga, Vorsitzender des DDR-Kabinett-Bochum e.V. antwortet auf die Kritik von Ralf Feldmann „Das ist nicht links“ an der geplanten Veranstaltung „Die Staatsgrenze der DDR … Friedensgrenze im kalten Krieg?“. »Zunächst sage ich an dieser Stelle Danke, Ralf Feldmann. Danke, dass als Reaktion auf den Beitrag spontan drei sich offen und interessiert zeigende Menschen den Aufnahmeantrag zum DDR-Kabinett-Bochum ausgefüllt haben. Mittlerweile ist es wohl üblich, statt mit den Betreffenden sachlich zu diskutieren, lieber mit Behauptungen und Unterstellungen in die Öffentlichkeit zu gehen. Darum werde ich jetzt auch öffentlich antworten. Und das in meiner Eigenschaft als Vorsitzender dieser „Sekte stalinistischer Vergangenheitspolitiker“. Da auch über Funktionen und Tätigkeiten von Ralf Feldmann berichtet wird, möchte ich anführen, dass ich selber weit über zwanzig Jahre aktiv im Bochumer Friedensplenum tätig war und in meiner Eigenschaft als Leiter des Organisationsbüros „Ostermarsch Ruhr“ vielfach Gäste und Kulturgruppen aus der jetzt verteufelten DDR einladen konnte. mehr…
An diesem Wochenende findet im Freien Kunst Territorium (FKT) das Masala Kunstfestival statt. Masala heißt eine indische Gewürzmischung, in der milde bis scharfe Zutaten miteinander vereint werden. In den Ateliers des FKT werden die KünstlerInnen zu jeder vollen Stunde eine Spezialität ihres Könnens servieren: Sound/Licht/Installation/Performance/Video/Lesung/Musik/Theater… Alles ist drin. Die Mischung macht´s. Den Auftakt gibt die Vernissage zur Ausstellung „Realities“ des Videokünstlers Dieter Wessinger am heutigen Samstag um 18 Uhr.
Die Ruhr Nachrichten (RN) berichten, dass die Polizei einen Nazi identifiziert haben soll, der am Überfall in der Nacht auf Sonntag, den 25. September an der S-Bahn Haltestelle Bochum-Langendreer beteiligt war. Siehe Meldung vom 27. 9. 2011. In den RN heißt es: »„Die Person stammt aus der rechten Szene der Stadt Essen“, erklärte Andreas Dickel, leitender Kriminaldirektor in Bochum, am Freitag. Details verriet er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Die Vermutung, dass auch der Neonazi Daniel E. am 25. September auf dem Bahnsteig zugeschlagen hat, bestätigte die Polizei nicht. Zuletzt war der vermeintliche Anführer der örtlichen rechten Szene auf Plakaten angeprangert worden«. Die Bochumer Polizei berichtet hierüber auf ihrem Presseportal nicht. Berichtenswert ist für die Polizei: »Am 07. Oktober, gegen 01.30 Uhr stellten Polizeibeamte im Bereich des Denkmals am Langendreer Markt in Bochum, Graffitis an Sicherungskästen fest. Bislang unbekannte Täter hatten dort das Symbol eines durch eine Faust zerschlagenen Hakenkreuzes mit schwarzer Farbe aufgesprüht. Zudem waren die Worte „Gegen Nazis“ und „Im Kiez“ aufgebracht. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.«
Die VHS Bochum bietet am Sonntag, den 16.10. einen Stadtrundrundgang durch die Bochumer Innenstadt an. Er beginnt um 14.00 Uhr an der Glocke auf dem Rathausvorplatz. Die VHS schreibt in ihrem Programm dazu: „Die nationalsozialistische Machtergreifung und ihre Folgen, Massenaufmärsche und Propaganda, Gleichschaltung und Terror, Verfolgung und Vernichtung der politischen Gegner und der Bochumer Juden lassen sich am Schicksal einzelner Menschen und im Alltag einer Stadt an vielen Orten erfahrbar machen. Bei diesem Rundgang durch die Bochumer Innenstadt soll ein Eindruck gegeben werden, was Alltag unterm „Hakenkreuz“ für die Menschen, die hier lebten, bedeutete.“ In einem etwa 2-stündigen Rundgang lassen sich gleichzeitig einige Aspekte der Geschichte Bochums darstellen.
Am Dienstag, den 11. 10. berichtenum 18.00 Uhr im KulturCafé an der Ruhr Uni Bochumer Studierende von „dem ersten Schritt zu einer Partnerschaft zwischen Bochum und Monastir“. In der Ankündigung heißt es: „Nach der Revolution in Tunesien reisten Mitte September Studierende aus dem AStA, dem Senat, der FSVK und dem AKAFÖ-Verwaltungsrat auf Einladung des tunesischen Studentenwerks in das nordafrikanische Land, um sich dort mit Studierenden auszutauschen und zu diskutieren. Die tunesische Bevölkerung befindet sich nun, nachdem sie Anfang diesen Jahres den Diktator Ben Ali stürzte, auf dem Weg in die Demokratie. Auch die Demokratisierung der Hochschule und die Einführung einer studentischen Interessensvertretung werden diskutiert. mehr…
Ralf Feldmann, Ratsmitglied Der Linken und langjährigen Aktivist des Bochumer Friedensplenums schreibt: »Auf Einladung des „DDR-Kabinetts Bochum“ – keine Kabarettgruppe, sondern offenbar eine Sekte stalinistischer Vergangenheitspolitiker – soll am 16. Oktober im Internationalen Kulturzentrum der Migrantenvereinigung DIDF in Wattenscheid ein ehemaliger Oberst der DDR-Grenztruppen zum Thema „Die Staatsgrenze der DDR … Friedensgrenze im kalten Krieg?“ sprechen, moderiert von einem Journalisten der Tageszeitung Junge Welt. Der Bahnhof Langendreer hatte es zuvor abgelehnt, die Veranstaltung dort durchzuführen. Offenbar handelt es sich um die lokale Fortsetzung der Provokation, mit der die DDR-Freunde des ehemaligen FDJ-Blatts Junge Welt meinten, den 50. Jahrestag des Mauerbaus unter der Überschrift „Wir sagen an dieser Stelle einfach mal: Danke“ kommentieren zu sollen – unter anderem mit einem konkreten Dank für das Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Das ist nicht links. Oskar Lafontaine hielt es für Satire; er ist kein Feuilletonist. mehr…
Freitag 07.10.11, 10:14 Uhr
Die Stadtverwaltung braucht länger als ein halbes Jahr, um über Bundeswehrpropaganda an Schulen zu informieren
Am 4. 3. dieses Jahres hat Dr. Ralf Feldmann, Ratsmitglied der Linksfraktion im Rat eine Anfrage an die Verwaltung gestellt zum Thema „Werbung für die Bundeswehr an Bochumer Schulen“. Länger als ein halbes Jahr hat die Verwaltung gebraucht, um darauf eine Antwort zu finden. Die Verwaltung teilt nun mit: „Im Jahr 2010 haben an Bochumer Schulen vier Schulbesuche durch die Jugendoffiziere stattgefunden.“ Die Frage, an welchen Schulen dies stattfand, beantwortet das Schulverwaltungsamt einfach nicht. So antworten halt sozialdemokratische BürokratInnen (nicht), die nicht realisiert haben, dass der WählerInnenzuspruch der SPD in 20 Jahren von 60 auf 30 Prozent gesunken ist. Besonders dreist ist die Antwort der Verwaltung auf die Frage „Werden die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern darüber informiert, dass sie die Teilnahme an solchen Veranstaltungen ablehnen können, oder werden sie dazu angehalten, daran teilzunehmen?“ Die Verwaltung behauptet: „Informationsveranstaltungen von Jugendoffizieren auf Einladung der Schulen unterliegen der allgemeinen Schulpflicht, wenn sich der konkrete Vortrag eines Vertreters der Bundeswehr mit dem Lehrplan deckt.“ Richtig ist: Natürlich haben Eltern immer das Recht, ihre Kinder vor der Bundeswehrpropaganda zu schützen und vom Unterricht abzumelden.
Hanno Jentzsch schreibt in der aktuellen bsz über die Bochumer Piratenpartei: »Wenn ich noch einen weiteren überflüssigen Artikel über die Piratenpartei lesen muss, werd ich politikverdrossen!“, wetterte ich noch unlängst auf Facebook. Dann rief mich die Redaktion der WAZ an: Die Bochumer Piraten machen ihren ersten Stammtisch seit der Berlinwahl, die Presse sei eingeladen, ich solle mir das mal anschauen. Na bravo, dann arbeite ich jetzt also höchstpersönlich an meiner Politikverdrossenheit. Dafür weiß ich jetzt: Die Bochumer Piraten haben mit ihren Berliner ParteifreundInnen wenig gemein. Vom Hype aus der Hauptstadt scheinen sie trotzdem profitieren zu können. Ein Augenzeugenbericht. „Normalerweise sind hier so fünf bis zehn Teilnehmer, in der Sommerzeit sogar noch weniger“, sagt Simone Brand aus dem Bochumer Piratenvorstand mit Blick auf den gut gefüllten Raum in der Studi-Kneipe Am Grunewald. Etwa 30 Menschen sind zum Stammtisch gekommen, zwei Drittel davon Neulinge. mehr…
Das Protestplenum an der Ruhr-Uni hat ein „Ersti-Heft“ veröffentlicht und schreibt darüber: »In dieser Ausgabe findet ihr ein buntes Potpurri an verschiedenen Themen: Wir stellen das politsche Partizipationschaos an der Uni, Ausgehtipps und ein bisschen was zum Drüber-Nachdenken vor. Von einer Kritik an Bruschenschaften und studentischen Verbindungen oder dem Verhalten der Polizei beim Naziaufmarsch am 3. September in Dortmund, Texten zur Militarisierung von Hochschule und Geselleschaft bis hin zu einer Auseinandersetzung mit dem sogenannten „Atomkonsens“ ist für jede_n was zum schmökern dabei. Außerdem haben wir im Kapitel „Was geht ab in Bochum?“ Erstsemester-Infos zu verschiedenen studentischen und politischen Initiativen in Bochum zusammengetragen. Der Reader liegt in vielen Fachschaften sowie im AStA der RUB aus oder kann als PDF (11.4MB) heruntergeladen werden.
Donnerstag 06.10.11, 22:01 Uhr
Veranstaltung mit 'medico international'-Vertreterin
Am Mittwoch, den 12.10. um 19.30 lädt der Bahnhof Langendreer zu einem Vortrag mit der medico international-Mitarbeiterin Anne Jung, der die Hintergründe der Hungerkatastrophe in Ostafrika zum Thema hat. In der Einladung heißt es: »Die Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international leistet in Ostafrika Soforthilfe und langfristige Unterstützungsarbeit in Kooperation mit lokalen Partnerorganisationen. Sie ist Teil des Bündnisses ‚Entwicklung hilft‘. In Ostafrika sind mehr als 10 Millionen Menschen akut vom Hungertod bedroht. Die UNO spricht von der schlimmsten humanitären Katastrophe der Welt. mehr…
Am Samstag, den 8. Oktober findet um 20:00 Uhr ein Workshop im Café P.O.T. im Sozialen Zentrum statt. Thema: Basisdemokratische Entscheidungsfindung. In der Ankündigung heißt es: »Wer zum ersten Mal politisch aktiv sein möchte, steht oft vor dem Problem, die Diskussionsprozesse einer Gruppe zu durchschauen und anzunehmen. Mit diesem Workshop wollen wir uns an Anfänger_innen sowie Fortgeschrittene wenden, die etwas mehr über die Möglichkeiten der basisdemokratischen Entscheidungsfindung erfahren möchten bzw. die eigenen Kenntnisse mit anderen diskutieren wollen. Zusammen mit Euch wollen wir besprechen, wie es möglich sein kann, alle Mitglieder einer Gruppe in Entscheidungsprozesse einzubinden und keine_n auszugrenzen.«
Donnerstag 06.10.11, 18:36 Uhr
Lesung mit LiBeratur-Preisträgerin Nathalie Abi-Ezzi
Am Montag, den 10.10., um 19.30 ist die junge libanesisch-britische Schriftsteller Nathalie Abi-Ezzi im Bahnhof Langendreer zu Gast – einen Tag nachdem sie für ihr Erstlingswerk „Rubas Geheimnis“ in Frankfurt mit dem LiBeratur-Preis 2011 ausgezeichnet wird. In der Ankündigung heißt es: »Im Bahnhof liest sie aus dem Roman im Rahmen der Reihe internationaler Literaturbegegnungen ‚WortWelten‘. Die Autorin schildert in ihrem ergreifenden Roman den Alltag eines 8-jährigen Mädchens während des Libanonkriegs 1982: Das Mädchen – Ruba – lebt mit ihrer Familie einem Dorf nahe Beirut. Ständiger Bombendonner aus der Ferne, ein seltsam veränderter Vater, ein Schulausflug durch ein in Trümmern liegendes Beirut, der sich verfinsternde zunehmend sich wandelnde 11-jährige Bruder: Der Krieg bahnt sich zunächst schleichend als Erzählung, als schreckliche Ahnung und bald auch physisch immer stärker in die Alltagswelt des Mädchens bis er schließlich in seiner ganzen Gewaltförmigkeit mitten im Dorf ankommt. mehr…
Die Semesterstartparty des Protestplenums an der RUB hat trotz der Schwierigkeiten mit der Universitätsverwaltung eine Location gefunden. Sie wird nun am 15.10.2011 ab 20 Uhr im AusländerInnenzentrum (AZ) im Studierendenhaus stattfinden. In der Ankündigung heißt es: »Bochum hat nicht nur eine Uni, sondern auch eine lebhafte alternative Szene. Am 15. Oktober lädt euch das Protestplenum an der RUB zu einer eurer ersten und womöglich auch besten Unipartys ein. Unter dem Motto „Beton brennt doch“ könnt ihr im AusländerInnenzentrum (AZ) hinter dem Kulturcafé im Studierendenhaus tanzen und mit uns die längst überfällige Abschaffung der Studiengebühren feiern! Für die Ohren gibt es Polit-Rap von „Tapete und Crying Wölf“ aus Berlin und Rock-Ska von „Meltin Pott“ aus Dortmund, für den Magen lecker veganes Essen und Bier zu fairen Preisen (1 €). mehr…
Im Sommer gründete sich in Zusammenarbeit mit dem AStA an der Ruhr-Universität eine Arbeitsgemeinschaft studentischer und wissenschaftlicher Hilfskräfte, um auf die prekäre Situation dieser häufig vernachlässigten Arbeitnehmergruppe hinzuweisen. Die FDP-Fraktion im Landtag nahm dies zum Anlass, gesetzliche Verbesserungen für Hilfskräfte an der Uni als „nicht notwendig“ zu diskreditieren. In einem offenen Brief an die FDP-Fraktion kritisieren AStA und der Verein zur Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses (VVwN) dies. „Die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft ist ausschließlich ehrenamtlich und wird von den Universitäten nicht unterstützt. Eine solche Organisation als ausreichende Unterstützung für Hilfskräfte anzusehen, ist einfach zynisch und abwegig“, so Paula Wiesemann vom VVwN. mehr…