Der Solarzellenhersteller Solarworld hat ein Übernahmeangebot für die deutschen Opel-Werke angekündigt. Der Aktienkurs von Solarworld sank daraufhin zeitweise um fast 20 Prozent. Die Frankfurter Rundschau schrieb einen Kommentar unter dem Titel „April, April“. Solarworld-Chef Frank Asbeck beeilte sich mit einer Stellungnahme, sein Angebot sei durchaus ernst gemeint. In Bochum äußerte sich Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste: „Das Angebot sollte ernsthaft geprüft werden. Grundsätzlich ist es sinnvoll, Opel aus dem maroden US-amerikanischen Konzern herauszulösen. Voraussetzung sollte sein, dass die Arbeitsplätze erhalten werden und Opel eine Perspektive erhält. Auch müsse die Belegschaft, sowie die öffentliche Hand, die entsprechende Bürgschaften abgeben soll, an einer möglichen Gründung beteiligt werden. Die Richtung energieeffiziente und schadstoffarme Autos produzieren zu wollen und Solarautos weiter zu entwickeln, ist durchaus unterstützungswert.“
Die Stadtverwaltung beginnt am morgigen Donnerstag, 20.11. um 19 Uhr im Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskolleg ihren SPD-Kommunalwahlkampf. Als neue Veranstaltungsreihe „Bürgerforum Kultur“ lädt das Kulturbüro unter dem Titel: „Sind Kulturausgaben unsozial?“ zu einer Podiumsdiskussion ein. Unter Leitung des Bochumer SPD-Fraktionsvorsitzenden Fleskes diskutiert der Bochumer Kulturdezernent Townsend mit weiteren Befürwortern der Millionenausgaben für das Konzerthaus. Offensichtlich spürt die SPD, dass diese Entscheidung bei ihrer Wählerschaft nicht auf Begeisterung stößt und sieht Bedarf sich zu rechtfertigen. Die Linksfraktion schreibt in einer Stellungnahme:“Kultur soll gegen Soziales ausgespielt werden. Das ist nicht die Position der Linken und soweit wir das beurteilen können auch nicht der anderen KritikerInnen. Die Linke im Rat kritisiert das Ausgabenvolumen und bezweifelt, dass es bei den mittlerweile 17 Mio € städtischen Anteils bleibt. Die Linke im Rat hat immer wieder betont, dass sie nicht generell gegen ein Konzerthaus ist, wenn es sich die Stadt leisten kann. Zurzeit kann sie das unseres Erachtens nicht. Und die Art und Weise, wie die Beschlüsse zum Konzerthaus durchgesetzt werden, halten wir für nicht sehr demokratisch.“Die Stellungnahme im Wortlaut.
Am Mittwoch, dem 26.11., findet um 19:00 Uhr in der Volkshochschule eine Veranstaltung zum Thema „PatientInnenrechte“ statt. In der Einladung heißt es: „Im Unterschied zu anderen Ländern gibt es in Deutschland keine gesetzliche Zusammenfassung der PatientInnenrechte. Selbst die geplante ‚Charta der PatienIinnenrechte‘ lässt auf sich warten. So müssen wir unsere Rechte zusammenstellen unter Zuhilfenahme des Grundgesetzes, des Sozialgesetzbuches, des Strafrechts, des Zivilrechts und des ärztlichen Standesrechts. Erstmals sind vor einiger Zeit im Rahmen eines Modellversuchs unabhängige PatientInnen-Beratungsstellen eingerichtet worden. Die Weiterfinanzierung ist allerdings noch ungeklärt.“ Teilnahmegebühr: 3,50 Euro, Anmeldung unter Tel. 910-1555
Mittwoch 19.11.08, 08:18 Uhr
Freitag, 21. November, 19.00 Uhr, Bahnhof Langendreer, Halle
Die Musikinitiative Ruhrklang schreibt zu diesem Konzert: „Drei Bands aus der Region werden wieder beweisen, welch großes Potential die Musikszene zu bieten hat. Als Headliner sind dieses Mal BxDxF aus Köln dabei, die in diesem Jahr schon viel von sich reden gemacht haben. Unter anderem erreichten sie die Masterclass von popUP NRW 2008. Als Partner dieses größten Förderprojektes für Bands in NRW präsentieren wir diese Band exclusiv auf dieser Blue Hour. Beginnen werden Stranded aus Dortmund mit kreativem PoP/Rock. Captain Cosmos aus Bochum präsentieren ihren spielfreudigen Indie Rock, mit dem sie schon das Newcomer-Festival 2007 für sich entscheiden konnten. Am Schluss werden dann BxDxF aus Köln, mit ihrerer tanzbaren Mischung aus Funk, HipHop und Rap die Halle hoffentlich zum Kochen bringen. Let´s Rock!“ Der Eintritt zum Konzert ist frei und als kleine Zugabe haben alle KonzertbesucherInnnen freien Eintritt zur nachfolgenden Punk/Alternativ/Indie Disco (Break OUT) des Bahnhof Langendreer.
Am Sonntag, dem 23. November, lädt das Frauenarchiv ausZeiten von 17.00-20.00 Uhr zum zweiten Bochumer Kurzfilmabend für Frauen ein. Zu sehen sein werden Kurzfilme von Filmemacherinnen aus den letzten Jahren. Die Filme, darunter auch preisgekrönte, stammen nicht nur aus deutschen Produktionen. Sie sind mal laut, mal leise, aber nie langweilig. Sie sind schwarz-weiß oder farbig, mit oder ohne Dialog. Es sind Abschlussfilme von Hochschulen, Erstlingswerke von Drehbuchautorinnen und Regisseurinnen. Sie sind bisher meist ausschließlich auf Festivals gezeigt worden. Die Bandbreite der Filme reicht von Animations- und Trickfilmen bis hin zu Spielfilmen und Dokumentationen. Das Programm als PDF-Datei.
Die Studierenden-Organisation der Linkspartei SDS wird am 5. – 7. Dezember ihren Bundeskongress an der Bochumer Ruhr-Uni durchführen. Das Motto der Tagung lautet: „Die Systemfrage stellen! Alternativen zum Kapitalismus entwickeln.“ Am Freitagabend um 19 Uhr sollen vier Alternativ-Systeme kurz im Plenum vorgestellt und dann ausführlich in Workshops diskutiert werden: ->Wirtschaftsdemokratie, -> Rätedemokratie, -> demokratische Planwirtschaft, -> bedingungsloses Grundeinkommen. Näheres.
Ende Oktober verabschiedete der Senat der Ruhr-Uni den neuen „Hochschulentwicklungsplan“, der die „Ziele und Maßnahmen“ der Uni-Leitung sowie der einzelnen Fakultäten bis zum Jahre 2010 zusammenfasst. Doch inwieweit können die Studierenden davon profitieren? Die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung (bsz) nimmt das 176-seitige Dokument etwas genauer unter die Lupe. Das Ergebnis ist ernüchternd: Forschung und Wettbewerb stehen im Fokus künftiger Hochschulentwicklung, während eine Verbesserung der Lehre sowie die gesamtgesellschaftliche Verantwortung der Universität nur am Rande Erwähnung finden. Doch es gibt laut bsz auch einen Lichtblick im Uni-Grau: Das Akademischen Förderungswerk (AKAFÖ) als Betreiber der Mensa ersetzt tierische ‚Produkte‘ – nicht zuletzt nach massiver bsz-Kritik – zunehmend durch vegane Lebensmittel. Auch setzt sich die 765. Ausgabe der bsz (hier auch als pdf-Version) kritisch mit der „Kulturhauptstadt Ruhr 2010“ auseinander und zeigt in einem Interview-Beitrag, wie intransparent die weitgehend privatisierte Nabelschau der Elitenkultur an der Ruhr ohne breite Beteiligung der Öffentlichkeit unter Federführung der „Ruhr 2010 GmbH“ gedeichselt wird. mehr…
Spätestens ab 31.12.2008 wird das Soziale Zentrum (SZ) in der ehemaligen Kneipe “Haus Dahlhoffâ€, Ecke Schmechtingstraße/ Josephstraße zu finden sein. Auf dem Plenum am morgigen Mittwoch, 19.11. um 19.00 Uhr werden das räumliche Konzept, die Renovierung und der Umzug geplant. Wahrscheinlich wird es das letzte Plenum in der Rottstraße sein. Das nächste Plenum dürfte sich schon die Fortschritte bei der Renovierung des neuen SZ ansehen.
Dienstag 18.11.08, 13:45 Uhr
Müssen Hartz IV-EmpfängerInnen weiter Radprofis und das Konzerthaus finanzieren?
Die Linksfraktion unternimmt mit einem Antrag im Rat einen neuen Vorstoß für ein kostenloses Girokonto für Bedürftige. Sie möchte, dass neben Auszubildenden, SchülerInnen und Studierenden auch BezieherInnen von so genannten Transferleistungen wie Arbeitslosengeld II ein gebührenfreies Girokonto bei der Sparkasse Bochum bekommen. Beflügelt ist Die Linke in ihrem Anliegen durch die gute Finanzlage der Sparkasse. „Der Sparkasse ist es nicht schwer gefallen, 1,5 Millionen Euro für den Konzerthausbau bereit zu stellen. Wir denken, da muss auch ein gebührenfreies Girokonto für ALG-II-Bezieherinnen drin sein“, so Ernst Lange, Fraktionsvorsitzender der Linken. Auch die Gewinnabführung der Sparkasse an die Stadt Bochum mit 4,7 Millionen und die Rücklagenbildung mit 5,3 Millionen Euro für das vergangene Jahr sei unverändert hoch. Ernst Lange weiter: „Ob es sinnvoll ist, dass die Sparkasse den Konzerthausbau oder einen Profiradrennstall sponsert, sei dahin gestellt. Aber es kann nicht sein, dass das auch über Gebühren von ALG-II-BezieherInnen finanziert wird, die gerade mal 351 Euro im Monat zur Verfügung haben. Hier muss ein sozialer Ausgleich geschaffen werden. Die Linke will diesen Ausgleich und ich hoffe, SPD und Grüne auch.“
Dienstag 18.11.08, 13:00 Uhr
Mieterverein warnt vor unberechtigten Mieterhöhungen
Der Bochumer Mieterverein schreibt: „Am 31. Dezember fallen wieder zahlreiche Sozialwohnungen aus der Bindung. Allein in Bochum sind es 1400. Wenn die Eigentümer die öffentlichen Darlehen zurückgezahlt haben – in der Regel nach 30 Jahren – werden die einstmals geförderten Wohnungen freifinanzierten gleichgestellt. Damit entfällt dann auch die Mietpreisbindung. Häufige Folge: Mieterhöhungen. Für Sozialwohnungen gilt das Prinzip der Kostenmiete: Die Miete darf nur so hoch sein, dass damit die realen Kosten abgedeckt werden, also Zins und Tilgung fürs Darlehen, Verwaltungs- und Instandhaltungskosten, Mietausfallwagnis. Im freifinanzierten Wohnungsbau gibt es diese Beschränkung nicht. Hier bestimmt der Mietspiegel, was äußerstenfalls gezahlt werden muss. Fast immer ist es deutlich mehr. mehr…
Unter dem Titel „Wölfe im Schafspelz“ wird am Dienstag, dem 18.11. um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer der Frage nachgegangen, welche Erkennungszeichen, Kleidungsstücke und Marken rechtsextreme Jugendliche tragen. Die von verschiedenen Medien immerzu propagierten Skinheads mit Glatze, Bomberjacke und Springerstiefel stellen längst nicht mehr die „typischen“ Neonazi dar. Im Rahmen des Vortrages durchleuchtet Dennis Kemper neben den von der rechten Szene getragenen Kleidermarken auch häufig verwendete Symbole und Zahlencodes.
Seit 25 Jahren trifft sich eine Lesegruppe in Langendreer, um gemeinsam gesellschaftliche Zusammenhänge zu analysieren und zu diskutieren. Die aktuelle Diskussion über eine staatliche Bürgerschaft für Opel veranlasste den folgenden Kommentar: „Gestern Abend (16.11.2008) versammelte Anne Will mal wieder ein Gruselkabinett um sich, um über die Zukunft von Opel zu diskutieren. Darunter neben Wirtschaftsminister Glos auch der Opel-Betriebsratsvorsitzende Franz.
Franz nennt sich zwar Betriebsratsvorsitzender, aber er spricht wie ein Manager der Adam Opel AG. Es hätte keinen Unterschied gemacht, wenn dort der Vorstandsvorsitzende gesessen hätte. Wenn Franz „wir“ sagt, dann meint er die Adam Opel AG und nicht die lohnabhängige Belegschaft. Franz ist auch Ökonom. Er hat erkannt, dass die Medien mit ihren negativen Nachrichten die Lohnarbeitsplätze bei Opel vernichten. mehr…
Anlässlich des heutigen Krisengipfels im Bundeskanzleramt erklärt die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken, Sevim Dagdelen: „Eine bedingungslose Verwendung von Steuergeldern in Form von Staatshilfen für Opel ist nicht akzeptabel. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Rüttgers sollte sich nach der Pleite bei NOKIA und dem zusammenhängenden Verlust tausender Arbeitsplätze in Bochum nun für eine nachhaltige Lösung einsetzen. Eine nachhaltige Lösung zur Sicherung des Standorts und der Arbeitsplätze kann nur eine dauerhafte Beteiligung des Landes NRW bei Opel und die Trennung der Nabelschnur an GM sein. Die Krise von Opel ist eine Überproduktionskrise und damit das Zeugnis der Krise des kapitalistischen Systems. Eine Lösung bei Opel sowie anderen Unternehmen, die jetzt vor einer massiven Rezession stehen, muss deshalb zukunftsfähig sein.“
Montag 17.11.08, 11:15 Uhr
Gerichtstermin für die A 40 Wattenscheid steht bevor
Anlässlich des absehbaren Gerichtstermins für die Klage gegen den Ausbau der A 40 in Bochum-Wattenscheid erklären Werner Dechardt, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft für bessere Wohnqualität an der A 40, und Eckhard Stratmann-Mertens, Sprecher der Bürgerinitiative Bochum gegen die DüBoDo: „Das OVG Münster hat die mündliche Verhandlung über die anstehende Klage gegen den sechsspurigen Ausbau der A 40 in Wattenscheid auf den 21. Januar 2009 festgesetzt (9.15 Uhr; öffentliche Sitzung). Die Klägergemeinschaft aus sechs KlägerInnen (Mitglieder der Aktionsgemeinschaft für bessere Wohnqualität an der A 40 in Wattenscheid und der Bürgerinitiative Bochum gegen die DüBoDo) bereiten sich nun – unterstützt von Rechtsanwalt Robbers/Bielefeld – intensiv auf die mündliche Verhandlung vor. Die gemeinsame Klage zielt auf die Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses vom Januar 2006, d.h. auf die Verhinderung des Ausbaus der A 40. Dafür sprechen insbesonders: mehr…
Zum siebten Mal lädt das studentische Theaterfestival megafon vom 3.-7. Dezember Theatergruppen nach Bochum ein. Das diesjährige Motto lautet: „hotsPOTT – 51°29’N, 7°13’O“. In der Ankündigung verspricht megafon „eine bunte Vielfalt an Produktionen aus den Bereichen Schauspiel, Performance, Figurentheater und Tanz.“ Weiter heißt es: „Erstmalig eröffnet das Festival mit einer eigenen Produktion: mit der Premiere von ‚Die Weber‘ gibt der Regisseur Dirk Schwantes einen ganz besonderen Festivalauftakt. Als weiteres Theaterhighlight präsentiert megafon, unter der Anleitung des Hamburger Regisseurs Martin Kreidt, die Wiederaufnahme der legendären Sound und Video Performance von ‚Play: Fatzer‘ aus dem Ringlokschuppen, Mühlheim, am Festivaldonnerstag um 20:00 Uhr. mehr…
Thomas Wessel, Pfarrer der Christuskirche hat darauf hingewiesen, dass auch in diesem Jahr ein Kranz vom „Verband Deutscher Soldaten“ am Mahnmal „Trauernde Mutter“ neben der Pauluskirche an der Grabenstraße niedergelegt wurde (Foto). Im vergangenen Jahr hatten die Ruhr Nachrichten über die von der Kriegsgräberfürsorge gemeinsam mit der Stadt Bochum verantwortete Kranzniederlegung am Volkstrauertag berichtet: »2004 hatte das Verteidigungsministerium per Erlass für Bundeswehr und Reservistenverband eine Kontaktsperre mit dem Verband deutscher Soldaten verhängt. Grund war die Veröffentlichung von Texten aus dem rechtsextremen Spektrum in seinem Publikationsorgan ‚Soldat im Volk‘. – „Außerdem dürfen die Mitglieder dieses Verbandes nicht offiziell auftreten‘, erläutert Thomas Breuer, Beauftragter der Bundeswehr für die Stadt Bochum. mehr…
In der kommenden Woche veranstaltet der AStA der Ruhr-Uni vom 17. bis 22. November eine Internationalismus Woche. Auftaktveranstaltung ist am Montag um 18 Uhr im HZO 70 ein Vortrag von Dr. Dalal Arsuzi zum Thema „Arabischer Nationalismus – zwischen Traditionen und Moderne“. Am Dienstag referiert am selben Ort zur gleichen Zeit Khonaf Hajo über „Die Rolle der Frau in MigrantInnenfamilien – zwischen Traditionen und Moderne“. Am Mittwoch wird um 18 Uhr im HZO 60 der Film „Bamako – Afrika zeigt es dem Wilden Westen“ gezeigt. Am Donnerstag findet ab 16 Uhr im AusländerInnen-Zentrum (AZ) ein „Internationaler Kulturaustausch bei Tee und Keksen, Schach-Turnieren, Backgammon und Brettspielen“ statt. Am Freitag lautet um 18.00 Uhr im HZO 50 das Thema: „Islamophobie – Ursprünge und Entwicklungen eines modernen Feindbildes“. Referenten sind Musa Hasan und Baruch Wolski. Die Internationalismuswoche endet am Samstag mit einem „Türkischen Rockkonzert mit der Gruppe Esvedeyn“. Beginn ist 21 Uhr im Kulturcafé. Der Einladungsflyer.
Die Linke im Rat hat eine neue Ausgabe ihrer Zeitung „Einblicke“ herausgebracht. Darin kritisiert Ratsmitglied Uwe Vorberg in seinem Leitartikel, welche nun immer deutlicher werdenden Risiken die Stadt mit ihrem Cross-Border-Leasing-Geschäft eingegangen ist. Weitere Themen sind u.a. der städtische Haushalt, als Dauerbrenner das Konzerthaus und die Kritik der Linken an der Bundeswehrwerbung in Bochum. Die “Einblicke†gibt es gedruckt im Fraktionsbüro der Linken (Willy-Brandt-Platz 1-3). Es gibt sie auch als PDF-Datei.
Das Militärbündnis NATO wird auf einem großen Gipfeltreffen in Straßburg und Kehl im Frühjahr 2009 sein 60-jähriges Bestehen feiern. Das Bochum Friedensplenum will mit einer Veranstaltungsreihe und Aktionen über die Geschichte, Strategien, Kriege und Geheimoperationen der NATO informieren. Motto: „60 Jahre Nato sind kein Grund zum Feiern“. Näheres dazu wird sicherlich auf der seit einigen Tagen aktivierten Webseite des Friedensplenums zu lesen sein.
Die Soziale Liste Bochum schreibt, dass sie sich an der Kommunalwahl 2009 beteiligen und für alle Wahlbezirke Kandidatinnen und Kandidaten aufstellen wird. Weiter heißt es: »Das kommunale Wahlbündnis wird inhaltlich erneut „Bausteine für eine sozialere Stadt“ und ein kommunales Forderungsprogramm erarbeiten und in der Öffentlichkeit damit vertreten sein. Dabei geht es darum, den neoliberalen Umbau der Stadt zu stoppen und die Macht der „Investoren“, Konzerne und Banken zurückzudrängen und eine soziale und solidarische Stadt zu schaffen. mehr…
Attac campus und BUKO Rhein-Ruhr laden am Dienstag, 18.11., 19.30 Uhr zu einer Veranstaltung im Sozialen Zentrum, Rottstr. 31 ein. Niels Siebert stellt sein Buch „Vergessene Proteste“ vor. In der Ankündigung heißt es: „Internationalismus und Antirassismus 1964-1983: Afrikanische Studierende, die dem SDS 1964 in Westberlin das regelverletzende Demonstrieren beibringen? Ein bei einer antirassistischen Aktion demoliertes Kino 1966? Krawalle während der Frankfurter Buchmesse 1968? Militante Verhinderung einer Abschiebung 1969? Eine Bombe gegen ein Kriegsschiff im Hamburger Hafen im selben Jahr? Fluchthilfe für US-amerikanische Soldaten 1970? Tumulte auf Aktionärsversammlungen 1971? Viele politische Aktivitäten der ‚Neuen Linken‘ sind in Vergessenheit geraten. Im Vortrag wird eine Studierenden- und Internationalismusbewegung geschildert, die sich gegen Kolonialismus und Neokolonialismus, Rassismus und die bundesdeutsche Flüchtlingspolitik richtete. Die Erinnerung an diese mitunter militanten Proteste steht unvermeidlich im Widerspruch zur herrschenden Geschichtsschreibung und gibt Anregungen für die heutige politische Praxis.“
Der Kulturedakteur der Bochumer WAZ und Autor Werner Streletz erhält den mit 10.000 Euro dotierten Literaturpreis des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Ausgezeichnet wird er „für sein Gesamtwerk, insbesondere jedoch für seinen Ruhrgebietsroman ‚Kiosk kaputt‘. Zur Pressemitteilung des RVR.
Für Samstag, den 15. November, hat die Bochumer SPD ab 10 Uhr zu einer „Sozial-Konferenz“ ins Jahrhunderthaus eingeladen. Der linke Flügel der Sozialdemokraten hat darauf gedrängt, dass die Partei einen „Dialog zur Weiterentwicklung sozialer Politik“ einleitet. Prof. Strohmeier wird ein Einführungsstatement zum Thema abgeben und dann haben geladene Gäste Gelegenheit, Stellungnahmen abzugeben. Eingeladen sind neben VertreterInnen der Gewerkschaften und der Kirchen vor allem Sozialverbände, Organisationen und Initiativen, die von der Stadt finanziell abhängig sind. Die meisten der Gäste werden sich daher vermutlich mit ihrer Kritik an der von der SPD verantworteten Sozialpolitik in Stadt und Bund etwas zurückhalten. Kritische Stimmen sind ganz offensichtlich auch nicht erwünscht. Die SPD lädt auf keiner ihrer Webseiten zu dem Dialog ein. Nicht einmal als Termin wird die Sozial-Konferenz erwähnt.
Auf Einladung der Sozialen Liste besuchte der kubanische Abgeordnete der Provinz Matanzas, Dr. Yosvany Sánchez Robaina erneut Bochum. Im Mittelpunkt stand dabei ein Gespräch mit dem Betriebsrat von Opel. Die Soziale Liste schreibt: „Franco Biaggiotti, Horst Roch und Markus Bauer informierten über die aktuellen Probleme der Krise in der Automobilindustrie und der betrieblichen Interessenvertretung. Für Opel in Bochum wird dabei die zentralistische Führung des Konzerns General Motors zunehmend zum Problem. Die Betriebsräte informierten Yosvany Robaina über die Bemühungen des Betriebsrates den Standort Bochum durch den Zukunftsvertrag bis 2016 abzusichern. Aber „was im nächsten Jahr kommt, weiß keiner“, sagte Markus Bauer. Derzeit liegen die Produktionskapazitäten bei Opel weit über dem, was gegenwärtig verkauft werden kann. mehr…
Während sich die Offiziellen des Fußballzirkusses tief befriedigt darüber zeigen, dass am letzten Samstag im Stadion an der Castroper Straße Protest gegen eine Nazis-Gruppe laut wurde, wird immer deutlicher, dass von Seiten des Vereins für Leibesübungen (VfL) Bochum wenig gegen Nazis unternommen wird. Jens Höhn, Mitarbeiter des Fanprojekts Bremen sagt in einem Interview: „Ich würde mir wünschen, dass der Ordnungsdienst in allen Stadien so geschult wird, dass er eindeutige Abzeichen und Insignien der rechten Szene besser erkennt. Es ist mir ein Rätsel, wie so ein Plakat überhaupt in Bochum ins Stadion kommen konnte.“ Im Gegensatz zu Werder Bremen weigert sich der VfL Bochum z. B. das Tragen von Thor-Steinar-Kleidung im Stadion zu verbieten. Besonders widerlich ist es offensichtlich im Herrenfußballspiel des VfL Bochum gegen die Turn und Sportgemeinschaft (TSG) Hoffenheim zugegangen. Die Gäste hatten mehrere Spieler mit schwarzer Hautfarbe auf dem Platz. Dies wurde von den Bochumer Fans mit so üblen Sprüchen kommentiert, dass einige ZuschauerInnen die Fankurve verlassen haben.
Im Rahmen der Wanderaustellung „Plantación – Lateinamerika und der Rausch der Bioenergie“ findet am Donnerstag, dem 13.11. um 19.00 Uhr im Sozialen Zentrum, Rottstr. 31, ein Vortrag zum Thema Bioenergie aus Kolumbien statt. Der Titel lautet: „Wie aus Kraftstoff Zündstoff wird“. Referent ist Simon Woyte. Im Anschluss wird eine Hördokumentation des Jenaer Internationalen Studierendenkreis (JISK) über die aktuelle Bioenergiedebatte und deren soziale und ökologische Auswirkungen in Kolumbien vorgestellt.
Am Freitag, 14.11., spielt um 20.00 Uhr BandaBardo im Bahnhof Langendreer. Radio El Zapote schreibt in der Ankündigung: „1993 beginnt in der Toscana eine musikalische Geschichte, die es weiter zu erzählen gilt. BandaBardo wird geboren. Seit dieser Zeit, und einem nun mittlerweile 15-jährigen Bestehen mit 1000 Konzerten, hat sich diese Kapelle zu einer der beliebtesten in Europa entwickelt. Ihre Konzerte sind Partys der musikalischen Hingabe und Zuneigung, besucht von einem zumeist massenhaften Publikum, welches unermüdlich jeden Vers und Song mitsingt und sich in ihrem Italo-Folk-Patchanka-WorldBeat sonnt. Für die Band spricht auch nur ein personeller Wechsel in den vielen Jahren ihrer Existenz. 2003 gesellt sich der gebürtige Kubaner Ramon zu BandaBardo, der die Percussions übernimmt und für weitere Vielfalt sorgt. mehr…
Die Soziale Liste schreibt: »In der Debatte um staatliche Hilfen für die Automobilindustrie und die Nachrichten um einen entsprechenden Brief des Europa-Chefs von General Motors, Carl Peter Forster, u.a., weist die Soziale Liste darauf hin, dass Opel seit vielen Jahren keine Gewerbesteuer mehr in Bochum zahlt. Eine Anfrage der Sozialen Liste in dieser Sache wurde am 30. April 2008 wortreich nicht beantwortet. [Die Antwort im Wortlaut] Konzerne wie Opel/GM konnten sich jahrelang von ihrer sozialen Verantwortung, wie sie auch vom Grundgesetz Artikel 14 vorgeschrieben sind, verabschieden. „Die Zeit ist reif, nach Alternativen wie z. B. der Vergesellschaftung zu suchen, wie sie ebenfalls im Grundgesetz und der Landesverfassung von NRW vorgesehen sind“, äußert sich Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste.«
Am Mittwoch, dem 19.11. um 20 Uhr veranstalten die Hochschulgruppe dielinke.SDS Bochum und linksjugend [’solid] bochum im KulturCafé der Ruhr-Uni ein Konzert gegen Rechts. Es treten auf: Liquid Jam, AKBIRA und broken ballet. In der Ankündigung heißt es: „In einer Gesellschaft, in der immer mehr Menschen existenziell bedroht sind, in der Armut und Perspektivlosigkeit für viele den Alltag bestimmen, entsteht der Nährboden für Fremdenhass und Faschismus. Das Erstarken der extremen Rechten ist auch eine Folge der Kürzung sozialer Leistungen und der massiven Streichung von Kultur- und Freizeitangeboten in unseren Städten und Dörfern. mehr…
„Das Konzerthaus wird nur gebaut, wenn sich dafür ein privater Investor findet.“ Dies war vor fünf Jahren der Kompromiss, mit dem der Widerstand gegen das Millionenprojekt besänftigt wurde. Schließlich gibt es schon drei nicht ausgelastete Konzerthäuser in unmittelbarer Nachbarschaft. Doch es fand sich kein privater Investor, der ein Konzerthaus lukrativ fand. Da wurde die Entwicklungsgesellschaft Ruhr (EGR) als Investor präsentiert – eine hundertprozentige Tochter der Stadt Bochum. Wie SPD und Verwaltung über eine Vielzahl solcher Töchter die wichtigen Entscheidungen der Stadt an den parlamentarischen Gremien vorbei steuern, schildert die BSZ in ihrem Aufmacher: Familienbande: Der Konzern Stadt Bochum und seine Töchter. Mit Blick auf das RUB-Universum wird in der aktuellen Ausgabe der Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung verdeutlicht, inwiefern das Projekt „lehrreich“ für neue Lehrideen einen eher bizarren Wettbewerbsakzent setzt: »Studiengebühren, so heißt es im „Hochschulfinanzierungsgerechtigkeitsgesetz“, wurden zum Zwecke der Verbesserung der Lehre und der Studienbedingungen eingeführt. (…) In der Chefetage der Uni scheinen allerdings die Ideen auszugehen, wie das zusätzliche Geld am besten zu verausgaben sei – und das auch noch zweckgebunden. (…) mehr…
Am Sonntag, 16. November findet ab 12.00 Uhr im Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten von Sevim Dagdelen, Linksfraktion eine Sonntagsmatinee zum Thema Gesundheitswesen statt unter dem Motto: „Gesundheit ist keine Ware! Über die Misere im Gesundheitswesen und warum der Deckel weg muss!“ Sevim Dagdelen wird die Gesprächsrunde mit ExpertInnen aus dem Gesundheitswesen moderieren. Als ReferentInnen sind eingeladen: Frank Spieth, MdB und gesundheitspolitischer Sprecher der Linksfraktion, Agnes Westerheide, ver.di-Sekretärin Fachbereich Gesundheit sowie Michael Voß, Betriebsrat eines Krankenhauses und ver.di Beauftragter für die Kampagne „Der Deckel muss weg“ mehr…
Das Bochumer Anti-Atom-Plenum berichtet über den Castor Protest und den Widerstand gegen das atomare/fossile Imperium in Gorleben und ruft zum Sonntagspaziergang am kommenden Wochenende in Ahaus auf: „Der Castor hat Gorleben erreicht – mit 20 Stunden Verspätung, weil sich überall Menschen entschlossen dem Atommülltransport entgegengestellt und gesetzt haben. Hier ein kleiner Rückblick und vor allem ein erster Ausblick auf die kommende Zeit: 16 000 Menschen, darunter auch viele aus dem Münsterland und dem Ruhrgebiet, sowie 350 Landwirte mit Treckern haben am Samstag in Gorleben demonstriert! Dies war die größte Anti-Atom-Demo in Deutschland seit 2001! Zur selben Zeit blockierten drei AktivistInnen mit einem Betonblock im Gleis an der deutsch-französischen Grenze zwischen Lauterbourg und Wörth für gut 12 Stunden. Ab Samstag blockierten bis zu 1000 Leute das Zwischenlager in Gorleben. Die Straßenblockade wurde gestern Nachmittag geräumt. Den ganzen Sonntag über gab es auf der Schienenstrecke zwischen Lüneburg und Dannenberg Gleisblockaden. Bei den Räumungen setzte die Polizei z. T. Wasserwerfer, Schlagstöcke, Pferde und Pfefferspray ein. mehr…
Radio El Zapote schreibt: „Bedauerlicherweise mussten wir gestern den Medien entnehmen, dass Miriam Makeba nicht mehr unter uns weilt und vorgestern mit 76 Jahren bei einem Benefiz-Konzert in Italien auf der Bühne zusammen gebrochen und später verstorben ist. Als Mama Africa bekannt geworden, war sie die alte Grande Dame afrikanischer Musik mit viel Sonnenschein und dem Mut zum Kampf im Herzen. Immer wieder thematisierte sie agitatorisch und in ihren Liedern die Böshaftigkeiten rassistischer Politik, hier im besonderen die Apartheid in Südafrika unter dem Buren-Regime eines Pieter & Pik Botha. Auch dem Patriachat zeigte sie die Zähne! Dazu eine kleine persönliche Note eines Freundes aus Dortmund: mehr…
Am Sonntag, dem 16.11., findet ab 14.00 Uhr ein Stadtrundgang mit Wolfgang Dominik „Auf den Spuren Ottilie Schoenewalds in Bochum“ statt. Ottlie Schoenewald war die erste Bochumer Frau, die 1919 im Stadtparlament geredet hat. Als Frau und dazu noch als jüdische Deutsche sich politisch zu engagieren, war vielen Bochumer BürgerInnen suspekt. Direkte Anfeindungen vor allem von der langsam sich entwickelnden NSDAP blieben nicht aus. Nach 1933 wurden sie und ihr Mann, einer der bekanntesten Bochumer Rechtsanwälte, rassistisch und sozial geächtet. 1938 konnten die beiden im letzten Augenblick aus dem faschistischen Deutschland flüchten. Der Stadtrundgang soll Ottilie Schoenewald und ihr Leben im Bochum der Weimarer Republik und vor allem im Faschismus etwas näher bringen. Die VHS bietet diesen Stadtrundgang an. Treffpunkt ist an der Glocke auf dem Rathausplatz.
Montag 10.11.08, 07:30 Uhr
Rote Ruhr-Uni zur Entstehung und Kritik des bürgerlichen Eigentumsbegriffs
Am heutigen Montag referiert um 19.30 Uhr im Rahmen der Roten Ruhr Uni im Kulturcafé an der RUB Ingo Elbe über das Konstrukt „Privateigentum“. In der Einladung heißt es: „Der Eigentumsbegriff ist einer der zentralen Begriffe, auf dem die bürgerliche Gesellschaft ihr Selbstverständnis aufbaut. Die bei weitem einflussreichste Fassung, ja die Begründung des modernen Eigentumsbegriffs findet sich in der 1689 veröffentlichten Zweiten Abhandlung über die Regierung von John Locke (1632-1704). Hier leitet Locke das privatexklusive Eigentum an Sachgütern aus dem Selbsteigentum der Person und der Vermischung ihrer rechtspersonalen Substanz mit Naturgegenständen im Prozess der Arbeit ab. mehr…