Folgen des Afghanistan-Krieges

Unter dem Titel  „Die humanitären Opfer des Afghanistan-Einsatzes evaluieren“ beschreibt die ärztliche Friedensorganisation IPPNW realistisch die Folgen des Krieges, der mit unvorstellbaren Summen geführt wurde: Zahlen über Tote, Verletzte, Geflüchtete, Zunahme islamistischer Organisationen, Verschlechterung der Lebensverhältnisse, Hunger. „All dies“, heißt es auf der Website von IPPNW „hält die Bundesregierung jedoch nicht davon ab, das Kriegsland als sicher genug für die Rückführung von Geflüchteten zu erklären und Sammelabschiebungen durchführen zu lassen.“

 

Forscher der künstlichen Intelligenz gegen Future Combat Air System (FCAS)

Mit einem Offenen Brief an die Parlamentarier des Bundestages warnen vier Forscher der künstlichen Intelligenz „vor den Risiken der autonomen Kriegsführung“, die mit der Finanzierung des Future Combat Air Systems eingegangen werden. Das ferngelenkte oder autonom gesteuerte Waffensystem mit atomar bewaffneten Kampffliegern würde die Rüstungsspirale verschärfen und „unweigerlich zur Entwicklung gewaltiger, gegenseitiger, automatisierter Vernichtungspotentiale führen“, heißt es in dem Brief.   „Keine Regierung und kein Militär wird die politische und technologische Entwicklung kontrollieren können, die sich aus gegenseitigem Hochrüsten mit autonomen Waffen ergibt“, schreiben die Forscher und appellieren an die Abgeordneten, am 23. Juni die Finanzierung des FCAS abzulehnen und die Initiative zur Ächtung autonomer Waffen zu ergreifen.

 

 

Entspannung und Kooperation statt Konfrontation und „FCAS“!

Zum 80. Jahrestags des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion wendet sich DL21, das Forum Demokratische Linke in der SPD, an die Mitglieder der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag. Aus der Geschichte erwachse “ eine besondere Verantwortung der Bundesrepublik für eine Politik der Abrüstung und Entspannung gerade in Bezug auf die Nachfolgestaaten der Sowjetunion und eine Politik der Verständigung gegenüber Russland und zwischen Russland und seinen Nachbarn.“ Das Forum lehnt die europäische Aufrüstung mit dem FCAS, dem Future Combined Air System, ab und fordert einen Richtungswechsel hin zu Entspannungspolitik und Rüstungskontrolle. „Eine der ersten vertrauensbildenden Maßnahmen im Rahmen dieses Richtungswechsels muss es sein, dass sich die Bundesrepublik nicht in die Lage versetzt, einen Krieg gegen Russland oder China zu führen. Wir fordern die Mitglieder der Fraktion der SPD im Bundestag auf, in dessen Sitzung am Tag nach dem 80. Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion, am 23.6.2021, den Antrag zur Finanzierung weiterer Vorbereitungsschritte hin auf die Verwirklichung von FCAS abzulehnen.“

 

EU-Militärprojekt FCAS bedroht die Zivilisation Europas

Bernhard Trautvetter vom Essener Friedensforum hat in einem Artikel für die Nachdenkseiten die militärische Ausrichtung der NATO gegen Russland und China beschrieben. Dabei steht die Gefährlichkeit des neuen EU-High-Tec-Luftkampfsystems FCAS im Mittelpunkt. Das Milliardenprojekt wird von Union, SPD, Grünen und FDP unterstützt. Widerstand dagegen beschränkt sich weitgehend auf die Friedensbewegung, die Linke und auch auf die „Demokratische Linke“ in der SPD, deren Stellungnahme wir oben in Auszügen weiter verbreiten.

Jörg Kronauer: Meinst du, die Russen wollen Krieg?


Das Bochumer Friedensplenum und die DFG-VK laden am Montag, den 21. Juni um 19 Uhr zu einer online-Veranstaltung mit  dem Journalisten und Autoren Jörg Kronauer ein. Der Titel seines Vortrages lautet „Meinst du, die Russen wollen Krieg?“. »Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Gedichtes von Jewgeni Jewtuschenko,  das er 1961 auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs geschrieben hat. Seine Antwort: Nach dem unermesslichen Leid und den zahllosen Opfern, die der deutsche Überfall am 22. Juni 1941 – vor genau 80 Jahren – der Sowjetunion gebracht hatte, wollte dort gewiss niemand einen weiteren Waffengang.

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Portrait Soziale Zukunft – 700 Jahre Bochum

Die NaturFreunde Bochum Langendreer teilen mit: »In der letzten Woche ist unser NaturFreunde-Mitglied Philipp Unger von einer der Etappen der längsten Friedensdemo Deutschlands (www.frieden-in-bewegung.de), zurückgekommen. Nun organisiert er im Westpark zwischen dem 17.06. – 20.06.2021 zusammen mit den NaturFreunden Bochum-Langendreer und dem Friedensplenum Bochum eine Friedenskundgebung und eine gemeinschaftliche Wandbemalung zum Thema „Soziale Zukunft“. Über 3 Tage entsteht so an der #JahrhundertMauer (Nähe Brücke „Erzbahnschwinge“) ein großes Wandgemälde rund um die Themen Frieden & Soziale Zukunft. Damit wird die Mauer auch zum Gästebuch im Rahmen von 700 Jahre Bochum.
Das Mitmachprojekt ist offen für alle Bochumer:innen, die dort ihre eigenen Statements anbringen können. Farben werden gestellt.
Diejenigen, die nicht vor Ort sein können, können ihren Spruch per-mail an gaestebuch@quernetz.de mailen. Die an der Aktion beteiligten Künstler bringen es dann auf die Wand. weiterlesen

Jörg Kronauer: Meinst du, die Russen wollen Krieg?

Vor 8o Jahren, 22. Juni 1941, überfiel das deutsche Militär die Sowjetunion und führte einen Vernichtungskrieg, der geschätzte 27 Millionen sowjetische Tote hinterließ. Während die Erinnerung an den Schrecken des Krieges in Russland lebendig blieb, wurde in der Bundesrepublik das Feindbild gegen die SU aufrechterhalten und nach deren Ende schon bald auf Russland übertragen. In Deutschland wird die russische Politik heute als aggressiv und feindlich beschrieben. Die wirtschaftlichen, politischen und militärischen Interessen, die hinter dieser Zuschreibung stehen, analysiert der Journalist und Autor Jörg Kronauer in einer Online-Veranstaltung auf Einladung des Bochumer Friedensplenums und der DFG-VK am 21. Juni. Für alle Interessierte werden Uhrzeit und Zugangsdaten hier noch bekannt gegeben.

 

Aktiv werden gegen Luftkampfsystem FCAS

Die meisten haben noch nie davon gehört und selbst viele Abgeordnete wissen kaum etwas drrüber. Jetzt ruft das Netzwerk Friedenskooperative auf, gegen den Einstieg in das Luftkampfsystem der Zukunft, das Future Combat Air System, schnell aktiv zu werden. Unter http://www.lobbying4peace.de/nein-zu-fcas finden sich Informationen, fertige Aktionspostkarten und weitere Vorschläge.

Keine offizielle Gedenkveranstaltung zum 22. Juni 1941

Angesichts des bevorstehenden 80. Jahrestages des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 hatte Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete und Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss, eine offizielle Gedenkveranstaltung im Bundestag beantragt. „Doch weder Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble noch die Bundesregierung wollen mit einem Gedenkakt an die Verantwortung Deutschlands für den Raub- und Vernichtungskrieg erinnern und der Millionen sowjetischen Opfer in angemessener Weise ehren. Das ist skandalös gegenüber den Hinterbliebenen, die so weiter auf ein Zeichen der dauerhaften Versöhnung warten müssen. Der Jahrestag des Überfalls sollte Anlass sein für eine neue Friedens- und Entspannungspolitik gegenüber Russland und ein Ende der Konfrontation“, schrieb Dagdelen. Näheres hier 

In einem weiteren Antrag  80 Jahre deutscher Überfall auf die Sowjetunion – Für eine Politik der Entspannung gegenüber Russland und eine neue Ära der Abrüstungforderte gestern die Bundestagsfraktion DIE LINKE  die Bundesregierung auf, sich im Rahmen von EU und NATO verstärkt für allgemeine und weltweite Abrüstung einzusetzen und entschlossen auf den Abschluss und die Durchsetzung umfassender Abrüstungs- und Rüstungskontrollvereinbarungen hinzuwirken. Kooperation mit Russland statt Konfrontation müsse Handlungsmaxime deutscher Außen- und Sicherheitspolitik werden.